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Schul­an­fang: Ver­kehrs­wach­ten und Brand­kas­se war­nen mit Spann­bän­dern „Tem­po runter!“

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Im Hau­se der Brand­kas­se wur­den den bei­den Ver­tre­tern der fünf ost­frie­si­schen Ver­kehrs­wach­ten die neu­en Warn­ban­ner über­ge­ben (v.l.n.r.): Hans-Frie­del Walt­her (Vors. VW Aurich), Signe Foetz­ki (Pres­se­spre­che­rin der Brand­kas­se) und Hajo Reer­s­he­mi­us (Gebiets­be­auf­trag­ter der Ost­frie­si­schen VWs und Vors. VW Norden)

Schul­an­fang: Ver­kehrs­wach­ten und Brand­kas­se war­nen mit Spann­bän­dern „Tem­po runter!“

 

Über­ga­be von 100 neu­en Spannbändern

Das Feri­en­en­de steht vor der Tür – und damit auch das Auf­ein­an­der­tref­fen der Schü­le­rin­nen und Schü­ler. In die­sen rela­tiv gese­hen ‚kon­tak­tär­me­ren‘ Zei­ten, in denen viel­leicht auch eine Urlaubs­rei­se nicht statt­fand, kann es jetzt im Ver­kehrs­ge­sche­hen ganz beson­ders ‚wuse­lig’ zuge­hen. Dar­auf­hin ent­schie­den sich die ost­frie­si­schen Ver­kehrs­wach­ten und die Brand­kas­se für das ver­mehr­te Auf­hän­gen von Warn­spann­bän­dern an Stra­ßen: Die Ver­kehrs­wach­ten erhiel­ten 100 neue Spann­bän­der im Wert von rund 3.500 Euro von der Brand­kas­se. Mit den Wor­ten ‚Schul­an­fang! Tem­po run­ter‘ sol­len Ver­kehrs­teil­neh­men­de gera­de im Bereich von Grund­schu­len sen­si­bi­li­siert werden.

Seit 1999 unter­stützt die Ost­frie­si­sche Land­schaft­li­che Brand­kas­se die Ost­frie­si­schen Ver­kehrs­wach­ten — unter ande­rem mit der Finan­zie­rung von Warn-Spann­bän­dern. Jetzt haben bei­de Insti­tu­tio­nen neue Ban­ner auf­ge­legt, die auf den Schul­an­fang hin­wei­sen. Hajo Reer­s­he­mi­us, Gebiets­be­auf­trag­ter der ost­frie­si­schen Ver­kehrs­wach­ten, erläu­tert die Hin­ter­grün­de der Akti­on: „Wir wol­len wie­der gemein­sam für mehr Sicher­heit im ost­frie­si­schen Stra­ßen­ver­kehr sor­gen! Es wird nicht mehr lan­ge dau­ern und wir haben ins­ge­samt 1.000 Ban­ner für die Sicher­heit von der Brand­kas­se erhal­ten. Die­se gro­ße Anzahl ist der Tat­sa­che geschul­det, dass der Ein­satz trotz hoch­wer­ti­ger Qua­li­tät nur zeit­lich begrenzt ist. Neben der all­ge­mei­nen Abnut­zung spie­len lei­der Sach­be­schä­di­gun­gen und das wider­recht­li­che Ent­fer­nen immer wie­der eine Rol­le. Die Ban­ner sol­len über­all dort plat­ziert wer­den, wo Kin­der ihren Schul­weg zu Fuß oder mit dem Rad absol­vie­ren. Wir alle wis­sen, dass die ers­ten Tage nach einer Feri­en­zeit eine beson­de­re Gefähr­dung dar­stel­len. Unser Appell des­halb an die Kraft­fahr­zeug­fah­re­rin­nen und ‑fah­rer: Geben Sie Acht!“

Ost­fries­land­wei­ter Rück­gang von Unfall­zah­len um 21 %

„Wir haben uns wie­der auf die Unfall­zah­len von Per­so­nen­schä­den bei den ‚Kleins­ten‘, den Kin­dern im Alter bis 14 Jah­re, in ganz Ost­fries­land kon­zen­triert“ infor­miert Signe Foetz­ki, Pres­se­spre­che­rin der Ost­frie­si­schen Land­schaft­li­chen Brand­kas­se. „In den letz­ten 5 Jah­ren sind die­se Unfäl­le um ins­ge­samt 21 % gesun­ken. Das freut uns rich­tig! Lagen sie in 2017 noch bei 275 Per­so­nen, tru­gen sich 2021 218 Unfäl­le zu. Dabei wur­den Betei­lig­te leicht (198 bzw. 143) bis schwer (27 bzw. 13) ver­letzt. Natür­lich gab es Coro­na-bedingt teil­wei­se nur ein­ge­schränk­ten Unter­richt – dafür fehl­te allen aber auch das all­täg­li­che ‚Trai­ning‘. Und natür­lich geht es uns um die Sicher­heit aller Verkehrs­teilnehmenden. Aber beson­ders für Kin­der ist Stra­ßen­ver­kehr rich­ti­ger Stress – sie sind manch­mal ein­fach spon­tan, leicht­sin­nig oder überfordert.“

Schul­an­fang wird ‚wuse­lig‘

„Die Kin­der freu­en sich schon auf das Wie­der­se­hen in den Klas­sen – gera­de nach der doch noch ‚kon­tak­tär­me­ren‘ Zeit, in der unter Umstän­den auch eine Feri­en­rei­se nicht statt­fin­den konn­te. Jetzt wird es vor den Schu­len wohl wie­der sehr wuse­lig. In die­sem Umfeld hän­gen wir die Warn­ban­ner auf“ ergänzt Hans-Frie­del Walt­her, Vor­sit­zen­der der Ver­kehrs­wacht Aurich. „Ins­ge­samt gibt es in Ost­fries­land 124 Grund­schu­len mit rund 12.500 ‚klei­nen Ost­frie­sin­nen und Ost­frie­sen‘. Wir ins­ge­samt fünf Ver­kehrs­wach­ten war­nen flä­chen­de­ckend. Bun­te, tan­zen­de Buch­sta­ben und abge­bil­de­te Kin­der spre­chen die Men­schen emo­tio­nal an und sen­si­bi­li­sie­ren für die aktu­el­le Gefahrensituation!“

 

Schul­weg zur Ein­schu­lung üben

Über 4.000 Fünf- bis Sie­ben­jäh­ri­ge wer­den in Ost­fries­land in der nächs­ten Woche ein­ge­schult. Neu für die Erst­kläss­le­rin­nen und ‑kläss­ler ist nicht nur das Rech­nen, Schrei­ben und Lesen, son­dern auch der täg­li­che Weg zur Schu­le. “Der rich­ti­ge Schul­weg und das ent­spre­chen­de Ver­hal­ten muss genau­so wie das ABC und das Ein­mal­eins gelernt wer­den“ gibt Foetz­ki zu beden­ken. „Am bes­ten üben die ABC-Schüt­zen vor Schul­be­ginn mit den Eltern. Die Gefah­ren­punk­te müs­sen ihnen erklärt wer­den. Und es ist wich­tig, nicht die schnells­te, son­dern die sichers­te Rou­te zu wäh­len. Am bes­ten wer­den die Klei­nen in der ers­ten Zeit noch beglei­tet und so der Lern­erfolg beobachtet.“

 

Brems- bzw. Anhal­te­weg berücksichtigen

„Unser Ansatz ist die Auf­klä­rung! Wir appel­lie­ren an Ver­nunft und Ein­sicht der Kraft­fah­rer. Den­ken Sie ein­fach an das The­ma ‚Brems­weg‘! Bei zum Bei­spiel 30 km/h beträgt der Brems- bzw. Anhal­te­weg bis zu 12 Meter, bei 50 km/h bis zu 25 Meter. Was davon abhängt, in wel­chem Zustand Ihre Brem­sen, Ihre Rei­fen oder auch der Stra­ßen­be­lag sind und ob Sie eine Voll­brem­sung, eine soge­nann­te ‚Gefah­ren­brem­sung‘, voll­zie­hen! Das ist wahn­sin­nig weit – gehen Sie zu Fuß ein­mal solch eine Stre­cke!“, so Reer­s­he­mi­us. Er hofft: „Wir wol­len mit den Ban­nern auf die Gefah­ren hin­wei­sen. Gleich­wohl sind wir nicht blau­äu­gig, wes­halb sich die Ver­kehrs­wach­ten schon seit lan­gem unter ande­rem aus­drück­lich für mehr Geschwin­dig­keits­be­gren­zun­gen und ‑über­prü­fun­gen ein­set­zen. Wer nicht ler­nen will, soll zahlen!“

 

Ins­ge­samt 900 Spann­bän­der für ost­frie­si­sche Sicherheit

Chris­tia­ne Büch­ner, Sach­be­ar­bei­te­rin Prä­ven­ti­on bei der Poli­zei Nor­den freut sich auf die neu­en Spann­bän­der: „Die Nach­fra­ge von den Schu­len bezüg­lich der Ban­ner ist groß. Gemein­sam las­sen wir uns immer wie­der Aktio­nen ein­fal­len, um die Ver­kehrs­teil­neh­men­den auf unse­re Kleins­ten auf­merk­sam zu machen. So freut sich u.a. auch die Grund­schu­le Leez­dorf schon sehr auf die neu­en Warn­hin­wei­se, die sie in die­sem Jahr erst­ma­lig auf­hän­gen.“ Wei­te­re an den Ban­nern inter­es­sier­te Ein­rich­tun­gen kön­nen sich an ihre regio­na­le Ver­kehrs­wacht wenden:

Aurich: info@verkehrswacht-aurich.de                               

Witt­mund: klauswilbers@aol.com  

Leer:     verkehrswacht-leer@web.de                   

Nor­den:  verkehrswacht-norden@ewe.net

Emden: holger.gaertner@polizei.niedersachsen.de

 

Hajo Reer­s­he­mi­us schil­dert abschlie­ßend: „Finan­ziert wur­den die 100 Spann­bän­der wie­der aus­schließ­lich von der Ost­frie­si­schen Land­schaft­li­chen Brand­kas­se. Ins­ge­samt haben wir schon über 900 (!) Warn-Spann­bän­der von der Brand­kas­se erhal­ten und dafür bedan­ken wir uns von gan­zem Her­zen. Wir dür­fen aber auch nicht ver­ges­sen, dass die Ban­ner ihren rich­ti­gen Stand­ort nicht allein fin­den. Vie­le flei­ßi­ge Hän­de, ob Haus­meis­ter der vie­len Schu­len, För­der­ver­ei­ne, Orts­vor­ste­hen­de und nicht zuletzt Mit­ar­bei­ten­de der Bau­hö­fe fas­sen mit an, suchen nach den rich­ti­gen Stand­or­ten und betreu­en die auf­ge­häng­ten Ban­ner. Auch die­sen flei­ßi­gen Hel­fen­den gilt ein gro­ßes Dankeschön!“


 

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Wie ein Ein­zel­händ­ler aus Ost­fries­land Ama­zon im Preis-Check bloßstellt

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Nimmt den Kampf gegen den Online-Rie­sen auf: Fol­kert Fazal, Inha­ber von Buch und Büro Fok­ken, prä­sen­tiert eine Aus­wahl sei­ner Sam­mel­map­pen. Er ruft alle Kun­den aus­drück­lich dazu auf, mit dem eige­nen Smart­phone im Laden vor­bei­zu­kom­men und die Prei­se live mit Ama­zon zu ver­glei­chen. (Foto: Ingo Ton­sor @ LeserECHO)

David gegen Goli­ath: War­um ein Schreib­wa­ren­ge­schäft vor Ort oft güns­ti­ger ist als Amazon

Der Spruch klang kühn: Bis zu 20 Pro­zent güns­ti­ger zu sein als der Online-Gigant Ama­zon. Mit die­ser Ansa­ge weck­te der Inha­ber von Buch und Schreib­wa­ren Fok­ken, Fol­kert Fazal, die Neu­gier der Lese­r­ECHO-Redak­ti­on. Kann ein loka­les Fach­ge­schäft preis­lich tat­säch­lich gegen den welt­weit größ­ten Online-Händ­ler bestehen? Ein unan­ge­kün­dig­ter Pra­xis­test direkt an der Laden­kas­se soll­te Klar­heit schaffen.

Der Pra­xis­test an der Kasse

Dass Bücher auf­grund der gesetz­li­chen Buch­preis­bin­dung in Deutsch­land über­all gleich viel kos­ten, stellt eine bekann­te Tat­sa­che dar. Bei Schul- und Büro­be­darf sieht die Lage jedoch völ­lig anders aus. Für den Test wur­den daher wahl­los Arti­kel aus den Rega­len gegrif­fen: Bunt­stif­te, Ord­ner, Schnell­hef­ter und Kunstmappen.

Direkt an der Kas­se folg­te der direk­te Abgleich: Die Strich­codes der Ware wur­den ein­ge­le­sen und par­al­lel live mit den aktu­el­len Ange­bo­ten auf der Ama­zon-Platt­form verglichen.

Das Ergeb­nis über­rasch­te die Lese­r­ECHO-Redak­ti­on deut­lich. Die Preis­un­ter­schie­de fie­len kei­nes­wegs zu Guns­ten des Online-Händ­lers aus. Im Gegen­teil: Meh­re­re Arti­kel waren bei Buch und Schreib­wa­ren Fok­ken nicht nur gering­fü­gig, son­dern teil­wei­se bis zu 50 Pro­zent güns­ti­ger als im Online-Versand.

Kurio­si­tä­ten des Online-Preissystems

Beson­ders auf­fäl­lig zeig­te sich die Preis­ge­stal­tung im Netz bei Farb­va­ri­an­ten. Wäh­rend bei Fok­ken alle Schnell­hef­ter des­sel­ben Modells unab­hän­gig von der Far­be exakt den­sel­ben Preis besit­zen, schwank­ten die Prei­se im Online-Han­del extrem. Bei Ama­zon kos­te­te ein iden­ti­scher Schnell­hef­ter in einer ande­ren Far­be plötz­lich das Dop­pel­te. Sol­che dyna­mi­schen Preis­an­pas­sun­gen im Netz füh­ren oft dazu, dass Ver­brau­cher unbe­merkt tief für Stan­dard­ar­ti­kel zahlen.

Auch Kun­den vor Ort bestä­tig­ten die­se Beob­ach­tung. Eine Kun­din, die zeit­gleich dort ein­kauf­te, schal­te­te sich in das Gespräch ein und bestä­tig­te die Preis­un­ter­schie­de. Sie wickel­te gera­de ihren Ein­kauf von Schul­hef­ten und Sam­mel­map­pen an der Kas­se ab und berich­te­te von regel­mä­ßi­gen Preisvergleichen:

„Bei Ama­zon hät­te ich für die­sen Sta­pel locker 20 Euro mehr bezahlt. Hier spa­re ich Geld und kann die Sachen direkt mit nach Hau­se neh­men, ohne auf den Paket­dienst zu warten.“

Test­käu­fer gesucht: Machen Sie den eige­nen Praxistest!

Inha­ber Fol­kert Fazal unter­streicht sei­ne Aus­sa­ge mit einer kla­ren Akti­on: Ab sofort sind alle Kun­den herz­lich dazu ein­ge­la­den, selbst als Test­käu­fer aktiv zu wer­den. Egal ob Ord­ner, Map­pen oder die kom­plet­te Aus­rüs­tung für die Ein­schu­lung – wer den Laden betritt, kann den Preis­ver­gleich direkt vor Ort durchführen.

Das eige­ne Smart­phone ist dabei aus­drück­lich erwünscht. Kun­din­nen und Kun­den kön­nen die Bar­codes der Arti­kel im Geschäft ein­scan­nen und live mit den aktu­el­len Ange­bo­ten auf Ama­zon vergleichen.

„Ich ste­he voll und ganz hin­ter die­sem Preis­ver­gleich. Wir haben das in den ver­gan­ge­nen Tagen bereits mehr­fach gemein­sam mit Kun­den an der Kas­se durch­ge­spielt – das Ergeb­nis war jedes Mal ein­deu­tig. Des­halb wer­ben wir seit drei Tagen ganz bewusst damit und scheu­en abso­lut kei­nen Ver­gleich mit dem Online-Han­del“, erklärt Fol­kert Fazal.

Der Inha­ber reagiert damit auf die häu­fi­gen Nach­fra­gen von Kun­den, die von den deut­li­chen Preis­un­ter­schie­den über­rascht waren. Der Vor-Ort-Test zeigt trans­pa­ren­ter denn je, dass der Ein­kauf im loka­len Fach­ge­schäft nicht nur schnel­ler, son­dern oft auch mess­bar güns­ti­ger ist.

Kla­re Ansa­ge vor der Tür: Das Wer­be­schild vor dem Ein­gang von Buch und Schreib­wa­ren Fok­ken weist auf Preis­vor­tei­le von im Schnitt 20 Pro­zent gegen­über Ama­zon hin. Inha­ber Fol­kert Fazal lädt alle Kun­den ein, die­ses Ver­spre­chen im Laden mit dem eige­nen Smart­phone selbst auf die Pro­be zu stel­len. (Foto: Ingo Ton­sor LeserECHO)

Spa­ren vor Ort schont den eige­nen Geld­beu­tel und stärkt die Region

Der Grund­satz „Kauf in dei­ner Stadt, damit sie eine Zukunft hat“ erweist sich damit kei­nes­wegs als rei­ner Appell zur Soli­da­ri­tät mit dem loka­len Han­del. Der Ein­kauf vor Ort schont direkt das eige­ne Budget.

Zusätz­lich ver­bleibt die Wert­schöp­fung in der Regi­on: Wäh­rend Online-Kon­zer­ne ihre Gewin­ne oft glo­bal opti­mie­ren, zahlt der ört­li­che Ein­zel­han­del Gewer­be­steu­er vor Ort. Die­se Mit­tel flie­ßen direkt in die kom­mu­na­le Infra­struk­tur, Schu­len und öffent­li­che Ein­rich­tun­gen. Der Test zeigt ein­drucks­voll: Der Weg ins Fach­ge­schäft lohnt sich – sowohl für den eige­nen Geld­beu­tel als auch für die Gemeinschaft.

Anmer­kung der Redaktion:

Für die­sen Bei­trag hat die Lese­r­ECHO-Redak­ti­on kei­ner­lei Ver­gü­tung, Sach­leis­tun­gen oder sons­ti­ge Gegen­leis­tun­gen erhal­ten; es han­delt sich um eine unent­gelt­li­che und unab­hän­gi­ge jour­na­lis­ti­sche Bericht­erstat­tung. Bei dem beschrie­be­nen Preis­ver­gleich han­delt es sich um einen redak­tio­nel­len Pro­dukt­test auf Basis einer stich­pro­ben­ar­ti­gen Aus­wahl von Schul- und Büro­ar­ti­keln an einem kon­kre­ten Test­tag. Da Online-Platt­for­men ihre Prei­se dyna­misch anpas­sen, stel­len alle Anga­ben eine Moment­auf­nah­me dar.

Um Miss­ver­ständ­nis­sen vor­zu­beu­gen: Die­ser Bei­trag ver­steht sich nicht als Schleich­wer­bung für ein ein­zel­nes Fach­ge­schäft. Die Redak­ti­on weist aus­drück­lich dar­auf hin, dass sich ver­gleich­ba­re Ergeb­nis­se auch bei vie­len ande­ren Ein­zel­händ­lern vor Ort zei­gen kön­nen – je nach deren preis­li­cher Ori­en­tie­rung. Der Auf­ruf gilt daher ganz all­ge­mein: Schau­en Sie vor dem nächs­ten Online-Kauf bei Ihrem Fach­händ­ler vor Ort vor­bei, prü­fen Sie die Prei­se und suchen Sie das ehr­li­che Gespräch. Wer lokal ein­kauft, tut oft gleich dop­pelt etwas Gutes: Er schont das eige­ne Porte­mon­naie und stärkt gleich­zei­tig die eige­ne Stadt.

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Auf einen Blick: War­um sich der Ein­kauf vor Ort gleich mehr­fach auszahlt

Der Pra­xis­test bei Buch und Schreib­wa­ren Fok­ken macht deut­lich, dass der Vor-Ort-Kauf preis­lich abso­lut kon­kur­renz­fä­hig ist. Neben dem rei­nen Waren­preis bie­tet der Ein­kauf im loka­len Fach­ge­schäft jedoch eine gan­ze Rei­he wei­te­rer Hand­fes­te Vor­tei­le gegen­über der Bestel­lung im Netz:

  • Sofor­ti­ge Ver­füg­bar­keit statt War­te­zeit: Die gekauf­ten Arti­kel wan­dern direkt in die eige­ne Tasche. Das War­ten auf den Paket­dienst oder das Aus­wei­chen auf Abhol­sta­tio­nen ent­fällt komplett.

  • Kei­ne ver­steck­ten Por­to­kos­ten: Online-Prei­se wir­ken auf den ers­ten Blick oft attrak­tiv, bis an der Kas­se Ver­sand­ge­büh­ren hin­zu­kom­men – beson­ders bei klei­ne­ren Bestell­wer­ten. Vor Ort zahlt man exakt den Preis, der auf dem Eti­kett steht.

  • Qua­li­tät zum Anfas­sen und Tes­ten: Schreib- und Schul­be­darf wie Stif­te, Papier­qua­li­tä­ten oder ande­re Acces­soires las­sen sich direkt im Laden in die Hand neh­men, aus­pro­bie­ren und auf Herz und Nie­ren prü­fen. Fehl­käu­fe und die damit ver­bun­de­ne Ent­täu­schung wer­den vermieden.

  • Akti­ver Umwelt­schutz durch Müll­ver­mei­dung: Jeder Vor-Ort-Kauf spart enor­me Men­gen an Ver­pa­ckungs­müll. Auf­wen­di­ge Kar­to­na­gen, Plas­tik­pols­ter und die CO₂-Belas­tung durch den Paket­trans­port entfallen.

  • Per­sön­li­che Bera­tung inklu­si­ve: Bei Fra­gen zu Schul­be­darfs­lis­ten oder spe­zi­el­len Büro­ma­te­ria­li­en steht geschul­tes Per­so­nal mit Rat und Tat zur Sei­te – ein Ser­vice, den kein Online-Such­feld erset­zen kann.

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Unter­neh­mens­in­sol­ven­zen in Nie­der­sach­sen stei­gen weiter

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Zahl der Unter­neh­mens­in­sol­ven­zen in Nie­der­sach­sen im 1. Halb­jahr 2026 um 8,7 % gestiegen

Das Lan­des­amt für Sta­tis­tik Nie­der­sach­sen (LSN) hat die Insol­venz­zah­len für das ers­te Halb­jahr 2026 ver­öf­fent­licht. Dem­nach ver­zeich­ne­te Nie­der­sach­sen einen spür­ba­ren Anstieg bei den Fir­men­plei­ten sowie eine deut­lich höhe­re Zahl gefähr­de­ter Arbeits­plät­ze. Gleich­zei­tig nah­men auch die Ver­brau­cher­insol­ven­zen zu.

Kern­zah­len im Überblick

  • Unter­neh­mens­in­sol­ven­zen: Im ers­ten Halb­jahr 2026 bean­trag­ten 1.070 Unter­neh­men bei den 33 nie­der­säch­si­schen Insol­venz­ge­rich­ten die Eröff­nung eines Insol­venz­ver­fah­rens. Dies ent­spricht einem Plus von 8,7 % im Ver­gleich zum Vor­jah­res­zeit­raum (1. Halb­jahr 2025: 984 Ver­fah­ren). Der pro­zen­tua­le Anstieg bewegt sich damit auf einem ähn­li­chen Niveau wie der Über­gang vom ers­ten Halb­jahr 2024 zu 2025 (+8,8 %).

  • Gefähr­de­te Arbeits­plät­ze: Von den Plei­ten waren im ers­ten Halb­jahr 2026 ins­ge­samt 9.867 Beschäf­tig­te betrof­fen, deren Arbeits­plät­ze durch die Insol­venz ihres Arbeit­ge­bers bedroht waren. Die­se Zahl liegt deut­lich über dem Vor­jah­res­wert von 7.341 gefähr­de­ten Arbeitsplätzen.

  • Ver­brau­cher­insol­ven­zen: Bei den Pri­vat­per­so­nen gab es einen leich­te­ren Zuwachs. Im ers­ten Halb­jahr 2026 wur­den 5.784 Insol­venz­an­trä­ge von Ver­brau­che­rin­nen und Ver­brau­chern gestellt. Das bedeu­tet einen Anstieg von 3,2 % gegen­über dem ers­ten Halb­jahr 2025 (5.605 Fälle).

Bran­chen­schwer­punk­te: Han­del und Bau­ge­wer­be am stärks­ten betroffen

Die Betrof­fen­heit vari­iert je nach Wirt­schafts­be­reich stark. Die meis­ten Unter­neh­mens­ver­fah­ren zwi­schen Janu­ar und Juni 2026 ent­fie­len auf den Bereich Han­del sowie Instand­hal­tung und Repa­ra­tur von Kraft­fahr­zeu­gen:

  • Han­del & Kfz: Mit 209 Ver­fah­ren ent­fiel annä­hernd jede fünf­te Insol­venz (19,5 %) auf die­sen Sek­tor. Gegen­über dem ers­ten Halb­jahr 2025 ent­spricht dies einem über­durch­schnitt­lich star­ken Anstieg von 16,1 %.

  • Bau­ge­wer­be: Eben­falls stark betrof­fen war das Bau­ge­wer­be mit 172 Insol­ven­zen (ein Anteil von 16,1 % an allen Unter­neh­mens­in­sol­ven­zen), was einem leich­ten Zuwachs von 2,4 % im Ver­gleich zum Vor­jahr entspricht.

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Creditreform‑Studie: Ein­zel­han­del bricht ein – auch Leer betroffen

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Deutsch­lands Innen­städ­te ver­lie­ren ihr Gesicht – Immer mehr klei­ne Geschäf­te verschwinden

Deutsch­lands Innen­städ­te ste­hen vor einem tief­grei­fen­den Wan­del. Der Ein­zel­han­del, einst prä­gen­des Rück­grat leben­di­ger Stadt­zen­tren, zählt heu­te zu den am stärks­ten schrump­fen­den Wirt­schafts­be­rei­chen. Eine aktu­el­le Stu­die der Cre­dit­re­form Wirt­schafts­for­schung und des Han­dels­blatt Rese­arch Insti­tuts (HRI) zeigt: Vor allem klei­ne, inha­ber­ge­führ­te Geschäf­te gera­ten zuneh­mend unter Druck – mit spür­ba­ren Fol­gen für das Stadtbild.

 

16 Pro­zent weni­ger Ein­zel­han­dels­be­trie­be – klei­ne Geschäf­te beson­ders betroffen

Zwi­schen 2010 und 2025 sank die Zahl der Ein­zel­han­dels­be­trie­be in Deutsch­land um rund 16 Pro­zent auf 316.310 Unter­neh­men. Beson­ders dra­ma­tisch ist der Rück­gang bei klei­nen Geschäf­ten mit einem Jah­res­um­satz unter 250.000 Euro: 2010 gab es noch 236.143 sol­cher Betrie­be, 2025 nur noch 170.770 – ein Minus von 28 Pro­zent.

Gleich­zei­tig wächst die Zahl gro­ßer Han­dels­un­ter­neh­men mit Umsät­zen über 25 Mil­lio­nen Euro – sie hat sich im glei­chen Zeit­raum ver­dop­pelt. Der Struk­tur­wan­del beschleu­nigt sich: Kon­zen­tra­ti­ons­pro­zes­se, Filia­li­sie­rung und Online­han­del ver­drän­gen zuneh­mend tra­di­tio­nel­le Fachgeschäfte.

 

„His­to­ri­scher Struk­tur­bruch“ – Cre­dit­re­form warnt vor Ver­lust der Vielfalt

Patrik‑Ludwig Hantzsch, Lei­ter der Cre­dit­re­form Wirt­schafts­for­schung, spricht von einem „his­to­ri­schen Struk­tur­bruch“ im deut­schen Ein­zel­han­del. Online­platt­for­men, Dis­coun­ter und gro­ße Filia­lis­ten gewin­nen Markt­an­tei­le, wäh­rend vie­le klei­ne und mit­tel­stän­di­sche Händ­ler wirt­schaft­lich an ihre Gren­zen stoßen.

„Fach­ge­schäf­te ver­schwin­den, Leer­stän­de neh­men zu und die Viel­falt des sta­tio­nä­ren Han­dels geht ver­lo­ren. Das klas­si­sche Waren­haus­mo­dell hat vie­ler­orts kei­ne Zukunft mehr“, so Hantzsch.

 

Insol­ven­zen stei­gen – pro­mi­nen­te Fäl­le nur die Spit­ze des Eisbergs

Die wirt­schaft­li­che Lage spie­gelt sich auch in den Insol­venz­zah­len wider. 2025 ver­zeich­ne­te der Ein­zel­han­del rund 2.440 Insol­ven­zen – ein Plus von 9 Pro­zent gegen­über dem Vor­jahr. Bereits 2024 war die Zahl um fast 20 Pro­zent gestiegen.

Zu den pro­mi­nen­ten Fäl­len gehören:

  • Gale­ria Kar­stadt Kaufhof

  • HAMMER Fach­märk­te

  • Esprit

  • Ger­ry Weber

  • Görtz

  • Depot

Doch der Groß­teil der Geschäfts­auf­ga­ben erfolgt lei­se und ohne öffent­li­che Auf­merk­sam­keit. Beson­ders betrof­fen sind zuletzt der Buch­han­del, der Back- und Süß­wa­ren­han­del sowie der Tex­til­ein­zel­han­del.

 

 

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Infla­ti­on, Kos­ten und Kauf­zu­rück­hal­tung set­zen Händ­ler unter Druck

Laut Cre­dit­re­form haben Infla­ti­on, stei­gen­de Betriebs­kos­ten und eine spür­ba­re Kauf­zu­rück­hal­tung die wirt­schaft­li­che Sub­stanz vie­ler Händ­ler wei­ter geschwächt. Klei­ne­re Unter­neh­men ver­fü­gen kaum noch über finan­zi­el­le Puffer.

Hantzsch sieht die Zukunft vor allem in:

  • mehr Kun­den­nä­he

  • kla­rer Spezialisierung

  • Erleb­nis­ori­en­tie­rung

  • digi­ta­ler Präsenz

  • schnel­ler Reaktionsfähigkeit

Wer aus­tausch­bar bleibt, wer­de es schwer haben. Erfolg­reich sei­en jene, die Bera­tung, Erleb­nis und digi­ta­le Ange­bo­te intel­li­gent kombinieren.

 

Innen­städ­te im Wan­del – Ein­kaufs­or­te müs­sen zu Lebens­räu­men werden

Par­al­lel zum Struk­tur­wan­del im Han­del ver­än­dern sich auch die Innen­städ­te. Klas­si­sche Ein­kaufs­funk­tio­nen ver­lie­ren an Bedeu­tung, wäh­rend Gas­tro­no­mie, Dienst­leis­tun­gen, Frei­zeit und Woh­nen wich­ti­ger werden.

Vie­le Kom­mu­nen reagie­ren bereits mit:

  • neu­en Nutzungskonzepten

  • Umge­stal­tung öffent­li­cher Räume

  • mehr Misch­nut­zung aus Han­del, Woh­nen und Freizeit

Trotz­dem blei­ben Leer­stän­de, sin­ken­de Fre­quen­zen und der Weg­fall gro­ßer Fre­quenz­brin­ger – etwa Waren­häu­ser – eine gro­ße Herausforderung.

„Die klas­si­sche Ein­kaufs­in­nen­stadt funk­tio­niert vie­ler­orts nicht mehr. Erfolg­reich wer­den Städ­te sein, die Ein­kauf, Frei­zeit, Gas­tro­no­mie und Woh­nen intel­li­gent mit­ein­an­der ver­bin­den“, erklärt Hantzsch.

Eine uni­ver­sel­le Lösung gebe es jedoch nicht: Was in Düs­sel­dorf funk­tio­nie­re, müs­se nicht auto­ma­tisch in klei­ne­ren Städ­ten erfolg­reich sein. Ent­schei­dend sei eine pass­ge­naue Stra­te­gie, die Grö­ße, Infra­struk­tur, Besu­cher­struk­tur und regio­na­le Wirt­schaft berücksichtigt.

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