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Ver­kehrs­wach­ten + Brand­kas­se sichern 5.000 Kin­dern über­ar­bei­te­te Radfahrausbildung

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Die Vor­sit­zen­den der ost­frie­si­schen Ver­kehrs­wach­ten freu­en sich über das neue Unter­richts­ma­te­ri­al im „Rekord-Wert“ von rund 22.750 Euro (v.l.n.r.): Clau­dia Wil­ting (Lei­te­rin der Grund­schu­le Tan­nen­hau­sen), Hans-Gün­ter Jel­ting (VW Leer), Hans-Frie­del Walt­her (VW Aurich), Hajo Reer­s­he­mi­us (VW Nor­den und Gebiets­be­auf­trag­ter der ost­frie­si­schen VWs), Ber­told Tuit­jer (VW Emden), Klaus Wil­bers (VW Witt­mund)  und Signe Foetz­ki (Pres­se­spre­che­rin der Brandkasse)

Aus­bil­dungs­ma­te­ri­al im Wert von 22.750 Euro ost­fries­land­weit überreicht

Ver­kehrs­wach­ten + Brand­kas­se sichern 5.000 Kin­dern über­ar­bei­te­te Radfahrausbildung

Für 5.000 ‚klei­ne Ost­frie­sin­nen und Ost­frie­sen‘ in der 3. und 4. Schul­klas­se erhal­ten die Ost­frie­si­schen Ver­kehrs­wach­ten durch die Ost­frie­si­sche Land­schaft­li­che Brand­kas­se diver­ses über­ar­bei­te­tes Unter­richts­ma­te­ri­al für die Rad­fahr­aus­bil­dung – neben den ‚Papier­versionen‘ wie­der mit Online-Übungs­por­ta­len. Die rund 130 Grund­schu­len in Ost­fries­land bekom­men bei den Ver­kehrs­wächt­lern auf Anfor­de­rung das Mate­ri­al im Wert von 22.750 Euro kos­ten­los. Damit ist die ost­frie­si­sche Rad­fahr­aus­bil­dung zum ach­ten Mal in Fol­ge für ein wei­te­res Jahr gesi­chert!

„Es ist wie­der so weit: Unse­re jähr­li­che Rad­fahr­prü­fung in den Grund­schu­len ‚steht vor der Tür‘. Eine Her­aus­for­de­rung, die schon meh­re­re Gene­ra­tio­nen beglei­tet. Und schon jetzt haben Schu­len Ihren Bedarf dar­an bei uns ange­mel­det“; schil­dert Hajo Reer­s­he­mi­us, Gebiets­be­auf­trag­ter der ost­frie­si­schen Ver­kehrs­wach­ten. „Nach dem Beschluss des Kul­tus­mi­nis­te­ri­ums müs­sen Schü­le­rin­nen und Schü­ler der 3. oder 4. Klas­se an einer Rad­fahr­aus­bil­dung teil­neh­men! Unser Ziel ist es, den Kin­dern die Ver­kehrs­re­geln nahe­zu­brin­gen und sie zu ver­ant­wor­tungs­vol­len Ver­kehrs­teil­neh­men­den zu erzie­hen. Unse­re bis­he­ri­gen Unter­la­gen zur Rad­fahr­aus­bil­dung mit Online­por­ta­len für das Ler­nen zu Hau­se erwie­sen sich in den letz­ten Jah­ren als sehr hilf­reich für Lehr­kräf­te und Schul­kin­der — gera­de auch in der Zeit des Home-Schoo­lings. Bei dem Ein­satz des jetzt über­ar­bei­te­ten Mate­ri­als unter­stützt uns zum Glück die Brand­kas­se, ohne die es kos­ten­lo­se Rad­fahr­me­di­en für ganz Ost­fries­land nicht gäbe.“

Dar­an knüpft Signe Foetz­kiPres­se­spre­che­rin der Brand­kas­se: „Pünkt­lich zu den anste­hen­den  Fahr­rad­prü­fun­gen in den Schu­len erhal­ten die Ver­kehrs­wach­ten heu­te von uns jeweils 5.000 Arbeits­hef­te, Übungs­bö­gen, Test­bö­gen, Auf­kle­ber und Fahr­rad­päs­se für die ‚neu­en‘ Dritt- und Viert­kläss­ler.“ Zum ach­ten Mal in Fol­ge ist der gesamt-ost­frie­si­sche Schul­jah­res­be­darf gesi­chert. Das Ziel von Ver­kehrs­wacht und Brand­kas­se ist das Ver­mei­den von Unfäl­len. „Fahr­rä­der haben lei­der kei­ne Knautsch­zo­ne!“, so Foetz­ki. „Und je frü­her unse­re Kin­der es ler­nen, sich sicher im Stra­ßen­ver­kehr zu ver­hal­ten, des­to bes­ser! Wir freu­en uns unglaub­lich dar­über, dass die Rad­fahr-Unfall­zah­len der letz­ten acht Jah­re mit Kin­dern bis 14 Jah­re ins­ge­samt rück­läu­fig sind und es glück­li­cher­wei­se zu kei­nem Unfall mit Todes­fol­ge kam!“

Hans-Frie­del Walt­her, Vor­sit­zen­der der Ver­kehrs­wacht Aurich, infor­miert: „Betrach­ten wir aus­schließ­lich ein­mal die Ziel­grup­pe ‚Kin­der bis 14 Jah­re‘Bun­des­weit kam es hier laut Sta­tis­ti­schem Bun­des­amt in dem Jahr 2021 im Stra­ßen­ver­kehr zu 8.466 Rad­fahr­un­fäl­len mit Per­so­nen­schä­den. Ost­fries­land­weit gab es in 2021 ins­ge­samt 124 Kin­der-Rad­fahr­un­fäl­le. Zum Ver­gleich gab es die letz­ten Jah­re vor und mit unse­rem Unter­richts­ma­te­ri­al in Ost­fries­land in 2014 158 und in 2019 140 sol­cher Unfäl­le. Von den vor­her genann­ten 124 betrof­fe­nen Kin­dern wur­den 7 schwer und 79 leicht ver­letzt. Jedoch ist die Teil­nah­me am Ver­kehr mit all sei­nen Risi­ken ein Stück Lebens­er­fah­rung, die unse­re Kin­der machen müs­sen. Und hier ist jeder ein­zel­ne Ver­kehrs­teil­neh­men­de als Vor­bild gefragt!“

Die Rad­fahr­aus­bil­dung kom­bi­niert das Arbeits­heft mit einem digi­ta­len Übungs­por­tal! „Metho­disch-abwech­se­lungs­reich wer­den Aus­bil­dungs­in­hal­te ver­mit­telt: Grund­la­gen (z.B. ver­kehrs­si­che­re Fahr­rä­der, Fahr­rad­we­ge und –hel­me), Fah­ren im Stra­ßen­ver­kehr (z.B. Vor­fahrts­re­geln, Kreis­ver­kehr), Gefah­ren (z.B. lin­ke Rad­we­ge, Tote Win­kel) und was sonst noch wich­tig ist (z.B. Ers­te Hil­fe)“, begeis­tert sich Reer­s­he­mi­us. „Die lei­der ein­ge­schränk­te Moto­rik bei vie­len ‚Klei­nen‘ erschwert zusätz­lich das siche­re eige­ne Ver­hal­ten im Stra­ßen­ver­kehr – für Eltern mit­un­ter eine über­ra­schen­de Erkenntnis!“

„Rei­ne Mal­bü­cher sind hier out – und ohne per­so­na­li­sier­ten Ava­tar geht heu­te nichts mehr“, ergänzt Signe Foetz­ki. „Mit indi­vi­du­el­len Code­num­mern zur Ein­wahl in Übungs-Por­ta­le und QR-Codes kön­nen Schü­le­rin­nen und Schü­ler sowohl im Unter­richt als auch zu Hau­se online eigen­stän­dig übenFil­me, diver­se Zuord­nungs­übun­gen, Spie­le, Rät­sel und Bewe­gungs­an­re­gun­gen ste­hen zur Ver­fü­gung. Und das jetzt nagel­neue Umwelt- und Nach­hal­tig­keits-Kapi­tel sen­si­bi­li­siert her­vor­ra­gend!“

Die Stich­wor­te nimmt Clau­dia Wil­ting, Lei­te­rin der Grund­schu­le Tan­nen­hau­sen, gern auf: „In unse­rem Unter­richt bemer­ken wir in den letz­ten Jah­ren ins­ge­samt deut­li­che Ver­bes­se­run­gen des Ver­hal­tens der Kin­der. Unse­re Schu­le liegt an einer stark fre­quen­tier­ten Lan­des­stra­ße zur Nord­see­küs­te, auf der oft viel zu schnell gefah­ren wird. Mei­ne Kol­le­gin­nen und ich sind immer wie­der erstaunt und stolz, wie gut sich die Kin­der ver­hal­ten und wie­viel Obacht ins­ge­samt an den Tag gelegt wird! Durch die neu­en Unter­la­gen schnei­den Schü­le­rin­nen und Schü­ler bei Lern­kon­trol­len bes­ser ab, schwä­che­re pro­fi­tie­ren von dem Übungs­por­tal und der Unter­richt an sich mit dem The­ma ‚Mobi­li­täts­er­zie­hung‘ ist ein­fach attrak­ti­ver. Und das Por­tal bezieht die Eltern mit ein, die dort erfah­ren, wie sie ihre Kin­der beim Ler­nen unter­stüt­zen kön­nen. An alle Schul­lei­ten­den kann ich nur appel­lie­ren, ihren Mate­ri­al-Bedarf bei ihrer Ver­kehrs­wacht vor Ort zu melden.“

 

Die Ansprech­part­ner vor Ort:                                                 

Aurich:                                

info@verkehrswacht-aurich.de 

Emden:                

heinzwweber@aol.com                                             

Leer:                     

verkehrswacht-leer@web.de

Nor­den:              

verkehrswacht-norden@ewe.net          

Witt­mund:         

klauswilbers@aol.com

 

Rund 35.000 Kin­der seit 2016 versorgt

„Wir hören von vie­len Leh­ren­den in ganz Ost­fries­land von sol­chen Erfolgs­er­leb­nis­sen“, erläu­tert Foetz­ki. „Immer­hin haben wir die gesam­ten Unter­la­gen seit 2016 schon rund 35.000 Kin­dern und den ver­ant­wort­li­chen 200 Grund­schul­lehr­kräf­ten zur Ver­fü­gung gestellt bzw. lie­fern sie ab sofort aus! Und wir reden dabei von einem Wert von rund 130.000 Euro. Die Ver­kehrs­wach­ten tra­gen einen Teil, den ‚Löwen­an­teil‘ über­neh­men wir! Selbst­ver­ständ­lich ist jeder Unfall ein Unfall zu viel – aber es kann ja nie­mand die durch rich­ti­ges Ver­hal­ten ver­hin­der­ten, unge­sche­he­nen Unfäl­le zählen!“

„In unse­rer Prä­ven­ti­ons­ar­beit füh­len wir uns immer bestä­tigt, wenn wir rich­ti­ges Ver­hal­ten im Stra­ßen­ver­kehr beob­ach­ten! Der Erfolg macht uns stolz und ist Ansporn, unser ehren­amt­li­ches Enga­ge­ment fort­zu­set­zen“. ergänzt Walt­her. „Zum Abschluss der Rad­fahr­aus­bil­dung müs­sen die Kin­der 20 Fra­gen auf dem Test­bo­gen beant­wor­ten. Und danach ‚doku­men­tie­ren‘ der offi­zi­ell von uns über­reich­te Fahr­rad-Pass und der Auf­kle­ber die erfolg­rei­che Teil­nah­me an der Aus­bil­dung — und sind für die Mäd­chen und die Jun­gen ein ver­dien­ter Lohn, auf den auch sie sehr, sehr stolz sind.“

„Gera­de im länd­li­chen Bereich gibt es vie­le Schü­le­rin­nen und Schü­ler, die auf­grund des gerin­gen Ver­kehrs-auf­kom­mens weni­ge Gele­gen­hei­ten haben, die Regeln des Stra­ßen­ver­kehrs zu üben. Am bes­ten stei­gen Eltern als Vor­bild selbst aufs Rad!“ Reer­s­he­mi­us resü­miert: „Hier in Ost­fries­land wird das gesam­te Unter­richts­ma­te­ri­al den Schu­len kos­ten­los von den Ver­kehrs­wach­ten zur Ver­fü­gung gestellt. Wie­der ein­mal durch die Unter­stüt­zung der Brand­kas­se, die damit eine kon­ti­nu­ier­li­che Aus­stat­tung sichert. Und dafür bedan­ken wir uns auch im Namen der Eltern und Lehrkräfte!


 

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Geden­ken im Wes­ter­hamm­rich: Mah­nung gegen das Vergessen

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Geden­ken im Wes­ter­hamm­rich: Der stell­ver­tre­ten­de Bür­ger­meis­ter Bru­no Schach­ner und Heis­fel­des Orts­vor­ste­he­rin Bea­te Stamm­witz mahn­ten am Sonn­abend anläss­lich des 81. Jah­res­ta­ges der Ermor­dung von fünf nie­der­län­di­schen Wider­stands­kämp­fern durch die Grup­pe um den Hoch­stap­ler Wil­li Herold zu Frie­den und Menschlichkeit.

„Nicht zulas­sen, dass sich Geschich­te wie­der­holt“: Bewe­gen­des Geden­ken im Westerhammrich

Leer. Ein stil­ler Nach­mit­tag im Wes­ter­hamm­rich wur­de am ver­gan­ge­nen Sonn­abend zum Ort tie­fer Erin­ne­rung und mah­nen­der Wor­te. Im Zen­trum stan­den fünf Namen: Kor­ne­lis Fiel­stra, Johan­nes Kok, Caro­lus Mager­mans, Johan­nes Mager­mans und Johan­nes Ver­biest. Die­se fünf Nie­der­län­der wur­den vor genau 81 Jah­ren, am 24. April 1945, Opfer eines grau­sa­men Ver­bre­chens, das kurz vor Ende des Zwei­ten Welt­kriegs die Stadt Leer erschütterte.

Ein Ver­bre­chen kurz vor Kriegsende

Die Geschich­te hin­ter dem Geden­ken ist erschüt­ternd. In der Nähe des heu­ti­gen Gedenk­orts wur­den die fünf Män­ner von der Grup­pe um den damals erst 19-jäh­ri­gen Hoch­stap­ler Wil­li Herold ermor­det. Herold, der sich als Haupt­mann aus­gab und als „Hen­ker vom Ems­land“ trau­ri­ge Berühmt­heit erlang­te, ließ die Wider­stands­kämp­fer nach einem will­kür­li­chen Schein­pro­zess erschießen.

Der stell­ver­tre­ten­de Bür­ger­meis­ter Bru­no Schach­ner erin­ner­te in sei­ner Anspra­che an die­se dunk­len Stun­den und die Skru­pel­lo­sig­keit der Täter. Er zeich­ne­te den Weg der Män­ner nach, der sie über das Leera­ner Rat­haus – wo damals die Poli­zei­wa­che und ein Gefäng­nis unter­ge­bracht waren – in den Tod führ­te. Bereits am Mit­tag wur­den dort, an der Gedenk­ta­fel am Sei­ten­ein­gang, Rosen als Zei­chen der Ehr­erbie­tung niedergelegt.

Mah­nung für die Gegenwart

Heis­fel­des Orts­vor­ste­he­rin Bea­te Stamm­witz schlug in ihrer Rede die Brü­cke zur Gegen­wart. Ihr Appell an die Bür­ge­rin­nen und Bür­ger von Leer war deutlich:

„Wir dür­fen nicht zulas­sen, dass sich Geschich­te wiederholt.“

Frie­den, Frei­heit und Mensch­lich­keit sei­en kei­ne Selbst­ver­ständ­lich­keit, son­dern die höchs­ten Güter, die es jeden Tag aufs Neue zu schüt­zen gelte.

Ein per­sön­li­cher Abschluss: Dank an die Aufarbeitung

Beson­ders emo­tio­nal wur­de die Gedenk­stun­de durch die Anwe­sen­heit von Kees Fiel­stra, dem Sohn des damals getö­te­ten Kor­ne­lis Fiel­stra. In einer bewe­gen­den Dan­kes­re­de rich­te­te er sich direkt an Men­na Hens­mann, die ehe­ma­li­ge Lei­te­rin des Stadtarchivs.

Ein bewe­gen­der Moment des Dan­kes: Kees Fiel­stra mit der ehe­ma­li­gen Stadt­ar­chi­va­rin Men­na Hens­mann. Jahr­zehn­te­lang wuss­te Fiel­stra nicht, wie sein Vater 1945 ums Leben kam – erst die Recher­chen von Hens­mann brach­ten 2010 die ent­schei­den­de Gewiss­heit und ermög­lich­ten ihm so eine spä­te Ver­bin­dung zu sei­ner Familiengeschichte.

Lan­ge Zeit blieb für die Fami­lie Fiel­stra im Unkla­ren, wie der Vater genau zu Tode gekom­men war. Erst durch ein Zusam­men­tref­fen mit Hens­mann im Jahr 2010 konn­ten die Puz­zle­tei­le zusam­men­ge­setzt wer­den. „Men­na hat mein Leben im Hin­blick auf die Ereig­nis­se im April 1945 berei­chert“, beton­te Fiel­stra. Dank ihrer For­schungs­ar­beit habe er auf eine beson­de­re Wei­se einen spä­ten Kon­takt zu sei­nem Vater gefun­den und Gewiss­heit über des­sen Schick­sal erhalten.

Die Gedenk­fei­er unter­strich ein­mal mehr, wie wich­tig die loka­le Erin­ne­rungs­kul­tur ist – nicht nur zur Auf­ar­bei­tung der Ver­gan­gen­heit, son­dern als Kom­pass für eine mensch­li­che Zukunft.

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Wil­hel­mi­ne-Sief­kes-Preis 2026 im Leera­ner Rathaus

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Fest­akt im his­to­ri­schen Rat­haus: Stadt Leer ver­leiht den Wil­hel­mi­ne-Sief­kes-Preis 2026

Ein beson­de­res Jubi­lä­um wirft sei­ne Schat­ten vor­aus: Zum zehn­ten Mal ehrt die Stadt Leer her­aus­ra­gen­des lite­ra­ri­sches Schaf­fen im Geis­te ihrer bedeu­ten­den Ehren­bür­ge­rin und Schrift­stel­le­rin Wil­hel­mi­ne Sief­kes (1890–1984). In fei­er­li­chem Rah­men wird im Mai der renom­mier­te Wil­hel­mi­ne-Sief­kes-Preis ver­lie­hen, um das kul­tu­rel­le Erbe der Regi­on und die platt­deut­sche Spra­che leben­dig zu halten.

Eine hoch­ka­rä­ti­ge Jury hat entschieden

Die Aus­wahl der dies­jäh­ri­gen Preis­trä­ge­rin oder des Preis­trä­gers lag in den Hän­den einer fach­kun­di­gen Jury. Neben Bür­ger­meis­ter Claus-Peter Horst brach­ten Dr. Rein­hard Goltz aus Bre­men, Griet­je Kamm­ler aus Aurich sowie Claus Drei­er aus Holt­land ihre Exper­ti­se ein. Als Lite­ra­tur­wis­sen­schaft­ler und pro­fun­de Ken­ner der platt­deut­schen Spra­che bür­gen sie für die hohe Qua­li­tät die­ser Aus­zeich­nung, die alle vier Jah­re ver­ge­ben wird.

Ein­la­dung zur öffent­li­chen Preisverleihung

Die Stadt Leer lädt alle Bür­ge­rin­nen, Bür­ger und Lite­ra­tur­in­ter­es­sier­ten herz­lich dazu ein, die­sem kul­tu­rel­len Höhe­punkt bei­zu­woh­nen. Der Fest­akt fin­det statt am:

  • Datum: Sonn­tag, 10. Mai 2026

  • Uhr­zeit: 17:00 Uhr

  • Ort: Fest­saal des his­to­ri­schen Rat­hau­ses, Leer

Der his­to­ri­sche Fest­saal bie­tet die idea­le Kulis­se, um das Werk der Namens­ge­be­rin zu wür­di­gen und die aktu­el­le Preis­trä­ge­rin oder den Preis­trä­ger gebüh­rend zu feiern.


Anmel­dung erforderlich

Da die Kapa­zi­tä­ten im his­to­ri­schen Rat­haus begrenzt sind, wird um eine recht­zei­ti­ge Anmel­dung gebe­ten. Inter­es­sier­te kön­nen sich über die fol­gen­den Wege einen Platz reservieren:

  • Tele­fon: 0491 97 82 242

  • E‑Mail: kultur@leer.de

Erle­ben Sie einen Abend im Zei­chen der Lite­ra­tur und der regio­na­len Iden­ti­tät – ganz im Sin­ne von Wil­hel­mi­ne Siefkes.

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Far­ben­meer im Rei­der­land: Tul­pen blü­hen bis zum Horizont

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Foto: Rolf Boots­mann von Luft­bli­cke Nordwest

Far­ben­pracht bis zum Hori­zont: Ein Hauch von Hol­land direkt hin­ter der Grenze

Beer­ta / Rei­der­land – Es ist ein Natur­schau­spiel, das jedes Jahr aufs Neue ver­zau­bert und die Ankunft des Früh­lings unüber­seh­bar macht: Nur weni­ge Kilo­me­ter hin­ter der deut­schen Gren­ze, im nie­der­län­di­schen Rei­der­land, ver­wan­delt sich die Land­schaft der­zeit in ein schier end­lo­ses Meer aus Far­ben. Die Tul­pen­fel­der rund um Beer­ta und Fins­ter­wol­de ste­hen in vol­ler Blü­te und zie­hen Besu­cher sowie Foto­gra­fen glei­cher­ma­ßen in ihren Bann.

Ein Tep­pich aus Mil­lio­nen Blüten

Wer in die­sen Tagen über Bad Nieu­weschans in Rich­tung Beer­ta fährt, wird Zeu­ge einer Farb­ex­plo­si­on. Ent­lang des Hoofd­wegs und des Nieu­we­wegs erstre­cken sich die Fel­der oft bis zum Hori­zont. In akku­ra­ten Rei­hen leuch­ten Tul­pen in sat­tem Rot, leuch­ten­dem Gelb, zar­tem Rosa und tie­fem Vio­lett um die Wet­te. Beson­ders im wei­chen Licht der Mor­gen- oder Abend­stun­den bie­tet sich ein beein­dru­cken­des Foto­mo­tiv, das die Wei­te der Pro­vinz Gro­nin­gen per­fekt einfängt.

Der idea­le Zeit­punkt für eine Landpartie

Die bes­te Zeit, um die­ses Spek­ta­kel zu erle­ben, ist Mit­te April. Je nach Wit­te­rung erstreckt sich die Sai­son von Ende März bis Mit­te Mai. Aktu­ell befin­den sich die Fel­der auf ihrem Höhe­punkt. Ein Aus­flug in die Gemein­de Oldambt lohnt sich beson­ders per Fahr­rad, um die fri­sche Früh­lings­luft und den Anblick der bun­ten Strei­fen in Ruhe genie­ßen zu kön­nen. Auch für Auto­fah­rer ist die Regi­on bes­tens erschlos­sen, wobei zahl­rei­che klei­ne Hal­te­buch­ten zum kur­zen Ver­wei­len einladen.

Bewun­dern, aber Bewahren

Trotz der tou­ris­ti­schen Anzie­hungs­kraft darf nicht ver­ges­sen wer­den: Die­se Fel­der sind kein öffent­li­cher Park, son­dern wert­vol­le Pro­duk­ti­ons­flä­chen zur Zwie­bel­ge­win­nung. Die Land­wir­te zie­hen die Blu­men mit gro­ßer Sorg­falt auf. Für Besu­cher gel­ten daher wich­ti­ge Ver­hal­tens­re­geln, um die Ern­te nicht zu gefährden:

  • Auf den Wegen blei­ben: Das Betre­ten der schma­len Fur­chen zwi­schen den Blu­men­rei­hen ist unter­sagt, da dies die emp­find­li­chen Pflan­zen und Zwie­beln beschä­di­gen kann.

  • Pflü­cken ver­bo­ten: So ver­lo­ckend es ist, ein Sou­ve­nir mit­zu­neh­men – die Tul­pen müs­sen auf dem Feld blei­ben. In vie­len umlie­gen­den Dör­fern gibt es jedoch spe­zi­el­le Ver­kaufs­stän­de oder „Pflück­gär­ten“, in denen man sich sei­nen eige­nen Strauß zusam­men­stel­len darf.

  • Respekt­vol­ler Abstand: Hal­ten Sie für Ihre Fotos aus­rei­chend Abstand zum Rand der Anbauflächen.

Dank an die Augenzeugen

Ein beson­de­rer Dank gilt den auf­merk­sa­men Lesern und Foto­gra­fen, wie etwa Hans-Albert Dirks, die uns mit ihren Auf­nah­men an die­ser Pracht teil­ha­ben las­sen. Ihre Bil­der fan­gen die Magie die­ses kur­zen, aber inten­si­ven Zeit­fens­ters ein, in dem das Rei­der­land zum wohl bun­tes­ten Ort der Regi­on wird.

Wer das kom­men­de Wochen­en­de für einen Aus­flug nutzt, soll­te die Kame­ra nicht ver­ges­sen – und ein wenig Zeit im Gepäck haben, um die Ruhe die­ser beson­de­ren Grenz­re­gi­on auf sich wir­ken zu lassen.


Rei­se­tipp kompakt:

  • Ort: Beer­ta, Fins­ter­wol­de und Umge­bung (Gemein­de Oldambt, NL)

  • Zeit­raum: Haupt­blü­te Mit­te April

  • Anfahrt: Über die A280/A7 Rich­tung Gro­nin­gen, Abfahrt Bad Nieuweschans.

Far­ben­meer im Rei­der­land: Tul­pen blü­hen bis zum Hori­zont. Foto: Hans-Albert Dirks
Tul­pen­fel­der rund um Beer­ta und Fins­ter­wol­de. Foto: Hans-Albert Dirks

Dank an die Augenzeugen

Ein beson­de­rer Dank gilt den auf­merk­sa­men Lesern und Foto­gra­fen, wie etwa Hans-Albert Dirks und Rolf Boots­mann die uns mit ihren Auf­nah­men an die­ser Pracht teil­ha­ben las­sen. Ihre Bil­der fan­gen die Magie die­ses kur­zen, aber inten­si­ven Zeit­fens­ters ein, in dem das Rei­der­land zum wohl bun­tes­ten Ort der Regi­on wird. Wei­te­re Fotos sind auf der Leera­ner Face­book­sei­te “Wir Leera­ner” veröffentlicht.

Wer das kom­men­de Wochen­en­de für einen Aus­flug nutzt, soll­te die Kame­ra nicht ver­ges­sen – und ein wenig Zeit im Gepäck haben, um die Ruhe die­ser beson­de­ren Grenz­re­gi­on auf sich wir­ken zu lassen.


Rei­se­tipp kompakt:

  • Ort: Beer­ta, Fins­ter­wol­de und Umge­bung (Gemein­de Oldambt, NL)

  • Zeit­raum: Haupt­blü­te Mit­te April

  • Anfahrt: Über die A280/A7 Rich­tung Gro­nin­gen, Abfahrt Bad Nieuweschans.

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Poli­zei­mel­dun­gen vom 24.04.2026 – Betrugs­ver­su­che und Zeu­gen gesucht

POL-LER: Pres­se­mit­tei­lung der Poli­zei­in­spek­ti­on Leer/ Emden für den 24.04.2026     Fahr­rad­dieb­stahl ++ Zim­mer­brand ++ Fal­sche Poli­zei­be­am­te ++ Körperverletzung   ...

Lokal

Frie­sen­brü­cke wei­ter ein­ge­schränkt: Pro­be­be­trieb verlängert

Frie­sen­brü­cke: Gedulds­pro­be für Rad­fah­rer und Fuß­gän­ger hält an Weener/Westoverledingen – Wer in die­sen Tagen die Ems über die Frie­sen­brü­cke über­que­ren möch­te,...

Lokal

Halb­sei­ti­ge Sper­rung auf B70 sorgt für Verzögerungen

Gedulds­pro­be an der Leda­brü­cke: Halb­sei­ti­ge Sper­rung der B70 ab Montag Leer – Pend­ler und Auto­fah­rer im Bereich der Papen­bur­ger Stra­ße...

Blaulicht

Groß­übung in Fir­rel: Brand an Wind­rad simuliert

Groß­übung in Fir­rel: Wenn die Wind­kraft­an­la­ge zum Ernst­fall wird Fir­rel – Das Heu­len der Sire­nen riss Fir­rel am spä­ten Don­ners­tag­nach­mit­tag, den...

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Best Of Poet­ry Slam 2026 kehrt nach Leer zurück

Durch den Abend führt wie gewohnt Andy Strauß, gebür­ti­ger Leera­ner, lang­jäh­ri­ger Mode­ra­tor und einer der prä­gends­ten Köp­fe der deutsch­spra­chi­gen Slam-Sze­ne. Foto:...

News

40 Jah­re Tscher­no­byl: Pro­tes­te for­dern Atomausstieg

Mahn­wa­che zum 38. Tscher­no­byl-Jah­res­tag am 5.5.2024 an der Uran­an­rei­che­rungs­an­la­ge Gro­nau. Foto: privat 40 Jah­re nach Tscher­no­byl: Bun­des­wei­te Pro­tes­te und For­de­rung...

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Face­book­sei­te Stadt und Land­kreis Leer

Ob Stadt oder Land­kreis Leer – die Even­burg ist das Sym­bol unse­rer Hei­mat. Auf der Face­book­sei­te „Wir Leera­ner“ infor­mie­ren wir...

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Frei­er Zugang zu regio­na­len News: Lese­r­ECHO-Ver­lag for­ciert media­le Teilhabe

Medi­en für alle: Lese­r­ECHO-Ver­lag stärkt regio­na­le Teil­ha­be durch kos­ten­freie Newsportale In einer Zeit, in der Infor­ma­tio­nen zuneh­mend hin­ter Bezahl­schran­ken ver­schwin­den,...

Marketing

Online-Anzei­gen rich­tig gestal­ten: Smart­phone & Tablet im Fokus

Online-Anzei­gen: Das rich­ti­ge For­mat für Smart­phone & Tablet In der heu­ti­gen digi­ta­len Welt grei­fen immer mehr Nut­zer über Smart­phones und...

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