Politik
CDU Ostfriesland gratuliert Sebastian Lechner und Gitta Connemann
Neues Führungsteam der CDU in Niedersachen:
CDU Ostfriesland gratuliert Sebastian Lechner und Gitta Connemann
Bezirksverband dankt scheidendem Landesvorsitzenden Bernd Althusmann
Braunschweig/ Ostfriesland. „Der Neustart der CDU in Niedersachsen ist geglückt. Wir gehen nach der verlorenen Landtagswahl im vergangenen Jahr, mit einer neuen Führung und einem überzeugenden Team gestärkt in das neue Jahr 2023. Die CDU Ostfriesland gratuliert dem neuen CDU-Landesvorsitzenden Sebastian Lechner und seiner Stellvertreterin, unserer ostfriesischen Kandidatin Gitta Connemann, zu ihrer Wahl und wünschen ihnen und dem ganzen Team viel Erfolg“, erklärte Ulf Thiele als Vorsitzender der CDU Ostfriesland im Anschluss an den Landesparteitag der Christdemokraten in Braunschweig. „Zu einer funktionierenden Demokratie gehört auch eine starke und fordernde Opposition. Landtagsfraktion und Landespartei werden die rot-grüne Koalition in Niedersachen jetzt gemeinsam, verbindlich im Ton, aber konstruktiv und klar in der Sache, stellen, Fehlentscheidungen aufzeigen und bessere Alternativen entwickeln“, so Thiele.
Mit Sebastian Lechner werde die CDU in Niedersachsen klar erkennbarer Interessenvertreter der Menschen in unserem Land, in einer Welt der Krisen und des Wandels sein, ist Ulf Thiele überzeugt. „Wir werden zugleich ehrgeizige Ziele für Niedersachsen und für unser Ostfriesland formulieren. In der Energiepolitik beispielsweise reicht es nicht aus, Niedersachsen als Windenergieland Nummer eins zu etablieren. Wir müssen auch Wasserstoffland Nummer eins werden, und Ostfriesland muss bei der Erzeugung von grünem Wasserstoff und auch beim Import grüner Energie eine zentrale Rolle spielen“, so Ulf Thiele. Diesen Weg wolle die CDU Ostfriesland gemeinsam mit der CDU in Niedersachsen und mit Sebastian Lechner gehen.
„Niedersachsen braucht eine starke CDU. Diese Stärke müssen wir zurückgewinnen. Das geht nur mit einem Neustart. Im Team. Ich freue mich sehr über das Vertrauen in mich. Und darauf, Teil der neuen Mannschaft der CDU in Niedersachsen zu sein. Wir werden eine starke Opposition im Interesse der Menschen in Niedersachsen und in unserem Ostfriesland sein. Denn sie haben Besseres verdient. Niedersachsen kann mehr. Packen wir es an!“ So kommentierte Gitta Connemann ihre Wahl zur stellvertretenden Landesvorsitzenden der CDU in Niedersachsen.
„Gitta Connemann wird in der neuen Führung der Landes-CDU eine starke Stimme für den ländlichen Raum und für die mittelständische Wirtschaft sein. Im Team mit Sebastian Lechner, dem neuen Generalsekretär Marco Mohrmann und einem neuen Landesvorstands-Team wird sie uns als Bundesvorsitzende der Mittelstandsunion von CDU und CSU ein klares Profil in den wichtigen Fragen der Wirtschafts- und Mittelstandspolitik geben“, ist Thiele überzeugt. Er dankte zudem der leeraner CDU-Kreisvorsitzenden Melanie Nonte (Hesel), die in den vergangenen zwei Jahren als Mitglied des Präsidiums der Landes-CDU gewirkt hatte. „Melanie Nonte war im vorherigen Landesvorstand das einzige Präsidiumsmitglied ohne Abgeordnetenmandat und hat sich dort ehrenamtlich mit großem Engagement eingebracht. Für ihren Einsatz, auch zum Wohle Ostfrieslands, danken wir ihr sehr“, so Thiele.
Abschließend dankte Ulf Thiele dem scheidenden Landesvorsitzenden Bernd Althusmann. „Er ist ein Freund Ostfrieslands und hat für uns und mit uns vor allem in der Wirtschaftspolitik, beispielsweise mit den Investitionen in den Emder Hafen und mit dem Ostfrieslandplan, viel Positives auf den Weg gebracht. Wir danken ihm sehr für seine Arbeit als Wirtschaftsminister für unsere Region, und wir sind dankbar für seinen Einsatz als Landesvorsitzender der CDU in Niedersachsen in den vergangenen sechs Jahren.“
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Politik
Nico Bloem: Frontalangriff auf „Lifestyle-Teilzeit“-Debatte
Bloem kritisiert CDU-Vorstöße: „Herber Schlag gegen die Beschäftigten“
WEEENER / HANNOVER – Der SPD-Landtagsabgeordnete Nico Bloem aus Weener bezieht in der aktuellen Debatte um die Einschränkung der Teilzeitarbeit klar Stellung. In einer scharfen Reaktion auf jüngste Vorschläge aus den Reihen der CDU kritisiert Bloem die Tendenz, Arbeitnehmerrechte systematisch zu schwächen.
Kritik an „Lifestyle“-Vorwürfen
Bloem ordnet die aktuelle Diskussion in eine Reihe von Vorstößen ein, die nach seiner Auffassung den Respekt gegenüber den Arbeitnehmern vermissen lassen. Ob es um die Kritik am Mindestlohn, Forderungen nach längeren Arbeitszeiten oder die Debatte um die telefonische Krankschreibung gehe – die Rhetorik sei besorgniserregend.
Besonders deutlich kritisiert der Abgeordnete die Äußerungen von Bundeskanzler Friedrich Merz und der Vorsitzenden der Mittelstands- und Wirtschaftsunion, Gitta Connemann. Den Vorwurf einer sogenannten „Lifestyle-Teilzeit“ bezeichnet Bloem als realitätsfern:
„Wer einen Teilzeitjob hat, hat in der Regel nicht genug Geld, um seinen Lifestyle in der Freizeit zu finanzieren. Wer das meint, kennt die Realität der Arbeitswelt nicht.“
Fokus auf Kinderbetreuung und Pflege statt Einschränkungen
Für Bloem ist Teilzeit kein Luxus, sondern für die meisten Beschäftigten eine Notwendigkeit, um den Alltag zwischen Beruf, Kinderbetreuung und der Pflege von Angehörigen zu bewältigen. Eine Einschränkung des Rechts auf Teilzeit würde nach seiner Einschätzung vor allem Frauen treffen und den bestehenden Fachkräftemangel durch einen Rückgang der Beschäftigung weiter verschärfen.
Statt Arbeitnehmerrechte zu beschneiden, fordert der SPD-Politiker Investitionen in die Infrastruktur des Alltags:
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Bessere Kinderbetreuung
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Gesteigerte Familienfreundlichkeit
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Stärkung der Pflege
Schulterschluss mit Arbeitnehmern und Unternehmen
Nico Bloem betont, dass die Menschen, die täglich „ackern“, Wertschätzung statt Misstrauen verdient hätten. Er signalisiert Gesprächsbereitschaft, sofern es um die Verbesserung der Vereinbarkeit von Job und Alltag geht. Abschließend unterstreicht er sein Engagement für die Region: „Ich stehe an der Seite aller Beschäftigten und Unternehmen und werde mich weiterhin für sie einsetzen, weil ich sehe, was täglich geleistet wird.“
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Politik
Teilzeit nur noch bei „echtem“ Bedarf? Heftiger Streit um CDU-Vorstoß
Streit um „Lifestyle-Teilzeit“: Minister Philippi kritisiert CDU-Vorstoß scharf
Die Debatte um die Arbeitszeitmodelle in Deutschland verschärft sich. Ein Antrag der Mittelstands- und Wirtschaftsunion (MIT) in der CDU, den Rechtsanspruch auf Teilzeit einzuschränken, sorgt für heftigen Gegenwind aus Niedersachsen. Arbeits- und Gleichstellungsminister Dr. Andreas Philippi (SPD) bezeichnet das Vorhaben als „absoluten Irrweg“.
In einem Antrag an den CDU-Bundesparteitag fordert die MIT unter dem Schlagwort „Kein Rechtsanspruch auf Lifestyle-Teilzeit“, den gesetzlichen Anspruch auf reduzierte Arbeitsstunden zu begrenzen. Ziel des Vorstoßes ist es offenbar, dem Arbeitskräftemangel durch eine höhere Vollzeitquote entgegenzuwirken. Doch für den niedersächsischen Arbeitsminister geht diese Rechnung nicht auf.
Realität an der Lebenswirklichkeit vorbei
„Dieser Vorschlag macht mich fassungslos“, erklärt Dr. Andreas Philippi deutlich. Laut dem Minister ignoriere der Begriff der „Lifestyle-Teilzeit“ die tatsächlichen Lebensrealitäten der Beschäftigten. Statistiken würden belegen, dass die Reduzierung der Arbeitszeit in den meisten Fällen nicht dem Freizeitvergnügen diene, sondern notwendig sei, um Beruf und „Care-Arbeit“ – also die Betreuung von Kindern oder die Pflege von Angehörigen – zu vereinbaren.
Besonders berufstätige Mütter stünden hier im Fokus. Eine Einschränkung des Rechts auf Teilzeit würde nach Ansicht Philippis vor allem Frauen treffen und sie im Zweifelsfall ganz aus dem Berufsleben drängen, anstatt sie zu mehr Arbeitsstunden zu bewegen.
Gefahr für den Arbeitsmarkt
Auch wirtschaftspolitisch sieht der Minister in dem Unions-Vorstoß eine Gefahr. Während die Wirtschaft händeringend nach Personal sucht, könnte eine solche Maßnahme zu einem Rückgang der Gesamtbeschäftigung führen. Anstatt Rechte zu beschneiden, fordert Philippi Investitionen in die Infrastruktur:
„Es ist politisch vielmehr notwendig, dass wir in die Weiterbildung und Qualifizierung der Beschäftigten investieren und die Rahmenbedingungen für Kinderbetreuung und Pflege verbessern – so kann mehr Vollzeiterwerbstätigkeit gefördert werden.“
Die Debatte zeigt deutlich die gegensätzlichen Positionen: Während Teile der Wirtschaft auf mehr Präsenz setzen wollen, pocht das Arbeitsministerium auf Flexibilität als Grundvoraussetzung für eine moderne Arbeitswelt und die Gleichstellung von Mann und Frau.
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Politik
Offshore-Gewerbesteuer gesichert: Landkreis Leer profitiert von Verordnung
Landesregierung sichert Gewerbesteuer von Offshore-Windparks – auch Landkreis Leer profitiert
Am Montag, 15. Dezember 2025, hat die niedersächsische Landesregierung eine wichtige Änderung der Verordnung über die Erhebung der Gewerbe- und Grundsteuer in gemeindefreien Gebieten beschlossen. Damit werden die Gewerbesteuereinnahmen der Offshore-Windparks vor der niedersächsischen Nordseeküste dauerhaft den Kommunen zugutekommen. Besonders profitieren davon nicht nur die Stadt Wilhelmshaven, sondern über den Kommunalen Finanzausgleich (KFA) auch andere Regionen wie der Landkreis Leer.
Ab 2026 fließt der wesentliche Teil der Gewerbesteuer aus den Offshore-Windparks zunächst in die Kassen der Stadt Wilhelmshaven. Rund 65 Millionen Euro der Einnahmen werden anschließend über den KFA auf andere niedersächsische Kommunen verteilt. So profitieren auch Kommunen im Binnenland von den Mehreinnahmen, während das Land Niedersachsen und der Bund gemeinsam rund neun Millionen Euro erhalten. Insgesamt verbleiben etwa 36 Millionen Euro im Haushalt von Wilhelmshaven selbst.
Finanzminister Gerald Heere betont: „Wir verhindern, dass viel Geld aus Niedersachsen abfließt und sichern durch diese gut abgewogene Entscheidung Steuereinnahmen im dreistelligen Millionenbereich dauerhaft für unsere Kommunen ab. Die Landesregierung zeigt damit einmal mehr, dass ihr die Belange der niedersächsischen Kreise, Städte und Gemeinden sehr wichtig sind.“
Hintergrund der Verordnung ist ein Urteil des Bundesfinanzhofs vom 3. Dezember 2024. Danach darf die Hebeberechtigung für die Gewerbesteuer für Offshore-Betriebsstätten nur auf eine oder mehrere Gemeinden übertragen werden. Ohne die Änderung hätten die Steuereinnahmen an die Standorte der Betreiber außerhalb Niedersachsens fließen können.
Die Landesregierung plant, die tatsächlichen Auswirkungen auf Wilhelmshaven und die Umverteilung über den KFA regelmäßig zu prüfen. Im kommenden Jahr sollen zudem Gespräche mit betroffenen Kommunen und den kommunalen Spitzenverbänden stattfinden, um das weitere Vorgehen zu besprechen.
Dank der neuen Regelung profitieren somit nicht nur die direkt betroffenen Küstenstädte, sondern auch Kommunen im Binnenland wie der Landkreis Leer, die auf die Mehreinnahmen angewiesen sind, um ihre Infrastruktur und kommunalen Aufgaben zu stärken.
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