Wirtschaft

IHK begrüßt geplan­te Novel­le des Erneu­er­ba­re-Ener­gien-Geset­zes (EEG)

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Jedoch auch Nach­bes­se­rungs­be­darf in Sicht

„Den aktu­ell bekannt gewor­de­ne Ent­wurf für ein novel­lier­tes EEG aus dem Bun­des­wirt­schafts­mi­nis­te­ri­um hal­ten wir durch­aus für geeig­net, der Ener­gie­wen­de wie­der zu neu­em Schub zu ver­hel­fen“, sagt Haupt­ge­schäfts­füh­rer Dr. Tors­ten Slink. „Das ist ein Ziel, für das auch wir als IHK wei­ter­hin klar eintreten.“


Die Bun­des­re­gie­rung wol­le die Aus­bau­zie­le für die erneu­er­ba­ren Ener­gien deut­lich erhö­hen, um bis zum Jahr 2030 min­des­tens 65 Pro­zent Anteil erneu­er­ba­rer Ener­gien am Strom­ver­brauch zu errei­chen. „Das kann die Per­spek­ti­ve für den Aus­bau der Wind­ener­gie an Land deut­lich ver­bes­sern“, so Slink. Ent­schei­dend sei nun, dass es bun­des­weit in den Kom­mu­nen auch tat­säch­lich zur Aus­wei­sung wei­te­rer Flä­chen für rege­ne­ra­ti­ve Ener­gie kom­me. Denn höhe­re Aus­bau­zah­len im Gesetz hel­fen nur dann, wenn sie sich auch in der Umset­zung in der Flä­che wiederfinden.


Ob das geplan­te finan­zi­el­le Betei­li­gungs­in­stru­ment, über das Kom­mu­nen einen fes­ten Betrag pro Wind­ener­gie­an­la­ge erhal­ten sol­len, sich durch­set­zen und zu mehr Akzep­tanz füh­ren wer­de, müs­se sich in der Pra­xis erst bewei­sen. „Die vor­ge­se­he­ne Abga­be in Cent pro pro­du­zier­ter Kilo­watt­stun­de kann auf Anla­gen­be­trei­ber auch abschre­ckend wir­ken“, erläu­tert Slink. Nur wenn die Abga­be über den Strom­preis refi­nan­ziert wer­den kön­ne, wür­de sie kei­nen Hemm­schuh für neue Pro­jek­te dar­stel­len.
Wich­tig für die Regi­on sei es vor allem, dass die Wind­ener­gie­bran­che rasch Ver­bes­se­run­gen des recht­li­chen Rah­mens erhal­te. „Der aktu­el­le Geset­zes­ent­wurf lässt noch eini­ge Fra­gen offen“, so Slink. Wie der Bestand an Wind­ener­gie gehal­ten wird, adres­siert der Ent­wurf eben­so wenig, wie das The­ma „Repowe­ring“, das heißt der Rück­bau alter und Auf­bau neu­er Anla­gen in bestehen­den Wind­parks. Auch wenn die IHK nicht für eine gesetz­li­che Fort­set­zung einer För­de­rung von Altanla­gen ein­tre­te, sei die Siche­rung des Bestan­des ent­schei­dend, um die kli­ma­po­li­ti­schen Zie­le der Bun­des­re­gie­rung über­haupt errei­chen zu können.


Hilf­reich wäre es an die­ser Stel­le, Grün­strom­zer­ti­fi­ka­te auch für geför­der­te Anla­gen aus­zu­stel­len: „Zer­ti­fi­ka­te sind geeig­net, um die wirt­schaft­li­che Per­spek­ti­ve für Erneu­er­ba­re-Ener­gie-Anla­gen am Markt zu ver­bes­sern“, so IHK-Ener­gie­ex­per­te Hart­mut Neu­mann. Dies sei auch not­wen­dig, wenn ein schritt­wei­ser Aus­stieg aus der bis­he­ri­gen 20-jäh­ri­gen För­de­rung gelin­gen soll. Im Rah­men der regel­mä­ßi­gen Befra­gung von Unter­neh­men durch den DIHK sei klar gewor­den, dass die Nach­fra­ge nach Grün­strom anstei­ge. Die­se sol­le dann auch regio­nal bedient wer­den kön­nen.
Die Dis­kus­si­on um die EEG-Novel­le mache ein­mal mehr den Kern des Kon­flikts der Ener­gie­wen­de deut­lich: Einer­seits sei es für die Wirt­schaft wich­tig, vom hohen Strom­preis ent­las­tet zu wer­den. Ande­rer­seits müss­ten auch die ener­gie- und kli­ma­po­li­ti­schen Zie­le der Bun­des­re­gie­rung erfüllt wer­den. „Die Decke­lung der EEG-Umla­ge durch die Ein­nah­men aus der CO2-Beprei­sung sind ein guter Ansatz für die Redu­zie­rung des Strom­prei­ses“, so Neu­mann. Die­ser gehe jedoch noch nicht weit genug. Die EEG-Umla­ge müs­se wei­ter abge­senkt wer­den, um die Wirt­schaft zu ent­las­ten, so Neu­mann. Ein Weg dafür sei der Vor­schlag aus dem nie­der­säch­si­schen Umwelt­mi­nis­te­ri­um, die EEG-Umla­ge deut­lich stär­ker zu deckeln und das EEG-Kon­to durch wei­te­re Haus­halts­mit­tel gegen zu finan­zie­ren.
„Um die kli­ma­po­li­ti­schen Zie­le zu errei­chen, muss aber auch der Bestand an erneu­er­ba­ren Ener­gie­an­la­gen gehal­ten und müs­sen Stand­or­te gesi­chert wer­den“, so Neu­mann. Die­se „Qua­dra­tur des Krei­ses“ zu lösen, erfor­de­re krea­ti­ve Ideen. Die IHK brin­ge sich ent­spre­chend in den Gesetz­ge­bungs­pro­zess ein.

Archiv­fo­to: Ingo Ton­sor @LeserECHO-Verlag


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Wirtschaft

1.000-Euro-Prämie belas­tet Mit­tel­stand zunehmend

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Jörg Dittrich, Prä­si­dent des Zen­tral­ver­ban­des des Deut­schen Hand­werks (ZDH) Foto: ZDH/Henning Schacht

Belas­tungs­pro­be für den Mit­tel­stand: Die 1.000-Euro-Prämie als poli­ti­sche Sackgasse

Die jüngs­ten Ergeb­nis­se der Koali­ti­ons­klau­sur sor­gen im deut­schen Hand­werk und Mit­tel­stand für erheb­li­che Unru­he. Im Zen­trum der Kri­tik steht dabei die Erwar­tung der Poli­tik, dass Arbeit­ge­ber die wirt­schaft­li­che Last der Infla­ti­on und stei­gen­den Lebens­hal­tungs­kos­ten durch eine steu­er- und abga­ben­freie Prä­mie von bis zu 1.000 Euro auf­fan­gen sol­len. Was auf dem Papier nach einer Ent­las­tung für Bür­ge­rin­nen und Bür­ger klingt, droht in der Rea­li­tät zu einer mas­si­ven Mehr­be­las­tung für klei­ne und mitt­le­re Betrie­be zu werden.

Ver­ant­wor­tung darf nicht blind abge­wälzt werden

Jörg Dittrich, Prä­si­dent des Zen­tral­ver­ban­des des Deut­schen Hand­werks (ZDH), fin­det deut­li­che Wor­te zur aktu­el­len Lage: Dass ein wesent­li­cher Teil der Ver­ant­wor­tung für die Ent­las­tung der Bevöl­ke­rung fak­tisch den Arbeit­ge­bern zuge­scho­ben wird, sei ange­sichts der fra­gi­len wirt­schaft­li­chen Situa­ti­on eine ris­kan­te Strategie.

Wäh­rend die Poli­tik die 1.000-Euro-Prämie als Instru­ment zur Kauf­kraft­stär­kung bewirbt, bleibt die ent­schei­den­de Fra­ge unbe­ant­wor­tet: Woher sol­len die Betrie­be in Zei­ten sin­ken­der Auf­trags­zah­len und explo­die­ren­der Kos­ten die Liqui­di­tät neh­men, um die­se Zah­lun­gen tat­säch­lich zu leisten?

  • Fra­gi­le Ertrags­la­ge: Vie­le Hand­werks­be­trie­be kämp­fen bereits mit einer ange­spann­ten Liqui­di­tät. Eine zusätz­li­che Zah­lung – auch wenn sie steu­er­frei bleibt – ist für vie­le schlicht nicht darstellbar.

  • Stei­gen­de Insol­venz­zah­len: Die wirt­schaft­li­che Rea­li­tät spie­gelt sich in der Sta­tis­tik wider. Der Druck auf den Mit­tel­stand wächst, wäh­rend ech­te Ent­las­tungs­schrit­te für Unter­neh­men, wie etwa der Abbau des Soli­da­ri­täts­zu­schlags, ausbleiben.

Kurz­fris­ti­ge Pflas­ter statt struk­tu­rel­ler Reformen

Zwar wird die Sen­kung der Ener­gie­steu­er um 17 Cent pro Liter als rich­ti­ger Schritt begrüßt, um zu ver­hin­dern, dass der Staat als „Kri­sen­pro­fi­teur“ auf­tritt, doch die Maß­nah­men grei­fen zu kurz. Die Poli­tik scheint dar­auf zu set­zen, dass der Mit­tel­stand als Puf­fer fun­giert, wäh­rend struk­tu­rel­le Ant­wor­ten auf die tief­grei­fen­den wirt­schaft­li­chen Ver­än­de­run­gen fehlen.

Statt die Ver­ant­wor­tung für den sozia­len Frie­den über Ein­mal­zah­lun­gen an die Betrie­be zu dele­gie­ren, for­dert das Hand­werk ver­läss­li­che Rah­men­be­din­gun­gen, die über kurz­fris­ti­ge Über­brü­ckun­gen hinausgehen.


Die For­de­run­gen und Posi­tio­nen im Detail

Nach­fol­gend sind die zen­tra­len Stand­punk­te des ZDH zu den Berei­chen Steu­ern, Finan­zen und Wirt­schafts­po­li­tik zusammengefasst:

Bereich Steu­ern und Finanzen

  • Ener­gie­steu­er: Die Sen­kung um 17 Cent pro Liter ist ein über­fäl­li­ger Schritt. Betrie­be und Bür­ger dür­fen nicht allein unter dem Druck der Kri­se ste­hen, wäh­rend der Staat profitiert.

  • Feh­len­de Ent­las­tung für Unter­neh­men: Es wird kri­ti­siert, dass kei­ne kurz­fris­tig wirk­sa­men Schrit­te wie die Abschaf­fung des Soli­da­ri­täts­zu­schlags vor­ge­se­hen sind.

  • Ein­kom­men­steu­er­re­form: Die­se muss zwin­gend so aus­ge­stal­tet wer­den, dass sie gezielt zur Ent­las­tung von Per­so­nen­un­ter­neh­men beiträgt.

Bereich Wirt­schafts­po­li­tik

  • Struk­tu­rel­le Aus­rich­tung: Ange­sichts geo­po­li­ti­scher Risi­ken rei­chen kurz­fris­ti­ge Maß­nah­men nicht aus. Ant­wor­ten müs­sen lang­fris­tig und struk­tu­rell sein.

  • Ener­gie­kos­ten: Die im Koali­ti­ons­ver­trag vor­ge­se­he­ne Sen­kung der Strom­steu­er für alle auf das euro­päi­sche Min­dest­maß muss zeit­nah umge­setzt werden.

  • Prio­ri­sie­rung der Finan­zen: Zur Sicher­stel­lung der Finan­zie­rung wich­ti­ger wirt­schaft­li­cher Ent­las­tun­gen soll­ten ande­re Maß­nah­men, wie bei­spiels­wei­se die Müt­ter­ren­te, zeit­lich ver­scho­ben werden.

  • Zukunfts­si­che­rung: Ziel muss eine zügi­ge Aus­wei­tung des Ener­gie­an­ge­bots, die Redu­zie­rung von Abhän­gig­kei­ten und eine lang­fris­tig trag­fä­hi­ge Auf­stel­lung der sozia­len Siche­rungs­sys­te­me sein.

Nur mit einem sol­chen Gesamt­an­satz lässt sich die Wett­be­werbs­fä­hig­keit des Stand­orts Deutsch­land nach­hal­tig sichern und ver­hin­dern, dass der Belas­tungs­druck den Mit­tel­stand dau­er­haft überfordert.

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Wirtschaft

Neu­wa­gen­markt im Wan­del: Alter­na­ti­ve Antrie­be domi­nie­ren 2026

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Elek­tro­mo­bi­li­tät im Auf­wind: Fast zwei Drit­tel der Neu­wa­gen mit alter­na­ti­vem Antrieb

Der deut­sche Auto­mo­bil­markt setzt im Jahr 2026 ein deut­li­ches Zei­chen in Rich­tung Dekar­bo­ni­sie­rung. Wie die aktu­el­le Pres­se­mit­tei­lung des Kraft­fahrt-Bun­des­am­tes (KBA) aus Flens­burg belegt, hat die Akzep­tanz alter­na­ti­ver Antriebs­for­men im ers­ten Quar­tal einen neu­en Höchst­stand erreicht. Mit einem Markt­an­teil von 63,5 Pro­zent am Gesamt­zu­las­sungs­vo­lu­men sind Fahr­zeu­ge mit umwelt­freund­li­che­ren Moto­ren längst kein Nischen­pro­dukt mehr, son­dern bestim­men das Stra­ßen­bild der Neuzulassungen.

Mas­si­ve Zuwäch­se bei Elek­tro- und Hybridmodellen

Von den ins­ge­samt 699.404 neu zuge­las­se­nen Per­so­nen­kraft­wa­gen (Pkw) ent­fie­len zwi­schen Janu­ar und März 444.008 Ein­hei­ten auf alter­na­ti­ve Antrie­be. Dazu zäh­len neben rei­nen Elek­tro­au­tos (BEV) auch Hybrid- und Plug-in-Model­le sowie gas- und was­ser­stoff­be­trie­be­ne Fahr­zeu­ge. Dies ent­spricht einer Stei­ge­rung von 19,4 Pro­zent gegen­über dem Vorjahreszeitraum.

Beson­ders dyna­misch ent­wi­ckelt sich das Seg­ment der Fahr­zeu­ge mit Elek­tro­an­trieb (BEV, Plug-in und Brenn­stoff­zel­le). Hier ver­zeich­ne­te das KBA ein Plus von 33,4 Pro­zent im Ver­gleich zu 2025. Ins­ge­samt wur­den 235.750 sol­cher Fahr­zeu­ge zuge­las­sen, was mehr als jedem drit­ten Neu­wa­gen (33,7 Pro­zent) entspricht.

Der rei­ne Elek­tro­an­trieb als Wachstumstreiber

Ein genaue­rer Blick auf die Sta­tis­tik zeigt, dass ins­be­son­de­re die rei­nen bat­te­rie­elek­tri­schen Fahr­zeu­ge (BEV) die trei­ben­de Kraft hin­ter die­sem Boom sind:

  • Zulas­sungs­zahl: 159.630 Neufahrzeuge

  • Markt­an­teil: 22,8 Pro­zent am Gesamtmarkt

  • Wachs­tums­ra­te: Beein­dru­cken­de +41,3 Pro­zent im Ver­gleich zum Vorjahr

Mar­ken im Fokus: BMW und Import­mar­ken domi­nie­ren bei den Alternativen

Wäh­rend klas­si­sche Ver­bren­ner wei­ter Markt­an­tei­le ver­lie­ren, pro­fi­lie­ren sich eini­ge Mar­ken beson­ders stark durch ihre alter­na­ti­ve Flot­te. BMW sticht unter den deut­schen Her­stel­lern her­vor: Über 83 Pro­zent der im ers­ten Quar­tal neu zuge­las­se­nen BMW-Model­le ver­füg­ten über einen alter­na­ti­ven Antrieb.

Auch bei den Import­mar­ken zeigt sich eine kla­re Ver­schie­bung. Mar­ken wie BYD oder rei­ne Elek­tro­mar­ken ver­zeich­nen teils drei­stel­li­ge Zuwachs­ra­ten, was den inten­si­ven Wett­be­werb auf dem deut­schen Markt für Elek­tro­mo­bi­li­tät unterstreicht.

Fazit: Die Ver­kehrs­wen­de nimmt Fahrt auf

Die Zah­len des ers­ten Quar­tals 2026 bele­gen, dass die Trans­for­ma­ti­on der Auto­mo­bil­bran­che unum­kehr­bar scheint. Mit einem BEV-Anteil, der fast ein Vier­tel des Mark­tes aus­macht, und einem all­ge­mei­nen Anteil alter­na­ti­ver Antrie­be von über 60 Pro­zent, rückt das Ziel einer emis­si­ons­frei­en Mobi­li­tät in greif­ba­re Nähe. Der Trend zeigt: Die deut­schen Auto­fah­rer set­zen ver­stärkt auf Elek­tri­zi­tät und inno­va­ti­ve Antriebstechnologien.


Hin­ter­grund: Als alter­na­ti­ve Antrie­be defi­niert das KBA Fahr­zeu­ge mit Elek­tro (BEV), Hybrid, Plug-in-Hybrid, Brenn­stoff­zel­le, Gas oder Was­ser­stoff. BEV (Bat­tery Elec­tric Vehic­les) bezeich­nen dabei aus­schließ­lich elek­trisch betrie­be­ne Fahrzeuge.

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Wirtschaft

Fort­er­ro in Leer wächst durch Fort­er­ro-Zukauf weiter

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Von links nach rechts: Bernd Hill­brands (Mana­ging Direc­tor, Win­dows & Doors Line ofBusi­ness, Fort­er­ro), Miri­am Ber­zen (Geschäfts­füh­re­rin Klaes), Lars Klaes(Geschäftsführer Klaes) und Mar­cus Pan­nier (Pre­si­dent, Fort­er­ro) nach der­Un­ter­zeich­nung, mit der Klaes Teil von Fort­er­ro wird. Foto: Klaes

Wel­le von der Them­se ans Nes­se­ufer: Fort­er­ro stärkt Stand­ort Leer durch wei­te­ren Zukauf

Ein glas­kla­rer Beleg für die Bedeu­tung des Stand­orts Leer: Gut ein Jahr nach dem Wech­sel des Soft­ware-Pio­niers Orgada­ta unter das Dach des Lon­do­ner Unter­neh­mens Fort­er­ro wird die am Nes­se­ufer ansäs­si­ge Spar­te wei­ter gefes­tigt. Fort­er­ro akqui­riert den Soft­ware­spe­zia­lis­ten Klaes aus Bad Neu­en­ahr-Ahr­wei­ler. Damit wächst der Geschäfts­be­reich „Win­dows & Doors“, des­sen Fäden in Leer zusammenlaufen.

Die Nach­richt von der Akqui­si­ti­on des Soft­ware­hau­ses Klaes mit sei­nen 285 Mit­ar­bei­ten­den unter­streicht, dass Fort­er­ro lang­fris­tig auf den Sek­tor Fens­ter, Türen und Fas­sa­den setzt – mit dem Haupt­sitz in Leer als stra­te­gi­schem Anker­punkt. Wäh­rend am Nes­se­ufer die welt­wei­te Exper­ti­se für digi­ta­le Lösun­gen im Alu­mi­ni­um-Fens­ter­bau behei­ma­tet ist, bringt Klaes nun die spe­zia­li­sier­te Kom­pe­tenz für die Rah­men­ma­te­ria­li­en Holz und Kunst­stoff in den Ver­bund ein.

Sta­bi­li­tät und Expan­si­on am Nesseufer

Für den Stand­ort Leer bedeu­tet die­ser Expan­si­ons­schritt vor allem Sta­bi­li­tät. Das ehe­mals als Orgada­ta bekann­te Unter­neh­men bil­det heu­te den Kern einer Spar­te, die Soft­ware­lö­sun­gen für Pro­fi­le aller Rah­men­ma­te­ria­li­en bündelt.

Bernd Hill­brands, Orgada­ta-Grün­der und Lei­ter des Geschäfts­be­reichs inner­halb von Fort­er­ro, sieht in der aktu­el­len Ent­wick­lung eine Bestä­ti­gung für den ein­ge­schla­ge­nen Weg:

„Wir sind Teil einer Orga­ni­sa­ti­on mit gemein­sa­men Res­sour­cen und einer gemein­sa­men Vision.“

Im Fokus steht die kon­se­quen­te Wei­ter­ent­wick­lung sowie die sys­te­ma­ti­sche Beschleu­ni­gung von Inno­va­tio­nen, um die digi­ta­le Trans­for­ma­ti­on der gesam­ten Fens­ter­bau­bran­che zu unter­stüt­zen. Für die Kun­den, Part­ner und das Team in Leer bedeu­tet die­ser Kurs, dass bewähr­te Lösun­gen durch Inves­ti­tio­nen in zukunfts­wei­sen­de Tech­no­lo­gien wie Cloud-Platt­for­men und künst­li­che Intel­li­genz gestärkt werden.

 

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Nach­hal­ti­ge Per­spek­ti­ve für Ostfriesland

Fort­er­ro baut auf das Fun­da­ment, das über Jahr­zehn­te in Ost­fries­land geschaf­fen wur­de. Dar­aus ergibt sich eine nach­hal­ti­ge Per­spek­ti­ve für das Team vor Ort. Auch wenn sich Struk­tu­ren im Zuge des Wachs­tums wei­ter­ent­wi­ckeln, bleibt das Unter­neh­men sei­ner ost­frie­si­schen Hei­mat verbunden.

Die Pro­duk­te von Klaes wer­den als eigen­stän­di­ge Mar­ke inner­halb der „Win­dows & Doors“-Sparte geführt. Damit ent­steht ein brei­ter auf­ge­stell­tes Gesamt­port­fo­lio, von dem die gesam­te Spar­te pro­fi­tiert, ohne dass sich die gewohn­ten Abläu­fe am Stand­ort Leer unmit­tel­bar ändern. Die Ver­trä­ge für den Klaes-Kauf sind bereits unter­zeich­net; der Abschluss wird nach den übli­chen behörd­li­chen Geneh­mi­gun­gen im zwei­ten Quar­tal 2026 erwartet.


Über die betei­lig­ten Unternehmen

Fort­er­ro Seit der Grün­dung 2012 hat sich Fort­er­ro zu einem der füh­ren­den Soft­ware-Anbie­ter für die Indus­trie ent­wi­ckelt. Mit über 40 Stand­or­ten und gut 2.500 Mit­ar­bei­ten­den unter­stützt das Unter­neh­men mehr als 25.000 Indus­trie­be­trie­be welt­weit mit bran­chen­spe­zi­fi­schen Lösungen.

Klaes Klaes ist ein welt­weit füh­ren­des Soft­ware­un­ter­neh­men für die Fenster‑, Türen‑, Fas­sa­den- und Win­ter­gar­ten­bran­che. Seit über 40 Jah­ren ent­wi­ckelt das Unter­neh­men inno­va­ti­ve, modu­la­re Lösun­gen, die von 7.600 Kun­den in mehr als 50 Län­dern genutzt werden.

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Erfolg­reich in Deutsch­land: Wie nie­der­län­di­sche Unter­neh­men mit SEO durchstarten Die Digi­ta­li­sie­rung macht es für Unter­neh­men immer ein­fa­cher, über Län­der­gren­zen hin­weg...

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Fir­men­events in Ost­fries­land & Ems­land: Per­fekt pla­nen und erfolg­reich umsetzen

Fir­men­events pla­nen in Ost­fries­land und Ems­land: Wich­ti­ge Tipps und krea­ti­ve Ideen Ein gelun­ge­nes Fir­men­event kann die Mar­ken­be­kannt­heit stei­gern, Kun­den bin­den und...

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Eins­Sein-Mes­se Olden­burg: Impul­se für Gesund­heit und bewuss­te Lebensgestaltung

Die Eins­Sein-Mes­se in Olden­burg bie­tet Mes­se­be­su­chern eine beein­dru­cken­de Viel­falt: Rund 70 Exper­ten prä­sen­tie­ren am 18. und 19. April 2026 in...

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Krea­ti­ve Köp­fe gesucht: Kunst­hand­wer­ker­markt in Gro­te­gas­te lädt ein

Krea­ti­ve Köp­fe gesucht: Wes­t­ov­er­le­din­gen lädt zum gro­ßen Kunst- und Hand­wer­ker­markt in Grotegaste Wes­t­ov­er­le­din­gen. Alle zwei Jah­re ver­wan­delt sich einer der...

Veranstaltung

Arten­viel­falt im Even­burg­park ent­de­cken: Exkur­sio­nen und digi­ta­les Monitoring

Mit dem NABU die Flo­ra und Fau­na des Even­burg­parks ent­de­cken: Exkur­sio­nen in die viel­fäl­ti­ge Parklandschaft In Leer bie­tet sich die...

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Früh­lings­treff 2026 in August­fehn: Sai­son­auf­takt mit Action und Verlosung

Sai­son­auf­takt im Ammer­land: Der Früh­lings­treff 2026 bei Börjes In August­fehn hat der Beginn der Motor­rad­sai­son eine lan­ge Tra­di­ti­on und einen...

Lokal

Vor­trag in Leer: Bio­gra­fien von Über­le­ben­den des KZ Bergen-Belsen

Bild­rech­te: LBZH BS — Mar­tin Bein  Über­le­ben nach dem Grau­en: Vor­trag über Bio­gra­fien aus dem KZ Ber­gen-Bel­sen in Leer LEER. Die Fol­gen...

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Blau-weiß-schwar­ze Nacht: Die HSV-Kult­band kehrt nach Hin­te zurück!

Schon 2019 und 2024 waren die Ham­bur­ger ABSCHLACH! im Live Music Cen­ter Emden in Hin­te zu Gast und prä­sen­tier­ten ihre...

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Ver­kaufs­of­fe­ner Sonn­tag in Moorm­er­land bie­tet Früh­jahrs­trends und Wohndesign

Früh­lings­er­wa­chen in Moorm­er­land: Ein Sonn­tag zwi­schen Wohn­de­sign, Trö­del­glück und einer beson­de­ren Premiere Moorm­er­land. Wenn sich der April von sei­ner bes­ten...

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War­den­bur­ger Land­par­tie 2026: Gro­ßes Früh­lings­fest mit Hand­werk und Kulinarik

War­den­bur­ger Land­par­tie 2026: Ein Fest für die Sin­ne mit Hand­werk, Musik und Genuss WARDENBURG. Das Pflan­zen-Cen­ter Warn­ken ver­wan­delt sich am...

Veranstaltung

Vor­trag in Leer the­ma­ti­siert die Unan­tast­bar­keit der Menschenwürde

Die Men­schen­wür­de – für immer unan­tast­bar? Ein Abend zum Mit­re­den in Leer  LEER – „Die Wür­de des Men­schen ist unan­tast­bar.“ Die­ser...

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His­to­ri­sche Spu­ren­su­che bei Kri­mi­füh­rung am Muse­ums­ha­fen Leer

Mör­der­jagd im his­to­ri­schen Leer: Kri­mi­füh­rung „Mord am Hafen“ Wer ermor­de­te den Ehe­mann der Wit­we Gesche Mein­ders? Tau­chen Sie ein in das...

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