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Kin­der­ta­ges­pfle­ge im Land­kreis Leer: Ulf Thie­le und Sil­ke Kuh­lemann spra­chen mit Berufsvereinigung 

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Gemein­sam mit der CDU-Land­tags­kan­di­da­tin und stell­ver­tre­ten­den Vor­sit­zen­den des Jugend­hil­fe­aus­schus­ses Sil­ke Kuh­lemann (Wahl­kreis 84 Leer/Borkum) sprach der CDU-Land­tags­ab­ge­ord­ne­te Ulf Thie­le (Wahl­kreis 83) mit Vertreter*innen von Kin­der­ta­ges­pfle­ge­ein­rich­tun­gen. Foto: Jür­gen Eden/Wahlkreisbüro Ulf Thiele

Kin­der­ta­ges­pfle­ge im Land­kreis Leer: Ulf Thie­le und Sil­ke Kuh­lemann spra­chen mit Berufsvereinigung 

Leer. „Die pri­va­ten Kin­der­ta­ges­pfle­ge­kräf­te leis­ten auch im Land­kreis Leer einen wich­ti­gen Bei­trag, um den gesetz­li­chen Anspruch der Eltern auf Betreu­ungs­leis­tun­gen unse­rer Kleins­ten zu erfül­len. Das scheint lei­der noch nicht über­all ange­kom­men zu sein“, sag­te der CDU-Land­tags­ab­ge­ord­ne­te Ulf Thie­le bei einem Tref­fen mit Kin­der­ta­ges­pfle­ge­per­so­nen aus der Regio­nal­grup­pe Leer ihrer Berufs­ver­ei­ni­gung. Er bezog sich dabei auf ein Urteil des Bun­des­ver­wal­tungs­ge­rich­tes aus dem Jahr 2018 und for­der­te des­halb eine bes­se­re Unter­stüt­zung für die­se Betreu­ungs­form im Land­kreis Leer.

Thie­le hat­te gemein­sam mit der Spre­che­rin der CDU-Frak­ti­on im Jugend­hil­fe­aus­schuss des Land­krei­ses Leer und Land­tags­kan­di­da­tin Sil­ke Kuh­lemann das Gespräch mit der Berufs­ver­ei­ni­gung gesucht. Die Regio­nal­grup­pe Leer wur­de nach Wor­ten der Spre­che­rin­nen Manue­la Jan­ßen und Hei­di Schmidt zu Beginn der Coro­na-Pan­de­mie im März 2020 gegrün­det. Ihr gehö­ren der­zeit in Ost­fries­land rund 25 Kin­der­ta­ges­pfle­ge­kräf­te an. Einig waren sich die Ver­tre­te­rin­nen und Ver­tre­ter der Berufs­ver­ei­ni­gung mit Kuh­lemann und Thie­le, dass der indi­vi­du­el­le Betreu­ungs­wunsch von Eltern für ein- bis drei­jäh­ri­ge Kin­der auch im Land­kreis Leer ohne Bedarfs­prü­fung erfol­gen müs­se. „Dar­auf gibt es für alle Eltern nicht nur einen Rechts­an­spruch, son­dern oft­mals für berufs­tä­ti­ge Eltern auch eine beson­ders drin­gen­de Not­wen­dig­keit, wenn sie Fami­lie und Beruf in Ein­klang brin­gen möch­ten“, mach­te Thie­le deut­lich. Die­ser indi­vi­du­el­le Betreu­ungs­an­spruch gel­te im Übri­gen auch für Eltern, die nicht berufs­tä­tig sind, mit dem Unter­schied, dass der Land­kreis die Kos­ten dann nicht nach dem indi­vi­du­el­len Bedarf, son­dern maxi­mal für 30 Stun­den antei­lig über­nimmt. Das Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt hat­te die­sen Rechts­an­spruch bereits im Jahr 2018 unter­mau­ert. Dem­nach müs­se sich der Betreu­ungs­um­fang aus­schließ­lich am Wunsch der Eltern ori­en­tie­ren. Die Erfah­run­gen vie­ler Kin­der­ta­ges­pfle­ge­per­so­nen sehen lei­der anders aus: Zwar wur­de per Sat­zungs­än­de­rung der nach­weis­freie Anspruch von 20 auf 30 Wochen­stun­den erhöht, aber das bil­de immer noch nicht voll­um­fäng­lich die aktu­el­le Recht­spre­chung ab. „Ich möch­te an die Kreis­ver­wal­tung appel­lie­ren, die Rech­te der Eltern und Kin­der zu stär­ken, und den Betreu­ungs­um­fang nach den indi­vi­du­el­len Bedürf­nis­sen der Eltern zu bemes­sen. Deren Lebens­wirk­lich­kei­ten kann man nicht mit star­ren Ver­wal­tungs­vor­ga­ben abbil­den“, so Sil­ke Kuh­lemann. Dazu ergänz­te Jan­ßen, dass inzwi­schen eine Mut­ter aus dem Land­kreis Leer eine Peti­ti­on beim nie­der­säch­si­schen Land­tag ein­ge­reicht hat­te, um die­sen Rechts­an­spruch zu unter­mau­ern. Der­zeit sieht eine Sat­zung des Krei­ses für die Abrech­nung der Betreu­ungs­zeit den Nach­weis der kon­kre­ten Arbeits­zei­ten vor, wenn die Betreu­ungs­zeit über 30 Stun­den beträgt und auch außer­halb der Regel­zeit (8 bis 18 Uhr) liegt. Beson­ders betrof­fen sein kön­nen davon bei­spiels­wei­se Mit­ar­bei­ten­de im Ein­zel­han­del oder Men­schen im Schicht­dienst. Der Betreu­ungs­be­darf kön­ne sich auch aus ande­ren Bedar­fen wie bei­spiels­wei­se gesund­heit­li­che Ein­schrän­kun­gen, die Pfle­ge von Ange­hö­ri­gen oder Ein­bin­dung im Fami­li­en­be­trieb und ein­fach nur aus einer ganz indi­vi­du­el­len Lebens­pla­nung erge­ben. Daher müs­se man die Eltern in ihrer frei­en Ent­schei­dung bei der Abde­ckung des Betreu­ungs­be­dar­fes ihrer Kin­der bestär­ken. Letzt­lich tra­gen sie einen Teil der Kos­ten über die Zah­lung von Eltern­bei­trä­gen an den Land­kreis für die gebuch­ten Stun­den. The­ma­ti­siert wur­de auch die For­de­rung nach einer ver­läss­li­chen Ver­tre­tungs­re­ge­lung in der Kin­der­ta­ges­pfle­ge. „Das muss ein wich­ti­ger Bestand­teil wer­den, um eine zuver­läs­si­ge Betreu­ung auch bei Krank­heit oder Fort­bil­dun­gen zu gewähr­leis­ten. Die­se Ver­läss­lich­keit darf nicht wie bis­her, zulas­ten der Gesund­heit der Kin­der­ta­ges­pfle­ge­per­so­nen gehen“, so Jan­ßen. Auf­grund der stei­gen­den Kos­ten für Lebens­mit­tel, aber auch Strom und Hei­zung for­dern die Kin­der­ta­ges­pfle­gen zudem eine Anpas­sung der Sach­kos­ten.  Dafür hat der Jugend­hil­fe­aus­schuss des Land­krei­ses bereits grü­nes Licht gege­ben. Ulf Thie­le und Sil­ke Kuh­lemann mach­ten zudem deut­lich, dass in der neu­en Legis­la­tur­pe­ri­ode wie­der eine Novel­le des Nie­der­säch­si­schen Kin­der­ta­ges­stät­ten­ge­set­zes NKi­TaG) anste­he. Sie wol­len sich dafür ein­set­zen, dort den Sta­tus der Kin­der­ta­ges­pfle­ge zu stärken. 


 

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3.000 Euro für das Schutz­en­gel-Huus: E.ON-Mitarbeiter zei­gen gro­ßes Herz

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Flo­ri­an See­ger (Ava­con Netz GmbH, links im Bild), und Erik Sieg­fried (Betriebs­rat der Ava­con Netz GmbH, 2. von rechts) über­reich­ten Syl­via Dojen (Team­lei­te­rin der Kin­der­in­ten­siv­pfle­ge der Dia­ko­nie Hesel-Jüm­me-Uple­n­gen, 2. von links) und Ulf Thie­le (Vor­sit­zen­der des För­der­ver­eins Schutz­en­gel-Huus e.V., rechts im Bild), im Gemein­schafts­raum des Schutz­en­gel-Huus „Micha­el“ in Remels eine Spen­de in Höhe von 3.000 Euro aus dem E.ON-Hilfsfonds „Rest-Cent“ und des E.ON-Konzerns. Der Hilfs­fonds wird durch Spen­den der E.ON-Mitarbeiter gespeist. Die Ava­con Netz GmbH ist eine Toch­ter des E.ON-Konzerns.          Foto: För­der­ver­ein „Schutz­en­gel-Huus“ e.V.

Jeder Cent zählt: E.ON-Mitarbeiterinitiative und Kon­zern spen­den 3.000 Euro für das Schutzengel-Huus

Remels. Es sind oft die klei­nen Beträ­ge, die in der Sum­me Gro­ßes bewir­ken kön­nen. Eine über­aus freu­di­ge und uner­war­te­te Über­ra­schung erreich­te vor eini­gen Wochen den För­der­ver­ein Schutz­en­gel-Huus e.V. Eine E‑Mail aus der E.ON-Zentrale in Essen kün­dig­te den Besuch eines Ver­tre­ters der Toch­ter­ge­sell­schaft Ava­con sowie eines Betriebs­rats­mit­glieds an. Der Grund für den roya­len Besuch im Uple­n­ge­ner Land: Eine Spen­de in Höhe von ins­ge­samt 3.000 Euro für die wich­ti­ge Arbeit der Einrichtung.


Ein Vor­schlag mit gro­ßer Wirkung

Den Stein ins Rol­len gebracht hat­te Flo­ri­an See­ger, Mit­ar­bei­ter bei der Ava­con Netz GmbH. Er war auf das Schutz­en­gel-Huus „Micha­el“ der Dia­ko­nie Hesel-Jüm­me-Uple­n­gen auf­merk­sam gewor­den. Da ihm die Schick­sa­le der dort betreu­ten Kin­der und Jugend­li­chen mit Inten­siv­pfle­ge-Bedarf am Her­zen lagen, reich­te er einen Vor­schlag beim E.ON-Hilfsfonds „Rest-Cent“ ein – mit Erfolg.

Hin­ter dem Namen „Rest-Cent“ ver­birgt sich eine seit über 20 Jah­ren geleb­te Tra­di­ti­on der Beleg­schaft. Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­ter ver­zich­ten dabei Monat für Monat frei­wil­lig auf die Cent-Beträ­ge ihres Net­to­ge­halts. Die gesam­mel­ten Kleinst­be­trä­ge wer­den am Ende vom E.ON-Konzern ver­dop­pelt, um sozia­le, kari­ta­ti­ve Pro­jek­te und hel­fen­de Ein­rich­tun­gen zu unter­stüt­zen. Aus die­sem Hilfs­fonds flos­sen nun 1.500 Euro nach Remels, die vom E.ON-Konzern um wei­te­re 1.500 Euro auf­ge­stockt wurden.


Scheck­über­ga­be im Zei­chen der Dankbarkeit

Gemein­sam mit dem Ideen­ge­ber Flo­ri­an See­ger reis­te Erik Sieg­fried als Betriebs­rat der Ava­con und Ver­tre­ter der spen­den­den Beleg­schaft an, um die finan­zi­el­le Unter­stüt­zung per­sön­lich zu über­rei­chen. Ent­ge­gen­ge­nom­men wur­de die Spen­de vom Vor­sit­zen­den des För­der­ver­eins, Ulf Thie­le, und der Team­lei­te­rin der Kin­der-Inten­siv­pfle­ge der Dia­ko­nie Hesel-Jüm­me-Uple­n­gen, Syl­via Dojen.

„Für die­se Spen­de sind wir über­aus dank­bar. Das Geld wer­den wir für die Pfle­ge­ar­beit an Kin­dern im Schutz­en­gel-Huus „Micha­el“ und für ihre Fami­li­en ver­wen­den, um sie von allen Kos­ten zu ent­las­ten, die in der Zeit anfal­len, in der ihre Kin­der bei uns wohnen“,

beton­te Ulf Thie­le sicht­lich bewegt im Rah­men der Übergabe.


 

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Das Schutz­en­gel-Huus: Eine unver­zicht­ba­re Brü­cke für Familien

Die im Juli 2023 eröff­ne­te und im August des­sel­ben Jah­res in Betrieb gegan­ge­ne ambu­lan­te Wohn­ge­mein­schaft schließt eine kri­ti­sche Ver­sor­gungs­lü­cke. Sie fun­giert als Bin­de­glied zwi­schen der inten­siv­me­di­zi­ni­schen, sta­tio­nä­ren Behand­lung im Kran­ken­haus und der ambu­lan­ten häus­li­chen Pfle­ge zu Hau­se. Ein mul­ti­pro­fes­sio­nel­les Team sichert hier eine qua­li­ta­tiv hoch­wer­ti­ge Ver­sor­gung, bei der Eltern und Geschwis­ter stets ein­be­zo­gen werden.

Die Ein­rich­tung bie­tet Fami­li­en in unter­schied­li­chen Lebens­la­gen drin­gend benö­tig­te Hilfe:

  • Ent­las­tung im All­tag: Eltern kön­nen eine Aus­zeit von der oft zeh­ren­den Pfle­ge­ar­beit neh­men oder sich gezielt Zeit für Geschwis­ter­kin­der nehmen.

  • Über­gangs­pfle­ge: Nach einem Kli­nik­auf­ent­halt fängt das Haus die Pfle­ge auf, wenn die ambu­lan­te Ver­sor­gung in den eige­nen vier Wän­den noch nicht voll­ends gesi­chert ist.

  • Län­ger­fris­ti­ge Per­spek­ti­ve: Erfor­dert es die fami­liä­re Situa­ti­on, ist ein län­ge­rer Auf­ent­halt mög­lich. Sogar die Eltern kön­nen zeit­wei­se mit in der Pfle­ge-WG wohnen.

  • Wohn­ort­na­he Alter­na­ti­ve: Für Fami­li­en, die sich der enor­men Her­aus­for­de­rung einer häus­li­chen Inten­siv­pfle­ge dau­er­haft nicht stel­len kön­nen, bie­tet das Haus eine fes­te, regio­na­le Stütze.


Der För­der­ver­ein schützt vor finan­zi­el­len Sorgen

Da die gesetz­li­chen Pfle­ge­kas­sen bei Wei­tem nicht alle Kos­ten abde­cken, die durch die inten­si­ve Pfle­ge und den Auf­ent­halt der Kin­der samt ihren Fami­li­en ent­ste­hen, ist das Schutz­en­gel-Huus ele­men­tar auf Hil­fe ange­wie­sen. Hier greift der im Jahr 2020 gegrün­de­te För­der­ver­ein Schutz­en­gel-Huus e.V. ein. Nach­dem der Ver­ein zunächst den Bau der Ein­rich­tung der Dia­ko­nie­sta­ti­on unter­stütz­te, för­dert er heu­te die Aus­stat­tung und über­nimmt all jene Kos­ten, die nicht durch die Kos­ten­trä­ger refi­nan­ziert sind.

Da sich der Ver­ein aus­schließ­lich aus Mit­glieds­bei­trä­gen, Spen­den und För­der­gel­dern sozia­ler Stif­tun­gen finan­ziert, sichert die 3.000-Euro-Spende von Ava­con und E.ON direkt die Ent­las­tung betrof­fe­ner Fami­li­en in der Region.

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Leer als „was­ser­sen­si­ble Stadt der Zukunft“: Uni-Pro­jekt lie­fert wich­ti­ge Impulse

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Das Foto zeigt von links Stadt­bau­rat Jens Lüning, Kli­ma­schutz­ma­na­ge­rin Cin­dy Grätz, die Stu­den­tin­nen Luca Küh­ne, Jule Olde­wur­tel, Ilka Urban­ski, Arya Pat­tath und Lina Schu­mann sowie Pro­fes­sor Dr. Rai­ner Dani­el­zyk, Kli­ma­fol­gen­an­pas­sungs­ma­na­ge­rin Caro­lin Hei­ler und Dozen­tin Johan­na Richter.

Die was­ser­sen­si­ble Stadt der Zukunft: Uni-Mas­ter­pro­jekt lie­fert weg­wei­sen­de Impul­se für Leer

Leer. Der Kli­ma­wan­del stellt Kom­mu­nen welt­weit vor mas­si­ve Her­aus­for­de­run­gen: Auf der einen Sei­te for­dern extre­me Stark­re­gen­er­eig­nis­se die städ­ti­sche Ent­wäs­se­rung her­aus, auf der ande­ren Sei­te ver­lan­gen lang­an­hal­ten­de Tro­cken­pe­ri­oden nach klu­gen Spei­cher­kon­zep­ten. Wie kann sich die Stadt Leer vor die­sem Hin­ter­grund zukunfts­si­cher und resi­li­ent aufstellen?

Mit genau die­ser Fra­ge haben sich Stu­den­tin­nen und Stu­den­ten der Gott­fried-Wil­helm-Leib­niz-Uni­ver­si­tät Han­no­ver inten­siv beschäf­tigt. Im Rah­men eines weg­wei­sen­den Mas­ter­pro­jekts im Stu­di­en­gang Umwelt- und Regio­nal­pla­nung ent­wi­ckel­ten die ange­hen­den Exper­ten eine maß­ge­schnei­der­te Was­ser­ma­nage­ment-Stra­te­gie für Leer. Ein Koope­ra­ti­ons­an­ge­bot, das die Stadt­ver­wal­tung dan­kend ange­nom­men hat­te. Nun wur­den die Ergeb­nis­se im Rat­haus präsentiert.


 

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Grün-blaue Infra­struk­tur: Der Abschied vom klas­si­schen Kanaldenken

Die zen­tra­len Erkennt­nis­se der Stu­die­ren­den basie­ren auf inter­na­tio­na­len Pra­xis­bei­spie­len. Das kla­re Cre­do für Leer lau­tet: Weg von der rei­nen Ablei­tung des Was­sers, hin zu einer was­ser­sen­si­blen Stadtplanung.

„Dezen­tra­le Ver­si­cke­rung ist der Trend“,

unter­strich Pro­fes­sor Dr. Rai­ner Dani­el­zyk, der das Pro­jekt gemein­sam mit der Dozen­tin Johan­na Rich­ter wis­sen­schaft­lich beglei­tet hat. Das Ziel ist eine soge­nann­te grün-blaue Infra­struk­tur, bei der Was­ser gezielt im Stadt­bild gehal­ten, gespei­chert oder ver­si­ckert wird, statt die Kana­li­sa­ti­on zu überlasten.

Für eine fun­dier­te Ana­ly­se arbei­te­ten die Stu­die­ren­den über meh­re­re Mona­te hin­weg mit hoch­prä­zi­sen Geo­da­ten. Zudem führ­ten sie zahl­rei­che Exper­ten­in­ter­views mit Schlüs­sel­ak­teu­ren der Regi­on – dar­un­ter die Stadt­ver­wal­tung, das Amt für Was­ser­wirt­schaft des Land­krei­ses, der Nie­der­säch­si­sche Lan­des­be­trieb für Was­ser­wirt­schaft, Küs­ten- und Natur­schutz (NLWKN) sowie die Stadt­wer­ke. Das Resul­tat ist ein umfang­rei­cher Abschluss­be­richt mit kon­kre­ten Handlungsempfehlungen.


Die Kern­emp­feh­lun­gen: Natur­nah und vernetzt

Die Aus­ar­bei­tun­gen der Uni­ver­si­tät Han­no­ver zei­gen deut­lich, dass ein zukunfts­fä­hi­ges Was­ser­ma­nage­ment nicht an admi­nis­tra­ti­ven Gren­zen halt­ma­chen darf. Die Stu­die­ren­den beton­ten, wie ent­schei­dend eine enge Zusam­men­ar­beit zwi­schen städ­ti­schen und länd­li­chen Gebie­ten sowie eine opti­mier­te Koor­di­nie­rung aller betei­lig­ten Akteu­re ist.

Die wich­tigs­ten Maß­nah­men im Überblick:

  • Natur­ba­sier­te Rück­hal­tung im Stra­ßen­bild: Regen­was­ser soll­te dort auf­ge­fan­gen wer­den, wo es fällt. Emp­foh­len wird die Inte­gra­ti­on von Grün­strei­fen, Bio­fil­tra­ti­ons­flä­chen, durch­läs­si­gen Pflas­te­run­gen und offe­nen Grä­ben direkt in den Straßenraum.

  • Kli­ma­re­si­li­en­te Stadt­vier­tel: Bei Neu­bau­ten und Quar­tiers­sa­nie­run­gen müs­sen Rück­hal­te­flä­chen sowie flä­chen­de­cken­de Ent­wäs­se­rungs- und Regen­was­ser­spei­cher­sys­te­me von vorn­her­ein mit­ge­dacht werden.

  • Digi­ta­le Inno­va­ti­on & Bür­ger­be­tei­li­gung: Die Bedeu­tung von Moni­to­ring und prä­zi­ser Risi­ko­be­wer­tung nimmt rasant zu. Hier schla­gen die Stu­die­ren­den den Ein­satz von Fern­sen­so­ren vor, die in Smart­phone-Anwen­dun­gen inte­griert wer­den könn­ten. Bür­ge­rin­nen und Bür­ger könn­ten so aktiv Über­schwem­mun­gen oder die Regen­was­ser­qua­li­tät im Blick behalten.


Bür­ger im Boot: Vom pri­va­ten Gar­ten bis zur Aufklärung

Das Kon­zept setzt stark auf die Mit­hil­fe der Bevöl­ke­rung. Auch auf pri­va­ten Gar­ten­flä­chen schlum­mert gro­ßes Poten­zi­al, um Regen­was­ser dezen­tral zu ver­si­ckern oder über Zis­ter­nen zwi­schen­zu­spei­chern. Flan­kiert wer­den soll­te dies nach Ansicht der Pla­ner durch geziel­te Auf­klä­rungs­kam­pa­gnen zum The­ma Was­ser­ein­spa­rung, um das Bewusst­sein für die wert­vol­le Res­sour­ce im All­tag zu schärfen.


Direk­tes Fun­da­ment für das Klimafolgenanpassungskonzept

Im Leera­ner Rat­haus stie­ßen die Ergeb­nis­se auf gro­ße Reso­nanz. Stadt­bau­rat Jens Lüning und Klim­fol­gen­an­pas­sungs­ma­na­ge­rin Caro­lin Hei­ler dank­ten der stu­den­ti­schen Dele­ga­ti­on für die wert­vol­le und detail­rei­che Ausarbeitung.

Vie­le der vor­ge­schla­ge­nen Impul­se sind für die Stadt nicht neu, son­dern decken sich erfreu­li­cher­wei­se mit den bereits lau­fen­den Pla­nun­gen: Die Stadt Leer arbei­tet der­zeit inten­siv in Koope­ra­ti­on mit einem Gut­ach­ter­bü­ro an einem eige­nen Kli­ma­fol­gen­an­pas­sungs­kon­zept. Caro­lin Hei­ler ver­sprach, dass die wert­vol­len Ergeb­nis­se und Daten der Leib­niz-Uni­ver­si­tät Han­no­ver direkt in die­sen lau­fen­den Pro­zess ein­flie­ßen wer­den. Leer stellt damit die Wei­chen für eine kli­ma­ge­rech­te und was­ser­sen­si­ble Zukunft.

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Stil, Charme und Ben­zin: Der Distin­gu­is­hed Gentleman’s Ride Leer 2026 punk­tet mit purer Leidenschaft

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Stil­vol­le Ankunft am Etap­pen­ziel: Die Teil­neh­mer des Distin­gu­is­hed Gentleman’s Ride Leer 2026 rol­len auf das his­to­ri­sche Gelän­de des Tam­mens­hofs in Bund­er­hee. Hier bot die Mit­tags­pau­se den per­fek­ten Rah­men für Ben­zin­ge­sprä­che, erst­klas­si­gen Ser­vice und das Knüp­fen neu­er Kon­tak­te inner­halb der regio­na­len Biker-Sze­ne. (Foto: Kat­rin Wien­berg Photography)

Stil­vol­ler Kor­so für den guten Zweck: Der Distin­gu­is­hed Gentleman’s Ride Leer 2026 glänzt mit Cha­rak­ter und star­ker Spendenbilanz

Leer. Ein Hauch von klas­si­scher Ele­ganz, glän­zen­dem Chrom und der unver­kenn­ba­re Duft von Moto­ren­öl weh­ten ges­tern, am 17. Mai 2026, durch Leer. Mit viel Herz und Stil bewies die loka­le Motor­rad-Com­mu­ni­ty, dass ech­te Lei­den­schaft kei­ne lan­ge Anlauf­zeit braucht: Der Distin­gu­is­hed Gentleman’s Ride (DGR) Leer 2026 roll­te im Rah­men einer per­fekt genutz­ten Gele­gen­heit erfolg­reich für den guten Zweck durch Ostfriesland.


Der Auf­takt: Stil­vol­les Tref­fen bei „Schö­ne Aussichten“

Der Start­schuss fiel mor­gens ab 10:00 Uhr an der pas­send gewähl­ten Loca­ti­on Schö­ne Aus­sich­ten in Leer. Nach und nach fan­den sich die Fah­rer ein – getreu dem welt­wei­ten DGR-Kodex in feins­ter Tweed-Klei­dung, mit Wes­te, Kra­wat­te oder Fliege.

Ins­ge­samt ver­sam­mel­ten sich neun Gen­tle­men und eine Lady, um gemein­sam Flag­ge zu zei­gen. Auch wenn im Vor­feld ursprüng­lich 17 Anmel­dun­gen vor­la­gen, zieht die Orga­ni­sa­ti­on eine posi­ti­ve Bilanz: Ange­sichts der kur­zen Vor­be­rei­tungs­zeit und der eher durch­wach­se­nen Wet­ter­la­ge sind zehn enga­gier­te Teil­neh­mer ein schö­nes und wert­vol­les Ergeb­nis. Zum Ver­gleich: Beim letz­ten regu­lä­ren Ride vor zwei Jah­ren lag die Teil­neh­mer­zahl bei 32 Per­so­nen. Der gest­ri­ge Tag hat jedoch bewie­sen, dass die Lei­den­schaft für die Sache auch im klei­ne­ren Kreis unge­bro­chen ist.


Fahr­spaß für die Män­ner­ge­sund­heit: Der gute Zweck im Fokus

Der Distin­gu­is­hed Gentleman’s Ride ist längst eine welt­be­kann­te Insti­tu­ti­on. Die inter­na­tio­na­le Wohl­tä­tig­keits­ver­an­stal­tung ver­folgt das Ziel, welt­weit Spen­den und Auf­merk­sam­keit für die Män­ner­ge­sund­heit zu gene­rie­ren. Im Fokus ste­hen dabei ins­be­son­de­re die Erfor­schung und Bekämp­fung von Pro­sta­ta­krebs sowie die Unter­stüt­zung bei psy­chi­schen Erkran­kun­gen und der men­ta­len Gesund­heit.

Wich­tig zu beto­nen: Der Name täuscht kei­nes­wegs – bei die­sem Event sind neben den „Gen­tle­men“ aus­drück­lich auch Frau­en auf ihren klas­si­schen Maschi­nen herz­lich will­kom­men, wie die dies­jäh­ri­ge Teil­neh­mer­lis­te sym­pa­thisch unter Beweis stellte.


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Die Rou­te: Von Leer über Bund­er­hee zurück zum Hafen

Die gemein­sa­me Aus­fahrt erstreck­te sich über eine male­ri­sche Stre­cke von rund 50 bis 60 Kilo­me­tern durch Leer und das direk­te Umland. Das ers­te gro­ße Etap­pen­ziel war der his­to­ri­sche Tam­mens­hof in Bund­er­hee. Bei her­vor­ra­gen­dem Ser­vice nutz­te die Grup­pe die Mit­tags­pau­se für ein gemein­sa­mes Essen, inten­si­ven Aus­tausch und das Knüp­fen neu­er Kon­tak­te inner­halb der regio­na­len Biker-Szene.

Frisch gestärkt trat die Kolon­ne anschlie­ßend den Rück­weg an. Die Rou­te führ­te über Bun­de und Wee­ner zurück in Rich­tung Leer. Das fah­re­ri­sche Fina­le fand am Hafen und an der his­to­ri­schen Waa­ge statt, wo der Ride tra­di­tio­nell mit einem gemein­sa­men Grup­pen­fo­to gebüh­rend abge­schlos­sen wurde.

Start: Leer (Schöne Aussichten) 
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Etappenziel: Bunderhee (Tammenshof) – Mittagspause & Networking
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Rückweg: Über Bunde & Weener
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Ziel: Leer (Hafen & Waage) – Abschluss & Gruppenfoto

Star­ke Bilanz: Knapp 800 Euro Spen­den und loka­le Unterstützung

Obwohl der Media Award in die­sem Jahr auf­grund der zeit­na­hen Pla­nung etwas klei­ner aus­fiel als gewohnt, tat dies der Stim­mung kei­nen Abbruch. Das gemein­sa­me Fah­ren und der Dienst an der guten Sache stan­den ohne­hin im Vordergrund.

Das finan­zi­el­le Ergeb­nis kann sich eben­falls sehen las­sen: Ins­ge­samt wur­den knapp 800 Euro an Spen­den für die inter­na­tio­na­le Initia­ti­ve gesam­melt. Ein Erfolg, der ohne loka­le Unter­stüt­zung kaum denk­bar gewe­sen wäre. Als Haupt­spon­sor für Leer agier­te auch in die­sem Jahr die Spar­kas­se. Die­se För­de­rung ist essen­zi­ell, um die anfal­len­den orga­ni­sa­to­ri­schen Fix­kos­ten – wie bei­spiels­wei­se die behörd­li­chen Anmel­dun­gen oder die Bereit­stel­lung der Media Wall – ver­läss­lich zu decken.

Der DGR Leer 2026 hat gezeigt, dass die Kom­bi­na­ti­on aus stil­vol­ler Motor­rad­kul­tur und sozia­lem Enga­ge­ment in Ost­fries­land fest ver­an­kert ist – und dass mit gro­ßem Ein­satz auch kurz­fris­tig ein rund­um gelun­ge­nes Event auf die Bei­ne gestellt wer­den kann.

DGR Leer 2026 an der his­to­ri­schen Waa­ge: Die Teil­neh­mer im ele­gan­ten Tweed-Look beim Abschluss­fo­to im Muse­ums­ha­fen Leer. Das Event kom­bi­nier­te klas­si­sche Motor­rä­der mit stil­vol­ler Mode, um Spen­den für die Män­ner­ge­sund­heit zu sam­meln. (Bild: Kat­rin Wien­berg Photography)

Mehr Impres­sio­nen des Tages: Vie­le wei­te­re groß­ar­ti­ge Auf­nah­men von Kat­rin Wien­berg Pho­to­gra­phy und die schöns­ten Momen­te des gest­ri­gen Rides im Detail sind auf der Leera­ner Face­book­sei­te Wir Leera­ner zu fin­den. Ein Blick in die Gale­rie lohnt sich!

Mit Bei­fah­rer der beson­de­ren Art: Auch tie­ri­sche Unter­stüt­zung war beim gest­ri­gen Kor­so durch Ost­fries­land ver­tre­ten. Ein tie­risch gutes Duo beim Distin­gu­is­hed Gentleman’s Ride im Muse­ums­ha­fen Leer. (Bild: Kat­rin Wien­berg Photography)
Stil­ech­ter Auf­tritt: DGR-Teil­neh­mer Uwe Respon­dek vor dem Ban­ner am Muse­ums­ha­fen Leer. Wie alle Akteu­re nutz­te er die Kulis­se für ein Erin­ne­rungs­fo­to – ermög­licht durch den Haupt­spon­sor Spar­kas­se Leer­Witt­mund. (Foto: Kat­rin Wien­berg Photography)
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