Wirtschaft
Tradition und Technik: Die Rolle der Werft Ferus Smit im europäischen Schiffbau
Schiffbau im Wandel – Wie die Werft Ferus Smit ihre Zukunft selbst konstruiert
Die europäische Schiffbauindustrie hat in den vergangenen Jahrzehnten einen tiefgreifenden Strukturwandel erlebt. Viele traditionsreiche Standorte verschwanden, andere kämpfen bis heute mit internationalem Preisdruck und technologischen Umbrüchen. In diesem Umfeld behauptet sich eine Werft, die seit mehr als einem Jahrhundert auf eine ungewöhnliche Mischung aus handwerklicher Fertigungstiefe und ingenieurwissenschaftlicher Eigenständigkeit setzt: Ferus Smit, mit Standorten im niederländischen Westerbroek und im ostfriesischen Leer.
Während andere Betriebe Konstruktion und Entwicklung längst ausgelagert haben, hält Ferus Smit an einem Prinzip fest, das in Europa selten geworden ist: Alles, was ein Schiff ausmacht, entsteht im eigenen Haus.

Ein mittelständischer Schiffbauer mit klaren Zahlen
Die Werft gehört nicht zu den lautesten Akteuren der Branche, doch ihre Kennzahlen sprechen für sich. Nach eigenen Angaben wurden bislang 470 Schiffe gebaut, Jahr für Jahr verlassen sechs bis acht Neubauten die Hallen. Rund 200 Mitarbeiter arbeiten an beiden Standorten, viele von ihnen seit Jahrzehnten im Unternehmen.
Diese Größenordnung macht Ferus Smit zu einem typischen Vertreter des europäischen Mittelstands – allerdings zu einem, der sich in einem global hart umkämpften Markt behauptet. Die Werft profitiert dabei von einer Struktur, die in der Branche selten geworden ist: Sie verfügt über eine bemerkenswerte Fertigungstiefe, die vom ersten Entwurf bis zur Probefahrt reicht.
Forschung und Entwicklung als strategische Konstante
In einer Zeit, in der Reedereien zunehmend auf Energieeffizienz, alternative Antriebe und emissionsarme Konzepte setzen, ist die Fähigkeit zur eigenen Entwicklung ein entscheidender Vorteil. Ferus Smit hat diesen Bereich früh ausgebaut und versteht Forschung und Entwicklung nicht als Zusatz, sondern als Kern des Geschäftsmodells.
Die Ingenieure der Werft arbeiten an hydrodynamisch optimierten Rumpfformen, die den Treibstoffverbrauch senken und die Seeeigenschaften verbessern. Ebenso gehören strukturelle Leichtbaukonzepte, softwaregestützte Berechnungsverfahren und Antriebslösungen für moderne Umweltstandards zum Portfolio.
Der Leitsatz, den das Unternehmen selbst formuliert, lautet: „Effectiveness over Efficiency“ – ein Schiff soll nicht nur effizient konstruiert sein, sondern im realen Einsatz einen spürbaren Unterschied machen.
Dieser Ansatz hat dazu geführt, dass viele Reedereien über Jahre hinweg bei der Werft bestellen. Besonders eng ist die Zusammenarbeit mit der schwedischen Reederei Erik Thun AB, für die inzwischen mehr als 50 Schiffe entstanden sind.

Technische Tiefe als Antwort auf globale Konkurrenz
Während große asiatische Werften mit Skaleneffekten und niedrigen Kosten arbeiten, setzt Ferus Smit auf eine andere Form der Wettbewerbsfähigkeit: Kontrolle über den gesamten Entwicklungsprozess.
Die Werft entwirft ihre Schiffe selbst, berechnet die Strukturen, konstruiert die Rumpfformen, fertigt die Sektionen, rüstet die Maschinenräume aus und begleitet die Probefahrten. Diese Unabhängigkeit ermöglicht es, Schiffe maßgeschneidert für die Bedürfnisse der Kunden zu entwickeln – ein Vorteil, der sich besonders bei Spezialschiffen und energieoptimierten Frachtern auszahlt.
Die jüngsten Stapelläufe zeigen, wie breit das Portfolio inzwischen ist. Dazu gehören moderne Mehrzweckfrachter, Tanker für skandinavische Reedereien und Spezialschiffe für den Transport von Forstprodukten. Die Neubauten tragen Namen wie „Thun Response“, „Thun Resolve“ oder „Naven“, und sie stehen für eine kontinuierliche Auslastung der Werft.
Ein industrieller Anker für die Region
Für die Region Leer ist die Werft weit mehr als ein Arbeitgeber. Sie ist ein industrieller Anker in einer Gegend, die wirtschaftlich stark vom Mittelstand geprägt ist. Die rund 200 Beschäftigten – Facharbeiter, Ingenieure, Konstrukteure – bilden ein Know‑how‑Reservoir, das in dieser Dichte selten geworden ist.
Zugleich ist die Werft ein Ausbildungsbetrieb, der jungen Menschen den Einstieg in technische Berufe ermöglicht. In Zeiten des Fachkräftemangels ist das ein Faktor, der über die Zukunftsfähigkeit eines Standorts entscheidet.
Zwischen Tradition und Zukunft
Ferus Smit ist ein Beispiel dafür, wie sich ein mittelständisches Unternehmen in einem globalisierten Markt behaupten kann, ohne seine Identität aufzugeben. Die Werft setzt nicht auf Größe, sondern auf Kompetenz, Eigenständigkeit und kontinuierliche technische Weiterentwicklung.
In einer Branche, die sich zunehmend an Umweltauflagen, Energieeffizienz und digitalen Planungsprozessen orientiert, hat sich Ferus Smit eine Position erarbeitet, die auf langfristige Stabilität ausgelegt ist.
Der Schiffbau mag sich wandeln – doch die Werft zeigt, dass Tradition und Innovation kein Widerspruch sein müssen, sondern ein Geschäftsmodell, das auch im 21. Jahrhundert trägt.

Wirtschaft
Energiewende-Meilenstein: Neuer Solarpark in Niedersachsen versorgt 18.000 Haushalte
Energiewende „on Track“: Das Luftbild zeigt den großflächigen Solarpark und das neu errichtete Umspannwerk in Ahausen (Landkreis Rotenburg/Wümme). Die Anlage erstreckt sich auf einer 59 Hektar großen Fläche entlang der Bahnstrecke Verden-Rotenburg. Mit einer Leistung von 64 Megawatt (MW) versorgt der Solarpark rechnerisch rund 18.000 Vier-Personen-Haushalte mit grünem Strom. Eine Besonderheit des Umspannwerks ist die weltweit erste Integration einer F‑Gas-freien 40-kV-Schaltanlage von Siemens, die auf der klimaschonenden „Clean Air“-Technologie basiert.(Hinweis: Bei dieser Darstellung handelt es sich um eine von einer KI generierten Visualisierung.)
Vorreiterrolle für Niedersachsen: Innovatives Umspannwerk mit Weltpremiere in Ahausen eröffnet
Niedersachsen unterstreicht seinen Anspruch als Energiewendeland Nummer 1: In der Gemeinde Ahausen (Landkreis Rotenburg/Wümme) wurde ein neues Umspannwerk in Betrieb genommen, das nicht nur die lokale Energieversorgung stärkt, sondern technologische Maßstäbe setzt. Niedersachsens Energie- und Klimaschutzminister Christian Meyer weihte die Anlage gemeinsam mit einem großflächigen Solarpark und geplanten Batteriespeichersystemen ein.
Kombination aus Erzeugung, Speicherung und modernster Technik
Das Projekt in Ahausen gilt als Paradebeispiel für eine effiziente und zukunftsorientierte Energieinfrastruktur. Auf einer Fläche von rund 59 Hektar erstreckt sich ein Freiflächen-Solarpark entlang der Bahnstrecke zwischen Verden und Rotenburg. Mit einer installierten Leistung von 64 Megawatt (MW) kann die Anlage rechnerisch rund 18.000 Vier-Personen-Haushalte mit grünem Strom versorgen.
Ein wesentlicher Baustein zur Optimierung der Einspeisung ist die geplante Integration eines Batteriespeichersystems mit bis zu 50 Megawatt Leistung. Diese Kombination ermöglicht es, den erzeugten Sonnenstrom bedarfsgerecht zur Verfügung zu stellen und somit einen direkten Beitrag zur CO₂-Einsparung sowie zur Senkung der Energiekosten zu leisten.
Anzeige

Weltneuheit: F‑Gas-freie Schaltanlage setzt Standards
Besonderes Augenmerk verdient die technische Ausstattung des Umspannwerks. Erstmals weltweit kommt hier eine neue Generation von Mittelspannungsschaltanlagen der Firma Siemens zum Einsatz, die vollständig ohne klimaschädliche Isoliergase auskommt.
Stattdessen basiert die für die 40-kV-Ebene entwickelte Technologie auf dem Isoliermedium „Clean Air“. Diese Innovation unterstreicht die Vorreiterrolle Niedersachsens bei der Implementierung modernster Klimaschutztechnologien in der Energieinfrastruktur. „Durch die Anwendung innovativer Klimaschutztechniken wie dieser können F‑Gas-freie Technologien zukünftig Standard werden“, betonte Minister Meyer bei der Einweihung.
Ausbau der Photovoltaik als zentraler Pfeiler der Energiewende
Das Projekt in Ahausen verdeutlicht den Erfolg einer engen Kooperation zwischen Kommune, Netzbetreibern und Industriepartnern. Dennoch mahnt die Landesregierung angesichts der ambitionierten Klimaziele zur Eile. Das Niedersächsische Klimagesetz sieht den Ausbau der Solarenergie auf 65 Gigawatt (GW) bis zum Jahr 2035 vor.
Mit rund 10,5 GW installierter Leistung im vergangenen Jahr ist ein wichtiger Grundstein gelegt, doch der Prozess muss weiter an Fahrt aufnehmen. Minister Meyer appellierte in diesem Kontext an den Bund, den Ausbau der Solarenergie durch verlässliche Rahmenbedingungen im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) zu stärken. Eine moderne Infrastruktur, die Erzeugung, Netze und Speicher intelligent verbindet, sei essenziell, um die Abhängigkeit von fossilen Importen zu beenden und die kommunale Wertschöpfung in Niedersachsen nachhaltig zu sichern.
Anzeige
Anzeige
Urlaubsplanung mit Reiseland PROFiL Reisen: Sicher buchen und entspannt reisen
25 Jahre Reiseland PROFiL Reisen: Warum persönliche Beratung den Unterschied macht
Der wohlverdiente Urlaub ist für viele die wertvollste Zeit des Jahres. Doch wer heute vor dem Bildschirm sitzt und unzählige Portale durchsucht, verliert schnell den Überblick. Dabei ist die Planung der freien Tage weit mehr als nur ein Mausklick. Seit 25 Jahren beweist Reiseland PROFiL Reisen, dass echte Qualität, Sicherheit und ein gutes „Bauchgefühl“ nur durch kompetente, persönliche Beratung entstehen.
Sicherheit in einer komplexen Welt
Wer seine Reise über ein professionelles Reisebüro bucht, entscheidet sich für Sicherheit. Im digitalen Zeitalter lauern bei der Eigenbuchung Gefahren: Undurchsichtige Geschäftsbedingungen, mangelnder Versicherungsschutz, „Fake-Portale“ oder schlichte Fehlberatungen führen oft zu unerwarteten Zusatzkosten. Besonders wenn Flüge gestrichen werden oder das Hotel nicht den Erwartungen entspricht, zeigt sich der wahre Wert eines Reisebüros: Sie sind nicht allein.
Die Vorteile auf einen Blick:
-
Expertise aus erster Hand: Die Mitarbeiter kennen viele Hotels und Destinationen persönlich.
-
Direkte Kontakte: Bei Problemen greifen die Experten auf direkte Verbindungen zu den Veranstaltern zurück.
-
Sicherheit & Service: Unterstützung bei Stornierungen oder Reklamationen – Sie sind auf der sicheren Seite.
-
Maßgeschneiderte Planung: Vom Badeurlaub bis zur komplexen Gruppenreise – alles aus einer Hand.
Komfort von der ersten Minute an
Reiseland PROFiL Reisen steht nicht nur für Emden als Standort, sondern ist ein starker Partner für die gesamte Region, inklusive des Landkreises Leer. Ob Moormerland, Weener, Bunde, Hesel, Jemgum oder Rhauderfehn – die Wege zu den Büros lohnen sich. Ein besonderes Highlight ist der komfortable Shuttle-Service, der Reisende in Zusammenarbeit mit dem Partner Skybus direkt an der Haustür abholt und zum Flughafen oder Kreuzfahrthafen bringt. So beginnt der Urlaub bereits vor der eigenen Tür – ganz ohne Parkplatzsuche oder Stress beim Koffer-Transport.
Ihr Urlaub beginnt mit einem guten Bauchgefühl
Ein Urlaub sollte keine Risiken bergen, sondern Vorfreude und Erholung bieten. Überlassen Sie Ihre wertvollste Zeit nicht dem Zufall. Lassen Sie sich von den Experten beraten, die genau wissen, worauf es ankommt.
Kontakt für Ihre nächste Planung:
REISELAND PROFiL REISEN EMDEN
Thüringer Straße 9 (im DollartCenter)
26723 Emden
Hotline: 04921 58960
E‑Mail: emden@reisen-profil.de

Sicher in den Urlaub starten: 10 Profi-Tipps für die nächste Reiseplanung
Die schönste Zeit des Jahres beginnt bei der Planung. Doch zwischen digitalen Lockangeboten und komplexen Buchungsbedingungen stellt sich vielen Urlaubern die Frage: Wie buche ich sicher und stressfrei? Das Team von Reiseland PROFiL Reisen gibt einen Überblick, worauf es heute bei der Urlaubsplanung wirklich ankommt.
Ob Badeurlaub, Kreuzfahrt oder Fernreise – eine Urlaubsreise ist eine Investition in die eigene Erholung. Damit aus der Vorfreude kein Ärgernis wird, haben die Reiseexperten aus Ostfriesland zehn essenzielle Punkte zusammengestellt, die jeder Reisende beachten sollte:
-
Persönliche Beratung nutzen: Ein professionelles Reisebüro bietet individuelles Expertenwissen, das weit über eine bloße Online-Suche hinausgeht. Profis kennen die Destinationen aus eigener Erfahrung.
-
Sicherheit vor Preis: Lassen Sie sich nicht von vermeintlichen Billig-Lockangeboten blenden. Achten Sie auf seriöse Anbieter, um nicht auf „Fake-Portale“ oder Betrugsversuche hereinzufallen.
-
Versicherungsschutz prüfen: Ein ausreichender Reiseschutz, insbesondere eine Reiserücktritts- und eine Auslandskrankenversicherung, ist unerlässlich, um bei unvorhersehbaren Notfällen finanziell abgesichert zu sein.
-
Transparenz bei Kosten: Achten Sie auf versteckte Gebühren. Zusätzliche Kosten für Gepäck, Sitzplatzreservierungen oder lokale Steuern tauchen bei Online-Portalen oft erst am Ende des Buchungsprozesses auf.
-
Das Kleingedruckte prüfen: Werfen Sie einen genauen Blick in die AGB. Besonders Stornobedingungen, Umbuchungsoptionen und die Regelungen bei Flugzeitenänderungen sind entscheidend.
-
Direkten Ansprechpartner wählen: Buchen Sie dort, wo Sie bei Problemen – etwa bei Flugstreiks oder Hotelmängeln – jemanden erreichen, der aktiv Lösungen umsetzt, anstatt in Warteschleifen festzustecken.
-
Qualität statt Risiko: Nutzen Sie die Erfahrung von Experten, die viele Hotels und Reiseanbieter persönlich kennen. Das bewahrt vor bösen Überraschungen bei der Ankunft.
-
Hilfe bei Komplikationen: Ein Reisebüro fungiert bei Krisen, wie einer plötzlichen Krankheit oder einer stornierten Reise, als Ihr wichtigster Verbündeter bei der Koordination von Unterstützung.
-
Individuelle Bedürfnisse abstimmen: Eine gute Beratung stellt sicher, dass die Reise exakt auf Ihre Wünsche zugeschnitten ist – egal ob für Familien, Paare oder Freundesgruppen.
-
Auf das Bauchgefühl hören: Ein entspannter Urlaub sollte bereits bei der Buchung mit einem guten und sicheren Gefühl beginnen. Investieren Sie die Zeit für ein persönliches Beratungsgespräch.
Kontakt für Ihre nächste Urlaubsplanung: Reiseland PROFiL Reisen steht für 25 Jahre Erfahrung in der Region. Mit Standorten in Emden (DollartCenter), Aurich und Norden sowie einem exklusiven Shuttle-Service ab/bis Haustür für die gesamte Region – inklusive des Landkreises Leer – sind die Experten der ideale Ansprechpartner für einen stressfreien Start in den Urlaub.
Reiseland PROFiL Reisen Emden Thüringer Straße 9, 26723 Emden (DollartCenter) Tel: 04921 58960 Web: www.reisen-profil.de

Urlaubsträume werden wahr – bei Reiseland PROFiL Reisen!
Sie suchen Inspiration für Ihre nächste Reise? Auf Seite 24 der aktuellen Juli-Ausgabe des LeserECHO haben wir unsere TOP-Angebote für Sie zusammengestellt. Ob Badeurlaub, Kreuzfahrt oder Fernreise – entdecken Sie, wohin die Reise gehen könnte!
Lassen Sie sich von unseren Profis beraten und planen Sie Ihren Urlaub sicher, individuell und entspannt.
Reiseland PROFiL Reisen – Ihr Reisebüro für ganz Ostfriesland. Persönliche Beratung. Beste Qualität. Ihr Urlaub in guten Händen.
Tel: 04921 58960 | www.reisen-profil.de
Wirtschaft
Medienberichte zu VW: IG Metall weist Spekulationen um Standorte zurück
Angebliche Kahlschlagpläne bei Volkswagen: IG Metall und Konzernbetriebsrat beziehen Stellung
Datum: 26. Juni 2026
Thema: Medienberichte über mögliche Werksschließungen und Stellenabbau beim VW-Konzern
Die Volkswagen-Belegschaft ist erneut in Unruhe versetzt worden. Auslöser ist ein Medienbericht des Manager-Magazins vom Freitagvormittag, in dem über weitreichende Sparpläne des VW-Konzernvorstands spekuliert wird.
Die spekulativen Pläne laut Medienbericht
Dem Bericht zufolge soll der Konzernvorstand folgende Maßnahmen in Erwägung ziehen:
-
Massiver Stellenabbau: Es ist die Rede von insgesamt 100.000 Arbeitsplätzen.
-
Werksschließungen: Neben Osnabrück sollen mittelfristig vier weitere deutsche Standorte auslaufen: Emden, Hannover, Neckarsulm und Zwickau.
-
VW-Gesetz: Es wird zudem über einen angeblichen Angriff auf das VW-Gesetz spekuliert.
Klare Kante: Stellungnahme der IG Metall und des Konzernbetriebsrats
Die Erste Vorsitzende der IG Metall, Christiane Benner, VW-Konzernbetriebsratsvorsitzende Daniela Cavallo und der IG Metall-Bezirksleiter Thorsten Gröger (zuständig für den VW-Haustarif) weisen die Berichte entschieden zurück:
“Angriffe auf das VW-Gesetz, die Mitbestimmung und unsere Standorte sind unverantwortliche Drohungen. Sollten solche Pläne vorangetrieben werden, würden wir sie mit aller Macht verhindern.”
Die Arbeitnehmervertretungen fordern den Vorstand auf, statt “blindem Aktionismus” den Fokus auf die eigentliche Arbeit zu legen: die Entwicklung wettbewerbsfähiger Produkte, moderner Technologien sowie die Straffung von Konzernstrukturen und die Nutzung von Synergien.
Politische Reaktionen aus Niedersachsen
Der Niedersächsische Ministerpräsident Olaf Lies und die stellvertretende Ministerpräsidentin Julia Willie Hamburg betonten, dass Entscheidungen über konkrete Maßnahmen ausschließlich im Aufsichtsrat getroffen werden.
-
Ablehnung von Kahlschlag: Die Landesregierung stellt klar, dass Zukunft nicht durch Werksschließungen oder Stellenabbau gewonnen wird.
-
Bekenntnis zur Mitbestimmung: Die Mitbestimmung wird als wesentlicher Teil der Erfolgsgeschichte von VW gesehen und nicht als Wettbewerbsnachteil.
-
Strategischer Applaus: Die Politik fordert eine gemeinsame deutsche Strategie für den Automobilstandort Europa, insbesondere angesichts des Preisdrucks durch China.
Solidarität von Audi und der IG Metall Baden-Württemberg
Auch aus anderen Teilen des Konzerns und der Branche kommt deutliche Kritik:
-
Audi-Betriebsrat: Jörg Schlagbauer (Gesamtbetriebsrat Ingolstadt) und Alexander Reinhart (Neckarsulm) unterstreichen, dass Neckarsulm Teil der “Audi DNA” ist und nicht zur Debatte steht.
-
IG Metall Baden-Württemberg: Die Bezirksleiterin Barbara Resch bezeichnet die Pläne als “Frontalangriff auf die Zukunft der Industriearbeitsplätze” und warnt vor massivem Know-how-Verlust durch Standortschließungen.
Statement der Unternehmensseite von Volkswagen
Der Konzernvorstand kommentiert die internen, vertraulichen Unterlagen nicht direkt, bestätigt jedoch die Notwendigkeit einer tiefgreifenden Transformation.
-
Herausforderungen: Zölle, härterer Wettbewerb und stagnierende Märkte verursachen Belastungen im zweistelligen Milliardenbereich pro Jahr.
-
Notwendige Entwicklung: Das bisherige Geschäftsmodell (Entwicklung in Deutschland, Produktion in Europa, Export weltweit) funktioniere so nicht mehr.
-
Zukunftsplan: Der Konzern arbeitet an einer Neuaufstellung, um effizienter und schlanker zu werden.
-
Ziel: Die Volkswagen Group soll bis 2030 das attraktivste Automobilunternehmen der Welt werden.
Quelle: Pressemitteilung der IG Metall bei Volkswagen, 26.06.2026.
Anzeige
























