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Verzögerung beim Bahnprojekt Wunderline: Bauprobleme verschieben Start auf Ende 2025
Noch immer ist die neue Friesenbrücke nicht fertig – aufgenommen am 1. Juni 2025. Am 3. Dezember 2015 rammte der Frachter „Emsmoon“ die alte Brücke, einen Tag später sprach die Deutsche Bahn vom Totalschaden. In fünf Monaten jährt sich der Unfall zum zehnten Mal. Zehn Jahre Bauzeit für eine Brücke, die es schon gab – ein Trauerspiel für die Region! Foto: Ingo Tonsor @LeserECHO
Wunderline Groningen–Bremen: Inbetriebnahme verzögert sich auf Ende 2025
Herausforderungen im Baugrund, Ressourcenengpässe und hoher Grundwasserstand verzögern Fertigstellung der grenzüberschreitenden Zugstrecke
Die geplante Inbetriebnahme der Wunderline, einer wichtigen grenzüberschreitenden Zugverbindung zwischen Bremen (Deutschland) und Groningen (Niederlande), verschiebt sich auf Ende 2025. Ursprünglich war die Fertigstellung der Strecke für den Sommer 2025 vorgesehen. Grund für die Verzögerung sind vor allem schwierige Bodenverhältnisse, ein hoher Grundwasserstand sowie Engpässe bei Bauressourcen und Fachkräften.
Bauarbeiten durch schwierige Bodenverhältnisse erschwert
Die Bauarbeiten entlang der 173 Kilometer langen Strecke – davon 124 Kilometer auf deutschem Boden – werden stark durch hochstehendes Grundwasser behindert. Dieses verschlechtert die Bodenverhältnisse erheblich, sodass Bautechnologie und Bauplanung angepasst werden mussten. Gleichzeitig erschweren Engpässe bei Großmaschinen, Spezialtiefbauunternehmen und Fachpersonal infolge hoher Bauaktivität in Deutschland die Fortschritte.
Modernisierung bringt Vorteile für Fahrgäste
Trotz der Herausforderungen arbeiten die Deutsche Bahn (DB) und die Provinz Groningen mit Hochdruck daran, die Wunderline fertigzustellen. Die Modernisierung der Strecke soll künftig höhere Streckengeschwindigkeiten ermöglichen und die Reisezeit zwischen Bremen und Groningen deutlich verkürzen.
Bis zur vollständigen Inbetriebnahme bleibt das Ersatzangebot mit Bussen bestehen. Die Deutsche Bahn bittet alle Reisenden um Verständnis für die Verzögerungen und wird über Änderungen und Zwischenlösungen rechtzeitig informieren.

Baufortschritt auf deutscher Seite: Friesenbrücke und Bahnhöfe im Fokus
Auf deutscher Seite ist ein Großteil der Infrastrukturmaßnahmen bereits abgeschlossen:
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Mehrere Brücken, Stützwände und Durchlässe wurden fertiggestellt.
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Der Oberbau (Gleisbauarbeiten) ist weit fortgeschritten.
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Die neue Friesenbrücke bei Ihrhove, ein zentrales Bauwerk über die Ems, kann bereits gleisgebunden erreicht werden.
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Die Friesenbrücke wurde bereits testweise erfolgreich geöffnet und geschlossen – ein wichtiger Meilenstein für das Projekt.
Derzeit wird der Unterbau westlich der Friesenbrücke bearbeitet, sodass bald Gleisschotter eingebracht und Schienen verlegt werden können. Parallel laufen:
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Erneuerung mehrerer Bahnübergänge
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Kabeltiefbauarbeiten
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Installation der Leit- und Sicherungstechnik
Zudem schreiten die Arbeiten an den neuen, barrierefreien Bahnhöfen Bunde und Ihrhove zügig voran. Diese sollen mit der Inbetriebnahme der Wunderline voll nutzbar sein.

Letzte Maßnahmen auf niederländischer Seite geplant
Auch auf niederländischer Seite ist das Projekt weit fortgeschritten. Der Infrastrukturbetreiber ProRail wird voraussichtlich im Spätherbst 2025 die letzten Maßnahmen abschließen. Damit ist der grenzüberschreitende Zugverkehr zwischen Groningen und Bremen auf gutem Weg.
Friesenbrücke bald auch für Rad- und Fußverkehr geöffnet
Neben dem Bahnverkehr ist die Friesenbrücke auch für Fußgänger und Radfahrer von Bedeutung. Die zuständigen Gemeinden bauen derzeit die Zuwegungen für den Rad- und Fußweg aus. Schon im Sommer 2025 sollen Passanten die Brücke über die Ems nutzen können.


Der parallel zu den Bahngleisen verlaufende alte Radweg an der Hilkenborger Straße (Kreisstraße 22) in Westoverledingen muss noch erneuert werden. Er ist Teil der künftigen Radwegverbindung zur Friesenbrücke. Die Aufnahmen zeigen den Bereich an der neuen Eisenbahnbrücke. Fotos vom 1. Juni 2025: Ingo Tonsor / LeserECHO.
Bedeutung der Wunderline für Europa
Die Wunderline ist nicht nur für die Region zwischen Nordwestdeutschland und den Niederlanden von hoher Bedeutung. Sie ist auch ein zentrales Bindeglied im gesamteuropäischen Schienenverkehr, insbesondere auf der Achse Amsterdam – Bremen – Hamburg – Skandinavien.
Die DB und ProRail arbeiten daher weiterhin eng zusammen, um das Projekt erfolgreich abzuschließen. Sollte die finale Abnahme der Strecke planmäßig und ohne größere Mängel verlaufen, ist die Inbetriebnahme für Ende 2025 vorgesehen. Andernfalls wird mit einem Start Anfang 2026 gerechnet.
Die Wunderline kommt – nur später
Die Wunderline steht für moderne, schnelle und klimafreundliche Mobilität zwischen Deutschland und den Niederlanden. Zwar verzögert sich die Inbetriebnahme durch unvorhergesehene Probleme im Baugrund und logistische Engpässe, doch der Großteil der Strecke ist bereits fertiggestellt. Mit einem planmäßigen Verlauf der restlichen Arbeiten wird die Wunderline Ende 2025 den Betrieb aufnehmen – und eine neue Ära im grenzüberschreitenden Bahnverkehr einläuten.

Die Friesenbrücke – Geschichte, Zerstörung und Neubau eines Wahrzeichens
Die Friesenbrücke über die Ems bei Weener verbindet nicht nur Ostfriesland mit den Niederlanden, sondern ist auch ein bedeutendes Bauwerk mit bewegter Geschichte. Am 3. Dezember 2015 ereignete sich ein folgenschwerer Unfall: Der Frachter Emsmoon rammte die geschlossene Eisenbahnbrücke und verursachte dabei einen Totalschaden. Auch der parallel verlaufende Rad- und Fußweg wurde zerstört, sodass eine Überquerung der Ems zwischen Westoverledingen und Weener nicht mehr möglich war. Die Bahnverbindung von Leer nach Groningen wurde unterbrochen, woraufhin ein Schienenersatzverkehr eingerichtet wurde.
Der Neubau der Friesenbrücke begann im Juli 2021 nach einer aufwändigen Planungsphase. Die neue Brücke wird 337 Meter lang und als größte Hub-Drehbrücke Europas ein technisches Meisterwerk darstellen. Das drehbare Mittelteil wird auf der Seite von Westoverledingen errichtet und soll bis Dezember 2024 fertiggestellt sein. Mit ihrer beeindruckenden Technik und modernen Bauweise wird die neue Friesenbrücke voraussichtlich auch ein touristischer Anziehungspunkt werden.
Ein Blick in die Vergangenheit
Die Geschichte der Friesenbrücke reicht bis ins 19. Jahrhundert zurück. Am 16. November 1864 unterzeichneten das Königreich Hannover und die Niederlande einen Staatsvertrag zum Bau einer Bahnverbindung. Zwischen 1874 und 1876 entstand daraufhin die erste Friesenbrücke zwischen Hilkenborg und Weener.
Ein dramatischer Zwischenfall ereignete sich in der Nacht vom 26. auf den 27. Juli 1913: Ein Personenzug fuhr auf die geöffnete Brücke zu. Obwohl der Brückenwärter versuchte, die Brücke rechtzeitig zu schließen, gelang dies nicht vollständig. Der Zug bremste, doch die Lokomotive hing über der Öffnung – nur durch eine verklemmte Kupplung und die Waggons wurde ein Absturz verhindert.
Auch in den folgenden Jahren blieb die Brücke nicht von Schäden verschont. 1922 kollidierte der Zweitmastdampfer Hohefelde mit der Brücke, wodurch der Verkehr für vier Wochen unterbrochen werden musste. Zwischen 1924 und 1926 wurde schließlich eine neue Klappbrücke mit einem eigenen Fuß- und Radweg gebaut, begleitet vom Bau des Wärterhauses.
Im April 1945, gegen Ende des Zweiten Weltkriegs, wurde die Brücke von deutschen Soldaten gesprengt, um den Vormarsch kanadischer Truppen zu behindern. In dieser Zeit gewann die einfache, mit einem Seil gezogene Emsfähre vorübergehend wieder an Bedeutung.
Nach rund einjähriger Bauzeit konnte die Brücke am 18. Mai 1951 erneut feierlich eröffnet werden. Mit 335 Metern Länge verband sie wieder Leer mit dem niederländischen Groningen – eine bedeutende Verkehrsachse für Bahn, Radfahrer und Fußgänger gleichermaßen.
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Anmerkung der Redaktion
Die folgende Darstellung eines historischen Brückenbaus ist rein zufällig und hat selbstverständlich nichts mit aktuellen Infrastrukturprojekten in Deutschland zu tun. Jegliche Ähnlichkeit mit echten Verzögerungen, Planungsschleifen oder plötzlich entdecktem Grundwasser ist rein konstruktionsbedingt.
Natürlich kann man die Golden Gate Bridge in San Francisco nicht mit der neuen Friesenbrücke im ostfriesischen Weener vergleichen – wirklich nicht. Während die eine sich majestätisch über das Golden Gate spannt, verbindet die andere Ihrhove mit Weener – was regional nicht weniger wichtig ist, versteht sich. Und doch… der Vergleich drängt sich ganz unfreiwillig auf.
Die Golden Gate Bridge wurde 1933 gebaut – ohne digitale Bauplanung, ohne EU-Vergaberichtlinie, dafür mit jeder Menge Stahl, Strömung und Sturm. Sie ist knapp 2,8 Kilometer lang, wiegt fast 900.000 Tonnen und galt zur Fertigstellung 1937 als technisches Weltwunder. Die Bauzeit: gut vier Jahre. Mitten in der Weltwirtschaftskrise. Ohne Zoom-Meetings.
Die neue Friesenbrücke an der Ems – rund 160 Meter lang – wird seit 2016 neu gebaut, nachdem ein Frachter sie versehentlich “abgeräumt” hatte. Die Bauzeit: voraussichtlich bis Ende 2025. Das ergibt fast ein Jahrzehnt – für eine Brücke, die im Prinzip schon einmal da war. Natürlich gab es hierzulande ganz andere Herausforderungen: Grundwasser, Bodengutachten, Maschinenmangel, Ausschreibungsverfahren, Wetter – und vermutlich auch ein bisschen Bürokratie.
Golden Gate Bridge: Jahrhundertbauwerk in Rekordzeit – ein Vergleich, der weh tut
Während in Deutschland die neue Friesenbrücke fast zehn Jahre nach ihrer Zerstörung durch das Frachtschiff Emsmoon noch immer nicht fertiggestellt ist, erinnert ein Blick nach Kalifornien an das Gegenteil: den Bau eines Weltwunders in Rekordzeit.
Die Golden Gate Bridge in San Francisco gilt bis heute als technische Meisterleistung. Am 5. Januar 1933 wurde der Baubeginn gefeiert – trotz weltwirtschaftlicher Krise. Bereits am 19. April 1937, also nur etwas mehr als vier Jahre später, war die Brücke fertig – unter Budget und vor dem Zeitplan.
Die Dimensionen waren gewaltig: Die höchsten Pfeiler ihrer Zeit (227 Meter), das längste Hängebrückenspannfeld (1.280 Meter) und Kabel mit 92 cm Durchmesser, in denen mehr als 27.000 Drähte pro Kabel verbaut wurden. Allein für die südlichen Fundamente mussten Konstrukteure in den von Strömungen geprägten Gewässern des Golden Gate unter extremen Bedingungen arbeiten. Dennoch schritt der Bau mit unglaublicher Präzision voran.
Die Stahlelemente der Brücke wurden quer durchs Land transportiert, über den Panamakanal verschifft und schließlich vor Ort montiert – mithilfe einer logistischen Meisterleistung. Die Kabel wurden im aufwendigen Luftspinnverfahren installiert, ein Verfahren, das in San Francisco in nur sechs Monaten abgeschlossen wurde – und damals als bahnbrechend galt.
Am 28. Mai 1937 eröffnete US-Präsident Franklin D. Roosevelt die Brücke feierlich per Telegrafensignal aus dem Weißen Haus. Bereits am Vortag hatten 200.000 Fußgänger die Gelegenheit genutzt, die Brücke erstmals zu betreten.
Mit einem Gesamtgewicht von 887.000 Tonnen, 600.000 Nieten pro Turm und einer unvergleichlichen Symbolkraft steht die Golden Gate Bridge heute als Ikone für Fortschritt, Mut und Ingenieurskunst – und erinnert schmerzhaft daran, wie lange sich Infrastrukturprojekte anderswo ziehen können.
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Erfolgreiche plattdeutsche Komödie im Zollhaus: Vorstand einstimmig bestätigt!
Der einstimmig wiedergewählte Vorstand des Vereins „Komödie im Zollhaus“ (von links): Silke Hein (1. Vorsitzende), Folkert Harders (2. Vorsitzender und Regisseur) und Heinz Röttgers (Kassenwart).
Komödie im Zollhaus bestätigt Vorstand einstimmig – Erfolgreiche Theatersaison wird fortgesetzt
Der Verein „Komödie im Zollhaus“ setzt auf Kontinuität: Bei der turnusmäßigen Mitgliederversammlung wurde der Vorstand nach drei Jahren Amtszeit einstimmig wiedergewählt. Silke Hein bleibt Vorsitzende, Folkert Harders weiterhin stellvertretender Vorsitzender und Regisseur. Heinz Röttgers wurde als Kassenwart bestätigt.
Bevor die Mitglieder zur Wahl schritten, blickte die Vorsitzende Silke Hein auf die vergangenen drei Jahre zurück. Dabei fiel ihre Bilanz positiv aus: Jeweils im März präsentierte der Verein im besonderen Ambiente des Dachtheaters im Zollhaus eine plattdeutsche Komödie. Insgesamt neun Aufführungen standen pro Saison auf dem Programm. Die meisten Vorstellungen waren sogar ausverkauft – ein schöner Erfolg und eine Bestätigung für die Arbeit des gesamten Ensembles.
Sonntagsvorstellungen kommen beim Publikum an
Ein besonderer Schwerpunkt des Rückblicks lag auf den Nachmittagsvorstellungen am Sonntag. Zum zweiten Mal hatte der Verein in diesem Jahr eine solche Aufführung angeboten. Die Resonanz war erneut überzeugend: Sämtliche Zuschauerplätze waren besetzt.
„Die Tatsache, dass jeweils alle Zuschauerplätze besetzt waren, zeigt uns, dass es die richtige Entscheidung war, ein solches Angebot zu machen“, erklärte Silke Hein. Auch die Bewirtung in den Pausen trug zum besonderen Erlebnis bei. Tee und Krintstuut ergänzten die Sonntagsvorstellungen und sorgten für eine gemütliche Atmosphäre.
Aufgrund der positiven Erfahrungen steht für den Verein fest, dass dieses Angebot fortgeführt wird. Auch künftig soll es jeweils eine Vorstellung an einem Sonntagnachmittag geben.
Solide Finanzen und Ausblick auf die neue Saison
Einen Überblick über die finanzielle Situation gab Kassenwart Heinz Röttgers. Seine Einschätzung fiel beruhigend aus: Die Finanzen des Vereins seien solide. Die Einnahmen aus den Eintrittsgeldern sowie die Spenden der Sponsoren reichten aus, um die erheblichen Kosten des Theaterbetriebs zu decken.
Zum Abschluss des Rückblicks richtete sich der Blick bereits auf die kommende Spielzeit. Folkert Harders, der als stellvertretender Vorsitzender zugleich die Regie übernimmt, gab der Mitgliederversammlung einen ersten Ausblick auf das Theaterstück der nächsten Saison. Damit dürfen sich die Freunde der plattdeutschen Bühne bereits auf die nächste Produktion im Zollhaus-Dachtheater freuen.
Vorstand einstimmig im Amt bestätigt
Mit Applaus würdigten die Mitglieder die geleistete Arbeit des bisherigen Vorstands. Alle drei Vorstandsmitglieder erklärten sich bereit, ihre Aufgaben auch künftig weiterzuführen.
Bei der anschließenden Wahl wurden alle Amtsinhaber einstimmig bestätigt: Silke Hein bleibt Vorsitzende, Folkert Harders stellvertretender Vorsitzender und Heinz Röttgers Kassenwart.
Mit der Wiederwahl setzt der Verein auf bewährte Zusammenarbeit und schafft eine verlässliche Grundlage für die weitere Vereinsarbeit. Die erfolgreiche Resonanz auf die Aufführungen und das zusätzliche Sonntagsangebot zeigen, dass die plattdeutsche Komödie im Zollhaus-Dachtheater ihr Publikum erreicht.


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Leer trauert um seinen unvergessenen Gallimarkt-Herold Trevor Heeks
Stadt Leer trauert um Ehrenherold Trevor Heeks
Leer/Trowbridge – Die Nachricht von Trevor Heeks’ Tod macht viele Menschen in Leer traurig. Der 82-jährige Town-Crier der englischen Partnerstadt Trowbridge ist nach kurzer, schwerer Krankheit am Sonnabendmorgen friedlich eingeschlafen. Für Leer war Trevor weit mehr als der Ausrufer des Gallimarkts: Er war ein Freund, ein Botschafter und über Jahrzehnte ein vertrautes Gesicht, das die Menschen mit seiner Herzlichkeit und Begeisterung berührte.
„Wir sind sehr traurig. Unsere Gedanken sind in erster Linie bei seiner Familie und bei allen, die ihm nahegestanden haben“, sagt Bürgermeister Claus-Peter Horst. Und ergänzt: „Jeder, der den Gallimarkt kannte, kannte und schätzte Trevor Heeks.“
Mehr als 35 Jahre Freundschaft mit dem Gallimarkt
Trevor Heeks war jahrzehntelang Town-Crier in Trowbridge und erstmals 1989 als Ausrufer bei der Eröffnung des Gallimarkts dabei. Seitdem gehörte er für viele Menschen in Leer einfach dazu. Seine Auftritte waren geprägt von seiner unverwechselbaren Stimme, seiner mitreißenden Art und seiner großen Verbundenheit mit der Stadt.
Am 7. Oktober 2025 trug sich Trevor feierlich in das Goldene Buch der Stadt Leer ein. Damit wurden seine mehr als 35-jährige Freundschaft und Treue zum Gallimarkt gewürdigt. An seiner Seite waren Bürgermeister Claus-Peter Horst und seine Frau Edith Horst.
Damals brachte der Bürgermeister die Bedeutung des langjährigen Herolds mit einem Satz auf den Punkt: „Trevor ist das Gesicht des Gallimarkts.“
Bei diesem Besuch stimmte Trevor auch das schottische Lied „Auld Lang Syne“ an – ein Lied über Freundschaft, gemeinsame Erinnerungen und die Verbundenheit zwischen Menschen. Alle sangen mit. Heute, nach seinem Tod, berühren diese Bilder auf eine ganz besondere Weise. Ein gemeinsamer Moment, der nun für immer in Erinnerung bleibt.
„Trevor, wir lieben Dich!“
Seinen letzten Live-Auftritt beim Gallimarkt hatte Trevor 2025. Wie in jedem Jahr wurde er von der Menge begeistert gefeiert. Noch bei der Eröffnung des Gallimarkts vor zehn Tagen erinnerte Bürgermeister Horst an ihn und würdigte ihn erneut als „das Gesicht des Gallimarkts“.
Auf der Großleinwand wurde ein Video gezeigt, in dem Trevor sich gewohnt lautstark und voller Emotionen mit seinen berühmten Rufen „Ich liebe Gallimarkt“ und „Ich liebe Leeraner“ an die Besucher wandte. Die Antwort der Tausenden Menschen war überwältigend: „Trevor, wir lieben Dich!“
Diese bewegenden Aufnahmen wurden Trevor einige Tage später auch an seinem Krankenbett gezeigt. Aus Trowbridge hieß es, dass er sich sehr darüber gefreut habe. Es war ein Zeichen dafür, wie tief die Verbundenheit zwischen Trevor und den Menschen in Leer war – und wie viel er ihnen bedeutete.
Auszeichnung durch König Charles III.
Noch kurz vor seinem Tod wurde Trevor Heeks in dieser Woche am Krankenbett eine besondere Ehre zuteil: König Charles III. zeichnete ihn mit der British Empire Medal (BEM) aus. Damit wurden 40 Jahre ehrenamtliches Engagement und sein Einsatz für internationale Städtepartnerschaften gewürdigt.
Die Auszeichnung unterstreicht, was Trevor über Jahrzehnte geleistet hat. Er brachte Menschen zusammen, hielt die Freundschaft zwischen Leer und Trowbridge lebendig und wurde zu einem Botschafter, der weit über seine Heimatstadt hinaus geschätzt wurde.
Ein Freund, der unvergessen bleibt
Trevor Heeks hat in Leer Spuren hinterlassen, die bleiben werden – in der Geschichte des Gallimarkts, in der Freundschaft zwischen zwei Städten und vor allem in den Herzen vieler Menschen.
Lieber Trevor, Du hast Leer geliebt – und Leer hat Dich geliebt. Deine Stimme, Dein Lachen und Deine Begeisterung werden fehlen. Doch die Erinnerungen an Dich bleiben.
„Trevor, wir lieben Dich!“ ❤️
Die Stadt Leer ist Trevor Heeks zu großem Dank verpflichtet und wird ihm ein ehrendes Andenken bewahren. Er wird unvergessen bleiben.
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Zeitumstellung am 25. Oktober: Eine Stunde mehr Schlaf – oder länger arbeiten!
Zeitumstellung 2026: Eine Stunde zurück – worauf Menschen und Autofahrer jetzt achten sollten
In der Nacht zum Sonntag, 25. Oktober 2026, endet die Sommerzeit. Die Uhren werden um eine Stunde zurückgestellt. Damit beginnt die Mitteleuropäische Zeit (MEZ). Für viele bedeutet das eine zusätzliche Stunde Schlaf. Doch die Umstellung beeinflusst den Tagesrhythmus, verändert die Lichtverhältnisse im Straßenverkehr und kann auch für Wildtiere zur Herausforderung werden.
Wann wird die Uhr umgestellt?
Die Zeitumstellung findet in diesem Jahr in der Nacht von Samstag, 24. Oktober, auf Sonntag, 25. Oktober, statt. Um 3 Uhr werden die Uhren auf 2 Uhr zurückgestellt. Die Nacht ist damit eine Stunde länger.
Viele Smartphones, Computer und Funkuhren passen sich automatisch an. Bei analogen Uhren, Backöfen, älteren Radioweckern und manchen Fahrzeuganzeigen ist dagegen eine manuelle Korrektur erforderlich.
Eine einfache Eselsbrücke hilft beim Merken: Im Frühjahr werden die Uhren vorgestellt, im Herbst zurückgestellt. Wer die Uhrzeit am Sonntagmorgen kontrolliert, vermeidet Missverständnisse bei Verabredungen und Terminen.
Warum gibt es die Zeitumstellung noch?
Die Umstellung zwischen Sommer- und Normalzeit wird seit Jahren kontrovers diskutiert. Befürworter versprechen sich eine bessere Nutzung des Tageslichts in den Abendstunden. Kritiker bezweifeln, dass die erhofften Energieeinsparungen tatsächlich in relevantem Umfang eintreten, und verweisen auf mögliche Auswirkungen auf den menschlichen Schlafrhythmus.
Das Europäische Parlament sprach sich 2019 dafür aus, die halbjährliche Zeitumstellung abzuschaffen. Eine endgültige, EU-weit abgestimmte Regelung zur Beendigung der Umstellung wurde jedoch bislang nicht umgesetzt. Deshalb bleiben die bekannten Termine bestehen: Ende März werden die Uhren vorgestellt, Ende Oktober zurückgestellt.
Zeitumstellung und Wildtiere: Warum Autofahrer besonders aufmerksam sein sollten
Mit dem Ende der Sommerzeit verändern sich die Lichtverhältnisse im morgendlichen und abendlichen Berufsverkehr. Was für Menschen zunächst nur eine Stunde Unterschied auf der Uhr ist, kann im Straßenverkehr erhebliche Folgen haben: Viele Fahrten finden wieder häufiger in der Dämmerung oder bei Dunkelheit statt.
Wildtiere wie Rehe, Hirsche und Wildschweine sind besonders in den frühen Morgenstunden und am Abend aktiv. Ihre natürlichen Bewegungsmuster richten sich nicht nach der Uhr. Der Berufsverkehr verschiebt sich dagegen nach der Zeitumstellung im Verhältnis zu den Lichtverhältnissen. Dadurch können sich Zeiten, in denen Tiere Straßen überqueren, stärker mit dem Autoverkehr überschneiden.
Besonders aufmerksam sollten Autofahrer auf Landstraßen, an Waldrändern, auf Strecken durch Felder und entlang von Hecken sein. Wildtiere können unvermittelt auf die Fahrbahn laufen – nicht nur in unmittelbarer Waldnähe.
So verringern Sie das Risiko eines Wildunfalls
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Geschwindigkeit anpassen: Fahren Sie in der Dämmerung und auf bekannten Wildwechselstrecken besonders vorsichtig.
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Straßenränder im Blick behalten: Achten Sie auf Bewegungen am Fahrbahnrand und auf Wildwechsel-Warnschilder.
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Ausreichend Abstand halten: So bleibt mehr Zeit, auf plötzlich auftauchende Tiere zu reagieren.
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Bei Wild auf der Fahrbahn bremsen: Reduzieren Sie die Geschwindigkeit kontrolliert und bleiben Sie möglichst in der Spur. Riskante Ausweichmanöver können zu schweren Unfällen mit dem Gegenverkehr oder an Bäumen führen.
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Mit weiteren Tieren rechnen: Wo ein Reh die Straße überquert, können weitere Tiere folgen.
Wichtig: Fernlicht kann Wildtiere blenden und ihre Reaktion unberechenbarer machen. Taucht ein Tier auf der Fahrbahn auf, sollten Autofahrer abblenden, kontrolliert bremsen und hupen, sofern dies gefahrlos möglich ist.
Kommt es zu einem Zusammenstoß, sollten Sie die Unfallstelle absichern und die Polizei verständigen. Ein verletztes oder getötetes Tier sollte nicht eigenständig angefasst oder mitgenommen werden. Bei einem Wildunfall kann die Polizei außerdem Hinweise zur weiteren Vorgehensweise und gegebenenfalls zur Ausstellung einer Wildunfallbescheinigung geben.
Wie wirkt sich die Zeitumstellung auf den Schlaf aus?
Die zusätzliche Stunde Schlaf klingt zunächst angenehm. Dennoch kann sich die Umstellung auf den Biorhythmus auswirken. Der menschliche Körper orientiert sich nicht allein an der Uhr, sondern auch an Tageslicht, Schlafgewohnheiten und regelmäßigen Abläufen.
Manche Menschen bemerken vorübergehend, dass sie früher müde werden, morgens eher aufwachen oder zu ungewohnten Zeiten Hunger bekommen. Auch Kinder, ältere Menschen und Personen mit einem festen Schicht- oder Arbeitsrhythmus können die Veränderung als störend empfinden.
Diese Tipps helfen bei der Umstellung
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Den Tagesrhythmus beibehalten: Stehen Sie möglichst zu einer festen Zeit auf und halten Sie regelmäßige Schlafenszeiten ein.
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Tageslicht nutzen: Ein Spaziergang am Morgen unterstützt die Anpassung der inneren Uhr.
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Abends zur Ruhe kommen: Reduzieren Sie helles Licht und intensive Bildschirmnutzung kurz vor dem Schlafengehen.
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Koffein am späten Tag vermeiden: Kaffee und andere koffeinhaltige Getränke können das Einschlafen erschweren.
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Bewegung einplanen: Moderate Bewegung am Tag kann den Schlaf fördern. Direkt vor dem Schlafengehen sollte intensive körperliche Belastung bei empfindlichen Personen vermieden werden.
Wer sich am Sonntag trotz der längeren Nacht müde fühlt, sollte insbesondere beim Autofahren aufmerksam sein und bei deutlicher Müdigkeit eine Pause einlegen.
Was müssen Bahnreisende beachten?
Auch für Reisende mit der Bahn ist die Zeitumstellung relevant. Insbesondere Züge, die während der Umstellung in der Nacht unterwegs sind, müssen den Wechsel zwischen Sommer- und Normalzeit im Fahrplan berücksichtigen. Bei der Rückstellung entsteht eine zusätzliche Stunde im zeitlichen Ablauf.
Wer in der Nacht auf Sonntag eine längere Zugfahrt oder eine frühe Verbindung geplant hat, sollte die aktuellen Fahrplanangaben vor der Abreise prüfen. Das gilt ebenso für Anschlüsse, Nachtzüge und den öffentlichen Nahverkehr. Maßgeblich sind die Informationen des jeweiligen Verkehrsunternehmens.
Wird die Zeitumstellung bald abgeschafft?
Ob und wann die Zeitumstellung in Europa endet, ist weiterhin offen. Eine Abschaffung müsste zwischen den EU-Mitgliedstaaten abgestimmt werden, damit nicht unterschiedliche Zeitregelungen zu zusätzlichen Problemen im grenzüberschreitenden Verkehr und im Wirtschaftsleben führen.
Bis zu einer verbindlichen Neuregelung bleibt es daher bei der zweimal jährlichen Umstellung. Der nächste Wechsel steht bereits im Frühjahr 2027 an: Dann beginnt die Sommerzeit, und die Uhren werden wieder eine Stunde vorgestellt.
Eine Stunde mehr – aber auch mehr Aufmerksamkeit
Die Umstellung auf die Winterzeit bringt eine längere Nacht und für viele Menschen eine willkommene zusätzliche Stunde Schlaf. Gleichzeitig ändern sich die Lichtverhältnisse im Straßenverkehr. Gerade in der Dämmerung sollten Autofahrer deshalb besonders vorausschauend fahren und mit Wildwechsel rechnen.
Wer seine Uhren rechtzeitig kontrolliert, den eigenen Schlafrhythmus im Blick behält und auf Landstraßen vorsichtig unterwegs ist, kommt gut durch die Zeitumstellung.
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Während sich viele Menschen in der Nacht auf Sonntag über eine zusätzliche Stunde Schlaf freuen können, müssen andere eine Stunde länger arbeiten. Betroffen sind zahlreiche Berufsgruppen, die auch nachts für Sicherheit, Versorgung und einen reibungslosen Ablauf sorgen: Einsatzkräfte bei Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst ebenso wie Pflegekräfte in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen, Ärzte im Nachtdienst, Beschäftigte in Leitstellen sowie Bahnpersonal und Mitarbeiter in anderen Bereichen des öffentlichen Verkehrs. Auch in Industrieunternehmen, Energieversorgungsbetrieben und weiteren Betrieben mit durchgehendem Schichtdienst kann die Zeitumstellung Auswirkungen auf die Arbeitszeit haben.
Wie wird die zusätzliche Stunde berücksichtigt? Bei der Umstellung auf die Winterzeit am 25. Oktober 2026 werden die Uhren um 3 Uhr auf 2 Uhr zurückgestellt. Die Nacht dauert dadurch tatsächlich eine Stunde länger. Wer während dieser Zeit Nachtdienst hat, kann deshalb eine zusätzliche Arbeitsstunde leisten. Wie diese erfasst und ausgeglichen wird, hängt vom jeweiligen Arbeits- oder Tarifvertrag sowie von betrieblichen oder dienstlichen Vereinbarungen ab. Die zusätzliche Stunde kann beispielsweise vergütet oder dem Arbeitszeitkonto gutgeschrieben werden. Auch bei Nachtzuschlägen sind die geltenden Regelungen maßgeblich.
Arbeitgeber müssen bei der Dienstplanung außerdem die gesetzlichen Vorgaben zu Arbeitszeiten und Ruhezeiten berücksichtigen. Bei der Umstellung auf die Sommerzeit im Frühjahr wird die Nacht dagegen um eine Stunde verkürzt. Auch dann richtet sich der Umgang mit der fehlenden Stunde nach den jeweiligen Regelungen.






















