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Ent­de­cken Sie die 54 km lan­ge Kir­chen­rou­te im Land­kreis Leer mit dem Fahrrad

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Erkun­den Sie die 54 km lan­ge Kir­chen­rou­te im Land­kreis Leer mit dem Fahrrad

Esklu­mer Kir­che: Geschich­te und Architektur

Geschich­te der Esklu­mer Kir­che ( Beitragsbild ) 

Die Esklu­mer Kir­che hat eine lan­ge und beweg­te Geschich­te, die bis ins 10. Jahr­hun­dert zurück­reicht. In den Urba­ren des Klos­ters Wer­den wird bereits der Ort Asca­la (Esklum) erwähnt, der güns­tig an der Ein­mün­dung der Leda in die Ems liegt. Ursprüng­lich stand hier eine Holz­kir­che, die um 1250 durch das heu­ti­ge Back­stein­ge­bäu­de ersetzt wur­de. Die Außen­mau­ern die­ser Kir­che hat Gott­fried Kiesow der Roma­nik zuge­rech­net, obwohl in Nord­deutsch­land Mit­te des 13. Jahr­hun­derts bereits goti­sche Bau­wer­ke wie die Ein­wöl­bung des Bre­mer Doms ent­stan­den. Eini­ge Fens­ter­öff­nun­gen der Kir­che wur­den spä­ter teil­wei­se umge­stal­tet. Spä­tes­tens im 14. Jahr­hun­dert wur­de die Kir­che ent­we­der erbaut oder im Stil der Gotik umgebaut.

Archi­tek­tur der Esklu­mer Kirche

Die Esklu­mer Kir­che ist eine recht­ecki­ge Saal­kir­che. An der Süd­sei­te befin­den sich zwei klei­ne seit­li­che Blend­fens­ter. Das west­li­che Fens­ter hat einen goti­schen Spitz­bo­gen, wäh­rend das öst­li­che, wahr­schein­lich nach­träg­lich zuge­mau­er­te Fens­ter vor­ne einen eher run­den Bogen und hin­ten einen Spitz­bo­gen auf­weist. Die drei grö­ße­ren Fens­ter in der Mit­te mit Spitz­bö­gen wur­den spä­ter ver­grö­ßert, und die Res­te der alten Rund­bo­gen­fens­ter sind teil­wei­se noch erkenn­bar, aber ver­mau­ert. An der Nord­sei­te deu­ten paar­wei­se ange­ord­ne­te Fens­ter Spitz­bö­gen an und könn­ten auf ein ehe­ma­li­ges Gewöl­be hinweisen.

Der Glo­cken­turm mit Sat­tel­dach wur­de im 15. Jahr­hun­dert als Wehr­turm ange­baut. Dar­auf wei­sen die Schieß­schar­ten im Ober­ge­schoss und ein Kamin hin, des­sen Schacht über dem Kir­chen­ein­gang her­aus­tritt. Im Jahr 1526 wech­sel­te die Gemein­de zum refor­mier­ten Bekennt­nis. Das Por­tal der Kir­che stammt aus dem Jahr 1711. Seit 1987 sind die refor­mier­ten Kir­chen­ge­mein­den Ihr­ho­ve, Esklum, Drie­ver und Gro­te­gas­te zusam­men­ge­fasst und tei­len sich zwei Pastoren.

Innen­ein­rich­tung der Esklu­mer Kirche

Der ältes­te Ein­rich­tungs­ge­gen­stand der Esklu­mer Kir­che ist der roma­ni­sche Tauf­stein aus Gra­nit, der aus dem 13. Jahr­hun­dert stammt und ursprüng­lich als Weih­was­ser­be­cken genutzt wur­de. Im Boden der Kir­che sind meh­re­re Grab­stei­ne aus dem 17. und 18. Jahr­hun­dert ein­ge­las­sen. Im Jahr 1771 wur­de der Innen­raum neu gestal­tet, ein höl­zer­nes Ton­nen­ge­wöl­be ein­ge­zo­gen und die Ostem­po­re gebaut. Die Kan­zel, ver­ziert mit Rocail­le­or­na­men­ten, soll der Über­lie­fe­rung nach aus der abge­bro­che­nen Gar­ni­sons­kir­che in Leer stam­men. Der Abend­mahls­tisch datiert von 1782.

Die Orgel der Esklu­mer Kirche

Die ers­te Orgel der Esklu­mer Kir­che wur­de 1855 von Gerd Sie­ben Jans­sen erbaut. Sie hat­te sie­ben Regis­ter auf einem Manu­al und ein ange­häng­tes Pedal. Im Jahr 1935 wur­de die Orgel von der Fir­ma Roh­lfing umge­baut, wobei das Pfei­fen­in­nen­werk ver­lo­ren ging. Nur der Pro­spekt mit 19 Ori­gi­nal­pfei­fen und die Wind­la­de blie­ben erhal­ten. 2008 rekon­stru­ier­te Orgel­bau­meis­ter Bartelt Immer die Orgel wie­der auf den ursprüng­li­chen Zustand. In einem zwei­ten Bau­ab­schnitt wur­de 2015/2016 die umfas­sen­de Restau­rie­rung der Orgel abgeschlossen. 

Ent­de­cken Sie die Schön­heit der Kir­chen­rou­te im Land­kreis Leer: Eine Rei­se zu den his­to­ri­schen Kir­chen­schät­zen der Region

Tau­chen Sie ein in die fas­zi­nie­ren­de Kir­chen­rou­te Wes­t­ov­er­le­din­gen, die Sie zu den kost­ba­ren Schät­zen zahl­rei­cher Kir­chen führt, wel­che die rei­che Geschich­te des reli­giö­sen Wir­kens in die­ser Regi­on wider­spie­geln. Vie­le die­ser ein­drucks­vol­len Bau­wer­ke und Innen­ein­rich­tun­gen haben über die Jahr­hun­der­te hin­weg über­dau­ert und erwar­ten nun Ihre Besich­ti­gung. Wäh­rend der Som­mer­mo­na­te haben eini­ge Got­tes­häu­ser tags­über ihre Türen für Besu­cher geöff­net. Wei­te­re Infor­ma­tio­nen fin­den Sie im Inter­net oder bei den ört­li­chen Pfarr­äm­tern. Nut­zen Sie außer­dem die Gele­gen­heit, die viel­fäl­ti­ge Land­schaft wäh­rend Ihrer Fahrt durch die Gemein­de Wes­t­ov­er­le­din­gen zu genießen.


Erle­ben Sie die Kir­chen­rou­te: Ent­de­cken Sie Hin­weis­schil­der ent­lang des Weges
Das Foto zeigt die Hin­weis­schil­der der Kir­chen­rou­te. Ent­lang der Stre­cke war­ten zahl­rei­che Sehens­wür­dig­kei­ten auf Sie. Ein Tipp: Pla­nen Sie aus­rei­chend Zeit ein, etwa 5 bis 8 Stun­den je nach den Besich­ti­gun­gen und den Ein­kehr­mög­lich­kei­ten ent­lang der Route.

Start/Ziel: Rund­weg zur Ent­de­ckung der Kir­chen­rou­te – Ev.-ref. Kir­che in Ihr­ho­ve, Denkmalstraße

Tau­chen Sie ein in die Schön­heit der Kir­chen­rou­te durch Wes­t­ov­er­le­din­gen, begin­nend an der Ev.-ref. Kir­che in Ihr­ho­ve an der Denkmalstraße.

Die Weg­be­schrei­bung führt Sie ent­lang eines fas­zi­nie­ren­den Pfa­des, der die his­to­ri­schen Kir­chen­schät­ze die­ser Regi­on enthüllt:

Begin­nen Sie von der ref. Kir­che und über­que­ren Sie die Bahn­hofs­stra­ße, um in die „Ihre­ner Stra­ße“ ein­zu­bie­gen. Nach etwa 300 Metern errei­chen Sie rechts am „Brandts­weg“ die altref. Kirche.

Fol­gen Sie wei­ter­hin der „Ihre­ner Stra­ße“. Nach der Unter­füh­rung bie­gen Sie rechts in den „Brei­ter Weg“ ein und hal­ten sich links an der „An der Kapel­le“. Hier erwar­tet Sie das ev.-freikirchl. Gemeindezentrum.

Am Ende die­ser Stra­ße geht es rechts wei­ter auf der „Ihre­ner Stra­ße“. Im Ver­lauf ent­de­cken Sie an der rech­ten Sei­te die ev. ref. Kir­che Ihrenerfeld.

Bie­gen Sie nach kur­zer Fahrt­stre­cke rechts in die „Wall­stra­ße“ ab, dann am Ende links auf die Stra­ße „Hus­tede“. An der Ampel­kreu­zung fah­ren Sie rechts ab auf die „Grü­ne Straße“.

Nach rund einem Kilo­me­ter führt die Stra­ße rechts ab in die „Fried­hof­stra­ße“ (am Anfang nur ein befes­tig­ter Weg). Links ab errei­chen Sie die ev.-ref. Kir­che Großwolde.

Schräg gegen­über der Kir­che führt links die „Müh­len­stra­ße“. Nach kur­zer Stre­cke bie­gen Sie rechts in „Feld­kam­pen“, dann links (kurz vor­der B70) in „Süd­ende“. Am Ende befin­det sich die ev.-luth. Kir­che Steenfelde.

Wei­ter geht es links in den „Krumm­spät“. Fol­gen Sie die­ser Stra­ße bis zum Ende, bie­gen dann rechts ab in die „Papen­bur­ger Stra­ße“, und an der nächs­ten Kreu­zung links in „Am Denk­mal“. Dort fin­den Sie die ev.-luth. Kir­che Flachsmeer.

Zwi­schen Kir­che und Kin­der­gar­ten führt rechts ab die Stra­ße „Mit­tel­weg“ bis „Hohe Hei­de“, dann rechts wei­ter auf „Papen­bur­ger Stra­ße“. Nach 100 Metern sehen Sie rechts die röm.-kath. Kir­che Flachsmeer.

Fol­gen Sie der „Papen­bur­ger Stra­ße“ nach Völ­len­er­kö­nigs­fehn bis zur ev.-luth. Kir­che. Gegen­über der Kir­che führt die „Eich­horn­stra­ße“ ein. An der ers­ten Kreu­zung rechts befin­det sich der „Dachs­weg“, dann rechts ab in die „Mar­der­stra­ße“.

Fast am Ende der Mar­der­stra­ße fin­den Sie links die röm.-kath. Kapel­le. Über­que­ren Sie die „Papen­bur­ger Stra­ße“ und fol­gen der „Süd­er­stra­ße“. Auf hal­ber Stre­cke macht die­se Stra­ße einen Schlen­ker – kurz links (Dwars­weg) und gleich wie­der rechts. Dann bie­gen Sie rechts in die „Haupt­stra­ße“.

Nach kur­zer Weg­stre­cke errei­chen Sie rechts das ev.-luth. Mar­tin-Luther-Haus (mit Fried­hof) in Völ­len­er­fehn. Fol­gen Sie der „Haupt­stra­ße“ bis zum „Fur­ke­weg“, dann links ab und hin­ter der Unter­füh­rung links in „Am Pad“.

Bie­gen Sie rechts ab in den „Im Kamp“ und über­que­ren die Bahn­glei­se. Nach einem kur­zen Schlen­ker rechts über „Gro­te Gatt“ geht es links in den „Völ­le­ner Kark­pad“, am Ende links errei­chen Sie die ev.-luth. Kir­che Völlen.

Wei­ter geht es auf der „Völ­le­ner Dorf­stra­ße“. Nach rund einem Kilo­me­ter bie­gen Sie links in „Lat­ter“ ab, fol­gen dem Ver­lauf bis zum Ende und dann links in „Mit­lin­ger Heu­weg“. Über­que­ren Sie die K22 und fah­ren wei­ter auf den „Milin­ger Kirchweg“.

Fol­gen Sie dem „Mit­lin­ger Kirch­weg“, dann links auf die „Mar­ker Stra­ße“. Wenn Sie die Müh­le sehen, bie­gen Sie links auf den „Mar­ker Müh­len­weg“ bis zum Deich. Dort rechts am Deich entlang.

Nach der Unter­füh­rung der Bahn bie­gen Sie in etwa 500 Metern rechts ab in „Zum Schöpf­werk“, dann links nach „Col­de­münt­je“ (K22). Wei­ter geht es rechts in die „Gro­te­gas­ter Stra­ße“, wo Sie am Ende die ev.-ref. Kir­che erreichen.

Kom­post­toi­let­te am Deich­weg in Driever

Keh­ren Sie zurück zur K22 und fol­gen die­ser rechts. Nach kur­zer Fahr­stre­cke gelan­gen Sie links ab wie­der an den Deich, wo es rechts wei­ter­geht. Bie­gen Sie rechts in „Drie­ver Deich­weg“ und dann noch mal rechts in „Lüt­je Weg“. Die­ser Weg mün­det auf der K22 („Klos­ter­stra­ße“). Links ab errei­chen Sie die ev.-ref. Kir­che von Driever.

Wei­ter geht es über die „Esklu­mer Stra­ße“, in deren Ver­lauf Sie die ev.-ref. Kir­che Esklum fin­den. Fol­gen Sie dem Ver­lauf der Stra­ße bis zur B70. Bie­gen Sie rechts ab.

An der Ampel über­que­ren Sie die B70 und fol­gen der „Brei­ner­moorer Stra­ße“. In Brei­ner­moor bie­gen Sie rechts in die „Ide­hör­ner Stra­ße“ und fin­den links die ev.-luth. Kirche.

Fah­ren Sie auf der „Ide­hör­ner Stra­ße“ wei­ter bis zur „Her­zog­stra­ße“. Bie­gen Sie rechts ab und dann links in die „Hütt­je­rei“, dann rechts in den „Oster­en­der Weg“ bis zur Ampelkreuzung.

Über­que­ren Sie die B70 und fah­ren wei­ter auf dem „Loog­weg“. Dann rechts in „Zu den Höfen l“. Am „Lüde­weg“ links ab. Dann rechts in die „Brahms­stra­ße“ und am Ende links in die „Denk­mal­stra­ße“.

An der lin­ken Sei­te fin­den Sie die röm.-kath. Kapel­le. Fol­gen Sie der „Denk­mal­stra­ße“. Sie errei­chen den Aus­gangs­punkt Ihrer inspi­rie­ren­den Rei­se ent­lang der Kirchenroute.

Refor­mier­te Kir­che in Ihr­ho­ve: Ein­bli­cke in eine rei­che Geschich­te mit mit­tel­al­ter­li­chem Glockenturm

Die Refor­mier­te Kir­che in Ihr­ho­ve ist nicht nur ein archi­tek­to­ni­sches Meis­ter­werk, son­dern auch ein leben­di­ges Zeug­nis ver­gan­ge­ner Epo­chen und spi­ri­tu­el­ler Traditionen.

Archäo­lo­gi­sche Unter­su­chun­gen las­sen ver­mu­ten, dass die Grün­dung der Sied­lung mit der Refor­mier­ten Kir­che in der Mit­te des 13. Jahr­hun­derts geplant wur­de. Obwohl kei­ne direk­ten Bewei­se für eine frü­he­re Holz­kir­che gefun­den wur­den, wur­de die heu­ti­ge Kir­che um 1250 als recht­ecki­ger Saal­bau mit Ost­ap­sis errich­tet und trägt noch immer die archi­tek­to­ni­schen Merk­ma­le die­ser Zeit.

Vor der Refor­ma­ti­on war die Kir­che Teil der Props­tei Leer im Bis­tum Müns­ter und schloss sich um 1530 dem refor­mier­ten Bekennt­nis an. Eine bedeu­ten­de Reno­vie­rung fand 1572 statt, um den Anfor­de­run­gen des refor­mier­ten Got­tes­diens­tes gerecht zu wer­den, wie ein Stein in der Ost­mau­er bezeugt.

Im Jahr 1789 wur­den die Mau­ern erhöht, um ein fla­ches höl­zer­nes Ton­nen­ge­wöl­be ein­zu­füh­ren, wäh­rend grö­ße­re rund­bo­gi­ge Fens­ter durch­bro­chen wur­den. Eine ers­te Orgel wur­de 1790 instal­liert, und 1907 wur­de ein klei­ner Vor­bau im Wes­ten als Wind­fang für den Ein­gang hinzugefügt.

Der frei­ste­hen­de Glo­cken­turm stammt aus dem 14. Jahr­hun­dert, ver­mut­lich um 1300. Obwohl die Jah­res­zahl “1482” über dem Ein­gang zu fin­den ist, weist sie nicht auf das Bau­jahr hin, son­dern auf Reno­vie­rungs­ar­bei­ten im Jahr 1842. Im Durch­gang des Turms sind noch Spu­ren des ursprüng­li­chen Kreuz­rip­pen­ge­wöl­bes erkennbar.

Die Refor­mier­te Kir­che von Ihr­ho­ve ist nicht nur ein his­to­ri­sches Bau­werk, son­dern auch ein bedeu­ten­des kul­tu­rel­les und spi­ri­tu­el­les Zen­trum für die Gemein­de, das ihre rei­che Geschich­te und ihre tief ver­wur­zel­ten Tra­di­tio­nen widerspiegelt.

Bild und Ton­auf­nah­men: Ingo Ton­sor @LeserECHO


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Ent­de­cken Sie die Kir­chen­rou­te mit Zwei­rad­fach­ge­schäft Hajo Otten aus Leer

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Von der Refor­mier­ten Kir­che in Ihr­ho­ve bis zur Ev.-ref. Kir­che in Drie­ver — jede Sta­ti­on ent­lang der Rou­te birgt ihre eige­nen fas­zi­nie­ren­den Geschich­ten und archi­tek­to­ni­schen Schät­ze. Genie­ßen Sie die male­ri­sche Land­schaft und las­sen Sie sich von der his­to­ri­schen Atmo­sphä­re der Kir­chen verzaubern.

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Dr. Mar­kus Rohe neu­er SPD-Frak­ti­ons­vor­sit­zen­der im Stadt­rat Leer

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Dr. Mar­kus Rohe ist neu­er Vor­sit­zen­der der SPD-Frak­ti­on im Stadt­rat Leer. (Foto: Ute Müller)

Dr. Mar­kus Rohe ist neu­er SPD-Frak­ti­ons­vor­sit­zen­der im Stadt­rat Leer

Leer – Die neue SPD-Stadt­rats­frak­ti­on in Leer hat nach der Kom­mu­nal­wahl ihre Arbeit auf­ge­nom­men und einen neu­en Frak­ti­ons­vor­stand gewählt. Dr. Mar­kus Rohe über­nimmt künf­tig den Vor­sitz der SPD-Frak­ti­on im Stadt­rat Leer. Er folgt damit auf Heinz Die­ter Schmidt, der die Frak­ti­on vie­le Jah­re geführt hat­te und bei der Kom­mu­nal­wahl aus Alters­grün­den nicht erneut für den Stadt­rat kandidierte.

Die Wahl des neu­en Frak­ti­ons­vor­stands gehör­te zu den ers­ten Auf­ga­ben der neu zusam­men­ge­setz­ten SPD-Frak­ti­on. Dr. Mar­kus Rohe wur­de dabei eben­so wie die wei­te­ren Vor­stands­mit­glie­der ein­stim­mig in sein Amt gewählt. Nach Anga­ben der SPD unter­strei­che das Ergeb­nis die gro­ße Geschlos­sen­heit inner­halb der neu­en Stadtratsfraktion.

Neu­er Vor­stand der SPD-Frak­ti­on im Stadt­rat Leer

Neben dem neu­en Frak­ti­ons­vor­sit­zen­den Dr. Mar­kus Rohe gehö­ren Sil­ke Men­ge und Jar­no Beh­rens als stell­ver­tre­ten­de Vor­sit­zen­de dem Frak­ti­ons­vor­stand an. Tom­ke Lüb­be­hü­sen über­nimmt das Amt der Schrift­füh­re­rin. Ihre Stell­ver­tre­te­rin ist Anke Schlingmann.

Frak­ti­ons­ge­schäfts­füh­rer bleibt Hau­ke Satt­ler. Er ist bereits seit vie­len Jah­ren in die­ser Funk­ti­on tätig und bringt ent­spre­chend umfang­rei­che Erfah­rung in die Arbeit der SPD-Frak­ti­on im Leera­ner Stadt­rat ein.

Mit Dr. Mar­kus Rohe steht damit ein erfah­re­nes Rats­mit­glied an der Spit­ze der SPD-Frak­ti­on. Er über­nimmt den Vor­sitz in einer neu­en Wahl­pe­ri­ode, die nach der Kom­mu­nal­wahl mit einer ver­än­der­ten Zusam­men­set­zung des Stadt­ra­tes beginnt.

Aus­schuss­be­set­zung und Zusam­men­ar­beit im Stadtrat

In den kom­men­den Wochen wird sich die SPD-Frak­ti­on unter ande­rem mit der Beset­zung der Aus­schüs­se des Stadt­ra­tes beschäf­ti­gen. Gleich­zei­tig sol­len Gesprä­che über die zukünf­ti­ge Zusam­men­ar­beit im Leera­ner Stadt­rat geführt werden.

Dr. Mar­kus Rohe beton­te, dass die SPD-Frak­ti­on ein kon­struk­ti­ves und fai­res Mit­ein­an­der mit allen demo­kra­ti­schen Mit­glie­dern und Frak­tio­nen des neu­en Stadt­ra­tes anstre­be. Die Grund­la­ge für eine ent­spre­chen­de Zusam­men­ar­beit soll in den kom­men­den Wochen gelegt werden.

Bis zur Kon­sti­tu­ie­rung des neu­en Stadt­ra­tes am 3. Novem­ber ste­hen daher wei­te­re Gesprä­che und Abstim­mun­gen an. Dabei geht es neben der Beset­zung der Aus­schüs­se auch dar­um, die Zusam­men­ar­beit wäh­rend der gesam­ten neu­en Wahl­pe­ri­ode vorzubereiten.

Mit der Wahl des Frak­ti­ons­vor­stands hat die SPD-Stadt­rats­frak­ti­on in Leer damit einen ers­ten orga­ni­sa­to­ri­schen Schritt nach der Kom­mu­nal­wahl gemacht. Dr. Mar­kus Rohe steht künf­tig an der Spit­ze der Frak­ti­on und wird deren Arbeit im neu­en Leera­ner Stadt­rat maß­geb­lich mitgestalten.

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Fern­mel­de­mu­se­um Leer: His­to­ri­sche Tech­nik soll für Ost­fries­land erhal­ten bleiben

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Nico Blo­em besuch­te das Fern­mel­de­mu­se­um Leer gemein­sam mit Mit­glie­dern des Ver­eins­vor­stands. Auch der ehe­ma­li­ge Leera­ner Land­rat Bern­hard Bramla­ge, der den Ver­ein unter­stützt, nahm an dem Gespräch teil.

Fern­mel­de­mu­se­um Leer vor Her­aus­for­de­run­gen: Nico Blo­em sagt Unter­stüt­zung zu

His­to­ri­sche Tech­nik und ost­frie­si­sche Fern­mel­de­ge­schich­te: Das Fern­mel­de­mu­se­um Leer gibt Ein­bli­cke in eine längst ver­gan­ge­ne Kom­mu­ni­ka­ti­ons­welt. Bei einem Besuch mach­te sich der SPD-Land­tags­ab­ge­ord­ne­te Nico Blo­em ein Bild von der Samm­lung und beton­te: „Das muss erhal­ten werden.“

Leer – Das Fern­mel­de­mu­se­um Leer im ehe­ma­li­gen Tele­kom-Gebäu­de an der Bavink­stra­ße bewahrt ein Stück Kul­tur- und Tech­nik­ge­schich­te Ost­fries­lands. Zahl­rei­che his­to­ri­sche Gerä­te erin­nern dort an die Ent­wick­lung der Tele­kom­mu­ni­ka­ti­on. Bei einem Besuch über­zeug­te sich der SPD-Land­tags­ab­ge­ord­ne­te Nico Blo­em aus Wee­ner von der Arbeit des Ver­eins. An dem Gespräch nahm auch der ehe­ma­li­ge Leera­ner Land­rat Bern­hard Bramla­ge teil, der sich eben­falls für den Erhalt des Muse­ums einsetzt.

Das Team um den Ver­eins­vor­sit­zen­den Wal­ter Brück­mann hat seit der Grün­dung des Ver­eins und des Muse­ums viel auf­ge­baut. In den Räu­men des ehe­ma­li­gen Tele­kom-Gebäu­des befin­den sich zahl­rei­che Ori­gi­nal­stü­cke aus der Fern­mel­de­ge­schich­te Ost­fries­lands. Die Aus­stel­lung reicht von alten See­ka­beln über Tele­fo­ne unter­schied­li­cher Bau­jah­re und Gene­ra­tio­nen bis hin zu his­to­ri­schen Tele­fon­zel­len, Fern­schrei­bern, Ver­mitt­lungs­stel­len und Morsetastern.

„Wir konn­ten ein­fach die alte Tech­nik nicht weg­wer­fen“, erklärt Brück­mann. Aus die­ser Hal­tung ist inzwi­schen eine umfang­rei­che Samm­lung ent­stan­den, die nicht nur his­to­ri­sche Gerä­te bewahrt, son­dern auch deren Funk­ti­ons­wei­se nach­voll­zieh­bar macht.

Ehe­ma­li­ge Fern­mel­de­tech­ni­ker hal­ten Tech­nik am Leben

Der Ver­ein zählt der­zeit rund 50 Mit­glie­der, etwa zehn von ihnen enga­gie­ren sich regel­mä­ßig im Muse­um. Sie restau­rie­ren his­to­ri­sche Gerä­te, set­zen sie instand und berei­ten sie für die Aus­stel­lung auf.

Vie­le Ver­eins­mit­glie­der sind ehe­ma­li­ge Fern­mel­de­tech­ni­ker. Sie ver­fü­gen daher nicht nur über tech­ni­sches Wis­sen, son­dern ken­nen einen gro­ßen Teil der aus­ge­stell­ten Gerä­te noch aus ihrer eige­nen beruf­li­chen Ver­gan­gen­heit. Gleich­zei­tig ver­bin­det der Ver­ein die his­to­ri­sche Tech­nik mit moder­nen Entwicklungen.

Ein beson­de­res Bei­spiel dafür ist ein alter Fern­schrei­ber. Über das his­to­ri­sche Gerät kön­nen inzwi­schen sogar Anfra­gen an ChatGPT gestellt und beant­wor­tet wer­den. Damit zeigt das Muse­um auf unge­wöhn­li­che Wei­se, wie sich Kom­mu­ni­ka­ti­ons- und Infor­ma­ti­ons­tech­nik über Jahr­zehn­te ent­wi­ckelt haben.

Muse­um steht vor finan­zi­el­len und räum­li­chen Herausforderungen

Trotz des Enga­ge­ments der Ver­eins­mit­glie­der steht das Fern­mel­de­mu­se­um vor meh­re­ren Pro­ble­men. Ein wesent­li­cher Punkt ist die feh­len­de Bar­rie­re­frei­heit: Das Gebäu­de ver­fügt über kei­nen Aufzug.

Hin­zu kom­men stei­gen­de Kos­ten. Zwar kön­nen die Räu­me der­zeit noch miet­frei genutzt wer­den, doch die finan­zi­el­le Situa­ti­on macht eine lang­fris­ti­ge Wei­ter­ent­wick­lung schwie­rig. „Auf die Dau­er ist das Muse­um unter den der­zei­ti­gen Bedin­gun­gen nicht zu hal­ten“, sagt Wal­ter Brückmann.

Damit stellt sich für den Ver­ein zuneh­mend die Fra­ge, wie das Fern­mel­de­mu­se­um Leer dau­er­haft gesi­chert und gleich­zei­tig wei­ter­ent­wi­ckelt wer­den kann.

Nico Blo­em zeigt sich beein­druckt von der Aus­stel­lung und emp­fiehlt einen Besuch im Fern­mel­de­mu­se­um Leer: Die viel­fäl­ti­ge Samm­lung und die his­to­ri­schen Gerä­te sei­en für alle Alters­klas­sen sehenswert.

Nico Blo­em sieht Zukunfts­per­spek­ti­ve im Museum

Nico Blo­em zeig­te sich bei sei­nem Besuch beein­druckt und signa­li­sier­te sei­ne Bereit­schaft, bei der Suche nach einer Per­spek­ti­ve zu hel­fen. Vor­aus­set­zung sei aller­dings ein ent­spre­chen­des Kon­zept, das den wei­te­ren Weg des Muse­ums aufzeigt.

Für Blo­em ist das Fern­mel­de­mu­se­um mehr als eine Samm­lung alter tech­ni­scher Gerä­te. Es ver­mit­telt einen Ein­blick in die tech­ni­sche Ent­wick­lung der Regi­on und macht anhand kon­kre­ter Ori­gi­nal­stü­cke nach­voll­zieh­bar, wie Kom­mu­ni­ka­ti­on frü­her funktionierte.

Beson­ders beein­druckt zeig­te sich der Land­tags­ab­ge­ord­ne­te vom per­sön­li­chen Enga­ge­ment der Ver­eins­mit­glie­der. „Ich bin wirk­lich sehr ange­tan, mit wel­chem Herz­blut hier gear­bei­tet wird“, erklär­te Blo­em. Die Aus­stel­lung sei für alle Alters­klas­sen sehens­wert.

Rund 300 Besu­cher pro Jahr

Das Fern­mel­de­mu­se­um ver­fügt der­zeit über kei­ne regel­mä­ßi­gen Öff­nungs­zei­ten. Wer die Aus­stel­lung besich­ti­gen möch­te, kann einen Besuch über die Inter­net­sei­te www.femule.de anmelden.

Trotz die­ser ein­ge­schränk­ten Zugangs­mög­lich­kei­ten fin­den jähr­lich bereits rund 300 Besu­che­rin­nen und Besu­cher den Weg in das Muse­um in der Bavink­stra­ße. Die Samm­lung bie­tet dabei nicht nur ehe­ma­li­gen Fern­mel­de­tech­ni­kern Gele­gen­heit, Erin­ne­run­gen auf­zu­fri­schen. Auch jün­ge­re Besu­cher kön­nen nach­voll­zie­hen, wie sich die Kom­mu­ni­ka­ti­on von Tele­fo­nen, Fern­schrei­bern und Ver­mitt­lungs­stel­len bis hin zu moder­ner digi­ta­ler Kom­mu­ni­ka­ti­on ent­wi­ckelt hat.

Für den Ver­ein steht nun die Fra­ge im Mit­tel­punkt, wie das Fern­mel­de­mu­se­um Leer lang­fris­tig erhal­ten wer­den kann. Die vor­han­de­ne Samm­lung, das tech­ni­sche Fach­wis­sen der Mit­glie­der und das Besu­cher­inter­es­se bil­den dafür eine Grund­la­ge. Ent­schei­dend wird jedoch sein, ein trag­fä­hi­ges Kon­zept für die Zukunft und die damit ver­bun­de­nen räum­li­chen und finan­zi­el­len Anfor­de­run­gen zu entwickeln.

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Emder Kräu­ter­mat­jes ist „Kuli­na­ri­scher Bot­schaf­ter Nie­der­sach­sen 2026/27“

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Urkun­den­über­ga­be „Kuli­na­ri­scher Bot­schaf­ter Nie­der­sach­sen 2026/27“: (v. l.) Klaas Mül­ler (Geschäfts­füh­rung Fok­ken & Mül­ler), Minis­ter­prä­si­dent Olaf Lies (Schirm­herr), Sil­via Schmid­chen (Öffent­lich­keits­ar­beit Fok­ken & Mül­ler) und Huber­tus Ber­ges (Vor­stands­vor­sit­zen­der der Mar­ke­ting­ge­sell­schaft der nie­der­säch­si­schen Land- und Ernäh­rungs­wirt­schaft e. V.).

Aus­zeich­nung in der Regi­on Han­no­ver: Emder Kräu­ter­mat­jes­fi­lets sind „Kuli­na­ri­scher Bot­schaf­ter Nie­der­sach­sen 2026/27“

Aus­zeich­nung für die Emder Mat­jes- und Fein­kost­ma­nu­fak­tur Fok­ken & Mül­ler: Tra­di­tio­nel­le Rezep­tur, hand­werk­li­che Ver­ar­bei­tung und regio­na­le Ver­wur­ze­lung über­zeug­ten die unab­hän­gi­ge Fachjury

Eine beson­de­re Aus­zeich­nung geht nach Ost­fries­land: Die Emder Kräu­ter­mat­jes­fi­lets der Manu­fak­tur Fok­ken & Mül­ler aus Emden dür­fen künf­tig den Titel „Kuli­na­ri­scher Bot­schaf­ter Nie­der­sach­sen 2026/27“ tra­gen. Das Pro­dukt über­zeug­te die unab­hän­gi­ge Fach­ju­ry des Wett­be­werbs und wur­de gemein­sam mit wei­te­ren her­aus­ra­gen­den nie­der­säch­si­schen Lebens­mit­teln ausgezeichnet.

Die Urkun­den wur­den auf dem Guts­hof Reth­mar in der Regi­on Han­no­ver über­reicht. Nie­der­sach­sens Minis­ter­prä­si­dent Olaf Lies, der als Schirm­herr des Wett­be­werbs fun­giert, wür­dig­te dabei die erfolg­rei­chen Unter­neh­men und die Men­schen, die hin­ter den aus­ge­zeich­ne­ten Pro­duk­ten stehen.

Die „Kuli­na­ri­schen Bot­schaf­ter Nie­der­sach­sen“ ste­hen für beson­de­re Qua­li­tät, regio­na­le Her­kunft und die kuli­na­ri­sche Viel­falt des Lan­des. Hin­ter den aus­ge­zeich­ne­ten Lebens­mit­teln ste­hen Unter­neh­men, die auf ganz unter­schied­li­che Wei­se zei­gen, was die Land- und Ernäh­rungs­wirt­schaft in Nie­der­sach­sen ausmacht.

Vie­le der aus­ge­zeich­ne­ten Betrie­be sind klei­ne und mit­tel­stän­di­sche, regio­nal ver­wur­zel­te Unter­neh­men. Sie ver­ar­bei­ten Roh­stof­fe aus der Regi­on, bewah­ren hand­werk­li­ches Wis­sen und ent­wi­ckeln tra­di­tio­nel­le Pro­duk­te wei­ter. Gleich­zei­tig set­zen sie mit neu­en Ideen Impul­se und tra­gen damit nicht nur zur Viel­falt hoch­wer­ti­ger Lebens­mit­tel, son­dern auch zur Wert­schöp­fung und wirt­schaft­li­chen Ent­wick­lung in den Regio­nen Nie­der­sach­sens bei.

Stren­ge Kri­te­ri­en für die Auszeichnung

Der Titel „Kuli­na­ri­scher Bot­schaf­ter Nie­der­sach­sen“ wird nicht ohne Wei­te­res ver­ge­ben. Die teil­neh­men­den Pro­duk­te müs­sen hohe Anfor­de­run­gen erfül­len. Im Mit­tel­punkt des Wett­be­werbs steht vor allem die sen­so­ri­sche Qua­li­tät.

Bewer­tet wer­den unter ande­rem Aus­se­hen, Geruch, Geschmack, Kon­sis­tenz und Tex­tur. Dar­über hin­aus flie­ßen der Gesamt­ein­druck und der Genuss­wert in die Beur­tei­lung ein. Auch die Pro­dukt­idee, Ori­gi­na­li­tät, Prä­sen­ta­ti­on und die Geschich­te eines Lebens­mit­tels wer­den berücksichtigt.

Eine wich­ti­ge Rol­le spie­len außer­dem die regio­na­le Ver­an­ke­rung und die Her­kunft der Haupt­zu­ta­ten. Damit soll sicher­ge­stellt wer­den, dass die aus­ge­zeich­ne­ten Pro­duk­te nicht nur geschmack­lich über­zeu­gen, son­dern auch einen nach­voll­zieh­ba­ren Bezug zu Nie­der­sach­sen und sei­ner Lebens­mit­tel­wirt­schaft haben.

Über die Ver­ga­be der Aus­zeich­nun­gen ent­schied eine unab­hän­gi­ge Fach­ju­ry mit Fach­leu­ten aus unter­schied­li­chen Berei­chen. Ver­tre­ten waren unter ande­rem Exper­ten aus Gas­tro­no­mie, Land­wirt­schaft, Wis­sen­schaft, Lebens­mit­tel­han­del und Trend­for­schung. Jedes ein­ge­reich­te Pro­dukt wur­de in einem detail­lier­ten Aus­wahl­ver­fah­ren ver­kos­tet und bewertet.

Zusätz­lich wur­de die Her­kunft der Haupt­zu­ta­ten bezie­hungs­wei­se der Ver­ar­bei­tungs­ort in Nie­der­sach­sen durch die Gesell­schaft für Res­sour­cen­schutz (GfRS) geprüft.

Emder Kräu­ter­mat­jes: Tra­di­ti­on aus der Seehafenstadt

Bei den aus­ge­zeich­ne­ten Emder Kräu­ter­mat­jes­fi­lets spielt die lan­ge Geschich­te des Unter­neh­mens Fok­ken & Mül­ler eine wich­ti­ge Rol­le. Die Manu­fak­tur wur­de bereits 1895 in Emden gegrün­det. Heu­te wird das Fami­li­en­un­ter­neh­men in der vier­ten Gene­ra­ti­on geführt.

Fok­ken & Mül­ler ist eng mit der Fische­rei­tra­di­ti­on der See­ha­fen­stadt ver­bun­den. Die Mat­jes- und Fein­kost­ma­nu­fak­tur arbei­tet nach tra­di­tio­nel­ler Rezep­tur und ver­bin­det dabei hand­werk­li­che Ver­ar­bei­tung mit der beson­de­ren Qua­li­tät der ver­wen­de­ten Rohware.

Die Grund­la­ge für die Emder Kräu­ter­mat­jes­fi­lets bil­den Herin­ge aus Som­mer­fän­gen vor den Küs­ten Nor­we­gens. In Emden wer­den die Filets in der Manu­fak­tur von Hand ent­häu­tet. Anschlie­ßend rei­fen sie nach nor­di­scher Art als Filet.

Beson­de­ren Wert legt das Unter­neh­men auf einen nied­ri­gen Salz­ge­halt. Für einen Mat­jes ist das unge­wöhn­lich und sorgt für einen beson­ders mil­den Geschmack. Aus­ge­wähl­te Kräu­ter ver­lei­hen den Filets zusätz­lich ihre cha­rak­te­ris­ti­sche wür­zi­ge Note.

Damit ver­bin­det das Pro­dukt hoch­wer­ti­ge Som­mer­roh­wa­re mit tra­di­tio­nel­ler Ver­ar­bei­tung und einer eige­nen geschmack­li­chen Aus­rich­tung. Aus den Herin­gen ent­steht so eine Spe­zia­li­tät, die eng mit der Emder Fische­rei­tra­di­ti­on ver­bun­den ist.

Die Aus­zeich­nung als „Kuli­na­ri­scher Bot­schaf­ter Nie­der­sach­sen 2026/27“ wür­digt damit nicht nur ein ein­zel­nes Pro­dukt, son­dern auch die jahr­zehn­te­lan­ge hand­werk­li­che Tra­di­ti­on und die Ver­bin­dung des Fami­li­en­un­ter­neh­mens zur Stadt Emden und zur ost­frie­si­schen Küstenregion.

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