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125.000 Kubik­me­ter Sand zusätz­lich zum Schutz von Norderney

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Küs­ten­schutz: Ereig­nis­rei­che Sturm­flut­sai­son sorgt für Handlungsbedarf

Norden/Norderney.   Die mehr als 20 leich­ten Sturm­flu­ten des zurück­lie­gen­den Win­ters sind auch an Nor­der­ney nicht spur­los vor­über­ge­gan­gen: Rund 125.000 Kubik­me­ter Sand, so die Pro­gno­se des Nie­der­säch­si­schen Lan­des­be­triebs für Was­ser­wirt­schaft, Küs­ten- und Natur­schutz (NLWKN), sind für die Ver­stär­kung der Schutz­dü­ne vor der Nor­der­ney­er Kugel­ba­ke erfor­der­lich, um das hohe Schutz­ni­veau der Insel auch über die kom­men­den Stür­me hin­weg zu erhal­ten. Nach Pfings­ten sol­len mit der Kampf­mit­tel­son­die­rung die ers­ten Arbei­ten im Auf­trag des NLWKN begin­nen. Ein Abschluss des Küs­ten­schutz­pro­jekts ist bis Sep­tem­ber vorgesehen.

Die Abbruch­kan­te der Schutz­dü­ne vor der Kugel­ba­ke nach den Sturm­flu­ten des letz­ten Win­ters (Bild: NLWKN).

„Das zurück­lie­gen­de ereig­nis­rei­che Win­ter­halb­jahr hat an der Schutz­dü­ne an der Kugel­ba­ke zu Dünen­ab­brü­chen von bereichs­wei­se mehr als 20 Metern geführt”, erläu­tert Prof. Frank Tho­renz, Lei­ter der für die Ost­frie­si­schen Inseln zustän­di­gen NLW­KN-Betriebs­stel­le in Nor­den. Der betrof­fe­ne 1.300 Meter lan­ge Dünen­be­reich beginnt im Bereich der Buh­ne X1 und reicht bis zum Strand­bad an der Weis­sen Düne. Die Schutz­dü­ne sichert den öst­li­chen Teil der Orts­la­ge und das Trink­was­ser­ge­win­nungs­ge­biet von Nor­der­ney vor Über­flu­tun­gen durch Sturm­flu­ten. Sie spielt des­halb eine wich­ti­ge Rol­le für den Küs­ten­schutz auf der Insel.

„Der Rest­brei­te der Rand­dü­ne beträgt auf einer Höhe von acht Metern teil­wei­se nur noch 15 Meter und ist damit deut­lich zu schmal, um ihre Funk­ti­on für den Sturm­flut­schutz zu erfül­len”, erläu­tert Tho­renz. Ursa­che für die aktu­ell star­ken Dünen­ab­brü­che sei­en sehr nied­ri­ge und schma­le Strän­de, die durch eine der­zeit nicht aus­rei­chen­de Sand­ver­sor­gung die­ses Insel­be­reichs ver­ur­sacht wür­den. „Im Bereich der Kugel­ba­ke errei­chen Sand­bän­ke aus dem Riff­bo­gen des Nor­der­ney­er See­gats mit Inter­val­len von etwa ein bis zwei Jahr­zehn­ten die Insel. Der­zeit lie­gen die­se noch deut­lich vor der Insel, so dass mit wei­te­ren Dünen­ab­brü­chen in Sturm­flu­ten zu rech­nen ist”, erklärt der Küs­ten­schutz­ex­per­te. Eine ähn­li­che Situa­ti­on führ­te im Win­ter 1980/81 zu einem Dünen­durch­bruch der Rand­dü­ne. Die­se konn­te in den Fol­ge­jah­ren mit gro­ßen Anstren­gun­gen wie­der geschlos­sen werden.

Um die Funk­ti­ons­fä­hig­keit der Düne wie­der­her­zu­stel­len, muss die­se bis zum nächs­ten Win­ter­halb­jahr ver­stärkt wer­den. „Hier­zu nut­zen wir den gesam­ten Schutz­dü­nen­be­reich aus, der aus zwei Dünen­ket­ten besteht. Auf die­se Wei­se bau­en wir auch für den Fall wei­te­rer Dünen­ab­brü­che vor,” so Tho­renz. Die see­sei­ti­ge Dünen­ket­te soll durch Ein­bau von Sand auf einer Gesamt­stre­cke von knapp 900 Metern auf eine Brei­te von 50 Metern ver­stärkt wer­den. Zusätz­lich wer­den an der lücken­haf­ten süd­li­chen Dünen­ket­te, in der auch die Aus­sichts­platt­form an der Thalas­so­dü­ne liegt, an drei Stel­len Ver­stär­kun­gen vor­ge­nom­men. Eine aus­rei­chen­de Brei­te der Schutz­dü­ne soll damit den Über­flu­tungs­schutz selbst bei Ver­sa­gen des nörd­li­chen Dünen­rie­gels sicherstellen.

Ori­en­tie­rung an natür­li­chen Prozessen

Bei sei­nen Küs­ten­schutz­vor­ha­ben auf den Inseln ver­folgt der NLWKN das Ziel, Schutz­maß­nah­men für Schutz­dü­nen im beson­ders wert­vol­len Natur­raum des Natio­nal­parks an den natür­lich ablau­fen­den Pro­zes­sen zu ori­en­tier­ten. Der Bau mas­si­ver Küs­ten­schutz­an­la­gen soll in die­sem sen­si­blen Umfeld soweit mög­lich ver­mie­den wer­den. Um eine opti­ma­le Ein­bin­dung in das Land­schafts­bild zu errei­chen, wer­den die Dünen mit unter­schied­li­chen Böschungs­nei­gun­gen und Höhen gestal­tet. Zusätz­lich erfolgt eine Abde­ckung mit ört­lich gewon­ne­nem vege­ta­ti­ons­rei­chen Ober­bo­den sowie eine Bepflan­zung mit Strand­ha­fer, um eine stand­ort­ty­pi­sche Vege­ta­ti­on zu errei­chen. Inner­halb des zwi­schen den bei­den Dünen­rie­geln gele­ge­nen Tales wer­den wei­ter­hin im Rah­men einer Kom­pen­sa­ti­ons­maß­nah­me künst­li­che Sand­fang­zäu­ne ent­fernt, um die Natur­nä­he des Tals zu verbessern.

Der Sand für die Nor­der­ney­er Dünen­ver­stär­kung wird mit einem Spe­zi­al­schiff, einem soge­nann­ten Lade­raum­saug­bag­ger, west­lich von Nor­der­ney an der Rob­ben­p­la­te sowie im Fahr­was­ser des Dove­tiefs gewon­nen. Das Spe­zi­al­schiff trans­por­tiert das wert­vol­le Bau­ma­te­ri­al in das See­ge­biet unmit­tel­bar west­lich des Ver­stär­kungs­be­rei­ches. Dort ver­bin­det es sich über eine Kop­pel­sta­ti­on mit einer 350 Meter lan­gen Spüll­ei­tung und pumpt den Sand zunächst in ein Depot an den Strand. Von dort wird er mit gelän­de­gän­gi­gen Spe­zi­al­fahr­zeu­gen in die Ver­stär­kungs­be­rei­che trans­por­tiert und mit Bag­gern profiliert.

Beginn im Juni

Die Maß­nah­me soll noch im Juni begin­nen. „Zunächst wird die Spüll­ei­tung antrans­por­tiert, am Strand mon­tiert und anschlie­ßend auf dem Mee­res­grund posi­tio­niert”, erklärt NLW­KN-Pro­jekt­lei­ter Theo van Hoorn. Danach wird der Lade­raum­saug­bag­ger „Chris­to­pho­rus” der vom NLWKN beauf­tra­gen Spe­zi­al­fir­ma Van den Herik GmbH bei der Arbeit vor der Insel zu beob­ach­ten sein. Das Schiff fasst knapp 1.000 Kubik­me­ter Sand.

„Der Auf­spül­be­reich selbst muss auf­grund der mög­li­chen Gefah­ren wäh­rend des Spül­be­triebs voll­stän­dig gesperrt wer­den”, erläu­tert van Hoorn. Die Insel­gäs­te kön­nen das Depot an der See­sei­te pas­sie­ren. Das Bau­ge­sche­hen kann von der Aus­sichts­dü­ne beob­ach­tet wer­den. „Eine Über­schnei­dung mit der Tou­ris­mus­sai­son ist lei­der nicht zu ver­mei­den, da der Sand­ein­bau bis zum Win­ter­halb­jahr fer­tig­ge­stellt wer­den muss. Im Win­ter­halb­jahr erfolgt dann suk­zes­si­ve die Bepflan­zung der Düne mit Strand­ha­fer,” erläu­tert Tho­renz. Die Pla­nun­gen wur­den eng mit der Stadt und dem Staats­bad Nor­der­ney abge­stimmt. Per Fly­er, Bau­schil­der und über das Inter­net sol­len Insel­be­su­cher über die erfor­der­li­chen Arbei­ten und even­tu­el­le Ein­schrän­kun­gen infor­miert werden.

Die Finan­zie­rung des knapp 3,7 Mil­lio­nen Euro teu­ren Vor­ha­bens auf Nor­der­ney erfolgt aus Mit­teln der Bund-Län­der-Gemein­schafts­auf­ga­be zur Ver­bes­se­rung der Agrar­struk­tur und des Küs­ten­schut­zes. Ins­ge­samt ist die Insel Nor­der­ney durch 12,1 Kilo­me­ter Schutz­dü­nen, 10 Kilo­me­ter Haupt­dei­che, ein 4,7 Kilo­me­ter lan­ges Dünen­deck­werk und 32 Buh­nen geschützt.

 

Das Vor­ha­ben im Pro­fil: Die Rand­dü­ne wird auf eine Brei­te von 50 Metern und eine Min­dest­hö­he von 8 Metern über dem Mee­res­spie­gel ver­stärkt und natur­nah gestal­tet (Bild: NLWKN).

 


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Fri­seur­hand­werk: Neue gesetz­li­che Maß­nah­men gegen Schwarz­ar­beit und unlau­te­ren Wettbewerb

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„Wir wol­len fai­ren Wett­be­werb“: Fri­seur­hand­werk dankt Git­ta Con­ne­mann für Ein­satz gegen Schwarzarbeit

WEENER / HOLTHUSEN – Fri­seur­meis­ter Hei­ner Hei­jen ist in Ost­fries­land eine Insti­tu­ti­on. Seit fast 60 Jah­ren ste­hen sei­ne Fami­lie und er für her­vor­ra­gen­des Hand­werk. Die Lei­den­schaft, die Vater Ger­hard Hei­jen in den 1960er Jah­ren mit einem Salon in Wee­ner-Hol­thusen begrün­de­te, füh­ren heu­te Toch­ter Sil­ke Hei­jen-Bert­ram und Sohn Hei­ner fort.

Hei­ner Hei­jen enga­giert sich weit über den eige­nen Betrieb hin­aus ehren­amt­lich für das Hand­werk. Als Kreis­hand­werks­meis­ter sowie Ober­meis­ter und stell­ver­tre­ten­der Lan­des­in­nungs­meis­ter gibt er dem Fri­seur­hand­werk lan­des­weit Gesicht und Stim­me. Im Namen der mehr als 80.000 Bran­chen­an­ge­hö­ri­gen dank­te er nun der CDU-Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­ten Git­ta Con­ne­mann für ihren maß­geb­li­chen Ein­satz gegen Schwarzarbeit.

Auf­nah­me in das Schwarzarbeitsbekämpfungsgesetz

Das Fri­seur- und Kos­me­tik­hand­werk ist wie kaum eine ande­re Bran­che von ille­ga­ler Beschäf­ti­gung betrof­fen. Auf aus­drück­li­chen Wunsch der Betrie­be wur­de das Gewer­be mit der Novel­le des Schwarz­ar­beits­be­kämp­fungs­ge­set­zes nun in den Kata­log der Schwer­punkt­bran­chen auf­ge­nom­men. Git­ta Con­ne­mann hat­te sich dafür in den poli­ti­schen Ver­hand­lun­gen inten­siv stark gemacht – mit Erfolg.

Zusam­men mit Bür­ger­meis­ter Hei­ko Abbas besuch­te die Abge­ord­ne­te Hei­jen in sei­nem Salon „Art Fri­sör“ in Hol­thusen. „Ehr­li­che Betrie­be ver­lie­ren durch Schwarz­ar­beit Auf­trä­ge, Arbeits­plät­ze sind gefähr­det und dem Staat ent­ge­hen Aber­mil­li­ar­den an Ein­nah­men“, beton­te Con­ne­mann vor Ort. „Schwarz­ar­beit ist kein Kava­liers­de­likt, son­dern ein Schlag ins Gesicht derer, die täg­lich Ver­ant­wor­tung über­neh­men und ihre Steu­ern zahlen.“

Kla­re Regeln für fai­ren Wettbewerb

Das Gesetz zur Moder­ni­sie­rung und Digi­ta­li­sie­rung der Schwarz­ar­beits­be­kämp­fung schafft einen Rah­men, um Büro­kra­tie abzu­bau­en und gezielt dort ein­zu­grei­fen, wo Schwarz­ar­beit flo­riert. Für Fri­seur­sa­lons, Bar­ber­shops und Nagel­stu­di­os bedeu­tet die Ein­stu­fung als Schwer­punkt­bran­che künf­tig stren­ge­re Vorgaben:

  • Mit­füh­rungs­pflicht des Aus­wei­ses für Beschäftigte

  • Sofort­mel­dung neu­er Mitarbeiter

  • Ordent­li­che Erfas­sung der Arbeitszeiten

  • Sau­be­re Kassenführung

Hei­ner Hei­jen und sei­ne Kol­le­gen begrü­ßen die­se Schrit­te aus­drück­lich. „Wir wol­len zei­gen, dass wir sau­ber arbei­ten. Wir wol­len fai­ren Wett­be­werb und glei­che Regeln für alle“, stellt der Ober­meis­ter klar.

Rücken­wind für das regio­na­le Handwerk

Auch Bür­ger­meis­ter Hei­ko Abbas sieht in der Geset­zes­än­de­rung einen Gewinn für die Kom­mu­ne: „In unse­rer Stadt gibt es vie­le inno­va­ti­ve Hand­werks­be­trie­be, die mit Lei­den­schaft geführt wer­den. Es ist wich­tig, dass sie gegen unlau­te­ren Wett­be­werb geschützt werden.“

Für Git­ta Con­ne­mann bleibt das Ziel klar: Den­je­ni­gen den Rücken zu stär­ken, die als „Künst­ler des All­tags“ den Men­schen Selbst­be­wusst­sein schen­ken. Durch die neu­en gesetz­li­chen Maß­nah­men erhält das Fri­seur­hand­werk nun den Schutz vor Wett­be­werbs­ver­zer­rung, den es für eine siche­re Zukunft benötigt.

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Neu­eröff­nung in Wes­t­ov­er­le­din­gen: Wohl­füh­len und Sty­ling im „Bar­ber­shop & Fri­seur Salon Laven­der“

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Kunst­haus Leer: Schü­ler des TGG und UEG prä­sen­tie­ren ost­frie­si­sche Landschaften

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Ost­frie­si­sche Land­schaf­ten: Kunst­haus Leer zeigt Schülerarbeiten

Leer – Vom 20. bis zum 22. Febru­ar wird das Kunst­haus Leer zum Schau­platz einer beson­de­ren Begeg­nung zwi­schen eta­blier­ter Kunst und jun­gen Talen­ten. Unter dem Titel „Ost­frie­si­sche Land­schaf­ten“ wer­den Arbei­ten von Schü­le­rin­nen und Schü­lern des Teletta-Groß- und des Ubbo-Emmi­us-Gym­na­si­ums prä­sen­tiert. Die Wer­ke sind das Ergeb­nis einer inten­si­ven Aus­ein­an­der­set­zung mit der aktu­el­len Aus­stel­lung „Samm­lungs­prä­sen­ta­ti­on. Neue Wer­ke II“, die Bil­der nam­haf­ter Künst­ler wie Hil­ke Deut­scher, Her­bert Mül­ler, Ahl­rich van Ohlen und Uwe Schier­holz zeigt.

Dem The­ma „Land­schaft“ des lau­fen­den Schul­halb­jah­res ent­spre­chend, wid­me­ten sich die Teil­neh­men­den des Kunst­leis­tungs­kur­ses unter der Lei­tung der Leh­re­rin Bar­ba­ra von Kame­ke gezielt ost­frie­si­schen Dar­stel­lun­gen. Inspi­riert von den Wer­ken Deut­schers und Mül­lers skiz­zier­ten die Jugend­li­chen vor Ort ihre Ein­drü­cke, um die­se im anschlie­ßen­den Unter­richt in eigen­stän­di­ge Kom­po­si­tio­nen zu überführen.

Das Ergeb­nis sind 19 beein­dru­cken­de Bil­der in den Tech­ni­ken Aqua­rell, Acryl, Öl und Lin­ol­druck. Die­se wer­den am 21. und 22. Febru­ar jeweils von 14 bis 17 Uhr Sei­te an Sei­te mit den Wer­ken der pro­fes­sio­nel­len Künst­ler gezeigt. Die offi­zi­el­le Eröff­nung fin­det am Frei­tag, den 20. Febru­ar, um 16 Uhr statt. Alle Inter­es­sier­ten sind herz­lich ein­ge­la­den, sich ein Bild von der krea­ti­ven Schaf­fens­kraft der regio­na­len Schü­ler zu machen.

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Gesund­heits­mi­nis­ter Dr. Andre­as Phil­ip­pi dis­ku­tiert ärzt­li­che Ver­sor­gung in Bunde

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Gesund­heits­mi­nis­ter Phil­ip­pi in Bun­de: Lösungs­an­sät­ze gegen den Hausärztemangel

Bun­de. Die Sicher­stel­lung der haus­ärzt­li­chen Ver­sor­gung im länd­li­chen Raum bleibt eine der drän­gends­ten Auf­ga­ben der Lan­des­po­li­tik. Bei einer gut besuch­ten Dis­kus­si­ons­ver­an­stal­tung in der Dorf­ge­mein­schafts­an­la­ge Bun­de ver­deut­lich­te Nie­der­sach­sens Gesund­heits­mi­nis­ter Dr. Andre­as Phil­ip­pi vor rund 120 inter­es­sier­ten Bür­gern und Fach­leu­ten, dass eine rei­ne Erhö­hung der Arzt­quo­te allein nicht aus­rei­chen wird. Neben mehr Medi­zi­nern for­der­te der Minis­ter vor allem eine effi­zi­en­te­re Steue­rung der Patientenströme.

Ein­ge­la­den hat­ten die SPD-Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­te Anja Troff-Schaffar­zyk und der Land­tags­ab­ge­ord­ne­te Nico Blo­em. Letz­te­rer beton­te bereits zur Begrü­ßung die hohe emo­tio­na­le Rele­vanz des The­mas: Der Man­gel belas­te nicht nur die Pati­en­ten, son­dern füh­re auch bei Ärz­ten und Pra­xis­be­leg­schaf­ten zu einer mas­si­ven Überlastung.

Bes­se­re Steue­rung und digi­ta­le Unterstützung

Minis­ter Phil­ip­pi räum­te ein, dass auf­grund der Über­al­te­rung der Ärz­te­schaft und ver­än­der­ter Berufs­ein­stel­lun­gen – weg von der 80-Stun­den-Woche, hin zu einer bes­se­ren Work-Life-Balan­ce – mehr Medi­zi­ner aus­ge­bil­det wer­den müs­sen. Ein zen­tra­les Pro­blem sieht er jedoch in der hohen Fre­quenz der Pra­xis­be­su­che. „Es ist ent­schei­dend, dass wir den Erst­kon­takt ver­bes­sern. Mit einer bes­se­ren Steue­rung kön­nen wir die Zahl der Besu­che deut­lich ver­rin­gern“, so Philippi.

Als Schlüs­sel zur Ent­las­tung nann­te er:

  • Tele­me­di­zin und KI: Ein­satz moder­ner Tech­no­lo­gien zur Vor­ab-Dia­gno­se und Beratung.

  • Büro­kra­tie­ab­bau: Redu­zie­rung des admi­nis­tra­ti­ven Auf­wands, damit wie­der mehr Zeit für die Pati­en­ten bleibt.

  • Koope­ra­ti­on: Eine enge Zusam­men­ar­beit mit der Kas­sen­ärzt­li­chen Ver­ei­ni­gung (KV), um die Struk­tu­ren zukunfts­fä­hig zu machen.

Trotz der bekann­ten Schwach­stel­len hielt der Minis­ter fest: „Wir haben ein exzel­len­tes Gesund­heits­sys­tem. Das muss an die­ser Stel­le auch ein­mal gesagt werden.“

Deut­li­che Kri­tik aus der Ärzteschaft

In der anschlie­ßen­den Dis­kus­si­on nah­men die anwe­sen­den Medi­zi­ner kein Blatt vor den Mund. Sie kri­ti­sier­ten scharf, dass in den ver­gan­ge­nen Jahr­zehn­ten ver­säumt wur­de, aus­rei­chend Stu­di­en­plät­ze zu schaf­fen. Zudem schil­der­ten sie ein­dring­lich, wie unkla­re Zustän­dig­kei­ten und über­bor­den­de Büro­kra­tie den Pra­xis­all­tag läh­men und wert­vol­le Behand­lungs­zeit kosten.

Nico Blo­em ver­sprach zum Abschluss der Ver­an­stal­tung, das The­ma wei­ter­hin mit hoher Prio­ri­tät zu ver­fol­gen: „Mich treibt die ärzt­li­che Grund­ver­sor­gung sehr um. Wir wis­sen um die Her­aus­for­de­run­gen und müs­sen die­se gemein­sam anpa­cken.“ Er unter­strich sein Ziel, eine ver­läss­li­che Ver­sor­gung im Wahl­kreis dau­er­haft sicherzustellen.

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Leer Live 2026: Zwölf Kon­zer­te in zwölf Locations

Leer Live! 2026: Das Knei­pen­fes­ti­val ver­wan­delt die Innen­stadt in eine Konzertmeile LEER – Nach dem beein­dru­cken­den Erfolg der Neu­auf­la­ge im...

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Hei­mat­büh­ne Bin­gum bringt platt­deut­sche Komö­die auf die Bühne

Vor­hang auf in Bin­gum: Pre­mie­re für platt­deut­sche Komö­die „Bi Rön­ne­kamp is Utverkop“ BINGUM – Für die Hei­mat­büh­ne Bin­gum beginnt die...

Veranstaltung

15 Jah­re LAKESIDE PARK – Ost­fries­lands Sound fei­ert Jubiläum

15 Jah­re LAKESIDE PARK – Jubi­lä­ums­kon­zert bei frei­em Eintritt Seit 15 Jah­ren steht LAKESIDE PARK für hand­ge­mach­te Live­mu­sik mit Cha­rak­ter....

Veranstaltung

101 Jah­re Lebens­weg: Ein Abend für Albrecht Weinberg

Ein Jahr­hun­dert Zeit­ge­schich­te: Film­vor­füh­rung zum 101. Geburts­tag von Albrecht Weinberg Ein beson­de­res Jubi­lä­um wirft sei­ne Schat­ten vor­aus: Albrecht Wein­berg, der...

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Start­schuss in der Nord­see­hal­le: Die Emder Eis­zeit ist eröffnet

Eis frei in Emden: Das Win­ter-High­light in der Nord­see­hal­le ist zurück! Drau­ßen herrscht das typi­sche Janu­ar-Grau, doch in der Nord­see­hal­le...

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Bewe­gen­des Histo­ry-Tel­ling: Das Grenz­gän­ger-Pro­jekt live in Jemgum

Musi­ka­li­sches Mahn­mal: „Grenz­gän­ger“ am 24. Janu­ar im Bür­ger­haus Jemgum Ein Trio, drei Jahr­zehn­te Freund­schaft und Geschich­ten, die nicht ver­stum­men dür­fen:...

Veranstaltung

Klas­sik-High­light zum Jah­res­start: Neu­jahrs­kon­zert im Thea­ter an der Blinke

Ein­tritt frei: Sin­fo­ni­scher Jah­res­auf­takt: Col­le­gi­um Musi­cum lädt zum Neujahrskonzert  Am kom­men­den Sams­tag ver­wan­delt sich das Thea­ter an der Blin­ke in...

Lokal

Geden­ken in Leer: Ein Zei­chen gegen das Ver­ges­sen setzen

Foto der Gedenk­ver­an­stal­tung in 2025: SPD Leer „Ver­ant­wor­tung für das Hier und Jetzt“: Leer gedenkt der Opfer des Nationalsozialismus LEER. Am...

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Gro­ßer Kunst­hand­wer­ker­markt bei Opel Kem­per in Meppen

Krea­ti­vi­tät trifft Tra­di­ti­on: Gro­ßer Kunst­hand­wer­ker­markt bei Opel Kem­per in Meppen Ein Hauch von Früh­ling zieht ein! Am Sonn­tag, dem 22....

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Ja-Wort in Sicht? Inspi­ra­ti­on auf der 23. Leera­ner Hochzeitsmesse

WICHTIGE INFO: Absa­ge der 23. Leera­ner Hochzeitsmesse    Schlech­te Nach­rich­ten für alle Ver­lieb­ten und Pla­nungs-Pro­fis: Auf­grund des mas­si­ven Win­ter­ein­bruchs und...