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Pro­jekt “Warn­wes­ten-Pool” von Ver­kehrs­wacht und Brandkasse

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Im Hau­se der Brand­kas­se wur­de den Ver­kehrs­wächt­lern sym­bo­lisch die neu­en Warn­wes­ten über­ge­ben (v.l.n.r.): Klaus Wil­bers (Vor­sit­ze­ner der VW Witt­mund), Hans-Frie­del Walt­her (Vors. VW Aurich), Mela­nie Wodt­ka (komm. Lei­te­rin des KiGa „Swaalv­ke­nuest“), Hajo Reer­s­he­mi­us (Gebiets­be­auf­trag­ter der Ost­frie­si­schen  VWs und Vors VW Nor­den), Wibran­dus Red­din­gi­us (Vors. VW Leer), Heinz‑W. Weber (Vors. VW Emden) und Signe Foetz­ki (Pres­se­spre­che­rin der Brandkasse)

 

Pro­jekt von Ver­kehrs­wacht und Brandkasse

„Warn­wes­ten-Pool für Kin­der­gär­ten“: Ein vol­ler Erfolg!

 

2.500 Warn­wes­ten wer­den verteilt!

Das Herbst-Pro­jekt 2020 von Ost­frie­si­schen Ver­kehrs­wach­ten und Ost­frie­si­scher Land­schaft­li­cher Brand­kas­se war ein vol­ler Erfolg: Bei­de Insti­tu­tio­nen stell­ten den Kin­der­gär­ten in Ost­fries­land erst­ma­lig ins­ge­samt 6.500 kos­ten­lo­se Warn­wes­ten für Kin­der unter 6 Jah­re als ‚Pool‘ zur Ver­fü­gung. Die Ein­rich­tun­gen vor Ort muss­ten nur den Bedarf signa­li­sie­ren. Auf­grund der gro­ßen Reso­nanz und eini­gen ‚Lücken‘ haben Ver­kehrs­wach­ten und Brand­kas­se beschlos­sen, jetzt im Herbst 2021 erneut 2.500 Wes­ten im Wert von rund 5.300 Euro zu beschaf­fen. Also Kin­der­gär­ten: Bit­te melden!

„Im Okto­ber 2020 star­te­ten die Brand­kas­se und wir Ver­kehrs­wach­ten zum Beginn der dunk­len Jah­res­zeit das neue Pro­jekt – und die gro­ße Anzahl der Nach­fra­gen gab uns Recht. Jetzt ent­schlos­sen wir uns zu einer Neu­auf­la­ge“ infor­miert Hajo Reer­s­he­mi­us, Gebiets­be­auf­trag­ter der ost­frie­si­schen Ver­kehrs­wach­ten. „Unser Ziel ist es, Unfäl­le und damit ein­her­ge­hen­de Ver­let­zun­gen zu ver­mei­den oder mög­lichst gering zu hal­ten! Des­halb sol­len sich die ost­frie­si­schen Kin­der­gär­ten wie­der bei ihrer Ver­kehrs­wacht mel­den, und ihren Bedarf an Warn­wes­ten in der Grö­ße XS oder S für Kin­der unter 6 Jah­re mit­tei­len. Für die Ein­rich­tun­gen ste­hen 2.500 Stück kos­ten­los zur Ver­fü­gung. Der Sinn und Zweck sind ‚Wes­ten-Pools‘ vor Ort; wech­sel­wei­se ein­setz­ba­re Warn­wes­ten für die Kin­der, die kei­ne eige­ne besitzen.“

Die beschaff­ten Warn­wes­ten wur­den im letz­ten Jahr den Ver­kehrs­wach­ten qua­si aus den Hän­den geris­sen. „Solch‘ einen Erfolg haben wir uns nicht träu­men las­sen - was aber auch zeigt, dass der Bedarf mehr als groß ist“ ergänzt Signe Foetz­ki, Pres­se­spre­che­rin der Brand­kas­se. „Natür­lich war uns bewusst, dass die Nach­fra­ge grö­ßer sein wird, als unser Pro­jekt die Aus­stat­tung ermög­licht, aber wir woll­ten ein­fach posi­ti­ve Zei­chen set­zen und mit dem ‚Pool-Cha­rak­ter‘ etwas Neu­es aus­pro­bie­ren. Und jetzt ver­tei­len wir eine Neu­auf­la­ge, die wir wie­der kos­ten­los zur Ver­fü­gung stel­len! In Ost­fries­land exis­tie­ren 263 Kin­der­gär­ten mit ins­ge­samt 12.410 Kin­dern. Davon befin­den sich 4.392 im Vor­schul­al­ter: Heu­te ein Spa­zier­gang der einen Grup­pe, mor­gen ein Aus­flug der ande­ren — jetzt müs­sen Kin­der nicht mehr im Nach­teil sein, wer­den mit­ge­nom­men und gut gesehen!“

Trotz aller Auf­klä­rungs­ar­beit gibt es immer noch Kin­der, die sich qua­si ‚unsicht­bar‘ in der Däm­me­rung und der Dun­kel­heit im Stra­ßen­ver­kehr bewe­gen. „Gera­de sie sind beson­ders gefähr­det, denn ihr Gesichts­feld ist im Ver­gleich zu Erwach­se­nen noch ein­ge­schränkt. Mit dunk­ler Klei­dung liegt die Erkenn­bar­keit von Per­so­nen bei ca. 25 m, mit hel­ler bei etwa 40 m und mit reflek­tie­ren­der bei rund
140 m
“ schil­dert Hans-Frie­del Walt­her, Vor­sit­zen­der der Ver­kehrs­wacht Aurich. „Bei einer Geschwin­dig­keit von 50 km/h beträgt der Anhal­te­weg von Fahr­zeu­gen ca. 30 m – das reicht nicht, um recht­zei­tig vor dem Fuß­gän­ger zu stop­pen! Wich­tig ist und bleibt: Signal­far­ben der Beklei­dung sor­gen tags­über für Sicher­heit. Egal ob rot, gelb oder oran­ge. Und bei Dun­kel­heit wird die Erkenn­bar­keit durch die Refle­xi­ons­strei­fen erheb­lich ver­bes­sert. Genau dar­auf haben wir bei der Beschaf­fung der Wes­ten auch geach­tet, denn 90 % der not­wen­di­gen Infor­ma­tio­nen im Stra­ßen­ver­kehr wer­den über die Augen wahrgenommen!“

Mela­nie Wodt­ka, kom­mis­sa­ri­sche Lei­te­rin des Auricher Kin­der­gar­tens ‚Swaalv­ke­nuest‘, berich­tet: „Wir machen immer wie­der die Erfah­rung, dass unse­re Kin­der durch z.B. die Vor­bild­funk­ti­on sehr schnell ler­nen. Wenn ande­re Kin­der oder gar wir Erzie­he­rin­nen und Erzie­her eine solch schö­ne sowie erklär­ter­ma­ßen sinn­vol­le Warn­wes­te tra­gen, möch­ten auch sie gern eine sol­che Wes­te für sich haben.

Auf die­se Wei­se erzie­len wir einen per­fek­ten Lern­ef­fekt! Gera­de wir, der Kin­der­gar­ten Swaalv­ke­nü­st in der Stra­ße ‘Am Lin­den­baum’, befin­den uns zwar in einer 30er- Zone, haben aber lei­der kei­nen Geh- bzw. Fuß­weg vor der Tür. Daher ist es eine tol­le Idee, uns die Warn­wes­ten kos­ten­los zur Ver­fü­gung zu stel­len. Auf die­se Wei­se set­zen wir gemein­sam einen Grund­stein, um ein Stück weit mehr ‚Sicher­heit im Stra­ßen­ver­kehr‘ für unse­re Kin­der gewähr­leis­ten zu können.“

 „Fuß­gän­ger haben lei­der kei­ne Knautsch­zo­ne!“ so Foetz­ki. „Unser Augen­merk liegt heu­te ganz beson­ders auf den klei­nen Ver­kehrs­an­fän­ge­rin­nen und ‑anfän­gern. Wir freu­en uns sehr dar­über und dies bestärkt uns in unse­rem Tun: Die Stra­ßen­ver­kehrs-Unfall­zah­len der letz­ten vier Jah­re mit Kin­dern unter 6 Jah­re sind ins­ge­samt rück­läu­fig. In 2020 kam es in Ost­fries­land zu 59 Unfäl­len (2017: 74), wobei es sich in 45 Fäl­len (2017: 54) um betrof­fe­ne Kin­der als PKW-Mit­fah­ren­den han­del­te. Und glück­li­cher­wei­se kam es hier zu kei­nem Unfall mit Todes­fol­ge! Je frü­her unse­re Kin­der es ler­nen, sich rich­tig und sicher im Stra­ßen­ver­kehr zu ver­hal­ten, des­to bes­ser!

 

„Und dazu im Ver­gleich: Bun­des­weit kam es laut Sta­tis­ti­schem Bun­des­amt in 2020 im Stra­ßen­ver­kehr zu rund 22.500 Unfäl­len mit Kin­dern unter 15 Jah­re“ so Hans-Frie­del Walt­her. „Betrach­ten wir aus­schließ­lich ein­mal die Ziel­grup­pe ‚Kin­der unter 6 Jah­re‘, kamen deutsch­land­weit 4.607 und in Nie­der­sach­sen 444 Kin­der zu Scha­den. Die Zahl der ver­un­glück­ten Kin­der war damit so gering wie noch nie seit der deut­schen Wie­der­ver­ei­ni­gung! Natür­lich ist das auch dem coro­nabe­ding­ten nied­ri­ge­ren Ver­kehrs­auf­kom­men geschul­det (Home-Office, Lock­down, etc.). Wir beob­ach­ten aber auch die Erfol­ge unse­rer Prä­ven­ti­ons­ar­beit. Selbst­ver­ständ­lich ist jeder Unfall ein Unfall zu viel – aber es zählt ja nie­mand die durch rich­ti­ges Ver­hal­ten und rich­ti­ge Klei­dung ver­hin­der­ten, unge­sche­he­nen Unfälle!“

Hajo Reer­s­he­mi­us erläu­tert abschlie­ßend: „Als neue Kom­po­nen­te bie­ten wir zusätz­lich noch 330 Wes­ten der Grö­ße XL an, damit Erzie­he­rin­nen und Erzie­her sich bei ihren Aus­flü­gen als Vor­bild eben­falls mit den glei­chen Wes­ten ein­klei­den kön­nen. Sicht­bar­keit bringt Sicher­heit! Dies gilt für alle, die im Stra­ßen­ver­kehr unter­wegs sind. Wir, die Ver­kehrs­wach­ten Aurich, Emden, Leer, Nor­den und Witt­mund, freu­en uns wie­der ein­mal über die Unter­stüt­zung Brand­kas­se. Nur gemein­sam kön­nen wir den Kin­der­gär­ten die klei­nen Warn­wes­ten jetzt kos­ten­los und ohne finan­zi­el­le Betei­li­gun­gen zur Ver­fü­gung stel­len. Unse­re Bit­ten an alle Ver­kehrs­teil­neh­me­rin­nen und ‑teil­neh­mer:

 

-          Pas­sen Sie Ihre Fahr­wei­se den Sicht­ver­hält­nis­sen an,

-          sor­gen Sie für sau­be­re Front­schei­ben und Schein­wer­fer und

-          sei­en auch Sie mit Ihrer Beklei­dung und ihrem Ver­hal­ten ein Vor­bild für unse­re Kinder!“

 

Die Ver­kehrs­wacht-Anlauf­stel­len vor Ort:                       

 

Aurich:                 info@verkehrswacht-aurich.de                               

Emden:                heinzwweber@aol.com                             

Leer:                     verkehrswacht-leer@web.de                  

Nor­den:              verkehrswacht-norden@ewe.net

Witt­mund:         klauswilbers@aol.com


 

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Sprit­prei­se sin­ken: Bund und Län­der beschlie­ßen Steu­er­sen­kung für Ben­zin und Diesel

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Sprit­prei­se: Bund und Län­der beschlie­ßen Steu­er­sen­kung für Ben­zin und Diesel

Tan­kra­batt soll ab 1. Okto­ber 2026 grei­fen – Ener­gie­steu­er sinkt um 14 Cent pro Liter

Ber­lin, 18. Sep­tem­ber 2026 – Auto­fah­re­rin­nen und Auto­fah­rer in Deutsch­land sol­len ange­sichts der der­zeit hohen Sprit­prei­se finan­zi­ell ent­las­tet wer­den. Bund und Län­der haben sich auf eine erneu­te Sen­kung der Ener­gie­steu­er auf Ben­zin und Die­sel ver­stän­digt. Die Maß­nah­me soll bis Ende 2026 gel­ten und die Kos­ten an den Tank­stel­len spür­bar reduzieren.

Hin­ter­grund sind die zuletzt stark gestie­ge­nen Kraft­stoff­prei­se. Nach Anga­ben der Bun­des­re­gie­rung sor­gen die krie­ge­ri­schen Ereig­nis­se und die erneu­te Eska­la­ti­on im Nah­ost-Kon­flikt für erheb­li­che Unsi­cher­hei­ten an den inter­na­tio­na­len Märk­ten. Die Aus­wir­kun­gen tref­fen sowohl die Wirt­schaft als auch pri­va­te Haus­hal­te, dar­un­ter Pend­ler, Fami­li­en, Frei­be­ruf­ler und Ehrenamtliche.

Ener­gie­steu­er auf Ben­zin und Die­sel wird gesenkt

Der Bund will die Ener­gie­steu­er auf Ben­zin und Die­sel bis Ende 2026 um 14 Cent pro Liter redu­zie­ren. Unter Ein­be­zie­hung der Umsatz­steu­er ergibt sich dar­aus eine rech­ne­ri­sche Steu­er­ent­las­tung von rund 17 Cent je Liter Kraft­stoff.

Damit soll das Tan­ken für Ver­brau­cher und Unter­neh­men güns­ti­ger wer­den. Die tat­säch­li­che Ent­wick­lung der Prei­se an den Tank­stel­len hängt aller­dings wei­ter­hin von der Ent­wick­lung der inter­na­tio­na­len Öl- und Kraft­stoff­märk­te sowie der Preis­ge­stal­tung der Mine­ral­öl­wirt­schaft ab.

Ent­las­tung von rund 2,5 Mil­li­ar­den Euro

Ins­ge­samt sol­len Bür­ge­rin­nen und Bür­ger sowie Unter­neh­men durch das Maß­nah­men­pa­ket um rund 2,5 Mil­li­ar­den Euro ent­las­tet werden.

Bund und Län­der tra­gen die geplan­ten Ent­las­tun­gen gemein­sam. Die Län­der sol­len dabei einen Bei­trag von 1,25 Mil­li­ar­den Euro über einen Umsatz­steu­er­fest­be­trag leisten.

Tan­kra­batt soll ab 1. Okto­ber 2026 gelten

Das Ent­las­tungs­pa­ket soll nach den bis­he­ri­gen Pla­nun­gen zum 1. Okto­ber 2026 umge­setzt wer­den. Vor­aus­set­zung ist die wei­te­re Abstim­mung mit den Län­dern und den Koali­ti­ons­frak­tio­nen im Deut­schen Bundestag.

Die Bun­des­re­gie­rung will damit mög­lichst schnell auf die der­zeit hohen Kraft­stoff­prei­se reagieren.

Bun­des­kanz­ler Fried­rich Merz erklär­te, wer täg­lich auf das Auto ange­wie­sen sei, kom­me ange­sichts der hohen Prei­se an sei­ne Belas­tungs­gren­ze. Gleich­zei­tig ver­wies er auf die schwie­ri­ge Haus­halts­la­ge und bezeich­ne­te die Ent­las­tung von 2,5 Mil­li­ar­den Euro als erheb­li­chen finan­zi­el­len Kraftakt.

Hat der Tan­kra­batt tat­säch­lich Wirkung?

Die Bun­des­re­gie­rung ver­weist dar­auf, dass eine ver­gleich­ba­re Ener­gie­steu­er­sen­kung bereits im Mai und Juni 2026 weit­ge­hend bei den Ver­brau­che­rin­nen und Ver­brau­chern ange­kom­men sei.

Nach Anga­ben der Bun­des­re­gie­rung kamen die Mono­pol­kom­mis­si­on und das Bun­des­kar­tell­amt zu dem Schluss, dass die dama­li­ge Steu­er­sen­kung bei Ben­zin und Die­sel weit­ge­hend wei­ter­ge­ge­ben wur­de. Der dama­li­ge Tan­kra­batt habe ins­be­son­de­re dazu bei­getra­gen, Preis­spit­zen in einer Pha­se beson­ders hoher Kraft­stoff­prei­se abzufangen.

Bun­des­re­gie­rung plant zusätz­lich einen Spritpreisdeckel

Mit der Steu­er­sen­kung soll es nicht getan sein. Die Bun­des­re­gie­rung will dar­über hin­aus Gesprä­che mit der Mine­ral­öl­wirt­schaft führen.

Ziel ist es, spä­tes­tens zum 1. Janu­ar 2027 einen vor­über­ge­hen­den Sprit­preis­de­ckel ein­zu­füh­ren. Als mög­li­che Vor­bil­der nennt die Bun­des­re­gie­rung ent­spre­chen­de Rege­lun­gen in Luxem­burg und Bel­gi­en.

Dabei sol­len nach den bis­he­ri­gen Plä­nen meh­re­re Punk­te berück­sich­tigt wer­den. Die Ver­sor­gungs­si­cher­heit müs­se gewähr­leis­tet blei­ben. Gleich­zei­tig sol­len miss­bräuch­li­che Preis­auf­schlä­ge ver­hin­dert werden.

Auch auf euro­päi­scher Ebe­ne lau­fen Gesprä­che über mög­li­che Maß­nah­men gegen­über der Mine­ral­öl­wirt­schaft. Dabei wird unter ande­rem geprüft, ob ein Vor­ge­hen ana­log zum EU-Ener­gie­kri­sen­bei­trag von 2022 mög­lich ist.

Wei­te­re Hil­fen für beson­ders betrof­fe­ne Haus­hal­te und Unternehmen

Die Bun­des­re­gie­rung will die Ent­wick­lung der Kraft­stoff­prei­se und die mög­li­chen wirt­schaft­li­chen Fol­gen wei­ter­hin beob­ach­ten. Beson­ders betrof­fe­ne Men­schen und Unter­neh­men könn­ten bei Bedarf gezielt ent­las­tet werden.

Dafür sol­len die Vor­aus­set­zun­gen für einen ein­kom­mens­be­zo­ge­nen Direkt­aus­zahl­me­cha­nis­mus geschaf­fen wer­den. Damit könn­ten Hil­fen geziel­ter an beson­ders belas­te­te Haus­hal­te aus­ge­zahlt werden.

Pend­ler pro­fi­tie­ren bereits von höhe­rer Pendlerpauschale

Neben der Sen­kung der Ener­gie­steu­er ver­weist die Bun­des­re­gie­rung auf bereits beschlos­se­ne Entlastungen.

Die Pend­ler­pau­scha­le wur­de dau­er­haft erhöht. Dadurch sol­len Berufs­pend­ler steu­er­lich stär­ker ent­las­tet wer­den. Für Steu­er­pflich­ti­ge mit gerin­gen Ein­kom­men besteht wei­ter­hin die Mög­lich­keit, von der Mobi­li­täts­prä­mie zu profitieren.

Dar­über hin­aus sol­len Fami­li­en sowie Men­schen mit gerin­gen und mitt­le­ren Ein­kom­men durch eine Sen­kung der Ein­kom­men­steu­er ab 2027 steu­er­lich ent­las­tet werden.

Auch die Land­wirt­schaft erhält wei­te­re Ent­las­tun­gen. Die Agrar­die­sel-Rück­ver­gü­tung wur­de wie­der voll­stän­dig eingeführt.

Zudem soll das Kar­tell­recht wei­ter geschärft wer­den, damit die Preis­ent­wick­lung und die Preis­ge­stal­tung beim Tan­ken bes­ser über­wacht wer­den können.

Was bedeu­tet die Steu­er­sen­kung für Autofahrer?

Für Auto­fah­rer bedeu­tet die geplan­te Maß­nah­me zunächst eine rech­ne­ri­sche Steu­er­ent­las­tung von rund 17 Cent je Liter Ben­zin oder Die­sel, wenn die Ener­gie­steu­er­sen­kung ein­schließ­lich Umsatz­steu­er voll­stän­dig im End­kun­den­preis ankommt.

Bei einer Tank­fül­lung von bei­spiels­wei­se 50 Litern ent­sprä­che dies rech­ne­risch einer Ent­las­tung von rund 8,50 Euro. Bei 60 Litern wären es rund 10,20 Euro.

Wie stark die Prei­se an den ein­zel­nen Tank­stel­len tat­säch­lich sin­ken, hängt jedoch auch von der Ent­wick­lung der Roh­öl­prei­se, Wech­sel­kur­sen, Raf­fi­ne­rie­kos­ten und der Preis­ge­stal­tung im Mine­ral­öl­han­del ab.

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Land­ge­richt Aurich: Zwei neue Straf­ver­fah­ren gegen Ange­klag­te aus Ostfriesland

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Land­ge­richt Aurich: Zwei neue Straf­ver­fah­ren begin­nen in der kom­men­den Woche

Haupt­ver­hand­lun­gen gegen Ange­klag­te aus Wies­moor und Süd­brook­mer­land – Vor­wür­fe rei­chen von Straf­ta­ten gegen die sexu­el­le Selbst­be­stim­mung bis zum Han­del mit Betäubungsmitteln

Aurich – Am Land­ge­richt Aurich begin­nen in der kom­men­den Woche zwei neue erst­in­stanz­li­che Straf­ver­fah­ren. Ver­han­delt wer­den ein Ver­fah­ren gegen einen 34-Jäh­ri­gen aus Wies­moor sowie ein wei­te­res Ver­fah­ren gegen einen 38-jäh­ri­gen Mann und eine 32-jäh­ri­ge Frau aus Südbrookmerland.

Bei bei­den Ver­fah­ren han­delt es sich zunächst um Vor­wür­fe der Staats­an­walt­schaft. Ob sich die­se bestä­ti­gen, wird erst im Ver­lauf der jewei­li­gen Haupt­ver­hand­lung geklärt. Für alle Ange­klag­ten gilt bis zu einer rechts­kräf­ti­gen Ver­ur­tei­lung die Unschulds­ver­mu­tung.

Ver­fah­ren gegen 34-Jäh­ri­gen aus Wiesmoor

Vor der 3. Gro­ßen Jugend­kam­mer beginnt am Diens­tag, 22. Sep­tem­ber 2026, um 9 Uhr die Haupt­ver­hand­lung gegen einen 34-jäh­ri­gen Mann aus Wies­moor. Das Ver­fah­ren trägt das Akten­zei­chen 13 KLs 15/26. Den Vor­sitz führt der Vor­sit­zen­de Rich­ter am Land­ge­richt Klein. Ver­han­delt wird im Saal 108.

Die Staats­an­walt­schaft wirft dem Ange­klag­ten Straf­ta­ten gegen die sexu­el­le Selbst­be­stim­mung zum Nach­teil sei­ner Toch­ter vor. Die mut­maß­li­chen Taten sol­len sich im Zeit­raum von 2023 bis 2026 ereig­net haben.

Nach Dar­stel­lung der Ankla­ge leb­te der Ange­klag­te nach der Tren­nung von der Kin­des­mut­ter in einer eige­nen Woh­nung. Die Geschä­dig­te, die 2014 gebo­ren wur­de, soll ihren Vater regel­mä­ßig besucht haben.

Ab dem Jahr 2023 soll der Ange­klag­te wäh­rend sol­cher Besu­che in meh­re­ren Fäl­len sexu­el­le Hand­lun­gen an dem Kind bezie­hungs­wei­se sexu­el­le Hand­lun­gen vor dem Kind vor­ge­nom­men haben.

Für den ers­ten Haupt­ver­hand­lungs­ter­min sind drei Zeu­gen geladen.

Als Fort­set­zungs­ter­min ist Don­ners­tag, 24. Sep­tem­ber 2026, um 9 Uhr in Raum 116 vorgesehen.

Straf­ver­fah­ren wegen mut­maß­li­chen Han­dels mit Betäubungsmitteln

Einen Tag spä­ter, am Mitt­woch, 23. Sep­tem­ber 2026, um 9 Uhr, beginnt vor der 2. Gro­ßen Straf­kam­mer ein wei­te­res Straf­ver­fah­ren. Ange­klagt sind ein 38-jäh­ri­ger Mann und eine 32-jäh­ri­ge Frau aus Süd­brook­mer­land.

Das Ver­fah­ren wird unter dem Akten­zei­chen 11 KLs 40/23 geführt. Den Vor­sitz hat die Vor­sit­zen­de Rich­te­rin am Land­ge­richt Dr. Fuchs. Die Ver­hand­lung fin­det im Saal 107 des Amts­ge­richts Aurich statt.

Die Staats­an­walt­schaft wirft den bei­den Ange­klag­ten vor, sich spä­tes­tens im März 2021 zusam­men­ge­schlos­sen zu haben, um durch den gewinn­brin­gen­den Ver­kauf von Amphet­amin eine fort­lau­fen­de Ein­nah­me­quel­le zur Bestrei­tung ihres Lebens­un­ter­halts zu schaffen.

Nach der Ankla­ge sol­len die Betäu­bungs­mit­tel­ge­schäf­te ab Dezem­ber 2021 auch auf Can­na­bis und Ecsta­sy aus­ge­wei­tet wor­den sein. Die Staats­an­walt­schaft geht davon aus, dass bei­de Ange­klag­ten dabei arbeits­tei­lig und auf­grund eines gemein­sa­men Tat­plans gehan­delt haben.

Dem 32-jäh­ri­gen Ange­klag­ten wird dar­über hin­aus vor­ge­wor­fen, sei­ne Betäu­bungs­mit­tel­vor­rä­te durch das Bereit­hal­ten eines Base­ball­schlä­gers aus Metall sowie eines Schlag­rings abge­si­chert zu haben. Bei­de Gegen­stän­de sol­len sich nach Anga­ben der Staats­an­walt­schaft in der Gara­ge des Ange­klag­ten befun­den haben.

Für den ers­ten Ver­hand­lungs­tag ist ein Sach­ver­stän­di­ger geladen.

Als Fort­set­zungs­ter­min ist Mitt­woch, 30. Sep­tem­ber 2026, um 9 Uhr, eben­falls im Raum 107 des Amts­ge­richts Aurich, vor­ge­se­hen.

Unschulds­ver­mu­tung gilt

Das Land­ge­richt Aurich weist dar­auf hin, dass die Haupt­ver­hand­lun­gen der Klä­rung die­nen, ob die erho­be­nen Vor­wür­fe tat­säch­lich zutref­fen oder nicht. Bis zu einer rechts­kräf­ti­gen Ver­ur­tei­lung gilt für jeden Ange­klag­ten die Unschuldsvermutung.

Zudem kön­nen sich ange­setz­te Gerichts­ter­mi­ne kurz­fris­tig ändern oder aus­fal­len. Das Land­ge­richt weist des­halb dar­auf hin, die Hin­weis­ta­fel im Ein­gangs­be­reich des Land­ge­richts zu beachten.

Für Pres­se­ver­tre­ter gilt außer­dem: Licht­bild- oder Film­auf­nah­men von Ange­klag­ten müs­sen in anony­mi­sier­ter Form, bei­spiels­wei­se durch Ver­pi­xeln, erfolgen.

Quel­le: Land­ge­richt Aurich, Pres­se­stel­le, Mit­tei­lung Nr. 49/26 vom 18. Sep­tem­ber 2026.

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NAJU Hesel wächst: Kin­der und Jugend­li­che gestal­ten ihren eige­nen Ort

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Das Gelän­de der NAJU Hesel © NAJU | Chris­toph Bruns

NAJU Hesel: In weni­gen Mona­ten ist ein Ort für Natur, Begeg­nung und Gemein­schaft entstanden

Kin­der, Jugend­li­che und Ehren­amt­li­che gestal­ten die neue Flä­che gemein­sam – vie­le Ideen für die Zukunft

Hesel – Was in weni­gen Mona­ten ent­ste­hen kann, wenn vie­le Men­schen gemein­sam anpa­cken, zeigt die NAJU Hesel. Seit dem ers­ten regu­lä­ren Grup­pen­tref­fen am 7. März hat sich auf dem Gelän­de der Kin­der- und Jugend­grup­pe der NABU-Kreis­grup­pe Leer viel getan. Gemein­sam mit Kin­dern, Jugend­li­chen, Ehren­amt­li­chen und Unter­stüt­zern ent­stan­den Wege sowie Sitz‑, Spiel- und Werk­be­rei­che und ver­schie­de­ne Ange­bo­te, die Natur unmit­tel­bar erleb­bar machen.

Im Früh­jahr wur­den zudem meh­re­re hun­dert gespen­de­te Pflan­zen ein­ge­setzt. Im Juni kamen zwei Bau­wa­gen hin­zu, die heu­te eben­falls Teil des Gelän­des und der Grup­pen­ar­beit sind.

Vie­le ehren­amt­li­che Stun­den für den Aufbau

„Wenn man bedenkt, dass wir uns erst seit März regel­mä­ßig tref­fen, ist es schon beein­dru­ckend, was hier gemein­sam ent­stan­den ist“, sag­te Grup­pen­lei­ter Chris­toph Bruns. „Wenn ich heu­te auf die­se Flä­che schaue, sehe ich vor allem vie­le Men­schen, die irgend­wann gesagt haben: Das ist eine gute Idee, da hel­fe ich mit.“

Eine die­ser Per­so­nen ist Miri­am Wrzol, die den Auf­bau der NAJU Hesel von Beginn an beglei­tet. Als Co-Lei­tung ist sie in nahe­zu alle Berei­che ein­ge­bun­den. Dazu gehö­ren unter ande­rem Orga­ni­sa­ti­on und Pla­nung, die Ent­wick­lung neu­er Ideen, die Gestal­tung der Flä­che sowie die Durch­füh­rung von Grup­pen­tref­fen und Aktionen.

Im Juni kam Lou­is Wed­ler als wei­te­rer Co-Lei­ter hin­zu. Sein Schwer­punkt liegt eben­falls auf Orga­ni­sa­ti­on und Pla­nung sowie auf der Jugend­grup­pe. Dar­über hin­aus unter­stützt er die Kin­der­grup­pe und gemein­sa­me Aktionen.

Neben der Lei­tung enga­gie­ren sich zahl­rei­che wei­te­re Erwach­se­ne und Jugend­li­che ehren­amt­lich. Mit vie­len geleis­te­ten Stun­den tra­gen sie zum Grup­pen­le­ben und zur wei­te­ren Ent­wick­lung des Gelän­des bei.

Unter­stüt­zung durch Stif­tun­gen und Spenden

Der Auf­bau der NAJU Hesel wur­de von ver­schie­de­nen Orga­ni­sa­tio­nen und Unter­stüt­zern beglei­tet. Die Irma-Waal­kes-Stif­tung und die Spar­kas­se Leer Witt­mund unter­stütz­ten die Anschaf­fung der bei­den Bauwagen.

Die Nie­der­säch­si­sche Bin­go-Umwelt­stif­tung för­der­te einen gro­ßen Teil der Aus­stat­tung. Auch die NABU-Kreis­grup­pe Leer unter­stützt die NAJU Hesel sowohl orga­ni­sa­to­risch als auch finanziell.

Hin­zu kom­men zahl­rei­che Sach- und Mate­ri­al­spen­den, die eben­falls zum Auf­bau des Gelän­des bei­getra­gen haben.

Kin­der und Jugend­li­che brin­gen eige­ne Ideen ein

Beim Spät­som­mer­fest konn­ten Kin­der, Jugend­li­che, Eltern und wei­te­re Gäs­te ihre Wün­sche und Ideen für die Zukunft der NAJU Hesel ein­brin­gen. Die Betei­li­gung erfolg­te im Rah­men des Bun­des­pro­gramms „Demo­kra­tie leben!“.

Dabei kamen zahl­rei­che Vor­schlä­ge zusam­men. Gewünscht wur­den unter ande­rem ein Insek­ten­ho­tel und ein Baum­haus. Auch wei­te­re Spiel- und Frei­zeit­mög­lich­kei­ten, Über­nach­tungs­ak­tio­nen, Nacht­wan­de­run­gen und Feri­en­an­ge­bo­te wur­den genannt.

Dar­über hin­aus ging es um Wün­sche zur Orga­ni­sa­ti­on und um Mög­lich­kei­ten, wie sich Kin­der und Jugend­li­che künf­tig noch stär­ker inner­halb der Grup­pe betei­li­gen können.

Die gesam­mel­ten Ideen sol­len nun aus­ge­wer­tet und in die wei­te­re Pla­nung ein­be­zo­gen werden.

Natur erle­ben und Ver­ant­wor­tung übernehmen

Nach der inten­si­ven Auf­bau­pha­se soll künf­tig noch stär­ker die eigent­li­che Kin­der- und Jugend­ar­beit der NAJU Hesel in den Mit­tel­punkt rücken. Geplant sind Akti­vi­tä­ten, bei denen Kin­der und Jugend­li­che Natur erle­ben, prak­ti­schen Natur­schutz umset­zen, gemein­sam ler­nen und krea­tiv tätig wer­den können.

Auch das Über­neh­men von Ver­ant­wor­tung spielt dabei eine wich­ti­ge Rol­le. Das Gelän­de soll dabei nicht nur Treff­punkt sein, son­dern den Kin­dern und Jugend­li­chen Mög­lich­kei­ten bie­ten, eige­ne Ideen umzu­set­zen und ihren Lebens­raum aktiv mitzugestalten.

Für den Win­ter ist außer­dem eine JuLei­Ca-Aus­bil­dung für meh­re­re Team­er vor­ge­se­hen. Die Jugend­lei­ter-Card (JuLei­Ca) dient als Qua­li­fi­ka­ti­ons­nach­weis für ehren­amt­li­che Jugendleiter.

„Das hier soll euer Ort sein“

Wel­che Bedeu­tung die Betei­li­gung der Kin­der und Jugend­li­chen für die NAJU Hesel hat, mach­te Chris­toph Bruns bei sei­ner Anspra­che deutlich.

„Am Ende bau­en wir die­sen Ort nicht für uns Erwach­se­ne. Das hier soll euer Ort sein“, fass­te Bruns die Idee der Grup­pe zusammen.

Damit steht neben dem Natur- und Umwelt­schutz vor allem die akti­ve Betei­li­gung der jun­gen Mit­glie­der im Mit­tel­punkt. Sie sol­len die Mög­lich­keit erhal­ten, eige­ne Ideen ein­zu­brin­gen und die wei­te­re Ent­wick­lung der NAJU Hesel mitzugestalten.

Die NAJU Hesel bedankt sich bei allen Kin­dern, Jugend­li­chen, Fami­li­en, Ehren­amt­li­chen, För­de­rern und Unter­stüt­zern, die zum Spät­som­mer­fest und zur Ent­wick­lung der Grup­pe bei­getra­gen haben.

Kon­takt zur NAJU Hesel

Chris­toph Bruns
Lei­tung NAJU Hesel
Kin­der- und Jugend­grup­pe der NABU-Kreis­grup­pe Leer

E‑Mail: naju.leer@gmail.com
Insta­gram: @naju_hesel

 

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