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Erfolg­rei­cher Abschluss: 21 Azu­bis bestehen Aus­bil­dung zur/zum „Kauf­frau/-mann für Ver­si­che­run­gen und Finanzen“

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21 Azu­bis been­den Aus­bil­dung zur/zum „Kauf­frau/-mann für Ver­si­che­run­gen und Finan­zen“ erfolgreich

Der IHK-Bezirk Ost­fries­land-Papen­burg hat 21 Prüf­lin­gen in der Ver­si­che­rungs­bran­che die Abschluss­prü­fung für den Bereich „Kauf­leu­te für Ver­si­che­run­gen und Finan­zen“ abge­nom­men. Die Azu­bis haben ihre 2- bzw. 3‑jährige Aus­bil­dung erfolg­reich abge­schlos­sen. Zu die­sem zusam­men­fas­sen­den Ergeb­nis kamen der Prü­fungs­aus­schuss der IHK Ost­fries­land-Papen­burg, die Leh­rer der Berufs­bil­den­den Schu­le I in Emden sowie der Ver­ein für Berufs­fach­bil­dung der Ver­si­che­rungs­wirt­schaft Ost­fries­land-Papen­burg nach Abschluss der münd­li­chen Prü­fun­gen im Haus der Ost­frie­si­schen Land­schaft­li­chen Brand­kas­se in Aurich.

Erfolg­rei­che Aus­bil­dung im dua­len System

Dass alle Prü­fungs­teil­neh­men­den die Aus­bil­dung erfolg­reich abge­schlos­sen haben, zeigt erneut die Wirk­sam­keit des dua­len Aus­bil­dungs­sys­tems im IHK-Bezirk Ost­fries­land-Papen­burg. Der Prüf­ling mit der bes­ten Gesamt­leis­tung war Frau Julia Con­rads, die ihre Aus­bil­dung mit der Note „sehr gut“ beendete.

Herz­li­chen Glück­wunsch den Absolventen

Hier sind die erfolg­rei­chen Absol­ven­ten in alpha­be­ti­scher Reihenfolge:

  • Mile­na Barg­horn (Neu­har­lin­ger­sie­ler)
  • Max-Joshua Bartels (ERGO)
  • Chris­toph Bote (Debe­ka)
  • Mari­ka Buss (Neu­har­lin­ger­sie­ler)
  • Julia Con­rads (ERGO)
  • Sara Eden (VGH)
  • Hen­drik Flier (Swiss­Li­fe)
  • Leon Free­se (ERGO)
  • Nadi­ne Guth (Gotha­er)
  • Samy Ali Hus­sein (DEVK)
  • Ali­na Jan­ßen (Neu­har­lin­ger­sie­ler)
  • Stef­fen Jan­ßen (Spar­kas­se Emden)
  • Vanes­sa Joa­na Jan­ßen (Brand­kas­se)
  • Mike Kiel­mann (Neu­har­lin­ger­sie­ler)
  • Jen­ni­fer Koop­mann (Mak­le­rin Petra Neumann)
  • Jus­tin Link (Würt­tem­ber­gi­sche)
  • Jan Maa­ßen (Debe­ka)
  • John Ced­ric Mey (Mak­ler Störk & Terbeek)
  • Kevin Meyns (Brand­kas­se)
  • Dogan Sat (Gotha­er)
  • Ole Ren­ken (Swiss­Li­fe)

Wir gra­tu­lie­ren allen Absol­ven­ten herz­lich zu ihrem Erfolg und wün­schen ihnen viel Erfolg in ihrer wei­te­ren beruf­li­chen Laufbahn!


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Auf­ga­ben und Tätig­kei­ten von Kauf­leu­ten für Ver­si­che­run­gen und Finanzanlagen

Auf­ga­ben im Außendienst

Kauf­leu­te für Ver­si­che­run­gen und Finanz­an­la­gen sind Exper­ten in der Bera­tung und Betreu­ung von Kun­den im Außen­dienst. Ihre Haupt­auf­ga­ben umfassen:

  • Bera­tung und Ana­ly­se: Sie bera­ten Bestands- und Neu­kun­den zu ver­schie­de­nen Ver­si­che­rungs- und Finanz­dienst­leis­tungs­pro­duk­ten. Dabei ermit­teln sie den indi­vi­du­el­len Bedarf an Ver­si­che­run­gen wie Lebens‑, Unfall- oder Pri­vat­haft­pflicht­ver­si­che­run­gen und unter­stüt­zen bei Fra­gen rund um den Ver­mö­gens­auf­bau sowie die Ver­mö­gens­ver­meh­rung und ‑erhal­tung.

  • Bedarfs­ana­ly­se: Die Finanz­si­tua­ti­on der Kun­den wird ana­ly­siert, um deren Bedürf­nis­se und Wün­sche sowie den ent­spre­chen­den Finanz­an­la­gen­be­darf zu ermitteln.

  • Ange­bots­er­stel­lung: Basie­rend auf den Ergeb­nis­sen der Ana­ly­se erstel­len sie maß­ge­schnei­der­te Ver­si­che­rungs­an­ge­bo­te und Kon­zep­te zur Geld- und Vermögensanlage.

  • Scha­den­ma­nage­ment: Bei Bedarf neh­men sie auch vor Ort Schä­den in Augen­schein, legen Scha­den­ak­ten an und koor­di­nie­ren die Schadenregulierung.

Auf­ga­ben im Innendienst

Im Innen­dienst über­neh­men Kauf­leu­te für Ver­si­che­run­gen und Finanz­an­la­gen eine Viel­zahl von admi­nis­tra­ti­ven und orga­ni­sa­to­ri­schen Aufgaben:

  • Ver­trags­ma­nage­ment: Sie betreu­en Ver­trags­ab­schlüs­se, ver­wal­ten Kun­den­ver­trä­ge und regu­lie­ren Versicherungsfälle.

  • Rech­nungs­we­sen und Con­trol­ling: Auf­ga­ben im Rech­nungs­we­sen und Con­trol­ling gehö­ren eben­falls zu ihren Ver­ant­wort­lich­kei­ten. Dazu zäh­len die Über­wa­chung von Zah­lungs­flüs­sen und die Kon­trol­le von Vertragsdetails.

Die Aus­bil­dung im Überblick

Der Beruf „Kauf­man­n/-frau für Ver­si­che­run­gen und Finanz­an­la­gen“ ist ein aner­kann­ter Aus­bil­dungs­be­ruf im Ver­si­che­rungs- und Finanz­ge­wer­be, der eine Dau­er von drei Jah­ren hat. Die Aus­bil­dung erfolgt im dua­len Sys­tem, das heißt, sie umfasst sowohl prak­ti­sche Pha­sen im Betrieb als auch theo­re­ti­sche Pha­sen in der Berufsschule.

Digi­ta­li­sie­rung im Berufsbild

Die fort­schrei­ten­de Digi­ta­li­sie­rung eröff­net neue Mög­lich­kei­ten und ver­än­dert die Anfor­de­run­gen im Berufs­bild der Kauf­leu­te für Ver­si­che­run­gen und Finanz­an­la­gen. Zu den rele­van­ten Tech­no­lo­gien, Ver­fah­ren und Sys­te­men gehören:

  • Algo­rith­mic Decis­i­on Making (ADM): ADM wird zur Bewer­tung der Kre­dit­wür­dig­keit von Per­so­nen ein­ge­setzt und kann die Ent­schei­dungs­fin­dung unterstützen.

  • Digi­ta­les Doku­men­ten­ma­nage­ment (DMS): DMS ermög­licht das digi­ta­le Anle­gen und Ver­wal­ten von Angebots‑, Ver­trags- und Versicherungsunterlagen.

  • Embedded-Insu­rance-Sys­te­me: Die­se Sys­te­me nut­zen Daten aus ein­ge­bet­te­ten Ver­si­che­rungs­sys­te­men zur Ver­bes­se­rung von Versicherungsprodukten.

  • Fraud Detec­tion: KI-gestütz­te Sys­te­me hel­fen bei der Erken­nung und Bewer­tung von Betrugs­ver­su­chen bei Versicherungsfällen.

  • Robo-Advi­sor: Robo-Advi­sor kön­nen bei Bera­tungs­ge­sprä­chen unter­stüt­zend wir­ken, indem sie auto­ma­ti­sier­te Anla­ge­emp­feh­lun­gen bieten.

  • Smart Con­tracts: Die­se Tech­no­lo­gie ermög­licht es, Ver­si­che­rungs­ver­trä­ge digi­tal und rechts­si­cher abzu­schlie­ßen und zu verwalten.

  • Text Mining: Text Mining wird ver­wen­det, um Ver­si­che­rungs­ver­trä­ge auf bestimm­te Klau­seln hin zu durch­su­chen und rele­van­te Infor­ma­tio­nen schnell zu extrahieren.

  • Ver­trags­ge­ne­ra­to­ren: Soft­ware zur Erstel­lung von Ver­si­che­rungs­ver­trä­gen auto­ma­ti­siert die Ver­trags­ge­stal­tung und erhöht die Effizienz.

Die kon­ti­nu­ier­li­che Anpas­sung an tech­no­lo­gi­sche Ent­wick­lun­gen und die Inte­gra­ti­on neu­er Sys­te­me sind essen­zi­ell, um den Anfor­de­run­gen des moder­nen Ver­si­che­rungs- und Finanz­mark­tes gerecht zu werden.


 

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Land­ge­richt ver­han­delt wegen ver­such­ten Tötungs­de­likts in Leer

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Land­ge­richt ver­han­delt wegen ver­such­ten Tötungs­de­likts in Leer

Pro­zess­be­ginn am 13. Okto­ber 2026 – 28-jäh­ri­ger Ange­klag­ter soll einen Mann mit zahl­rei­chen Faust­schlä­gen schwer ver­letzt haben

Leer/Aurich – Vor dem Land­ge­richt beginnt am Diens­tag, 13. Okto­ber 2026, ein Straf­ver­fah­ren gegen einen 28-jäh­ri­gen Ange­klag­ten aus Leer. Die Schwur­ge­richts­kam­mer ver­han­delt den Vor­wurf eines ver­such­ten Tötungs­de­likts. Nach der Ankla­ge­schrift der Staats­an­walt­schaft Aurich soll der Mann im Juni 2026 in Leer einen ande­ren Men­schen mit zahl­rei­chen mas­si­ven Faust­schlä­gen schwer ver­letzt haben.

Ange­klag­ter soll mit Tötungs­vor­satz gehan­delt haben

Dem Ange­klag­ten wird vor­ge­wor­fen, dem Geschä­dig­ten zahl­rei­che kräf­ti­ge Faust­schlä­ge gegen das Gesicht, den Kopf und den Ober­kör­per ver­setzt zu haben. Dabei soll er mit Tötungs­vor­satz gehan­delt haben. Auf­grund der Schwe­re sei­ner Ver­let­zun­gen muss­te der Geschä­dig­te nach Anga­ben der Ankla­ge­schrift im Kran­ken­haus in ein künst­li­ches Koma ver­setzt werden.

Der Tat soll eine Aus­ein­an­der­set­zung des Ange­klag­ten mit einer wei­te­ren Geschä­dig­ten vor­aus­ge­gan­gen sein. Im Ver­lauf die­ses Streits soll der 28-Jäh­ri­ge die Frau unter ande­rem ins Gesicht geschla­gen und getre­ten haben.

Der Ange­klag­te befin­det sich inzwi­schen vor­läu­fig in einem psych­ia­tri­schen Krankenhaus.

Drei Ver­hand­lungs­ter­mi­ne angesetzt

Die Haupt­ver­hand­lung beginnt am Diens­tag, 13. Okto­ber 2026, um 9 Uhr im Saal 116 des Land­ge­richts. Den Vor­sitz führt der Vor­sit­zen­de Rich­ter am Land­ge­richt San­ders. Das Ver­fah­ren wird unter dem Akten­zei­chen 11 KLs 10/26 geführt.

Als wei­te­re Ver­hand­lungs­ter­mi­ne sind der 20. Okto­ber und der 5. Novem­ber 2026, jeweils um 9 Uhr in Saal 116, vorgesehen.

Für den ers­ten Haupt­ver­hand­lungs­tag sind fünf Zeu­gen, ein Dol­met­scher und ein Neben­klä­ger geladen.

Unschulds­ver­mu­tung gilt bis zu einer rechts­kräf­ti­gen Verurteilung

Im Ver­lauf der Haupt­ver­hand­lung soll geklärt wer­den, ob sich die erho­be­nen Vor­wür­fe bestä­ti­gen. Bis zu einer rechts­kräf­ti­gen Ver­ur­tei­lung gilt für den Ange­klag­ten die Unschuldsvermutung.

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Stadt­rat Leer ver­ab­schie­det 18 Mit­glie­der: Enge­li­ne Kra­mer war 38 Jah­re poli­tisch aktiv

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Stadt Leer ver­ab­schie­det 18 Rats­mit­glie­der: Enge­li­ne Kra­mer war rund 38 Jah­re poli­tisch aktiv

Leer – In der Stadt Leer steht ein per­so­nel­ler Umbruch im Stadt­rat bevor. Bei der letz­ten Sit­zung des Gre­mi­ums in der lau­fen­den Wahl­pe­ri­ode haben Bür­ger­meis­ter Claus-Peter Horst und Rats­vor­sit­zen­der Hau­ke Satt­ler am Don­ners­tag­abend 18 Rats­mit­glie­der ver­ab­schie­det. Wäh­rend 20 Man­dats­trä­ge­rin­nen und Man­dats­trä­ger auch dem künf­ti­gen Rat ange­hö­ren wer­den, waren 18 ent­we­der nicht erneut ange­tre­ten oder nicht wie­der­ge­wählt worden.

Die Ver­ab­schie­dung fand im Fest­saal des his­to­ri­schen Rat­hau­ses statt. Bür­ger­meis­ter Claus-Peter Horst wür­dig­te das kom­mu­nal­po­li­ti­sche Enga­ge­ment der aus­schei­den­den Rats­mit­glie­der und dank­te ihnen für ihre Arbeit zum Woh­le der Stadt Leer.

Bür­ger­meis­ter wür­digt Enga­ge­ment im Stadtrat

In sei­ner Anspra­che beton­te Horst, dass es kei­nes­wegs selbst­ver­ständ­lich sei, sich in der Rats­ar­beit zu enga­gie­ren. Dazu gehö­re auch Mut, zumal der Respekt, der den poli­tisch Akti­ven ent­ge­gen­ge­bracht wer­de, lei­der immer wei­ter abnehme.

„Dan­ke, dass Sie durch­ge­hal­ten haben“, sag­te der Bür­ger­meis­ter mit Blick auf die aus­schei­den­den Mitglieder.

Anschlie­ßend bat Horst jedes anwe­sen­de Rats­mit­glied ein­zeln nach vor­ne und wür­dig­te des­sen kom­mu­nal­po­li­ti­schen Ein­satz mit per­sön­li­chen Wor­ten. Dabei erin­ner­te er an das lang­jäh­ri­ge Enga­ge­ment und die unter­schied­li­chen Bei­trä­ge zur Ent­wick­lung der Stadt Leer.

Die­se 18 Rats­mit­glie­der schei­den aus

Im Fest­saal des his­to­ri­schen Rat­hau­ses wur­den fol­gen­de Mit­glie­der des Stadt­ra­tes verabschiedet:

  • Mih­di Acar

  • Sven Albert

  • Egon Diek­mann

  • Sieg­bert Knoop

  • Enge­li­ne Kramer

  • Gerd Lüb­bers

  • Fried­helm Penning

  • Gün­ter Podlich

  • Chris­toph Runden

  • Freya Schä­fer

  • Heinz-Die­ter Schmidt

  • Dr. Hei­ner Schröder

  • Susan­ne Smit

  • Bea­te Stammwitz

  • Chris­ti­na Stoye-Grunau

  • Her­mann Visser

Eben­falls nicht mehr dem künf­ti­gen Stadt­rat ange­hö­ren wer­den Katha­ri­na Birch und Olav Fri­cke. Bei­de konn­ten an der Ver­ab­schie­dung nicht teilnehmen.

Vier lang­jäh­ri­ge Kom­mu­nal­po­li­ti­ker beson­ders gewürdigt

Beson­ders aus­führ­lich fiel die Wür­di­gung von vier Kom­mu­nal­po­li­ti­ke­rin­nen und Kom­mu­nal­po­li­ti­kern aus, die die poli­ti­sche Arbeit in Leer über vie­le Jah­re hin­weg geprägt haben.

Enge­li­ne Kra­mer war rund 38 Jah­re kom­mu­nal­po­li­tisch aktiv. Damit gehör­te sie zu den dienst­äl­tes­ten Mit­glie­dern des Stadt­ra­tes. Bür­ger­meis­ter Horst blick­te anhand älte­rer Zei­tungs­be­rich­te und Schlag­zei­len auf ihr Wir­ken, ihre poli­ti­schen Schwer­punk­te und ihre Erfol­ge zurück.

Heinz-Die­ter Schmidt gehör­te dem Rat 30 Jah­re lang an. Auch bei ihm erin­ner­te der Bür­ger­meis­ter an wich­ti­ge Sta­tio­nen sei­ner kom­mu­nal­po­li­ti­schen Arbeit.

Chris­ti­na Stoye-Gru­n­au war 29 Jah­re poli­tisch aktiv. Horst hob eben­falls ihre lang­jäh­ri­ge Mit­wir­kung und ihre Bei­trä­ge zur Ent­wick­lung der Stadt hervor.

Bea­te Stamm­witz enga­gier­te sich 25 Jah­re im Stadt­rat. Auch ihre poli­ti­schen Schwer­punk­te und Erfol­ge wur­den anhand älte­rer Zei­tungs­be­rich­te näher beleuchtet.

Die Rück­bli­cke mach­ten deut­lich, wie lan­ge die vier Kom­mu­nal­po­li­ti­ke­rin­nen und Kom­mu­nal­po­li­ti­ker die Rats­ar­beit und damit die Ent­wick­lung der Stadt Leer mit­ge­stal­tet haben.

Enge­li­ne Kra­mer will sich wei­ter­hin für Leer einsetzen

Enge­li­ne Kra­mer nutz­te die Gele­gen­heit, um selbst auf ihre lang­jäh­ri­ge Zeit im Stadt­rat zurück­zu­bli­cken. Mit dem Aus­schei­den aus dem städ­ti­schen Gre­mi­um endet ihr poli­ti­sches Enga­ge­ment jedoch nicht voll­stän­dig: Sie wird wei­ter­hin dem Kreis­tag ange­hö­ren und sich dort nach eige­nen Wor­ten für die Belan­ge der Stadt Leer einsetzen.

Mit Blick auf die Zukunft rich­te­te sie einen Appell an Poli­tik und Bevöl­ke­rung. „Bür­ge­rin­nen und Bür­ger und die Poli­tik müs­sen mehr mit­ein­an­der reden. Es geht dar­um, von­ein­an­der zu ler­nen“, beton­te Kramer.

Damit setz­te sie zum Abschluss ihrer Zeit im Stadt­rat ein Zei­chen für den Dia­log zwi­schen kom­mu­na­ler Poli­tik und Bevölkerung.

Per­so­nel­ler Wech­sel im Rat der Stadt Leer

Mit der Ver­ab­schie­dung von 18 Mit­glie­dern endet für zahl­rei­che Kom­mu­nal­po­li­ti­ker eine teil­wei­se jahr­zehn­te­lan­ge Tätig­keit im Rat der Stadt Leer. Gleich­zei­tig wer­den 20 bis­he­ri­ge Man­dats­trä­ge­rin­nen und Man­dats­trä­ger ihre Arbeit im künf­ti­gen Gre­mi­um fortsetzen.

Die letz­te Sit­zung der lau­fen­den Wahl­pe­ri­ode stand damit nicht nur im Zei­chen des Abschieds, son­dern auch der Aner­ken­nung für das ehren­amt­li­che poli­ti­sche Enga­ge­ment, das die Ent­wick­lung der Stadt über vie­le Jah­re beglei­tet hat.

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Inter­na­tio­na­le Dol­lard Rou­te wird 30: 354 Kilo­me­ter Rad­fah­ren zwi­schen Ost­fries­land und den Niederlanden

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Inter­na­tio­na­le Dol­lard Rou­te fei­ert 30-jäh­ri­ges Bestehen: Heu­te 354 Kilo­me­ter Rad­ver­gnü­gen zwi­schen Deutsch­land und den Niederlanden

Ostfriesland/Niederlande – Seit 30 Jah­ren ver­bin­det die Inter­na­tio­na­le Dol­lard Rou­te (IDR) Deutsch­land und die Nie­der­lan­de mit einem grenz­über­schrei­ten­den Rad­wan­der­weg. Was 1996 als tou­ris­ti­sches Gemein­schafts­pro­jekt in einer wirt­schaft­lich schwie­ri­gen Zeit begann, ist heu­te eine 354 Kilo­me­ter lan­ge Rund­rou­te durch abwechs­lungs­rei­che Land­schaf­ten, his­to­ri­sche Orte und die Küs­ten­re­gi­on rund um Dol­lart und Ems­mün­dung. Jähr­lich nut­zen rund 10.000 bis 12.000 Rad­fah­re­rin­nen und Rad­fah­rer das Ange­bot für Mehr­ta­ges­tou­ren, Stern­fahr­ten oder Tagesausflüge.

Die Rou­te ist inzwi­schen fast dop­pelt so lang wie bei ihrer Eröff­nung. Zu ihren Beson­der­hei­ten gehö­ren die Fähr­ver­bin­dung über den Dol­lart, die Anbin­dung an die Nord­see­insel Bor­kum und die Mög­lich­keit, Rad­rei­sen mit oder ohne Gepäck­trans­fer zu buchen.

Von der wirt­schaft­li­chen Kri­se zum grenz­über­schrei­ten­den Tourismusprojekt

Die Geschich­te der Inter­na­tio­na­len Dol­lard Rou­te begann in einer Zeit, in der die Regi­on mit hoher Arbeits­lo­sig­keit und knap­pen kom­mu­na­len Haus­hal­ten zu kämp­fen hat­te. Eine teu­re Infra­struk­tur war für vie­le Städ­te und Gemein­den kaum finan­zier­bar. Des­halb kon­zen­trier­ten sich die Ver­ant­wort­li­chen auf den Tou­ris­mus als Mög­lich­keit, die Regi­on gemein­sam weiterzuentwickeln.

Die Euro­päi­sche Uni­on unter­stütz­te das Vor­ha­ben über das Inter­reg-Pro­gramm „Tou­ris­mus ohne Grenzen“.

Die­ter Schrö­er, ehe­ma­li­ger Wirt­schafts­för­de­rer des Land­krei­ses Leer, Ideen­ge­ber und ers­ter Geschäfts­füh­rer der IDR, erin­nert sich an die dama­li­gen Her­aus­for­de­run­gen: „Alle Kom­mu­nen waren knapp bei Kas­se und konn­ten sich kei­ne teu­re Infra­struk­tur leis­ten. Wir haben uns daher auf das Pro­jekt Tou­ris­mus kon­zen­triert, das wir aus eige­ner Kraft umset­zen konnten.“

Am 29. Mai 1996 grün­de­ten die betei­lig­ten Part­ner den Ver­ein. Die offi­zi­el­le Eröff­nung der Inter­na­tio­na­len Dol­lard Rou­te folg­te am 2. August 1996.

Zu den Grün­dungs­mit­glie­dern gehör­ten auf deut­scher Sei­te die Städ­te und Gemein­den Leer, Papen­burg, Wee­ner, Bun­de, Jem­gum und Emden sowie der Land­kreis Leer. Auf nie­der­län­di­scher Sei­te betei­lig­ten sich die Gemein­den Rei­der­land, Win­scho­ten, Sche­em­da, Appin­ge­dam und Delfzijl.

War­um die Dol­lard Rou­te mit „d“ geschrie­ben wird

Eine Fra­ge beglei­tet die Inter­na­tio­na­le Dol­lard Rou­te seit ihrer Grün­dung: War­um wird Dol­lard mit „d“ statt mit „t“ geschrieben?

Im Deut­schen ist die Schreib­wei­se „Dol­lart“ gebräuch­lich. Im Nie­der­län­di­schen und auf See­kar­ten wird dage­gen „Dol­lard“ ver­wen­det. Die Grün­der des deutsch-nie­der­län­di­schen Ver­eins ent­schie­den sich bewusst für die nie­der­län­di­sche Schreib­wei­se. Der Name steht damit auch für den grenz­über­schrei­ten­den Cha­rak­ter des Projekts.

Die Fäh­re ver­bin­det Ditz­um, Emden und Delfzijl

Ein wich­ti­ger Bestand­teil der Inter­na­tio­na­len Dol­lard Rou­te ist seit Beginn die Fähr­ver­bin­dung über den Dol­lart. Sie ver­bin­det die Häfen von Ditz­um, Emden und Delf­zi­jl und ermög­licht Rad­fah­ren­den, die deutsch-nie­der­län­di­sche Grenz­re­gi­on auch vom Was­ser aus zu erleben.

Den Anfang mach­te der nie­der­län­di­sche Kapi­tän Pie­ter Bak­ker mit dem Schiff „Twee Gebroe­der“. Im Jahr 2008 über­nahm die „Kom­man­dant“ der Ger­ma­nia Schif­fahrt den Fähr­dienst. 2009 gab es ein Jahr lang kei­ne Fährverbindung.

Seit 2010 ist das Fahr­gast­schiff „Dol­lard“ im Ein­satz. Bis 2017 wur­de es von der Ree­de­rei Brie­se betrie­ben. In den Jah­ren 2018 und 2019 über­nahm die Ree­de­rei Frei­muth aus Esens den Betrieb. Seit 2020 ist die Balt­rum-Linie für das Schiff verantwortlich.

Die Bilanz der Fähr­ver­bin­dun­gen seit 1996 kann sich sehen las­sen: Ins­ge­samt beför­der­ten die drei ein­ge­setz­ten Schif­fe rund 128.000 Per­so­nen und 75.000 Fahrräder.

Rad­rei­sen mit und ohne Gepäcktransfer

Seit 1997 kön­nen Rad­rei­sen­de über die Inter­na­tio­na­le Dol­lard Rou­te orga­ni­sier­te Rad­rei­sen mit oder ohne Gepäck­trans­fer buchen. Rund 3.400 Grup­pen mit ins­ge­samt 14.900 Per­so­nen haben die­ses Ange­bot bis­lang genutzt.

Die meis­ten Gäs­te erkun­den die Stre­cke aller­dings indi­vi­du­ell. Dafür stellt der Ver­ein Infor­ma­ti­ons­ma­te­ri­al zur Ver­fü­gung, mit dem sich die Tou­ren eigen­stän­dig pla­nen lassen.

Zusätz­lich orga­ni­siert die Inter­na­tio­na­le Dol­lard Rou­te Bus­ta­ges­fahr­ten zu tou­ris­ti­schen Zie­len in der Regi­on. Das aktu­el­le Pro­gramm umfasst unter ande­rem das Dol­lart­mu­se­um in Bun­de, den Pri­vat­gar­ten „Tuin­fleur“ in Oost­wold, Appin­ge­dam und eine Schiff­fahrt auf dem Oldambtmeer.

Der Besuch im Pri­vat­gar­ten „Tuin­fleur“ ist 2026 letzt­ma­lig Bestand­teil des Programms.

Zwi­schen Wat­ten­meer, Warf­ten­dör­fern und his­to­ri­schen Städten

Die Inter­na­tio­na­le Dol­lard Rou­te zeich­net sich durch ihren beson­de­ren Ver­lauf ent­lang der Küs­te und durch das Bin­nen­land aus. Immer wie­der füh­ren Stre­cken­ab­schnit­te an den Dol­lart und die Ems­mün­dung. Dort begeg­nen Rad­fah­ren­de der Geschich­te des Deich­baus und der Land­ge­win­nung, der See­fahrt und Fische­rei sowie dem Natio­nal­park Wat­ten­meer, der zum UNESCO-Welt­na­tur­er­be gehört.

Im Lan­des­in­ne­ren wech­seln sich Warf­ten­dör­fer, Korn­fel­der und gepfleg­te Kul­tur­land­schaf­ten ab. Die Stre­cke bie­tet damit sowohl Natur­er­leb­nis­se als auch Ein­bli­cke in die Geschich­te und Kul­tur der deutsch-nie­der­län­di­schen Grenzregion.

Zu den Sehens­wür­dig­kei­ten ent­lang der Rou­te zäh­len unter anderem:

  • Leer: die his­to­ri­sche Alt­stadt mit ihren cha­rak­te­ris­ti­schen Gas­sen und Gebäuden.

  • Appin­ge­dam: die bekann­ten Hän­gen­den Küchen, die zu den mar­kan­ten Wahr­zei­chen der nie­der­län­di­schen Stadt gehören.

  • Win­scho­ten: die Pie­ter-Smit-Brü­cke, eine der längs­ten Fahr­rad­brü­cken Europas.

  • Papen­burg: die Mey­er Werft, die inter­na­tio­nal für den Bau gro­ßer Kreuz­fahrt­schif­fe bekannt ist.

  • Die Nie­der­lan­de: zahl­rei­che klei­ne Schlös­ser und his­to­ri­sche Anwe­sen ent­lang der Strecke.

  • Bor­kum: die größ­te der Ost­frie­si­schen Inseln, die eben­falls an die Rou­te ange­bun­den ist.

Die Kom­bi­na­ti­on aus Küs­ten­land­schaft, his­to­ri­schen Orten, mari­ti­mer Kul­tur und grenz­über­schrei­ten­den Erleb­nis­sen macht den beson­de­ren Cha­rak­ter der Rund­rou­te aus.

Von 180 auf 354 Kilo­me­ter: Die Rou­te wächst weiter

Bei ihrer Eröff­nung im Jahr 1996 war die Inter­na­tio­na­le Dol­lard Rou­te rund 180 Kilo­me­ter lang. Heu­te umfasst sie 354 Kilo­me­ter und ist damit fast dop­pelt so lang wie zu Beginn.

Im Jahr 2002 kam Sloch­te­ren hin­zu. Mit dem Ort wur­de auch das Schloss Fre­ay­le­ma­borg in die Rou­te ein­ge­bun­den. 2012 erwei­ter­ten Eems­mond, Lop­per­sum und die Nord­see­insel Bor­kum das Ange­bot. Seit­dem bie­tet der Ver­ein auch Rad­rei­sen mit Gepäck­trans­fer bis auf die Insel an.

Wei­te­re Erwei­te­run­gen folg­ten 2024 und 2025 mit Mid­den-Gro­nin­gen und Het Hogeland.

Die Ent­wick­lung zeigt, wie sich das grenz­über­schrei­ten­de Tou­ris­mus­pro­jekt über drei Jahr­zehn­te hin­weg wei­ter­ent­wi­ckelt hat. Heu­te nut­zen jähr­lich rund 10.000 bis 12.000 Rad­fah­ren­de die Rou­te – von län­ge­ren Mehr­ta­ges­tou­ren bis hin zu Tages­aus­flü­gen und Sternfahrten.

 

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Kon­ti­nui­tät und Qua­li­tät als Erfolgsfaktoren

Für Ulrich Schmun­kamp, Geschäfts­füh­rer der Inter­na­tio­na­len Dol­lard Rou­te, ist die lang­fris­ti­ge Arbeit ein ent­schei­den­der Fak­tor für den Erfolg des Pro­jekts. „Das Erfolgs­re­zept ist Kon­ti­nui­tät über die Jah­re und Prä­senz am Markt“, sagt Schmunkamp.

Auch Hem­mo Phil­bert bei, ehe­ma­li­ger Tou­ris­mus­re­fe­rent der Gemein­de Sche­em­da und einer der Initia­to­ren der Dol­lard Rou­te in den Nie­der­lan­den, hebt die Qua­li­tät des Ange­bots her­vor: „Die Qua­li­tät zählt und die ist von Beginn an gut.“

Der Ver­ein möch­te die Inter­na­tio­na­le Dol­lard Rou­te auch künf­tig attrak­tiv hal­ten und wei­ter­ent­wi­ckeln. Poten­zi­al sieht Geschäfts­füh­rer Schmun­kamp ins­be­son­de­re in einer bes­se­ren Ver­bin­dung mit der Bahn­stre­cke „Wun­der­line“. Dafür sei­en attrak­ti­ve Kom­bi­ti­ckets erfor­der­lich, mit denen Rad­fah­ren­de Bahn und Fahr­rad unkom­pli­ziert mit­ein­an­der ver­bin­den können.

Auch bei nie­der­län­di­schen Gäs­ten sieht der Ver­ein noch Mög­lich­kei­ten, das Inter­es­se an der Rou­te zu stei­gern. Bis­lang stam­men rund zwei Drit­tel der Rad­tou­ris­ten aus Deutschland.

EU-För­de­rung unter­stützt wei­te­re Verbesserungen

Die Euro­päi­sche Uni­on beglei­tet die Ent­wick­lung der Inter­na­tio­na­len Dol­lard Rou­te seit ihrer Grün­dung. Der Ver­ein war im Lau­fe der Jah­re an meh­re­ren Inter­reg-Pro­gram­men beteiligt.

Auch im aktu­el­len Inter­reg-Pro­gramm 6a „Wat­ten­Vi­si­on“ wird die Rou­te wei­ter auf­ge­wer­tet. Unter Feder­füh­rung des Öko­werks aus Emden ent­ste­hen natur­na­he Rast­plät­ze ent­lang der Stre­cke. Sie sol­len Rad­fah­ren­den zusätz­li­che Mög­lich­kei­ten für Pau­sen bie­ten und zugleich den Natur­raum stär­ker in das tou­ris­ti­sche Ange­bot einbeziehen.

Mit dem 30-jäh­ri­gen Bestehen blickt die Inter­na­tio­na­le Dol­lard Rou­te auf eine Ent­wick­lung zurück, die aus einer gemein­sa­men Idee in wirt­schaft­lich schwie­ri­gen Zei­ten her­vor­ge­gan­gen ist. Aus dem ursprüng­lich rund 180 Kilo­me­ter lan­gen Rad­wan­der­weg ist ein 354 Kilo­me­ter umfas­sen­des grenz­über­schrei­ten­des Tou­ris­mus­an­ge­bot gewor­den, das Ost­fries­land und die nie­der­län­di­sche Pro­vinz Gro­nin­gen mit­ein­an­der verbindet.

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