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Coro­na-Über­gangs­re­geln lau­fen aus — ab Sonn­tag nur noch eng begrenz­te Test- und Maskenpflichten

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Das Foto zeigt die nie­der­län­di­sche Innen­stadt  Win­scho­ten.  Seit dem 23. März 2022 wur­de die Mas­ken­pflicht in den Nie­der­lan­den auf­ge­ho­ben.  Foto: Ingo Ton­sor @LeserECHO

Seit ges­tern,  2. April 2022, lie­fen die bis­he­ri­gen Über­gangs­re­geln zum Schutz vor dem Coro­na­vi­rus aus. Ent­spre­chend der engen Vor­ga­ben des Infek­ti­ons­schutz­ge­set­zes (IfSG) sind von Sonn­tag, 3. April 2022 an nur noch sehr begrenz­te Test- und Mas­ken­pflich­ten mög­lich. Dies ergibt sich aus der heu­te ver­öf­fent­lich­ten neu­en ‚Nie­der­säch­si­schen Ver­ord­nung über Schutz­maß­nah­men gegen das Coro­na-Virus SARS-CoV‑2 und des­sen Vari­an­ten (Nie­der­säch­si­sche Coro­na-Ver­ord­nung)’. Die­se Ver­ord­nung ist deut­lich kür­zer als ihre Vor­gän­ge­rin­nen, sie hat nur noch 14 Para­gra­phen. Mit der Ver­ord­nung wird die vom Bun­des­ge­setz­ge­ber in § 28 a Absatz 7 des Infek­ti­ons­schutz­ge­set­zes eng gesteck­te Ermäch­ti­gungs­grund­la­ge voll­stän­dig ausgeschöpft.

Damit besteht vom heu­ti­gen Sonn­tag an in Nie­der­sach­sen eine offi­zi­ell vor­ge­ge­be­ne Pflicht zum Tra­gen einer medi­zi­ni­schen Mas­ke nur­mehr in Arzt­pra­xen und ver­gleich­ba­ren Ein­rich­tun­gen, in Kran­ken- und Pfle­ge­ein­rich­tun­gen und sons­ti­gen Hei­men. Das glei­che gilt für Obdach­lo­sen­un­ter­künf­te, Ein­rich­tun­gen zur gemein­schaft­li­chen Unter­brin­gung von Asyl­be­wer­bern, voll­zieh­bar Aus­rei­se­pflich­ti­gen, Flücht­lin­gen und Spät­aus­sied­lern und für Jus­tiz­voll­zugs­an­stal­ten. Eine Mas­ke muss zudem auch wei­ter­hin getra­gen wer­den im öffent­li­chen Per­so­nen­ver­kehr — dies ergibt sich für den Nah­ver­kehr aus der Nie­der­säch­si­schen Coro­na-Ver­ord­nung, für den Fern­ver­kehr aus § 28 b Absatz 1 IfSG.

Vor dem Betre­ten von Kran­ken­häu­sern und Pfle­ge­ein­rich­tun­gen, Asyl­be­wer­ber­hei­men und Jus­tiz­voll­zugs­an­stal­ten muss auch zukünf­tig ein nega­ti­ver Test vor­ge­legt wer­den. Auch in Schu­len und Kitas besteht wei­ter­hin eine Test­pflicht und zwar drei­mal pro Woche.

In vie­len Berei­chen aber ent­fällt die staat­lich vor­ge­ge­be­ne Mas­ken­pflicht, bei­spiels­wei­se im Ein­zel­han­del oder in Gast­stät­ten. Und es gibt im Infek­ti­ons­schutz­ge­setz und in der dar­aus abge­lei­te­ten Nie­der­säch­si­schen Coro­na-Ver­ord­nung kei­ne 2G- oder 3G-Zugangs­be­schrän­kun­gen mehr und auch kei­ne Personenobergrenzen.

Indi­vi­du­el­le Schutz­maß­nah­men gegen­über Kran­ken, Krank­heits­ver­däch­ti­gen, Anste­ckungs­ver­däch­ti­gen oder Aus­schei­dern nach § 28 Absatz 1 Satz 1 sowie die Schlie­ßung von Ein­rich­tun­gen und Betrie­ben im Ein­zel­fall nach § 28 Absatz 1 Satz 1 und 2 blei­ben von alle­dem unberührt.

Über die heu­te ver­kün­de­ten Schutz­maß­nah­men hin­aus­ge­hen­de Rege­lun­gen im Sin­ne des § 28a Absät­ze 1 und 2 IfSG, sind aktu­ell nicht anwend­bar. Es besteht weder eine durch den Deut­schen Bun­des­tag fest­zu­stel­len­de epi­de­mi­sche Lage von natio­na­ler Trag­wei­te im Sin­ne des § 5 Absatz 1 Satz 1 IfSG noch der­zeit im Land Nie­der­sach­sen eine kon­kre­te Gefahr einer sich dyna­misch aus­brei­ten­den Infek­ti­ons­la­ge im Sin­ne des § 28a Abs. 8 Satz 2 IfSG (Hot­spot-Rege­lung). Dies kann sich je nach Infek­ti­ons­ge­sche­hen kurz­fris­tig ändern.

Vor dem Hin­ter­grund der nur begrenz­ten recht­li­chen Rege­lungs­mög­lich­kei­ten besteht in den nächs­ten Tagen und Wochen eine umso höhe­re Eigen­ver­ant­wor­tung jeder und jedes Ein­zel­nen, sich selbst und die Mit­men­schen zu schüt­zen. Des­halb fin­den sich in § 1 Absatz 2 der neu­en Coro­na-Ver­ord­nung all­ge­mei­ne Verhaltensempfehlung:

„Allen Per­so­nen wird emp­foh­len, eigenverantwortlich

  • eine Mund-Nasen-Bede­ckung im Sin­ne des § 2 Abs. 1 Sät­ze 1 und 2 ins­be­son­de­re in geschlos­se­nen Räu­men von Ein­rich­tun­gen und Anla­gen mit Publi­kums­ver­kehr und an Orten mit hohem Per­so­nen­auf­kom­men zu tragen,
  • einen Abstand von min­des­tens 1,5 Metern zu ande­ren Per­so­nen einzuhalten,
  • Hygie­ne­maß­nah­men zum Schutz vor Infek­tio­nen mit dem Coro­na­vi­rus SARS-CoV‑2 zu ergrei­fen und ins­be­son­de­re geschlos­se­ne Räu­me, die dem Auf­ent­halt von Men­schen die­nen, zu belüften.”

§ 2 der Ver­ord­nung beschreibt die Ein­zel­hei­ten der Pflicht, eine Mund-Nasen-Bede­ckung zu tra­gen, § 3 die Regeln zur Durch­füh­rung der Testungen.

Nach § 4 Absatz 1 der VO darf der Zutritt zu Kran­ken­häu­sern und Vor­sor­ge- und Reha­bi­li­ta­ti­ons­ein­rich­tun­gen durch Beschäf­tig­te die­ser Ein­rich­tun­gen, ehren­amt­lich täti­ge Per­so­nen sowie Besu­che­rin­nen und Besu­cher und Drit­te nur erfol­gen, wenn die Per­son einen Nach­weis über eine nega­ti­ve Tes­tung auf das Vor­lie­gen des Coro­na­vi­rus vorlegt.

§ 4 Absatz 2 Satz 1 begrün­det für Kran­ken­häu­ser sowie Vor­sor­ge- und Reha­bi­li­ta­ti­ons­ein­rich­tun­gen eine qua­li­fi­zier­te Mas­ken­pflicht, also medi­zi­ni­sche Mas­ke min­des­tens des Schutz­ni­veaus FFP2, KN 95 oder eines gleich­wer­ti­gen Schutzniveaus.

§ 5 ent­hält eine Auf­zäh­lung von wei­te­ren medi­zi­ni­schen Ein­rich­tun­gen, in denen eine Mas­ke min­des­tens des Schutz­ni­veaus FFP2, KN 95 oder eines gleich­wer­ti­gen Schutz­ni­veaus zu tra­gen ist. Dies sind Arzt­pra­xen, Ein­rich­tun­gen für ambu­lan­tes Ope­rie­ren, Dia­ly­se­ein­rich­tun­gen, Tages­kli­ni­ken und Rettungsdienste.

Nach § 6 Absatz 1 haben in Hei­men, unter­stüt­zen­den Wohn­for­men, Inten­siv­pfle­ge-Wohn­ge­mein­schaf­ten und Ein­rich­tun­gen der Tages­pfle­ge Beschäf­tig­te sowie ehren­amt­lich täti­ge Per­so­nen, Besu­che­rin­nen und Besu­cher und Drit­te in geschlos­se­nen Räu­men eine FFP2-Mas­ke oder gleich­wer­ti­ge medi­zi­ni­sche Mas­ken zu tra­gen. Die­se Pflicht gilt nicht für die Gäs­te einer Tages­pfle­ge­ein­rich­tung, soweit alle anwe­sen­den Gäs­te einen Impf­nach­weis gemäß § 22 a Abs. 1 IfSG, einen Gene­se­nen­nach­weis oder einen Test­nach­weis vorlegen.

Die in Absatz 1 Satz 1 genann­ten Per­so­nen dür­fen die genann­ten Ein­rich­tun­gen und Unter­neh­men nur betre­ten und in die­sen nur tätig wer­den, wenn sie nega­tiv getes­tet sind und einen Test­nach­weis nach § 3 mit sich führen.

Nach § 7 gilt auch in der Kin­der­ta­ges­be­treu­ung wei­ter­hin eine Test­pflicht. Hier müs­sen sich Kin­der ab 3 Jah­ren drei­mal wöchent­lich zu Hau­se vor dem Start in die Ein­rich­tung zu Hau­se tes­ten. (In Aus­nah­me­fäl­len kann sich auch eine enge Bezugs­per­son aus dem Haus­halt an Stel­le des Kin­des tes­ten lassen).

Aus § 8 ergibt sich, dass nach den Oster­fe­ri­en alle Schü­le­rin­nen und Schü­ler ohne Mund-Nase-Bede­ckung in die Schu­le kom­men kön­nen — sie müs­sen die Mas­ke aber nicht weg­las­sen. Es ist aus­drück­lich mög­lich, wei­ter­hin Mas­ke zu tra­gen. Ins­be­son­de­re nach den Feri­en, in wel­chen oft­mals eine Viel­zahl von Kon­tak­ten und Rei­se­tä­tig­kei­ten statt­fin­den, kann sich die­se Schutz­maß­nah­me als sehr wirk­sam erweisen. 

Mit Blick auf eben­die­se beson­de­re Lage nach den Feri­en wird es zudem an den nie­der­säch­si­schen Schu­len zwi­schen dem 20. April 2022 (ers­ter Schul­tag nach den Feri­en) und dem 29. April 2022 erneut eine zusätz­li­che Test­pha­se geben, in der sich alle Schü­le­rin­nen und Schü­ler täg­lich (an Unter­richts­ta­gen) zu Hau­se auf eine Coro­na-Infek­ti­on tes­ten. Ohne ein Nega­tiv-Ergeb­nis darf die Schu­le nicht betre­ten werden.

§ 9 regelt die Details der Test­pflicht in Jus­tiz­voll­zugs­an­stal­ten, Abschie­bungs­haft­ein­rich­tun­gen und Ein­rich­tun­gen des Maß­re­gel­voll­zugs, § 10 die für Ein­rich­tun­gen zur gemein­schaft­li­chen Unter­brin­gung von Spät­aus­sied­lern, Flücht­lin­gen und Asyl­be­wer­bern sowie von voll­zieh­bar Ausreisepflichtigen.

Nach § 11 Satz 1 gilt für die Bewoh­ne­rin­nen und Bewoh­ner in Obdach­lo­sen­un­ter­künf­ten sowie für die in den Ein­rich­tun­gen beschäf­tig­ten Per­so­nen in Bezug auf gemein­schaft­lich genutz­te Flä­chen eine Pflicht zum Tra­gen einer medi­zi­ni­schen Mas­ke min­des­tens des Schutz­ni­veaus FFP2, KN 95 oder eines gleich­wer­ti­gen Schutz­ni­veaus. § 11 Absatz 2 schreibt vor, dass für Bewoh­ne­rin­nen und Bewoh­ner mit aku­ten Erkäl­tungs­sym­pto­men eine getrenn­te Unter­brin­gung vor­ge­se­hen wer­den muss.

§ 12 begrün­det für den Bereich des öffent­li­chen Per­so­nen­nah­ver­kehrs eine Pflicht zum Tra­gen einer Mund-Nasen-Bede­ckung und sieht bei deren Aus­ge­stal­tung zum Teil Abwei­chun­gen zu § 2 der Ver­ord­nung vor. Für Per­so­nen ab dem voll­ende­ten 14. Lebens­jahr, die Ver­kehrs­mit­tel des Per­so­nen­nah­ver­kehrs nut­zen, sowie für das Kon­troll- und Ser­vice­per­so­nal, Fahr- und Steu­er­per­so­nal, soweit durch deren Tätig­keit phy­si­sche Kon­tak­te zu ande­ren Per­so­nen bestehen, besteht eine Pflicht zum Tra­gen einer medi­zi­ni­sche Mas­ke min­des­tens des Schutz­ni­veaus FFP 2, KN 95 oder eines gleich­wer­ti­gen Schutzes.

§ 13 stellt klar, dass Ver­stö­ße gegen die §§ 4 — 6 und 9 bis 12, jeweils auch in Ver­bin­dung mit den §§ 2 und 3 Ord­nungs­wid­rig­kei­ten nach § 73 Abs. 1 a Nr. 24 IfSG dar­stel­len. Die­se kön­nen gemäß § 73 Abs. 2 IfSG mit Geld­bu­ße bis zu 25 000 Euro geahn­det werden.

Nach § 14 tritt die neue Coro­na-Ver­ord­nung am 3. April 2022 in Kraft und folgt damit der bis­he­ri­gen Nds. Coro­na-Ver­ord­nung, die bis zum 2. April 2022 gilt. Das Außer­kraft­tre­ten der Ver­ord­nung wird unter Beach­tung der Anfor­de­run­gen des § 28 a Abs. 5 Satz 2 IfSG gere­gelt. Dem­nach sind Rechts­ver­ord­nun­gen, die nach § 32 in Ver­bin­dung mit § 28 Abs. 1 und § 28 a Abs. 1 IfSG erlas­sen wer­den, mit einer all­ge­mei­nen Begrün­dung zu ver­se­hen und zeit­lich zu befris­ten. Die Gel­tungs­dau­er beträgt grund­sätz­lich vier Wochen. Die neue Nie­der­säch­si­sche Coro­na-Ver­ord­nung tritt mit Ablauf des 29. April 2022 außer Kraft. Eine Neu­an­pas­sung der Ver­ord­nungs­la­ge auch vor dem 29. April 2022 bleibt jeder­zeit möglich.


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Armut in Deutsch­land: Neu­er Höchst­stand erreicht!

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Pari­tä­ti­scher Armuts­be­richt 2026: Sozia­le Spal­tung ver­schärft sich – 13,3 Mil­lio­nen Men­schen in Armut

Der neue Armuts­be­richt des Pari­tä­ti­schen Gesamt­ver­ban­des unter dem Titel „Wach­sen­de Armut, schrump­fen­de Sicher­heit“ lie­fert alar­mie­ren­de Ergeb­nis­se: Die sozia­le Spal­tung in Deutsch­land nimmt wei­ter zu. Mit 13,3 Mil­lio­nen betrof­fe­nen Men­schen steigt die Armuts­quo­te auf einen Höchst­stand von 16,1 Pro­zent.

Alar­mie­ren­de Trends bei zen­tra­len Bevölkerungsgruppen

Die Kluft zwi­schen ver­schie­de­nen gesell­schaft­li­chen Grup­pen ver­grö­ßert sich ste­tig. Beson­ders betrof­fen sind älte­re Men­schen, Frau­en und Alleinerziehende.

  • Senio­ren: Mit einer Quo­te von 19,5 Pro­zent ist fast jede fünf­te Per­son ab 65 Jah­ren armuts­ge­fähr­det. Bei Frau­en über 75 Jah­ren liegt der Wert sogar bei 21,3 Pro­zent. Der Lebens­abend droht zuneh­mend zur Armuts­fal­le zu werden.

  • Haus­halts­ty­pen: Allein­le­ben­de und Allein­er­zie­hen­de tra­gen das höchs­te Risi­ko. Mit Armuts­quo­ten von 30,3 Pro­zent bei Allein­le­ben­den und 28,9 Pro­zent bei Allein­er­zie­hen­den ist etwa jede drit­te Per­son in die­sen Lebens­la­gen von Armut betroffen.

  • Geschlech­ter­un­ter­schie­de: Frau­en sind mit 16,7 Pro­zent etwas häu­fi­ger von Armut betrof­fen als Män­ner mit 15,6 Pro­zent.

Bei dem ver­wen­de­ten Bei­trags­bild han­delt es sich um eine KI-gene­rier­te Illus­tra­ti­on, die dazu dient, das The­ma des Arti­kels visu­ell zu veranschaulichen.

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Mate­ri­el­le Not und regio­na­le Unterschiede

Die Aus­wir­kun­gen der Armut sind längst im All­tag ange­kom­men – sei es bei der Ent­schei­dung für eine voll­wer­ti­ge Mahl­zeit oder beim Ver­zicht auf Teil­ha­be. Ins­ge­samt 4,6 Mil­lio­nen Men­schen leben in erheb­li­cher mate­ri­el­ler Ent­beh­rung, dar­un­ter etwa 1 Mil­li­on min­der­jäh­ri­ge Kin­der und Jugend­li­che sowie 650.000 Alters­rent­ner.

Auch regio­nal drif­tet Deutsch­land aus­ein­an­der. Wäh­rend in Bay­ern etwa jede ach­te Per­son armuts­ge­fähr­det ist, betrifft dies in Sach­sen-Anhalt mehr als jede fünf­te und in Bre­men sogar mehr als jede vier­te Per­son. Der Abstand zwi­schen dem Bun­des­land mit der nied­rigs­ten und der höchs­ten Quo­te wächst wei­ter – von 14,1 Pro­zent­punk­ten im Jahr 2024 auf nun­mehr 14,9 Pro­zent­punk­te.

Kri­tik an Kürzungsplänen

Dr. Joa­chim Rock, Haupt­ge­schäfts­füh­rer des Pari­tä­ti­schen Gesamt­ver­ban­des, warnt ein­dring­lich vor den Fol­gen aktu­el­ler poli­ti­scher Debat­ten über Sozi­al­kür­zun­gen. „Wir sehen eine Gesell­schaft, die sozi­al wei­ter aus­ein­an­der­drif­tet. Men­schen spü­ren das. Jetzt immer neue Kür­zun­gen zu dis­ku­tie­ren, schürt Angst und Unsi­cher­heit. Das spielt Popu­lis­ten und Extre­mis­ten in die Hän­de“, so Rock.

Er kri­ti­siert ins­be­son­de­re geplan­te Ein­schnit­te beim Wohn­geld, Unter­halts­vor­schuss sowie in der Jugend- und Ein­glie­de­rungs­hil­fe. „Dass älte­re Men­schen nach einem lan­gen Erwerbs­le­ben und Haus­hal­te mit Kin­dern beson­ders betrof­fen sind, zeigt die schon jetzt bestehen­den Defi­zi­te im Sozi­al­staat. Wer zusätz­li­che Kür­zun­gen betreibt, bekämpft kei­ne Kri­sen, son­dern ver­schärft sie“, warnt der Hauptgeschäftsführer.

Sein Appell an die Bun­des­re­gie­rung ist deut­lich: Der aktu­el­le Kurs müs­se gestoppt wer­den, um eine Poli­tik zu eta­blie­ren, die Armut aktiv bekämpft, statt sie ledig­lich zu verwalten.

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Ille­ga­ler Tier­han­del 2025 – Immer mehr Fäl­le aufgedeckt

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Ein herz­kran­ker ille­gal trans­por­tier­ter Hun­de­wel­pe. Copy­right: Tier­heim Freital

Ille­ga­ler Heim­tier­han­del: Fall­zah­len stei­gen 2025 erneut an

Eine neue Aus­wer­tung des Deut­schen Tier­schutz­bun­des bestä­tigt einen besorg­nis­er­re­gen­den Trend: Der ille­ga­le Han­del mit Heim- und Wild­tie­ren nimmt wie­der zu. Beson­ders die Belas­tung für Tier­hei­me und das Leid der oft kran­ken Tie­re errei­chen neue Höchststände.

Der ille­ga­le Heim­tier­han­del bleibt eines der größ­ten Tier­schutz­pro­ble­me in Deutsch­land. Laut der aktu­el­len Sta­tis­tik wur­den im Jahr 2025 min­des­tens 2.250 Tie­re in 257 auf­ge­deck­ten Fäl­len regis­triert. Damit stei­gen die Zah­len nach einem vor­über­ge­hen­den Rück­gang nach der Coro­na­pan­de­mie wie­der deut­lich an. Da die Dun­kel­zif­fer mas­siv sein dürf­te, bil­den die­se Zah­len nur die Spit­ze des Eis­bergs ab.

Skru­pel­lo­ses Geschäft mit dem Tierleid

Die betrof­fe­nen Tie­re wer­den meist unter kata­stro­pha­len Bedin­gun­gen gezüch­tet und viel zu jung ille­gal trans­por­tiert. „Der skru­pel­lo­se Han­del mit Hun­den und Kat­zen geht unauf­hör­lich wei­ter“, warnt Dr. Romy Zel­ler, Fach­re­fe­ren­tin beim Deut­schen Tier­schutz­bund. Neben Hun­den und Kat­zen gera­ten zuneh­mend auch exo­ti­sche Wild­tie­re in den Fokus der Schmuggler.

Die Zah­len für 2025 im Überblick:

  • Hun­de: 598 Tie­re (vor allem Moderas­sen wie Zwerg­spit­ze, Mal­te­ser und Pudel).

  • Kat­zen: 56 Tiere.

  • Ande­re Arten: 1.596 Tie­re, dar­un­ter Land­schild­krö­ten, Vogel­spin­nen, aber auch Exo­ten wie Affen, Zebras und ein Serval.

Die Haupt­re­gio­nen für Auf­grif­fe waren Bay­ern, Sach­sen und Ham­burg. Als häu­figs­tes Her­kunfts­land wur­de bereits zum zehn­ten Mal in Fol­ge Rumä­ni­en iden­ti­fi­ziert, gefolgt von Bulgarien.

For­de­run­gen nach stren­ge­ren Gesetzen

Um dem kri­mi­nel­len Han­del das Hand­werk zu legen, for­dert der Deut­sche Tier­schutz­bund ein Ver­bot des Online­han­dels mit Tie­ren oder zumin­dest eine strik­te Iden­ti­täts­pflicht für Ver­käu­fer auf Online-Por­ta­len. Ein Licht­blick ist die jüngst vom EU-Par­la­ment beschlos­se­ne Ver­ord­nung zur EU-wei­ten Kenn­zeich­nungs- und Regis­trie­rungs­pflicht für Hun­de und Kat­zen, wel­che die Rück­ver­folg­bar­keit ver­bes­sern soll.

Tier­hei­me am Limit

Die Fol­gen des ille­ga­len Han­dels tra­gen oft die ohne­hin über­las­te­ten Tier­hei­me. Die beschlag­nahm­ten Tie­re sind häu­fig schwer krank und benö­ti­gen eine kos­ten­in­ten­si­ve medi­zi­ni­sche Betreu­ung. Trotz der Zusa­ge im Koali­ti­ons­ver­trag, Tier­hei­me finan­zi­ell zu unter­stüt­zen, feh­len im Bun­des­haus­halt 2026 bis­lang die ent­spre­chen­den Mit­tel. Der Tier­schutz­bund sieht die Bun­des­re­gie­rung hier drin­gend in der Pflicht, um den dro­hen­den Kol­laps der Ein­rich­tun­gen abzuwenden.

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Raus aus dem Hams­ter­rad: Wenn das Leben nur noch aus Funk­tio­nie­ren besteht

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Wenn das Leben nur noch aus „Funk­tio­nie­ren“ besteht: Der Weg zurück zu sich selbst

Ken­nen Sie die­se Pha­sen, in denen sich das Leben wie ein end­lo­ser Mara­thon anfühlt? Ein Umbruch jagt den nächs­ten, Kri­sen for­dern Ihre gesam­te Kraft und plötz­lich bemer­ken Sie: Die inne­re Ruhe ist ver­schwun­den. Der Kopf ist voll, der Kör­per steht unter Dauerstrom.

In sol­chen Momen­ten schal­ten wir oft auf „Auto­pi­lot“. Wir funk­tio­nie­ren prä­zi­se wie ein Uhr­werk, um den All­tag zu bewäl­ti­gen – doch das eigent­li­che Leben, das Spü­ren und Genie­ßen, fin­det ohne uns statt.

Dein Kör­per spricht, wenn der Kopf schweigt

Als Kine­sio­lo­gin betrach­te ich den Men­schen als untrenn­ba­re Ein­heit. Psy­chi­sche Belas­tun­gen sind weit mehr als nur „belas­ten­de Gedan­ken“. Sie mani­fes­tie­ren sich als hand­fes­te ener­ge­ti­sche und kör­per­li­che Blockaden.

  • Der Stress „sitzt“ tief in den Muskeln.

  • Ver­zweif­lung blo­ckiert den natür­li­chen Energiefluss.

  • Das Ner­ven­sys­tem ver­harrt in einem erschöp­fen­den Überlebensmodus.

Wenn wir auf­hö­ren zu füh­len, um den Schmerz oder den Stress zu bewäl­ti­gen, beginnt der Kör­per, die Signa­le zu sen­den, die wir im Kopf nicht mehr zulassen.

Kein Stan­dard-Rezept, son­dern Ihr indi­vi­du­el­ler Weg

Das Wich­tigs­te, was ich in mei­ner täg­li­chen Arbeit gelernt habe: Es gibt kei­nen Ein­heits­weg aus einer Kri­se. Jeder Mensch bringt sei­ne eige­ne Geschich­te, indi­vi­du­el­le Stress­mus­ter und ein ganz per­sön­li­ches Tem­po mit.

In der Kine­sio­lo­gie nut­zen wir den Mus­kel­test als prä­zi­ses Bio­feed­back-Instru­ment Ihres Kör­pers. Anstatt nach star­ren Sche­ma­ta vor­zu­ge­hen, schau­en wir ganz individuell:

  1. Was braucht Ihr Sys­tem jetzt gera­de wirk­lich? Geht es um Ent­las­tung, Sta­bi­li­sie­rung oder einen sanf­ten Impuls zur Veränderung?

  2. Wo lie­gen die Ursa­chen? Wir suchen nach den Wur­zeln der Anspan­nung, die Sie am frei­en Atmen hindern.

  3. Wel­che Res­sour­cen schla­fen in Ihnen? Wir reak­ti­vie­ren Ihre per­sön­li­chen Kraft­quel­len, damit Sie nicht mehr nur funk­tio­nie­ren, son­dern wie­der leben­dig spüren.


Wor­an mer­ken Sie, dass Sie im „Funk­ti­ons-Modus“ feststecken?

Die fol­gen­den Sym­pto­me sind häu­fi­ge Indi­ka­to­ren dafür, dass Ihr Sys­tem Hil­fe benötigt:

  • Psy­chi­sche Belas­tung: Erschöp­fung, Trau­rig­keit, ein Gefühl inne­rer Lee­re, Angst, stän­di­ges Grü­beln oder tief­sit­zen­de Selbstzweifel.

  • Psy­cho­so­ma­ti­sche Signa­le: Schlaf­stö­run­gen, chro­ni­sche Ver­span­nun­gen, Ver­dau­ungs­pro­ble­me, Zäh­ne­knir­schen oder eine blei­er­ne Müdigkeit.

  • Lebens­kri­sen & Umbrü­che: Über­for­de­rung im Beruf, Trau­er­pro­zes­se, Tren­nun­gen, fami­liä­re Kon­flik­te oder die Suche nach dem Sinn in neu­en Lebens­pha­sen (wie dem Ren­ten­ein­tritt oder dem Aus­zug der Kinder).


Den Kreis­lauf durchbrechen

Hei­lung beginnt dort, wo wir auf­hö­ren zu kämp­fen und anfan­gen hin­zu­schau­en. Gemein­sam fin­den wir her­aus, wie wir Ihren Kopf ent­las­ten und Ihren Kör­per wie­der in die Ent­span­nung füh­ren kön­nen – maß­ge­schnei­dert auf Ihre aktu­el­le Lebenssituation.

Sie müs­sen die­sen Weg nicht allei­ne gehen. Wenn Sie das Gefühl haben, fest­zu­ste­cken, las­sen Sie uns gemein­sam schau­en, was Ihr Kör­per Ihnen sagen möchte.

„Ganz gleich, wie beschwer­lich das Ges­tern war, stets kannst du im Heu­te von Neu­em anfan­gen.“ (Bud­dha)

Kon­takt & Beratung

Ger­ne beglei­te ich Sie auf Ihrem Weg zu mehr Leich­tig­keit und inne­rer Balance.

Natur­heil­pra­xis Astrid Frey Spie­ker­oo­ger Str. 12, 26810 Westoverledingen

Tele­fon: 04955 / 9899844 | Mobil: 0152 5183 8740

E‑Mail: info@astridfrey.de

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Früh­lings-Wal­king im Julia­nen­park: Bewe­gung, Wald­luft & Geselligkeit

Genie­ßen Sie den Früh­ling in Leer aktiv! Jeden Mitt­woch um 14 Uhr lädt die Nor­dic-Wal­king-Grup­pe im Julia­nen­park zum gemein­sa­men Lau­fen und Klö­nen ein. Hier ste­hen sport­li­ches Mit­ein­an­der und locke­re Gesel­lig­keit im Fokus – auch abseits der Stre­cke. Egal ob Anfän­ger oder Fort­ge­schrit­te­ne, mit oder ohne Stö­cke: Die Teil­nah­me unter der Lei­tung von Heil­prak­ti­ke­rin Astrid Frey ist kos­ten­frei und unver­bind­lich. Treff­punkt ist der Park­platz bei Bur­ger King. Atmen Sie tief durch und bewe­gen Sie sich mit in bes­ter Gesellschaft!

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Lokal

60 neue Ehren­amts­kar­ten im Land­kreis Leer ver­lie­hen – Enga­ge­ment von 16 bis 86 Jah­ren gewürdigt

60 ehren­amt­li­che Enga­gier­te erhiel­ten die Ehren­amts­kar­te. Ver­tre­te­rin­nen und Ver­tre­ter von Kom­mu­nen und des Kreis­ta­ges waren dabei. Bür­ger­meis­ter oder Stellvertreter/innen: Mat­thi­as...

Veranstaltung

Schloss Even­burg im Okto­ber 2026: Füh­run­gen, Zeit­rei­sen, Fahr­rad­aus­stel­lung und Kinderprogramm

Schloss Even­burg: Füh­run­gen, Zeit­rei­sen und Kin­der­pro­gramm im Okto­ber 2026 Leer/Loga. Das Schloss Even­burg bie­tet auch im Okto­ber 2026 ein abwechs­lungs­rei­ches Ver­an­stal­tungs­pro­gramm....

Politik

5.084 mög­li­che Ver­stö­ße gegen 12-Uhr-Tank­re­ge­lung in Nie­der­sach­sen – jetzt dro­hen Bußgelder

Nie­der­sach­sen erfasst wei­te­re 5.084 mög­li­che Ver­stö­ße gegen die 12-Uhr-Tankregelung Hannover/Niedersachsen. In Nie­der­sach­sen sind bei der Über­prü­fung der soge­nann­ten 12-Uhr-Tank­re­ge­lung wei­te­re...

Blaulicht

Ver­kehrs­un­fäl­le in Ost­fries­land: Fuß­gän­ge­rin ver­letzt – zwei Schwer­ver­letz­te bei Unfall

POL-LER: Pres­se­mit­tei­lung der Poli­zei­in­spek­ti­on Leer/ Emden für den 24.09.2026   Emden — Fuß­gän­ge­rin nach Ver­kehrs­un­fall leicht verletzt  Am 23.09.2026 kam...

Veranstaltung

Wil­helms­ha­ven Sai­ling-CUP 2026: Tra­di­ti­ons­seg­le­r­und mari­ti­mes Programm

Wil­helms­ha­ven Sai­ling-CUP 2026: Tra­di­ti­ons­seg­ler, Regat­ten und mari­ti­mes Pro­gramm am Bontekai Wil­helms­ha­ven. Vom 2. bis 4. Okto­ber 2026 steht Wil­helms­ha­ven ganz...

Lokal

Kita Lütt­je Lü in Völ­len­er­fehn gewinnt zehn Bob­by­cars – Fahr­spaß ganz ohne Spritkosten

Das Foto zeigt die Ver­tre­ter des Auto­hau­ses Por­sche in Leer, Kita-Lei­tung Ste­fa­nie Olt­manns sowie eini­ge Kin­der, die an der Mal­ak­ti­on...

Lokal

Senio­ren­bei­rat Wes­t­ov­er­le­din­gen: Wahl­vor­schlä­ge noch bis 30. Sep­tem­ber möglich

Das Foto zeigt den aktu­el­len Senio­ren­bei­rat. Das Bild zeigt v.l. Thea Boel­sen, Burk­hard Rei­ne­ke, Ulla Kor­te, Hans-Georg Füll­brunn, Hel­la Gei­ken,...

Blaulicht

Tank­be­trug in Ost­fries­land: Poli­zei sucht Fah­rer eines wei­ßen BMW mit auf­fäl­li­gem Kapuzenpullover

Tank­be­trü­ge­rei­en in Caro­li­nen­siel und Wil­helms­ha­ven: Poli­zei sucht BMW-Fah­rer mit auf­fäl­li­gem Kapuzenpullover Carolinensiel/Wilhelmshaven. Zwei­mal soll ein bis­lang unbe­kann­ter Mann an Tank­stel­len...

Blaulicht

Poli­zei sucht Zeu­gen: Graf­fi­ti, Dieb­stäh­le, Unfall­flucht und Fahr­zeug­brand in Ostfriesland

POL-LER: Pres­se­mit­tei­lung der Poli­zei­in­spek­ti­on Leer/ Emden für den 23.09.2026   Zeu­gen gesucht zu Sach­be­schä­di­gun­gen, Dieb­stäh­len & einer Ver­kehrs­un­fall­flucht ++ Fahrzeugbrand ...

Lokal

Bil­dungs­in­sti­tut Gesund­heit am Kli­ni­kum Leer erneut rezertifiziert

(v.l.n.r.): Dr. Kat­rin Witz­schel (Audi­to­rin), Susan­ne Weiss (Schul­lei­tung BIG), Imke Biel (Qua­li­täts­ma­nage­ment­be­auf­trag­te und Päd­ago­gin), Jea­nette Janet­schek (Fach­be­reichs­lei­tung Pfle­ge), Nico­le Keil...

Blaulicht

Ost­fries­land: Die­sel­dieb­stahl, fal­sche Poli­zei­be­am­te, Trick­dieb­stahl und Drogenfahrt

POL-LER: Pres­se­mit­tei­lung der Poli­zei­in­spek­ti­on Leer/ Emden für den 22.09.2026   Die­sel­dieb­stahl aus Lkw ++ Fal­sche Poli­zei­be­am­te ++ Fal­scher Pfle­ge­dienst­mit­ar­bei­ter bestiehlt...

Wirtschaft

Bun­des­haus­halt 2027: Zins­aus­ga­ben stei­gen auf 41,9 Mil­li­ar­den Euro

Bun­des­haus­halt 2027: Zins­aus­ga­ben stei­gen deut­lich – Bund plant mit 118,7 Mil­li­ar­den Euro neu­er Schulden Im Regie­rungs­ent­wurf für den Bun­des­haus­halt 2027...

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