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FDP Kreisverband Leer kritisiert Förderung von Balkonkraftwerken als ineffizient und ungerecht
FDP: Förderung von Balkonkraftwerken ist ungerecht und Verschwendung von Steuergeldern
Leer, 28. Juni 2023 — Die Förderung von Balkonkraftwerken durch den Landkreis Leer stößt auf Kritik seitens der FDP. Jens Völker, Vorsitzender des FDP-Kreisverbandes Leer und zugleich Chef der FDP-Fraktion im Leeraner Kreistag, bezeichnet diese Maßnahme als reine Symbolpolitik und eine Verschwendung von Steuergeldern.
Grundsätzlich ist die FDP der Ansicht, dass Balkonkraftwerke eine sinnvolle Möglichkeit für viele Menschen sind, direkt an den Erneuerbaren Energien teilzuhaben und ihre eigene Energie zu erzeugen. Diese Anlagen amortisieren sich nach objektiven Kriterien innerhalb von 5–10 Jahren und sind daher auch ohne Förderung wirtschaftlich rentabel. Niemand würde sich ausschließlich aufgrund der Förderung ein Balkonkraftwerk anschaffen. Aus Sicht der FDP handelt es sich hierbei also um reine Mitnahmeeffekte.
Jens Völker betont, dass die Förderung von Balkonkraftwerken mit Steuergeldern finanziert wird. Daher habe die FDP-Fraktion im Leeraner Kreistag in den Haushaltsberatungen gegen diese Maßnahmen gestimmt. Die enorme Nachfrage, die sich innerhalb der ersten Stunde der Antrags-Freischaltung zeigte, deutet laut Völker darauf hin, dass das Verfahren zur Vergabe der Fördermittel ungerecht ist. Hier werde nach dem Prinzip “Windhundverfahren mit der Gießkanne” vorgegangen, was zwangsläufig zu Unzufriedenheit und Ärger führe.
Darüber hinaus weist Jens Völker auf den zusätzlichen Verwaltungsaufwand hin, der mit den Anträgen für die Förderung von Balkonkraftwerken einhergeht. Dieser Aufwand stehe in keinem angemessenen Kosten-Nutzen-Verhältnis und trage zur Verschwendung von Steuergeldern bei.
Die FDP plädiert dafür, dass der Landkreis Leer seine Energiewende-Maßnahmen überdenkt und stattdessen auf effizientere und zielgerichtetere Förderprogramme setzt. Es sei wichtig, dass die Fördermittel gezielt dort eingesetzt werden, wo sie den größten Nutzen für die Energiewende und die Bürgerinnen und Bürger bringen.
Abschließend unterstreicht Jens Völker, dass die FDP grundsätzlich die Idee der Balkonkraftwerke unterstützt, jedoch nicht die derzeitige Art und Weise der Förderung. Es sei an der Zeit, die Energiewende strategisch und effizient anzugehen, um sowohl die Umweltziele zu erreichen als auch die Steuergelder verantwortungsvoll einzusetzen.
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Fest der Kulturen in Leer: Ein Tag voller Musik, Tanz und Begegnungen!
Das Organisationsteam des Arbeitskreises für interkulturelle Verständigung (v.l.: Katharina Birch, Bürgermeister Claus-Peter Horst, Jörg Kenter, Tomke Hamer, Heike Leimke, Gerd Bohlen, Serhat Özdemir, Juliane Blech, Anna Kuhn, Jasmina Ammermann, Irina Buxbaum).
Fest der Kulturen am 6. September in Leer: Vielfalt, Musik und grenzüberschreitende Begegnungen
Leer. Am Sonntag, den 6. September 2026, verwandelt sich die Leeraner Innenstadt erneut in einen lebendigen Schauplatz der Vielfalt. Der Arbeitskreis für interkulturelle Verständigung lädt zum diesjährigen „Fest der Kulturen“ ein, das sich entlang der Fußgängerzone vom Mühlenplatz bis zum Denkmalplatz erstreckt. Von Musik- und Tanzdarbietungen verschiedenster Nationen bis hin zu vielfältigen Informationsständen und Mitmachaktionen bietet das Fest ein abwechslungsreiches Programm für alle Generationen.
Musikalische Highlights und neue grenzüberschreitende Impulse
In diesem Jahr wurde das Programm konsequent ausgebaut, um die deutsch-niederländische Zusammenarbeit zu vertiefen. Ein besonderes Highlight sind die drei neuen Musikgruppen, die das interkulturelle Spektrum erweitern: Die niederländische Celtic-Folk-Band Dewar und die Formation Anamesa, die mit mediterranen Klängen vom Balkan überzeugt, bringen frischen Wind auf die Bühnen.
„Wir freuen uns sehr über die neuen Kontakte in die Niederlande und hoffen, dass wir dadurch noch mehr Besucherinnen und Besucher von beiden Seiten der Grenze für das Fest begeistern können“, so Annelien Slots, Koordinatorin des Bühnenprogramms. Komplettiert wird das musikalische Angebot durch die Global Music Player Allstars aus Oldenburg, deren Repertoire eine beeindruckende kulturelle Bandbreite abdeckt – von afrikanischem Hip-Hop über südamerikanische Rhythmen und Reggae bis hin zu arabischer, türkischer und georgischer Musik.
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Starke Unterstützung für ein offenes Fest
Dass das Fest auch in diesem Jahr wieder kostenfrei zugänglich ist, verdankt der Arbeitskreis unter anderem einer großzügigen Spende der Sparkasse LeerWittmund in Höhe von 3.000 Euro. „Die Unterstützung hilft dabei, das Kulturprogramm auf zwei Bühnen zu realisieren und das Fest für alle Besucherinnen und Besucher offen zugänglich zu halten“, erklärt Juliane Blech, Koordinatorin des Fests.
Aufruf zur Beteiligung
Der Arbeitskreis für interkulturelle Verständigung freut sich weiterhin über Unterstützung. Wer das Fest mit einer Spende fördern möchte, kann sich an Serhat Özdemir unter info@hdk-leer.de wenden. Vereine, Initiativen und Organisationen, die das Fest durch einen Informationsstand bereichern möchten, werden gebeten, sich bei Anna Kuhn unter anna.kuhn@lkleer.de zu melden.
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Öffentliche Bibliotheken: Koalitionsausschuss beschließt Möglichkeiten zur Sonntagsöffnung
Mehr Freiheit für Kultur und Bildung: Öffentliche Bibliotheken dürfen künftig sonntags öffnen
Eine Neuerung steht bevor: Öffentliche Bibliotheken in ganz Deutschland sollen künftig die Möglichkeit erhalten, ihre Türen auch an Sonn- und Feiertagen zu öffnen. Der Koalitionsausschuss hat damit den Weg für eine bedeutende Modernisierung frei gemacht, die Bibliotheken mit anderen kulturellen Einrichtungen wie Theatern, Museen oder Konzerthäusern gleichstellt.
Bibliotheken als moderne „Dritte Orte“
Mit der Entscheidung setzt die Bundesregierung eine Vereinbarung aus dem Koalitionsvertrag um. Staatsminister Wolfram Weimer, Beauftragter der Bundesregierung für Kultur und Medien, begrüßt diesen Schritt ausdrücklich: „Wir stärken Bibliotheken als lebendige Kultur- und Bildungsorte. Denn diese sind weit mehr als nur Ausleihe von Büchern; sie sind auch offene Räume für Begegnung und Austausch.“
Die heutige Rolle der Bibliotheken hat sich gewandelt. Sie fungieren längst als „Dritte Orte“ – ein zentraler Treffpunkt zwischen dem eigenen Zuhause und dem Arbeitsplatz. Ob zum Lernen, Arbeiten, für kulturelle Veranstaltungen oder den sozialen Austausch: Das Angebot leistet einen wesentlichen Beitrag zum gesellschaftlichen Zusammenhalt.

Besser vereinbar mit dem Alltag
Die neue Flexibilität bei den Öffnungszeiten trägt der heutigen Lebensrealität Rechnung. Gerade Berufstätige und Familien finden unter der Woche oft kaum Zeit für einen Bibliotheksbesuch. „Dass zukünftig mehr Bibliotheken auch sonntags öffnen dürfen, ist ein großer Gewinn für die kulturelle Teilhabe. Das macht den Zugang zu Wissen, Kultur und Gemeinschaft einfacher und passt besser zum Alltag vieler Menschen“, betont Weimer.
Selbstbestimmung vor Ort
Der Schutz der Beschäftigten bleibt dabei ein zentraler Aspekt. Die geplante Neuregelung sieht vor, dass die Bibliotheken selbst entscheiden können, ob und wie sie von den erweiterten Öffnungszeiten Gebrauch machen. Diese Entscheidung soll zwingend unter Einbeziehung der örtlichen Personalvertretungen getroffen werden. Somit erhalten die Einrichtungen bundesweit die Freiheit, ihre Öffnungszeiten passgenau auf die Bedürfnisse ihrer Besucherinnen und Besucher in der jeweiligen Region auszurichten.
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Großer Erfolg: Schulzentrum Collhusen gewinnt 3. Platz beim Leopold-Preis!
Erfolg für das Schulzentrum Collhusen: Klasse R10b gewinnt Leopold-Preis in Emden
Westoverledingen/Emden. Große Freude im Schulzentrum Collhusen: Die Klasse R10b hat den 3. Platz beim renommierten „H.H. Leopold-Preis“ des Volkswagen-Werkes Emden belegt. Mit dieser Auszeichnung ist ein Preisgeld in Höhe von 500 Euro verbunden. Der Wettbewerb prämiert jährlich Projekte junger Menschen aus dem gesamten Weser-Ems-Bereich, die sich intensiv mit den Werten Weltoffenheit, Respekt und Toleranz auseinandersetzen.
Kunstprojekt „Über DENKMAL dein Umfeld“ überzeugt
Bereits im Frühjahr reichten die Zehntklässler ihr Kunstprojekt unter dem Titel „Über DENKMAL dein Umfeld“ ein. Im Rahmen des Kunstunterrichts, geleitet von Lehrerin Hanna Mütz-Endrizzi, befassten sich die Schülerinnen und Schüler mit dem Denkmal von Emil Walter Köster in Ihrhove. Aus der historischen Auseinandersetzung entstanden vielfältige Kunstobjekte, die zentrale Fragen zu Toleranz und gesellschaftlichem Miteinander auf künstlerische Weise beleuchteten.
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Feierliche Übergabe im VW-Werk
Am vergangenen Montag fand die feierliche Preisverleihung im Emder Volkswagen-Werk statt. Stellvertretend für die gesamte Klasse nahmen Ole Abben und Joel Wallat die Urkunde entgegen. Begleitet wurde das Duo von den Lehrkräften Hanna Mütz-Endrizzi und Jesper Speck sowie Schulleiter Rainer Bruns.
Auf Einladung der Schule nahmen zudem der Regionalhistoriker Hermann Adams und die Pressesprecherin der Gemeinde Westoverledingen, Kirsten Beening, an der Zeremonie teil, da beide das Projekt beratend begleitet hatten.
Sieben Projekte ausgezeichnet
Im Rahmen der Feierstunde wurden insgesamt sieben eingereichte Projekte mit Urkunden gewürdigt. Emdens Oberbürgermeister Tim Kruithoff und Joest Leopold, der Enkel der Namensgeber des Preises, gratulierten den Preisträgern persönlich und würdigten das bemerkenswerte Engagement der jungen Menschen für ein tolerantes Miteinander in der Region.
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