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Brand­kas­se unter­stützt Kin­der- und Jugendfeuerwehren

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Über die von Tho­mas Weiss und Tammo Keck über­ge­be­nen neu­en Kof­fer freu­en sich Erwin Rei­ners, Ernst Hem­men, Fried­helm Tan­nen und Timo Smit (v.l.n.r.)

 

240 Übungs­kof­fer für Nach­wuchs­kräf­te im Wert von 28.000 €

Brand­kas­se unter­stützt Kin­der- und Jugendfeuerwehren

 

In Ost­fries­land sind die Kin­der- und Jugend­feu­er­weh­ren die wich­ti­ge Säu­le für die zumeist frei­wil­li­gen Feu­er­weh­ren und ihre Nach­wuchs­ar­beit. Hier wer­den die zukünf­tig akti­ven Kame­ra­din­nen und Kame­ra­den aus­ge­bil­det und der Kame­rad­schafts­geist geweckt. Damit vor Ort not­wen­di­ge Maß­nah­men und Ein­sät­ze auch geübt und Gefah­ren erkannt wer­den kön­nen, über­reich­te der Vor­stand der Ost­frie­si­schen Land­schaft­li­chen Brand­kas­se den ost­frie­si­schen Feu­er­weh­ren ‚Arbeits­platz- und Expe­ri­men­tier-Kof­fer‘ im Wert von rund 28.000 Euro.

 

För­de­rung der Nach­wuchs­ar­beit nach dem Mot­to „Früh übt sich!“

 

Der Inhalt der Arbeits- und Expe­ri­men­tier-Kof­fer aus Alu­mi­ni­um mit ‚Ver­bren­nungs­pro­ben‘:
Metall­scha­len, Sor­ti­ments­käs­ten mit Ver­bren­nungs­pro­ben, Dosen mit Holz- und Stahl­wol­le, 9V-Bat­te­rien, Was­ser­glä­ser, Tee­licht­scha­len, Tie­gel­zan­gen, Tee­lich­ter, feu­er­fes­te Alu­mi­ni­um-Unter­la­gen, Feu­er­zeu­ge, Streich­holz­schach­teln, Abwurf­be­häl­ter aus Alu­mi­ni­um, lan­ge Holz­spie­ße, Wun­der­ker­zen und Wischtücher

„Stell‘ Dir vor, Du wählst in Dei­ner Not die 112 – und kei­ner kommt! Das wol­len der Feu­er­wehr­ver­band Ost­fries­land und die Ost­frie­si­sche Land­schaft­li­che Brand­kas­se unbe­dingt ver­mei­den“, schil­dert Erwin Rei­ners, Regie­rungs­brand­meis­ter und Prä­si­dent des Feuerwehr­verbandes Ost­fries­land. „In Ost­fries­land sind 1.829 Jugend­li­che in 112 Jugend- und 972 Kin­der in 59 Kin­der­feu­er­weh­ren orga­ni­siert. Sie sind das mor­gi­ge Stand­bein unse­rer heu­ti­gen Kame­ra­din­nen und Kame­ra­den in den 166 Weh­ren vor Ort. Und die­se hohe Anzahl von Nach­wuchs­kräf­ten ist das Ergeb­nis einer her­vor­ra­gen­den Nach­wuchs­ar­beit unse­rer Feu­er­weh­ren. Damit das auch so bleibt und wir nicht dem Nega­tiv-Trend ande­rer Bun­des­län­der fol­gen, blei­ben wir unse­rem Kon­zept treu und bie­ten neben einem zu ler­nen­den ‚Fach­wis­sen‘ auch ein Gefühl für Zusam­men­ge­hö­rig­keit, Kame­rad­schafts­geist – und eine Men­ge Spaß bei gemein­sa­men Ver­an­stal­tun­gen, die Coro­na-bedingt lei­der aus­fie­len. Für das ‚Fach­wis­sen‘ benö­ti­gen wir jedoch natür­lich auch ‚ordent­li­che Arbeitsmittel‘.“

 

Das Stich­wort nimmt Tho­mas Weiss, Vor­stands­vor­sit­zen­der der Brand­kas­se, gern auf: „Aus vol­ler Über­zeu­gung und von Her­zen unter­stüt­zen wir die Arbeit mit den Kin­dern und Jugend­li­chen in jedem Jahr mit der einen oder ande­ren För­de­rung. In den bei­den ‚Coro­na-Jah­ren‘ wur­den jedoch die Akti­vi­tä­ten, wie zum Bei­spiel die ‚heiß­ge­lieb­ten‘ Zelt­la­ger, lei­der abge­sagt. Aber: ‚Beson­de­re Zei­ten erfor­dern beson­de­re Maß­nah­men‘! Wir schau­en nach vorn und haben im letz­ten Jahr für die kom­men­den Ver­an­stal­tun­gen ein rie­si­ges auf­blas­ba­res ‚Human-Soc­cer-Spiel‘ über­reicht. Jetzt haben wir von den Jugend­war­ten erfah­ren, dass sie sich für die zukünf­ti­gen Übungs-Tref­fen über soge­nann­te ‚Expe­ri­men­tier-Kof­fer‘ freu­en wür­den – und haben unse­re Unter­stüt­zung zuge­sagt. Für die wich­ti­ge Arbeit mit den Jugend­li­chen, die den Bestand unse­rer Ein­satz­weh­ren auch sichert, kön­nen wir uns gar nicht genug bedanken!“

 

Stand heu­te gibt es ost­fries­land­weit 6.430 akti­ve Feu­er­wehr­leu­te in 166 Orts­weh­rendie in den meis­ten Fäl­len schon in Kin­der­feu­er­weh­ren und spä­ter bei den Jugend­li­chen enga­giert warenTimo Smit, Spre­cher der ost­frie­si­schen Jugend­weh­ren, infor­miert: „Ler­nen muss auch Spaß machen. Die Jugend­feu­er­wehr­war­te aus den Land­krei­sen Aurich, Leer, Witt­mund und der Stadt Emden und ich wol­len pro­fes­sio­nel­les, gut hand­hab­ba­res und ein­heit­li­ches Mate­ri­al für unse­ren ‚Unter­richt‘ anbie­ten. Mit einem Sam­mel­su­ri­um von Selbst­ge­bas­tel­tem und ‚Abge­üb­tem‘ kann man heu­te ein­fach nicht mehr begeis­tern und vor allem auch nicht rund­um zum Bei­spiel zu der Gefahr ‚Feu­er‘ infor­mie­ren. Wir stie­ßen bei unse­rer Recher­che auf die ‚Arbeits­platz- und Expe­ri­men­tier-Kof­fer‘ im Wert von jeweils rund 120 Euro. Mit die­sen Uten­si­li­en kann man den Kin­dern und Jugend­li­chen genau auf­zei­gen, wel­ches Mate­ri­al wie stark ent­flamm­bar ist oder wie genau sich ein bestimm­tes Mate­ri­al ver­hält, wenn es anfängt zu bren­nen. Und dann haben wir bei der Brand­kas­se nach­ge­fragt, ob wir wie­der auf Unter­stüt­zung bei der Beschaf­fung hof­fen dürfen.“

 

Tammo Keck, Feu­er­wehr-Beauf­trag­ter der Brand­kas­se erläu­tert: „Gern haben wir die ‚Kof­fer-Idee‘ auf­ge­nom­men. Ent­wi­ckelt wur­de sie in dem Arbeits­kreis Kin­der- und Jugend­feu­er­weh­ren, den die OF zwei­mal im Jahr aus­rich­tet. In die­sem Arbeits­kreis arbei­te ich mit den ost­frie­si­schen Kreis- bzw. Stadt-Jugend­war­ten, wobei die Haupt­ar­beit natür­lich von den Kame­ra­din­nen und Kame­ra­den vor Ort wahr­ge­nom­men wird. Nach­dem uns geschil­dert wur­de, was dort alles vor­han­den ist, haben wir uns brand­kas­sen­sei­tig für eine kom­plet­te ost­fries­land­wei­te Aus­stat­tung der ‚klei­nen‘ Weh­ren ent­schie­den. Natür­lich sind die rund 28.000 Euro eine gro­ße Sum­me – der Ein­satz hei­ligt aber im wahrs­ten Sin­ne des Wor­tes die Mit­tel. Und wir woll­ten den ehren­amt­li­chen ‚Erzie­he­rin­nen und Erzie­hern‘ ihren Ein­satz ver­ein­fa­chen und pro­fes­sio­na­li­sie­ren, denn auch für die­se Arbeit der Kame­ra­din­nen und Kame­ra­den sind die Kof­fer eine gro­ße Hil­fe!“

 

Der ehe­ma­li­ge Spre­cher der ost­frie­si­schen Kin­der- und Jugend­feu­er­weh­ren und heu­ti­ge Witt­mun­der Kreis­brand­meis­ter Fried­helm Tan­nen ergänzt augen­zwin­kernd: „Die Brand­kas­se unter­stützt von jeher unse­re von allen schmerz­lich ver­miss­ten Zelt­la­ger – ob mit 2.000 Jugend­li­chen auf Ost­fries­land- oder in klei­ne­rem Rah­men auf Land­kreis-Ebe­ne. Die sind ja Coro­na-bedingt kom­plett weg­ge­fal­len. Von daher haben wir alter­na­tiv über­legt, was denn mach­bar und sinn­voll für unse­re Arbeit in die­ser Rich­tung ist … und stie­ßen in Aurich auf offe­ne Ohren! Dass wir jetzt in jeder ein­zel­nen Kin­der- und Jugend­wehr sol­che Kof­fer zur Ver­fü­gung haben, freut uns wirk­lich! Wir berich­ten auf alle Fäl­le von den jewei­li­gen Einsätzen!“

 

Ernst Hem­men Regie­rungs­brand­meis­ter a.D. und Ehren­prä­si­dent des Feu­er­wehr­ver­bands: „‚Ret­ten, ber­gen, löschen, schüt­zen‘ sind die Auf­ga­ben unse­rer Weh­ren! Erst durch ein gemein­sa­mes Üben kommt die not­wen­di­ge Rou­ti­ne für Gefahren­situationen, wie wir in 2021 wie­der bestä­tigt sahen. Für zum Bei­spiel die beacht­li­chen Leis­tun­gen der Kame­ra­din­nen und Kame­ra­den bei dem  Tor­na­do-Ein­satz im August in Groß­hei­de und umzu gebührt ihnen höchs­te Aner­ken­nung! Und was Jugend­li­che und Kin­der in jun­gen Jah­ren ler­nen, geht in Fleisch und Blut über und ist gera­de in ‚brenz­li­gen‘ Momen­ten wich­tig. Von daher war ich im letz­ten Jahr mei­ner ‚Amts­zeit‘ von der Idee begeistert!“

 

„Eigent­lich ver­bringt man die Zeit in einer Kin­der- und Jugend­feu­er­wehr wie in einer zwei­ten Fami­lie – da wird auch schon ein­mal in den Arm genom­men, wenn das eine oder ande­re nicht sofort gelingt oder das Knie ein­mal auf­ge­schürft ist“, schließt Rei­ners. „Damit sich unser Nach­wuchs auch wei­ter­hin bei und mit uns wohl­fühlt und letzt­end­lich auch bei uns bleibt, bedan­ke mich bei allen an die­ser Idee Betei­lig­ten und ganz beson­ders bei der Ost­frie­si­schen Brand­kas­se, die uns die Beschaf­fung der 240 Kof­fer ermöglichte!“


 

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Sprit­prei­se sin­ken: Bund und Län­der beschlie­ßen Steu­er­sen­kung für Ben­zin und Diesel

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Sprit­prei­se: Bund und Län­der beschlie­ßen Steu­er­sen­kung für Ben­zin und Diesel

Tan­kra­batt soll ab 1. Okto­ber 2026 grei­fen – Ener­gie­steu­er sinkt um 14 Cent pro Liter

Ber­lin, 18. Sep­tem­ber 2026 – Auto­fah­re­rin­nen und Auto­fah­rer in Deutsch­land sol­len ange­sichts der der­zeit hohen Sprit­prei­se finan­zi­ell ent­las­tet wer­den. Bund und Län­der haben sich auf eine erneu­te Sen­kung der Ener­gie­steu­er auf Ben­zin und Die­sel ver­stän­digt. Die Maß­nah­me soll bis Ende 2026 gel­ten und die Kos­ten an den Tank­stel­len spür­bar reduzieren.

Hin­ter­grund sind die zuletzt stark gestie­ge­nen Kraft­stoff­prei­se. Nach Anga­ben der Bun­des­re­gie­rung sor­gen die krie­ge­ri­schen Ereig­nis­se und die erneu­te Eska­la­ti­on im Nah­ost-Kon­flikt für erheb­li­che Unsi­cher­hei­ten an den inter­na­tio­na­len Märk­ten. Die Aus­wir­kun­gen tref­fen sowohl die Wirt­schaft als auch pri­va­te Haus­hal­te, dar­un­ter Pend­ler, Fami­li­en, Frei­be­ruf­ler und Ehrenamtliche.

Ener­gie­steu­er auf Ben­zin und Die­sel wird gesenkt

Der Bund will die Ener­gie­steu­er auf Ben­zin und Die­sel bis Ende 2026 um 14 Cent pro Liter redu­zie­ren. Unter Ein­be­zie­hung der Umsatz­steu­er ergibt sich dar­aus eine rech­ne­ri­sche Steu­er­ent­las­tung von rund 17 Cent je Liter Kraft­stoff.

Damit soll das Tan­ken für Ver­brau­cher und Unter­neh­men güns­ti­ger wer­den. Die tat­säch­li­che Ent­wick­lung der Prei­se an den Tank­stel­len hängt aller­dings wei­ter­hin von der Ent­wick­lung der inter­na­tio­na­len Öl- und Kraft­stoff­märk­te sowie der Preis­ge­stal­tung der Mine­ral­öl­wirt­schaft ab.

Ent­las­tung von rund 2,5 Mil­li­ar­den Euro

Ins­ge­samt sol­len Bür­ge­rin­nen und Bür­ger sowie Unter­neh­men durch das Maß­nah­men­pa­ket um rund 2,5 Mil­li­ar­den Euro ent­las­tet werden.

Bund und Län­der tra­gen die geplan­ten Ent­las­tun­gen gemein­sam. Die Län­der sol­len dabei einen Bei­trag von 1,25 Mil­li­ar­den Euro über einen Umsatz­steu­er­fest­be­trag leisten.

Tan­kra­batt soll ab 1. Okto­ber 2026 gelten

Das Ent­las­tungs­pa­ket soll nach den bis­he­ri­gen Pla­nun­gen zum 1. Okto­ber 2026 umge­setzt wer­den. Vor­aus­set­zung ist die wei­te­re Abstim­mung mit den Län­dern und den Koali­ti­ons­frak­tio­nen im Deut­schen Bundestag.

Die Bun­des­re­gie­rung will damit mög­lichst schnell auf die der­zeit hohen Kraft­stoff­prei­se reagieren.

Bun­des­kanz­ler Fried­rich Merz erklär­te, wer täg­lich auf das Auto ange­wie­sen sei, kom­me ange­sichts der hohen Prei­se an sei­ne Belas­tungs­gren­ze. Gleich­zei­tig ver­wies er auf die schwie­ri­ge Haus­halts­la­ge und bezeich­ne­te die Ent­las­tung von 2,5 Mil­li­ar­den Euro als erheb­li­chen finan­zi­el­len Kraftakt.

Hat der Tan­kra­batt tat­säch­lich Wirkung?

Die Bun­des­re­gie­rung ver­weist dar­auf, dass eine ver­gleich­ba­re Ener­gie­steu­er­sen­kung bereits im Mai und Juni 2026 weit­ge­hend bei den Ver­brau­che­rin­nen und Ver­brau­chern ange­kom­men sei.

Nach Anga­ben der Bun­des­re­gie­rung kamen die Mono­pol­kom­mis­si­on und das Bun­des­kar­tell­amt zu dem Schluss, dass die dama­li­ge Steu­er­sen­kung bei Ben­zin und Die­sel weit­ge­hend wei­ter­ge­ge­ben wur­de. Der dama­li­ge Tan­kra­batt habe ins­be­son­de­re dazu bei­getra­gen, Preis­spit­zen in einer Pha­se beson­ders hoher Kraft­stoff­prei­se abzufangen.

Bun­des­re­gie­rung plant zusätz­lich einen Spritpreisdeckel

Mit der Steu­er­sen­kung soll es nicht getan sein. Die Bun­des­re­gie­rung will dar­über hin­aus Gesprä­che mit der Mine­ral­öl­wirt­schaft führen.

Ziel ist es, spä­tes­tens zum 1. Janu­ar 2027 einen vor­über­ge­hen­den Sprit­preis­de­ckel ein­zu­füh­ren. Als mög­li­che Vor­bil­der nennt die Bun­des­re­gie­rung ent­spre­chen­de Rege­lun­gen in Luxem­burg und Bel­gi­en.

Dabei sol­len nach den bis­he­ri­gen Plä­nen meh­re­re Punk­te berück­sich­tigt wer­den. Die Ver­sor­gungs­si­cher­heit müs­se gewähr­leis­tet blei­ben. Gleich­zei­tig sol­len miss­bräuch­li­che Preis­auf­schlä­ge ver­hin­dert werden.

Auch auf euro­päi­scher Ebe­ne lau­fen Gesprä­che über mög­li­che Maß­nah­men gegen­über der Mine­ral­öl­wirt­schaft. Dabei wird unter ande­rem geprüft, ob ein Vor­ge­hen ana­log zum EU-Ener­gie­kri­sen­bei­trag von 2022 mög­lich ist.

Wei­te­re Hil­fen für beson­ders betrof­fe­ne Haus­hal­te und Unternehmen

Die Bun­des­re­gie­rung will die Ent­wick­lung der Kraft­stoff­prei­se und die mög­li­chen wirt­schaft­li­chen Fol­gen wei­ter­hin beob­ach­ten. Beson­ders betrof­fe­ne Men­schen und Unter­neh­men könn­ten bei Bedarf gezielt ent­las­tet werden.

Dafür sol­len die Vor­aus­set­zun­gen für einen ein­kom­mens­be­zo­ge­nen Direkt­aus­zahl­me­cha­nis­mus geschaf­fen wer­den. Damit könn­ten Hil­fen geziel­ter an beson­ders belas­te­te Haus­hal­te aus­ge­zahlt werden.

Pend­ler pro­fi­tie­ren bereits von höhe­rer Pendlerpauschale

Neben der Sen­kung der Ener­gie­steu­er ver­weist die Bun­des­re­gie­rung auf bereits beschlos­se­ne Entlastungen.

Die Pend­ler­pau­scha­le wur­de dau­er­haft erhöht. Dadurch sol­len Berufs­pend­ler steu­er­lich stär­ker ent­las­tet wer­den. Für Steu­er­pflich­ti­ge mit gerin­gen Ein­kom­men besteht wei­ter­hin die Mög­lich­keit, von der Mobi­li­täts­prä­mie zu profitieren.

Dar­über hin­aus sol­len Fami­li­en sowie Men­schen mit gerin­gen und mitt­le­ren Ein­kom­men durch eine Sen­kung der Ein­kom­men­steu­er ab 2027 steu­er­lich ent­las­tet werden.

Auch die Land­wirt­schaft erhält wei­te­re Ent­las­tun­gen. Die Agrar­die­sel-Rück­ver­gü­tung wur­de wie­der voll­stän­dig eingeführt.

Zudem soll das Kar­tell­recht wei­ter geschärft wer­den, damit die Preis­ent­wick­lung und die Preis­ge­stal­tung beim Tan­ken bes­ser über­wacht wer­den können.

Was bedeu­tet die Steu­er­sen­kung für Autofahrer?

Für Auto­fah­rer bedeu­tet die geplan­te Maß­nah­me zunächst eine rech­ne­ri­sche Steu­er­ent­las­tung von rund 17 Cent je Liter Ben­zin oder Die­sel, wenn die Ener­gie­steu­er­sen­kung ein­schließ­lich Umsatz­steu­er voll­stän­dig im End­kun­den­preis ankommt.

Bei einer Tank­fül­lung von bei­spiels­wei­se 50 Litern ent­sprä­che dies rech­ne­risch einer Ent­las­tung von rund 8,50 Euro. Bei 60 Litern wären es rund 10,20 Euro.

Wie stark die Prei­se an den ein­zel­nen Tank­stel­len tat­säch­lich sin­ken, hängt jedoch auch von der Ent­wick­lung der Roh­öl­prei­se, Wech­sel­kur­sen, Raf­fi­ne­rie­kos­ten und der Preis­ge­stal­tung im Mine­ral­öl­han­del ab.

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Land­ge­richt Aurich: Zwei neue Straf­ver­fah­ren gegen Ange­klag­te aus Ostfriesland

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Land­ge­richt Aurich: Zwei neue Straf­ver­fah­ren begin­nen in der kom­men­den Woche

Haupt­ver­hand­lun­gen gegen Ange­klag­te aus Wies­moor und Süd­brook­mer­land – Vor­wür­fe rei­chen von Straf­ta­ten gegen die sexu­el­le Selbst­be­stim­mung bis zum Han­del mit Betäubungsmitteln

Aurich – Am Land­ge­richt Aurich begin­nen in der kom­men­den Woche zwei neue erst­in­stanz­li­che Straf­ver­fah­ren. Ver­han­delt wer­den ein Ver­fah­ren gegen einen 34-Jäh­ri­gen aus Wies­moor sowie ein wei­te­res Ver­fah­ren gegen einen 38-jäh­ri­gen Mann und eine 32-jäh­ri­ge Frau aus Südbrookmerland.

Bei bei­den Ver­fah­ren han­delt es sich zunächst um Vor­wür­fe der Staats­an­walt­schaft. Ob sich die­se bestä­ti­gen, wird erst im Ver­lauf der jewei­li­gen Haupt­ver­hand­lung geklärt. Für alle Ange­klag­ten gilt bis zu einer rechts­kräf­ti­gen Ver­ur­tei­lung die Unschulds­ver­mu­tung.

Ver­fah­ren gegen 34-Jäh­ri­gen aus Wiesmoor

Vor der 3. Gro­ßen Jugend­kam­mer beginnt am Diens­tag, 22. Sep­tem­ber 2026, um 9 Uhr die Haupt­ver­hand­lung gegen einen 34-jäh­ri­gen Mann aus Wies­moor. Das Ver­fah­ren trägt das Akten­zei­chen 13 KLs 15/26. Den Vor­sitz führt der Vor­sit­zen­de Rich­ter am Land­ge­richt Klein. Ver­han­delt wird im Saal 108.

Die Staats­an­walt­schaft wirft dem Ange­klag­ten Straf­ta­ten gegen die sexu­el­le Selbst­be­stim­mung zum Nach­teil sei­ner Toch­ter vor. Die mut­maß­li­chen Taten sol­len sich im Zeit­raum von 2023 bis 2026 ereig­net haben.

Nach Dar­stel­lung der Ankla­ge leb­te der Ange­klag­te nach der Tren­nung von der Kin­des­mut­ter in einer eige­nen Woh­nung. Die Geschä­dig­te, die 2014 gebo­ren wur­de, soll ihren Vater regel­mä­ßig besucht haben.

Ab dem Jahr 2023 soll der Ange­klag­te wäh­rend sol­cher Besu­che in meh­re­ren Fäl­len sexu­el­le Hand­lun­gen an dem Kind bezie­hungs­wei­se sexu­el­le Hand­lun­gen vor dem Kind vor­ge­nom­men haben.

Für den ers­ten Haupt­ver­hand­lungs­ter­min sind drei Zeu­gen geladen.

Als Fort­set­zungs­ter­min ist Don­ners­tag, 24. Sep­tem­ber 2026, um 9 Uhr in Raum 116 vorgesehen.

Straf­ver­fah­ren wegen mut­maß­li­chen Han­dels mit Betäubungsmitteln

Einen Tag spä­ter, am Mitt­woch, 23. Sep­tem­ber 2026, um 9 Uhr, beginnt vor der 2. Gro­ßen Straf­kam­mer ein wei­te­res Straf­ver­fah­ren. Ange­klagt sind ein 38-jäh­ri­ger Mann und eine 32-jäh­ri­ge Frau aus Süd­brook­mer­land.

Das Ver­fah­ren wird unter dem Akten­zei­chen 11 KLs 40/23 geführt. Den Vor­sitz hat die Vor­sit­zen­de Rich­te­rin am Land­ge­richt Dr. Fuchs. Die Ver­hand­lung fin­det im Saal 107 des Amts­ge­richts Aurich statt.

Die Staats­an­walt­schaft wirft den bei­den Ange­klag­ten vor, sich spä­tes­tens im März 2021 zusam­men­ge­schlos­sen zu haben, um durch den gewinn­brin­gen­den Ver­kauf von Amphet­amin eine fort­lau­fen­de Ein­nah­me­quel­le zur Bestrei­tung ihres Lebens­un­ter­halts zu schaffen.

Nach der Ankla­ge sol­len die Betäu­bungs­mit­tel­ge­schäf­te ab Dezem­ber 2021 auch auf Can­na­bis und Ecsta­sy aus­ge­wei­tet wor­den sein. Die Staats­an­walt­schaft geht davon aus, dass bei­de Ange­klag­ten dabei arbeits­tei­lig und auf­grund eines gemein­sa­men Tat­plans gehan­delt haben.

Dem 32-jäh­ri­gen Ange­klag­ten wird dar­über hin­aus vor­ge­wor­fen, sei­ne Betäu­bungs­mit­tel­vor­rä­te durch das Bereit­hal­ten eines Base­ball­schlä­gers aus Metall sowie eines Schlag­rings abge­si­chert zu haben. Bei­de Gegen­stän­de sol­len sich nach Anga­ben der Staats­an­walt­schaft in der Gara­ge des Ange­klag­ten befun­den haben.

Für den ers­ten Ver­hand­lungs­tag ist ein Sach­ver­stän­di­ger geladen.

Als Fort­set­zungs­ter­min ist Mitt­woch, 30. Sep­tem­ber 2026, um 9 Uhr, eben­falls im Raum 107 des Amts­ge­richts Aurich, vor­ge­se­hen.

Unschulds­ver­mu­tung gilt

Das Land­ge­richt Aurich weist dar­auf hin, dass die Haupt­ver­hand­lun­gen der Klä­rung die­nen, ob die erho­be­nen Vor­wür­fe tat­säch­lich zutref­fen oder nicht. Bis zu einer rechts­kräf­ti­gen Ver­ur­tei­lung gilt für jeden Ange­klag­ten die Unschuldsvermutung.

Zudem kön­nen sich ange­setz­te Gerichts­ter­mi­ne kurz­fris­tig ändern oder aus­fal­len. Das Land­ge­richt weist des­halb dar­auf hin, die Hin­weis­ta­fel im Ein­gangs­be­reich des Land­ge­richts zu beachten.

Für Pres­se­ver­tre­ter gilt außer­dem: Licht­bild- oder Film­auf­nah­men von Ange­klag­ten müs­sen in anony­mi­sier­ter Form, bei­spiels­wei­se durch Ver­pi­xeln, erfolgen.

Quel­le: Land­ge­richt Aurich, Pres­se­stel­le, Mit­tei­lung Nr. 49/26 vom 18. Sep­tem­ber 2026.

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NAJU Hesel wächst: Kin­der und Jugend­li­che gestal­ten ihren eige­nen Ort

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Das Gelän­de der NAJU Hesel © NAJU | Chris­toph Bruns

NAJU Hesel: In weni­gen Mona­ten ist ein Ort für Natur, Begeg­nung und Gemein­schaft entstanden

Kin­der, Jugend­li­che und Ehren­amt­li­che gestal­ten die neue Flä­che gemein­sam – vie­le Ideen für die Zukunft

Hesel – Was in weni­gen Mona­ten ent­ste­hen kann, wenn vie­le Men­schen gemein­sam anpa­cken, zeigt die NAJU Hesel. Seit dem ers­ten regu­lä­ren Grup­pen­tref­fen am 7. März hat sich auf dem Gelän­de der Kin­der- und Jugend­grup­pe der NABU-Kreis­grup­pe Leer viel getan. Gemein­sam mit Kin­dern, Jugend­li­chen, Ehren­amt­li­chen und Unter­stüt­zern ent­stan­den Wege sowie Sitz‑, Spiel- und Werk­be­rei­che und ver­schie­de­ne Ange­bo­te, die Natur unmit­tel­bar erleb­bar machen.

Im Früh­jahr wur­den zudem meh­re­re hun­dert gespen­de­te Pflan­zen ein­ge­setzt. Im Juni kamen zwei Bau­wa­gen hin­zu, die heu­te eben­falls Teil des Gelän­des und der Grup­pen­ar­beit sind.

Vie­le ehren­amt­li­che Stun­den für den Aufbau

„Wenn man bedenkt, dass wir uns erst seit März regel­mä­ßig tref­fen, ist es schon beein­dru­ckend, was hier gemein­sam ent­stan­den ist“, sag­te Grup­pen­lei­ter Chris­toph Bruns. „Wenn ich heu­te auf die­se Flä­che schaue, sehe ich vor allem vie­le Men­schen, die irgend­wann gesagt haben: Das ist eine gute Idee, da hel­fe ich mit.“

Eine die­ser Per­so­nen ist Miri­am Wrzol, die den Auf­bau der NAJU Hesel von Beginn an beglei­tet. Als Co-Lei­tung ist sie in nahe­zu alle Berei­che ein­ge­bun­den. Dazu gehö­ren unter ande­rem Orga­ni­sa­ti­on und Pla­nung, die Ent­wick­lung neu­er Ideen, die Gestal­tung der Flä­che sowie die Durch­füh­rung von Grup­pen­tref­fen und Aktionen.

Im Juni kam Lou­is Wed­ler als wei­te­rer Co-Lei­ter hin­zu. Sein Schwer­punkt liegt eben­falls auf Orga­ni­sa­ti­on und Pla­nung sowie auf der Jugend­grup­pe. Dar­über hin­aus unter­stützt er die Kin­der­grup­pe und gemein­sa­me Aktionen.

Neben der Lei­tung enga­gie­ren sich zahl­rei­che wei­te­re Erwach­se­ne und Jugend­li­che ehren­amt­lich. Mit vie­len geleis­te­ten Stun­den tra­gen sie zum Grup­pen­le­ben und zur wei­te­ren Ent­wick­lung des Gelän­des bei.

Unter­stüt­zung durch Stif­tun­gen und Spenden

Der Auf­bau der NAJU Hesel wur­de von ver­schie­de­nen Orga­ni­sa­tio­nen und Unter­stüt­zern beglei­tet. Die Irma-Waal­kes-Stif­tung und die Spar­kas­se Leer Witt­mund unter­stütz­ten die Anschaf­fung der bei­den Bauwagen.

Die Nie­der­säch­si­sche Bin­go-Umwelt­stif­tung för­der­te einen gro­ßen Teil der Aus­stat­tung. Auch die NABU-Kreis­grup­pe Leer unter­stützt die NAJU Hesel sowohl orga­ni­sa­to­risch als auch finanziell.

Hin­zu kom­men zahl­rei­che Sach- und Mate­ri­al­spen­den, die eben­falls zum Auf­bau des Gelän­des bei­getra­gen haben.

Kin­der und Jugend­li­che brin­gen eige­ne Ideen ein

Beim Spät­som­mer­fest konn­ten Kin­der, Jugend­li­che, Eltern und wei­te­re Gäs­te ihre Wün­sche und Ideen für die Zukunft der NAJU Hesel ein­brin­gen. Die Betei­li­gung erfolg­te im Rah­men des Bun­des­pro­gramms „Demo­kra­tie leben!“.

Dabei kamen zahl­rei­che Vor­schlä­ge zusam­men. Gewünscht wur­den unter ande­rem ein Insek­ten­ho­tel und ein Baum­haus. Auch wei­te­re Spiel- und Frei­zeit­mög­lich­kei­ten, Über­nach­tungs­ak­tio­nen, Nacht­wan­de­run­gen und Feri­en­an­ge­bo­te wur­den genannt.

Dar­über hin­aus ging es um Wün­sche zur Orga­ni­sa­ti­on und um Mög­lich­kei­ten, wie sich Kin­der und Jugend­li­che künf­tig noch stär­ker inner­halb der Grup­pe betei­li­gen können.

Die gesam­mel­ten Ideen sol­len nun aus­ge­wer­tet und in die wei­te­re Pla­nung ein­be­zo­gen werden.

Natur erle­ben und Ver­ant­wor­tung übernehmen

Nach der inten­si­ven Auf­bau­pha­se soll künf­tig noch stär­ker die eigent­li­che Kin­der- und Jugend­ar­beit der NAJU Hesel in den Mit­tel­punkt rücken. Geplant sind Akti­vi­tä­ten, bei denen Kin­der und Jugend­li­che Natur erle­ben, prak­ti­schen Natur­schutz umset­zen, gemein­sam ler­nen und krea­tiv tätig wer­den können.

Auch das Über­neh­men von Ver­ant­wor­tung spielt dabei eine wich­ti­ge Rol­le. Das Gelän­de soll dabei nicht nur Treff­punkt sein, son­dern den Kin­dern und Jugend­li­chen Mög­lich­kei­ten bie­ten, eige­ne Ideen umzu­set­zen und ihren Lebens­raum aktiv mitzugestalten.

Für den Win­ter ist außer­dem eine JuLei­Ca-Aus­bil­dung für meh­re­re Team­er vor­ge­se­hen. Die Jugend­lei­ter-Card (JuLei­Ca) dient als Qua­li­fi­ka­ti­ons­nach­weis für ehren­amt­li­che Jugendleiter.

„Das hier soll euer Ort sein“

Wel­che Bedeu­tung die Betei­li­gung der Kin­der und Jugend­li­chen für die NAJU Hesel hat, mach­te Chris­toph Bruns bei sei­ner Anspra­che deutlich.

„Am Ende bau­en wir die­sen Ort nicht für uns Erwach­se­ne. Das hier soll euer Ort sein“, fass­te Bruns die Idee der Grup­pe zusammen.

Damit steht neben dem Natur- und Umwelt­schutz vor allem die akti­ve Betei­li­gung der jun­gen Mit­glie­der im Mit­tel­punkt. Sie sol­len die Mög­lich­keit erhal­ten, eige­ne Ideen ein­zu­brin­gen und die wei­te­re Ent­wick­lung der NAJU Hesel mitzugestalten.

Die NAJU Hesel bedankt sich bei allen Kin­dern, Jugend­li­chen, Fami­li­en, Ehren­amt­li­chen, För­de­rern und Unter­stüt­zern, die zum Spät­som­mer­fest und zur Ent­wick­lung der Grup­pe bei­getra­gen haben.

Kon­takt zur NAJU Hesel

Chris­toph Bruns
Lei­tung NAJU Hesel
Kin­der- und Jugend­grup­pe der NABU-Kreis­grup­pe Leer

E‑Mail: naju.leer@gmail.com
Insta­gram: @naju_hesel

 

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