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125.000 Kubik­me­ter Sand zusätz­lich zum Schutz von Norderney

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Küs­ten­schutz: Ereig­nis­rei­che Sturm­flut­sai­son sorgt für Handlungsbedarf

Norden/Norderney.   Die mehr als 20 leich­ten Sturm­flu­ten des zurück­lie­gen­den Win­ters sind auch an Nor­der­ney nicht spur­los vor­über­ge­gan­gen: Rund 125.000 Kubik­me­ter Sand, so die Pro­gno­se des Nie­der­säch­si­schen Lan­des­be­triebs für Was­ser­wirt­schaft, Küs­ten- und Natur­schutz (NLWKN), sind für die Ver­stär­kung der Schutz­dü­ne vor der Nor­der­ney­er Kugel­ba­ke erfor­der­lich, um das hohe Schutz­ni­veau der Insel auch über die kom­men­den Stür­me hin­weg zu erhal­ten. Nach Pfings­ten sol­len mit der Kampf­mit­tel­son­die­rung die ers­ten Arbei­ten im Auf­trag des NLWKN begin­nen. Ein Abschluss des Küs­ten­schutz­pro­jekts ist bis Sep­tem­ber vorgesehen.

Die Abbruch­kan­te der Schutz­dü­ne vor der Kugel­ba­ke nach den Sturm­flu­ten des letz­ten Win­ters (Bild: NLWKN).

„Das zurück­lie­gen­de ereig­nis­rei­che Win­ter­halb­jahr hat an der Schutz­dü­ne an der Kugel­ba­ke zu Dünen­ab­brü­chen von bereichs­wei­se mehr als 20 Metern geführt”, erläu­tert Prof. Frank Tho­renz, Lei­ter der für die Ost­frie­si­schen Inseln zustän­di­gen NLW­KN-Betriebs­stel­le in Nor­den. Der betrof­fe­ne 1.300 Meter lan­ge Dünen­be­reich beginnt im Bereich der Buh­ne X1 und reicht bis zum Strand­bad an der Weis­sen Düne. Die Schutz­dü­ne sichert den öst­li­chen Teil der Orts­la­ge und das Trink­was­ser­ge­win­nungs­ge­biet von Nor­der­ney vor Über­flu­tun­gen durch Sturm­flu­ten. Sie spielt des­halb eine wich­ti­ge Rol­le für den Küs­ten­schutz auf der Insel.

„Der Rest­brei­te der Rand­dü­ne beträgt auf einer Höhe von acht Metern teil­wei­se nur noch 15 Meter und ist damit deut­lich zu schmal, um ihre Funk­ti­on für den Sturm­flut­schutz zu erfül­len”, erläu­tert Tho­renz. Ursa­che für die aktu­ell star­ken Dünen­ab­brü­che sei­en sehr nied­ri­ge und schma­le Strän­de, die durch eine der­zeit nicht aus­rei­chen­de Sand­ver­sor­gung die­ses Insel­be­reichs ver­ur­sacht wür­den. „Im Bereich der Kugel­ba­ke errei­chen Sand­bän­ke aus dem Riff­bo­gen des Nor­der­ney­er See­gats mit Inter­val­len von etwa ein bis zwei Jahr­zehn­ten die Insel. Der­zeit lie­gen die­se noch deut­lich vor der Insel, so dass mit wei­te­ren Dünen­ab­brü­chen in Sturm­flu­ten zu rech­nen ist”, erklärt der Küs­ten­schutz­ex­per­te. Eine ähn­li­che Situa­ti­on führ­te im Win­ter 1980/81 zu einem Dünen­durch­bruch der Rand­dü­ne. Die­se konn­te in den Fol­ge­jah­ren mit gro­ßen Anstren­gun­gen wie­der geschlos­sen werden.

Um die Funk­ti­ons­fä­hig­keit der Düne wie­der­her­zu­stel­len, muss die­se bis zum nächs­ten Win­ter­halb­jahr ver­stärkt wer­den. „Hier­zu nut­zen wir den gesam­ten Schutz­dü­nen­be­reich aus, der aus zwei Dünen­ket­ten besteht. Auf die­se Wei­se bau­en wir auch für den Fall wei­te­rer Dünen­ab­brü­che vor,” so Tho­renz. Die see­sei­ti­ge Dünen­ket­te soll durch Ein­bau von Sand auf einer Gesamt­stre­cke von knapp 900 Metern auf eine Brei­te von 50 Metern ver­stärkt wer­den. Zusätz­lich wer­den an der lücken­haf­ten süd­li­chen Dünen­ket­te, in der auch die Aus­sichts­platt­form an der Thalas­so­dü­ne liegt, an drei Stel­len Ver­stär­kun­gen vor­ge­nom­men. Eine aus­rei­chen­de Brei­te der Schutz­dü­ne soll damit den Über­flu­tungs­schutz selbst bei Ver­sa­gen des nörd­li­chen Dünen­rie­gels sicherstellen.

Ori­en­tie­rung an natür­li­chen Prozessen

Bei sei­nen Küs­ten­schutz­vor­ha­ben auf den Inseln ver­folgt der NLWKN das Ziel, Schutz­maß­nah­men für Schutz­dü­nen im beson­ders wert­vol­len Natur­raum des Natio­nal­parks an den natür­lich ablau­fen­den Pro­zes­sen zu ori­en­tier­ten. Der Bau mas­si­ver Küs­ten­schutz­an­la­gen soll in die­sem sen­si­blen Umfeld soweit mög­lich ver­mie­den wer­den. Um eine opti­ma­le Ein­bin­dung in das Land­schafts­bild zu errei­chen, wer­den die Dünen mit unter­schied­li­chen Böschungs­nei­gun­gen und Höhen gestal­tet. Zusätz­lich erfolgt eine Abde­ckung mit ört­lich gewon­ne­nem vege­ta­ti­ons­rei­chen Ober­bo­den sowie eine Bepflan­zung mit Strand­ha­fer, um eine stand­ort­ty­pi­sche Vege­ta­ti­on zu errei­chen. Inner­halb des zwi­schen den bei­den Dünen­rie­geln gele­ge­nen Tales wer­den wei­ter­hin im Rah­men einer Kom­pen­sa­ti­ons­maß­nah­me künst­li­che Sand­fang­zäu­ne ent­fernt, um die Natur­nä­he des Tals zu verbessern.

Der Sand für die Nor­der­ney­er Dünen­ver­stär­kung wird mit einem Spe­zi­al­schiff, einem soge­nann­ten Lade­raum­saug­bag­ger, west­lich von Nor­der­ney an der Rob­ben­p­la­te sowie im Fahr­was­ser des Dove­tiefs gewon­nen. Das Spe­zi­al­schiff trans­por­tiert das wert­vol­le Bau­ma­te­ri­al in das See­ge­biet unmit­tel­bar west­lich des Ver­stär­kungs­be­rei­ches. Dort ver­bin­det es sich über eine Kop­pel­sta­ti­on mit einer 350 Meter lan­gen Spüll­ei­tung und pumpt den Sand zunächst in ein Depot an den Strand. Von dort wird er mit gelän­de­gän­gi­gen Spe­zi­al­fahr­zeu­gen in die Ver­stär­kungs­be­rei­che trans­por­tiert und mit Bag­gern profiliert.

Beginn im Juni

Die Maß­nah­me soll noch im Juni begin­nen. „Zunächst wird die Spüll­ei­tung antrans­por­tiert, am Strand mon­tiert und anschlie­ßend auf dem Mee­res­grund posi­tio­niert”, erklärt NLW­KN-Pro­jekt­lei­ter Theo van Hoorn. Danach wird der Lade­raum­saug­bag­ger „Chris­to­pho­rus” der vom NLWKN beauf­tra­gen Spe­zi­al­fir­ma Van den Herik GmbH bei der Arbeit vor der Insel zu beob­ach­ten sein. Das Schiff fasst knapp 1.000 Kubik­me­ter Sand.

„Der Auf­spül­be­reich selbst muss auf­grund der mög­li­chen Gefah­ren wäh­rend des Spül­be­triebs voll­stän­dig gesperrt wer­den”, erläu­tert van Hoorn. Die Insel­gäs­te kön­nen das Depot an der See­sei­te pas­sie­ren. Das Bau­ge­sche­hen kann von der Aus­sichts­dü­ne beob­ach­tet wer­den. „Eine Über­schnei­dung mit der Tou­ris­mus­sai­son ist lei­der nicht zu ver­mei­den, da der Sand­ein­bau bis zum Win­ter­halb­jahr fer­tig­ge­stellt wer­den muss. Im Win­ter­halb­jahr erfolgt dann suk­zes­si­ve die Bepflan­zung der Düne mit Strand­ha­fer,” erläu­tert Tho­renz. Die Pla­nun­gen wur­den eng mit der Stadt und dem Staats­bad Nor­der­ney abge­stimmt. Per Fly­er, Bau­schil­der und über das Inter­net sol­len Insel­be­su­cher über die erfor­der­li­chen Arbei­ten und even­tu­el­le Ein­schrän­kun­gen infor­miert werden.

Die Finan­zie­rung des knapp 3,7 Mil­lio­nen Euro teu­ren Vor­ha­bens auf Nor­der­ney erfolgt aus Mit­teln der Bund-Län­der-Gemein­schafts­auf­ga­be zur Ver­bes­se­rung der Agrar­struk­tur und des Küs­ten­schut­zes. Ins­ge­samt ist die Insel Nor­der­ney durch 12,1 Kilo­me­ter Schutz­dü­nen, 10 Kilo­me­ter Haupt­dei­che, ein 4,7 Kilo­me­ter lan­ges Dünen­deck­werk und 32 Buh­nen geschützt.

 

Das Vor­ha­ben im Pro­fil: Die Rand­dü­ne wird auf eine Brei­te von 50 Metern und eine Min­dest­hö­he von 8 Metern über dem Mee­res­spie­gel ver­stärkt und natur­nah gestal­tet (Bild: NLWKN).

 


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Bund för­dert Sanie­rung des Tra­di­ti­ons­kut­ters HINDERK in Ditzum

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Finanz­sprit­ze aus Ber­lin: Bun­des­för­de­rung ret­tet den Tra­di­ti­ons­kut­ter „HINDERK“

JEMGUM / DITZUM – Gute Nach­rich­ten für die mari­ti­me Kul­tur in Ost­fries­land: Der his­to­ri­sche Holz­kut­ter „HINDERK“ kann saniert wer­den. Dank einer För­de­rung in Höhe von knapp 78.000 Euro aus dem Denk­mal­schutz-Son­der­pro­gramm des Bun­des ist der Fort­be­stand des 1969 gebau­ten Schif­fes gesichert.

Von Was­ser und Wet­ter gezeich­net, steht dem Tra­di­ti­ons­kut­ter „HINDERK“ eine umfas­sen­de Ver­jün­gungs­kur bevor. Wie die CDU-Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­te Git­ta Con­ne­mann nun mit­teil­te, unter­stützt der Bund die not­wen­di­gen Instand­set­zungs­ar­bei­ten mit einer Sum­me von exakt 77.933,10 Euro. Für die Betrei­ber, die Dit­zu­mer Hafen- und Kut­ter­ge­meens­kupp, ist dies ein ent­schei­den­der Durch­bruch, da die anste­hen­den Kos­ten die Kapa­zi­tä­ten des Ver­eins allein über­stie­gen hätten.

Ein Zeu­ge der Dit­zu­mer Schiffbaukunst

Die „HINDERK“ ist tief in der Regi­on ver­wur­zelt. Sie lief im Jahr 1969 auf der renom­mier­ten Bült­jer-Werft in Ditz­um vom Sta­pel. Über Jahr­zehn­te hin­weg präg­te der Kut­ter das Bild auf der Ems und vor den Ost­frie­si­schen Inseln, wo er als Fisch- und Krab­ben­kut­ter im har­ten Ein­satz war. Heu­te dient er als schwim­men­des Kul­tur­gut und ermög­licht bei Ems- und Fang­fahr­ten einen leben­di­gen Ein­blick in die tra­di­tio­nel­le Seefahrt.

Umfang­rei­che Sanie­rungs­maß­nah­men erforderlich

Nach 57 Jah­ren im Dienst haben die Ele­men­te dem Holz­rumpf zuge­setzt. Die Män­gel­lis­te ist lang und eine Sanie­rung zwin­gend erfor­der­lich, um die See­tüch­tig­keit dau­er­haft zu erhalten:

  • Struk­tur: Umfang­rei­che Holz­ar­bei­ten an der Steu­er­bord­wand sowie die Erneue­rung der Vor­der­ste­ven sind geplant.

  • Ver­sie­ge­lung: Das Ober­deck muss kom­plett neu ver­sie­gelt wer­den, um das Schiff gegen ein­drin­gen­de Feuch­tig­keit zu schützen.

  • Optik und Schutz: Die Mas­ten erhal­ten einen neu­en Schutzanstrich.

Aner­ken­nung von natio­na­ler Bedeutung

Die Mit­tel für das Pro­jekt stam­men aus dem Denk­mal­schutz-Son­der­pro­gramm, das seit 2009 bun­des­weit bedeu­ten­de Kul­tur­denk­mä­ler för­dert. Dass die „HINDERK“ in die­ses Pro­gramm auf­ge­nom­men wur­de, ist auch eine Auszeichnung.

„HINDERK ist mehr als nur ein ‘alter Kut­ter’. Er hat viel erlebt, trägt Geschich­te und Geschich­ten in sich“, unter­streicht Git­ta Con­ne­mann. Die Zusa­ge aus Ber­lin sei laut der Abge­ord­ne­ten ein Sie­gel dafür, dass das Schiff von natio­na­ler Bedeu­tung ist. Mit der nun gesi­cher­ten Finan­zie­rung kön­ne die Sanie­rung zeit­nah begin­nen. Ziel ist es, dass der Kut­ter bald wie­der in sei­nem alten Glanz erstrahlt und sicher in See ste­chen kann.

Das mari­ti­me Erbe der Ems­re­gi­on erhält damit einen wich­ti­gen Rück­halt, damit es auch für künf­ti­ge Gene­ra­tio­nen erleb­bar bleibt.

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Stadt Leer ent­wi­ckelt 40 kon­kre­te Maß­nah­men zur Klimaanpassung

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Kli­ma­an­pas­sung in Leer: 40 kon­kre­te Ideen für eine resi­li­en­te Stadt

Die Stadt Leer rüs­tet sich für die Her­aus­for­de­run­gen des Kli­ma­wan­dels. Unter der Lei­tung der städ­ti­schen Kli­ma­fol­gen­an­pas­sungs­ma­na­ge­rin Caro­lin Hei­ler und des Gut­ach­ter­bü­ros Green Adapt fand kürz­lich der zwei­te Fach­work­shop zur Kli­ma­an­pas­sung statt. Ziel der Ver­an­stal­tung war es, wirk­sa­me Stra­te­gien gegen die zuneh­men­den Gefah­ren durch Stark­re­gen und extre­me Hit­ze­pe­ri­oden zu entwickeln.

Ein brei­tes Bünd­nis für den Klimaschutz

An dem Work­shop betei­lig­ten sich zahl­rei­che Akteu­re aus ver­schie­de­nen Berei­chen der Stadt­ge­sell­schaft. Neben der Stadt­ver­wal­tung und den Stadt­wer­ken brach­ten auch Ver­tre­ter des Bor­ro­mä­us-Hos­pi­tals, des BUND, der Grund­schu­len sowie des Land­krei­ses ihre Exper­ti­se ein. Eben­falls ver­tre­ten waren die Land­wirt­schafts­kam­mer und der NABU, um eine ganz­heit­li­che Per­spek­ti­ve auf die not­wen­di­gen Maß­nah­men zu gewährleisten.

Von der Dach­be­grü­nung bis zum Bauverbot

Das Ergeb­nis des inten­si­ven Aus­tauschs ist beein­dru­ckend: Rund 40 kon­kre­te Ideen wur­den erar­bei­tet und auf ihre rea­lis­ti­sche Umsetz­bar­keit geprüft. Die Ansät­ze sind dabei viel­fäl­tig und in spe­zi­el­len Maß­nah­men­steck­brie­fen fest­ge­hal­ten worden:

  • Natur­ba­sier­te Lösun­gen: Hier­zu zäh­len unter ande­rem Dach­be­grü­nun­gen zur Küh­lung und Wasserspeicherung.

  • Infra­struk­tur & Tech­nik: Die Lis­te umfasst tech­ni­sche Bau­ten wie Dei­che und Rück­hal­te­be­cken sowie den Ein­satz hit­ze­re­si­li­en­ter Baustoffe.

  • Stadt­pla­nung: Dis­ku­tiert wur­den Rege­lun­gen wie Bau­ver­bo­te in Über­schwem­mungs­ge­bie­ten und der Erhalt wich­ti­ger Frischluftschneisen.

  • För­de­rung & Infor­ma­ti­on: Auch öko­no­mi­sche Anrei­ze durch För­der­pro­gram­me, Info-Kam­pa­gnen und die Stär­kung der pri­va­ten Eigen­vor­sor­ge durch Bera­tun­gen am Haus sind Teil des Konzepts.

Daten­ba­sier­te Pla­nung: Hit­ze- und Starkregenkarten

Grund­la­ge für die Dis­kus­sio­nen bil­de­ten moder­ne Ana­ly­se­tools. Wäh­rend des Work­shops wur­den eine Stark­re­gen­ge­fah­ren­kar­te und eine Hit­zehot­spot-Kar­te für das Leera­ner Stadt­ge­biet vor­ge­stellt. Die­se Kar­ten basie­ren auf hydro­lo­gi­schen Daten sowie satel­li­ten­ge­stütz­ten Luft­bild­aus­wer­tun­gen und zei­gen prä­zi­se auf, wo im Stadt­ge­biet beson­de­rer Hand­lungs­be­darf besteht. Zudem gab Dr. Andre­as Marx vom Helm­holtz-Zen­trum für Umwelt­for­schung Ein­bli­cke in den bun­des­wei­ten Dür­re­mo­ni­tor und erläu­ter­te die Fol­gen für Land­wirt­schaft und Biodiversität.

So geht es wei­ter: Der Weg zum Klimaanpassungskonzept

Im nächs­ten Schritt wer­den die Maß­nah­men­steck­brie­fe detail­liert aus­ge­ar­bei­tet und mit kon­kre­ten Zustän­dig­kei­ten, Finan­zie­rungs­plä­nen und Zeit­ho­ri­zon­ten ver­se­hen. In einem drit­ten Work­shop sol­len schließ­lich Prio­ri­tä­ten für den fina­len Maß­nah­men­ka­ta­log fest­ge­legt wer­den, der anschlie­ßend der Poli­tik zur Ent­schei­dung vor­ge­legt wird.

Bür­ger­be­tei­li­gung wei­ter­hin erwünscht

Das Pro­jekt lebt vom Mit­ma­chen. Auch nach dem Work­shop haben Bür­ge­rin­nen und Bür­ger die Mög­lich­keit, ihre eige­nen Ideen ein­zu­brin­gen. Dies ist ent­we­der online über die Betei­li­gungs­kar­ten der Stadt Leer oder direkt vor Ort in der Stadt­bi­blio­thek möglich.

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IGS Moorm­er­land führt neu­en Wahl­pflicht­kurs zum Ehren­amt ein

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„Löppt!Mitnanner“ in der Schu­le: IGS Moorm­er­land setzt neue Impul­se im Ehrenamt

In einer Zeit, in der gesell­schaft­li­cher Zusam­men­halt wich­ti­ger denn je ist, geht die IGS Moorm­er­land einen inno­va­ti­ven Weg. Seit Beginn des Schul­jah­res 2025/2026 hat die Schu­le ihr Bil­dungs­an­ge­bot um einen beson­de­ren Wahl­pflicht­kurs (WPK) zum The­ma Ehren­amt für den 9. Jahr­gang erwei­tert. Mit über 20 teil­neh­men­den Jugend­li­chen stieß das Ange­bot von Beginn an auf eine beein­dru­cken­de Resonanz.

Schul­lei­te­rin Car­men Boom­gaar­den sieht in dem Kurs einen essen­zi­el­len Bau­stein für die Schul­kul­tur: Das sozia­le Enga­ge­ment soll durch die­ses Pro­jekt nach­hal­tig gestärkt werden.

Ein star­kes Netz­werk für jun­ges Engagement

Das päd­ago­gi­sche Kon­zept ent­stand in enger Koope­ra­ti­on mit der Stabs­stel­le Ehren­amt und Frei­wil­li­gen­agen­tur des Land­krei­ses Leer. Dabei griff man auf die Exper­ti­se des Pro­gramms „Löppt!Mitnanner“ zurück, das bereits seit 2018 die frei­wil­li­ge Arbeit jun­ger Men­schen in der Regi­on fördert.

Lena Bus­boom von der Stabs­stel­le betont, dass die Beglei­tung der IGS bei der Kon­zep­ti­on und Umset­zung eine logi­sche Fort­füh­rung der bis­he­ri­gen Bemü­hun­gen sei, Jugend­li­che aktiv in das gesell­schaft­li­che Leben einzubinden.

Theo­rie trifft Pra­xis: Der Auf­bau des Kurses

Der auf zwei Jah­re ange­leg­te Kurs, der von Lehr­kraft Daja­na Haa­ke gelei­tet wird, ver­folgt einen ganz­heit­li­chen Ansatz:

  • Fun­dier­te Vor­be­rei­tung: Zu Beginn erhiel­ten die Schü­ler theo­re­ti­sche Ein­bli­cke in die Grund­la­gen des bür­ger­schaft­li­chen Engagements.

  • Drei Pra­xis­pha­sen: Die Jugend­li­chen ent­wi­ckeln eige­ne Pro­jekt­ideen und set­zen die­se aktiv um.

  • Doku­men­ta­ti­on und Nach­hal­tig­keit: Alle Erfah­run­gen wer­den in Port­fo­lio­map­pen fest­ge­hal­ten. Die­se die­nen nicht nur der per­sön­li­chen Refle­xi­on, son­dern sol­len auch künf­ti­gen Jahr­gän­gen als Ori­en­tie­rungs­hil­fe dienen.

Die ers­te Pra­xis­pha­se ver­lief bereits äußerst erfolg­reich. Daja­na Haa­ke berich­tet von beein­dru­cken­den Ergeb­nis­sen und einer hohen Moti­va­ti­on der Schü­ler, die sich aktu­ell bereits inten­siv auf ihren zwei­ten Ein­satz vor­be­rei­ten. Im kom­men­den 10. Schul­jahr wird die Aus­bil­dung durch eine wei­te­re prak­ti­sche Tätig­keit in einer sozia­len Ein­rich­tung vervollständigt.

Blick in die Zukunft

Der Erfolg des ers­ten Durch­gangs hat bereits Früch­te getra­gen: Die Pla­nun­gen für den nächs­ten Wahl­pflicht­kurs zum The­ma Ehren­amt lau­fen bereits. Damit eta­bliert die IGS Moorm­er­land gemein­sam mit dem Land­kreis Leer eine Struk­tur, die zeigt, dass schu­li­sches Ler­nen und gesell­schaft­li­che Ver­ant­wor­tung Hand in Hand gehen können.


Wuss­ten Sie schon? Der Land­kreis Leer unter­stützt jun­ges Ehren­amt auf viel­fäl­ti­ge Wei­se. Neben Work­shops an Schu­len und Video­bei­trä­gen in sozia­len Medi­en wird jähr­lich der Löppt!Mitnanner-Preis ver­lie­hen, um beson­de­res Enga­ge­ment auszuzeichnen.

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Mit SEO erfolg­reich in Deutsch­land: Wie nie­der­län­di­sche Unter­neh­men vom Lese­r­ECHO-Por­tal profitieren

Erfolg­reich in Deutsch­land: Wie nie­der­län­di­sche Unter­neh­men mit SEO durchstarten Die Digi­ta­li­sie­rung macht es für Unter­neh­men immer ein­fa­cher, über Län­der­gren­zen hin­weg...

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Fir­men­events in Ost­fries­land & Ems­land: Per­fekt pla­nen und erfolg­reich umsetzen

Fir­men­events pla­nen in Ost­fries­land und Ems­land: Wich­ti­ge Tipps und krea­ti­ve Ideen Ein gelun­ge­nes Fir­men­event kann die Mar­ken­be­kannt­heit stei­gern, Kun­den bin­den und...

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Mar­ke­ting: Geschäfts­er­öff­nung: So wird Ihr Event zum unver­gess­li­chen Erlebnis!

Per­fek­te Pla­nung für Ihre Geschäfts­er­öff­nung, Fir­mener­wei­te­rung oder Ihr Firmenjubiläum Eine erfolg­rei­che Geschäfts­er­öff­nung, eine Erwei­te­rung oder ein Fir­men­ju­bi­lä­um sind idea­le Anläs­se,...

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His­to­ri­sche Spu­ren­su­che bei Kri­mi­füh­rung am Muse­ums­ha­fen Leer

Mör­der­jagd im his­to­ri­schen Leer: Kri­mi­füh­rung „Mord am Hafen“ Wer ermor­de­te den Ehe­mann der Wit­we Gesche Mein­ders? Tau­chen Sie ein in das...

Veranstaltung

Lions Musik­preis: Jun­ge Kla­vier­ta­len­te in der Even­burg Leer

Kla­vier­kunst in der Even­burg: Lions Musik­preis sucht Publikumsliebling Der Lions Musik­preis kehrt zurück und stellt in die­sem Jahr ein beson­ders...

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Gar­ten­Ta­geN­ord 2026 laden zur Sai­son­er­oeff­nung nach Wues­t­ing ein

Bei­trags­bild: Gar­ten­Ta­geN­ord — Hol­ler Land­stra­ße 2 — 27798 Hude/Wüsting   Gar­ten­Ta­geN­ord 2026: Inspi­ra­tio­nen für die Grü­ne Oase in Wüsting  ...

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Par­ty-Duo „Die Fid­gets“ sorgt für Stim­mung in Niedersachsen

Die Fid­gets: Par­ty-Power aus Han­no­ver erobert Niedersachsen Leer/Hannover – Wenn in Nie­der­sach­sens Par­ty­hoch­bur­gen die Stim­mung ihren Höhe­punkt erreicht, ste­cken oft...

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Digi­ta­ler Schutz: VHS Leer klärt über Online-Betrug auf

Sicher im Netz: VHS Leer klärt über Online-Betrug auf Die Digi­ta­li­sie­rung bie­tet unzäh­li­ge Mög­lich­kei­ten, birgt jedoch auch wach­sen­de Gefah­ren. Betrü­ge­ri­sche...

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Knei­pen­fes­ti­val Leer Live: DJ-Beats und Saxo­fon im 360 Grad

DJ Casa & Tobi­as Leon Hacker: Ein ein­ge­spiel­tes Team In der Müh­len­stra­ße 36–38 erwar­tet die Besu­cher von 21:00 bis 24:00 Uhr...

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The Air­let­tes prä­sen­tie­ren Swing-Inter­pre­ta­tio­nen der Neun­zi­ger­jah­re in Leer

Kon­zert­ab­sa­ge „The Air­let­tes“ im Spar­kas­sen­Fo­rum Leer Leer, 1. März 2026 – Das für Mitt­woch, den 4. März 2026, im Spar­kas­sen­Fo­rum Leer...

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Balls­ha­ker brin­gen die AC/DC Expe­ri­ence zum Knei­pen­fes­ti­val Leer Live!

Das Knei­pen­fes­ti­val „Leer Live!“ ver­wan­delt die Innen­stadt am 7. März 2026 erneut in eine musi­ka­li­sche Erleb­nis­mei­le mit ins­ge­samt 12 Kon­zer­ten...

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Rock-For­ma­ti­on Accu­ra­cy gas­tiert beim Knei­pen­fes­ti­val Leer Live im Celona

Leer Live! 2026: Rock-Power im Celo­na – „Accu­ra­cy“ ver­spricht 100 % schla­ger­freie Zone Die Leera­ner Innen­stadt ver­wan­delt sich am 7. März...

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Acht Auto­häu­ser prä­sen­tie­ren Trends auf der Leera­ner Auto­schau 2026

Acht Auto­häu­ser, ein Ziel: Die Leera­ner Auto­schau 2026 lädt zum Ent­de­cken ein Am Sonn­tag, den 1. März 2026, ver­wan­delt sich Leer...