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Nie­der­sach­sen steigt schritt­wei­se um auf ‚2G‘!

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Ers­te deut­li­che Ver­schär­fun­gen in der nie­der­säch­si­schen Corona-Verordnung

+++ Aktu­el­ler Hinweis +++

Die nach­ste­hen­de Über­sich­ten basie­ren auf der aktu­ell gül­ti­gen Coro­na-Ver­ord­nung vom 11.11.2021.

Eine Anpas­sung auf Basis der Bund-Län­der-Beschlüs­se vom 18.11.2021 erfolgt mit der nächs­ten Ände­rung in der Nie­der­säch­si­schen Coro­na-VO, vor­aus­sicht­lich zum 23. November.

Indi­ka­to­ren

Leit­in­di­ka­tor:

  • Hos­pi­ta­li­sie­rung (lan­des­wei­te Kennzahl)

Indi­ka­to­ren:

  • Neu­in­fi­zier­te (je Land­kreis und kreis­freie Stadt)
  • Inten­siv­bet­ten (lan­des­wei­te Kennzahl)

Der Leit­in­di­ka­tor „Hos­pi­ta­li­sie­rung“ bestimmt sich nach den lan­des­wei­ten Hos­pi­ta­li­sie­rungs­fäl­len mit Covid-19-Erkran­kun­gen je 100.000 Ein­woh­ne­rin­nen und Ein­woh­ner in den letz­ten sie­ben Tagen (7‑Ta­ges-Hos­pi­ta­li­sie­rungs-Inzi­denz). Ein Hos­pi­ta­li­sie­rungs­fall ist jede in Bezug auf eine Covid-19-Erkran­kung in einem Kran­ken­haus auf­ge­nom­me­ne Per­son. Die Fall­zahl wird mit­tels des Inter­dis­zi­pli­nä­ren Ver­sor­gungs­nach­wei­ses IVENA eHe­alth lan­des­weit bestimmt.

Der Leit­in­di­ka­tor „Neu­in­fek­tio­nen“ rich­tet sich nach der Zahl der Neu­in­fi­zier­ten mit Covid 19 im Ver­hält­nis zur Bevöl­ke­rung je 100.000 Ein­woh­ne­rin­nen und Ein­woh­ner kumu­la­tiv in den letz­ten sie­ben Tagen. Die 7‑Ta­ge-Inzi­denz wird je Land­kreis und kreis­freie Stadt nach den Zah­len des Robert Koch-Insti­tuts (RKI) ermittelt.

Der Leit­in­di­ka­tor „Inten­siv­bet­ten“ bestimmt sich nach dem lan­des­wei­ten pro­zen­tua­len Anteil der mit COVID-19-Erkrank­ten beleg­ten Inten­siv­bet­ten an der Inten­siv­bet­ten­ka­pa­zi­tät. Die Anzahl der beleg­ten Inten­siv­bet­ten wird auf Basis des Inter­dis­zi­pli­nä­ren Ver­sor­gungs­nach­wei­ses IVENA eHe­alth lan­des­weit ermittelt.


Auf­grund der auch in Nie­der­sach­sen anstei­gen­den Infek­ti­ons­zah­len und des immer höhe­ren Anteils von Coro­na-Pati­en­ten an den Kran­ken­haus- und Inten­siv­sta­ti­ons­be­le­gun­gen nimmt das Land Nie­der­sach­sen ers­te deut­li­che Ver­schär­fun­gen der Coro­na-Schutz­maß­nah­men vor: Nie­der­sach­sen steigt schritt­wei­se um auf ‚2G‘.

„Wir lie­gen heu­te bei einer Inzi­denz von 103, einer Hos­pi­ta­li­sie­rungs­ra­te von 4,0 und einem Anteil von 6 Pro­zent mit Coro­na-Erkrank­ten beleg­ten Inten­siv­bet­ten an der Gesamt­ka­pa­zi­tät der Inten­siv­sta­tio­nen“, so Minis­ter­prä­si­dent Ste­phan Weil. „Damit ist die Situa­ti­on in Nie­der­sach­sen noch ver­gleichs­wei­se gut. Aber wir müs­sen jetzt vor­beu­gen­den Brand­schutz betrei­ben! Es geht uns dar­um, die kom­men­den kal­ten und nas­sen Mona­te so gut wie irgend mög­lich durch­zu­ste­hen, eine Über­for­de­rung unse­res Gesund­heits­sys­tems zu ver­hin­dern, und mög­lichst vie­le Men­schen vor schwe­ren Erkran­kun­gen und Tod zu ret­ten. Es darf in kei­nem Fall zu einer Situa­ti­on kom­men, in der wir durch Eng­päs­se auf unse­ren Inten­siv­sta­tio­nen doch wie­der zu einem Lock­down gezwun­gen werden!“

Die Gel­tungs­dau­er der nie­der­säch­si­schen Coro­na-Ver­ord­nung wird um vier Wochen ver­län­gert, in eini­gen Berei­chen wer­den stren­ge Begren­zun­gen des Zugangs nur auf voll­stän­dig geimpf­te und gene­se­ne Per­so­nen vor­ge­zo­gen auf die Warn­stu­fe 1, Test­vor­ga­ben wer­den ver­schärft. Zeit­nah sind wei­te­re Ver­schär­fun­gen wahr­schein­lich – unter Berück­sich­ti­gung der Pan­de­mie­ent­wick­lung in den nächs­ten Tagen und Wochen und der anste­hen­den Ver­än­de­run­gen im Infek­ti­ons­schutz­ge­setz und im Arbeitsschutzrecht.

Die bei­gefüg­te, mor­gen (10. Novem­ber 2021) for­mal in Kraft tre­ten­de Ver­ord­nung zur Ände­rung der Nie­der­säch­si­schen Coro­na-Ver­ord­nung behält das bis­he­ri­ge Sys­tem von sich, in drei Warn­stu­fen stei­gern­den Schutz­maß­nah­men bei, sieht aber im Detail die fol­gen­den, über­mor­gen (also am 11. Novem­ber 2021) in Kraft tre­ten­den Neu­re­ge­lun­gen vor:

  • Bei Ver­an­stal­tun­gen in geschlos­se­nen Räu­men mit 1.000 bis 5.000 Teil­neh­men­den erfolgt zukünf­tig die Zugangs­be­gren­zung auf voll­stän­dig geimpf­te und gene­se­ne Per­so­nen bereits in Warn­stu­fe 1, statt wie bis­lang in Warn­stu­fe 3 (sie­he § 10 Absatz 6).
  • Das glei­che gilt ab mor­gen bei den eigent­li­chen Groß­ver­an­stal­tun­gen in geschlos­se­nen Räu­men mit mehr als 5.000 Teil­neh­men­den (§ 11 Absatz 8): ‚2G‘ statt ‚3G mit PoC-Test‘ schon bei Warn­stu­fe 1 (und nicht mehr wie bis­her erst bei Warn­stu­fe 3). Ver­an­stal­tun­gen haben sich in jüngs­ter Zeit unter der Del­ta-Vari­an­te als beson­de­re Ver­brei­tungs­or­te erwie­sen. Die in § 11 b zu fin­den­den Rege­lun­gen für die Ende Novem­ber begin­nen­den Weih­nachts­märk­te sol­len kla­rer bezie­hungs­wei­se vor Ort jeweils indi­vi­du­ell bes­ser hand­hab­bar wer­den: Klar­ge­stellt wird bei­spiels­wei­se, dass die Vor­ga­be ‚3G‘ auch bei der „Ent­ge­gen­nah­me“ von Bewir­tungs­leis­tun­gen gilt und nicht nur bei der „Erbrin­gung“ der­sel­ben. Es muss also sicher­ge­stellt sein, dass nicht nur der- oder die­je­ni­ge Per­son, die für alle Essen oder Geträn­ke besorgt, geimpft, gene­sen oder aktu­ell nega­tiv getes­tet ist, son­dern alle Per­so­nen, die dann gemein­sam essen und trin­ken. Sobald aber infol­ge einer, ent­we­der unab­hän­gig von den Warn­stu­fen frei­wil­lig fest­ge­leg­ten oder ab Warn­stu­fe 3 obli­ga­to­ri­schen, 2G-Rege­lung Bewir­tungs­leis­tun­gen und die Nut­zung von Fahr­ge­schäf­ten ledig­lich geimpf­ten und gene­se­nen Per­so­nen vor­be­hal­ten blei­ben, sind die­se von der Pflicht zum Tra­gen einer medi­zi­ni­schen Mas­ke und von den Abstands­pflich­ten befreit. Auch hier gilt also: mehr Frei­hei­ten bei mehr Sicher­heit in ‚2G‘.
  • In § 8 Absatz 1 Satz 4, wird klar­ge­stellt, dass in Warn­stu­fe 1 auch Per­so­nen, die nur im Außen­be­reich Sport getrie­ben haben, geimpft, gene­sen oder getes­tet sein müs­sen, wenn sie sich anschlie­ßend im Innen­be­reich einer Sport­an­la­ge duschen und umklei­den möchten.
  • Die ursprüng­lich in § 12 ins Auge gefass­ten Erleich­te­run­gen für Dis­ko­the­ken und Shi­sha-Bars (wie bei­spiels­wei­se ein Weg­fall zwin­gen­der Kapa­zi­täts­be­gren­zun­gen) wer­den NICHT vor­ge­nom­men. Aus­drück­lich wird allen, die­se Ein­rich­tun­gen Betrei­ben­den emp­foh­len, sich für das vie­ler­orts bereits geplan­te fakul­ta­ti­ve ‚2G‘ schon vor und in Warn­stu­fe 1 zu entscheiden.
  • Vor dem Hin­ter­grund eini­ger Coro­na-Aus­brü­che in Schlacht- und Zer­le­ge­be­trie­ben müs­sen sich dort beschäf­tig­te, unge­impf­te Per­so­nen zwin­gend alle zwei Tage tes­ten las­sen (§ 13).
  • Eine täg­li­che Test­pflicht gilt von mor­gen an für unge­impf­te Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­ter in allen Alten- und Pfle­ge­hei­men (§ 17).

Zu den aktu­el­len Ände­run­gen der Coro­na-Schutz­maß­nah­men noch ein­mal abschlie­ßend Minis­ter­prä­si­dent Ste­phan Weil: „Auch Bun­des­län­der, die – wie Nie­der­sach­sen – noch weni­ger betrof­fen sind als ande­re Län­der, müs­sen sehr vor­sich­tig sein. Die Situa­ti­on in Süd- und Ost­deutsch­land ist ein war­nen­des Bei­spiel. Durch höhe­re Impf­quo­ten, stren­ge­re Schutz­maß­nah­men und eine höhe­re Dis­zi­plin der Nie­der­säch­sin­nen und Nie­der­sach­sen, für die ich sehr dank­bar bin, sind wir noch in einer bes­se­ren Lage. Aber wir sehen sehr deut­lich, dass auch bei uns mit den unge­impf­ten Men­schen ein erheb­li­ches Risi­ko­po­ten­ti­al ver­bun­den ist. Die Unge­impf­ten erhö­hen auch für die Geimpf­ten die Gefahr, sich doch noch zu infi­zie­ren, die Zahl der Impf­durch­brü­che steigt. Des­we­gen bau­en wir jetzt eine Brand­mau­er und erhö­hen sie sukzessive.“


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Deut­sche Schau­stel­ler­kul­tur als Imma­te­ri­el­les Kul­tur­er­be offi­zi­ell anerkannt

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Tra­di­ti­on pur beim Gal­li­markt in Leer: Das größ­te Volks­fest Ost­fries­lands, das jähr­lich am zwei­ten Mitt­woch im Okto­ber beginnt, ist nun offi­zi­el­ler Teil des Imma­te­ri­el­len Kul­tur­er­bes. Die­se Aus­zeich­nung durch die UNESCO wür­digt die jahr­hun­der­te­lan­ge Arbeit der Schau­stel­ler­fa­mi­li­en, die Fes­te wie den Gal­li­markt zu einem unver­zicht­ba­ren Treff­punkt unse­rer regio­na­len Iden­ti­tät machen.

Ein Erbe zum Anfas­sen: Deut­sche Schau­stel­ler­kul­tur ist nun offi­zi­el­les Kulturerbe

Es ist ein Rit­ter­schlag für die bun­ten Lich­ter, den Duft von gebrann­ten Man­deln und das Lachen in der Ach­ter­bahn: Die UNESCO-Kom­mis­si­on hat die Schau­stel­ler­kul­tur auf deut­schen Volks­fes­ten offi­zi­ell in das Bun­des­wei­te Ver­zeich­nis des Imma­te­ri­el­len Kul­tur­er­bes aufgenommen.

Mit die­ser Ent­schei­dung wird eine Tra­di­ti­on gewür­digt, die seit über 1.200 Jah­ren tief in der deut­schen Gesell­schaft ver­wur­zelt ist. Es ist eine Aner­ken­nung für rund 5.600 Schau­stel­ler­fa­mi­li­en, die oft über vie­le Gene­ra­tio­nen hin­weg Wis­sen, Hand­werk und Lei­den­schaft weitergeben.

Ein Ort der Begeg­nung für alle

Ob Kir­mes, Jahr­markt, Schüt­zen­fest, Dult oder die gelieb­ten Weih­nachts­märk­te – die Zah­len spre­chen eine deut­li­che Sprache:

  • 9.750 Volks­fes­te fin­den jähr­lich in Deutsch­land statt.

  • 200 Mil­lio­nen Gäs­te las­sen sich pro Jahr von der Magie der Plät­ze verzaubern.

  • Der Ein­tritt ist frei: Ein ent­schei­den­der Fak­tor, denn Volks­fes­te sind einer der weni­gen Orte, an denen Men­schen unge­ach­tet ihrer Her­kunft, Reli­gi­on oder ihres Geld­beu­tels zusammenkommen.

„Volks­fes­te sind weit mehr als ein rei­nes Frei­zeit­an­ge­bot – sie sind ein zen­tra­ler Bestand­teil unse­rer kul­tu­rel­len Iden­ti­tät“, betont Albert Rit­ter, Prä­si­dent des Deut­schen Schau­stel­ler­bun­des (DSB). Die Auf­nah­me in das Ver­zeich­nis sei ein star­kes Signal und zugleich ein Auf­trag an die Poli­tik, die Rah­men­be­din­gun­gen für die­ses Kul­tur­gut lang­fris­tig zu sichern.

Tra­di­ti­on trifft Innovation

Die Schau­stel­ler­kul­tur lebt von einem beson­de­ren Kon­trast: Wäh­rend his­to­ri­sche Fahr­ge­schäf­te und tra­di­tio­nel­le Lecke­rei­en für Ver­traut­heit sor­gen, set­zen die Betrei­ber gleich­zei­tig auf moderns­te Tech­nik und inno­va­ti­ve Kon­zep­te. Die­ses Zusam­men­spiel schafft eine Atmo­sphä­re, die Men­schen „ana­log“ und von Ange­sicht zu Ange­sicht ver­eint – ein wert­vol­les Gut in einer zuneh­mend digi­ta­len Welt.

Über den Deut­schen Schau­stel­ler­bund (DSB)

Der in Ber­lin ansäs­si­ge DSB ist die welt­weit größ­te Berufs­spit­zen­or­ga­ni­sa­ti­on des Gewer­bes. Mit 89 Mit­glieds­ver­bän­den setzt er sich uner­müd­lich für den Erhalt von Kir­mes, Jahr­markt und Weih­nachts­markt ein. Die jet­zi­ge Aus­zeich­nung unter­streicht die Bedeu­tung die­ser Arbeit: Die Schau­stel­ler sind die Hüter eines Erbes, das Gene­ra­tio­nen ver­bin­det und das Herz unse­rer Städ­te und Gemein­den zum Schla­gen bringt.


📍 Hin­ter­grund: Das Bun­des­wei­te Ver­zeich­nis des Imma­te­ri­el­len Kul­tur­er­bes lis­tet leben­di­ge Tra­di­tio­nen auf, die für die Iden­ti­tät und Viel­falt in Deutsch­land von beson­de­rer Bedeu­tung sind.

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Tank­stel­len-Prei­se: Neue Rege­lung tritt heu­te um 12 Uhr in Kraft

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Blick in eine güns­ti­ge­re Ver­gan­gen­heit: Eine his­to­ri­sche Preis­ta­fel aus Zei­ten, in denen das Tan­ken die Haus­halts­kas­se noch deut­lich weni­ger belastete.

Kraft­stoff­prei­se: Neue Regu­lie­run­gen und Frei­ga­be der Ölre­ser­ven tre­ten in Kraft

Ange­sichts mas­siv gestie­ge­ner Ener­gie­prei­se infol­ge des Iran-Nah­ost-Kon­flikts hat die Bun­des­re­gie­rung ein umfas­sen­des Maß­nah­men­pa­ket geschnürt. Seit dem heu­ti­gen 1. April 2026 gel­ten neue gesetz­li­che Rege­lun­gen, die für mehr Trans­pa­renz an den Tank­stel­len sor­gen und den Preis­druck min­dern sollen.


Die zen­tra­le Neue­rung: Preis­bin­dung ab 12 Uhr

Die wohl spür­bars­te Ände­rung für Ver­brau­cher betrifft die Preis­aus­zeich­nung an den Zapf­säu­len. Um dem bis­he­ri­gen Trend von bis zu 22 Preis­schwan­kun­gen pro Tag ent­ge­gen­zu­wir­ken, wur­de die Anpas­sungs­fä­hig­keit der Tank­stel­len­be­trei­ber eingeschränkt:

  • Erhö­hun­gen: Kraft­stoff­prei­se dür­fen nur noch ein­mal täg­lich um 12 Uhr mit­tags ange­ho­ben werden.

  • Sen­kun­gen: Preis­sen­kun­gen blei­ben zur För­de­rung des Wett­be­werbs jeder­zeit zulässig.

  • Sank­tio­nen: Ver­stö­ße gegen die­se Rege­lung kön­nen mit Buß­gel­dern von bis zu 100.000 Euro geahn­det werden.

Die­ses Modell ori­en­tiert sich an lang­jäh­ri­gen Erfah­run­gen aus Öster­reich und soll den soge­nann­ten „Rake­te-und-Feder-Effekt“ unter­bin­den, bei dem Prei­se bei stei­gen­den Roh­öl­kos­ten rasant stei­gen, aber nur sehr ver­zö­gert wie­der sinken.


Ver­schärf­te Auf­sicht durch das Bundeskartellamt

Par­al­lel dazu wur­den Ände­run­gen im Gesetz gegen Wett­be­werbs­be­schrän­kun­gen (GWB) vor­ge­nom­men. Das Bun­des­kar­tell­amt erhält erwei­ter­te Kom­pe­ten­zen, um miss­bräuch­li­che Preis­er­hö­hun­gen effek­ti­ver zu unterbinden:

  • Beweis­last: Unter­neh­men müs­sen bei Ver­dacht auf unan­ge­mes­sen hohe Prei­se künf­tig dar­le­gen, dass ihre Kal­ku­la­tio­nen gerecht­fer­tigt sind.

  • Struk­tur­kon­trol­le: Wett­be­werbs­stö­run­gen kön­nen schnel­ler fest­ge­stellt und beho­ben wer­den, um ins­be­son­de­re freie Tank­stel­len vor markt­be­herr­schen­den Kon­zer­nen zu schützen.


Frei­ga­be der stra­te­gi­schen Ölreserven

Der Welt­markt­preis für Roh­öl ist durch die Sper­rung der Schiff­fahrts­rou­te von Hor­mus um etwa 30 Pro­zent gestie­gen. Als Reak­ti­on auf eine Anfra­ge der Inter­na­tio­na­len Ener­gie­agen­tur (IEA) betei­ligt sich Deutsch­land an einer glo­ba­len kon­zer­tier­ten Aktion:

  • Inter­na­tio­na­ler Umfang: Ins­ge­samt wer­den 400 Mil­lio­nen Bar­rel freigegeben.

  • Deut­scher Bei­trag: Deutsch­land stellt 2,6 Mil­lio­nen Ton­nen aus sei­ner rund 20 Mil­lio­nen Ton­nen umfas­sen­den Not­fall­re­ser­ve bereit.

  • Ver­sor­gungs­si­cher­heit: Trotz der Frei­ga­be bleibt die natio­na­le Reser­ve für rund 90 Tage bestehen. Die Ver­sor­gung mit Die­sel, Ben­zin und Heiz­öl gilt als abso­lut gesichert.


Her­kunft der Kraft­stof­fe in Deutschland

Obwohl der Nah­ost-Kon­flikt die Welt­märk­te belas­tet, ist Deutsch­land direkt nur gering­fü­gig von dor­ti­gen Impor­ten abhän­gig. Ledig­lich sechs Pro­zent des Roh­öls stam­men aus die­ser Regi­on. Die Haupt­lie­fe­ran­ten sind derzeit:

  • Roh­öl: Nor­we­gen, USA, Liby­en, Kasach­stan und Großbritannien.

  • Mine­ral­öl­pro­duk­te: Impor­te erfol­gen pri­mär aus den Nie­der­lan­den, den USA, Nor­we­gen und Bel­gi­en, wäh­rend ein Groß­teil direkt in deut­schen Raf­fi­ne­rien ver­ar­bei­tet wird.

Die Bun­des­re­gie­rung hat ange­kün­digt, die Wirk­sam­keit die­ser Maß­nah­men nach einem Jahr umfas­send zu eva­lu­ie­ren und bei Bedarf wei­te­re Schrit­te einzuleiten.

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Moder­ni­sier­te Natio­nal­park-Häu­ser auf Spie­ker­oog und Nor­der­ney eröffnet

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Fei­er­li­che Eröff­nung auf Nor­der­ney: Nie­der­sach­sens Umwelt­mi­nis­ter Chris­ti­an Mey­er (Mit­te) gab gemein­sam mit Ver­tre­tern aus Poli­tik und Natio­nal­park­ver­wal­tung den Start­schuss für die neue, inter­ak­ti­ve Erleb­nis­welt im Watt Wel­ten Besu­cher­zen­trum. Die moder­ni­sier­te Aus­stel­lung setzt mit einem Inves­ti­ti­ons­vo­lu­men von zwei Mil­lio­nen Euro neue Maß­stä­be in der Ver­mitt­lung von Natur- und Kli­ma­schutz im Welt­na­tur­er­be Wattenmeer.

(v. l. n. r.: Peter Süd­beck, Lei­ter der Natio­nal­park­ver­wal­tung Wat­ten­meer; Dr. Vale­ria Bers, Lei­tung Watt Wel­ten; Chris­ti­an Mey­er, Nie­der­säch­si­scher Minis­ter für Umwelt, Ener­gie und Kli­ma­schutz; Johann Saat­hoff, MdB; Saskia Busch­mann, MdL; Frank Ulrichs, Bür­ger­meis­ter von Norderney)

„Das Wat­ten­meer ver­ste­hen heißt, es zu schüt­zen“: Umwelt­mi­nis­ter Mey­er eröff­net moder­ni­sier­te Nationalpark-Zentren

Spie­ker­oog / Nor­der­ney – Das UNESCO-Welt­na­tur­er­be Wat­ten­meer wird inter­ak­ti­ver, digi­ta­ler und zukunfts­ori­en­tier­ter. Pünkt­lich zum 40-jäh­ri­gen Bestehen des Natio­nal­parks Nie­der­säch­si­sches Wat­ten­meer hat Umwelt­mi­nis­ter Chris­ti­an Mey­er am ver­gan­ge­nen Wochen­en­de die voll­stän­dig erneu­er­ten Dau­er­aus­stel­lun­gen im Natio­nal­park-Haus Witt­bül­ten auf Spie­ker­oog sowie im Watt Wel­ten Besu­cher­zen­trum auf Nor­der­ney fei­er­lich eröffnet.

Mit mil­lio­nen­schwe­ren Inves­ti­tio­nen set­zen die­se zen­tra­len Bil­dungs­or­te ein star­kes Zei­chen für moder­ne Natur- und Kli­ma­ver­mitt­lung an der nie­der­säch­si­schen Küste.

Inves­ti­ti­on in die Zukunft: 3,4 Mil­lio­nen Euro für die Umweltbildung

„Die neu­en Aus­stel­lun­gen machen die Fas­zi­na­ti­on des Wat­ten­mee­res erleb­bar und schaf­fen nied­rig­schwel­li­ge Zugän­ge zu kom­ple­xen Natur- und Kli­mathe­men“, beton­te Minis­ter Mey­er wäh­rend der Eröff­nungs­fei­er­lich­kei­ten. Die Moder­ni­sie­run­gen unter­strei­chen den Anspruch des Lan­des, den Schutz die­ses ein­zig­ar­ti­gen Lebens­raums durch fun­dier­te Wis­sens­ver­mitt­lung lang­fris­tig zu sichern. Ins­ge­samt flos­sen rund 3,4 Mil­lio­nen Euro an Bun­des­mit­teln in die Neu­ge­stal­tung der bei­den Standorte.


Spie­ker­oog: Witt­bül­ten ver­bin­det Tra­di­ti­on mit moder­ner Forschung

Im Natio­nal­park-Haus Witt­bül­ten wur­de die rund 20 Jah­re alte Schau grund­le­gend trans­for­miert. Unter dem Leit­mo­tiv „Leben im Welt­na­tur­er­be Wat­ten­meer – erle­ben, erfor­schen, gestal­ten“ wur­de auf ca. 400 Qua­drat­me­tern ein Raum geschaf­fen, der öko­lo­gi­sche Zusam­men­hän­ge und die Fol­gen des Kli­ma­wan­dels in den Fokus rückt.

  • High­lights: Das bekann­te Pott­wal-Ske­lett, die Aqua­ri­en und das Insel­mo­dell blei­ben erhal­ten, wur­den jedoch in ein inter­ak­ti­ves Gesamt­kon­zept eingebettet.

  • Wis­sen­schaft­li­cher Fokus: Durch die enge Koope­ra­ti­on mit der Uni­ver­si­tät Olden­burg und der Her­mann-Lietz-Schu­le fun­giert das Haus als bedeu­ten­der Forschungsstandort.

  • Nach­hal­ti­ge Sanie­rung: Par­al­lel zur Aus­stel­lung wird das Gebäu­de für rund 400.000 Euro ener­ge­tisch saniert. Bis Ende 2026 sol­len Wär­me­pum­pen, Pho­to­vol­ta­ik­an­la­gen und moder­ner Wär­me­schutz den öko­lo­gi­schen Fuß­ab­druck des Hau­ses minimieren.


Nor­der­ney: Eine inter­ak­ti­ve Zeit­rei­se im Watt Wel­ten Besucherzentrum

Auf Nor­der­ney erwar­tet die jähr­lich über 80.000 Gäs­te eine kom­plett neu kon­zi­pier­te Erleb­nis­welt. Auf 600 Qua­drat­me­tern wid­met sich die Aus­stel­lung dem The­ma „Das Wat­ten­meer: frü­her – heu­te – mor­gen“.

Das Zen­trum, das gemein­schaft­lich von der Stadt Nor­der­ney und dem BUND Nie­der­sach­sen betrie­ben wird, setzt auf:

  • Tech­nik und Bar­rie­re­frei­heit: Die Sta­tio­nen wur­den tech­ni­kro­bus­ter, hel­ler und bar­rie­re­är­mer gestaltet.

  • Mul­ti­me­dia­le Ver­mitt­lung: Neue Nord­see-Aqua­ri­en und ein inte­grier­tes Kino machen die Dyna­mik des Gezei­ten­mee­res greifbar.

  • Finan­zie­rung: Die kom­plet­te Neu­ge­stal­tung wur­de mit 2 Mil­lio­nen Euro aus Bun­des­mit­teln realisiert.


Natio­nal­park-Häu­ser als Rück­grat des Naturschutzes

Die Neu­eröff­nun­gen sind Teil eines Netz­werks von ins­ge­samt 19 Infor­ma­ti­ons- und Bil­dungs­ein­rich­tun­gen im Natio­nal­park Nie­der­säch­si­sches Wat­ten­meer. Die­se Zen­tren errei­chen jähr­lich rund 900.000 Besu­cher und bie­ten über 10.000 Ver­an­stal­tun­gen an.

Als außer­schu­li­sche Lern­or­te leis­ten sie einen unver­zicht­ba­ren Bei­trag zur Akzep­tanz des Natio­nal­parks und der Bio­sphä­ren­re­gi­on. Minis­ter Mey­er stell­te klar: „Mit die­sen Inves­ti­tio­nen stär­ken wir die Bil­dungs­ar­beit und machen das Wat­ten­meer für kom­men­de Gene­ra­tio­nen noch bes­ser erfahr­bar. Schutz und Ver­mitt­lung müs­sen Hand in Hand gehen.“

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Stadt Leer: Ohlt­ha­ver­stra­ße ab April voll gesperrt: Meh­re­re Bau­ab­schnit­te geplant

Voll­sper­rung der Ohlt­ha­ver­stra­ße: Umfang­rei­cher Stra­ßen­aus­bau ab April geplant In Kür­ze begin­nen in der Ohlt­ha­ver­stra­ße umfas­sen­de Bau­ar­bei­ten. Auf­grund eines geplan­ten Stra­ßen­aus­baus...

Lokal

End­spurt für „Blink­füür 2026“: Jetzt ehren­amt­li­che Vor­bil­der im Land­kreis vorschlagen

End­spurt für das „Blink­füür 2026“: Jetzt noch ehren­amt­li­che Vor­bil­der vorschlagen Das Ehren­amt ist der Leucht­turm unse­rer Gesell­schaft – und genau...

Lokal

Kos­ten­lo­se Wei­ter­bil­dung zum Ver­eins­ma­na­ger: Neue Ter­mi­ne für Ehrenamtliche

Pro­fes­sio­na­li­sie­rung im Ehren­amt: Neue Ter­mi­ne für die Wei­ter­bil­dung zum Vereinsmanager Die Anfor­de­run­gen an die Füh­rung und Orga­ni­sa­ti­on von Ver­ei­nen wach­sen...

Blaulicht

Angriff auf Poli­zei­be­am­te – meh­re­re Verletzte

POL-LER: Gemein­sa­me Pres­se­mit­tei­lung der Staats­an­walt­schaft Aurich und der Poli­zei­in­spek­ti­on Leer/ Emden     Wee­ner — Poli­zei­be­am­te bei Ein­satz ange­grif­fen und verletzt...

Lokal

Schü­ler aus Wes­t­ov­er­le­din­gen schlüp­fen in die Rol­le von Ratsmitgliedern

Poli­tik haut­nah: Wenn das Klas­sen­zim­mer zum Rat­haus­saal wird. WESTOVERLEDINGEN. Wie ent­steht eigent­lich ein neu­er Skate­platz? Wer ent­schei­det über den Kunst­ra­sen für...

Lokal

Geduld gefragt: Umfang­rei­che Sper­run­gen für Rad­fah­rer und Fuß­gän­ger in Leer

Blick auf die Eisen­bahn­brü­cke aus Rich­tung Wes­t­ov­er­le­din­gen: Für Nut­zer der Schnell­rad­rou­te von Ihr­ho­ve nach Leer ist die Que­rung in den...

Lokal

Kom­mu­nal­wahl Leer — SPD Leer prä­sen­tiert 39 Kan­di­da­ten für die September-Wahl

Stra­te­gi­sche Dop­pel­spit­ze: Die Spit­zen­kan­di­da­ten der SPD Leer für die Stadt­rats­wahl am 13. Sep­tem­ber. Hau­ke Satt­ler (links), Lis­ten­füh­rer im Wahl­be­reich 2,...

Lokal

Tra­di­tio­nel­ler Holz­boots­bau in Ditz­um begeis­tert bun­des­weit jun­ge Nachwuchskräfte

Betriebs­lei­ter Ger­jet Bült­jer (r.) zeigt Vize­prä­si­den­tin Imke Hen­nig (l.) die Arbei­ten in der Schiffs­hal­le. Im Hin­ter­grund der 15 Meter lan­ge his­to­ri­sche...

Blaulicht

Poli­zei sucht Zeu­gen nach Unfall­flucht und Einbrüchen

POL-LER: Pres­se­mit­tei­lung der Poli­zei­in­spek­ti­on Leer/ Emden für den 31.03.2026     Zusam­men­stoß im Kreu­zungs­be­reich++ Zeu­gen­auf­ruf nach Verkehrsunfall++Einbrüche   Moorm­er­land —...

Lokal

Leda-Sperr­werk: Mona­te­lan­ge Voll­sper­rung der Betriebs­brü­cken für Rad- und Fußverkehr

Sanie­rung am Leda-Sperr­werk: Brü­cken bis Sep­tem­ber 2026 voll gesperrt LEER. Wer das Leda-Sperr­werk für Rad­tou­ren oder Spa­zier­gän­ge nutzt, muss sich...

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Mar­ke­ting: Geschäfts­er­öff­nung: So wird Ihr Event zum unver­gess­li­chen Erlebnis!

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Vor­trag in Leer: Bio­gra­fien von Über­le­ben­den des KZ Bergen-Belsen

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