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Schloss Even­burg im Sep­tem­ber: Zeit­rei­sen, Platt­deutsch & beson­de­re Fahrräder

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Schloss Even­burg: Füh­run­gen, Zeit­rei­sen und beson­de­re Fahr­rä­der im September

Schloss Even­burg in Leer-Loga bie­tet im Sep­tem­ber 2026 ein abwechs­lungs­rei­ches Ver­an­stal­tungs­pro­gramm. Neben den regel­mä­ßi­gen öffent­li­chen Füh­run­gen ste­hen meh­re­re Zeit­rei­sen mit his­to­ri­schen Figu­ren, eine Füh­rung durch die Son­der­aus­stel­lung „Fei­ne Fahr­rä­der – form­voll­endet & fan­tas­tisch“ sowie eine beson­de­re The­men­füh­rung in die Gra­fen­gruft auf dem Programm.

Das Schloss Even­burg ist im Sep­tem­ber täg­lich von 10 bis 18 Uhr für Besu­cher geöff­net. Der Ein­tritt kos­tet 7 Euro für Erwach­se­ne. Kin­der und Jugend­li­che bis ein­schließ­lich 17 Jah­re haben frei­en Eintritt.

Wegen Sanie­rungs­ar­bei­ten an der Schloss­brü­cke ist die Even­burg der­zeit aus­schließ­lich über eine Sei­ten­brü­cke erreich­bar. Ein bar­rie­re­frei­er Zugang ist aktu­ell lei­der nicht mög­lich. Wei­te­re Infor­ma­tio­nen gibt es unter www.schloss-evenburg.de.

Öffent­li­che Füh­run­gen an Sonn- und Feiertagen

An Sonn- und Fei­er­ta­gen fin­den jeweils um 11.30 Uhr und 14.30 Uhr öffent­li­che Füh­run­gen durch das Schloss statt.

Dabei erhal­ten die Besu­cher Ein­bli­cke in die ehe­ma­li­gen Pri­vat­räu­me des gräf­li­chen Ehe­paa­res. Edle Tape­ten und auf­wen­dig gestal­te­te Decken ver­mit­teln einen Ein­druck vom adli­gen Leben im Jahr 1862. Außer­dem geht es um das Leben und Wirt­schaf­ten der Gra­fen­fa­mi­lie im 19. Jahr­hun­dert sowie um die letz­te Restau­rie­rung des Schlosses.

Auch die Geschich­te des zur Even­burg gehö­ren­den Gar­ten­bau­be­triebs wird the­ma­ti­siert. Der Kata­log aus dem Jahr 1889 ver­zeich­net mehr als 2.400 Gar­ten­pflan­zen.

Die Teil­nah­me an der öffent­li­chen Füh­rung inklu­si­ve Ein­tritt ins Schloss kos­tet 12 Euro für Erwach­se­ne. Kin­der und Jugend­li­che bis 17 Jah­re haben frei­en Eintritt.

Füh­run­gen auf Plattdeutsch

Am Sonn­tag, 6. Sep­tem­ber 2026, um 11.30 Uhr, und am Sonn­tag, 20. Sep­tem­ber 2026, um 11.30 Uhr, wird die öffent­li­che Füh­rung anläss­lich des Platt­düütsk­maants auf Platt­deutsch angeboten.

Dabei geht es eben­falls durch die Pri­vat­räu­me des Gra­fen­ehe­paa­res. Die Teil­neh­mer erfah­ren mehr über das Leben und Wirt­schaf­ten der Gra­fen­fa­mi­lie im 19. Jahr­hun­dert, die Geschich­te des Schlos­ses und sei­ne letz­te Restau­rie­rung. Auch der einst bedeu­ten­de Gar­ten­bau­be­trieb der Even­burg mit sei­nem umfang­rei­chen Pflan­zen­an­ge­bot aus dem Jahr 1889 wird vorgestellt.

Die Teil­nah­me kos­tet inklu­si­ve Ein­tritt 12 Euro für Erwach­se­ne. Kin­der und Jugend­li­che bis 17 Jah­re haben frei­en Eintritt.

Son­der­aus­stel­lung „Fei­ne Fahr­rä­der – form­voll­endet & fantastisch“

Noch bis zum 10. Janu­ar 2027 ist im Schloss Even­burg die Son­der­aus­stel­lung „Fei­ne Fahr­rä­der – form­voll­endet & fan­tas­tisch“ zu sehen.

Dabei steht das Fahr­rad nicht nur als Fort­be­we­gungs­mit­tel, son­dern als Design­ob­jekt und Meis­ter­werk aus Tech­nik, Hand­werk und Gestal­tung im Mit­tel­punkt. Aus­ge­wähl­te Expo­na­te aus rund 200 Jah­ren Fahr­rad­ge­schich­te zei­gen, wie sich Funk­tio­na­li­tät und For­men­spra­che gegen­sei­tig beein­flusst und wei­ter­ent­wi­ckelt haben.

Die Aus­stel­lung reicht vom his­to­ri­schen Hoch­rad über ele­gan­te Tou­ren­rä­der bis zu inno­va­ti­ven Renn- und All­tags­mo­del­len. Jedes Fahr­rad erzählt dabei sei­ne eige­ne Geschich­te – von gesell­schaft­li­chem Wan­del und tech­ni­schem Fort­schritt bis zum Stre­ben nach Per­fek­ti­on bei Mate­ri­al, Kon­struk­ti­on und Ästhetik.

Für die Aus­stel­lung stellt das Deut­sche Fahr­rad­mu­se­um in Bad Brü­cken­au außer­ge­wöhn­li­che und sel­te­ne Expo­na­te zur Ver­fü­gung. Besu­cher kön­nen dadurch die Ent­wick­lung des Fahr­rads vom ein­fa­chen Lauf­ge­rät bis zum moder­nen Design­klas­si­ker nachvollziehen.

Füh­rung und beson­de­re Fahr­rä­der zum Ausprobieren

Am Sams­tag, 12. Sep­tem­ber 2026, ab 15 Uhr fin­det eine Füh­rung durch die Son­der­aus­stel­lung statt.

Im Anschluss kön­nen Besu­cher ab 16 Uhr an der Even­burg zehn beson­de­re Fahr­rä­der selbst aus­pro­bie­ren. Dazu gehö­ren unter ande­rem ein Hoch­rad, ein Crui­ser, ein Rol­ler für Erwach­se­ne, ein Lauf­rad, ein Fahr­rad mit Vor­der- und Hin­ter­rad­len­kung sowie ein Mons­ter­bike.

Das Ange­bot ist für jedes Alter geeig­net. Kin­der dür­fen aller­dings nur in Beglei­tung eines Erwach­se­nen teilnehmen.

Die Teil­nah­me inklu­si­ve Ein­tritt ins Schloss kos­tet 13 Euro. Kin­der und Jugend­li­che bis 17 Jah­re haben frei­en Ein­tritt. Eine Anmel­dung ist im Schloss unter 0491 997–56000 erforderlich.

Wei­te­re Füh­run­gen durch die Son­der­aus­stel­lung sind auf Anfra­ge möglich.

Zeit­rei­sen im Schloss Evenburg

Beson­ders beliebt sind die his­to­ri­schen Thea­ter­füh­run­gen. Im Sep­tem­ber kön­nen Besu­cher bei meh­re­ren Zeit­rei­sen in das Leben der Gra­fen­fa­mi­lie und ihrer Bediens­te­ten eintauchen.

3. Sep­tem­ber: „Eine Nor­we­ge­rin in Loga“

Am Don­ners­tag, 3. Sep­tem­ber 2026, um 15 Uhr, steht die Zeit­rei­se „Hil­dur von Wedel – 1864 – Eine Nor­we­ge­rin in Loga“ auf dem Programm.

Als jun­ge Frau ver­brach­te Hil­dur von Wedel glück­li­che Jah­re bei ihren Ver­wand­ten auf der Even­burg. 23 Jah­re spä­ter, im Jahr 1864, kehrt sie zurück. Inzwi­schen hat sich vie­les ver­än­dert: Neue Schloss­her­ren sind ein­ge­zo­gen und das alte Gebäu­de wur­de durch ein beein­dru­cken­des Bau­werk ersetzt, das den neu­es­ten Vor­stel­lun­gen sei­ner Zeit entspricht.

Die Besu­cher beglei­ten Hil­dur von Wedel bei ihrem Rund­gang durch das Schloss und erfah­ren dabei mehr über ihre Jugend­zeit und die Ver­än­de­run­gen auf der Evenburg.

Die Teil­nah­me kos­tet 13 Euro. Kin­der und Jugend­li­che bis 17 Jah­re haben frei­en Ein­tritt. Eine Anmel­dung unter 0491 99756000 ist erforderlich.

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10. Sep­tem­ber: Kir­che und Grafengruft

Am Don­ners­tag, 10. Sep­tem­ber 2026, um 15 Uhr, geht es bei einer The­men­füh­rung nicht nur durch das Schloss, son­dern auch in einen sonst nicht öffent­lich zugäng­li­chen Bereich.

Die Füh­rung ermög­licht die Besich­ti­gung der Gra­fen­gruft in der im 13. Jahr­hun­dert erbau­ten ehe­ma­li­gen Patro­nats­kir­che. Dort kön­nen unter ande­rem zwei restau­rier­te Prunk­sär­ge aus dem 17. Jahr­hun­dert besich­tigt werden.

Im Schloss erfah­ren die Teil­neh­mer außer­dem mehr über das Leben und Wirt­schaf­ten der Gra­fen­fa­mi­lie im 19. Jahrhundert.

Der Ein­tritt kos­tet 14 Euro. Kin­der und Jugend­li­che bis 17 Jah­re haben frei­en Ein­tritt. Eine Anmel­dung unter 0491 9975–6000 ist erforderlich.

17. Sep­tem­ber: „Will­kom­men in der Herr­lich­keit Loga“

Am Don­ners­tag, 17. Sep­tem­ber 2026, um 15 Uhr, führt die Zeit­rei­se „Grä­fin Frie­da von Wedel – 1873 – Will­kom­men in der Herr­lich­keit Loga“ zurück in das Jahr 1873.

Die Besu­cher wer­den zu erlauch­ten Gäs­ten und Freun­den der Grä­fin Frie­da von Wedel. Die Gast­ge­be­rin gewährt einen exklu­si­ven Ein­blick in ihre Pri­vat­räu­me und berich­tet über ihren All­tag als Grä­fin, rau­schen­de Bäl­le im Fest­saal und die Schwie­rig­kei­ten mit dem Personal.

Dabei bleibt es nicht nur bei höfi­schen Geschich­ten: Grä­fin Frie­da kennt auch das eine oder ande­re Skan­däl­chen und kann dazu pikan­te Details beitragen.

Die Teil­nah­me kos­tet 13 Euro. Kin­der und Jugend­li­che bis 17 Jah­re haben frei­en Ein­tritt. Eine Anmel­dung bis spä­tes­tens am Vor­tag der Ver­an­stal­tung ist unter 0491 9975–6000 erforderlich.

19. Sep­tem­ber: Die Gouvernante

Am Sams­tag, 19. Sep­tem­ber 2026, um 15 Uhr, steht die Zeit­rei­se „Die Gou­ver­nan­te – Haben Sie viel­leicht die jun­gen Gra­fen gese­hen?“ auf dem Programm.

Wil­hel­mi­ne Liet­zau ist davon über­zeugt: Gute Manie­ren sind der Schlit­ten, auf dem es sich sanft durchs Leben glei­ten lässt. Der gräf­li­che Nach­wuchs hat ent­spre­chend eini­ges zu ler­nen – von form­voll­ende­tem Beneh­men über gepfleg­te Kon­ver­sa­ti­on bis hin zur fran­zö­si­schen Sprache.

Gewandt in Eti­ket­te, Plau­de­rei und Kurz­weil führt die Gou­ver­nan­te durch das Schloss. Dabei gewährt sie einen beson­de­ren Ein­blick in das gräf­li­che Leben aus der Per­spek­ti­ve einer berufs­tä­ti­gen Frau des 19. Jahrhunderts.

Die Teil­nah­me kos­tet 13 Euro. Kin­der und Jugend­li­che bis 17 Jah­re haben frei­en Ein­tritt. Eine Anmel­dung unter 0491 997–56000 ist erforderlich.

24. Sep­tem­ber: Zeit­rei­se auf Plattdeutsch

Am Don­ners­tag, 24. Sep­tem­ber 2026, um 15 Uhr, wird es platt­deutsch. Bei der Zeit­rei­se „Tri­ent­je & Ger­tru­de – 1885 – Wat uns Graaf seggt, dat word maakt!“ ste­hen zwei Bediens­te­te des Gra­fen von Wedel im Mittelpunkt.

Tri­ent­je und Ger­tru­de sind Freun­din­nen und Lei­dens­ge­nos­sin­nen und ken­nen das Leben und Arbei­ten im Schloss genau. Gemein­sam ent­füh­ren sie die Besu­cher in die Welt der Dienst­bo­ten im 19. Jahrhundert.

Dabei erzäh­len die bei­den wort­ge­wandt von rau­schen­den Fes­ten, har­ter Arbeit und der aktu­el­len Poli­tik des Reichs­kanz­lers. Humor gehört eben­so zum Pro­gramm wie his­to­ri­sche Ein­bli­cke – und auch für den Gau­men ist etwas dabei.

Die Teil­nah­me kos­tet 18 Euro. Kin­der und Jugend­li­che bis 17 Jah­re haben frei­en Ein­tritt. Eine Anmel­dung unter 0491 9975–6000 ist erforderlich.

Schloss Even­burg im Sep­tem­ber 2026

Mit öffent­li­chen Füh­run­gen, platt­deut­schen Ange­bo­ten, his­to­ri­schen Thea­ter­füh­run­gen und der Son­der­aus­stel­lung „Fei­ne Fahr­rä­der – form­voll­endet & fan­tas­tisch“ bie­tet Schloss Even­burg im Sep­tem­ber zahl­rei­che Mög­lich­kei­ten, Geschich­te ein­mal anders zu erle­ben. Beson­ders die Zeit­rei­sen machen das Leben der Gra­fen­fa­mi­lie, ihrer Gäs­te und Bediens­te­ten im 19. Jahr­hun­dert unmit­tel­bar und unter­halt­sam erlebbar.

Schloss Even­burg, Leer-Loga
Öff­nungs­zei­ten im Sep­tem­ber: täg­lich 10 bis 18 Uhr
Ein­tritt: 7 Euro für Erwach­se­ne
Kin­der und Jugend­li­che bis 17 Jah­re: frei­er Ein­tritt
Anmel­dung für die genann­ten Son­der­ver­an­stal­tun­gen: 0491 9975–6000 bezie­hungs­wei­se 0491 997–56000

Wei­te­re Infor­ma­tio­nen: www.schloss-evenburg.de

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Bün­ting Tee­mu­se­um Leer: Wo Ost­fries­lands Tee­kul­tur leben­dig wird

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Bün­ting Tee­mu­se­um in Leer: Eine Rei­se durch die Welt des Tees

Ost­frie­si­sche Tee­kul­tur erle­ben: Das Bün­ting Tee­mu­se­um in der his­to­ri­schen Alt­stadt von Leer ver­bin­det die Geschich­te des Tees mit regio­na­ler Tra­di­ti­on und ost­frie­si­scher Gastfreundschaft.

Wer Ost­fries­land besucht, kommt am Tee kaum vor­bei. Im Bün­ting Tee­mu­se­um in der his­to­ri­schen Alt­stadt von Leer kön­nen Besu­cher auf zwei Eta­gen in die Welt des Tees ein­tau­chen. Zahl­rei­che Expo­na­te und Infor­ma­tio­nen zei­gen, wie Tee ange­baut, her­ge­stellt, geprüft und zube­rei­tet wird – und wel­che Bedeu­tung das Getränk für die Men­schen in Ost­fries­land bis heu­te hat.

Dabei beschränkt sich die Aus­stel­lung nicht aus­schließ­lich auf die ost­frie­si­sche Tee­kul­tur. Die Expo­na­te stam­men aus unter­schied­li­chen Regio­nen der Erde und zei­gen die Viel­falt der inter­na­tio­na­len Tee­kul­tu­ren und Teezeremonien.

Von der Tee­pflan­ze bis zur fer­ti­gen Tasse

Im his­to­ri­schen Gebäu­de an der Brun­nen­stra­ße wird die gesam­te Rei­se des Tees nach­voll­zieh­bar. Die Aus­stel­lung infor­miert über den Anbau in den Ursprungs­län­dern, ver­schie­de­ne Her­stel­lungs­ver­fah­ren sowie das Prü­fen und Ver­kos­ten des Tees.

Besu­cher erhal­ten dadurch einen Ein­blick in die ein­zel­nen Schrit­te der Tee­pro­duk­ti­on und erfah­ren gleich­zei­tig, wie sich Tee in unter­schied­li­chen Tei­len der Welt zu einem fes­ten Bestand­teil von Kul­tur und Gesell­schaft ent­wi­ckelt hat.

Natür­lich spielt auch die ost­frie­si­sche Tra­di­ti­on eine zen­tra­le Rol­le. Nach dem Muse­ums­be­such besteht die Mög­lich­keit, eine Tas­se ech­ten Ost­frie­sen­tee mit Klunt­je und Wulk­je zu probieren.

Im Bün­ting Tee­mu­se­ums-Win­kel kön­nen Besu­cher außer­dem Tee und ver­schie­de­ne Uten­si­li­en erwer­ben, die für eine tra­di­tio­nel­le ost­frie­si­sche Tee­ze­re­mo­nie benö­tigt werden.

Ein Muse­um mit Geschichte

Das Bün­ting Tee­mu­se­um wur­de im Jahr 2001 gegrün­det. Ziel war es, die his­to­ri­sche und gesell­schaft­li­che Bedeu­tung der ost­frie­si­schen Tee­kul­tur erleb­bar zu machen. Für die Bün­ting Unter­neh­mens­grup­pe ist das Muse­um zugleich Aus­druck der Ver­bun­den­heit mit den Tra­di­tio­nen und der Geschich­te der Region.

Auch der Stand­ort wur­de bewusst gewählt. Das Muse­um befin­det sich mit­ten in der his­to­ri­schen Alt­stadt von Leer. Nur zwei Häu­ser wei­ter, in der Brun­nen­stra­ße 37, grün­de­te Johann Bün­ting im Jahr 1806 sei­nen klei­nen Kolo­ni­al­wa­ren­la­den.

Das dama­li­ge Sor­ti­ment umfass­te unter ande­rem Tee, Kaf­fee, Tabak und Gewür­ze. Aus die­sem Geschäft ent­wi­ckel­te sich spä­ter die heu­te deutsch­land­weit akti­ve Bün­ting Unternehmensgruppe.

Der his­to­ri­sche Bezug zum Stand­ort reicht noch wei­ter zurück. In der Nähe des heu­ti­gen Muse­ums befand sich vor mehr als 200 Jah­ren der Ver­kaufs­raum des Bün­tingschen Kolo­ni­al­wa­ren­ge­schäfts. Roh­zu­cker, Scho­ko­la­de und ande­re Waren wur­den damals in Kis­ten und Säcken angeboten.

Das Geschäft war dabei nicht nur ein Ort zum Ein­kau­fen. Es war auch ein Treff­punkt für die Nach­bar­schaft, an dem Neu­ig­kei­ten aus­ge­tauscht wur­den. Im Hin­ter­zim­mer wur­den unter ande­rem Tabak geschnit­ten und wei­te­re Waren für den Ver­kauf vorbereitet.

Ost­frie­si­sche Tee­ze­re­mo­nie mit Klunt­je und Wulkje

Ein beson­de­rer Bestand­teil des Muse­ums­an­ge­bots ist die ost­frie­si­sche Tee­ze­re­mo­nie. Dabei folgt die Zube­rei­tung einer fes­ten Tradition.

Zunächst wird ein gro­ßes Stück Klunt­je, also Kan­dis­zu­cker, in die Tas­se gelegt. Anschlie­ßend wird der Tee lang­sam ein­ge­gos­sen. Wich­tig: Der Tee wird nicht umgerührt.

Danach lässt man die Sah­ne vor­sich­tig am Innen­rand der Tas­se in den Tee lau­fen. Dabei ent­steht die cha­rak­te­ris­ti­sche Sah­ne­wol­ke – das soge­nann­te Wulk­je.

Auch jetzt wird nicht umge­rührt. Der Tee wird tra­di­tio­nell „drei­stö­ckig“ genos­sen: Zuerst wird die Sah­ne getrun­ken, anschlie­ßend der Tee und zum Schluss der süße Kandis.

 

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Öffent­li­che Tee­ze­re­mo­nie jeden Dienstag

Wer die ost­frie­si­sche Tee­kul­tur nicht nur anse­hen, son­dern unmit­tel­bar erle­ben möch­te, kann an Ver­an­stal­tun­gen des Muse­ums teilnehmen.

Jeden Diens­tag fin­det um 15 Uhr eine öffent­li­che ost­frie­si­sche Tee­ze­re­mo­nie statt. Für Grup­pen ab acht Per­so­nen kön­nen nach Anmel­dung wei­te­re Ver­an­stal­tun­gen und Semi­na­re ange­bo­ten werden.

Zum Ange­bot gehö­ren unter anderem:

  • Tee­stun­de mit Gebäck – etwa 60 Minuten
  • Tee­ze­re­mo­nie mit Krint­stut – etwa 90 Minuten
  • Tee­ze­re­mo­nie mit Tea-Tasting, Krint­stut und But­ter­ku­chen – etwa 120 Minuten
  • Tee-Semi­nar – etwa 90 Minuten
  • Füh­rung durch die Aus­stel­lung – etwa 30 Minuten

Dar­über hin­aus sind indi­vi­du­el­le Ter­mi­ne für Füh­run­gen, Tee­ver­kos­tun­gen und Semi­na­re möglich.

Ein­tritt und Veranstaltungen

Der Ein­tritt für Erwach­se­ne kos­tet 3 Euro pro Per­son. Eine Füh­rung durch die Dau­er­aus­stel­lung kos­tet 5 Euro pro Per­son.

Für Ver­an­stal­tun­gen gel­ten fol­gen­de Prei­se inklu­si­ve Eintritt:

Ange­bot Preis pro Person
Tee­stun­de 8,00 €
Tee­ze­re­mo­nie 13,50 €
Tee­ze­re­mo­nie mit Teatasting 17,50 €
Tee­se­mi­nar 15,00 €

 

Bar­rie­re­frei­er Zugang zum Erdgeschoss

Auch auf die Bar­rie­re­frei­heit wur­de geach­tet. Der Zugang zum Erd­ge­schoss des Muse­ums sowie die Teil­nah­me an Ver­an­stal­tun­gen sind bar­rie­re­frei mög­lich. Im Erd­ge­schoss steht außer­dem eine für Men­schen mit Behin­de­rung geeig­ne­te Toi­let­te zur Verfügung.

Ein Stück Ost­fries­land zum Erleben

Das Bün­ting Tee­mu­se­um ist damit mehr als eine klas­si­sche Aus­stel­lung über ein Getränk. Es ver­bin­det die Geschich­te eines Unter­neh­mens mit der Ent­wick­lung der ost­frie­si­schen Tee­kul­tur und gibt Ein­bli­cke in die welt­wei­te Bedeu­tung des Tees.

Vor allem die Ver­bin­dung zur his­to­ri­schen Alt­stadt von Leer macht den Muse­ums­be­such beson­ders: Nur weni­ge Schrit­te vom heu­ti­gen Muse­um ent­fernt begann 1806 die Geschich­te des Bün­tingschen Kolonialwarenhandels.

Wer Ost­fries­land und sei­ne Tra­di­tio­nen ken­nen­ler­nen möch­te, fin­det im Bün­ting Tee­mu­se­um des­halb Geschich­te, Kul­tur und Genuss an einem Ort – und kann am Ende selbst erle­ben, war­um die ost­frie­si­sche Tee­tas­se seit Gene­ra­tio­nen weit mehr ist als nur ein hei­ßes Getränk.

Wei­te­re Infor­ma­tio­nen zu Füh­run­gen, Semi­na­ren und Ver­an­stal­tun­gen gibt es unter:
www.buenting-teemuseum.de

Öff­nungs­zei­ten des Bün­ting Teemuseums

Das Bün­ting Tee­mu­se­um in der Brun­nen­stra­ße 33 in Leer ist von Diens­tag bis Sams­tag jeweils von 10 bis 18 Uhr geöffnet.

Von Janu­ar bis April bleibt das Muse­um mon­tags geschlossen.

Bün­ting Tee­mu­se­um Leer
Brun­nen­stra­ße 33
26789 Leer (Ost­fries­land)

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Freizeit

Gro­ßes Som­mer­fest am Gro­ßen Meer begeis­tert Südbrookmerland

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Som­mer­fest am Gro­ßen Meer: Belieb­tes Fami­li­en­fest bringt bun­tes Pro­gramm nach Südbrookmerland

Ein High­light für die gan­ze Fami­lie steht vor der Tür: Am Sonn­tag, den 2. August 2026, ver­wan­delt sich das Are­al rund um Ost­fries­lands größ­ten Bin­nen­see wie­der in eine leben­di­ge Ver­an­stal­tungs­mei­le. Das tra­di­ti­ons­rei­che Som­mer­fest am Gro­ßen Meer ver­spricht von mor­gens bis abends abwechs­lungs­rei­che Unter­hal­tung, regio­na­le Kuli­na­rik und Mit­mach-Aktio­nen für Jung und Alt.

Abwechs­lungs­rei­ches Büh­nen­pro­gramm vor dem Haus am Meer

Den Auf­takt bil­det die offi­zi­el­le Eröff­nung durch den stell­ver­tre­ten­den Bür­ger­meis­ter Ralf Gei­ken und Tho­mas Debelts, Geschäfts­füh­rer der Süd­brook­mer­land Tou­ris­tik GmbH. Im Anschluss über­nimmt der bekann­te Mode­ra­tor Hei­no Krü­ger das Mikro­fon, um durch das viel­sei­ti­ge Pro­gramm auf der Außen­büh­ne zu führen.

Das Publi­kum darf sich auf eine bun­te musi­ka­li­sche Mischung freuen:

  • Shan­ty­chor Blaue Jungs aus Aurich: Mari­ti­me Hei­mat­klän­ge und tra­di­tio­nel­le Seemannslieder

  • Spiel­manns­zug der Feu­er­wehr Ihlow: Schwung­vol­le Platzkonzerte

  • Ab ca. 13:00 Uhr: Auf­trit­te von The Smas­hing Pic­ca­dil­lys und dem Fami­li­en­trio Ade­na­lin

Stö­bern, Feil­schen und Handwerkskunst

Ent­lang der Pro­me­na­de laden ein gro­ßer Trö­del­markt sowie Stän­de regio­na­ler Kunst­hand­wer­ker zum Ent­de­cken ein. Wer selbst noch Dach­bo­den-Schät­ze anbie­ten möch­te, kann kurz­fris­tig einen Stand­platz reservieren:

📞 Stand­an­mel­dung Floh­markt: Inter­es­sier­te kön­nen sich tele­fo­nisch unter 04942–209 2000 anmelden.

Kin­der­pro­gramm: Spiel, Spaß und rol­len­des Museum

Beson­ders für die jüngs­ten Gäs­te wird viel gebo­ten. Neben dem neu­en Pira­ten-Spiel­platz war­tet eine weit­läu­fi­ge Akti­ons­flä­che mit Rie­sen­brett­spie­len, einer rasan­ten Rol­len­rut­sche, Lei­ter­golf und Riesenseifenblasen.

Ein beson­de­res High­light setzt das Dörp­mu­se­um Mün­ke­boe: Mit sei­nem rol­len­den Muse­um ver­wan­delt es den Bereich vor dem Bis­tro am Meer in ein ost­frie­si­sches Dorf ver­gan­ge­ner Tage und macht Geschich­te erlebbar.

Was­ser­sport an Ost­fries­lands größ­tem Binnensee

Auch das The­ma Was­ser­sport kommt nicht zu kurz. An der loka­len Pad­del- und Pedal­sta­ti­on sowie bei der Surf- und Segel­schu­le kön­nen Besu­cher den gesam­ten Tag über aktiv werden:

  • Schnup­per­pad­deln für Ein­stei­ger an der Pad­del- und Pedalstation

  • SUP-Ein­füh­run­gen (Stand-Up-Paddling) direkt am Wasser

Kuli­na­ri­sche Viel­falt und star­ke regio­na­le Partner

Für das leib­li­che Wohl ist gesorgt: Das Spei­sen­an­ge­bot reicht von Fisch­spe­zia­li­tä­ten über eine herz­haf­te Chi­na-Pfan­ne bis hin zu klas­si­schen Wurst­spe­zia­li­tä­ten. Der Müh­len­ver­ein Wieg­bolds­bur bewir­tet die Gäs­te zudem mit frisch geba­cke­nem Kuchen und Kaffee.

Dass ein Fest die­ser Grö­ßen­ord­nung rea­li­siert wer­den kann, ist auch der Unter­stüt­zung loka­ler Part­ner zu ver­dan­ken. Als Haupt­spon­sor enga­giert sich die Raiff­ei­sen-Volks­bank Fre­se­na eG, die mit ihren 23 Filia­len in der Regi­on gezielt das kul­tu­rel­le Zusam­men­le­ben för­dert. Wei­te­re Spon­so­ren sind Die Wein­kis­te Ost­fries­land aus Upen­de und Cor­ne­li­us Elek­tro­tech­nik aus Moor­dorf. Die orga­ni­sa­to­ri­sche Unter­stüt­zung vor Ort über­nimmt die Frei­wil­li­ge Feu­er­wehr Wieg­bolds­bur.

ℹ️ Ver­an­stal­tungs­da­ten auf einen Blick:

  • Ter­min: Sonn­tag, 02. August 2026

  • Ort: Gro­ßen Meer (Haus am Meer / Pad­del- und Pedal­sta­ti­on), Südbrookmerland

  • Infos & Pro­gramm: Tele­fo­nisch unter 04942–209 2000 oder online unter www.grossesmeer.de

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Som­mer­fest am Gro­ßen Meer
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Freizeit

Nacht­wäch­ter­füh­rung: Wenn Leer zur his­to­ri­schen Frei­licht­büh­ne wird

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His­to­ri­sche Kulis­se in der Rat­haus­stra­ße: Die Stadt­füh­rer Hel­ga Christ und Ralf Drees­mann vor einem ech­ten Juwel der Stadt­ge­schich­te. Das soge­nann­te „Haus Gol­de­ne Kuh“ an der Rat­haus­stra­ße 9 wur­de gemäß Inschrift 1572 von Johann Aggen Bur­la­ge erbaut und zählt zu den ältes­ten Bür­ger­häu­sern Leers. Es stammt aus einer Zeit, in der Häu­ser noch kei­ne Haus­num­mern tru­gen, son­dern eige­ne Namen besaßen.

Magi­sche Aben­de in der Alt­stadt: Wenn Leer mit der Nacht­wäch­ter­füh­rung Geschich­te leben­dig wer­den lässt

Wenn die Däm­me­rung sanft über die his­to­ri­schen Gie­bel fällt und die Stra­ßen lang­sam zur Ruhe kom­men, schlägt in der Leera­ner Alt­stadt eine ganz beson­de­re Stun­de. Mit Later­ne und Gewand füh­ren die Stadt­füh­rer von Leer Gäs­te und Ein­hei­mi­sche durch die stim­mungs­vol­len Gas­sen und ver­wan­deln das his­to­ri­sche Pflas­ter in eine gro­ße Freilichtbühne.

Der rund 90-minü­ti­ge Rund­gang ist weit mehr als eine gewöhn­li­che Stadt­füh­rung: Hel­ga Christ und Ralf Drees­mann neh­men das Publi­kum mit auf eine packen­de Zeit­rei­se. Zwi­schen geheim­nis­vol­len Win­keln und tra­di­ti­ons­rei­chen Fas­sa­den berich­ten sie ein­drucks­voll aus längst ver­gan­ge­nen Tagen – von schau­ri­gen Geschich­ten aus düs­te­ren Zei­ten bis hin zu augen­zwin­kern­den Dön­jes, die zum Schmun­zeln einladen.

Das ein­drucks­vol­le Zusam­men­spiel aus Geschich­te, Kul­tur und dem mari­ti­men Alt­stadt­flair macht die­se Aben­de zu einem rund­um emp­feh­lens­wer­ten Erleb­nis für jedes Alter.

Unter­wegs mit den Stadt­füh­rern von Leer: Die belieb­te Thea­ter­stadt­füh­rung zieht regel­mä­ßig zahl­rei­che Teil­neh­mer an. Auf dem gemein­sa­men Weg durch die Alt­stadt wird Geschich­te greif­bar gemacht.
Ein Rund­gang vol­ler Kon­tras­te: Die Leera­ner Nacht­wäch­ter­füh­rung begeis­tert mit Geheim­nis­sen aus dunk­len Epo­chen und sorgt im nächs­ten Moment mit humor­vol­len Dön­jes für gute Unterhaltung.

Alle Infor­ma­tio­nen & Ter­mi­ne auf einen Blick

Wer das nächt­li­che Spek­ta­kel selbst erle­ben möch­te, kann sich für die kom­men­den Ter­mi­ne bereits jetzt sei­nen Platz sichern. Auf­grund der hohen Nach­fra­ge wird um eine vor­he­ri­ge Anmel­dung per E‑Mail oder Tele­fon gebeten.

  • Treff­punkt: Rat­haus­trep­pe Leer

  • Dau­er: ca. 90 Minuten

  • Preis: 12,00 € pro Person

Ter­mi­ne 2026:

  • Diens­tag, 25.08.2026 um 19:30 Uhr

  • Diens­tag, 29.09.2026 um 19:00 Uhr

  • Diens­tag, 27.10.2026 um 18:00 Uhr

  • Diens­tag, 24.11.2026 um 18:00 Uhr

  • Diens­tag, 15.12.2026 um 18:00 Uhr

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