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125.000 Kubik­me­ter Sand zusätz­lich zum Schutz von Norderney

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Küs­ten­schutz: Ereig­nis­rei­che Sturm­flut­sai­son sorgt für Handlungsbedarf

Norden/Norderney.   Die mehr als 20 leich­ten Sturm­flu­ten des zurück­lie­gen­den Win­ters sind auch an Nor­der­ney nicht spur­los vor­über­ge­gan­gen: Rund 125.000 Kubik­me­ter Sand, so die Pro­gno­se des Nie­der­säch­si­schen Lan­des­be­triebs für Was­ser­wirt­schaft, Küs­ten- und Natur­schutz (NLWKN), sind für die Ver­stär­kung der Schutz­dü­ne vor der Nor­der­ney­er Kugel­ba­ke erfor­der­lich, um das hohe Schutz­ni­veau der Insel auch über die kom­men­den Stür­me hin­weg zu erhal­ten. Nach Pfings­ten sol­len mit der Kampf­mit­tel­son­die­rung die ers­ten Arbei­ten im Auf­trag des NLWKN begin­nen. Ein Abschluss des Küs­ten­schutz­pro­jekts ist bis Sep­tem­ber vorgesehen.

Die Abbruch­kan­te der Schutz­dü­ne vor der Kugel­ba­ke nach den Sturm­flu­ten des letz­ten Win­ters (Bild: NLWKN).

„Das zurück­lie­gen­de ereig­nis­rei­che Win­ter­halb­jahr hat an der Schutz­dü­ne an der Kugel­ba­ke zu Dünen­ab­brü­chen von bereichs­wei­se mehr als 20 Metern geführt”, erläu­tert Prof. Frank Tho­renz, Lei­ter der für die Ost­frie­si­schen Inseln zustän­di­gen NLW­KN-Betriebs­stel­le in Nor­den. Der betrof­fe­ne 1.300 Meter lan­ge Dünen­be­reich beginnt im Bereich der Buh­ne X1 und reicht bis zum Strand­bad an der Weis­sen Düne. Die Schutz­dü­ne sichert den öst­li­chen Teil der Orts­la­ge und das Trink­was­ser­ge­win­nungs­ge­biet von Nor­der­ney vor Über­flu­tun­gen durch Sturm­flu­ten. Sie spielt des­halb eine wich­ti­ge Rol­le für den Küs­ten­schutz auf der Insel.

„Der Rest­brei­te der Rand­dü­ne beträgt auf einer Höhe von acht Metern teil­wei­se nur noch 15 Meter und ist damit deut­lich zu schmal, um ihre Funk­ti­on für den Sturm­flut­schutz zu erfül­len”, erläu­tert Tho­renz. Ursa­che für die aktu­ell star­ken Dünen­ab­brü­che sei­en sehr nied­ri­ge und schma­le Strän­de, die durch eine der­zeit nicht aus­rei­chen­de Sand­ver­sor­gung die­ses Insel­be­reichs ver­ur­sacht wür­den. „Im Bereich der Kugel­ba­ke errei­chen Sand­bän­ke aus dem Riff­bo­gen des Nor­der­ney­er See­gats mit Inter­val­len von etwa ein bis zwei Jahr­zehn­ten die Insel. Der­zeit lie­gen die­se noch deut­lich vor der Insel, so dass mit wei­te­ren Dünen­ab­brü­chen in Sturm­flu­ten zu rech­nen ist”, erklärt der Küs­ten­schutz­ex­per­te. Eine ähn­li­che Situa­ti­on führ­te im Win­ter 1980/81 zu einem Dünen­durch­bruch der Rand­dü­ne. Die­se konn­te in den Fol­ge­jah­ren mit gro­ßen Anstren­gun­gen wie­der geschlos­sen werden.

Um die Funk­ti­ons­fä­hig­keit der Düne wie­der­her­zu­stel­len, muss die­se bis zum nächs­ten Win­ter­halb­jahr ver­stärkt wer­den. „Hier­zu nut­zen wir den gesam­ten Schutz­dü­nen­be­reich aus, der aus zwei Dünen­ket­ten besteht. Auf die­se Wei­se bau­en wir auch für den Fall wei­te­rer Dünen­ab­brü­che vor,” so Tho­renz. Die see­sei­ti­ge Dünen­ket­te soll durch Ein­bau von Sand auf einer Gesamt­stre­cke von knapp 900 Metern auf eine Brei­te von 50 Metern ver­stärkt wer­den. Zusätz­lich wer­den an der lücken­haf­ten süd­li­chen Dünen­ket­te, in der auch die Aus­sichts­platt­form an der Thalas­so­dü­ne liegt, an drei Stel­len Ver­stär­kun­gen vor­ge­nom­men. Eine aus­rei­chen­de Brei­te der Schutz­dü­ne soll damit den Über­flu­tungs­schutz selbst bei Ver­sa­gen des nörd­li­chen Dünen­rie­gels sicherstellen.

Ori­en­tie­rung an natür­li­chen Prozessen

Bei sei­nen Küs­ten­schutz­vor­ha­ben auf den Inseln ver­folgt der NLWKN das Ziel, Schutz­maß­nah­men für Schutz­dü­nen im beson­ders wert­vol­len Natur­raum des Natio­nal­parks an den natür­lich ablau­fen­den Pro­zes­sen zu ori­en­tier­ten. Der Bau mas­si­ver Küs­ten­schutz­an­la­gen soll in die­sem sen­si­blen Umfeld soweit mög­lich ver­mie­den wer­den. Um eine opti­ma­le Ein­bin­dung in das Land­schafts­bild zu errei­chen, wer­den die Dünen mit unter­schied­li­chen Böschungs­nei­gun­gen und Höhen gestal­tet. Zusätz­lich erfolgt eine Abde­ckung mit ört­lich gewon­ne­nem vege­ta­ti­ons­rei­chen Ober­bo­den sowie eine Bepflan­zung mit Strand­ha­fer, um eine stand­ort­ty­pi­sche Vege­ta­ti­on zu errei­chen. Inner­halb des zwi­schen den bei­den Dünen­rie­geln gele­ge­nen Tales wer­den wei­ter­hin im Rah­men einer Kom­pen­sa­ti­ons­maß­nah­me künst­li­che Sand­fang­zäu­ne ent­fernt, um die Natur­nä­he des Tals zu verbessern.

Der Sand für die Nor­der­ney­er Dünen­ver­stär­kung wird mit einem Spe­zi­al­schiff, einem soge­nann­ten Lade­raum­saug­bag­ger, west­lich von Nor­der­ney an der Rob­ben­p­la­te sowie im Fahr­was­ser des Dove­tiefs gewon­nen. Das Spe­zi­al­schiff trans­por­tiert das wert­vol­le Bau­ma­te­ri­al in das See­ge­biet unmit­tel­bar west­lich des Ver­stär­kungs­be­rei­ches. Dort ver­bin­det es sich über eine Kop­pel­sta­ti­on mit einer 350 Meter lan­gen Spüll­ei­tung und pumpt den Sand zunächst in ein Depot an den Strand. Von dort wird er mit gelän­de­gän­gi­gen Spe­zi­al­fahr­zeu­gen in die Ver­stär­kungs­be­rei­che trans­por­tiert und mit Bag­gern profiliert.

Beginn im Juni

Die Maß­nah­me soll noch im Juni begin­nen. „Zunächst wird die Spüll­ei­tung antrans­por­tiert, am Strand mon­tiert und anschlie­ßend auf dem Mee­res­grund posi­tio­niert”, erklärt NLW­KN-Pro­jekt­lei­ter Theo van Hoorn. Danach wird der Lade­raum­saug­bag­ger „Chris­to­pho­rus” der vom NLWKN beauf­tra­gen Spe­zi­al­fir­ma Van den Herik GmbH bei der Arbeit vor der Insel zu beob­ach­ten sein. Das Schiff fasst knapp 1.000 Kubik­me­ter Sand.

„Der Auf­spül­be­reich selbst muss auf­grund der mög­li­chen Gefah­ren wäh­rend des Spül­be­triebs voll­stän­dig gesperrt wer­den”, erläu­tert van Hoorn. Die Insel­gäs­te kön­nen das Depot an der See­sei­te pas­sie­ren. Das Bau­ge­sche­hen kann von der Aus­sichts­dü­ne beob­ach­tet wer­den. „Eine Über­schnei­dung mit der Tou­ris­mus­sai­son ist lei­der nicht zu ver­mei­den, da der Sand­ein­bau bis zum Win­ter­halb­jahr fer­tig­ge­stellt wer­den muss. Im Win­ter­halb­jahr erfolgt dann suk­zes­si­ve die Bepflan­zung der Düne mit Strand­ha­fer,” erläu­tert Tho­renz. Die Pla­nun­gen wur­den eng mit der Stadt und dem Staats­bad Nor­der­ney abge­stimmt. Per Fly­er, Bau­schil­der und über das Inter­net sol­len Insel­be­su­cher über die erfor­der­li­chen Arbei­ten und even­tu­el­le Ein­schrän­kun­gen infor­miert werden.

Die Finan­zie­rung des knapp 3,7 Mil­lio­nen Euro teu­ren Vor­ha­bens auf Nor­der­ney erfolgt aus Mit­teln der Bund-Län­der-Gemein­schafts­auf­ga­be zur Ver­bes­se­rung der Agrar­struk­tur und des Küs­ten­schut­zes. Ins­ge­samt ist die Insel Nor­der­ney durch 12,1 Kilo­me­ter Schutz­dü­nen, 10 Kilo­me­ter Haupt­dei­che, ein 4,7 Kilo­me­ter lan­ges Dünen­deck­werk und 32 Buh­nen geschützt.

 

Das Vor­ha­ben im Pro­fil: Die Rand­dü­ne wird auf eine Brei­te von 50 Metern und eine Min­dest­hö­he von 8 Metern über dem Mee­res­spie­gel ver­stärkt und natur­nah gestal­tet (Bild: NLWKN).

 


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CDU-Antrag zur Hin­den­burg­stra­ße in heu­ti­ger Rats­sit­zung erfolgreich

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CDU setzt Auf­he­bung des Umbe­nen­nungs­be­schlus­ses der Hin­den­burg­stra­ße durch

Pres­se­mit­tei­lung der CDU-Frak­ti­on der Stadt Leer

Leer, 26. Febru­ar 2026 – In der heu­ti­gen Sit­zung des Rates der Stadt Leer wur­de eine zen­tra­le poli­ti­sche Ent­schei­dung der ver­gan­ge­nen Mona­te revi­diert. Auf Antrag der CDU-Frak­ti­on hob das Gre­mi­um den bestehen­den Beschluss zur Umbe­nen­nung der Hin­den­burg­stra­ße mehr­heit­lich auf. Damit bleibt der Stra­ßen­na­me erhal­ten, wäh­rend die Dis­kus­si­on um die his­to­ri­sche Ein­ord­nung in eine neue Pha­se geht.

Demo­kra­ti­sche Kor­rek­tur und Bürgerwille

Der Frak­ti­ons­vor­sit­zen­de der CDU im Rat der Stadt Leer, Ulf-Fabi­an Hein­richs­dorff, bezeich­ne­te das Ergeb­nis als eine „wich­ti­ge demo­kra­ti­sche Kor­rek­tur“. Die geplan­te Umbe­nen­nung habe über Mona­te hin­weg zu einer erheb­li­chen Pola­ri­sie­rung inner­halb der Bür­ger­schaft geführt. Laut Hein­richs­dorff habe die CDU das Signal vie­ler Bür­ger ernst genom­men, die sich im bis­he­ri­gen Ent­schei­dungs­pro­zess nicht aus­rei­chend berück­sich­tigt fühlten.

„Demo­kra­tie lebt nicht nur von Mehr­hei­ten, son­dern von Akzep­tanz. Wenn sich gro­ße Tei­le der Bür­ger­schaft nicht mit­ge­nom­men füh­len, muss Poli­tik bereit sein, Ent­schei­dun­gen zu über­prü­fen“, so Heinrichsdorff.

Ein­ord­nung statt Auslöschung

Trotz der Ent­schei­dung gegen die Umbe­nen­nung betont die CDU-Frak­ti­on, dass damit kei­ne Rela­ti­vie­rung der his­to­ri­schen Rol­le Paul von Hin­den­burgs ein­her­ge­he. Hin­den­burg blei­be eine his­to­risch belas­te­te Per­sön­lich­keit, deren Rol­le in der Geschich­te nie­mand verteidige.

Die Frak­ti­on ver­tritt jedoch den Stand­punkt, dass Geschich­te nicht durch das Ent­fer­nen eines Stra­ßen­na­mens ver­schwin­det. Statt­des­sen müs­se sie ein­ge­ord­net und erklärt wer­den. Als sach­ge­rech­ten Weg schlägt die CDU wei­ter­hin eine sicht­ba­re his­to­ri­sche Kon­tex­tua­li­sie­rung vor Ort vor. Ein erläu­tern­des Hin­weis­schild soll künf­tig die not­wen­di­ge Erin­ne­rungs­kul­tur mit den Inter­es­sen der Anwoh­ner in Ein­klang bringen.


Dank an bür­ger­schaft­li­ches Engagement

Beson­de­ren Dank sprach die CDU-Frak­ti­on der Bür­ger­initia­ti­ve Hin­den­burg­stra­ße sowie Sophia Ihnen aus. Deren inten­si­ves Enga­ge­ment habe ver­deut­licht, wie wich­tig Trans­pa­renz, Mit­wir­kung und gegen­sei­ti­ger Respekt im poli­ti­schen Pro­zess für die Men­schen in Leer sind.

Fokus auf den Zusammenhalt

Für die CDU ist die heu­ti­ge Ent­schei­dung kein Zei­chen von Schwä­che, son­dern Aus­druck einer funk­tio­nie­ren­den kom­mu­na­len Demo­kra­tie. Es gehe nun dar­um, den Zusam­men­halt in der Stadt wie­der zu stärken.

„Heu­te geht es nicht um Gewin­ner oder Ver­lie­rer. Es geht um den Zusam­men­halt in unse­rer Stadt. Mit der Auf­he­bung des Beschlus­ses schaf­fen wir die Grund­la­ge für mehr Sach­lich­keit und ein respekt­vol­les Mit­ein­an­der“, erklär­te Hein­richs­dorff abschließend.

Im Sep­tem­ber 2025 unter­streicht die CDU-Frak­ti­on im Stadt­rat Leer ihre geschlos­se­ne Hal­tung zur Bei­be­hal­tung des Stra­ßen­na­mens Hin­den­burg­stra­ße. Hil­trud Rich­mond und der Frak­ti­ons­vor­sit­zen­de Ulf-Fabi­an Hein­richs­dorff beto­nen dabei, dass der klar geäu­ßer­te Wil­le der Anwoh­ner respek­tiert wer­den müs­se, die sich in einer Befra­gung mehr­heit­lich gegen eine Umbe­nen­nung und statt­des­sen für eine his­to­ri­sche Ein­ord­nung aus­ge­spro­chen haben.
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Rat stoppt Umbe­nen­nung der Hin­den­burg­stra­ße nach kon­tro­ver­ser Debatte

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Rat der Stadt Leer kippt Umbe­nen­nung der Hindenburgstraße

Pres­se­mit­tei­lung der FDP-Frak­ti­on der Stadt Leer

Leer, 26. Febru­ar 2026 – In einer emo­ti­ons­ge­la­de­nen Sit­zung hat der Rat der Stadt Leer am heu­ti­gen Don­ners­tag­abend eine weit­rei­chen­de Ent­schei­dung revi­diert. Mit Mehr­heit stimm­ten die Rats­mit­glie­der für einen Antrag der CDU-Frak­ti­on, den ursprüng­li­chen Beschluss zur Umbe­nen­nung der Hin­den­burg­stra­ße auf­zu­he­ben. Damit bleibt der his­to­risch umstrit­te­ne Stra­ßen­na­me vor­erst erhalten.

Erfolg für die Bür­ger­be­tei­li­gung: FDP-Frak­ti­on setzt sich geschlos­sen für Erhalt der Hin­den­burg­stra­ße ein

In der heu­ti­gen Sit­zung des Rates der Stadt Leer wur­de ein ent­schei­den­der Sieg für die Bestän­dig­keit und den Bür­ger­wil­len errun­gen. Mit gro­ßer Mehr­heit (20 Ja-Stim­men gegen 9 Nein-Stim­men bei 7 Ent­hal­tun­gen) folg­te der Rat dem Antrag auf Auf­he­bung des Umbe­nen­nungs­be­schlus­ses für die Hin­den­burg­stra­ße. Die FDP-Frak­ti­on stimm­te dabei geschlos­sen und aus tie­fer Über­zeu­gung für den Erhalt des Straßennamens.

Geschlos­se­ne Hal­tung der Liberalen

Die FDP-Frak­ti­ons­mit­glie­der Sven Albert, Gün­ter Pod­lich und Susan­ne Smit hat­ten bereits im Vor­feld der Ent­schei­dung eine kla­re, ein­heit­li­che Linie ver­tre­ten. Die libe­ra­le Frak­ti­on sah in der geplan­ten Umbe­nen­nung nicht nur einen unver­hält­nis­mä­ßi­gen Ein­griff in die Lebens­welt der Anwoh­ner, son­dern auch eine ver­pass­te Chan­ce für eine reflek­tier­te Erinnerungskultur.

Rück­blick: Wort gehal­ten seit Sep­tem­ber 2025

Bereits vor fünf Mona­ten, als am 25. Sep­tem­ber 2025 eine knap­pe Mehr­heit in gehei­mer Abstim­mung für die Umbe­nen­nung votier­te, bezog die FDP deut­lich Stel­lung. Die Frak­ti­on beton­te damals wie heu­te, dass Paul von Hin­den­burg zwar eine his­to­risch kom­ple­xe und kri­tisch zu betrach­ten­de Per­sön­lich­keit sei, eine Til­gung des Namens aus dem Stadt­bild jedoch der fal­sche Weg wäre.

In ihrem dama­li­gen State­ment und dem heu­ti­gen Dis­kurs unter­strich die FDP:

„Ohne Erin­ne­rung gibt es weder Über­win­dung des Bösen noch Leh­ren für die Zukunft.“ (Roman Herzog)

Argu­men­te für Iden­ti­tät und his­to­ri­sche Einordnung

Die FDP-Frak­ti­on stütz­te ihre Ent­schei­dung auf drei zen­tra­le Säulen:

  1. Respekt vor dem Bür­ger­wil­len: Die Stra­ße ist seit fast 100 Jah­ren Teil des Lebens­um­fel­des. Die Frak­ti­on respek­tiert die per­sön­li­che Iden­ti­fi­ka­ti­on der Anwoh­ner mit ihrer Hei­mat­adres­se und lehnt eine poli­ti­sche Bevor­mun­dung gegen das kla­re Votum der Betrof­fe­nen ab.

  2. His­to­ri­sche Authen­ti­zi­tät: Der Name Hin­den­burg­stra­ße in Loga erin­nert auch an den Besuch des Reichs­prä­si­den­ten im Mai 1927 auf der Even­burg – ein Ereig­nis, das damals ganz Ost­fries­land beweg­te. Die­se loka­le His­to­rie soll­te nicht aus­ge­löscht werden.

  3. Ler­nen statt Ver­drän­gen: Statt eines neu­en Namens for­dert die FDP wei­ter­hin eine reflek­tier­te Erin­ne­rungs­po­li­tik. Ziel bleibt die Instal­la­ti­on einer sicht­ba­ren Hin­weis­ta­fel mit his­to­ri­schem Kon­text direkt an der Frie­dens­kir­che, um die Geschich­te kri­tisch und sicht­bar zu vermitteln.

Ein Sieg der Vernunft

„Wir freu­en uns, dass der Rat heu­te die Grö­ße beses­sen hat, eine Ent­schei­dung zu kor­ri­gie­ren, die in der Bür­ger­schaft zu tie­fem Unfrie­den geführt hat­te“, so die Frak­ti­on nach der Abstim­mung. Beson­ders die hohe Betei­li­gung an der Bür­ger­initia­ti­ve und die über 1.100 Unter­schrif­ten hät­ten gezeigt, dass die Men­schen in Leer Bestän­dig­keit und einen ehr­li­chen Umgang mit der Geschich­te fordern.

Die FDP-Frak­ti­on sieht in dem heu­ti­gen Ergeb­nis eine Bestä­ti­gung ihrer Arbeit: Geschich­te muss aus­ge­hal­ten und erklärt wer­den, anstatt sie durch Umbe­nen­nun­gen in den Hin­ter­grund zu drängen.

Gün­ter Pod­lich und Sven Albert von der FDP-Frak­ti­on der Stadt Leer – Susan­ne Smit fehlt – ste­hen vor dem Schild in der Hin­den­burg­stra­ße. Die FDP hat­te sich klar gegen die Umbe­nen­nung aus­ge­spro­chen. Am 25. Sep­tem­ber 2025 beschloss der Stadt­rat in gehei­mer Abstim­mung mit 29 abge­ge­be­nen Stim­men die Umbe­nen­nung: 15 Stim­men dafür, 14 dage­gen. Damit ist der Beschluss rechts­kräf­tig, und die Stra­ße wird künf­tig einen neu­en Namen erhalten.
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Kli­ni­kum Leer führt bar­geld­lo­ses Park­sys­tem an der Augus­ten­stra­ße ein

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Kli­ni­kum Leer: Über­gangs­park­platz stellt auf bar­geld­lo­ses Schran­ken­sys­tem um

Leer/Ostfriesland – Für Besu­cher und Pati­en­ten des Kli­ni­kums Leer gibt es ab der kom­men­den Woche eine wich­ti­ge Neue­rung bei der Park­platz­nut­zung. Der Über­gangs­park­platz an der Augus­ten­stra­ße 22–28, der auf­grund der Bau­stel­le vor dem Haupt­ein­gang als Aus­weich­flä­che dient, kehrt zum regu­lä­ren Schran­ken­be­trieb zurück.

In den ver­gan­ge­nen Wochen war die Schran­ken­an­la­ge wegen tech­ni­scher Pro­ble­me dau­er­haft geöff­net geblie­ben. Die­se Zeit wur­de genutzt, um das Sys­tem grund­le­gend zu moder­ni­sie­ren. Ab Mit­te nächs­ter Woche ist die Zufahrt wie­der aus­schließ­lich über die Schran­ke mög­lich, wobei die Abwick­lung künf­tig kom­plett bar­geld­los erfolgt.

Ein­fa­cher Ablauf per Karte

Das neue Sys­tem ist auf eine schnel­le und unkom­pli­zier­te Nut­zung aus­ge­legt. Beim Befah­ren des Park­plat­zes wird kein klas­si­sches Ticket mehr gezo­gen. Statt­des­sen hal­ten Nut­zer eine Bank- oder Kre­dit­kar­te an das Lese­ge­rät der Ein­fahrts­säu­le, um Ein­lass zu erhal­ten. Beim Ver­las­sen des Gelän­des wird die­sel­be Kar­te erneut vor­ge­hal­ten. Die Park­ge­büh­ren wer­den auto­ma­tisch berech­net und direkt vom ent­spre­chen­den Kon­to abge­bucht bzw. der Kre­dit­kar­te belastet.

Die Park­ge­büh­ren im Detail

Trotz der tech­ni­schen Umrüs­tung blei­ben die Gebüh­ren trans­pa­rent und bie­ten ins­be­son­de­re Kurz­zeit­parkern Vorteile:

  • Ers­te hal­be Stun­de: kostenlos

  • Ers­te vol­le Stun­de: 1,50 Euro

  • Jede wei­te­re Stun­de: 1,00 Euro

  • 24-Stun­den-Höchst­satz: 8,50 Euro

Durch den Weg­fall des Kas­sen­au­to­ma­ten und die direk­te Kar­ten­zah­lung an der Schran­ke soll der Ver­kehrs­fluss auf dem Gelän­de opti­miert und die Park­platz­su­che für Besu­cher kom­for­ta­bler gestal­tet werden.

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Media­da­ten – Face­book­sei­te „Wir Leeraner“ Ein Ange­bot des LeserECHO-Verlags Die Face­book­sei­te „Wir Leera­ner“ ist die reich­wei­ten­star­ke Social-Media-Platt­form des Lese­r­ECHO-Ver­lags für...

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Mit SEO erfolg­reich in Deutsch­land: Wie nie­der­län­di­sche Unter­neh­men vom Lese­r­ECHO-Por­tal profitieren

Erfolg­reich in Deutsch­land: Wie nie­der­län­di­sche Unter­neh­men mit SEO durchstarten Die Digi­ta­li­sie­rung macht es für Unter­neh­men immer ein­fa­cher, über Län­der­gren­zen hin­weg...

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Fir­men­events in Ost­fries­land & Ems­land: Per­fekt pla­nen und erfolg­reich umsetzen

Fir­men­events pla­nen in Ost­fries­land und Ems­land: Wich­ti­ge Tipps und krea­ti­ve Ideen Ein gelun­ge­nes Fir­men­event kann die Mar­ken­be­kannt­heit stei­gern, Kun­den bin­den und...

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Mar­ke­ting: Geschäfts­er­öff­nung: So wird Ihr Event zum unver­gess­li­chen Erlebnis!

Per­fek­te Pla­nung für Ihre Geschäfts­er­öff­nung, Fir­mener­wei­te­rung oder Ihr Firmenjubiläum Eine erfolg­rei­che Geschäfts­er­öff­nung, eine Erwei­te­rung oder ein Fir­men­ju­bi­lä­um sind idea­le Anläs­se,...

Veranstaltung

Digi­ta­ler Schutz: VHS Leer klärt über Online-Betrug auf

Sicher im Netz: VHS Leer klärt über Online-Betrug auf Die Digi­ta­li­sie­rung bie­tet unzäh­li­ge Mög­lich­kei­ten, birgt jedoch auch wach­sen­de Gefah­ren. Betrü­ge­ri­sche...

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Knei­pen­fes­ti­val Leer Live: DJ-Beats und Saxo­fon im 360 Grad

DJ Casa & Tobi­as Leon Hacker: Ein ein­ge­spiel­tes Team In der Müh­len­stra­ße 36–38 erwar­tet die Besu­cher von 21:00 bis 24:00 Uhr...

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The Air­let­tes prä­sen­tie­ren Swing-Inter­pre­ta­tio­nen der Neun­zi­ger­jah­re in Leer

Ein musi­ka­li­scher Dream­li­ner gefäl­lig? The Air­let­tes laden zum Swing-Flug ins SparkassenForum Leer. Wer am Mitt­woch, den 4. März 2026, das...

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Balls­ha­ker brin­gen die AC/DC Expe­ri­ence zum Knei­pen­fes­ti­val Leer Live!

Das Knei­pen­fes­ti­val „Leer Live!“ ver­wan­delt die Innen­stadt am 7. März 2026 erneut in eine musi­ka­li­sche Erleb­nis­mei­le mit ins­ge­samt 12 Kon­zer­ten...

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Rock-For­ma­ti­on Accu­ra­cy gas­tiert beim Knei­pen­fes­ti­val Leer Live im Celona

Leer Live! 2026: Rock-Power im Celo­na – „Accu­ra­cy“ ver­spricht 100 % schla­ger­freie Zone Die Leera­ner Innen­stadt ver­wan­delt sich am 7. März...

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Acht Auto­häu­ser prä­sen­tie­ren Trends auf der Leera­ner Auto­schau 2026

Acht Auto­häu­ser, ein Ziel: Die Leera­ner Auto­schau 2026 lädt zum Ent­de­cken ein Am Sonn­tag, den 1. März 2026, ver­wan­delt sich Leer...

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Ers­tes Coun­try Fest im Live Music Cen­ter Hin­te angekündigt

Coun­try Fest 2026: Wil­der Wes­ten zieht ins Live Music Cen­ter Hin­te ein Am 21. März 2026 ver­wan­delt sich das Live Music...

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Ver­kaufs­of­fe­ner Sonn­tag in Moorm­er­land bie­tet Früh­jahrs­trends und Wohndesign

Früh­lings­er­wa­chen in Moorm­er­land: Ver­kaufs­of­fe­ner Sonn­tag bei Möbel­haus Thiems und flo­ra & fauna Moorm­er­land. Wäh­rend der Win­ter sich lang­sam ver­ab­schie­det, set­zen das...

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Leer Live 2026: Zwölf Kon­zer­te in zwölf Locations

Leer Live! 2026: Das Knei­pen­fes­ti­val ver­wan­delt die Innen­stadt in eine Konzertmeile LEER – Nach dem beein­dru­cken­den Erfolg der Neu­auf­la­ge im...

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Hei­mat­büh­ne Bin­gum bringt platt­deut­sche Komö­die auf die Bühne

Vor­hang auf in Bin­gum: Pre­mie­re für platt­deut­sche Komö­die „Bi Rön­ne­kamp is Utverkop“ BINGUM – Für die Hei­mat­büh­ne Bin­gum beginnt die...