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ASUKA III star­tet Ems­pas­sa­ge – Spek­ta­ku­lä­re Über­füh­rung am Sonntag!

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Über­füh­rung der ASUKA III: Tra­di­ti­on und Inno­va­ti­on auf der Ems

Am frü­hen Sonn­tag­mor­gen, dem 02. März 2025, wird ein bedeu­ten­des Ereig­nis die mari­ti­me Gemein­schaft der Regi­on Papen­burg bewe­gen: Die ASUKA III, das neu­es­te Juwel aus der MEYER WERFT, star­tet ihre Über­füh­rungs­fahrt auf der Ems Rich­tung Eems­ha­ven in den Nie­der­lan­den. Die­ses Schiff, das spe­zi­ell für NYK Crui­ses gebaut wur­de, mar­kiert nicht nur eine Pre­mie­re in der lan­gen Geschich­te der Werft, son­dern auch eine Rück­kehr zu den Wur­zeln japa­ni­scher Schiffbautechnik.

Mit einer Län­ge von 230 Metern und einer Brei­te von 29,8 Metern bie­tet die ASUKA III Platz für etwa 744 Pas­sa­gie­re. Was sie beson­ders macht, sind die maß­ge­schnei­der­ten Lösun­gen für den japa­ni­schen Markt, dar­un­ter spe­zi­ell gestal­te­te Spa-Berei­che, die den Bedürf­nis­sen und Gewohn­hei­ten der Pas­sa­gie­re gerecht wer­den. Ein wei­te­res High­light ist ihre Umwelt­freund­lich­keit: Das Schiff wird mit LNG betrie­ben, einem emis­si­ons­ar­men Treib­stoff, der Inno­va­ti­on und Nach­hal­tig­keit vereint.

Lot­sen­haus Emden

Die Über­füh­rung selbst ist ein kom­ple­xes Manö­ver, das prä­zi­se Pla­nung und erfah­re­nes Kön­nen erfor­dert. Die Rou­te führt durch ver­schie­de­ne Brü­cken und das Ems­sperr­werk, das als Unter­stüt­zung für die Pas­sa­ge dient. Unter der bewähr­ten Füh­rung der Ems­lot­sen von der Lot­sen­brü­der­schaft Emden wird die ASUKA III rück­wärts geführt, unter­stützt von leis­tungs­star­ken Schlep­pern, was ihre Manö­vrier­fä­hig­keit erheb­lich verbessert.

Die MEYER WERFT, berühmt für ihre Hand­werks­kunst und tech­ni­sche Exper­ti­se, lie­fert die ASUKA III vor­aus­sicht­lich im Früh­jahr 2025 aus. Dies mar­kiert nicht nur einen Mei­len­stein in der Schiff­bau­tech­no­lo­gie, son­dern auch eine Fort­set­zung der engen Ver­bun­den­heit zwi­schen der Werft und der inter­na­tio­na­len Kreuzfahrtindustrie.

Für die­je­ni­gen, die an der Über­füh­rung inter­es­siert sind, bie­tet sich die Gele­gen­heit, die­ses mari­ti­me Ereig­nis ent­lang der Ems zu ver­fol­gen. Die genau­en Zei­ten kön­nen auf­grund der Wet­ter­be­din­gun­gen leicht vari­ie­ren, doch eines ist sicher: Die ASUKA III wird die Tra­di­ti­on der MEYER WERFT in die Zukunft tra­gen, bereit, neue Mee­re zu erkun­den und Pas­sa­gie­ren unver­gess­li­che Erleb­nis­se zu bieten.


 

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Für die Ems­pas­sa­ge gilt fol­gen­der Zeit­plan, der sich ent­spre­chend der Wet­ter- und Tide­be­din­gun­gen kurz­fris­tig ver­schie­ben kann:

Sams­tag, 01. März 2025

  1. 22:00 Uhr Schiff in War­te­po­si­ti­on (Papen­burg)

Sonn­tag, 02. März 2025

  1. 05.30 Uhr Pas­sie­ren der Dock­schleu­se (Papen­burg)
  2. 09:00 Uhr Pas­sie­ren der Frie­sen­brü­cke (Wee­ner)
  3. 10:40 Uhr Pas­sie­ren der Jann-Berg­haus-Brü­cke (Leer)
  4. 11:50 Uhr Ankunft Ems­sperr­werk (Gan­der­sum)
  5. 14:30 Uhr Pas­sie­ren Emssperrwerk
  6. 16:30 Uhr Pas­sie­ren Emden

Alle Anga­ben sind vor­be­halt­lich der Wind- und Wet­ter­la­ge, der Was­ser­stän­de und somit ohne Gewähr. Zeit­ver­schie­bun­gen sind auch kurz­fris­tig möglich!

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Frie­sen­brü­cke in Wee­ner eröff­net: Wun­der­line zwi­schen Gro­nin­gen und Leer fährt wieder

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Frie­sen­brü­cke in Wee­ner eröff­net: Wun­der­line ver­bin­det Leer und Gro­nin­gen wieder

Wee­ner. Nach fast elf Jah­ren Unter­bre­chung ist die Frie­sen­brü­cke über die Ems wie­der für den Bahn­ver­kehr frei­ge­ge­ben. Mit einer Son­der­fahrt wur­de am Don­ners­tag, 1. Okto­ber 2026, die neue Ver­bin­dung zwi­schen Gro­nin­gen und Leer offi­zi­ell eröff­net. Ab Mon­tag, 5. Okto­ber, sol­len die regu­lä­ren Per­so­nen­zü­ge wie­der grenz­über­schrei­tend verkehren.

Die Wie­der­eröff­nung mar­kiert einen wich­ti­gen Schritt für die soge­nann­te Wun­der­line zwi­schen Gro­nin­gen, Leer und künf­tig Bre­men. Die rund 173 Kilo­me­ter lan­ge Ver­bin­dung soll die Nie­der­lan­de und Deutsch­land bes­ser mit­ein­an­der ver­knüp­fen und ins­be­son­de­re für Pend­ler, Stu­die­ren­de, Arbeit­neh­mer und Tou­ris­ten eine wich­ti­ge grenz­über­schrei­ten­de Ver­bin­dung darstellen.

Ste­phan Christ: „Nach fast elf Jah­ren ist die Frie­sen­brü­cke end­lich fertig“

Zur Eröff­nung äußer­te sich Ste­phan Christ, ver­kehrs­po­li­ti­scher Spre­cher der Grü­nen-Land­tags­frak­ti­on, erfreut über die Wie­der­auf­nah­me des Zugverkehrs.

Christ bezeich­ne­te die Fer­tig­stel­lung nach fast elf Jah­ren als wich­ti­gen Schritt. Damit sei die Stre­cke für den inter­na­tio­na­len Zug­ver­kehr zwi­schen den Nie­der­lan­den und Deutsch­land wie­der befahr­bar. Der Zer­stö­rung der alten Brü­cke durch einen Frach­ter im Dezem­ber 2015 sei eine jah­re­lan­ge Unter­bre­chung mit meh­re­ren Ver­zö­ge­run­gen gefolgt.

Umso grö­ßer sei die Freu­de dar­über, dass die Wun­der­line nun wie­der durch­gän­gig fah­ren könne.

Beson­ders hob Christ auch die neue Bedeu­tung der Brü­cke für den Fuß- und Rad­ver­kehr her­vor. Die­ser wer­de nicht mehr ledig­lich gedul­det, son­dern habe nun offi­zi­ell einen eige­nen Platz auf der Brü­cke. Neben der Bahn­tras­se befin­det sich ein 2,5 Meter brei­ter Fuß- und Rad­weg. Das Land Nie­der­sach­sen habe des­sen Bau mit mehr als sechs Mil­lio­nen Euro gefördert.

Gleich­zei­tig rich­tet Christ den Blick bereits auf die nächs­te Auf­ga­be. Nun sei der Bund am Zug. Die Stre­cke zwi­schen Olden­burg und Leer müs­se aus­ge­baut wer­den, damit die Züge wie geplant künf­tig bis Bre­men durch­fah­ren könnten.

 

 

Foto: Ste­phan Christ (links) und Tammo Len­ger — Foto­nach­weis: privat

Tammo Len­ger: „Ein ech­ter Mei­len­stein für die Region“

Auch Tammo Len­ger, Frak­ti­ons­vor­sit­zen­der der Grü­nen-Kreis­tags­frak­ti­on Leer, bezeich­net die Wie­der­eröff­nung als bedeu­ten­den Tag für die Region.

Für die Men­schen vor Ort sei die Frei­ga­be ein ech­ter Mei­len­stein. Über zehn Jah­re hät­ten Anwoh­ner und Pend­ler mit Umwe­gen, Ersatz­ver­keh­ren und Unsi­cher­heit leben müssen.

Ursprüng­lich war die Wie­der­auf­nah­me des Zug­ver­kehrs bereits für Ende 2024 vor­ge­se­hen. Die Eröff­nung wur­de jedoch mehr­fach ver­scho­ben. Umso wich­ti­ger sei es nun, dass die­ses Kapi­tel abge­schlos­sen wer­den könne.

Len­ger betont zudem die euro­päi­sche Bedeu­tung der Ver­bin­dung. Die Wie­der­eröff­nung sei ein wich­ti­ges Zei­chen für Euro­pa, weil die Bahn­stre­cke Men­schen und Regio­nen über die deutsch-nie­der­län­di­sche Gren­ze hin­weg mit­ein­an­der verbinde.

Bahn­hof Ihr­ho­ve wie­der in Betrieb

Mit der Wie­der­auf­nah­me der Ver­bin­dung gibt es eine wei­te­re wich­ti­ge Neue­rung für die Regi­on: Der Bahn­hof Ihr­ho­ve wird nach mehr als fünf Jahr­zehn­ten wie­der als Halt genutzt. Nach Anga­ben von Len­ger stärkt dies den länd­li­chen Raum spürbar.

Gleich­zei­tig sieht er wei­te­ren Hand­lungs­be­darf. Der Bahn­hof in Ihr­ho­ve müs­se zusätz­lich an den RE15 in Rich­tung Müns­ter ange­bun­den werden.

Die Reak­ti­vie­rung des Bahn­hofs Ihr­ho­ve gehört zu den Maß­nah­men im Zuge der Wie­der­auf­nah­me des grenz­über­schrei­ten­den Bahn­ver­kehrs. Auch der Bahn­hof Bun­de wur­de für die neue Ver­bin­dung reaktiviert.

Frie­sen­brü­cke nach Unfall 2015 kom­plett neu gebaut

Die neue Frie­sen­brü­cke war not­wen­dig gewor­den, nach­dem das Fracht­schiff „Ems­moon“ am 3. Dezem­ber 2015 mit der dama­li­gen Klapp­brü­cke kol­li­diert und die­se schwer beschä­digt hat­te. Der Bahn­ver­kehr zwi­schen Leer und Gro­nin­gen war dar­auf­hin für fast elf Jah­re unterbrochen.

Die neue Kon­struk­ti­on ist eine tech­nisch auf­wen­di­ge Hub-Dreh­brü­cke und gilt als größ­te Eisen­bahn-Hub-Dreh­brü­cke Euro­pas. Neben der Bahn­stre­cke ver­fügt sie über den neu­en Fuß- und Rad­weg sowie eine sepa­ra­te Dienst- und Rettungsroute.

Für Fuß­gän­ger und Rad­fah­rer war die neue Brü­cke bereits im Sep­tem­ber 2025 frei­ge­ge­ben wor­den. Seit dem 1. Okto­ber 2026 ist nun auch die wich­ti­ge Bahn­ver­bin­dung wie­der hergestellt.

Regu­lä­rer Zug­ver­kehr star­tet am 5. Oktober

Die offi­zi­el­le Eröff­nung erfolg­te zunächst mit einer Son­der­fahrt. Ab Mon­tag, 5. Okto­ber 2026, sol­len wie­der regu­lä­re Per­so­nen­zü­ge zwi­schen Gro­nin­gen und Leer verkehren.

Damit ist ein ent­schei­den­der Abschnitt der Wun­der­line abge­schlos­sen. Für einen voll­stän­di­gen Aus­bau der Ver­bin­dung bis Bre­men sind jedoch wei­te­re Maß­nah­men erforderlich.

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Sil­via Sin­ning begeis­tert in Jem­gum: Song­poe­tin sorgt für Stan­ding Ovations

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Song­poe­tin Sil­via Sin­ning begeis­tert Publi­kum im Bür­ger­haus Jemgum

Jem­gum. Am Sams­tag, 26. Sep­tem­ber, wur­de das Bür­ger­haus Jem­gum zum Schau­platz eines beson­de­ren Kon­zert­abends. Um 19.30 Uhr füll­te sich der Saal zuse­hends mit Besu­che­rin­nen und Besu­chern im Alter von etwa acht bis 80 Jah­ren. Das Inter­es­se war so groß, dass kurz­fris­tig noch Stüh­le für drei zusätz­li­che Rei­hen auf­ge­stellt wer­den mussten.

Im Mit­tel­punkt des Abends stand die Song­poe­tin Sil­via Sin­ning aus Leer, die zahl­rei­che selbst getex­te­te und kom­po­nier­te Lie­der aus ihrem umfang­rei­chen Reper­toire präsentierte.

Musi­ka­li­sche Viel­falt ohne Schubladen

Rund ein­ein­halb Stun­den lang nahm Sil­via Sin­ning ihr Publi­kum mit auf eine musi­ka­li­sche Rei­se. Dabei beglei­te­te sie sich selbst am Kla­vier, an der Gitar­re und am Saxo­fon.

Ange­kün­digt war das Kon­zert als „sti­lis­ti­sche Viel­falt auf hohem Niveau“. Tat­säch­lich erwies sich das Pro­gramm als musi­ka­li­sches Cross­over, das sich kaum in eine bestimm­te Schub­la­de ein­ord­nen lässt.

So prä­sen­tier­te Sin­ning unter ande­rem einen Reg­gae auf Platt­deutsch sowie einen Folk-Song mit einem Bos­sa-Nova-Zwi­schen­teil auf Por­tu­gie­sisch. Ein wei­te­res Stück ver­band Pop, Rock und Latin und setz­te sich inhalt­lich mit dem Frie­den und den Grund­wer­ten unse­res Grund­ge­set­zes auseinander.

Die musi­ka­li­sche Band­brei­te kam beim Publi­kum sicht­bar gut an. Bei meh­re­ren Lie­dern gab es bereits wäh­rend des Vor­trags Sze­nen­ap­plaus. Teil­wei­se stimm­ten die Kon­zert­be­su­cher sogar direkt in die Refrains ein.

Über­ra­schungs­gäs­te sor­gen für zusätz­li­chen Klang

Für eine beson­de­re Über­ra­schung sorg­ten wei­te­re Musi­ker, die im Ver­lauf des Kon­zerts auf die Büh­ne kamen. Ingo Arndt unter­stütz­te das Kon­zert an den Con­gas und am Cajón, wäh­rend Mar­kus Schoor­mann den E‑Bass übernahm.

Zusätz­lich stieß der Frie­dens- und Frei­heits­chor aus Leer dazu. Gemein­sam prä­sen­tier­ten die Musi­ker zwei Hym­nen, mit denen sie das Publi­kum eben­falls begeisterten.

Aus dem ursprüng­lich als Solo­auf­tritt ange­kün­dig­ten Kon­zert wur­de damit zeit­wei­se ein musi­ka­li­sches Zusam­men­spiel aus Song­poe­tin, Band und Chor.

Stan­ding Ova­tions für Sil­via Sin­ning und ihre Mitstreiter

Am Ende belohn­te das Publi­kum die Künst­ler mit lang anhal­ten­dem Applaus und Stan­ding Ova­tions. Nach einer schwung­vol­len und einer besinn­li­chen Zuga­be ver­ab­schie­de­te sich Sil­via Sin­ning gemein­sam mit den Musi­kern und dem Chor von den Konzertbesuchern.

Doch auch nach dem letz­ten Ton war der Abend noch nicht vor­bei. Im Anschluss an das Kon­zert ent­wi­ckel­te sich ein reger Aus­tausch über das musi­ka­li­sche Erleb­nis und die ver­schie­de­nen Facet­ten des Abends.

Wei­te­res Kon­zert in Leer geplant

Wer Sil­via Sin­ning erneut live erle­ben möch­te, soll dazu bereits im Janu­ar 2026 Gele­gen­heit bekom­men. Ein ähn­li­ches Kon­zert ist im Musik­ate­lier von Sil­via Sin­ning in Leer geplant.

Der Kon­zert­abend im Bür­ger­haus Jem­gum hat dabei gezeigt, dass selbst kom­po­nier­te Musik, unter­schied­li­che Stil­rich­tun­gen und mehr­spra­chi­ge Tex­te ein Publi­kum über Gene­ra­tio­nen hin­weg errei­chen können.

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Frie­sen­brü­cke über die Ems: Aus 30 Mil­lio­nen Euro wur­den 277 Millionen

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Frie­sen­brü­cke: Aus 30 Mil­lio­nen Euro wur­den 277 Mil­lio­nen Euro

Weener/Westoverledingen. Die Frie­sen­brü­cke über die Ems ver­bin­det die ost­frie­si­schen Kom­mu­nen Wee­ner und Wes­t­ov­er­le­din­gen und ist ein wich­ti­ger Bestand­teil der Bahn­stre­cke zwi­schen Leer und Gro­nin­gen in den Nie­der­lan­den. Nach der Kol­li­si­on mit dem Fracht­schiff „Ems­moon“ am 3. Dezem­ber 2015 war die rund 335 Meter lan­ge Eisen­bahn­brü­cke nicht mehr nutz­bar. Der Bund der Steu­er­zah­ler Deutsch­land kri­ti­siert nun die Ent­wick­lung von Kos­ten und Bau­zeit beim Ersatzneubau.

Unfall mach­te wich­ti­ge Ver­bin­dung unpassierbar

In der Nacht zum 3. Dezem­ber 2015 kol­li­dier­te das Fracht­schiff „Ems­moon“ mit der Frie­sen­brü­cke. Die Eisen­bahn­klapp­brü­cke wur­de dabei so schwer beschä­digt, dass sie anschlie­ßend nicht mehr genutzt wer­den konnte.

Die Fol­gen waren weit­rei­chend. Die Frie­sen­brü­cke ist Bestand­teil der Bahn­stre­cke zwi­schen Leer und Gro­nin­gen und damit eine wich­ti­ge Ver­bin­dung zwi­schen Deutsch­land und den Nie­der­lan­den. Gleich­zei­tig stellt sie eine bedeu­ten­de Que­rungs­mög­lich­keit für Fuß­gän­ger und Rad­fah­rer dar.

Ins­be­son­de­re für den Fahr­rad­tou­ris­mus sowie für die Men­schen in der Regi­on bedeu­te­te der Aus­fall erheb­li­che Ein­schrän­kun­gen. Die nächs­te Mög­lich­keit, die Ems zu Fuß oder mit dem Fahr­rad zu über­que­ren, liegt rund zehn Kilo­me­ter entfernt.

Ursprüng­lich waren rund 30 Mil­lio­nen Euro vorgesehen

Nach dem Unfall plan­te die Deut­sche Bahn als Eigen­tü­me­rin der Frie­sen­brü­cke zunächst einen kon­struk­tiv opti­mier­ten Ersatz der bis­he­ri­gen Klapp­brü­cke. Damit soll­te die Bahn­ver­bin­dung ver­gleichs­wei­se schnell wie­der­her­ge­stellt werden.

Nach dama­li­gen Pla­nun­gen wur­de von einer Bau­zeit von rund fünf Jah­ren aus­ge­gan­gen. Die Wie­der­in­be­trieb­nah­me war für 2021 vor­ge­se­hen. Die Kos­ten wur­den zunächst auf etwa 30 Mil­lio­nen Euro geschätzt.

Nach Dar­stel­lung des Bun­des der Steu­er­zah­ler änder­te sich die­se Pla­nung jedoch grundlegend.

Land, Kom­mu­nen und Werft for­der­ten grö­ße­re Durchfahrtsbreite

Das Land Nie­der­sach­sen, die anlie­gen­den Kom­mu­nen und eine gro­ße, an der Ems ansäs­si­ge Werft setz­ten sich für eine deut­lich grö­ße­re Durch­fahrts­brei­te für Schif­fe ein.

Statt der bis­he­ri­gen 25 Meter soll­te die neue Brü­cke eine Durch­fahrts­brei­te von 56 Metern ermög­li­chen. Dafür wur­de eine neu­ar­ti­ge Kon­struk­ti­on als Hub-Dreh­brü­cke ins Spiel gebracht.

Hin­ter­grund waren unter ande­rem die Ein­schrän­kun­gen bei Schiffs­über­füh­run­gen der Werft. Bei der bis­he­ri­gen Brü­cke muss­te der mitt­le­re Brü­cken­teil bei ent­spre­chen­den Über­füh­run­gen mit einem Schiffs­kran aus­ge­ho­ben und anschlie­ßend wie­der ein­ge­setzt wer­den. Dadurch konn­te die Brü­cke teil­wei­se bis zu drei Tage für den Ver­kehr gesperrt werden.

Nach Anga­ben des Bun­des der Steu­er­zah­ler hät­te aller­dings auch der ursprüng­lich geplan­te 1:1‑Ersatz kon­struk­tiv so opti­miert wer­den kön­nen, dass sich die Sperr­zeit auf etwa einen Tag reduziert.

Ent­schei­dung für die Hub-Drehbrücke

Mit­te 2017 ent­schied sich das Bun­des­ver­kehrs­mi­nis­te­ri­um für die Hub-Dreh­brü­cke. Das Land Nie­der­sach­sen sag­te gleich­zei­tig eine Betei­li­gung an den zusätz­li­chen Kos­ten zu.

Zu die­sem Zeit­punkt wur­den die Kos­ten für die neue Kon­struk­ti­on auf rund 50 Mil­lio­nen Euro geschätzt. Die Inbe­trieb­nah­me war nun für 2024 vorgesehen.

Der Bund der Steu­er­zah­ler kri­ti­siert ins­be­son­de­re, dass nach sei­ner Dar­stel­lung zuvor kei­ne Wirt­schaft­lich­keits­rech­nung für unter­schied­li­che Brü­cken­va­ri­an­ten vor­ge­le­gen habe. Die Ent­schei­dung für die auf­wen­di­ge­re Kon­struk­ti­on sei viel­mehr poli­tisch getrof­fen worden.

Kos­ten stei­gen auf 66 und anschlie­ßend 96 Mil­lio­nen Euro

Im April 2018 teil­te die Deut­sche Bahn mit, dass bei der geplan­ten Hub-Dreh­brü­cke auch die vor­han­de­nen Vor­land­brü­cken nicht wei­ter genutzt wer­den könn­ten. Des­halb muss­ten auch die­se Berei­che neu gebaut werden.

Die Kos­ten­pro­gno­se stieg dadurch auf 66 Mil­lio­nen Euro.

Nur einen Monat spä­ter folg­te bereits die nächs­te deut­li­che Erhö­hung. Die Deut­sche Bahn ver­an­schlag­te die Kos­ten nun auf 96 Mil­lio­nen Euro. Dabei wur­den unter ande­rem Risi­ken im Zusam­men­hang mit dem auf­wen­di­gen Pla­nungs- und Geneh­mi­gungs­ver­fah­ren berücksichtigt.

Der Ersatz der Frie­sen­brü­cke ent­wi­ckel­te sich damit zuneh­mend zu einem kom­plet­ten Neubauprojekt.

Bau­ar­bei­ten begin­nen erst 2021

Die umfang­rei­chen Pla­nungs- und Geneh­mi­gungs­ver­fah­ren führ­ten dazu, dass die Bau­ar­bei­ten erst im Som­mer 2021 begin­nen konnten.

Auch die Kos­ten­pro­gno­se stieg wei­ter an. Nach Anga­ben des Bun­des der Steu­er­zah­ler wur­den zunächst 125 Mil­lio­nen Euro im Jahr 2021, anschlie­ßend 210 Mil­lio­nen Euro im Jahr 2022 und schließ­lich 277 Mil­lio­nen Euro im Jahr 2024 veranschlagt.

Als Grün­de für die Kos­ten­stei­ge­run­gen wur­den unter ande­rem gestie­ge­ne Mate­ri­al- und Per­so­nal­kos­ten genannt.

Der Bund der Steu­er­zah­ler sieht aller­dings auch einen Zusam­men­hang mit der außer­ge­wöhn­li­chen Kon­struk­ti­on. Mit der neu­en Frie­sen­brü­cke ent­stand eine euro­pa­weit ein­zig­ar­ti­ge Hub-Dreh­brü­cke. Dadurch habe man beim Bau tech­nisch Neu­land betreten.

Neue Frie­sen­brü­cke seit 2025 für Fuß­gän­ger und Rad­fah­rer geöffnet

Eine ers­te wich­ti­ge Etap­pe wur­de im Sep­tem­ber 2025 erreicht. Nach fast zehn Jah­ren war die neue Frie­sen­brü­cke wie­der für Fuß­gän­ger und Rad­fah­rer nutzbar.

Für den Bahn­ver­kehr dau­er­te die Wie­der­her­stel­lung noch län­ger. Die Frei­ga­be für Züge ist nach der aktu­el­len Pla­nung für Herbst 2026 vorgesehen.

Damit könn­te die wich­ti­ge Bahn­ver­bin­dung zwi­schen Leer und Gro­nin­gen nach fast elf Jah­ren wie­der voll­stän­dig her­ge­stellt werden.

Kri­tik des Bun­des der Steuerzahler

Der Bund der Steu­er­zah­ler Deutsch­land stellt bei sei­ner Kri­tik ins­be­son­de­re die Ent­wick­lung von Kos­ten, Bau­zeit und Pla­nung in den Mit­tel­punkt. Nach sei­ner Dar­stel­lung hät­te ein deut­lich güns­ti­ge­rer und schnel­ler umsetz­ba­rer Ersatz der ursprüng­li­chen Klapp­brü­cke zur Ver­fü­gung gestanden.

Aus den zunächst ver­an­schlag­ten rund 30 Mil­lio­nen Euro für einen 1:1‑Ersatz wur­de eine Kos­ten­pro­gno­se von zuletzt 277 Mil­lio­nen Euro für die neue Hub-Drehbrücke.

Der Fall Frie­sen­brü­cke zeigt damit ein­drucks­voll, wie stark sich Kos­ten und Zeit­plan eines Infra­struk­tur­pro­jekts ver­än­dern kön­nen, wenn sich die ursprüng­li­che Pla­nung grund­le­gend ändert.

Bei­trags­bild: Ingo Ton­sor @LeserECHO

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Bun­des­po­li­zei nimmt gesuch­ten Mann am Bahn­hof Leer fest Leer – Die Bun­des­po­li­zei hat am Diens­tag einen 34-jäh­ri­gen Mann am Bahn­hof Leer...

News

Erkäl­tungs­sai­son 2026 in Nie­der­sach­sen beginnt: 25 Pro­zent der Krank­schrei­bun­gen wegen Atemwegsinfekten

Erkäl­tungs­sai­son beginnt: 25 Pro­zent aller Krank­schrei­bun­gen in Nie­der­sach­sen wegen Atemwegsinfekten Die Erkäl­tungs­sai­son hat in Nie­der­sach­sen begon­nen. Nach aktu­el­len Aus­wer­tun­gen der...

Wirtschaft

Min­dest­lohn steigt 2027 auf 14,60 Euro

Min­dest­lohn steigt 2027 auf 14,60 Euro: So hoch ist die Lohn­un­ter­gren­ze 2026 Der gesetz­li­che Min­dest­lohn ist 2026 auf 13,90 Euro brut­to...

Blaulicht

Feu­er­wehr Bun­de grün­det Droh­nen­ein­heit: DJI Matri­ce 4TD unter­stützt künf­tig bei Einsätzen

Feu­er­wehr Bun­de grün­det eige­ne Droh­nen­ein­heit: Moder­ne Tech­nik für zukünf­ti­ge Einsätze Bun­de – Aus einer Idee ist inner­halb kur­zer Zeit Rea­li­tät...

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Reich­wei­ten­stark kom­mu­ni­zie­ren: Ver­net­zung von Face­book und Por­ta­len ohne Paywalls

War­um Ver­net­zung hohe Reich­wei­te schafft – Face­book & Online‑Portale im Zusammenspiel In einer Zeit, in der Auf­merk­sam­keit die wich­tigs­te Wäh­rung...

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Regio­na­les Sto­rytel­ling stärkt digi­ta­le Sichtbarkeit

Regio­na­les Sto­rytel­ling – wie Online‑Marketing wirk­lich funktioniert In einer Zeit, in der Sicht­bar­keit alles bedeu­tet, ent­schei­det sich Erfolg im Netz...

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Ob Stadt oder Land­kreis Leer – die Even­burg ist das Sym­bol unse­rer Hei­mat. Auf der Face­book­sei­te „Wir Leera­ner“ infor­mie­ren wir...

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Frei­er Zugang zu regio­na­len News: Lese­r­ECHO-Ver­lag for­ciert media­le Teilhabe

Medi­en für alle: Lese­r­ECHO-Ver­lag stärkt regio­na­le Teil­ha­be durch kos­ten­freie Newsportale In einer Zeit, in der Infor­ma­tio­nen zuneh­mend hin­ter Bezahl­schran­ken ver­schwin­den,...

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Online-Anzei­gen rich­tig gestal­ten: Smart­phone & Tablet im Fokus

Online-Anzei­gen: Das rich­ti­ge For­mat für Smart­phone & Tablet In der heu­ti­gen digi­ta­len Welt grei­fen immer mehr Nut­zer über Smart­phones und...

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Wil­helms­ha­ven Sai­ling-CUP 2026: Tra­di­ti­ons­seg­le­r­und mari­ti­mes Programm

Wil­helms­ha­ven Sai­ling-CUP 2026: Tra­di­ti­ons­seg­ler, Regat­ten und mari­ti­mes Pro­gramm am Bontekai Wil­helms­ha­ven. Vom 2. bis 4. Okto­ber 2026 steht Wil­helms­ha­ven ganz...

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Digi­ta­li­sie­rung im Bau­ge­wer­be: Pra­xis­na­he Lösun­gen und KI am 28. Okto­ber in Leer

Digi­ta­li­sie­rung im Bau­ge­wer­be: Pra­xis­na­he Lösun­gen und aktu­el­le Ent­wick­lun­gen im Fokus Ver­an­stal­tung am 28. Okto­ber 2026 im Spar­kas­sen­Fo­rum Leer – kur­ze Fach­bei­trä­ge,...

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„Mac­beth“ in Leer: Shake­speares Tra­gö­die am 25. Sep­tem­ber im Thea­ter an der Blinke

„Mac­beth“ im Thea­ter an der Blin­ke in Leer Lan­des­büh­ne Nie­der­sach­sen Nord bringt Wil­liam Shake­speares Tra­gö­die nach Leer Leer – Ein Klas­si­ker der...

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Wein­ge­nuss am Gro­ßen Meer: Wein­pro­be mit Wein­kis­te Ost­fries­land in Südbrookmerland

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Weih­nachts­kon­voi Moorm­er­land 2026: 125 fest­lich geschmück­te Fahr­zeu­ge für den guten Zweck

Luft­auf­nah­me vom Weih­nachts­markt in Moorm­er­land aus dem ver­gan­ge­nen Jahr. Die ein­drucks­vol­le Droh­nen­auf­nah­me stammt von Rolf-Die­ter Boots­mann von Luft­bli­cke Nord­west. Weih­nachts­kon­voi...

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Wein­fest an der Hengst­for­der Müh­le 2026: Wein, Musik und Genuss in Apen

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APEN AIR 2026: 16 Bands, Punk­rock und Fami­li­en­pro­gramm in Apermarsch

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