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Pro­jekt “Warn­wes­ten-Pool” von Ver­kehrs­wacht und Brandkasse

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Im Hau­se der Brand­kas­se wur­de den Ver­kehrs­wächt­lern sym­bo­lisch die neu­en Warn­wes­ten über­ge­ben (v.l.n.r.): Klaus Wil­bers (Vor­sit­ze­ner der VW Witt­mund), Hans-Frie­del Walt­her (Vors. VW Aurich), Mela­nie Wodt­ka (komm. Lei­te­rin des KiGa „Swaalv­ke­nuest“), Hajo Reer­s­he­mi­us (Gebiets­be­auf­trag­ter der Ost­frie­si­schen  VWs und Vors VW Nor­den), Wibran­dus Red­din­gi­us (Vors. VW Leer), Heinz‑W. Weber (Vors. VW Emden) und Signe Foetz­ki (Pres­se­spre­che­rin der Brandkasse)

 

Pro­jekt von Ver­kehrs­wacht und Brandkasse

„Warn­wes­ten-Pool für Kin­der­gär­ten“: Ein vol­ler Erfolg!

 

2.500 Warn­wes­ten wer­den verteilt!

Das Herbst-Pro­jekt 2020 von Ost­frie­si­schen Ver­kehrs­wach­ten und Ost­frie­si­scher Land­schaft­li­cher Brand­kas­se war ein vol­ler Erfolg: Bei­de Insti­tu­tio­nen stell­ten den Kin­der­gär­ten in Ost­fries­land erst­ma­lig ins­ge­samt 6.500 kos­ten­lo­se Warn­wes­ten für Kin­der unter 6 Jah­re als ‚Pool‘ zur Ver­fü­gung. Die Ein­rich­tun­gen vor Ort muss­ten nur den Bedarf signa­li­sie­ren. Auf­grund der gro­ßen Reso­nanz und eini­gen ‚Lücken‘ haben Ver­kehrs­wach­ten und Brand­kas­se beschlos­sen, jetzt im Herbst 2021 erneut 2.500 Wes­ten im Wert von rund 5.300 Euro zu beschaf­fen. Also Kin­der­gär­ten: Bit­te melden!

„Im Okto­ber 2020 star­te­ten die Brand­kas­se und wir Ver­kehrs­wach­ten zum Beginn der dunk­len Jah­res­zeit das neue Pro­jekt – und die gro­ße Anzahl der Nach­fra­gen gab uns Recht. Jetzt ent­schlos­sen wir uns zu einer Neu­auf­la­ge“ infor­miert Hajo Reer­s­he­mi­us, Gebiets­be­auf­trag­ter der ost­frie­si­schen Ver­kehrs­wach­ten. „Unser Ziel ist es, Unfäl­le und damit ein­her­ge­hen­de Ver­let­zun­gen zu ver­mei­den oder mög­lichst gering zu hal­ten! Des­halb sol­len sich die ost­frie­si­schen Kin­der­gär­ten wie­der bei ihrer Ver­kehrs­wacht mel­den, und ihren Bedarf an Warn­wes­ten in der Grö­ße XS oder S für Kin­der unter 6 Jah­re mit­tei­len. Für die Ein­rich­tun­gen ste­hen 2.500 Stück kos­ten­los zur Ver­fü­gung. Der Sinn und Zweck sind ‚Wes­ten-Pools‘ vor Ort; wech­sel­wei­se ein­setz­ba­re Warn­wes­ten für die Kin­der, die kei­ne eige­ne besitzen.“

Die beschaff­ten Warn­wes­ten wur­den im letz­ten Jahr den Ver­kehrs­wach­ten qua­si aus den Hän­den geris­sen. „Solch‘ einen Erfolg haben wir uns nicht träu­men las­sen - was aber auch zeigt, dass der Bedarf mehr als groß ist“ ergänzt Signe Foetz­ki, Pres­se­spre­che­rin der Brand­kas­se. „Natür­lich war uns bewusst, dass die Nach­fra­ge grö­ßer sein wird, als unser Pro­jekt die Aus­stat­tung ermög­licht, aber wir woll­ten ein­fach posi­ti­ve Zei­chen set­zen und mit dem ‚Pool-Cha­rak­ter‘ etwas Neu­es aus­pro­bie­ren. Und jetzt ver­tei­len wir eine Neu­auf­la­ge, die wir wie­der kos­ten­los zur Ver­fü­gung stel­len! In Ost­fries­land exis­tie­ren 263 Kin­der­gär­ten mit ins­ge­samt 12.410 Kin­dern. Davon befin­den sich 4.392 im Vor­schul­al­ter: Heu­te ein Spa­zier­gang der einen Grup­pe, mor­gen ein Aus­flug der ande­ren — jetzt müs­sen Kin­der nicht mehr im Nach­teil sein, wer­den mit­ge­nom­men und gut gesehen!“

Trotz aller Auf­klä­rungs­ar­beit gibt es immer noch Kin­der, die sich qua­si ‚unsicht­bar‘ in der Däm­me­rung und der Dun­kel­heit im Stra­ßen­ver­kehr bewe­gen. „Gera­de sie sind beson­ders gefähr­det, denn ihr Gesichts­feld ist im Ver­gleich zu Erwach­se­nen noch ein­ge­schränkt. Mit dunk­ler Klei­dung liegt die Erkenn­bar­keit von Per­so­nen bei ca. 25 m, mit hel­ler bei etwa 40 m und mit reflek­tie­ren­der bei rund
140 m
“ schil­dert Hans-Frie­del Walt­her, Vor­sit­zen­der der Ver­kehrs­wacht Aurich. „Bei einer Geschwin­dig­keit von 50 km/h beträgt der Anhal­te­weg von Fahr­zeu­gen ca. 30 m – das reicht nicht, um recht­zei­tig vor dem Fuß­gän­ger zu stop­pen! Wich­tig ist und bleibt: Signal­far­ben der Beklei­dung sor­gen tags­über für Sicher­heit. Egal ob rot, gelb oder oran­ge. Und bei Dun­kel­heit wird die Erkenn­bar­keit durch die Refle­xi­ons­strei­fen erheb­lich ver­bes­sert. Genau dar­auf haben wir bei der Beschaf­fung der Wes­ten auch geach­tet, denn 90 % der not­wen­di­gen Infor­ma­tio­nen im Stra­ßen­ver­kehr wer­den über die Augen wahrgenommen!“

Mela­nie Wodt­ka, kom­mis­sa­ri­sche Lei­te­rin des Auricher Kin­der­gar­tens ‚Swaalv­ke­nuest‘, berich­tet: „Wir machen immer wie­der die Erfah­rung, dass unse­re Kin­der durch z.B. die Vor­bild­funk­ti­on sehr schnell ler­nen. Wenn ande­re Kin­der oder gar wir Erzie­he­rin­nen und Erzie­her eine solch schö­ne sowie erklär­ter­ma­ßen sinn­vol­le Warn­wes­te tra­gen, möch­ten auch sie gern eine sol­che Wes­te für sich haben.

Auf die­se Wei­se erzie­len wir einen per­fek­ten Lern­ef­fekt! Gera­de wir, der Kin­der­gar­ten Swaalv­ke­nü­st in der Stra­ße ‘Am Lin­den­baum’, befin­den uns zwar in einer 30er- Zone, haben aber lei­der kei­nen Geh- bzw. Fuß­weg vor der Tür. Daher ist es eine tol­le Idee, uns die Warn­wes­ten kos­ten­los zur Ver­fü­gung zu stel­len. Auf die­se Wei­se set­zen wir gemein­sam einen Grund­stein, um ein Stück weit mehr ‚Sicher­heit im Stra­ßen­ver­kehr‘ für unse­re Kin­der gewähr­leis­ten zu können.“

 „Fuß­gän­ger haben lei­der kei­ne Knautsch­zo­ne!“ so Foetz­ki. „Unser Augen­merk liegt heu­te ganz beson­ders auf den klei­nen Ver­kehrs­an­fän­ge­rin­nen und ‑anfän­gern. Wir freu­en uns sehr dar­über und dies bestärkt uns in unse­rem Tun: Die Stra­ßen­ver­kehrs-Unfall­zah­len der letz­ten vier Jah­re mit Kin­dern unter 6 Jah­re sind ins­ge­samt rück­läu­fig. In 2020 kam es in Ost­fries­land zu 59 Unfäl­len (2017: 74), wobei es sich in 45 Fäl­len (2017: 54) um betrof­fe­ne Kin­der als PKW-Mit­fah­ren­den han­del­te. Und glück­li­cher­wei­se kam es hier zu kei­nem Unfall mit Todes­fol­ge! Je frü­her unse­re Kin­der es ler­nen, sich rich­tig und sicher im Stra­ßen­ver­kehr zu ver­hal­ten, des­to bes­ser!

 

„Und dazu im Ver­gleich: Bun­des­weit kam es laut Sta­tis­ti­schem Bun­des­amt in 2020 im Stra­ßen­ver­kehr zu rund 22.500 Unfäl­len mit Kin­dern unter 15 Jah­re“ so Hans-Frie­del Walt­her. „Betrach­ten wir aus­schließ­lich ein­mal die Ziel­grup­pe ‚Kin­der unter 6 Jah­re‘, kamen deutsch­land­weit 4.607 und in Nie­der­sach­sen 444 Kin­der zu Scha­den. Die Zahl der ver­un­glück­ten Kin­der war damit so gering wie noch nie seit der deut­schen Wie­der­ver­ei­ni­gung! Natür­lich ist das auch dem coro­nabe­ding­ten nied­ri­ge­ren Ver­kehrs­auf­kom­men geschul­det (Home-Office, Lock­down, etc.). Wir beob­ach­ten aber auch die Erfol­ge unse­rer Prä­ven­ti­ons­ar­beit. Selbst­ver­ständ­lich ist jeder Unfall ein Unfall zu viel – aber es zählt ja nie­mand die durch rich­ti­ges Ver­hal­ten und rich­ti­ge Klei­dung ver­hin­der­ten, unge­sche­he­nen Unfälle!“

Hajo Reer­s­he­mi­us erläu­tert abschlie­ßend: „Als neue Kom­po­nen­te bie­ten wir zusätz­lich noch 330 Wes­ten der Grö­ße XL an, damit Erzie­he­rin­nen und Erzie­her sich bei ihren Aus­flü­gen als Vor­bild eben­falls mit den glei­chen Wes­ten ein­klei­den kön­nen. Sicht­bar­keit bringt Sicher­heit! Dies gilt für alle, die im Stra­ßen­ver­kehr unter­wegs sind. Wir, die Ver­kehrs­wach­ten Aurich, Emden, Leer, Nor­den und Witt­mund, freu­en uns wie­der ein­mal über die Unter­stüt­zung Brand­kas­se. Nur gemein­sam kön­nen wir den Kin­der­gär­ten die klei­nen Warn­wes­ten jetzt kos­ten­los und ohne finan­zi­el­le Betei­li­gun­gen zur Ver­fü­gung stel­len. Unse­re Bit­ten an alle Ver­kehrs­teil­neh­me­rin­nen und ‑teil­neh­mer:

 

-          Pas­sen Sie Ihre Fahr­wei­se den Sicht­ver­hält­nis­sen an,

-          sor­gen Sie für sau­be­re Front­schei­ben und Schein­wer­fer und

-          sei­en auch Sie mit Ihrer Beklei­dung und ihrem Ver­hal­ten ein Vor­bild für unse­re Kinder!“

 

Die Ver­kehrs­wacht-Anlauf­stel­len vor Ort:                       

 

Aurich:                 info@verkehrswacht-aurich.de                               

Emden:                heinzwweber@aol.com                             

Leer:                     verkehrswacht-leer@web.de                  

Nor­den:              verkehrswacht-norden@ewe.net

Witt­mund:         klauswilbers@aol.com


 

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Ver­zö­ge­rung auf B70: Stadt prüft recht­li­che Schritte

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Stadt prüft recht­li­che Schrit­te: Erneu­te Ver­zö­ge­rung an der B70 sorgt für Unmut

Leer. Die Geduld der Stadt­ver­wal­tung Leer ist am Ende: Die für Mon­tag­mor­gen um 9:00 Uhr ange­kün­dig­te halb­sei­ti­ge Sper­rung der Papen­bur­ger Stra­ße (B70) süd­lich der Leda­brü­cke wur­de erneut nicht umge­setzt. Ange­sichts der wie­der­hol­ten Miss­ach­tung von Ver­ein­ba­run­gen prüft die Stadt nun recht­li­che Schrit­te gegen die zustän­di­ge Baufirma.

Kom­mu­ni­ka­ti­ons­de­fi­zi­te und aus­ge­blie­be­ne Infos

Nach­dem die Sper­rung am Vor­mit­tag nicht wie geplant akti­viert wur­de, blieb zudem die erfor­der­li­che Infor­ma­ti­on der städ­ti­schen Ver­kehrs­be­hör­de durch das Bau­un­ter­neh­men aus. Erst Stun­den spä­ter gelang es der Stadt­ver­wal­tung, die Ver­ant­wort­li­chen zu erreichen.

Die Stadt Leer hat auf­grund die­ser Vor­fäl­le sowohl gegen­über der Bau­fir­ma als auch gegen­über der Nie­der­säch­si­schen Lan­des­be­hör­de für Stra­ßen­bau und Ver­kehr (NLStBV) als Auf­trag­ge­be­rin der Bau­maß­nah­me ihren deut­li­chen Unmut geäu­ßert. Es ist nicht das ers­te Mal, dass getrof­fe­ne Abspra­chen bei die­sem Pro­jekt nicht ein­ge­hal­ten wurden.

Neu­er Ter­min für Mitt­woch geplant

Nach den nun erfolg­ten Gesprä­chen gibt es einen neu­en Zeit­plan für die Ver­kehrs­ein­schrän­kung. Die halb­sei­ti­ge Sper­rung soll nun vor­aus­sicht­lich am Mitt­woch um 9:00 Uhr akti­viert werden.

Die Stadt­ver­wal­tung betont, dass die Zuver­läs­sig­keit bei Bau­maß­nah­men an solch zen­tra­len Ver­kehrs­kno­ten­punk­ten wie der B70 obers­te Prio­ri­tät haben müs­se, um das Ver­kehrs­chaos für die Bür­ge­rin­nen und Bür­ger so gering wie mög­lich zu halten.

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Geden­ken im Wes­ter­hamm­rich: Mah­nung gegen das Vergessen

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Geden­ken im Wes­ter­hamm­rich: Der stell­ver­tre­ten­de Bür­ger­meis­ter Bru­no Schach­ner und Heis­fel­des Orts­vor­ste­he­rin Bea­te Stamm­witz mahn­ten am Sonn­abend anläss­lich des 81. Jah­res­ta­ges der Ermor­dung von fünf nie­der­län­di­schen Wider­stands­kämp­fern durch die Grup­pe um den Hoch­stap­ler Wil­li Herold zu Frie­den und Menschlichkeit.

„Nicht zulas­sen, dass sich Geschich­te wie­der­holt“: Bewe­gen­des Geden­ken im Westerhammrich

Leer. Ein stil­ler Nach­mit­tag im Wes­ter­hamm­rich wur­de am ver­gan­ge­nen Sonn­abend zum Ort tie­fer Erin­ne­rung und mah­nen­der Wor­te. Im Zen­trum stan­den fünf Namen: Kor­ne­lis Fiel­stra, Johan­nes Kok, Caro­lus Mager­mans, Johan­nes Mager­mans und Johan­nes Ver­biest. Die­se fünf Nie­der­län­der wur­den vor genau 81 Jah­ren, am 24. April 1945, Opfer eines grau­sa­men Ver­bre­chens, das kurz vor Ende des Zwei­ten Welt­kriegs die Stadt Leer erschütterte.

Ein Ver­bre­chen kurz vor Kriegsende

Die Geschich­te hin­ter dem Geden­ken ist erschüt­ternd. In der Nähe des heu­ti­gen Gedenk­orts wur­den die fünf Män­ner von der Grup­pe um den damals erst 19-jäh­ri­gen Hoch­stap­ler Wil­li Herold ermor­det. Herold, der sich als Haupt­mann aus­gab und als „Hen­ker vom Ems­land“ trau­ri­ge Berühmt­heit erlang­te, ließ die Wider­stands­kämp­fer nach einem will­kür­li­chen Schein­pro­zess erschießen.

Der stell­ver­tre­ten­de Bür­ger­meis­ter Bru­no Schach­ner erin­ner­te in sei­ner Anspra­che an die­se dunk­len Stun­den und die Skru­pel­lo­sig­keit der Täter. Er zeich­ne­te den Weg der Män­ner nach, der sie über das Leera­ner Rat­haus – wo damals die Poli­zei­wa­che und ein Gefäng­nis unter­ge­bracht waren – in den Tod führ­te. Bereits am Mit­tag wur­den dort, an der Gedenk­ta­fel am Sei­ten­ein­gang, Rosen als Zei­chen der Ehr­erbie­tung niedergelegt.

Mah­nung für die Gegenwart

Heis­fel­des Orts­vor­ste­he­rin Bea­te Stamm­witz schlug in ihrer Rede die Brü­cke zur Gegen­wart. Ihr Appell an die Bür­ge­rin­nen und Bür­ger von Leer war deutlich:

„Wir dür­fen nicht zulas­sen, dass sich Geschich­te wiederholt.“

Frie­den, Frei­heit und Mensch­lich­keit sei­en kei­ne Selbst­ver­ständ­lich­keit, son­dern die höchs­ten Güter, die es jeden Tag aufs Neue zu schüt­zen gelte.

Ein per­sön­li­cher Abschluss: Dank an die Aufarbeitung

Beson­ders emo­tio­nal wur­de die Gedenk­stun­de durch die Anwe­sen­heit von Kees Fiel­stra, dem Sohn des damals getö­te­ten Kor­ne­lis Fiel­stra. In einer bewe­gen­den Dan­kes­re­de rich­te­te er sich direkt an Men­na Hens­mann, die ehe­ma­li­ge Lei­te­rin des Stadtarchivs.

Ein bewe­gen­der Moment des Dan­kes: Kees Fiel­stra mit der ehe­ma­li­gen Stadt­ar­chi­va­rin Men­na Hens­mann. Jahr­zehn­te­lang wuss­te Fiel­stra nicht, wie sein Vater 1945 ums Leben kam – erst die Recher­chen von Hens­mann brach­ten 2010 die ent­schei­den­de Gewiss­heit und ermög­lich­ten ihm so eine spä­te Ver­bin­dung zu sei­ner Familiengeschichte.

Lan­ge Zeit blieb für die Fami­lie Fiel­stra im Unkla­ren, wie der Vater genau zu Tode gekom­men war. Erst durch ein Zusam­men­tref­fen mit Hens­mann im Jahr 2010 konn­ten die Puz­zle­tei­le zusam­men­ge­setzt wer­den. „Men­na hat mein Leben im Hin­blick auf die Ereig­nis­se im April 1945 berei­chert“, beton­te Fiel­stra. Dank ihrer For­schungs­ar­beit habe er auf eine beson­de­re Wei­se einen spä­ten Kon­takt zu sei­nem Vater gefun­den und Gewiss­heit über des­sen Schick­sal erhalten.

Die Gedenk­fei­er unter­strich ein­mal mehr, wie wich­tig die loka­le Erin­ne­rungs­kul­tur ist – nicht nur zur Auf­ar­bei­tung der Ver­gan­gen­heit, son­dern als Kom­pass für eine mensch­li­che Zukunft.

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Wil­hel­mi­ne-Sief­kes-Preis 2026 im Leera­ner Rathaus

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Fest­akt im his­to­ri­schen Rat­haus: Stadt Leer ver­leiht den Wil­hel­mi­ne-Sief­kes-Preis 2026

Ein beson­de­res Jubi­lä­um wirft sei­ne Schat­ten vor­aus: Zum zehn­ten Mal ehrt die Stadt Leer her­aus­ra­gen­des lite­ra­ri­sches Schaf­fen im Geis­te ihrer bedeu­ten­den Ehren­bür­ge­rin und Schrift­stel­le­rin Wil­hel­mi­ne Sief­kes (1890–1984). In fei­er­li­chem Rah­men wird im Mai der renom­mier­te Wil­hel­mi­ne-Sief­kes-Preis ver­lie­hen, um das kul­tu­rel­le Erbe der Regi­on und die platt­deut­sche Spra­che leben­dig zu halten.

Eine hoch­ka­rä­ti­ge Jury hat entschieden

Die Aus­wahl der dies­jäh­ri­gen Preis­trä­ge­rin oder des Preis­trä­gers lag in den Hän­den einer fach­kun­di­gen Jury. Neben Bür­ger­meis­ter Claus-Peter Horst brach­ten Dr. Rein­hard Goltz aus Bre­men, Griet­je Kamm­ler aus Aurich sowie Claus Drei­er aus Holt­land ihre Exper­ti­se ein. Als Lite­ra­tur­wis­sen­schaft­ler und pro­fun­de Ken­ner der platt­deut­schen Spra­che bür­gen sie für die hohe Qua­li­tät die­ser Aus­zeich­nung, die alle vier Jah­re ver­ge­ben wird.

Ein­la­dung zur öffent­li­chen Preisverleihung

Die Stadt Leer lädt alle Bür­ge­rin­nen, Bür­ger und Lite­ra­tur­in­ter­es­sier­ten herz­lich dazu ein, die­sem kul­tu­rel­len Höhe­punkt bei­zu­woh­nen. Der Fest­akt fin­det statt am:

  • Datum: Sonn­tag, 10. Mai 2026

  • Uhr­zeit: 17:00 Uhr

  • Ort: Fest­saal des his­to­ri­schen Rat­hau­ses, Leer

Der his­to­ri­sche Fest­saal bie­tet die idea­le Kulis­se, um das Werk der Namens­ge­be­rin zu wür­di­gen und die aktu­el­le Preis­trä­ge­rin oder den Preis­trä­ger gebüh­rend zu feiern.


Anmel­dung erforderlich

Da die Kapa­zi­tä­ten im his­to­ri­schen Rat­haus begrenzt sind, wird um eine recht­zei­ti­ge Anmel­dung gebe­ten. Inter­es­sier­te kön­nen sich über die fol­gen­den Wege einen Platz reservieren:

  • Tele­fon: 0491 97 82 242

  • E‑Mail: kultur@leer.de

Erle­ben Sie einen Abend im Zei­chen der Lite­ra­tur und der regio­na­len Iden­ti­tät – ganz im Sin­ne von Wil­hel­mi­ne Siefkes.

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Fir­men­events pla­nen in Ost­fries­land und Ems­land: Wich­ti­ge Tipps und krea­ti­ve Ideen Ein gelun­ge­nes Fir­men­event kann die Mar­ken­be­kannt­heit stei­gern, Kun­den bin­den und...

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Best Of Poet­ry Slam 2026 kehrt nach Leer zurück

Durch den Abend führt wie gewohnt Andy Strauß, gebür­ti­ger Leera­ner, lang­jäh­ri­ger Mode­ra­tor und einer der prä­gends­ten Köp­fe der deutsch­spra­chi­gen Slam-Sze­ne. Foto:...

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19. Klein­bahn-Lauf in Rhauderfehn

Lau­fen und Wal­ken in Gemein­schaft – das steht beim 19. Klein­bahn-Lauf in Rhau­der­fehn im Mit­tel­punkt. Bild: KI-generiert 19. Klein­bahn-Lauf in...

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80er-Par­ty bringt Kult­mu­sik ins LMC Hinte

Das Team DJ, Lopi (li) und Brun­ki (re), wird die Gäste wie­der zurück in eine ande­re Zeit kata­pul­tie­ren. Dies­mal sind...

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Eins­Sein-Mes­se Olden­burg: Impul­se für Gesund­heit und bewuss­te Lebensgestaltung

Die Eins­Sein-Mes­se in Olden­burg bie­tet Mes­se­be­su­chern eine beein­dru­cken­de Viel­falt: Rund 70 Exper­ten prä­sen­tie­ren am 18. und 19. April 2026 in...

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Krea­ti­ve Köp­fe gesucht: Kunst­hand­wer­ker­markt in Gro­te­gas­te lädt ein

Krea­ti­ve Köp­fe gesucht: Wes­t­ov­er­le­din­gen lädt zum gro­ßen Kunst- und Hand­wer­ker­markt in Grotegaste Wes­t­ov­er­le­din­gen. Alle zwei Jah­re ver­wan­delt sich einer der...

Veranstaltung

Arten­viel­falt im Even­burg­park ent­de­cken: Exkur­sio­nen und digi­ta­les Monitoring

Mit dem NABU die Flo­ra und Fau­na des Even­burg­parks ent­de­cken: Exkur­sio­nen in die viel­fäl­ti­ge Parklandschaft In Leer bie­tet sich die...

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Früh­lings­treff 2026 in August­fehn: Sai­son­auf­takt mit Action und Verlosung

Sai­son­auf­takt im Ammer­land: Der Früh­lings­treff 2026 bei Börjes In August­fehn hat der Beginn der Motor­rad­sai­son eine lan­ge Tra­di­ti­on und einen...

Lokal

Vor­trag in Leer: Bio­gra­fien von Über­le­ben­den des KZ Bergen-Belsen

Bild­rech­te: LBZH BS — Mar­tin Bein  Über­le­ben nach dem Grau­en: Vor­trag über Bio­gra­fien aus dem KZ Ber­gen-Bel­sen in Leer LEER. Die Fol­gen...

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Blau-weiß-schwar­ze Nacht: Die HSV-Kult­band kehrt nach Hin­te zurück!

Schon 2019 und 2024 waren die Ham­bur­ger ABSCHLACH! im Live Music Cen­ter Emden in Hin­te zu Gast und prä­sen­tier­ten ihre...

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Ver­kaufs­of­fe­ner Sonn­tag in Moorm­er­land bie­tet Früh­jahrs­trends und Wohndesign

Früh­lings­er­wa­chen in Moorm­er­land: Ein Sonn­tag zwi­schen Wohn­de­sign, Trö­del­glück und einer beson­de­ren Premiere Moorm­er­land. Wenn sich der April von sei­ner bes­ten...

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