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Ver­zö­ge­rung beim Bahn­pro­jekt Wun­der­line: Bau­pro­ble­me ver­schie­ben Start auf Ende 2025

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Noch immer ist die neue Frie­sen­brü­cke nicht fer­tig – auf­ge­nom­men am 1. Juni 2025. Am 3. Dezem­ber 2015 ramm­te der Frach­ter „Ems­moon“ die alte Brü­cke, einen Tag spä­ter sprach die Deut­sche Bahn vom Total­scha­den. In fünf Mona­ten jährt sich der Unfall zum zehn­ten Mal. Zehn Jah­re Bau­zeit für eine Brü­cke, die es schon gab – ein Trau­er­spiel für die Regi­on! Foto: Ingo Ton­sor @LeserECHO 

 

Wun­der­line Groningen–Bremen: Inbe­trieb­nah­me ver­zö­gert sich auf Ende 2025

Her­aus­for­de­run­gen im Bau­grund, Res­sour­cen­eng­päs­se und hoher Grund­was­ser­stand ver­zö­gern Fer­tig­stel­lung der grenz­über­schrei­ten­den Zugstrecke

Die geplan­te Inbe­trieb­nah­me der Wun­der­line, einer wich­ti­gen grenz­über­schrei­ten­den Zug­ver­bin­dung zwi­schen Bre­men (Deutsch­land) und Gro­nin­gen (Nie­der­lan­de), ver­schiebt sich auf Ende 2025. Ursprüng­lich war die Fer­tig­stel­lung der Stre­cke für den Som­mer 2025 vor­ge­se­hen. Grund für die Ver­zö­ge­rung sind vor allem schwie­ri­ge Boden­ver­hält­nis­se, ein hoher Grund­was­ser­stand sowie Eng­päs­se bei Bau­res­sour­cen und Fachkräften.

Bau­ar­bei­ten durch schwie­ri­ge Boden­ver­hält­nis­se erschwert

Die Bau­ar­bei­ten ent­lang der 173 Kilo­me­ter lan­gen Stre­cke – davon 124 Kilo­me­ter auf deut­schem Boden – wer­den stark durch hoch­ste­hen­des Grund­was­ser behin­dert. Die­ses ver­schlech­tert die Boden­ver­hält­nis­se erheb­lich, sodass Bau­tech­no­lo­gie und Bau­pla­nung ange­passt wer­den muss­ten. Gleich­zei­tig erschwe­ren Eng­päs­se bei Groß­ma­schi­nen, Spe­zi­al­tief­bau­un­ter­neh­men und Fach­per­so­nal infol­ge hoher Bau­ak­ti­vi­tät in Deutsch­land die Fortschritte.

Moder­ni­sie­rung bringt Vor­tei­le für Fahrgäste

Trotz der Her­aus­for­de­run­gen arbei­ten die Deut­sche Bahn (DB) und die Pro­vinz Gro­nin­gen mit Hoch­druck dar­an, die Wun­der­line fer­tig­zu­stel­len. Die Moder­ni­sie­rung der Stre­cke soll künf­tig höhe­re Stre­cken­ge­schwin­dig­kei­ten ermög­li­chen und die Rei­se­zeit zwi­schen Bre­men und Gro­nin­gen deut­lich ver­kür­zen.

Bis zur voll­stän­di­gen Inbe­trieb­nah­me bleibt das Ersatz­an­ge­bot mit Bus­sen bestehen. Die Deut­sche Bahn bit­tet alle Rei­sen­den um Ver­ständ­nis für die Ver­zö­ge­run­gen und wird über Ände­run­gen und Zwi­schen­lö­sun­gen recht­zei­tig informieren.

 

Glei­se im Grü­nen: Bau der neu­en Bahn­stei­ge für den Bahn­hal­te­punkt Ihr­ho­ve. Die Deut­sche Bahn plant, die Arbei­ten bereits bis Juli die­ses Jah­res abzu­schlie­ßen – ein wich­ti­ger Schritt für die Inbe­trieb­nah­me der Wun­der­line. Foto: 01. Juni 2025 — Ingo Ton­sor @ LeserECHO 

Bau­fort­schritt auf deut­scher Sei­te: Frie­sen­brü­cke und Bahn­hö­fe im Fokus

Auf deut­scher Sei­te ist ein Groß­teil der Infra­struk­tur­maß­nah­men bereits abgeschlossen:

  • Meh­re­re Brü­cken, Stütz­wän­de und Durch­läs­se wur­den fertiggestellt.

  • Der Ober­bau (Gleis­bau­ar­bei­ten) ist weit fortgeschritten.

  • Die neue Frie­sen­brü­cke bei Ihr­ho­ve, ein zen­tra­les Bau­werk über die Ems, kann bereits gleis­ge­bun­den erreicht werden.

  • Die Frie­sen­brü­cke wur­de bereits test­wei­se erfolg­reich geöff­net und geschlos­sen – ein wich­ti­ger Mei­len­stein für das Projekt.

Der­zeit wird der Unter­bau west­lich der Frie­sen­brü­cke bear­bei­tet, sodass bald Gleis­schot­ter ein­ge­bracht und Schie­nen ver­legt wer­den kön­nen. Par­al­lel laufen:

  • Erneue­rung meh­re­rer Bahnübergänge

  • Kabel­tief­bau­ar­bei­ten

  • Instal­la­ti­on der Leit- und Sicherungstechnik

Zudem schrei­ten die Arbei­ten an den neu­en, bar­rie­re­frei­en Bahn­hö­fen Bun­de und Ihr­ho­ve zügig vor­an. Die­se sol­len mit der Inbe­trieb­nah­me der Wun­der­line voll nutz­bar sein.

 

Neu­er Bahn­über­gang „Wes­ter­gas­te“ in Wes­t­ov­er­le­din­gen – kurz vor der Fer­tig­stel­lung. Auf­nah­me vom 1. Juni 2025. Foto: Ingo Ton­sor / LeserECHO.

Letz­te Maß­nah­men auf nie­der­län­di­scher Sei­te geplant

Auch auf nie­der­län­di­scher Sei­te ist das Pro­jekt weit fort­ge­schrit­ten. Der Infra­struk­tur­be­trei­ber ProRail wird vor­aus­sicht­lich im Spät­herbst 2025 die letz­ten Maß­nah­men abschlie­ßen. Damit ist der grenz­über­schrei­ten­de Zug­ver­kehr zwi­schen Gro­nin­gen und Bre­men auf gutem Weg.

Frie­sen­brü­cke bald auch für Rad- und Fuß­ver­kehr geöffnet

Neben dem Bahn­ver­kehr ist die Frie­sen­brü­cke auch für Fuß­gän­ger und Rad­fah­rer von Bedeu­tung. Die zustän­di­gen Gemein­den bau­en der­zeit die Zuwe­gun­gen für den Rad- und Fuß­weg aus. Schon im Som­mer 2025 sol­len Pas­san­ten die Brü­cke über die Ems nut­zen können.

 

Der par­al­lel zu den Bahn­glei­sen ver­lau­fen­de alte Rad­weg an der Hil­ken­bor­ger Stra­ße (Kreis­stra­ße 22) in Wes­t­ov­er­le­din­gen muss noch erneu­ert wer­den. Er ist Teil der künf­ti­gen Rad­weg­ver­bin­dung zur Frie­sen­brü­cke. Die Auf­nah­men zei­gen den Bereich an der neu­en Eisen­bahn­brü­cke. Fotos vom 1. Juni 2025: Ingo Ton­sor / LeserECHO.

Bedeu­tung der Wun­der­line für Europa

Die Wun­der­line ist nicht nur für die Regi­on zwi­schen Nord­west­deutsch­land und den Nie­der­lan­den von hoher Bedeu­tung. Sie ist auch ein zen­tra­les Bin­de­glied im gesamt­eu­ro­päi­schen Schie­nen­ver­kehr, ins­be­son­de­re auf der Ach­se Ams­ter­dam – Bre­men – Ham­burg – Skan­di­na­vi­en.

Die DB und ProRail arbei­ten daher wei­ter­hin eng zusam­men, um das Pro­jekt erfolg­reich abzu­schlie­ßen. Soll­te die fina­le Abnah­me der Stre­cke plan­mä­ßig und ohne grö­ße­re Män­gel ver­lau­fen, ist die Inbe­trieb­nah­me für Ende 2025 vor­ge­se­hen. Andern­falls wird mit einem Start Anfang 2026 gerechnet.


Die Wun­der­line kommt – nur später

Die Wun­der­line steht für moder­ne, schnel­le und kli­ma­freund­li­che Mobi­li­tät zwi­schen Deutsch­land und den Nie­der­lan­den. Zwar ver­zö­gert sich die Inbe­trieb­nah­me durch unvor­her­ge­se­he­ne Pro­ble­me im Bau­grund und logis­ti­sche Eng­päs­se, doch der Groß­teil der Stre­cke ist bereits fer­tig­ge­stellt. Mit einem plan­mä­ßi­gen Ver­lauf der rest­li­chen Arbei­ten wird die Wun­der­line Ende 2025 den Betrieb auf­neh­men – und eine neue Ära im grenz­über­schrei­ten­den Bahn­ver­kehr einläuten.

Das Hin­weis­schild an der Frie­sen­brü­cke doku­men­tiert zen­tra­le his­to­ri­sche Ereig­nis­se – von der Eröff­nung der ers­ten Brü­cke im 19. Jahr­hun­dert bis zum Neu­bau im 21. Jahr­hun­dert. Foto: Ingo Ton­sor @ LeserECHO

Die Frie­sen­brü­cke – Geschich­te, Zer­stö­rung und Neu­bau eines Wahrzeichens

Die Frie­sen­brü­cke über die Ems bei Wee­ner ver­bin­det nicht nur Ost­fries­land mit den Nie­der­lan­den, son­dern ist auch ein bedeu­ten­des Bau­werk mit beweg­ter Geschich­te. Am 3. Dezem­ber 2015 ereig­ne­te sich ein fol­gen­schwe­rer Unfall: Der Frach­ter Ems­moon ramm­te die geschlos­se­ne Eisen­bahn­brü­cke und ver­ur­sach­te dabei einen Total­scha­den. Auch der par­al­lel ver­lau­fen­de Rad- und Fuß­weg wur­de zer­stört, sodass eine Über­que­rung der Ems zwi­schen Wes­t­ov­er­le­din­gen und Wee­ner nicht mehr mög­lich war. Die Bahn­ver­bin­dung von Leer nach Gro­nin­gen wur­de unter­bro­chen, wor­auf­hin ein Schie­nen­er­satz­ver­kehr ein­ge­rich­tet wurde.

Der Neu­bau der Frie­sen­brü­cke begann im Juli 2021 nach einer auf­wän­di­gen Pla­nungs­pha­se. Die neue Brü­cke wird 337 Meter lang und als größ­te Hub-Dreh­brü­cke Euro­pas ein tech­ni­sches Meis­ter­werk dar­stel­len. Das dreh­ba­re Mit­tel­teil wird auf der Sei­te von Wes­t­ov­er­le­din­gen errich­tet und soll bis Dezem­ber 2024 fer­tig­ge­stellt sein. Mit ihrer beein­dru­cken­den Tech­nik und moder­nen Bau­wei­se wird die neue Frie­sen­brü­cke vor­aus­sicht­lich auch ein tou­ris­ti­scher Anzie­hungs­punkt werden.

 

Ein Blick in die Vergangenheit

Die Geschich­te der Frie­sen­brü­cke reicht bis ins 19. Jahr­hun­dert zurück. Am 16. Novem­ber 1864 unter­zeich­ne­ten das König­reich Han­no­ver und die Nie­der­lan­de einen Staats­ver­trag zum Bau einer Bahn­ver­bin­dung. Zwi­schen 1874 und 1876 ent­stand dar­auf­hin die ers­te Frie­sen­brü­cke zwi­schen Hil­ken­borg und Weener.

Ein dra­ma­ti­scher Zwi­schen­fall ereig­ne­te sich in der Nacht vom 26. auf den 27. Juli 1913: Ein Per­so­nen­zug fuhr auf die geöff­ne­te Brü­cke zu. Obwohl der Brü­cken­wär­ter ver­such­te, die Brü­cke recht­zei­tig zu schlie­ßen, gelang dies nicht voll­stän­dig. Der Zug brems­te, doch die Loko­mo­ti­ve hing über der Öff­nung – nur durch eine ver­klemm­te Kupp­lung und die Wag­gons wur­de ein Absturz verhindert.

Auch in den fol­gen­den Jah­ren blieb die Brü­cke nicht von Schä­den ver­schont. 1922 kol­li­dier­te der Zweit­mast­damp­fer Hohe­fel­de mit der Brü­cke, wodurch der Ver­kehr für vier Wochen unter­bro­chen wer­den muss­te. Zwi­schen 1924 und 1926 wur­de schließ­lich eine neue Klapp­brü­cke mit einem eige­nen Fuß- und Rad­weg gebaut, beglei­tet vom Bau des Wärterhauses.

Im April 1945, gegen Ende des Zwei­ten Welt­kriegs, wur­de die Brü­cke von deut­schen Sol­da­ten gesprengt, um den Vor­marsch kana­di­scher Trup­pen zu behin­dern. In die­ser Zeit gewann die ein­fa­che, mit einem Seil gezo­ge­ne Ems­fäh­re vor­über­ge­hend wie­der an Bedeutung.

Nach rund ein­jäh­ri­ger Bau­zeit konn­te die Brü­cke am 18. Mai 1951 erneut fei­er­lich eröff­net wer­den. Mit 335 Metern Län­ge ver­band sie wie­der Leer mit dem nie­der­län­di­schen Gro­nin­gen – eine bedeu­ten­de Ver­kehrs­ach­se für Bahn, Rad­fah­rer und Fuß­gän­ger gleichermaßen.

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Anmer­kung der Redaktion

Die fol­gen­de Dar­stel­lung eines his­to­ri­schen Brü­cken­baus ist rein zufäl­lig und hat selbst­ver­ständ­lich nichts mit aktu­el­len Infra­struk­tur­pro­jek­ten in Deutsch­land zu tun. Jeg­li­che Ähn­lich­keit mit ech­ten Ver­zö­ge­run­gen, Pla­nungs­schlei­fen oder plötz­lich ent­deck­tem Grund­was­ser ist rein konstruktionsbedingt.

Natür­lich kann man die Gol­den Gate Bridge in San Fran­cis­co nicht mit der neu­en Frie­sen­brü­cke im ost­frie­si­schen Wee­ner ver­glei­chen – wirk­lich nicht. Wäh­rend die eine sich majes­tä­tisch über das Gol­den Gate spannt, ver­bin­det die ande­re Ihr­ho­ve mit Wee­ner – was regio­nal nicht weni­ger wich­tig ist, ver­steht sich. Und doch… der Ver­gleich drängt sich ganz unfrei­wil­lig auf.

Die Gol­den Gate Bridge wur­de 1933 gebaut – ohne digi­ta­le Bau­pla­nung, ohne EU-Ver­ga­be­richt­li­nie, dafür mit jeder Men­ge Stahl, Strö­mung und Sturm. Sie ist knapp 2,8 Kilo­me­ter lang, wiegt fast 900.000 Ton­nen und galt zur Fer­tig­stel­lung 1937 als tech­ni­sches Welt­wun­der. Die Bau­zeit: gut vier Jah­re. Mit­ten in der Welt­wirt­schafts­kri­se. Ohne Zoom-Meetings.

Die neue Frie­sen­brü­cke an der Ems – rund 160 Meter lang – wird seit 2016 neu gebaut, nach­dem ein Frach­ter sie ver­se­hent­lich “abge­räumt” hat­te. Die Bau­zeit: vor­aus­sicht­lich bis Ende 2025. Das ergibt fast ein Jahr­zehnt – für eine Brü­cke, die im Prin­zip schon ein­mal da war. Natür­lich gab es hier­zu­lan­de ganz ande­re Her­aus­for­de­run­gen: Grund­was­ser, Boden­gut­ach­ten, Maschi­nen­man­gel, Aus­schrei­bungs­ver­fah­ren, Wet­ter – und ver­mut­lich auch ein biss­chen Bürokratie.

Gol­den Gate Bridge: Jahr­hun­dert­bau­werk in Rekord­zeit – ein Ver­gleich, der weh tut

Wäh­rend in Deutsch­land die neue Frie­sen­brü­cke fast zehn Jah­re nach ihrer Zer­stö­rung durch das Fracht­schiff Ems­moon noch immer nicht fer­tig­ge­stellt ist, erin­nert ein Blick nach Kali­for­ni­en an das Gegen­teil: den Bau eines Welt­wun­ders in Rekord­zeit.

Die Gol­den Gate Bridge in San Fran­cis­co gilt bis heu­te als tech­ni­sche Meis­ter­leis­tung. Am 5. Janu­ar 1933 wur­de der Bau­be­ginn gefei­ert – trotz welt­wirt­schaft­li­cher Kri­se. Bereits am 19. April 1937, also nur etwas mehr als vier Jah­re spä­ter, war die Brü­cke fer­tig – unter Bud­get und vor dem Zeit­plan.

Die Dimen­sio­nen waren gewal­tig: Die höchs­ten Pfei­ler ihrer Zeit (227 Meter), das längs­te Hän­ge­brü­cken­spann­feld (1.280 Meter) und Kabel mit 92 cm Durch­mes­ser, in denen mehr als 27.000 Dräh­te pro Kabel ver­baut wur­den. Allein für die süd­li­chen Fun­da­men­te muss­ten Kon­struk­teu­re in den von Strö­mun­gen gepräg­ten Gewäs­sern des Gol­den Gate unter extre­men Bedin­gun­gen arbei­ten. Den­noch schritt der Bau mit unglaub­li­cher Prä­zi­si­on voran.

Die Stahl­ele­men­te der Brü­cke wur­den quer durchs Land trans­por­tiert, über den Pana­ma­ka­nal ver­schifft und schließ­lich vor Ort mon­tiert – mit­hil­fe einer logis­ti­schen Meis­ter­leis­tung. Die Kabel wur­den im auf­wen­di­gen Luft­spinn­ver­fah­ren instal­liert, ein Ver­fah­ren, das in San Fran­cis­co in nur sechs Mona­ten abge­schlos­sen wur­de – und damals als bahn­bre­chend galt.

Am 28. Mai 1937 eröff­ne­te US-Prä­si­dent Frank­lin D. Roo­se­velt die Brü­cke fei­er­lich per Tele­gra­fen­si­gnal aus dem Wei­ßen Haus. Bereits am Vor­tag hat­ten 200.000 Fuß­gän­ger die Gele­gen­heit genutzt, die Brü­cke erst­mals zu betreten.

Mit einem Gesamt­ge­wicht von 887.000 Ton­nen, 600.000 Nie­ten pro Turm und einer unver­gleich­li­chen Sym­bol­kraft steht die Gol­den Gate Bridge heu­te als Iko­ne für Fort­schritt, Mut und Inge­nieurs­kunst – und erin­nert schmerz­haft dar­an, wie lan­ge sich Infra­struk­tur­pro­jek­te anders­wo zie­hen kön­nen.

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Lebens­ret­ten­de Hil­fe in der Regi­on: DRK ruft zur Blut­spen­de auf

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Blut­spen­de­rin­nen und Blut­spen­der wer­den drin­gend gesucht: Ange­spann­te Ver­sor­gungs­la­ge in den Sommerferien

DRK-Blut­spen­de­dienst NSTOB alar­miert: Lager­be­stän­de kri­tisch – Spen­de­auf­kom­men bleibt hin­ter dem Bedarf zurück. Jetzt das ange­neh­me Som­mer­wet­ter für die Spen­de nutzen!

Täg­lich wer­den in Deutsch­land etwa 15.000 Blut­spen­den benö­tigt, um die medi­zi­ni­sche Ver­sor­gung rund um die Uhr an 365 Tagen im Jahr sicher­zu­stel­len. Doch aktu­ell spitzt sich die Lage in den Blut­de­pots zu: Wäh­rend die Som­mer­fe­ri­en bereits in vol­lem Gan­ge sind und vie­le Men­schen ver­rei­sen, bleibt das Spen­de­auf­kom­men vie­ler­orts hin­ter dem kon­ti­nu­ier­lich hohen Bedarf zurück.

Die Situa­ti­on beim DRK-Blut­spen­de­dienst NSTOB ist ange­spannt. Ein­zel­ne Blut­grup­pen kön­nen den Kli­ni­ken nicht mehr im not­wen­di­gen Umfang zur Ver­fü­gung gestellt wer­den, sodass Kran­ken­häu­ser zuneh­mend aus Reser­ven ver­sorgt wer­den müs­sen. Der DRK-Blut­spen­de­dienst NSTOB ruft daher mit Nach­druck zur Blut­spen­de auf. Das der­zeit ange­neh­me und nicht all­zu hei­ße Som­mer­wet­ter in Nord­deutsch­land bie­tet dafür die idea­le Gele­gen­heit, um einen Blut­spen­de­ter­min unbe­schwert wahrzunehmen.

„Wir bli­cken mit Sor­ge auf die kom­men­den Wochen. Die Blut­be­stän­de sind bereits ange­schla­gen und wir ver­sor­gen die Kli­ni­ken nur noch aus Reser­ven. Da die Som­mer­fe­ri­en bereits lau­fen und vie­le Men­schen ver­rei­sen, ver­schärft sich die Lage zusätz­lich“, berich­tet Mar­kus Bau­l­ke, Pres­se­spre­cher beim DRK-Blut­spen­de­dienst NSTOB. „Das aktu­el­le, mode­ra­te­re Wet­ter bie­tet nun eine her­vor­ra­gen­de Gele­gen­heit, kurz einen Blut­spen­de­ter­min zu besuchen.“

War­um Blut­spen­den nicht auf­ge­scho­ben wer­den können

Blut ist nicht unbe­grenzt halt­bar, wes­halb kei­ne gro­ßen Vor­rä­te auf­ge­baut wer­den kön­nen. Jede Voll­blut­spen­de wird nach der Ent­nah­me in ihre drei wesent­li­chen Bestand­tei­le auf­ge­teilt: Ery­thro­zy­ten (rote Blut­kör­per­chen), Throm­bo­zy­ten (Blut­plätt­chen) und Plas­ma. Dadurch kann mit einer ein­zi­gen Spen­de bis zu drei Mit­men­schen gehol­fen werden.

  • Throm­bo­zy­ten­kon­zen­tra­te (Blut­plätt­chen): Hal­ten ledig­lich vier Tage. Sie wer­den beson­ders drin­gend bei Krebs­er­kran­kun­gen wäh­rend einer Che­mo­the­ra­pie eingesetzt.

  • Ery­thro­zy­ten & Plas­ma: Haben eben­falls begrenz­te Haltbarkeiten.

Nach der Spen­de sor­gen die sechs DRK-Blut­spen­de­diens­te in Deutsch­land für die not­wen­di­gen Tests und die logis­ti­sche Ver­tei­lung. Dies garan­tiert, dass auch Pati­en­tin­nen und Pati­en­ten in der Regi­on im Not­fall schnellst­mög­lich siche­re Blut­kon­ser­ven erhalten.

📍 Die nächs­ten Blut­spen­de­ter­mi­ne in der Region

Für alle Spen­de­rin­nen und Spen­der in Stadt und Land­kreis Leer ste­hen in den kom­men­den Wochen die fol­gen­den Ter­mi­ne zur Verfügung:

  • Wes­t­ov­er­le­din­gen (26810 — Ihrhove):

    • Ort: Senio­ren­re­si­denz Lin­den­hof, Schu­bert­stra­ße 3

    • Uhr­zeit: 15:30 – 20:00 Uhr (bit­te tages­ak­tu­el­len Aushang/Hinweis vor Ort beachten)

  • Leer (26789):

    • Wann: Frei­tag, 31.07.2026

    • Ort: PSV Leer, An den Gär­ten 6

    • Uhr­zeit: 16:00 – 20:00 Uhr

  • Leer — Bin­gum (26789):

    • Wann: Frei­tag, 14.08.2026

    • Ort: Orts­feu­er­wehr, Bing­um­gas­ter Stra­ße 14

    • Uhr­zeit: 15:30 – 19:30 Uhr

  • Moorm­er­land — Neer­moor (26802):

    • Wann: Frei­tag, 28.08.2026

    • Ort: Focko-Uke­na-Schu­le, Nor­der Stra­ße 8

    • Uhr­zeit: 16:00 – 20:00 Uhr

Alle wei­te­ren Ter­mi­ne und aktu­el­le Infor­ma­tio­nen zu den Kon­ser­ven­be­stän­den sind jeder­zeit online über das Blut­grup­pen­ba­ro­me­ter unter www.blutspende-leben.de abruf­bar. Jede Spen­de zählt und hilft, die lebens­wich­ti­ge Ver­sor­gung im Som­mer sicherzustellen!

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Das Herz von Ost­fries­land: Eine Zeit­rei­se durch das his­to­ri­sche Kir­chen­quar­tier in Leer

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Das Kir­chen­quar­tier in Leers his­to­ri­scher Altstadt

Die Leera­ner Alt­stadt fas­zi­niert mit ihren engen Gas­sen, lie­be­voll restau­rier­ten Gebäu­de und der direk­ten Lage am Was­ser. Klei­ne Läden, gemüt­li­che Tee­stu­ben und ein­la­den­de Restau­rants prä­gen das Bild und laden zum Stö­bern, Ver­wei­len und Genie­ßen ein. Bei einem Bum­mel durch die Stra­ßen füh­len sich Besu­chen­de unmit­tel­bar in ver­gan­ge­ne Zei­ten zurück­ver­setzt. Bis heu­te bil­det die­ser his­to­ri­sche Kern einen leben­di­gen und geschäf­tig­ten Mit­tel­punkt der Stadt, der gleich­zei­tig als idea­ler Aus­gangs­ort für Aus­flü­ge dient. Wer tief in die Geschich­te ein­tau­chen möch­te, fin­det bei einer Stadt­füh­rung dazu die bes­te Gelegenheit.

His­to­ri­sche Prä­gung durch das Kirchenquartier

Schon die Stra­ßen­na­men wie Paters­gang, Kirch­stra­ße, Refor­mier­ter Schul­gang oder Refor­mier­ter Kirch­gang ver­ra­ten auf den ers­ten Blick, wer die­ses Quar­tier in Leer (Ost­fries­land) seit Jahr­hun­der­ten prägt: Es ist das Geist­li­che Zen­trum der his­to­ri­schen Alt­stadt mit sei­nen bedeu­ten­den sakra­len Bauwerken.

Ev.-luth. Luther­kir­che Leer

Ein­ge­bet­tet in eine Umge­bung aus alten Grab­stei­nen und hohen Bäu­men zeigt sich im Som­mer meist nur die Spit­ze des Glo­cken­turms der Luther­kir­che, auf der ein gol­de­ner Schwan thront. Im Innern erin­nert die Dar­stel­lung an der Süd­sei­te an Chris­ti­ne Char­lot­te, die im Jahr 1675 den Bau der Kir­che geneh­mig­te und dafür die Stei­ne des ehe­ma­li­gen Klos­ters The­dinga zur Ver­fü­gung stell­te. Der wun­der­schö­ne Innen­raum kom­bi­niert eine beein­dru­cken­de Atmo­sphä­re mit einer impo­san­ten Orgel, die den Besuch zu einem blei­ben­den Erleb­nis macht.

Ev.-ref. Gro­ße Kir­che in Leer

Zwi­schen 1785 und 1787 ent­stand der mar­kan­te baro­cke Zen­tral­bau auf dem Grund­riss eines grie­chi­schen Kreu­zes, wäh­rend der dazu­ge­hö­ri­ge Turm im Jahr 1805 folg­te. Nach einer aus­gie­bi­gen Reno­vie­rung wur­de die Kir­che 2012 wie­der­eröff­net und prä­sen­tiert sich seit­her in ihrer beein­dru­cken­den Schlicht­heit als hel­ler und ein­la­den­der Raum.

  • Tauf­stein: Als ältes­tes Aus­stat­tungs­stück gilt der sehr schlich­te Tauf­stein aus der Vorgängerkirche.

  • Kan­zel: Die zier­li­che Kan­zel im Stil der spä­ten Renais­sance wur­de im Jahr 1609 erbaut und bil­det den Punkt, auf den das gesam­te Kir­chen­ge­stühl aus­ge­rich­tet ist.

  • Orgel: Die präch­ti­ge Orgel blickt auf eine über 400-jäh­ri­ge Geschich­te zurück und zählt zu den ältes­ten Instru­men­ten in ganz Ostfriesland.

Katho­li­sche Kir­che St. Micha­el Leer

Die Geschich­te die­ser Gemein­de begann im Jahr 1728 mit der Errich­tung einer katho­li­schen Kapel­le in Leer. Knapp sie­ben Jahr­zehn­te spä­ter, im Jahr 1795, wur­de die­ser Bau wie­der abge­ris­sen, um an der­sel­ben Stel­le die heu­ti­ge Katho­li­sche Kir­che St. Micha­el zu errich­ten. Ihren Namen ver­dankt die Gemein­de dem Erz­engel Micha­el. Ein Zeug­nis die­ser Tra­di­ti­on ist eine kunst­vol­le Sta­tue aus dem 16. Jahr­hun­dert, die den Erz­engel im Kampf mit dem Dra­chen dar­stellt und rechts vom Altar­raum ihren Platz gefun­den hat.

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Pro­test gegen Rosatom-Ein­stieg: Mahn­wa­che vor der Brenn­ele­men­te­fa­brik Lingen

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Mon­tag, 27. Juli 2026, 18 Uhr: Mahn­wa­che vor Brenn­ele­men­te­fa­brik Lingen

„Ein­stieg von Kreml-Atom­kon­zern im Ems­land ver­hin­dern / Brenn­ele­men­te­pro­duk­ti­on in Lin­gen stoppen!“

Regio­na­le Anti-Atom­kraft-Initia­ti­ven, die bun­des­wei­te Anti-Atom-Orga­ni­sa­ti­on .aus­ge­strahlt sowie der Bun­des­ver­band Bür­ger­initia­ti­ven Umwelt­schutz (BBU) rufen für Mon­tag, 27. Juli, um 18 Uhr zu einer Mahn­wa­che vor der Brenn­ele­men­te­fa­brik in Lin­gen auf. Anlass ist die Geneh­mi­gung des nie­der­säch­si­schen Umwelt­mi­nis­te­ri­ums für den Ein­stieg des Kreml-Atom­kon­zerns Rosatom in die Brenn­ele­men­te­fer­ti­gung in Lin­gen. Mit der Mahn­wa­che wol­len die Orga­ni­sa­tio­nen ihren jah­re­lan­gen Pro­test gegen das atom­po­li­tisch unver­ant­wort­li­che Vor­ha­ben des fran­zö­si­schen Atom­kon­zerns Fram­ato­me unter­strei­chen. Fram­ato­me betreibt die Brenn­ele­men­te­fa­brik in Lin­gen. Die Anti-Atom-Orga­ni­sa­tio­nen for­dern aus sicher­heits­po­li­ti­schen Erwä­gun­gen, den Ein­stieg von Rosatom im Ems­land zu stop­pen. Statt­des­sen sol­le end­lich die Still­le­gung der äußerst umstrit­te­nen Uranfa­brik in Lin­gen ein­ge­lei­tet werden.

„Was uns sehr besorgt, ist die Tat­sa­che, dass Nie­der­sach­sens Umwelt­mi­nis­ter Mey­er offen zugibt, selbst er habe die Sicher­heits­ein­schät­zung der Bun­des­re­gie­rung aus Geheim­hal­tungs­grün­den gar nicht lesen dür­fen. Aber wie kann er dann die Geneh­mi­gung für die Koope­ra­ti­on von Fram­ato­me und Rosatom ertei­len? Ohne Kennt­nis der Sicher­heits­ein­schät­zung kann der Antrag von Fram­ato­me doch gar nicht kor­rekt bewer­tet wer­den. Das ist ein unglaub­li­cher Vor­gang, der uns sehr beun­ru­higt,“ erklär­te Mat­thi­as Eick­hoff vom Akti­ons­bünd­nis Müns­ter­land gegen Atomanlagen.

„Zudem heißt es nun, dass in „Aus­nah­me­fäl­len“ auch Mitarbeiter:innen von Rosatom die Brenn­ele­men­te­fa­brik betre­ten kön­nen. Das hat­te Fram­ato­me noch auf dem Erör­te­rungs­ter­min 2024 aus­ge­schlos­sen. Nun öff­net die Geneh­mi­gungs­be­hör­de von sich aus Rosatom die Türen im Ems­land. Das ist für uns im Ems­land das Worst-Case-Sze­na­rio und wir wer­den des­halb wei­ter gegen die­ses ato­ma­re Vor­ha­ben pro­tes­tie­ren,“ ergänz­te Alex­an­der Vent vom Bünd­nis AgiEl – Atomkraftgegner:innen im Emsland.

„Mehr als 125 000 Men­schen haben eine Online-Akti­on von .aus­ge­strahlt gegen den Ein­stieg von Rosatom unter­schrie­ben. Nun wen­den sich sogar CDU-Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­te gegen die ato­ma­ren Plä­ne von Fram­ato­me und Rosatom. Es ist unver­ant­wort­lich, dass die Umwelt­mi­nis­te­ri­en in Han­no­ver und Ber­lin jetzt dem Druck der fran­zö­si­schen und rus­si­schen Atom­in­dus­trie nach­ge­ben. Der Ver­weis auf die EU führt in die Irre, da hier Frank­reich maß­geb­lich die Atom­sank­tio­nen gegen Russ­land blo­ckiert. Bun­des­kanz­ler Merz muss gegen­über Frank­reichs Prä­si­dent Macron kla­re Kan­te zei­gen und die Geneh­mi­gung zum Aus­bau der Atom­fa­brik Lin­gen zurück­zie­hen,“ so Bet­ti­na Acker­mann von .aus­ge­strahlt.

 

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Der genaue Ort der Mahn­wa­che: Am Sei­ten­ka­nal 1, 49811 Lingen.

Wei­te­re Informationen:

https://atomstadt-lingen.de/buendnis-agiel,

https://sofa-ms.de, www.ausgestrahlt.de,

https://www.bbu-online.de

https://dserver.bundestag.de/btd/21/031/2103103.pdf

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