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Wüst, Thie­le und Kuh­le­mann: Arbeit muss sich wei­ter­hin lohnen!

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Sprach am Mon­tag­nach­mit­tag auf Ein­la­dung der CDU-Land­tags­kan­di­da­ten Ulf Thie­le (Vor­der­rei­he, Zwei­ter von links) und Sil­ke Kuh­le­mann (Vor­der­rei­he, Drit­te von links) bei einer Wahl­kampf­ver­an­stal­tung des CDU-Kreis­ver­ban­des Leer auf der Ter­ras­se des Zoll­haus in Leer zu Mit­glie­dern der CDU und Inter­es­sier­ten: Nord­rhein-West­fa­lens Minis­ter­prä­si­dent Hen­drik Wüst (CDU).

Wüst, Thie­le und Kuh­le­mann: Arbeit muss sich wei­ter­hin lohnen!

Die Ener­gie­kri­se und die sich aus ihr erge­ben­den Her­aus­for­de­run­gen für Betrie­be, ihre Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­ter sowie die Bevöl­ke­rung domi­nier­te des Besuch des nord­rhein­west­fä­li­schen Minis­ter­prä­si­den­ten Hen­drik Wüst (CDU) in Leer. Der Süd­west­fa­le war auf Ein­la­dung des CDU-Land­tags­ab­ge­ord­ne­ten Ulf Thie­le und der Land­tags­kan­di­da­tin Sil­ke Kuh­le­mann nach Ost­fries­land gekommen.

Auf der Ter­ras­se des Zoll­haus kri­ti­sier­te er, dass die Bun­des­re­gie­rung aus SPD, Grü­nen und FDP ihr 65 Mil­li­ar­den-Euro teu­res Paket zur Hälf­te zu Las­ten der Finan­zen von Län­dern und Kom­mu­nen kon­zi­piert aber nicht ein­mal mit ihnen im Vor­feld bespro­chen habe. „Man muss mich nicht unbe­dingt fra­gen. Aber wenn wir was mit­be­zah­len sol­len, hät­te ich mich dazu schon ger­ne ein­ge­bracht“, so Wüst. Dem pflich­te­te Thie­le bei. Denn den Anteil, den die Län­der wie bei­spiels­wei­se Nie­der­sach­sen auf­brin­gen müs­sen, fehlt zur Gestal­tung der eige­nen Zukunfts­fra­gen, bei­spiels­wei­se an den Uni­ver­si­tä­ten, Schu­len und Kin­der­ta­ges­stät­ten. „Wer bestellt, muss es auch bezah­len“, so Thie­le. Das Gieß­kan­nen­prin­zip der Ampel hal­te er zudem für falsch. „Das ist jetzt der drit­te Ver­such einer Ent­las­tung. Und der muss jetzt sit­zen“, so Wüst. „Die Men­schen wol­len jetzt Prag­ma­tis­mus und eine kla­re, ver­läss­li­che Hal­tung“, sag­te Wüst. Das müs­se ideo­lo­gie­frei geschehen.

Aber Wüst berich­te­te auch von einem Gespräch mit einem Bäcker aus Clop­pen­burg, der bereits Umsatz­ein­bu­ßen ver­spü­re, weil Men­schen auf­grund von Spar­zwän­gen beim Dis­coun­ter kau­fen müss­ten. Kaum einer der Hand­werks­be­trie­be traue sich, die Mehr­kos­ten für Ener­gie und Roh­stof­fe voll­ends an die Kun­den wei­ter­zu­ge­ben, da dann noch mehr Kun­den abwan­dern könn­ten. „Das Pro­blem der hohen Ener­gie­kos­ten muss an der Wur­zel sei­nes Ent­ste­hens, also der Ener­gie­men­ge gelöst wer­den, statt durch Umver­tei­lung“, sagt der Gast und bekam dabei Unter­stüt­zung von Thie­le. „Die Preis­bil­dung an der Strom­preis­bör­se funk­tio­niert nicht, wenn dau­er­haft mehr Strom nach­ge­fragt als ange­bo­ten wird. Der Strom­preis bil­det sich dann am teu­ers­ten Ener­gie­trä­ger, also der­zeit am Gas. Und es macht doch kei­nen Sinn, in die­ser Lage in Mas­sen Gas zu ver­stromen“, so der Ost­frie­se. Das wert­vol­le Gas müs­se gespart wer­den. Minis­ter­prä­si­dent Wüst ver­wies auf sein Bun­des­land, in dem CDU und Grü­ne sich ver­stän­digt hät­ten, in der aktu­el­len Kri­se die inten­si­ve­re Ver­stro­mung von Braun­koh­le zu ermög­li­chen. Am Ende der Lauf­zeit der Koh­le­kraft­wer­ke kön­ne die­se Men­ge wie­der redu­ziert wer­den. Dies und die über­gangs­wei­se Wei­ter­nut­zung der Kern­kraft wür­den den Gas­ver­brauch sen­ken und die Ener­gie­prei­se dämpfen.

Eine Zuhö­re­rin mach­te in der anschlie­ßen­den Debat­te deut­lich, dass in den unte­ren Lohn­grup­pen kaum noch Unter­schie­de zu den Sozi­al­leis­tun­gen fest­zu­stel­len sei. „Das trägt nicht gera­de zur Moti­va­ti­on bei. Arbeit muss sich mehr loh­nen, als zuhau­se zu blei­ben“, so die Zuhö­re­rin. Aber auch die soge­nann­te kal­te Pro­gres­si­on belas­te die Arbeit­neh­mer. „Erst auf Drän­gen der CDU wur­de das Pro­blem von der Ampel ange­packt. Die Ergeb­nis­se wer­den aller­dings frü­hes­tens im nächs­ten Jahr Aus­wir­kun­gen haben“, sag­te Thie­le, der als stell­ver­tre­ten­der Frak­ti­ons­vor­sit­zen­der im Land­tag auch finanz­po­li­ti­scher Spre­cher ist. Da es in Ost­fries­land vie­le Pend­ler gebe, die drin­gend auf ihre Autos ange­wie­sen sei­en, bedür­fe es auch hier Ent­las­tun­gen. Es darf doch nicht sein, dass ein Pend­ler der­zeit einen Tages­lohn zum Tan­ken auf­wen­den müs­sen, um zur Arbeit zu kom­men“, monier­te Wüst, der einst wie Thie­le CDU-Gene­ral­se­kre­tär in sei­nem Bun­des­land war.

Deut­lich wur­den auch die Sor­gen der Land­wir­te um die zuneh­men­de Büro­kra­ti­sie­rung, die mit der Dün­ge­mit­tel­ver­ord­nung einen neu­en Höhe­punkt erreich­ten. „Wir müs­sen die Arbeit für die Fami­li­en auf ihren Höfen wie­der attrak­ti­ver gestal­ten. Sonst bege­ben wir uns, wie bei der Ener­gie auch bei der Pro­duk­ti­on von Lebens­mit­teln in eine Abhän­gig­keit“, sag­te Wüst. Aktu­ell dro­he bei der Pro­duk­ti­on von Schwei­ne­fleisch eine Abwan­de­rung, bei­spiels­wei­se nach Spa­ni­en. Die Ener­gie­kri­se zei­ge doch gera­de sehr deut­lich auf, dass Deutsch­land unab­hän­gi­ger wer­den müs­se. Dazu zäh­le auch die Lebensmittelproduktion.

Wüst und die CDU hat­ten am 15. Mai die­ses Jah­res in Nord­rhein-West­fa­len die Land­tags­wahl nach einer rasan­ten Auf­hol­jagd mit 35,7 Pro­zent und neun Pro­zent Vor­sprung vor der SPD gewon­nen. Als Wüst am 27. Okto­ber 2021 zum Nach­fol­ger von Armin Laschet gewählt wur­de, lag die CDU in Umfra­gen noch abge­schla­gen neun Pro­zent­punk­te hin­ter der SPD. „In den Tagen vor der Wahl sag­ten die Demo­sko­pen uns ein Kopf-an-Kopf-Ren­nen vor­aus. Das war ver­gleich­bar mit der Situa­ti­on heu­te in Nie­der­sach­sen. Es lohnt sich also, jetzt noch ein­mal rich­tig Gas zu geben. Dann liegt ihr auch in Nie­der­sach­sen am Wahl­abend klar vor­ne. Und das ist wich­tig für Nie­der­sach­sen, damit Bernd Althus­mann mit sei­ner zupa­cken­den Art Minis­ter­prä­si­dent wer­den kann. Und es ist wich­tig für Deutsch­land. Denn wir alle schau­en auf Nie­der­sach­sen und hof­fen auf ein kla­res Signal an die Ampel, dass die Men­schen das Zau­dern und Zögern nicht län­ger akzep­tie­ren“, moti­vier­te Wüst, die Wahl­kämp­fer in Ost­fries­land am Ende der Dis­kus­si­on. Es loh­ne sich zu kämp­fen. Sil­ke Kuh­le­mann und Ulf Thie­le ver­ab­schie­de­ten Minis­ter­prä­si­dent Wüst gemein­sam mit einem ost­frie­si­schen Tee­ge­schenk und dank­ten ihm für sei­ne Unter­stüt­zung in die­sem Landtagswahlkampf.

Ken­nen sich gut und schät­zen sich aus frü­he­ren Zei­ten: Der hie­si­ge CDU-Land­tags­ab­ge­ord­ne­te Ulf Thie­le (links) und Hen­drik Wüst, Minis­ter­prä­si­dent von Nord­rhein-West­fa­len, waren zeit­gleich Gene­ral­se­kre­tä­re ihrer CDU-Lan­des­ver­bän­de und seit­dem befreun­det. Fotos: Jür­gen Eden/CDU-Wahl­kreis­bü­ro Ulf Thiele


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Land­tags­kan­di­die­ren­de und NABU im Aus­tausch über die Ems

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Foto: NABU/Ben Flint 

Exkur­si­on an die Ems ver­deut­licht Hand­lungs­be­darf an der Ems

Emsland/Ostfriesland – Am Mitt­woch, den 21.09.2022 haben sich Ver­tre­ter des NABU Ost­fries­land und des NABU Emsland/Grafschaft Bent­heim mit Land­tags­kan­di­die­ren­den auf eine gemein­sa­me Exkur­si­on an der Ems mit anschlie­ßen­der Dis­kus­si­on getrof­fen. Als Kan­di­die­ren­de anwe­send waren Sil­ke Kuh­le­mann (CDU, WK 84), Karin Pauls (SPD, WK 82), Nico Blo­em (SPD, WK 84), Petra Beh­nes (Bünd­nis 90/Die Grü­nen, WK 82), Bet­ti­na Lan­ge­hui­zen-Kubi­ak (Die Lin­ke, WK 82) und Fran­zis­ka Jun­ker (Die Lin­ke, WK 83). Gemein­sam fand ein Aus­tausch zum Mas­ter­plan Ems und einer mög­li­chen wei­te­ren Außen­ems­ver­tie­fung statt. Aber auch die all­ge­mein Fluss­ver­tie­fun­gen und die Bin­nen­schiff­fahrt wur­den diskutiert.

Zur Ein­lei­tung in die The­ma­ti­ken star­te­te der Aus­tausch mit einer Exkur­si­on an die Ems. Am Schöpf­werk Col­de­borg wur­de die aktu­el­le Situa­ti­on an der Ems und die dor­ti­ge Vogel­welt betrach­tet und von Agnes Rate­ring, 1. Vor­sit­zen­de des NABU Rhei­der­land, erklärt. Orts­kun­di­ge Mitglieder*innen des NABU Ost­fries­land haben durch ihre Exper­ti­se eini­ge span­nen­de Vogel­ar­ten aus­ge­macht. Mit Kie­bitz, Gold­re­gen­pfei­fer und Säbel­schnäb­ler prä­sen­tier­te sich die Ems von ihrer schö­nen Sei­te. Aber bereits hier vor Ort wur­den die Politiker*innen auf die Pro­ble­me, mit der die Ems zu kämp­fen hat, auf­merk­sam gemacht. Bei Ebbe war beson­ders gut die Strö­mungs­ge­schwin­dig­keit der Ems an den Abbruch­kan­ten der Ems­in­sel Hat­zu­mer Sand und auch die Ver­schli­ckung des Siels am Schöpf­werk zu erkennen.

Eine anschlie­ßen­de Dis­kus­si­ons­run­de fand im Fami­li­en­zen­trum in Bun­de statt. Hier hat­ten die Kan­di­die­ren­den die Mög­lich­keit im Aus­tausch mit NABU-Ehren­amt­li­chen aus der Regi­on ihre Stand­punk­te zu äußern. Alle Anwe­sen­den waren sich einig, dass der Mas­ter­plan Ems auf Lan­des­ebe­ne wei­ter vor­an­ge­bracht wer­den müs­se. Sein Ziel, Öko­lo­gie und Öko­no­mie in Ein­klang zu brin­gen, wur­de von allen Politiker*innen bekräftigt.

So sprach Sil­ke Kuh­le­mann (CDU) sich eben­so dafür aus, bei einer mög­li­chen wei­te­ren Außen­ems­ver­tie­fung alle Interessenvertreter*innen an einen Tisch zu brin­gen und gemein­sam eine Lösung zu fin­den. Aber wie Öko­lo­gie und Öko­no­mie in Ein­klang zu brin­gen sind, sei eine Her­aus­for­de­rung für alle Ver­trags­part­ner, so Petra Beh­nes (Bünd­nis 90/Die Grü­nen). Fran­zis­ka Jun­ker (Die Lin­ke) lehnt eine wei­te­re Außen­ems­ver­tie­fung ab. Bei einer sol­chen Ent­schei­dung sei zudem Exper­ten­wis­sen wich­tig, so Nico Blo­em (SPD).

Beson­ders die Anstau­un­gen der Ems im Früh­jahr füh­ren zu gro­ßen Risi­ken für die Gele­ge der Brut­vö­gel ent­lang der Ems, Flä­chen die zum Euro­päi­schen Vogel­schutz­ge­biet gehö­ren. In die­sem Früh­jahr kamen so Ende März unzäh­li­ge Gele­ge von Brut­vö­geln zu scha­den. Nach Karin Pauls (SPD) Mei­nung müss­te die Natur die Auf­stau­zei­ten für die Ems­über­füh­rung vor­ge­ben und nicht die Mey­er Werft. Bet­ti­na Lan­ge­hui­zen-Kubi­ak (Die Lin­ke), sprach sich eben­so dafür aus, dass Über­le­gun­gen getrof­fen wer­den müs­sen, Über­füh­run­gen in den Win­ter­mo­na­ten zu machen und nicht bis zum letz­ten lega­len Über­füh­rungs­da­tum (31.3) abzu­war­ten. Nico Blo­em (SPD) ver­ste­he die For­de­rung des NABU, aber eine Ver­än­de­rung von jetzt auf gleich sei nicht mög­lich, es wäre ein The­ma für die nächs­ten Jahre.

Jan Schü­rings, Regio­nal­ge­schäfts­füh­rer des NABU Ost­fries­land ver­deut­lich­te zum Schluss die For­de­run­gen des NABU, die not­wen­dig sind, um die Ems und das angren­zen­de Natur­schutz­ge­biet wie­der in einen bes­se­ren Zustand zubrin­gen.  Dazu ist eine zügi­ge Wei­ter­füh­rung des Mas­ter­plan Ems wich­tig. Hier muss von der Poli­tik ein schnel­le­res Arbei­ten gewähr­leis­tet wer­den. Die not­wen­di­gen Res­sour­cen dafür müs­sen auf Lan­des­ebe­ne zur Ver­fü­gung gestellt wer­den. Eine Ver­tie­fung der Außen­ems wer­de abge­lehnt, sie wür­de zu einer wei­te­ren Ver­schlech­te­rung füh­ren, zu noch grö­ße­ren Ein­trü­bun­gen und zu mehr Unter­hal­tungs­bag­ge­run­gen. Zudem dür­fe es in der Poli­tik kei­ne Ver­knüp­fung zwi­schen der Außen­ems­ver­tie­fung und dem Mas­ter­plan Ems geben. Um in Zukunft eine erfolg­rei­che Brut der vie­len Vögel an der Ems zu gewähr­leis­ten, ist eine Ver­le­gung der Über­füh­rung der Schif­fe auf einen Ter­min außer­halb der Brut­zeit für die Zukunft unaus­weich­lich. Der NABU dankt den Land­tags­kan­di­die­ren­den für den gemein­sa­men Aus­tausch und wünscht die­sen viel Erfolg für die kom­men­de Landtagswahl.


 

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Thie­le und Lau­mann: Der Kin­der­kran­ken­pfle­ge mehr Raum in der Gene­ral­si­tik einräumen

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Der CDU-Land­tags­ab­ge­ord­ne­te Ulf Thie­le (zwei­ter von rechts) und der Sozi­al­mi­nis­ter (NRW) Karl-Josef Lau­mann (vier­ter von rechts) dis­ku­tier­ten im Kli­ni­kum Leer mit Ver­tre­tern der Ärz­te- und Mit­ar­bei­ter­schaft, der Geschäfts­lei­tung und Aus­zu­bil­den­den. Foto: CDU-Wahl­kreis­bü­ro Ulf Thiele

Thie­le und Lau­mann: Der Kin­der­kran­ken­pfle­ge mehr Raum in der Gene­ral­si­tik einräumen

Leer. Die Kin­der­kran­ken­pfle­ge ist ein beson­ders spe­zia­li­sier­ter Beruf. Wäh­rend der vor zwei Jah­ren ein­ge­führ­ten gene­ra­lis­ti­schen Pfle­ge­aus­bil­dung erhal­ten Schü­le­rin­nen und Schü­ler in Nie­der­sach­sen nach eige­nem Bekun­den aller­dings nicht das umfäng­li­che Wis­sen, wel­ches sie für die­se Berufs­wahl benö­ti­gen. Das wur­de bei einem gemein­sa­men Besuch des Nord­rhein-west­fä­li­schen Gesund­heits- und Sozi­al­mi­nis­ters Karl-Josef Lau­mann und des CDU-Land­tags­ab­ge­ord­ne­ten Ulf Thie­le (Stall­brüg­ger­feld) im Kli­ni­kum Leer deut­lich. Lau­mann ist auch Bun­des­vor­sit­zen­der der Sozi­al­aus­schüs­se der CDU Deutschlands.

Die gute Nach­richt vor­weg: Nach Anga­ben von Susan­ne Weiss, Lei­te­rin des Bil­dungs­in­sti­tuts Gesund­heit, das unter dem Dach des Kli­ni­kums Leer die gene­ra­lis­ti­sche Pfle­ge­aus­bil­dung anbie­tet, ist das Inter­es­se an einer Pfle­ge­aus­bil­dung immer noch groß. Davon pro­fi­tier­ten nach Anga­ben des Kli­ni­kums vie­le Ein­rich­tun­gen in der Regi­on. Bedau­ert wur­de jedoch ein­hel­lig von allen Gesprächs­teil­neh­mern, dass die Kin­der­kran­ken­pfle­ge seit Umstel­lung auf die gene­ra­lis­ti­sche Pfle­ge­aus­bil­dung im Jahr 2020 nicht mehr dif­fe­ren­ziert erfol­ge. „Dass die Kin­der­kran­ken­pfle­ge in die gene­ra­lis­ti­sche Aus­bil­dung mit auf­ge­nom­men wur­de, ist gegen mei­ne Über­zeu­gung gesche­hen“, sag­te Lau­mann. Denn die Umor­ga­ni­sa­ti­on der Pfle­ge­aus­bil­dung füh­re dazu, dass die Zahl der Kin­der­kran­ken­ab­tei­lun­gen abneh­me. „Da geht für unse­re jüngs­ten Pati­en­ten lei­der auf Dau­er sehr viel spe­zia­li­sier­tes Wis­sen in der Pfle­ge ver­lo­ren“, stellt Thie­le fest. Sei­tens des Kli­ni­kums wur­de ver­deut­lich, dass sich bis­her vie­le jun­ge Men­schen ganz bewusst für eine Aus­bil­dung in der Kin­der­kran­ken­pfle­ge ent­schie­den hätten.

Die Aus­zu­bil­den­den berich­te­ten, dass die Kin­der­kran­ken­pfle­ge ledig­lich mit einem gerin­gen Stun­den­an­teil ver­tre­ten ist. Auch in die OP- und Anäs­the­sie- Pfle­ge wird nur ein kur­zer Ein­blick gebo­ten. Der Fach­kräf­te­man­gel bezie­he sich grund­sätz­lich nicht nur auf die Kin­der­kran­ken­pfle­ge, son­dern ins­be­son­de­re auf die Tätig­keit in der Kin­der­in­ten­siv­pfle­ge. Auf­grund des gerin­gen Stun­den­an­teils der Kin­der­kran­ken­pfle­ge in der gene­ra­lis­ti­schen Aus­bil­dung, kön­ne nach der Aus­bil­dung kei­ne Fach­wei­ter­bil­dung in der Kin­der­in­ten­siv­pfle­ge absol­viert wer­den. Per­spek­ti­visch wer­de das den Fach­kräf­te­man­gel ver­stär­ken. Für den Sta­tus als Peri­na­tal­zen­trum Level 2 Kli­nik muss ein gewis­ser Anteil an Per­so­nal mit Fach­wei­ter­bil­dung in der Kin­der­in­ten­siv­pfle­ge vor­han­den sein. Wenn dies nicht erfüllt wird, dann könn­ten Kli­ni­ken den Sta­tus verlieren.

Dass es mög­lich wäre, dies zu ändern, mach­ten Ver­tre­ter des Bil­dungs­in­sti­tuts deut­lich. Denn Nie­der­sach­sen ist das ein­zi­ge Bun­des­land in dem auch all­ge­mein­bil­den­den Unter­richt wie Eng­lisch, Deutsch sowie Wer­te und Nor­men im Lehr­plan der Pfle­ge­aus­bil­dung ver­pflich­tend vor­ge­se­hen sei. Die­sen Unter­richt zu ertei­len, sei ohne­hin schwer umsetz­bar, da es sich um aus­ge­bil­de­te Leh­rer han­deln müs­se, die stun­den­wei­se als Hono­rar­kräf­te unter­rich­ten wür­den. Aus Thie­les Sicht wäre es daher sinn­voll, die­se Zeit zusätz­lich in der unmit­tel­ba­ren Pfle­ge­aus­bil­dung ein­zu­set­zen, bes­ten­falls für die Kinderkrankenpflege.

Lau­mann und Thie­le waren sich einig, dass die Zusam­men­le­gung der Aus­bil­dung für Gesund­heits- und Kran­ken­pfle­ger sowie Alten­pfle­ger für eine brei­te Auf­stel­lung im Pfle­ge­be­ruf und den damit ver­bun­de­nen Per­spek­ti­ven gut sei. „Wer breit aus­ge­bil­det ist, kann sich im Anschluss auch in der Brei­te bewer­ben“, so Thie­le. Aber für die Gesund­heits- und Kin­der­kran­ken­pfle­ger müs­se es eine dif­fe­ren­zier­te Aus­bil­dungs­mög­lich­keit geben. Um der Per­so­nal­not in der Pfle­ge ent­ge­gen­zu­wir­ken, rückt auch die Zuwan­de­rung immer stär­ker in den Fokus. Mit geflüch­te­ten Men­schen habe das Kli­ni­kum bis­her wäh­rend der Aus­bil­dung gute Erfah­run­gen gemacht. Aller­dings sei­en die Hür­den sehr hoch, denn sie müss­ten min­des­tens einen Real­schul­ab­schluss nach­wei­sen. Über die Vor­aus­set­zun­gen zur Aner­ken­nung der Abschlüs­se ent­schei­det jedoch die Kul­tus­mi­nis­ter­kon­fe­renz. „Wir schöp­fen die Poten­tia­le im Bereich Pfle­ge durch staat­li­che Regle­men­tie­rung nicht aus“ sag­te Lau­mann in dem Gespräch.

An dem Gespräch nah­men teil: Susan­ne Weiss (Insti­tuts­lei­tung BIG – Bil­dungs­in­sti­tut Gesund­heit am Kli­ni­kum Leer), Han­na Fok­ken (Stu­die­ren­de in der Pfle­ge), Rie­ke Schwar­zen­berg (Aus­zu­bil­den­de Pfle­ge­fach­frau), Lucas Gor­gas (Aus­zu­bil­den­der Pfle­ge­fach­mann), Hei­ke Klie­gel­hö­fer (Pfle­ge­di­rek­to­rin Kli­ni­kum Leer), Dr. Hans-Jür­gen Wietos­ka (Ärzt­li­cher Direk­tor Kli­ni­kum Leer), Danie­la Kamp (Pro­ku­ris­tin und Kauf­män­ni­sche Lei­tung Kli­ni­kum Leer),  Hil­ko Sie­bens (Pro­ku­rist und Per­so­nal­lei­ter Kli­ni­kum Leer), Lisa Marie Men­ken (Assis­ten­tin der Geschäfts­füh­rung Kli­ni­kum Leer).


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Wo Lie­be und Roman­tik zum Erleb­nis werden Die Hoch­zeits­mes­se bie­tet am 15. und 16. Okto­ber alles für den schöns­ten Tag...

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End­spurt: Mitt­woch letz­te Sai­son­fahrt zum Markt­tag nach Delfzijl

End­spurt: Mitt­woch letz­te Sai­son­fahrt zum Markt­tag nach Delfzijl   Auch ein Aus­flug mit dem Rad rund um den Dol­lart oder...

Lokal

Land­kreis ver­gibt Sti­pen­di­en für Stu­die­ren­de der Humanmedizin

Land­kreis ver­gibt Stipendien    Stu­die­ren­de der Human­me­di­zin kön­nen sich bis zum 15. Okto­ber bewer­ben / Stich­tag für Aus­zu­bil­den­de und Stu­die­ren­de...

Lokal

Leda­brü­cke : Spren­gung einer Pan­zer­mi­ne — Sper­run­gen im Umkreis von 300 Metern

Bei Son­die­rungs­ar­bei­ten im Bereich der Leda­brü­cke ist eine Pan­zer­ab­wehr­mi­ne ent­deckt wor­den. Durch den Kampf­mit­tel­be­sei­ti­gungs­dienst Nie­der­sach­sen erfolgt heu­te ( 21.09.2022 ) ...

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Baby-Musik­kur­sus in der Kreis­mu­sik­schu­le Leer

Baby-Musik­kur­sus in der Kreis­mu­sik­schu­le Leer   Für Kin­der ab vier Mona­ten in Beglei­tung eines Eltern­teils / Mitt­wochs im Gärtnerhäuschen   Ein...

Blaulicht

Ver­kehrs­un­fall­fluch­ten (3), LKW kam von Fahr­bahn ab, Pkw prall­te gegen Baum

Leer — Verkehrsunfallflucht In der Zeit vom 13.09.2022 bis zum 14.09.2022 kam es an der Stra­ße “Am Bingu­mer Deich” zu...

Lokal

Wüst, Thie­le und Kuh­le­mann: Arbeit muss sich wei­ter­hin lohnen!

Sprach am Mon­tag­nach­mit­tag auf Ein­la­dung der CDU-Land­tags­kan­di­da­ten Ulf Thie­le (Vor­der­rei­he, Zwei­ter von links) und Sil­ke Kuh­le­mann (Vor­der­rei­he, Drit­te von links)...

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