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Emp­find­li­che Stra­fen bei Ver­stö­ßen gegen Corona-Verordnung

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Aktua­li­sier­ter Buß­geld­ka­ta­log tritt Sams­tag in Kraft 

Am Sams­tag tritt der vom Sozi­al­mi­nis­te­ri­um über­ar­bei­te­te Buß­geld­ka­ta­log zur Coro­na-Ver­ord­nung des Lan­des in Kraft. Per­so­nen, die gegen die Regeln der Ver­ord­nung ver­sto­ßen, müs­sen dem­nach mit emp­find­li­chen Geld­bu­ßen rech­nen. Grund­sätz­lich kön­nen Ver­stö­ße von den zustän­di­gen Behör­den auch schon vor dem Inkraft­tre­ten des Buß­geld­ka­ta­lo­ges mit Geld­bu­ßen in Höhe von bis zu 25.000 Euro geahn­det werden.

 

„Die über­wäl­ti­gen­de Mehr­heit der Nie­der­säch­sin­nen und Nie­der­sach­sen hält sich gewis­sen­haft an die Coro­na-Regeln und ver­hält sich sehr ver­ant­wor­tungs­voll. Dafür bedan­ke ich mich sehr herz­lich. Die­ses gro­ße Ver­ant­wor­tungs­be­wusst­sein ist einer der Grün­de, wes­halb wir in Nie­der­sach­sen im Län­der­ver­gleich bei der Bewäl­ti­gung der Pan­de­mie noch ver­hält­nis­mä­ßig gut daste­hen. Die­je­ni­gen aber, die den Ernst der Lage noch immer nicht ver­stan­den haben, müs­sen damit rech­nen, dass Regel­ver­stö­ße mit emp­find­li­chen Geld­bu­ßen geahn­det wer­den. Ich bit­te alle Bür­ge­rin­nen und Bür­ger ein­dring­lich, sich wei­ter­hin an die Regeln zu hal­ten. Dar­über hin­aus soll­ten wir alle unse­re per­sön­li­chen Kon­tak­te eigen­ver­ant­wort­lich mög­lichst weit­rei­chend redu­zie­ren. Auf die­se Wei­se geben wir dem Virus so wenig Chan­cen wie mög­lich, sich wei­ter­zu­ver­brei­ten”, erklärt Gesund­heits­mi­nis­te­rin Danie­la Behrens.

 

Im Fol­gen­den fin­den Sie eine exem­pla­ri­sche Über­sicht der fäl­li­gen Buß­gel­der bei Ver­stö­ßen gegen die Regeln der Coro­na-Ver­ord­nung. Den gesam­ten Buß­geld­ka­ta­log fin­den Sie im Anhang die­ser Mitteilung:

 

Ver­stoß

Buß­geld in Euro

-      Feh­len­de oder man­gel­haf­te Maß­nah­men zur Sicher­stel­lung des Min­dest­ab­stan­des oder der Hygienemaßnahmen,

-      feh­len­des oder man­gel­haf­tes Hygienekonzept,

-      feh­len­de oder man­gel­haf­te Umset­zung des Hygie­ne­kon­zepts oder

-      feh­len­de Hin­wei­se oder feh­len­des Hin­wir­ken auf Pflichten

-      feh­len­de Vor­la­ge des Hygie­ne- oder Testkonzeptes

-      feh­len­de Infor­ma­tio­nen nach posi­ti­ver Testung

1 000 bis 3000

Feh­len­de oder man­gel­haf­te Daten­er­he­bung, Daten­über­prü­fung oder Dokumentation

500 bis 2000

Über­schrei­tung der Per­so­nen­zahl oder Über­schrei­tung der zuläs­si­gen Personenkapazität

500 bis 5000

Feh­len­de medi­zi­ni­sche Mas­ke als Mund-Nasen-Bede­ckung oder feh­len­de Atem­schutz­mas­ke (FFP2 oder gleichwertig)

100 bis 150

Nicht­be­ach­tung oder Nicht­ein­hal­tung der Abstandsregelungen

50 bis 150

feh­len­de oder man­gel­haf­te Umset­zung des Testkonzeptes

 

1 000 bis 4000

Ein­lass einer Per­son oder Dienst­leis­tung gegen­über einer Per­son ohne ent­spre­chen­den Nach­weis (3G)

1 500 bis   20 000,

Ein­lass einer Per­son oder Dienst­leis­tung gegen­über einer Per­son ohne ent­spre­chen­den Nach­weis (2G)

2 500 bis   20 000,

Ein­lass einer Per­son oder Dienst­leis­tung gegen­über einer Per­son ohne ent­spre­chen­den Nach­weis (2G Plus)

4 000 bis   20 000,

Teil­nah­me an einer Ver­an­stal­tung oder Ent­ge­gen­nah­me einer Dienst­leis­tung oder die Nut­zung der genann­ten Räum­lich­kei­ten oder Anla­gen ohne ent­spre­chen­den Nach­weis (3G)

150 bis 200

Vor­täu­schen einer Berech­ti­gung zur Teil­nah­me an einer Ver­an­stal­tung oder zur Ent­ge­gen­nah­me einer Dienst­leis­tung oder zur Nut­zung der genann­ten Räum­lich­kei­ten (3G)

300 bis 400

Teil­nah­me an einer Ver­an­stal­tung oder Ent­ge­gen­nah­me einer Dienst­leis­tung oder die Nut­zung der genann­ten Räum­lich­kei­ten oder Anla­gen ohne ent­spre­chen­den Nach­weis (2G)

200 bis 250

Vor­täu­schen einer Berech­ti­gung zur Teil­nah­me an einer Ver­an­stal­tung oder zur Ent­ge­gen­nah­me einer Dienst­leis­tung oder zur Nut­zung der genann­ten Räum­lich­kei­ten (2G)

400 bis 500

Teil­nah­me an einer Ver­an­stal­tung oder Ent­ge­gen­nah­me einer Dienst­leis­tung oder die Nut­zung der genann­ten Räum­lich­kei­ten oder Anla­gen ohne ent­spre­chen­den Nach­weis (2G Plus)

WICHTIG: Per­so­nen, die bereits eine Auf­fri­schungs­imp­fung erhal­ten haben, sind von der Test­pflicht befreit und wer­den nicht belangt!

250 bis 350

Vor­täu­schen einer Berech­ti­gung zur Teil­nah­me an einer Ver­an­stal­tung oder zur Ent­ge­gen­nah­me einer Dienst­leis­tung oder zur Nut­zung der genann­ten Räum­lich­kei­ten (2G Plus)

500 bis 600

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Wie ein Ein­zel­händ­ler aus Ost­fries­land Ama­zon im Preis-Check bloßstellt

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Nimmt den Kampf gegen den Online-Rie­sen auf: Fol­kert Fazal, Inha­ber von Buch und Büro Fok­ken, prä­sen­tiert eine Aus­wahl sei­ner Sam­mel­map­pen. Er ruft alle Kun­den aus­drück­lich dazu auf, mit dem eige­nen Smart­phone im Laden vor­bei­zu­kom­men und die Prei­se live mit Ama­zon zu ver­glei­chen. (Foto: Ingo Ton­sor @ LeserECHO)

David gegen Goli­ath: War­um ein Schreib­wa­ren­ge­schäft vor Ort oft güns­ti­ger ist als Amazon

Der Spruch klang kühn: Bis zu 20 Pro­zent güns­ti­ger zu sein als der Online-Gigant Ama­zon. Mit die­ser Ansa­ge weck­te der Inha­ber von Buch und Schreib­wa­ren Fok­ken, Fol­kert Fazal, die Neu­gier der Lese­r­ECHO-Redak­ti­on. Kann ein loka­les Fach­ge­schäft preis­lich tat­säch­lich gegen den welt­weit größ­ten Online-Händ­ler bestehen? Ein unan­ge­kün­dig­ter Pra­xis­test direkt an der Laden­kas­se soll­te Klar­heit schaffen.

Der Pra­xis­test an der Kasse

Dass Bücher auf­grund der gesetz­li­chen Buch­preis­bin­dung in Deutsch­land über­all gleich viel kos­ten, stellt eine bekann­te Tat­sa­che dar. Bei Schul- und Büro­be­darf sieht die Lage jedoch völ­lig anders aus. Für den Test wur­den daher wahl­los Arti­kel aus den Rega­len gegrif­fen: Bunt­stif­te, Ord­ner, Schnell­hef­ter und Kunstmappen.

Direkt an der Kas­se folg­te der direk­te Abgleich: Die Strich­codes der Ware wur­den ein­ge­le­sen und par­al­lel live mit den aktu­el­len Ange­bo­ten auf der Ama­zon-Platt­form verglichen.

Das Ergeb­nis über­rasch­te die Lese­r­ECHO-Redak­ti­on deut­lich. Die Preis­un­ter­schie­de fie­len kei­nes­wegs zu Guns­ten des Online-Händ­lers aus. Im Gegen­teil: Meh­re­re Arti­kel waren bei Buch und Schreib­wa­ren Fok­ken nicht nur gering­fü­gig, son­dern teil­wei­se bis zu 50 Pro­zent güns­ti­ger als im Online-Versand.

Kurio­si­tä­ten des Online-Preissystems

Beson­ders auf­fäl­lig zeig­te sich die Preis­ge­stal­tung im Netz bei Farb­va­ri­an­ten. Wäh­rend bei Fok­ken alle Schnell­hef­ter des­sel­ben Modells unab­hän­gig von der Far­be exakt den­sel­ben Preis besit­zen, schwank­ten die Prei­se im Online-Han­del extrem. Bei Ama­zon kos­te­te ein iden­ti­scher Schnell­hef­ter in einer ande­ren Far­be plötz­lich das Dop­pel­te. Sol­che dyna­mi­schen Preis­an­pas­sun­gen im Netz füh­ren oft dazu, dass Ver­brau­cher unbe­merkt tief für Stan­dard­ar­ti­kel zahlen.

Auch Kun­den vor Ort bestä­tig­ten die­se Beob­ach­tung. Eine Kun­din, die zeit­gleich dort ein­kauf­te, schal­te­te sich in das Gespräch ein und bestä­tig­te die Preis­un­ter­schie­de. Sie wickel­te gera­de ihren Ein­kauf von Schul­hef­ten und Sam­mel­map­pen an der Kas­se ab und berich­te­te von regel­mä­ßi­gen Preisvergleichen:

„Bei Ama­zon hät­te ich für die­sen Sta­pel locker 20 Euro mehr bezahlt. Hier spa­re ich Geld und kann die Sachen direkt mit nach Hau­se neh­men, ohne auf den Paket­dienst zu warten.“

Test­käu­fer gesucht: Machen Sie den eige­nen Praxistest!

Inha­ber Fol­kert Fazal unter­streicht sei­ne Aus­sa­ge mit einer kla­ren Akti­on: Ab sofort sind alle Kun­den herz­lich dazu ein­ge­la­den, selbst als Test­käu­fer aktiv zu wer­den. Egal ob Ord­ner, Map­pen oder die kom­plet­te Aus­rüs­tung für die Ein­schu­lung – wer den Laden betritt, kann den Preis­ver­gleich direkt vor Ort durchführen.

Das eige­ne Smart­phone ist dabei aus­drück­lich erwünscht. Kun­din­nen und Kun­den kön­nen die Bar­codes der Arti­kel im Geschäft ein­scan­nen und live mit den aktu­el­len Ange­bo­ten auf Ama­zon vergleichen.

„Ich ste­he voll und ganz hin­ter die­sem Preis­ver­gleich. Wir haben das in den ver­gan­ge­nen Tagen bereits mehr­fach gemein­sam mit Kun­den an der Kas­se durch­ge­spielt – das Ergeb­nis war jedes Mal ein­deu­tig. Des­halb wer­ben wir seit drei Tagen ganz bewusst damit und scheu­en abso­lut kei­nen Ver­gleich mit dem Online-Han­del“, erklärt Fol­kert Fazal.

Der Inha­ber reagiert damit auf die häu­fi­gen Nach­fra­gen von Kun­den, die von den deut­li­chen Preis­un­ter­schie­den über­rascht waren. Der Vor-Ort-Test zeigt trans­pa­ren­ter denn je, dass der Ein­kauf im loka­len Fach­ge­schäft nicht nur schnel­ler, son­dern oft auch mess­bar güns­ti­ger ist.

Kla­re Ansa­ge vor der Tür: Das Wer­be­schild vor dem Ein­gang von Buch und Schreib­wa­ren Fok­ken weist auf Preis­vor­tei­le von im Schnitt 20 Pro­zent gegen­über Ama­zon hin. Inha­ber Fol­kert Fazal lädt alle Kun­den ein, die­ses Ver­spre­chen im Laden mit dem eige­nen Smart­phone selbst auf die Pro­be zu stel­len. (Foto: Ingo Ton­sor LeserECHO)

Spa­ren vor Ort schont den eige­nen Geld­beu­tel und stärkt die Region

Der Grund­satz „Kauf in dei­ner Stadt, damit sie eine Zukunft hat“ erweist sich damit kei­nes­wegs als rei­ner Appell zur Soli­da­ri­tät mit dem loka­len Han­del. Der Ein­kauf vor Ort schont direkt das eige­ne Budget.

Zusätz­lich ver­bleibt die Wert­schöp­fung in der Regi­on: Wäh­rend Online-Kon­zer­ne ihre Gewin­ne oft glo­bal opti­mie­ren, zahlt der ört­li­che Ein­zel­han­del Gewer­be­steu­er vor Ort. Die­se Mit­tel flie­ßen direkt in die kom­mu­na­le Infra­struk­tur, Schu­len und öffent­li­che Ein­rich­tun­gen. Der Test zeigt ein­drucks­voll: Der Weg ins Fach­ge­schäft lohnt sich – sowohl für den eige­nen Geld­beu­tel als auch für die Gemeinschaft.

Anmer­kung der Redaktion:

Für die­sen Bei­trag hat die Lese­r­ECHO-Redak­ti­on kei­ner­lei Ver­gü­tung, Sach­leis­tun­gen oder sons­ti­ge Gegen­leis­tun­gen erhal­ten; es han­delt sich um eine unent­gelt­li­che und unab­hän­gi­ge jour­na­lis­ti­sche Bericht­erstat­tung. Bei dem beschrie­be­nen Preis­ver­gleich han­delt es sich um einen redak­tio­nel­len Pro­dukt­test auf Basis einer stich­pro­ben­ar­ti­gen Aus­wahl von Schul- und Büro­ar­ti­keln an einem kon­kre­ten Test­tag. Da Online-Platt­for­men ihre Prei­se dyna­misch anpas­sen, stel­len alle Anga­ben eine Moment­auf­nah­me dar.

Um Miss­ver­ständ­nis­sen vor­zu­beu­gen: Die­ser Bei­trag ver­steht sich nicht als Schleich­wer­bung für ein ein­zel­nes Fach­ge­schäft. Die Redak­ti­on weist aus­drück­lich dar­auf hin, dass sich ver­gleich­ba­re Ergeb­nis­se auch bei vie­len ande­ren Ein­zel­händ­lern vor Ort zei­gen kön­nen – je nach deren preis­li­cher Ori­en­tie­rung. Der Auf­ruf gilt daher ganz all­ge­mein: Schau­en Sie vor dem nächs­ten Online-Kauf bei Ihrem Fach­händ­ler vor Ort vor­bei, prü­fen Sie die Prei­se und suchen Sie das ehr­li­che Gespräch. Wer lokal ein­kauft, tut oft gleich dop­pelt etwas Gutes: Er schont das eige­ne Porte­mon­naie und stärkt gleich­zei­tig die eige­ne Stadt.

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Auf einen Blick: War­um sich der Ein­kauf vor Ort gleich mehr­fach auszahlt

Der Pra­xis­test bei Buch und Schreib­wa­ren Fok­ken macht deut­lich, dass der Vor-Ort-Kauf preis­lich abso­lut kon­kur­renz­fä­hig ist. Neben dem rei­nen Waren­preis bie­tet der Ein­kauf im loka­len Fach­ge­schäft jedoch eine gan­ze Rei­he wei­te­rer Hand­fes­te Vor­tei­le gegen­über der Bestel­lung im Netz:

  • Sofor­ti­ge Ver­füg­bar­keit statt War­te­zeit: Die gekauf­ten Arti­kel wan­dern direkt in die eige­ne Tasche. Das War­ten auf den Paket­dienst oder das Aus­wei­chen auf Abhol­sta­tio­nen ent­fällt komplett.

  • Kei­ne ver­steck­ten Por­to­kos­ten: Online-Prei­se wir­ken auf den ers­ten Blick oft attrak­tiv, bis an der Kas­se Ver­sand­ge­büh­ren hin­zu­kom­men – beson­ders bei klei­ne­ren Bestell­wer­ten. Vor Ort zahlt man exakt den Preis, der auf dem Eti­kett steht.

  • Qua­li­tät zum Anfas­sen und Tes­ten: Schreib- und Schul­be­darf wie Stif­te, Papier­qua­li­tä­ten oder ande­re Acces­soires las­sen sich direkt im Laden in die Hand neh­men, aus­pro­bie­ren und auf Herz und Nie­ren prü­fen. Fehl­käu­fe und die damit ver­bun­de­ne Ent­täu­schung wer­den vermieden.

  • Akti­ver Umwelt­schutz durch Müll­ver­mei­dung: Jeder Vor-Ort-Kauf spart enor­me Men­gen an Ver­pa­ckungs­müll. Auf­wen­di­ge Kar­to­na­gen, Plas­tik­pols­ter und die CO₂-Belas­tung durch den Paket­trans­port entfallen.

  • Per­sön­li­che Bera­tung inklu­si­ve: Bei Fra­gen zu Schul­be­darfs­lis­ten oder spe­zi­el­len Büro­ma­te­ria­li­en steht geschul­tes Per­so­nal mit Rat und Tat zur Sei­te – ein Ser­vice, den kein Online-Such­feld erset­zen kann.

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Unter­neh­mens­in­sol­ven­zen in Nie­der­sach­sen stei­gen weiter

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Zahl der Unter­neh­mens­in­sol­ven­zen in Nie­der­sach­sen im 1. Halb­jahr 2026 um 8,7 % gestiegen

Das Lan­des­amt für Sta­tis­tik Nie­der­sach­sen (LSN) hat die Insol­venz­zah­len für das ers­te Halb­jahr 2026 ver­öf­fent­licht. Dem­nach ver­zeich­ne­te Nie­der­sach­sen einen spür­ba­ren Anstieg bei den Fir­men­plei­ten sowie eine deut­lich höhe­re Zahl gefähr­de­ter Arbeits­plät­ze. Gleich­zei­tig nah­men auch die Ver­brau­cher­insol­ven­zen zu.

Kern­zah­len im Überblick

  • Unter­neh­mens­in­sol­ven­zen: Im ers­ten Halb­jahr 2026 bean­trag­ten 1.070 Unter­neh­men bei den 33 nie­der­säch­si­schen Insol­venz­ge­rich­ten die Eröff­nung eines Insol­venz­ver­fah­rens. Dies ent­spricht einem Plus von 8,7 % im Ver­gleich zum Vor­jah­res­zeit­raum (1. Halb­jahr 2025: 984 Ver­fah­ren). Der pro­zen­tua­le Anstieg bewegt sich damit auf einem ähn­li­chen Niveau wie der Über­gang vom ers­ten Halb­jahr 2024 zu 2025 (+8,8 %).

  • Gefähr­de­te Arbeits­plät­ze: Von den Plei­ten waren im ers­ten Halb­jahr 2026 ins­ge­samt 9.867 Beschäf­tig­te betrof­fen, deren Arbeits­plät­ze durch die Insol­venz ihres Arbeit­ge­bers bedroht waren. Die­se Zahl liegt deut­lich über dem Vor­jah­res­wert von 7.341 gefähr­de­ten Arbeitsplätzen.

  • Ver­brau­cher­insol­ven­zen: Bei den Pri­vat­per­so­nen gab es einen leich­te­ren Zuwachs. Im ers­ten Halb­jahr 2026 wur­den 5.784 Insol­venz­an­trä­ge von Ver­brau­che­rin­nen und Ver­brau­chern gestellt. Das bedeu­tet einen Anstieg von 3,2 % gegen­über dem ers­ten Halb­jahr 2025 (5.605 Fälle).

Bran­chen­schwer­punk­te: Han­del und Bau­ge­wer­be am stärks­ten betroffen

Die Betrof­fen­heit vari­iert je nach Wirt­schafts­be­reich stark. Die meis­ten Unter­neh­mens­ver­fah­ren zwi­schen Janu­ar und Juni 2026 ent­fie­len auf den Bereich Han­del sowie Instand­hal­tung und Repa­ra­tur von Kraft­fahr­zeu­gen:

  • Han­del & Kfz: Mit 209 Ver­fah­ren ent­fiel annä­hernd jede fünf­te Insol­venz (19,5 %) auf die­sen Sek­tor. Gegen­über dem ers­ten Halb­jahr 2025 ent­spricht dies einem über­durch­schnitt­lich star­ken Anstieg von 16,1 %.

  • Bau­ge­wer­be: Eben­falls stark betrof­fen war das Bau­ge­wer­be mit 172 Insol­ven­zen (ein Anteil von 16,1 % an allen Unter­neh­mens­in­sol­ven­zen), was einem leich­ten Zuwachs von 2,4 % im Ver­gleich zum Vor­jahr entspricht.

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Creditreform‑Studie: Ein­zel­han­del bricht ein – auch Leer betroffen

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Deutsch­lands Innen­städ­te ver­lie­ren ihr Gesicht – Immer mehr klei­ne Geschäf­te verschwinden

Deutsch­lands Innen­städ­te ste­hen vor einem tief­grei­fen­den Wan­del. Der Ein­zel­han­del, einst prä­gen­des Rück­grat leben­di­ger Stadt­zen­tren, zählt heu­te zu den am stärks­ten schrump­fen­den Wirt­schafts­be­rei­chen. Eine aktu­el­le Stu­die der Cre­dit­re­form Wirt­schafts­for­schung und des Han­dels­blatt Rese­arch Insti­tuts (HRI) zeigt: Vor allem klei­ne, inha­ber­ge­führ­te Geschäf­te gera­ten zuneh­mend unter Druck – mit spür­ba­ren Fol­gen für das Stadtbild.

 

16 Pro­zent weni­ger Ein­zel­han­dels­be­trie­be – klei­ne Geschäf­te beson­ders betroffen

Zwi­schen 2010 und 2025 sank die Zahl der Ein­zel­han­dels­be­trie­be in Deutsch­land um rund 16 Pro­zent auf 316.310 Unter­neh­men. Beson­ders dra­ma­tisch ist der Rück­gang bei klei­nen Geschäf­ten mit einem Jah­res­um­satz unter 250.000 Euro: 2010 gab es noch 236.143 sol­cher Betrie­be, 2025 nur noch 170.770 – ein Minus von 28 Pro­zent.

Gleich­zei­tig wächst die Zahl gro­ßer Han­dels­un­ter­neh­men mit Umsät­zen über 25 Mil­lio­nen Euro – sie hat sich im glei­chen Zeit­raum ver­dop­pelt. Der Struk­tur­wan­del beschleu­nigt sich: Kon­zen­tra­ti­ons­pro­zes­se, Filia­li­sie­rung und Online­han­del ver­drän­gen zuneh­mend tra­di­tio­nel­le Fachgeschäfte.

 

„His­to­ri­scher Struk­tur­bruch“ – Cre­dit­re­form warnt vor Ver­lust der Vielfalt

Patrik‑Ludwig Hantzsch, Lei­ter der Cre­dit­re­form Wirt­schafts­for­schung, spricht von einem „his­to­ri­schen Struk­tur­bruch“ im deut­schen Ein­zel­han­del. Online­platt­for­men, Dis­coun­ter und gro­ße Filia­lis­ten gewin­nen Markt­an­tei­le, wäh­rend vie­le klei­ne und mit­tel­stän­di­sche Händ­ler wirt­schaft­lich an ihre Gren­zen stoßen.

„Fach­ge­schäf­te ver­schwin­den, Leer­stän­de neh­men zu und die Viel­falt des sta­tio­nä­ren Han­dels geht ver­lo­ren. Das klas­si­sche Waren­haus­mo­dell hat vie­ler­orts kei­ne Zukunft mehr“, so Hantzsch.

 

Insol­ven­zen stei­gen – pro­mi­nen­te Fäl­le nur die Spit­ze des Eisbergs

Die wirt­schaft­li­che Lage spie­gelt sich auch in den Insol­venz­zah­len wider. 2025 ver­zeich­ne­te der Ein­zel­han­del rund 2.440 Insol­ven­zen – ein Plus von 9 Pro­zent gegen­über dem Vor­jahr. Bereits 2024 war die Zahl um fast 20 Pro­zent gestiegen.

Zu den pro­mi­nen­ten Fäl­len gehören:

  • Gale­ria Kar­stadt Kaufhof

  • HAMMER Fach­märk­te

  • Esprit

  • Ger­ry Weber

  • Görtz

  • Depot

Doch der Groß­teil der Geschäfts­auf­ga­ben erfolgt lei­se und ohne öffent­li­che Auf­merk­sam­keit. Beson­ders betrof­fen sind zuletzt der Buch­han­del, der Back- und Süß­wa­ren­han­del sowie der Tex­til­ein­zel­han­del.

 

 

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Infla­ti­on, Kos­ten und Kauf­zu­rück­hal­tung set­zen Händ­ler unter Druck

Laut Cre­dit­re­form haben Infla­ti­on, stei­gen­de Betriebs­kos­ten und eine spür­ba­re Kauf­zu­rück­hal­tung die wirt­schaft­li­che Sub­stanz vie­ler Händ­ler wei­ter geschwächt. Klei­ne­re Unter­neh­men ver­fü­gen kaum noch über finan­zi­el­le Puffer.

Hantzsch sieht die Zukunft vor allem in:

  • mehr Kun­den­nä­he

  • kla­rer Spezialisierung

  • Erleb­nis­ori­en­tie­rung

  • digi­ta­ler Präsenz

  • schnel­ler Reaktionsfähigkeit

Wer aus­tausch­bar bleibt, wer­de es schwer haben. Erfolg­reich sei­en jene, die Bera­tung, Erleb­nis und digi­ta­le Ange­bo­te intel­li­gent kombinieren.

 

Innen­städ­te im Wan­del – Ein­kaufs­or­te müs­sen zu Lebens­räu­men werden

Par­al­lel zum Struk­tur­wan­del im Han­del ver­än­dern sich auch die Innen­städ­te. Klas­si­sche Ein­kaufs­funk­tio­nen ver­lie­ren an Bedeu­tung, wäh­rend Gas­tro­no­mie, Dienst­leis­tun­gen, Frei­zeit und Woh­nen wich­ti­ger werden.

Vie­le Kom­mu­nen reagie­ren bereits mit:

  • neu­en Nutzungskonzepten

  • Umge­stal­tung öffent­li­cher Räume

  • mehr Misch­nut­zung aus Han­del, Woh­nen und Freizeit

Trotz­dem blei­ben Leer­stän­de, sin­ken­de Fre­quen­zen und der Weg­fall gro­ßer Fre­quenz­brin­ger – etwa Waren­häu­ser – eine gro­ße Herausforderung.

„Die klas­si­sche Ein­kaufs­in­nen­stadt funk­tio­niert vie­ler­orts nicht mehr. Erfolg­reich wer­den Städ­te sein, die Ein­kauf, Frei­zeit, Gas­tro­no­mie und Woh­nen intel­li­gent mit­ein­an­der ver­bin­den“, erklärt Hantzsch.

Eine uni­ver­sel­le Lösung gebe es jedoch nicht: Was in Düs­sel­dorf funk­tio­nie­re, müs­se nicht auto­ma­tisch in klei­ne­ren Städ­ten erfolg­reich sein. Ent­schei­dend sei eine pass­ge­naue Stra­te­gie, die Grö­ße, Infra­struk­tur, Besu­cher­struk­tur und regio­na­le Wirt­schaft berücksichtigt.

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Bun­tes Trei­ben und ein fried­li­cher Umzug durch die Innen­stadt: So stim­mungs­voll wie auf die­sem Archiv­bild von Ingo Ton­sor (© Lese­r­ECHO...

Lokal

Frei­bad für Leer: SPD legt nach – Debat­te nimmt wei­ter Fahrt auf

Im Juni 2014 prä­sen­tier­te sich das Frei­bad der Stadt Leer noch in vol­lem Betrieb, wie die­se Auf­nah­me zeigt. Es war die letz­te...

Lokal

Waf­fen­ver­bo­te an Bahn­hö­fen ver­län­gert: Wor­auf Bahn­rei­sen­de jetzt ach­ten müssen!

Am Haupt­bahn­hof Han­no­ver gilt vom 1. bis 31. August 2026 erneut ein umfas­sen­des Mit­führ­ver­bot für Waf­fen und gefähr­li­che Werk­zeu­ge. Die...

Blaulicht

Unfall-Bilanz im Land­kreis Leer: Trun­ken­heits­fahrt auf der A31 endet im Krankenhaus

POL-LER: Pres­se­mit­tei­lung der Poli­zei­in­spek­ti­on Leer/ Emden für den 29.07.2026     Moorm­er­land — Verkehrsunfall/Trunkenheit im Straßenverkehr Am 28.07.2026 befuhr ein...

Allgemein

Unter­neh­mens­in­sol­ven­zen in Nie­der­sach­sen stei­gen weiter

Zahl der Unter­neh­mens­in­sol­ven­zen in Nie­der­sach­sen im 1. Halb­jahr 2026 um 8,7 % gestiegen Das Lan­des­amt für Sta­tis­tik Nie­der­sach­sen (LSN) hat...

Blaulicht

Zwei Haft­be­feh­le an der deutsch-nie­der­län­di­schen Gren­ze vollstreckt!

BPOL-Bad­Bent­heim: Zwei Haft­be­feh­le an der Gren­ze vollstreckt     Die Bun­des­po­li­zei hat am Diens­tag an der deutsch-nie­der­län­di­schen Gren­ze gleich zwei...

Lokal

Atom­kraft­geg­ner pro­tes­tie­ren gegen Rosatom-Deal in Lin­gen und Uran-Trans­por­te in Gronau

Pro­test vor der Brenn­ele­men­te­fa­brik in Lin­gen, 27.07.2026 Erneu­te Pro­tes­te gegen Brenn­ele­men­te­fa­brik in Lin­gen: Kri­tik an Rosatom-Deal hält an Lingen/Bonn/Hannover – Rund...

Freizeit

Ein klei­ner Spa­zier­gang durch den Wilhelminengang

Blick durch den male­ri­schen Wil­hel­mi­nen­gang auf den ehe­ma­li­gen Hafen­spei­cher, der heu­te als Ver­an­stal­tungs­ort dient. (Foto: Hans-Albert Dirks) Charme aus ver­gan­ge­nen...

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Erfolg­rei­ches und pie­tät­vol­les Mar­ke­ting für Bestatter

Wie Sie im hoch­wer­ti­gen Umfeld des Lese­r­ECHO-Ver­lags Ver­trau­en auf­bau­en und Reich­wei­te erzielen Die Wahl des pas­sen­den Wer­be­um­felds stellt für Bestat­tungs­un­ter­neh­men...

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Reich­wei­ten­stark kom­mu­ni­zie­ren: Ver­net­zung von Face­book und Por­ta­len ohne Paywalls

War­um Ver­net­zung hohe Reich­wei­te schafft – Face­book & Online‑Portale im Zusammenspiel In einer Zeit, in der Auf­merk­sam­keit die wich­tigs­te Wäh­rung...

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Regio­na­les Sto­rytel­ling stärkt digi­ta­le Sichtbarkeit

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Frei­er Zugang zu regio­na­len News: Lese­r­ECHO-Ver­lag for­ciert media­le Teilhabe

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Online-Anzei­gen rich­tig gestal­ten: Smart­phone & Tablet im Fokus

Online-Anzei­gen: Das rich­ti­ge For­mat für Smart­phone & Tablet In der heu­ti­gen digi­ta­len Welt grei­fen immer mehr Nut­zer über Smart­phones und...

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Laut, ehr­lich, Sem­mel­rog­ge: Wenn eine Kult-Legen­de den Kul­tur­spei­cher rockt!

Mar­tin Sem­mel­rog­ge live in Leer: Ein wil­der Ritt durch 50 Jah­re „Para­gra­phistan“ Unver­wech­sel­bar, unka­putt­bar und das wohl bekann­tes­te Steh­auf­männ­chen der...

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Jubi­lä­um im his­to­ri­schen Rat­haus-Innen­hof: 25. Leera­ner Wein­fest lädt zum Genie­ßen ein Ein Vier­tel­jahr­hun­dert Genuss­kul­tur im Her­zen von Leer: Am 7. und...

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Bost Rock Trio live im „Night­fe­ver“: Ein Abend vol­ler Musik­ge­schich­te in Leer!

Das Foto zeigt das „Bost Rock Trio“, v. l. n. r.: Man­fred Jans­sen, Rein­hard de Witt und Rem­mer Hein (Foto:...

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