Wirtschaft

Thie­le: Wind­ener­gie Kern­tech­no­lo­gie der Energiewende

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Thie­le: Wind­ener­gie Kern­tech­no­lo­gie der Ener­gie­wen­de – Kli­ma­schutz vor Artenschutz 

Han­no­ver. Vor dem Hin­ter­grund des Stel­len­ab­baus beim Auricher Wind­ener­gie­an­la­gen-Her­stel­ler Ener­con hat sich der stell­ver­tre­ten­de CDU-Frak­ti­ons­vor­sit­zen­de Ulf Thie­le für einen erheb­li­chen Aus­bau der Wind­ener­gie in Nie­der­sach­sen aus­ge­spro­chen. Hier­für müs­se „aber end­lich eine der größ­ten Brem­sen gelöst wer­den: Die lang­wie­ri­gen Pla­nungs- und Geneh­mi­gungs­ver­fah­ren in Deutschland.“

Zugleich ging er in sei­ner Erwi­de­rung auf die Regie­rungs­er­klä­rung von Minis­ter­prä­si­dent Ste­phan Weil mit dem Manage­ment des größ­ten ost­frie­si­schen Unter­neh­mens hart ins Gericht: „In Wahr­heit hängt der geplan­te Arbeits­platz­ab­bau nur zu einem Teil mit den schlech­ten Rah­men­be­din­gun­gen für die Wind­ener­gie zusam­men. Ein wesent­li­cher Teil der geplan­ten Ent­las­sun­gen ist eine knall­har­te Kos­ten­ent­schei­dung und dient der Kor­rek­tur eige­ner Feh­ler der ver­gan­ge­nen Jahre.“

Die Über­gangs­re­ge­lung der EEG-Novel­le habe bis zum Jahr 2017 zu einem Errich­tungs­boom geführt, der den für eine kon­ti­nu­ier­li­che Ent­wick­lung erfor­der­li­chen Bestand an geneh­mig­ten Pro­jek­ten emp­find­lich redu­ziert habe, so Thie­le: „Auf­grund der ein­ge­tre­te­nen Ver­un­si­che­rung und der hohen Vor­in­ves­ti­tio­nen bei sin­ken­der Ren­di­te­er­war­tung für die Pro­jekt­ent­wick­lun­gen wur­den gleich­zei­tig weni­ger neue Pla­nun­gen zur Geneh­mi­gungs­rei­fe vor­an­ge­trie­ben.“ Da zugleich der größ­te Anteil der Zuschlä­ge auf Bür­ger­en­er­gie­pro­jek­te ent­fal­len ist, deren Rea­li­sie­rung län­ger braucht, wür­de der für 2019 und 2020 vor­ge­se­he­ne Aus­bau­pf­ad unterschritten.

„Wenn wir das selbst­ge­steck­te Ziel errei­chen wol­len, bis zum Jahr 2030 den Strom­ver­brauch zu 65 Pro­zent aus erneu­er­ba­ren Ener­gien zu decken, ist dafür ein erheb­li­cher Aus­bau der Wind­kraft zwin­gend erfor­der­lich“, so Thie­le. Hier­für sei es ins­be­son­de­re not­wen­dig, die lang­wie­ri­gen Pla­nungs- und Geneh­mi­gungs­ver­fah­ren zu über­ar­bei­ten. Als Bei­spiel nann­te er das Repowe­ring bereits bestehen­der Wind­kraft­an­la­gen. So kön­ne die Nut­zung die­ser Flä­chen teil­wei­se nicht ver­län­gert wer­den, weil Vögel, die vor 20 Jah­ren noch an ande­rer Stel­le genis­tet hat­ten, sich nun aus­ge­rech­net unter den Wind­kraft­an­la­gen ange­sie­delt haben – „mit der Kon­se­quenz, dass die­se Flä­chen dann nicht mehr zur Ver­fü­gung ste­hen.“ Hier sei, so Thie­le, Bun­des­um­welt­mi­nis­te­rin Schul­ze gefragt: „Sie muss eine Novel­le des Bun­des­na­tur­schutz­ge­set­zes mit Aus­nah­men für die Wind­ener­gie von Arten­schutz und Aus­gleichs­maß­nah­men vor­le­gen. Denn: Wenn wir das Kli­ma nicht schüt­zen, gibt es bald kei­ne Arten mehr, die das Bun­des­na­tur­schutz­ge­setz schüt­zen kann. Des­we­gen muss der Kli­ma­schutz Vor­rang vor dem Arten­schutz bekommen.“

Die von der Bun­des­re­gie­rung vor­ge­schla­ge­ne 1000-Meter-Abstands­re­ge­lung zur Wohn­be­bau­ung sol­le man sich aller­dings ohne Vor­be­hal­te anse­hen. „Das gesam­te Geneh­mi­gungs­ver­fah­ren lei­det erheb­lich unter den Kon­flik­ten mit der Bevöl­ke­rung. Und sie wer­den deut­lich beschleu­nigt, wenn die Kon­flik­te zu Wohn­be­völ­ke­rung ent­schärft wer­den. Mehr Rück­sicht­nah­me auf die Bevöl­ke­rung und zugleich Begren­zung des Arten­schut­zes auf das not­wen­di­ge Maß – in die­ser Kom­bi­na­ti­on stün­den ganz sicher in kür­ze­rer Zeit mehr Flä­chen für die Wind­ener­gie zur Ver­fü­gung“, so der stell­ver­tre­ten­de Frak­ti­ons­vor­sit­zen­de abschließend.


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Fort­er­ro in Leer wächst durch Fort­er­ro-Zukauf weiter

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Von links nach rechts: Bernd Hill­brands (Mana­ging Direc­tor, Win­dows & Doors Line ofBusi­ness, Fort­er­ro), Miri­am Ber­zen (Geschäfts­füh­re­rin Klaes), Lars Klaes(Geschäftsführer Klaes) und Mar­cus Pan­nier (Pre­si­dent, Fort­er­ro) nach der­Un­ter­zeich­nung, mit der Klaes Teil von Fort­er­ro wird. Foto: Klaes

Wel­le von der Them­se ans Nes­se­ufer: Fort­er­ro stärkt Stand­ort Leer durch wei­te­ren Zukauf

Ein glas­kla­rer Beleg für die Bedeu­tung des Stand­orts Leer: Gut ein Jahr nach dem Wech­sel des Soft­ware-Pio­niers Orgada­ta unter das Dach des Lon­do­ner Unter­neh­mens Fort­er­ro wird die am Nes­se­ufer ansäs­si­ge Spar­te wei­ter gefes­tigt. Fort­er­ro akqui­riert den Soft­ware­spe­zia­lis­ten Klaes aus Bad Neu­en­ahr-Ahr­wei­ler. Damit wächst der Geschäfts­be­reich „Win­dows & Doors“, des­sen Fäden in Leer zusammenlaufen.

Die Nach­richt von der Akqui­si­ti­on des Soft­ware­hau­ses Klaes mit sei­nen 285 Mit­ar­bei­ten­den unter­streicht, dass Fort­er­ro lang­fris­tig auf den Sek­tor Fens­ter, Türen und Fas­sa­den setzt – mit dem Haupt­sitz in Leer als stra­te­gi­schem Anker­punkt. Wäh­rend am Nes­se­ufer die welt­wei­te Exper­ti­se für digi­ta­le Lösun­gen im Alu­mi­ni­um-Fens­ter­bau behei­ma­tet ist, bringt Klaes nun die spe­zia­li­sier­te Kom­pe­tenz für die Rah­men­ma­te­ria­li­en Holz und Kunst­stoff in den Ver­bund ein.

Sta­bi­li­tät und Expan­si­on am Nesseufer

Für den Stand­ort Leer bedeu­tet die­ser Expan­si­ons­schritt vor allem Sta­bi­li­tät. Das ehe­mals als Orgada­ta bekann­te Unter­neh­men bil­det heu­te den Kern einer Spar­te, die Soft­ware­lö­sun­gen für Pro­fi­le aller Rah­men­ma­te­ria­li­en bündelt.

Bernd Hill­brands, Orgada­ta-Grün­der und Lei­ter des Geschäfts­be­reichs inner­halb von Fort­er­ro, sieht in der aktu­el­len Ent­wick­lung eine Bestä­ti­gung für den ein­ge­schla­ge­nen Weg:

„Wir sind Teil einer Orga­ni­sa­ti­on mit gemein­sa­men Res­sour­cen und einer gemein­sa­men Vision.“

Im Fokus steht die kon­se­quen­te Wei­ter­ent­wick­lung sowie die sys­te­ma­ti­sche Beschleu­ni­gung von Inno­va­tio­nen, um die digi­ta­le Trans­for­ma­ti­on der gesam­ten Fens­ter­bau­bran­che zu unter­stüt­zen. Für die Kun­den, Part­ner und das Team in Leer bedeu­tet die­ser Kurs, dass bewähr­te Lösun­gen durch Inves­ti­tio­nen in zukunfts­wei­sen­de Tech­no­lo­gien wie Cloud-Platt­for­men und künst­li­che Intel­li­genz gestärkt werden.

 

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Nach­hal­ti­ge Per­spek­ti­ve für Ostfriesland

Fort­er­ro baut auf das Fun­da­ment, das über Jahr­zehn­te in Ost­fries­land geschaf­fen wur­de. Dar­aus ergibt sich eine nach­hal­ti­ge Per­spek­ti­ve für das Team vor Ort. Auch wenn sich Struk­tu­ren im Zuge des Wachs­tums wei­ter­ent­wi­ckeln, bleibt das Unter­neh­men sei­ner ost­frie­si­schen Hei­mat verbunden.

Die Pro­duk­te von Klaes wer­den als eigen­stän­di­ge Mar­ke inner­halb der „Win­dows & Doors“-Sparte geführt. Damit ent­steht ein brei­ter auf­ge­stell­tes Gesamt­port­fo­lio, von dem die gesam­te Spar­te pro­fi­tiert, ohne dass sich die gewohn­ten Abläu­fe am Stand­ort Leer unmit­tel­bar ändern. Die Ver­trä­ge für den Klaes-Kauf sind bereits unter­zeich­net; der Abschluss wird nach den übli­chen behörd­li­chen Geneh­mi­gun­gen im zwei­ten Quar­tal 2026 erwartet.


Über die betei­lig­ten Unternehmen

Fort­er­ro Seit der Grün­dung 2012 hat sich Fort­er­ro zu einem der füh­ren­den Soft­ware-Anbie­ter für die Indus­trie ent­wi­ckelt. Mit über 40 Stand­or­ten und gut 2.500 Mit­ar­bei­ten­den unter­stützt das Unter­neh­men mehr als 25.000 Indus­trie­be­trie­be welt­weit mit bran­chen­spe­zi­fi­schen Lösungen.

Klaes Klaes ist ein welt­weit füh­ren­des Soft­ware­un­ter­neh­men für die Fenster‑, Türen‑, Fas­sa­den- und Win­ter­gar­ten­bran­che. Seit über 40 Jah­ren ent­wi­ckelt das Unter­neh­men inno­va­ti­ve, modu­la­re Lösun­gen, die von 7.600 Kun­den in mehr als 50 Län­dern genutzt werden.

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Wirtschaft

Mit­tel­stand warnt Regie­rung vor wirt­schaft­li­chem Abgrund

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Mit­tel­stand zieht Not­brem­se – BVMID sen­det heu­te dra­ma­ti­schen Brand­brief an Kanz­ler Merz

Es ist eine dra­ma­ti­sche Zuspit­zung an einem Tag, der für die deut­sche Wirt­schaft weg­wei­send sein könn­te: Mit Datum vom heu­ti­gen Mitt­woch hat die BVMID – Bun­des­ver­ei­ni­gung Mit­tel­stand in Deutsch­land einen alar­mie­ren­den Brand­brief an die Füh­rungs­spit­ze der Bun­des­re­gie­rung gesen­det. Das Schrei­ben, das unse­rer Redak­ti­on vor­liegt, ver­deut­licht die äußers­te Dring­lich­keit der Lage. Der Ver­band warnt Bun­des­kanz­ler Fried­rich Merz, Wirt­schafts­mi­nis­te­rin Katha­ri­na Rei­che und Finanz­mi­nis­ter Lars Kling­beil mit dras­ti­schen Wor­ten: Das Rück­grat der deut­schen Wirt­schaft steht „buch­stäb­lich vor dem Abgrund“.


Die Ver­tre­ter der BVMID, Prä­si­dent Kajet­an Brand­stät­ter und Klaus H. Rad­tke (Lei­ter Poli­tik & Pres­se­spre­cher), machen in ihrem heu­te über­mit­tel­ten Schrei­ben unmiss­ver­ständ­lich klar, dass der deut­sche Mit­tel­stand, Motor für Inno­va­ti­on, Inves­ti­tio­nen und Arbeits­plät­ze, immer stär­ker unter Druck gerät. Die aktu­el­le Ent­wick­lung sei nicht nur wirt­schaft­lich bedroh­lich, son­dern auch gesell­schaft­lich riskant.

Alar­mie­ren­de Fak­ten: Insol­venz­wel­le und Kostenexplosion

Die Lage ist laut Brand­brief alar­mie­rend und dul­det kei­nen Auf­schub. Die BVMID unter­mau­ert die Dring­lich­keit mit har­ten Fak­ten zur wirt­schaft­li­chen Schief­la­ge:

  • Insol­venz-Schock: Im Jahr 2025 stie­gen die Unter­neh­mens­in­sol­ven­zen bereits um 10,3 Pro­zent auf über 24.000 Fäl­le. Eine Bes­se­rung ist nicht in Sicht.

  • Ener­gie­preis-Dilem­ma: Die Ener­gie­prei­se in Deutsch­land gehö­ren zu den höchs­ten welt­weit. Wäh­rend die kWh in Indi­en oder Chi­na bei 7 Cent, in den USA bei 18 Cent und im welt­wei­ten Durch­schnitt bei 15 Cent liegt, zah­len deut­sche Unter­neh­men um die 38 Cent – mehr als das Zwei­ein­halb­vi­sche des Durchschnitts.

  • Abga­ben- und Büro­kra­tiel­ast: Die Abga­ben­las­ten der Unter­neh­men errei­chen 50 bis 60 Pro­zent. Zudem blo­ckie­ren Büro­kra­tie und Regu­lie­rungs­las­ten unnö­tig Wachs­tum und Fle­xi­bi­li­tät und kos­ten die Unter­neh­men Milliarden.

Exis­tenz­be­dro­hung durch Poli­tik und Krisen

Zu den hei­mi­schen Pro­ble­men gesel­len sich inter­na­tio­na­le Fak­to­ren wie geo­po­li­ti­sche Kri­sen, Han­dels­re­strik­tio­nen und wirt­schaft­li­che Unsi­cher­hei­ten, wel­che die Pla­nungs­si­cher­heit ekla­tant gefährden.

Der Brand­brief kri­ti­siert scharf, dass klei­ne und mit­tel­stän­di­sche Unter­neh­men, orts­ge­bun­de­ne Betrie­be und Solo-Selbst­stän­di­ge von aktu­el­len poli­ti­schen Vor­schlä­gen zusätz­lich irri­tiert wer­den. Als Bei­spie­le nennt der Verband:

  • Geplan­te Ände­run­gen beim Ehegattensplitting

  • Steu­er­be­las­tun­gen

  • Feh­len­de Mit­ver­si­che­rung von nicht täti­gen Ehepartnern

  • Mehr­wert­steu­er­erhö­hun­gen

Vom ursprüng­li­chen Ziel der Wirt­schafts­po­li­tik – Ent­las­tung und Impul­se – sei bis­lang nichts zu spü­ren. Die BVMID betont die Stand­ort­treue des Mit­tel­stands: „Der Mit­tel­stand kann sei­ne Zel­te hier in Deutsch­land nicht abbau­en und irgend­wo anders im Aus­land wie­der auf­bau­en. Er ist abhän­gig von der wirt­schaft­li­chen Pro­spe­ri­tät in die­sem Land.“ Die­se sei zur­zeit akut gefährdet.

Schar­fe Kri­tik an aktu­el­len Regierungsplänen

Die BVMID zer­pflückt in dem heu­te ver­öf­fent­lich­ten Schrei­ben zwei kon­kret benann­te Maß­nah­men der Bun­des­re­gie­rung als völ­lig unzu­rei­chend und kontraproduktiv:

1. Sen­kung der Mine­ral­öl­steu­er (um 17 Cent für zwei Monate)

Die­se Maß­nah­me sei „weder ziel­ge­rich­tet noch ver­läss­lich wirk­sam“. Es bestehe ein erheb­li­ches Risi­ko, dass die Ent­las­tung nicht bei den Ver­brau­chern ankommt, son­dern von der Mine­ral­öl­in­dus­trie abge­schöpft wird.

2. Steu­er­freie Kri­sen­prä­mie (bis zu 1.000 Euro)

Dies sei ein „Schlag ins Gesicht für die­je­ni­gen, die es am dring­lichs­ten benö­ti­gen würden“.

  • Ver­ant­wor­tungs­ver­schie­bung: Die Rege­lung ver­la­gert die Ver­ant­wor­tung für staat­li­che Ent­las­tung fak­tisch auf die Unter­neh­men, was in der aktu­el­len Lage ein pro­ble­ma­ti­sches Signal sei.

  • Struk­tu­rel­le Unge­rech­tig­keit: Von die­ser Rege­lung pro­fi­tie­ren aus­schließ­lich Beschäf­tig­te in wirt­schaft­lich leis­tungs­fä­hi­gen Betrie­ben. Arbeit­neh­mer in ange­spann­ten Unter­neh­men, Selbst­stän­di­ge, Solo­un­ter­neh­mer, Hand­wer­ker, Rent­ner und Stu­die­ren­de wer­den voll­stän­dig aus­ge­schlos­sen. Die Maß­nah­me ver­stär­ke bestehen­de Ungleichheiten.

In der Gesamt­schau ent­ste­he der Ein­druck, dass die Maß­nah­men weder sozi­al aus­ge­wo­gen noch in ihrer Wir­kung aus­rei­chend durch­dacht sind. Bis­her bekannt gewor­de­ne Reform­plä­ne sei­en völ­lig kon­tra­pro­duk­tiv und wür­den der Wirt­schaft „buch­stäb­lich end­gül­tig das Genick brechen“.

Die kon­kre­ten For­de­run­gen der BVMID

Der Ver­band for­dert die Bun­des­re­gie­rung mit Nach­druck auf, die gewähl­ten Instru­men­te zu über­den­ken. Statt ver­fehl­ter Ein­zel­maß­nah­men müs­se ein kon­sis­ten­tes Sys­tem geschaf­fen werden.

Kern­for­de­run­gen des BVMID an die Bundesregierung:

All­ge­mein:

  • Höhe­rer Grundfreibetrag

  • Auto­ma­ti­sche Inflationsanpassung

  • Eine Art nega­ti­ve Einkommensteuer

  • Ver­ein­fa­chung statt Sonderregeln

Kon­kre­te Maß­nah­men für den Mittelstand:

  • Sofor­ti­ge Ent­las­tung: Sen­kung der Ener­gie­prei­se, Abga­ben­las­ten und signi­fi­kan­ter Abbau büro­kra­ti­scher Hürden.

  • Gleich­be­hand­lung für Solo­selbst­stän­di­ge: Umge­hen­de Ein­füh­rung der glei­chen steu­er­frei­en Zuver­dienst­gren­ze von 2.000 Euro monat­lich, wie sie bereits für Rent­ner gilt. Zudem for­dern sie fle­xi­ble­re steu­er­li­che Rege­lun­gen und kon­kre­te Hilfsprogramme.

  • Zukunfts­si­che­rung: Geziel­te För­de­rung von Inno­va­ti­on und Inves­ti­ti­on, um Wett­be­werbs­fä­hig­keit natio­nal und inter­na­tio­nal zu sichern.

Ulti­ma­tum und Gesprächsangebot

Die BVMID, die über 1.000 mit­tel­stän­di­sche Unter­neh­men ver­tritt, erwar­tet, dass die Bun­des­re­gie­rung die Dring­lich­keit der Lage erkennt und unver­züg­lich kon­kre­te Maß­nah­men ergreift. Soll­te dies nicht zeit­nah gesche­hen, kün­digt der Ver­band an, die Kon­se­quen­zen für sei­ne Mit­glie­der öffent­lich zu adres­sie­ren, um eine brei­te Dis­kus­si­on über die Zukunft des Mit­tel­stands in Deutsch­land anzu­sto­ßen. Man ste­he jeder­zeit für kon­struk­ti­ve Gesprä­che bereit und erwar­te eine zeit­na­he Rückmeldung.

Das Bei­trags­bild wur­de von der Redak­ti­on mit­hil­fe von KI erstellt und dient als Sym­bol­bild zur Ver­an­schau­li­chung des Themas.

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Wirtschaft

Fir­men­plei­ten in Deutsch­land auf höchs­tem Stand seit 20 Jahren

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Die­ses Bei­trags­bild wur­de von der Lese­r­ECHO-Redak­ti­on mit­hil­fe von KI erstellt und dient als Sym­bol­bild zur Ver­an­schau­li­chung des Themas.

Insol­venz­trend: Fir­men­plei­ten errei­chen höchs­ten Stand seit über 20 Jahren

Die deut­sche Wirt­schaft steht vor einer mas­si­ven Insol­venz­wel­le. Wie das Leib­niz-Insti­tut für Wirt­schafts­for­schung Hal­le (IWH) in sei­nem aktu­el­len Insol­venz­trend berich­tet, ist die Zahl der Fir­men­plei­ten im März 2026 über­ra­schend deut­lich gestie­gen. Damit erreicht das ers­te Quar­tal des Jah­res einen Nega­tiv­re­kord, der seit mehr als zwei Jahr­zehn­ten nicht mehr ver­zeich­net wurde.

Höchs­ter Stand seit 2005

Im März wur­den bun­des­weit 1.716 Insol­ven­zen von Per­so­nen- und Kapi­tal­ge­sell­schaf­ten regis­triert. Dies ent­spricht einer Stei­ge­rung von 17 % gegen­über dem Vor­mo­nat und liegt sogar 71 % über dem Durch­schnitt der Jah­re vor der Coro­na-Pan­de­mie. Ein ver­gleich­bar hoher Wert wur­de zuletzt im Juni 2005 gemessen.

Beson­ders betrof­fen zei­gen sich der­zeit drei Bran­chen, in denen die höchs­ten jemals gemes­se­nen Wer­te ver­zeich­net wurden:

  • das Bau­ge­wer­be,

  • der Han­del,

  • sowie sons­ti­ge wirt­schaft­li­che Dienst­leis­tun­gen.

Regio­nal kon­zen­triert sich das Gesche­hen vor allem auf Bay­ern, Baden-Würt­tem­berg und Nord­rhein-West­fa­len, wo eben­falls Höchst­wer­te erreicht wurden.

Fokus auf klei­ne­re Unternehmen

Inter­es­san­ter­wei­se ist die Zahl der betrof­fe­nen Arbeits­plät­ze im Ver­gleich zum Vor­jahr gesun­ken, obwohl die Anzahl der Insol­ven­zen mas­siv gestie­gen ist. Im März waren rund 14.000 Jobs von Groß­in­sol­ven­zen betrof­fen. Das deu­tet dar­auf hin, dass die aktu­el­le Plei­te­wel­le vor allem klei­ne­re Unter­neh­men trifft.

Im gesam­ten ers­ten Quar­tal 2026 sum­mier­ten sich die Insol­ven­zen auf 4.573 Fäl­le. Damit lie­gen die Zah­len sogar höher als wäh­rend der schwe­ren Finanz­kri­se im Jahr 2009. Ins­ge­samt waren im ers­ten Vier­tel­jahr etwa 54.000 Arbeits­plät­ze betrof­fen, der Groß­teil davon (rund 16.000 Stel­len) im ver­ar­bei­ten­den Gewerbe.

Wenig Opti­mis­mus für die kom­men­den Monate

Die Exper­ten des IWH bli­cken mit Sor­ge auf das zwei­te Quar­tal. Die Früh­in­di­ka­to­ren, die das Insol­venz­ge­sche­hen um zwei bis drei Mona­te vor­aus­ah­nen las­sen, sind zuletzt kon­ti­nu­ier­lich angestiegen.

„Unse­re Früh­in­di­ka­to­ren las­sen für das zwei­te Quar­tal 2026 wenig Raum für Opti­mis­mus“, erklärt Stef­fen Mül­ler, Lei­ter der IWH-Insol­venz­for­schung. Es sei damit zu rech­nen, dass die Insol­venz­zah­len auf einem sehr hohen Niveau blei­ben und sich die Spit­zen­wer­te aus dem März wie­der­ho­len könnten.

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Ankla­ge wegen Mor­des nach Tötungs­de­likt in Emden erhoben Die Staats­an­walt­schaft Aurich hat die Ermitt­lun­gen zu dem Gewalt­ver­bre­chen vom 30. Janu­ar...

Allgemein

Vor­sor­ge­voll­macht und Pati­en­ten­ver­fü­gung: Wich­ti­ge Infos im Überblick

Die­ses Bei­trags­bild wur­de von der Redak­ti­on mit­hil­fe von KI erstellt und dient als Sym­bol­bild zur Ver­an­schau­li­chung des Themas Infor­ma­ti­ons­abend in...

Blaulicht

Feu­er­wehr­übung Wee­ner: Rea­lis­ti­scher Brand­ein­satz in der Bahnhofstraße

Groß­übung in Wee­ner: Feu­er­wehr probt den Ernst­fall in der Bahnhofstraße Am spä­ten Diens­tag­nach­mit­tag, den 14. April 2029, heul­ten in Wee­ner...

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Face­book­sei­te Stadt und Land­kreis Leer

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Frei­er Zugang zu regio­na­len News: Lese­r­ECHO-Ver­lag for­ciert media­le Teilhabe

Medi­en für alle: Lese­r­ECHO-Ver­lag stärkt regio­na­le Teil­ha­be durch kos­ten­freie Newsportale In einer Zeit, in der Infor­ma­tio­nen zuneh­mend hin­ter Bezahl­schran­ken ver­schwin­den,...

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Online-Anzei­gen rich­tig gestal­ten: Smart­phone & Tablet im Fokus

Online-Anzei­gen: Das rich­ti­ge For­mat für Smart­phone & Tablet In der heu­ti­gen digi­ta­len Welt grei­fen immer mehr Nut­zer über Smart­phones und...

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Reich­wei­te, Rele­vanz, Regio­na­li­tät – Media­da­ten der Sei­te „Wir Leeraner“

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Krea­ti­ve Köp­fe gesucht: Wes­t­ov­er­le­din­gen lädt zum gro­ßen Kunst- und Hand­wer­ker­markt in Grotegaste Wes­t­ov­er­le­din­gen. Alle zwei Jah­re ver­wan­delt sich einer der...

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Früh­lings­treff 2026 in August­fehn: Sai­son­auf­takt mit Action und Verlosung

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