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25 Jah­re „Fritz Filap­per“: Mal­buch zur Ver­kehrs­er­zie­hung fei­ert Jubi­lä­um mit 8.500 neu­en Exem­pla­ren für Ostfriesland

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Die Vor­sit­zen­den aller ost­frie­si­schen Ver­kehrs­wach­ten freu­en sich über die neu­en Fritz Filap­per-Mal­bü­cher. Über­ge­ben wur­den Sie sei­tens des Ver­eins Oost­frees­ke­taal, des Platt­düütskbü­ros und der Brand­kas­se in Gegen­wart der Autorin und des Mit­au­tors Bri­git­te und Heinz Klee­mann (4. und 6. von rechts)

Mal­buch „Fritz Filap­per“ fei­ert 25. Geburtstag

8.500 Mal­bü­cher für ost­frie­si­sche Verkehrswachten

Eine der gro­ßen Erfolgs­ge­schich­ten der ost­frie­si­schen Ver­kehrs­wach­ten und der Ost­frie­si­schen Land­schaft­li­chen Brand­kas­se wird fort­ge­setzt: Die über­ar­bei­te­te ach­te Auf­la­ge des 1999 erschie­ne­nen zwei­spra­chi­gen Mal­buchs zur Mobi­li­täts­er­zie­hung „Fritz Filap­per“ wur­de ver­öf­fent­licht. Zum 25-jäh­ri­gen Jubi­lä­um erhiel­ten alle fünf ost­frie­si­schen Ver­kehrs­wach­ten 8.500 Arbeits­hef­te im Wert von rund 6.500 Euro. Die­se Mal­bü­cher sind für Kin­der in Kin­der­gär­ten und Grund­schu­len gedacht und haben in den ver­gan­ge­nen Jah­ren knapp 90.000 Kin­dern im Stra­ßen­ver­kehr gehol­fen – auf Hoch- und Plattdeutsch.

Ein bedeu­ten­des Jubiläum

Hajo Reer­s­he­mi­us, Gebiets­be­auf­trag­ter der ost­frie­si­schen Ver­kehrs­wach­ten, erläu­tert: „Ziel des Mal- und Lese­bu­ches ist die Aus­ein­an­der­set­zung mit dem Stra­ßen­ver­kehr. Unse­re Auf­ga­be ist es, die siche­re Teil­nah­me der Kin­der am Stra­ßen­ver­kehr trotz der zuneh­men­den Stress­fak­to­ren zu ermög­li­chen. Wir sind stolz dar­auf, dass wir mit der neu­en Auf­la­ge wei­ter­hin dazu bei­tra­gen kön­nen. Beson­ders freut es uns, dass wir von Nach­bar-Ver­kehrs­wach­ten und ‑Schul­lei­tun­gen um die­sen Schatz benei­det wer­den. Ein paar der Mal­bü­cher wur­den sogar exportiert!“

Unfall­prä­ven­ti­on und Sprachförderung

„Jeder Unfall ist ein Unfall zu viel,“ ergänzt Signe Foetz­ki, Pres­se­spre­che­rin der Brand­kas­se. „Unser Ziel ist es, Unfäl­le und damit ein­her­ge­hen­de Ver­let­zun­gen oder Schlim­me­res zu ver­mei­den. Kin­der glau­ben oft: ‚Wenn ich das Auto sehe, sieht das Auto mich auch!‘ – so ein­fach ist das lei­der nicht. Bis heu­te haben fast 90.000 Kin­der Fritz Filap­per und sei­ne Tipps ken­nen­ge­lernt. Wenn wir dabei auch noch die Zwei­spra­chig­keit unse­rer Kin­der för­dern kön­nen, haben wir viel erreicht. Die um 20 % gesun­ke­nen Unfall­zah­len der letz­ten zehn Jah­re bestä­ti­gen unser Enga­ge­ment. Ich dan­ke der Ver­kehrs­wacht für ihre groß­ar­ti­ge, ehren­amt­li­che Arbeit!“

Posi­ti­ve Ent­wick­lung der Unfallzahlen

Hans-Gün­ter Jel­ting, Ers­ter Vor­sit­zen­der der Ver­kehrs­wacht Leer, fügt hin­zu: „Die Anzahl der Ver­kehrs­un­fäl­le in Ost­fries­land mit Kin­dern bis 14 Jah­re sinkt tat­säch­lich: 2014 kam es zu 212 Unfäl­len, 2018 zu 194 und 2023 noch zu 170 Unfäl­len. Von die­sen wur­den 27, 21 bzw. 13 Kin­der schwer ver­letzt, und in 2018 und 2023 starb je ein Kind. Doch die Teil­nah­me am Ver­kehr ist ein Stück Lebens­er­fah­rung, die unse­re Kin­der machen müs­sen. Dabei brau­chen sie die Hil­fe der Eltern, der Lehr­kräf­te und aller Verkehrsteilnehmenden.“

Zwei­spra­chi­ge Erzie­hung als Herzensangelegenheit

„Die Bedeu­tung der zwei­spra­chi­gen Erzie­hung nach dem Mot­to ‚je frü­her, des­to bes­ser‘ ist für uns eine Her­zens­an­ge­le­gen­heit“, infor­miert Hans Free­se, Vor­sit­zen­der des Ver­eins Oost­frees­ke Taal. „Den Begriff ‚Filap­per‘ kann man sowohl mit dem ver­nied­lich­ten mit­tel­hoch­deut­schen ‚fîlen‘ (für put­zen, strei­chen) als auch mit dem alt­frie­si­schen ‚fila‘ (für schla­gen, schwin­gen, strei­chen) erklä­ren. Das ‚-lap­per‘ könn­te zu ‚lap­pen‘ (schla­gen, z. B. mit den Flü­geln) gehö­ren. Das Han­deln des Tie­res benennt somit das Tier, das schwin­gend und flü­gel­schla­gend umherfliegt.“

Unter­stüt­zung für Lehrkräfte

Griet­je Kamm­ler, Lei­te­rin des Platt­düütskbü­ros der Ost­frie­si­schen Land­schaft, ergänzt: „Ober­fläch­lich betrach­tet, ist die­ses Büch­lein für vie­le viel­leicht ein­fach nur ein Mal­buch. Aber die­ses Buch hat es in sich. Gera­de für nicht Platt­deutsch-spre­chen­de Lehr­kräf­te ist es her­vor­ra­gend geeig­net, die platt­deut­sche Spra­che zusätz­lich zum Ver­hal­ten im Stra­ßen­ver­kehr näher zu brin­gen. Je nach Ein­satz kön­nen die Geschich­ten ‚nur vor­ge­le­sen‘ oder das Malen ‚beglei­tet‘ werden.“

Die Ver­tre­ter von Bun­des­wehr, Poli­zei, Ver­kehr­si­cher­heits­fo­rum und Brand­kas­se haben mit Bri­git­te Klee­mann das neue Mal­buch „Fritz Filap­per“ auf den Weg gebracht.

 


Der Hin­ter­grund

Im Jahr 1998 hat­te die Ver­kehrs­wacht Aurich die Idee, ein Ver­kehrs­si­cher­heits-Mal­buch für ost­frie­si­sche Kin­der­gar­ten- und Grund­schul­kin­der zu pro­du­zie­ren. Bis dahin gab es nur klei­ne­re Mal­bü­cher mit viel Wer­bung und ohne regio­na­len Bezug. Die Auricher Logo­pä­din Bri­git­te Klee­mann setz­te die­se Idee um und brach­te den Schmet­ter­ling „Filap­per“ auf die Welt. Sie ent­warf Figu­ren, die Kin­dern wie Pau­la und Nils über Sicher­heit im Stra­ßen­ver­kehr auf­klä­ren. Mit 11 illus­trier­ten Geschich­ten deckt das Mal­buch ver­schie­de­ne Ver­kehrs­si­tua­tio­nen ab, ein­schließ­lich der wich­ti­gen „Sicht­bar­keit bringt Sicherheit“-Thematik, dar­ge­stellt durch Pau­la in einer Warnweste.

Über­set­zung und Erfolg

Heinz Klee­mann, ehe­ma­li­ger Lei­ter der Bun­des­wehr­fahr­schu­le in der Blü­cher-Kaser­ne und Mit­glied der Ver­kehrs­wacht Aurich, über­setz­te die Geschich­ten ins Platt­deut­sche mit Unter­stüt­zung von Ger­not de Vries und dem Platt­düütskbü­ro der Ost­frie­si­schen Land­schaft. Dank der finan­zi­el­len Unter­stüt­zung der Brand­kas­se konn­te 1999 eine Auf­la­ge von 20.000 Exem­pla­ren des ers­ten zwei­spra­chi­gen Mal­buchs zur Ver­kehrs­er­zie­hung ver­öf­fent­licht wer­den. Auf­grund des Erfolgs wur­den bis heu­te fast 90.000 Mal­bü­cher verteilt.

Fritz Filap­per als Syn­onym für Verkehrssicherheit

Fritz Filap­per ist mitt­ler­wei­le ein Syn­onym für Ver­kehrs­si­cher­heits­ar­beit in Ost­fries­land. Kin­der ler­nen spie­le­risch, wie man sich sicher im Stra­ßen­ver­kehr ver­hält. Neue Geschich­ten, wie das rich­ti­ge Ver­hal­ten an Bahn­über­gän­gen und Bus­hal­te­stel­len, wer­den stän­dig inte­griert, um den sich ver­än­dern­den Bedürf­nis­sen der Kin­der gerecht zu werden.

Ansprech­part­ner und wei­te­re Informationen

Bei Bedarf kön­nen sich Schu­len und Kin­der­gär­ten an ihre ört­li­che Ver­kehrs­wacht wenden:

Hajo Reer­s­he­mi­us betont abschlie­ßend: „Als Ver­kehrs­wach­ten bedan­ken wir uns herz­lich bei den Her­aus­ge­bern für die groß­zü­gi­ge Unter­stüt­zung. Wir hof­fen, mit den neu­en Mal- und Lese­bü­chern Anrei­ze für die Mobi­li­täts­er­zie­hung zu schaf­fen und die Unfall­zah­len zu redu­zie­ren. Das Mal­buch kann dazu ein Bau­stein sein, aber mit­ma­chen muss letzt­end­lich jeder Verkehrsteilnehmende!“

Kon­kre­te Tipps für das Ver­hal­ten von und mit Kin­dern im Straßenverkehr

Kin­der sind im Stra­ßen­ver­kehr beson­ders gefähr­det, weil:

  • sie bis zum Alter von etwa 10 bis 12 Jah­ren noch ein ein­ge­schränk­tes Blick­feld haben und Fahr­zeu­ge, die sich ihnen von der Sei­te nähern, spä­ter bemer­ken als Erwachsene.
  • sie Geräu­sche nicht exakt ver­or­ten kön­nen und daher nicht recht­zei­tig bemer­ken, aus wel­cher Rich­tung ein Ret­tungs­fahr­zeug kommt.
  • sie auf­grund ihrer Kör­per­grö­ße oft­mals über par­ken­de Autos und ande­re Hin­der­nis­se nicht hin­weg­se­hen können.
  • sie Gefah­ren oft­mals nicht oder nur unzu­rei­chend ein­schät­zen können.
  • sie frü­hes­tens ab dem Grund­schul­al­ter Geschwin­dig­kei­ten abschät­zen können.
  • sie nicht meh­re­re Aspek­te gleich­zei­tig erfas­sen und in kom­ple­xen Situa­tio­nen schnell über­for­dert sind.
  • sie einen star­ken Bewe­gungs­drang haben und des­halb unver­mit­telt auf die Fahr­bahn laufen.
  • sie beim Lau­fen oft­mals nicht nach links und rechts sehen und nicht so gut abrupt abstop­pen können.
  • sie impul­siv sind und sich in vie­len Situa­tio­nen nicht ver­nünf­tig verhalten.
  • sie auf­grund ihrer gerin­gen Kör­per­grö­ße von ande­ren Ver­kehrs­teil­neh­mern häu­fig spät wahr­ge­nom­men werden.

Emp­feh­lun­gen für Eltern und Autofahrer

Eltern:

  • Begin­nen Sie früh mit der Verkehrserziehung.
  • Üben Sie das Ver­hal­ten am Fahrbahnrand.
  • Sei­en Sie ein Vor­bild und leben kor­rek­tes Ver­hal­ten vor.
  • Trai­nie­ren Sie gemein­sam den Kin­der­gar­ten- und Schulweg.
  • Sichern Sie Ihr Kind im Auto rich­tig in Kindersitzen.
  • Ach­ten Sie dar­auf, dass Ihr Kind einen Helm und reflek­tie­ren­de Klei­dung trägt.

Auto­fah­rer:

  • Redu­zie­ren Sie das Tem­po und sei­en Sie bremsbereit.
  • Rech­nen Sie mit unbe­re­chen­ba­rem Ver­hal­ten, beson­ders vor Ihrem Fahrzeug.
  • Sei­en Sie an Schu­len, Kin­der­gär­ten, Spiel­plät­zen, Zebra­strei­fen und Bus­hal­te­stel­len beson­ders vor­sich­tig, auch wenn Sie zunächst kei­ne Kin­der sehen.

Die­se Maß­nah­men und das Enga­ge­ment der Ver­kehrs­wach­ten tra­gen dazu bei, die Sicher­heit im Stra­ßen­ver­kehr zu erhö­hen und die platt­deut­sche Spra­che zu fördern.


 

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1.789 Ein­sät­ze: Kreis­feu­er­wehr­ver­band Leer blickt auf ein inten­si­ves Jahr zurück

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Beein­dru­cken­de Bilanz und per­so­nel­le Wei­chen­stel­lun­gen beim Kreis­feu­er­wehr­ver­band Leer

West­rhau­der­fehn. Ein voll besetz­tes Fest­zelt am Schul­zen­trum bil­de­te am Sams­tag­nach­mit­tag den wür­di­gen Rah­men für die dies­jäh­ri­ge Ver­bands­ver­samm­lung des Kreis­feu­er­wehr­ver­ban­des Leer e.V. Die Tagung war Teil des gro­ßen Kreis­feu­er­wehr­ver­bands­fes­tes, bei dem die Feu­er­wehr West­rhau­der­fehn zugleich ihr 150‑jähriges Bestehen feierte.

Die stell­ver­tre­ten­de Ver­bands­vor­sit­zen­de Tan­ja de Free­se eröff­ne­te die Ver­samm­lung, gefolgt von Gruß­wor­ten des Rhau­der­feh­ner Bür­ger­meis­ters Geert Mül­ler. Anschlie­ßend blick­te die Ver­bands­spit­ze auf ein ereig­nis­rei­ches und inten­si­ves Jahr zurück.

Star­ke Mit­glie­der­zah­len und hohes Einsatzaufkommen

Der Jah­res­be­richt des Vor­sit­zen­den und Kreis­brand­meis­ters Ernst Ber­ends ver­deut­lich­te die Leis­tungs­fä­hig­keit der Feu­er­weh­ren im Land­kreis Leer. Ins­ge­samt sor­gen 62 Frei­wil­li­ge Feu­er­weh­ren – sechs Schwerpunkt‑, zwan­zig Stütz­punkt- und 36 Orts­feu­er­weh­ren – für den Brand­schutz in den zwölf Kommunen.

Die Mit­glie­der­zah­len zei­gen ein sta­bi­les Fundament:

  • Akti­ve Ein­satz­ab­tei­lung: 2.425 Mitglieder

  • Jugend­feu­er­weh­ren: 38 Abtei­lun­gen mit 639 Jugendlichen

  • Kin­der­feu­er­weh­ren: 27 Grup­pen mit 563 Kindern

  • Alters- und Ehren­ab­tei­lung: 680 Mitglieder

  • Gesamt­mit­glie­der­zahl: 4.307 Personen

Wie unver­zicht­bar die­ses Ehren­amt ist, bele­gen die Ein­satz­zah­len des Jah­res 2025. Ins­ge­samt wur­den die Feu­er­weh­ren zu 1.789 Ein­sät­zen alar­miert – rech­ne­risch fast fünf Ein­sät­ze pro Tag. Die Ein­sät­ze glie­der­ten sich in 548 Tech­ni­sche Hil­fe­leis­tun­gen, 237 Ent­ste­hungs­brän­de, 119 Mit­tel­brän­de und 40 Großbrände.

Vor­stands­wah­len: Kon­ti­nui­tät und Abschied

Bei den Vor­stands­wah­len wur­de Tan­ja de Free­se ein­stim­mig in ihrem Amt bestä­tigt. Einen emo­tio­na­len Moment gab es beim Pos­ten des Kas­sen­warts: Nach über zwan­zig Jah­ren enga­gier­ter Vor­stands­ar­beit leg­te Ger­rit Yzer sein Amt nie­der. Die Dele­gier­ten wähl­ten Tho­mas Heyen, Orts­brand­meis­ter der Feu­er­wehr Wymeer-Boen, zu sei­nem Nachfolger.

Als Zei­chen der Aner­ken­nung erhiel­ten Tan­ja de Free­se, Ger­rit Yzer und Regie­rungs­brand­meis­ter Erwin Reinders jeweils einen Präsentkorb.

Ehrun­gen und Beförderungen

Ein beson­de­rer Höhe­punkt war die Ehrung von Kreis­brand­meis­ter Ernst Ber­ends. Land­rat Mat­thi­as Groo­te wür­dig­te sei­ne 25‑jährige treue Tätig­keit als Ehrenbeamter.

Für beson­de­re Ver­diens­te wur­den aus­ge­zeich­net: Ingo Jel­ting (Feu­er­wehr Ihr­ho­ve), Gerold Zwick (Gemein­de­brand­meis­ter Samt­ge­mein­de Jüm­me), Jann Free­se (Feu­er­wehr Bin­gum), Peter Olt­manns (Gemein­de­brand­meis­ter Gemein­de Bun­de), Andre­as Hin­richs (stellv. Gemein­de­brand­meis­ter Samt­ge­mein­de Hesel), Otto Olt­manns (Feu­er­wehr War­singsfehn) und Alwin Stamm (Feu­er­wehr Völlnerfehn).

Beför­dert wur­den: Joa­chim Rand (Kreis­pres­se­spre­cher) zum Haupt­brand­meis­ter, Mat­thi­as Vry (Haupt­brand­meis­ter) und Ste­fan de Free­se (Brand­meis­ter), die zudem offi­zi­ell als Kreis­aus­bil­der ein­ge­setzt wurden.

Neue Struk­tu­ren und per­so­nel­le Veränderungen

Im Zuge von Neu­struk­tu­rie­run­gen wur­den meh­re­re Posi­tio­nen neu besetzt:

  • Fach­zug Füh­rung, Kom­mu­ni­ka­ti­on und Auf­klä­rung: Mar­tin Steb­ner (Feu­er­wehr Leer) als Zug­füh­rer, Sven Vry (Feu­er­wehr Leer) als Stellvertreter

  • Fern­mel­de­zen­tra­le im Ein­satz­leit­wa­gen 2: Johan­na Schul­te (Feu­er­wehr Col­ling­horst) über­nimmt die Gruppenführung

  • Motor­sä­gen-Lehr­gän­ge (Hos­pi­tan­ten): Timo Fecht, Jochen Nie­mann, Micha­el Stepp­huhn und Micha­el Dinkgräve

  • Maschi­nis­ten-Aus­bil­dung: Juli­an van der Laan und Tim Alex­an­der Oetjen

Aner­ken­nung aus der Politik

Zum Abschluss der Ver­samm­lung wür­dig­ten die gela­de­nen Gäs­te die Arbeit der Feu­er­weh­ren im Land­kreis Leer. Staats­se­kre­tär Ste­phan Man­ke, Land­rat Mat­thi­as Groo­te, Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­te Git­ta Con­ne­mann und Regie­rungs­brand­meis­ter Erwin Rei­ners spra­chen den Kame­ra­din­nen und Kame­ra­den ihren Dank und tie­fen Respekt aus.

Wei­te­re Fotos auf Face­book “Wir Leeraner”

Die foto­gra­fi­schen Ein­drü­cke der Ver­an­stal­tung stam­men von Joa­chim Rand und doku­men­tie­ren die Ehrun­gen, Beför­de­run­gen und Gruppenaufnahmen:

  • Ehrun­gen: Ingo Jel­ting, Gerold Zwick, Jan Free­se, Peter Olt­manns, Andre­as Hin­richs, Otto Olt­manns, Alwin Stamm

  • Aner­ken­nun­gen: Peter Eggers, Ger­rit Yzer, Erwin Rei­ners, Tan­ja de Freese

  • Beför­de­run­gen: Mat­thi­as Vry, Ste­fan de Free­se, Joa­chim Rand

  • Ehrung Ernst Ber­ends: Land­rat Mat­thi­as Groo­te und Ernst Berends

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Backe­moor ist eines der schöns­ten Dör­fer Deutschlands!

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Gro­ßer Erfolg für Backe­moor: Bun­des­gold für unser Dorf!

Land­kreis Leer / Ost­fries­land. Rie­si­ger Jubel im Land­kreis Leer: Backe­moor hat beim 28. Bun­des­wett­be­werb „Unser Dorf hat Zukunft“ die höchs­te Aus­zeich­nung abge­räumt und wur­de mit GOLD prämiert.

Das nie­der­säch­si­sche Dorf setz­te sich im har­ten Wett­be­werb gegen ins­ge­samt 26 Gemein­den aus dem gesam­ten Bun­des­ge­biet durch und stell­te ein­drucks­voll unter Beweis, dass unse­re Regi­on in Sachen Lebens­qua­li­tät und zukunfts­ori­en­tier­ter Dorf­ge­mein­schaft ganz vor­ne mitspielt.

Backe­moor glänzt auf Bundesebene

Nach­dem sich Backe­moor bereits erfolg­reich im Lan­des­wett­be­werb durch­ge­setzt hat­te und als einer der drei offi­zi­el­len nie­der­säch­si­schen Ver­tre­ter in den Bun­des­ent­scheid geschickt wur­de, folgt nun die Krö­nung: Die Bewer­tungs­kom­mis­si­on wür­dig­te das her­aus­ra­gen­de Enga­ge­ment der Dorfgemeinschaft.

Nie­der­sach­sens Dorf­ent­wick­lungs­mi­nis­te­rin Miri­am Staud­te gra­tu­lier­te den Sie­gern per­sön­lich: „Die­ses Ergeb­nis bestä­tigt ein­drucks­voll, wel­ches Poten­zi­al in unse­ren Dör­fern steckt. Mit gro­ßem Enga­ge­ment gestal­ten die Men­schen vor Ort ihre Zukunft aktiv mit und leis­ten damit einen wich­ti­gen Bei­trag zur Stär­kung der länd­li­chen Räume.“

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Das Geheim­nis des Erfolgs

Dass Backe­moor zu den bun­des­weit nur acht Gold­me­dail­len­ge­win­nern zählt, ist kein Zufall. Der Weg dort­hin führ­te über eine beein­dru­cken­de Brei­te: Kreis­wett­be­wer­be mit 172 teil­neh­men­den Dör­fern bil­de­ten die Basis, aus denen sich die bes­ten Orte für den Lan­des­ent­scheid qua­li­fi­zier­ten. Die Jury hob bei ihren Berei­sun­gen beson­ders her­vor, wie sehr das gemein­sa­me Han­deln der Backe­moorer Bür­ger die Lebens­qua­li­tät und den gesell­schaft­li­chen Zusam­men­halt stärkt.

Neben Backe­moor (Land­kreis Leer) waren auch Hecken­beck (Land­kreis Nort­heim) und Mey­en­burg (Land­kreis Oster­holz) für Nie­der­sach­sen ange­tre­ten, die eben­falls mit Sil­ber aus­ge­zeich­net wur­den. Hecken­beck erhielt zudem einen der begehr­ten sechs Son­der­prei­se für „geleb­te Nachhaltigkeit“.

Dop­pel­ter Grund zur Freu­de in der Region

Es war eine Woche vol­ler Erfol­ge für Nie­der­sach­sen: Kurz vor der Bekannt­ga­be des Bun­des­er­geb­nis­ses gab es bereits posi­ti­ve Nach­rich­ten aus Euro­pa. Die Dorf­re­gi­on „Vier Nord­lich­ter im Land der Gezei­ten“ wur­de beim Euro­päi­schen Dorf­er­neue­rungs­preis EV!RA 2026 mit Bron­ze für ihre Leis­tun­gen in der Gemein­we­sen­ent­wick­lung aus­ge­zeich­net. Unter dem dies­jäh­ri­gen Mot­to „All dif­fe­rent – all tog­e­ther“ konn­te die Regi­on damit erneut unter Beweis stel­len, dass der länd­li­che Raum bei uns leben­dig, inno­va­tiv und zukunfts­si­cher ist.

Für Backe­moor und den gesam­ten Land­kreis Leer ist die Gold­me­dail­le mehr als nur eine Aus­zeich­nung – sie ist ein sicht­ba­res Zei­chen für das, was mit Zusam­men­halt und Tat­kraft erreicht wer­den kann.

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Backe­moor – Ein ost­frie­si­sches Dorf mit tie­fen Wur­zeln und leben­di­ger Gemeinschaft

Backe­moor zählt zu den tra­di­ti­ons­reichs­ten Orten im Over­le­din­ger­land. Der länd­lich gepräg­te Orts­teil der Gemein­de Rhau­der­fehn umfasst rund 480 Ein­woh­ner und erstreckt sich über 622 Hekt­ar Flä­che. Die Sied­lung liegt auf einem tro­cke­nen Geest­rü­cken, umge­ben von moo­ri­gen Nie­de­run­gen und ein­ge­bet­tet in die cha­rak­te­ris­ti­schen Wall­he­cken, die seit Jahr­hun­der­ten das Land­schafts­bild Ost­fries­lands prägen.

His­to­risch gehört Backe­moor zu den ältes­ten Kirch­dör­fern der Regi­on. Erst­mals wur­de der Ort im Jahr 1409 unter dem Namen „Backe­moo­re“ erwähnt, ein Hin­weis auf sei­ne lan­ge Besied­lungs­ge­schich­te. Die mit­tel­al­ter­li­chen Wur­zeln sind bis heu­te sicht­bar – beson­ders an der roma­ni­schen Back­stein­kir­che, deren Ursprung bis ins 13. Jahr­hun­dert zurück­reicht. Der schlich­te, kraft­vol­le Bau gilt als eines der bedeu­ten­den his­to­ri­schen Zeug­nis­se im Overledingerland.

 

Ein wei­te­res Wahr­zei­chen des Dor­fes ist die Backe­moorer Müh­le. Der drei­stö­cki­ge Gale­rie­hol­län­der aus dem Jahr 1798 prägt seit über zwei Jahr­hun­der­ten das Orts­bild und erin­nert an die enge Ver­bin­dung Backe­moors zur Land­wirt­schaft und zum tra­di­tio­nel­len Hand­werk. Die Müh­le ist ein mar­kan­ter Punkt in der wei­ten ost­frie­si­schen Land­schaft und steht sinn­bild­lich für die Geschich­te des Dorfes.

Neben sei­ner his­to­ri­schen Bedeu­tung zeich­net sich Backe­moor durch eine leben­di­ge Dorf­ge­mein­schaft aus. Ver­ei­ne, kul­tu­rel­le Akti­vi­tä­ten und gemein­schaft­li­che Ver­an­stal­tun­gen prä­gen das sozia­le Leben. Die Bewoh­ne­rin­nen und Bewoh­ner set­zen sich für den Erhalt der his­to­ri­schen Struk­tu­ren ein und gestal­ten das Dorf aktiv wei­ter. Backe­moor ver­bin­det damit uralte Geschich­te, kul­tu­rel­le Viel­falt und natur­na­he Lebens­qua­li­tät zu einem har­mo­ni­schen Gesamtbild.

Ein Ort, der zeigt, wie eng Tra­di­ti­on und moder­nes Dorf­le­ben in Ost­fries­land mit­ein­an­der ver­bun­den sein können.

 

Wei­te­re Fotos aus Backe­moor Vie­le zusätz­li­che Ein­drü­cke und Bild­mo­ti­ve fin­den Inter­es­sier­te auf unse­rer Face­book­sei­te „Wir Leera­ner“.

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Nie­der­sach­sen: Lan­des­re­gie­rung star­tet umfas­sen­de Reform der Wohnraumförderung

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Das Wohn­ge­bäu­de „Haus Ems­blick“ in Leer mit sei­nen 88 Wohn­ein­hei­ten ist ein prä­gnan­tes Bei­spiel für die Her­aus­for­de­run­gen der 1970er-Jah­re-Archi­tek­tur. Das Objekt befin­det sich in der „Leer-West­stadt“, die als städ­te­bau­li­ches Sanie­rungs­ge­biet aus­ge­wie­sen und in das bun­des­wei­te För­der­pro­gramm „Sozia­le Stadt / Sozia­ler Zusam­men­halt“ auf­ge­nom­men wur­de. Aktu­ell wird das städ­ti­sche Umfeld durch die Erneue­rung der umlie­gen­den Stra­ßen auf­ge­wer­tet; rund um die Ohlt­ha­ver­stra­ße dau­ern die­se Bau­ar­bei­ten sowie die damit ver­bun­de­ne Voll­sper­rung vor­aus­sicht­lich noch bis zum 31.08.2026 an. 

Woh­nungs­bau in Nie­der­sach­sen: Lan­des­re­gie­rung star­tet umfas­sen­de Reform der Wohnraumförderung

Nie­der­sach­sen setzt ein star­kes Signal gegen den Woh­nungs­man­gel: Mit einer grund­le­gen­den Neu­aus­rich­tung der sozia­len Wohn­raum­för­de­rung schafft die Lan­des­re­gie­rung bes­se­re finan­zi­el­le Anrei­ze für Bau­her­ren, moder­ni­siert den Bestand kli­ma­ge­recht und ent­las­tet Fami­li­en gezielt. Die neu­en Richt­li­ni­en sind bereits am 1. Juli in Kraft getreten.

Der Druck auf den Woh­nungs­markt wächst, und bezahl­ba­rer Wohn­raum wird in der Mit­te der Gesell­schaft zuneh­mend zum knap­pen Gut. Um die­ser Ent­wick­lung ent­ge­gen­zu­wir­ken, hat Nie­der­sach­sen sei­ne För­der­struk­tu­ren für den Woh­nungs­bau umfas­send moder­ni­siert. Ziel ist es, Inves­ti­tio­nen wie­der wirt­schaft­lich attrak­tiv zu machen und Pro­jek­te unbü­ro­kra­tisch zu unterstützen.

Mehr Mit­tel, mehr Struk­tur: Die neue Strategie

Die finan­zi­el­le Aus­stat­tung für die kom­men­den Jah­re ist deut­lich auf­ge­stockt wor­den. Bereits für 2026 ste­hen rund 380 Mil­lio­nen Euro an Bun­des- und Lan­des­mit­teln zur Ver­fü­gung. Per­spek­ti­visch soll die­ser Betrag auf jähr­lich über 500 Mil­lio­nen Euro anwach­sen. Unter­stützt wird dies durch zusätz­li­che Gel­der aus dem Wohn­raum- und Wohn­quar­tier­för­der­fonds sowie dem Infra­struk­tur­son­der­ver­mö­gen des Bundes.

Um die Hand­ha­bung zu ver­ein­fa­chen, hat das Land die bis­her gewach­se­nen Rege­lun­gen in drei kla­re Richt­li­ni­en gegliedert:

  1. Miet­wohn­raum­för­de­rung

  2. Jun­ges Wohnen

  3. Wohn­ei­gen­tums­för­de­rung

Fokus auf Zuschüs­se statt Tilgung

Ein Kern­punkt der Reform ist der Wech­sel von Til­gungs­nach­läs­sen hin zu direk­ten Zuschüs­sen. Im Miet­woh­nungs­bau kön­nen Inves­to­ren künf­tig bis zu 40 Pro­zent der zuwen­dungs­fä­hi­gen Kos­ten als Zuschuss erhal­ten. In Kom­bi­na­ti­on mit zins­güns­ti­gen Dar­le­hen sind für Pro­jek­te, die Haus­hal­ten mit nied­ri­gem Ein­kom­men zugu­te­kom­men, För­der­quo­ten von bis zu 80 Pro­zent möglich.

Kli­ma­schutz und Moder­ni­sie­rung pra­xis­nah gestalten

Bei der ener­ge­ti­schen Sanie­rung bricht das Land mit star­ren Effi­zi­enz­h­aus­stan­dards. Statt­des­sen ori­en­tiert sich die För­de­rung nun stär­ker an der tat­säch­lich erreich­ten ener­ge­ti­schen Ver­bes­se­rung des Gebäu­des. Dies soll wirt­schaft­lich trag­fä­hi­ge Moder­ni­sie­run­gen in unter­schied­lichs­ten Aus­gangs­la­gen erleichtern.

Unter­stüt­zung für Fami­li­en und neue Wohnformen

Auch sozia­le Aspek­te fin­den stär­ker Berücksichtigung:

  • Fami­li­en: Die Wohn­ei­gen­tums­för­de­rung wird durch zusätz­li­che Zuschüs­se pro Kind gestärkt, was den Eigen­ka­pi­tal­be­darf beim Bau oder Kauf von Wohn­ei­gen­tum senkt.

  • Bar­rie­re­redu­zie­rung: För­de­run­gen für bar­rie­re­freie Umbau­maß­nah­men sind künf­tig unab­hän­gig vom Alter der Antrag­stel­ler möglich.

  • Inno­va­ti­on: Erst­mals wer­den der Erwerb von Bele­gungs­bin­dun­gen, gemein­schaft­li­che Wohn­for­men und „Housing-First“-Konzepte expli­zit gefördert.

  • Jun­ges Woh­nen: Stu­die­ren­de und Aus­zu­bil­den­de pro­fi­tie­ren durch fle­xi­ble­re Nut­zungs­mög­lich­kei­ten bei Wohnheimplätzen.

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Stim­men zur Reform

Wirt­schafts- und Bau­mi­nis­ter Grant Hen­drik Ton­ne betont die Bedeu­tung der neu­en Rah­men­be­din­gun­gen für Kom­mu­nen, Woh­nungs­un­ter­neh­men und pri­va­te Bau­her­ren: „Wir ver­ein­fa­chen die För­de­rung, erhö­hen die Zuschuss­an­tei­le und schaf­fen ver­läss­li­che Rah­men­be­din­gun­gen. Gute Pro­jek­te sol­len nicht an der Finan­zie­rung scheitern“.

Micha­el Kie­se­wet­ter, Vor­stands­vor­sit­zen­der der NBank, die auch wei­ter­hin die Umset­zung der Pro­gram­me über­nimmt, hebt die Erwei­te­rung des Berech­tig­ten­krei­ses her­vor: „Die neu­en Richt­li­ni­en öff­nen eine Tür für all jene, die bis­her knapp durchs Ras­ter gefal­len sind“.

Die neu­en För­der­richt­li­ni­en sind seit dem 1. Juli 2026 in Kraft.

Quel­le: Alle Anga­ben basie­ren auf den offi­zi­el­len Infor­ma­tio­nen der Nie­der­säch­si­schen Lan­des­re­gie­rung zur Neu­fas­sung der Wohnraumförderung.

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Ver­an­stal­tungs­tipps für Leer und Umge­bung gesucht

Die Face­book-Sei­te „Wir Leera­ner“ freut sich über akti­ve Unter­stüt­zung. Wer schö­ne Fotos aus der Regi­on hat oder Ver­an­stal­tungs- und Frei­zeit­tipps tei­len möch­te, die für alle Besu­cher kos­ten­los zugäng­lich sind, ist herz­lich dazu eingeladen.

Bei­trä­ge und Bil­der kön­nen ein­fach per E‑Mail an info@leserecho.de gesen­det wer­den. Das Team freut sich auf vie­le inter­es­san­te Ein­sen­dun­gen, um das Frei­zeit­an­ge­bot für alle Leera­ner noch viel­fäl­ti­ger zu gestalten.

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