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Kindertagespflege im Landkreis Leer: Ulf Thiele und Silke Kuhlemann sprachen mit Berufsvereinigung
Gemeinsam mit der CDU-Landtagskandidatin und stellvertretenden Vorsitzenden des Jugendhilfeausschusses Silke Kuhlemann (Wahlkreis 84 Leer/Borkum) sprach der CDU-Landtagsabgeordnete Ulf Thiele (Wahlkreis 83) mit Vertreter*innen von Kindertagespflegeeinrichtungen. Foto: Jürgen Eden/Wahlkreisbüro Ulf Thiele
Kindertagespflege im Landkreis Leer: Ulf Thiele und Silke Kuhlemann sprachen mit Berufsvereinigung
Leer. „Die privaten Kindertagespflegekräfte leisten auch im Landkreis Leer einen wichtigen Beitrag, um den gesetzlichen Anspruch der Eltern auf Betreuungsleistungen unserer Kleinsten zu erfüllen. Das scheint leider noch nicht überall angekommen zu sein“, sagte der CDU-Landtagsabgeordnete Ulf Thiele bei einem Treffen mit Kindertagespflegepersonen aus der Regionalgruppe Leer ihrer Berufsvereinigung. Er bezog sich dabei auf ein Urteil des Bundesverwaltungsgerichtes aus dem Jahr 2018 und forderte deshalb eine bessere Unterstützung für diese Betreuungsform im Landkreis Leer.
Thiele hatte gemeinsam mit der Sprecherin der CDU-Fraktion im Jugendhilfeausschuss des Landkreises Leer und Landtagskandidatin Silke Kuhlemann das Gespräch mit der Berufsvereinigung gesucht. Die Regionalgruppe Leer wurde nach Worten der Sprecherinnen Manuela Janßen und Heidi Schmidt zu Beginn der Corona-Pandemie im März 2020 gegründet. Ihr gehören derzeit in Ostfriesland rund 25 Kindertagespflegekräfte an. Einig waren sich die Vertreterinnen und Vertreter der Berufsvereinigung mit Kuhlemann und Thiele, dass der individuelle Betreuungswunsch von Eltern für ein- bis dreijährige Kinder auch im Landkreis Leer ohne Bedarfsprüfung erfolgen müsse. „Darauf gibt es für alle Eltern nicht nur einen Rechtsanspruch, sondern oftmals für berufstätige Eltern auch eine besonders dringende Notwendigkeit, wenn sie Familie und Beruf in Einklang bringen möchten“, machte Thiele deutlich. Dieser individuelle Betreuungsanspruch gelte im Übrigen auch für Eltern, die nicht berufstätig sind, mit dem Unterschied, dass der Landkreis die Kosten dann nicht nach dem individuellen Bedarf, sondern maximal für 30 Stunden anteilig übernimmt. Das Bundesverwaltungsgericht hatte diesen Rechtsanspruch bereits im Jahr 2018 untermauert. Demnach müsse sich der Betreuungsumfang ausschließlich am Wunsch der Eltern orientieren. Die Erfahrungen vieler Kindertagespflegepersonen sehen leider anders aus: Zwar wurde per Satzungsänderung der nachweisfreie Anspruch von 20 auf 30 Wochenstunden erhöht, aber das bilde immer noch nicht vollumfänglich die aktuelle Rechtsprechung ab. „Ich möchte an die Kreisverwaltung appellieren, die Rechte der Eltern und Kinder zu stärken, und den Betreuungsumfang nach den individuellen Bedürfnissen der Eltern zu bemessen. Deren Lebenswirklichkeiten kann man nicht mit starren Verwaltungsvorgaben abbilden“, so Silke Kuhlemann. Dazu ergänzte Janßen, dass inzwischen eine Mutter aus dem Landkreis Leer eine Petition beim niedersächsischen Landtag eingereicht hatte, um diesen Rechtsanspruch zu untermauern. Derzeit sieht eine Satzung des Kreises für die Abrechnung der Betreuungszeit den Nachweis der konkreten Arbeitszeiten vor, wenn die Betreuungszeit über 30 Stunden beträgt und auch außerhalb der Regelzeit (8 bis 18 Uhr) liegt. Besonders betroffen sein können davon beispielsweise Mitarbeitende im Einzelhandel oder Menschen im Schichtdienst. Der Betreuungsbedarf könne sich auch aus anderen Bedarfen wie beispielsweise gesundheitliche Einschränkungen, die Pflege von Angehörigen oder Einbindung im Familienbetrieb und einfach nur aus einer ganz individuellen Lebensplanung ergeben. Daher müsse man die Eltern in ihrer freien Entscheidung bei der Abdeckung des Betreuungsbedarfes ihrer Kinder bestärken. Letztlich tragen sie einen Teil der Kosten über die Zahlung von Elternbeiträgen an den Landkreis für die gebuchten Stunden. Thematisiert wurde auch die Forderung nach einer verlässlichen Vertretungsregelung in der Kindertagespflege. „Das muss ein wichtiger Bestandteil werden, um eine zuverlässige Betreuung auch bei Krankheit oder Fortbildungen zu gewährleisten. Diese Verlässlichkeit darf nicht wie bisher, zulasten der Gesundheit der Kindertagespflegepersonen gehen“, so Janßen. Aufgrund der steigenden Kosten für Lebensmittel, aber auch Strom und Heizung fordern die Kindertagespflegen zudem eine Anpassung der Sachkosten. Dafür hat der Jugendhilfeausschuss des Landkreises bereits grünes Licht gegeben. Ulf Thiele und Silke Kuhlemann machten zudem deutlich, dass in der neuen Legislaturperiode wieder eine Novelle des Niedersächsischen Kindertagesstättengesetzes NKiTaG) anstehe. Sie wollen sich dafür einsetzen, dort den Status der Kindertagespflege zu stärken.
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VW-Zukunftsplan beschlossen: Was wird aus dem Werk Emden?
VW-Zukunftsplan 2030 beschlossen: Was der Milliarden-Umbau für das Werk Emden bedeutet
Volkswagen stellt die Weichen für einen tiefgreifenden Konzernumbau. Der Aufsichtsrat hat den Zukunftsplan 2030 einstimmig beschlossen. Geplant sind Investitionen in Milliardenhöhe, weniger Modelle, schlankere Strukturen – und der Abbau von rund 50.000 Arbeitsplätzen weltweit. Besonders aufmerksam blickt Ostfriesland nach Wolfsburg: Für das Volkswagen-Werk Emden ist eine wettbewerbsfähige Nachfolgeproduktion über das Jahr 2030 hinaus bislang nicht gesichert.
Wolfsburg/Emden. Der Aufsichtsrat der Volkswagen Group hat nach intensiven Beratungen den sogenannten Zukunftsplan 2030 einstimmig gebilligt. Damit soll die Transformation des Volkswagen-Konzerns deutlich beschleunigt werden. Vorstand, Marken, Gesellschaften und Arbeitnehmervertreter sollen den beschlossenen Kurs nun gemeinsam umsetzen.
Für die Region Ostfriesland hat die Entscheidung eine besondere Bedeutung. Das VW-Werk Emden gehört neben den Standorten Zwickau, Hannover und Neckarsulm zu den vier deutschen Werken, für die nach Angaben des Konzerns derzeit noch keine wettbewerbsfähige Folgebelegung für die Jahre 2031 bis 2034 gesichert ist. Gleichzeitig sollen weltweit rund 50.000 Stellen, einschließlich Stellen im Management, abgebaut werden.
Damit ist die Zukunft des Standorts Emden erneut eines der zentralen Themen im Volkswagen-Konzern.
Drei Milliardenbeträge für die Zukunft – aber auch massive Einschnitte
Volkswagen will trotz des harten Sparkurses in den kommenden Jahren einen dreistelligen Milliardenbetrag investieren. Das Geld soll unter anderem in neue Produkte, Technologien und künftige Wachstumsfelder fließen.
Konzernchef Oliver Blume bezeichnete die einstimmige Zustimmung des Aufsichtsrats als starkes Signal. Volkswagen müsse seine bekannten Marken attraktiver, stärker und wettbewerbsfähiger machen. Gleichzeitig müsse der Konzern seine Kosten deutlich reduzieren und seine Strukturen effizienter aufstellen.
Das Ziel ist klar formuliert: Volkswagen will bis 2030 eine operative Umsatzrendite von neun Prozent erreichen. Bei einem geplanten Absatz von rund neun Millionen Fahrzeugen pro Jahr würde dies einem operativen Ergebnis von etwa 31 Milliarden Euro entsprechen.
Für den Planungszeitraum 2027 bis 2031 sind insgesamt rund 135 Milliarden Euro für Sachinvestitionen sowie Forschung und Entwicklung vorgesehen. Die einzelnen Investitions- und Entwicklungsprojekte sollen im üblichen Planungsprozess weiter konkretisiert und dem Aufsichtsrat erneut zur Entscheidung vorgelegt werden.

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VW will Modellangebot drastisch reduzieren
Ein wesentlicher Bestandteil des Zukunftsplans ist eine deutliche Vereinfachung des Produktprogramms.
Bis 2035 soll das Modellangebot um rund 50 Prozent reduziert werden. Gleichzeitig soll die Angebotskomplexität sogar um etwa 75 Prozent sinken.
Volkswagen setzt künftig stärker auf weniger, dafür größere und stärker ausgelastete Modelle. Durch die Konzentration auf weniger Varianten sollen höhere Stückzahlen pro Modell, niedrigere Kosten und bessere Skaleneffekte erreicht werden.
Auch Plattformen, elektronische Architekturen, Fahrerassistenzsysteme und Software sollen stärker vereinheitlicht werden.
Effizienzprogramm über den gesamten Konzern
Mit einem konzernweiten Operational-Excellence-Programm will Volkswagen die Effizienz deutlich steigern. Dabei werden unter anderem die Bereiche Technische Entwicklung, Einkauf, Produktion, Qualität, Vertrieb und die Gemeinkosten betrachtet.
Ziel sind bessere Prozesse, schnellere Entscheidungen und eine höhere Wettbewerbsfähigkeit.
Auch die Führungsstrukturen sollen schlanker werden. Verantwortlichkeiten sollen klarer verteilt, Entscheidungswege verkürzt und Teams mit mehr Verantwortung ausgestattet werden.
Für Führungskräfte ist außerdem ein einheitlicheres Leistungs- und Bonussystem vorgesehen, das stärker auf Ergebnisse und den gemeinsamen Unternehmenserfolg ausgerichtet werden soll.
Volkswagen-Werk Emden: Zukunft nach 2030 bleibt offen
Für Emden ist vor allem eine Passage des Zukunftsplans von großer Bedeutung.
Volkswagen sieht innerhalb des Konzerns eine Überkapazität von rund 500.000 Fahrzeugen in Europa. Deshalb soll bis Ende Juni 2027 ein Konzept für eine langfristig wettbewerbsfähige Produktionsstruktur der europäischen Werke entwickelt werden.
Für vier Standorte ist derzeit jedoch noch keine wettbewerbsfähige Folgebelegung gesichert:
- Emden
- Zwickau
- Hannover
- Neckarsulm
Die Zeiträume für die offenen Zukunftsperspektiven liegen zwischen 2031 und 2034.
Für das VW-Werk Emden bedeutet dies: Eine konkrete wettbewerbsfähige Nachfolgeproduktion über den bisherigen Planungshorizont hinaus ist derzeit nicht abgesichert. Gleichzeitig sollen alternative Nutzungsmöglichkeiten der betroffenen Standorte geprüft werden.
Die Nachricht ist deshalb für Ostfriesland von erheblicher Bedeutung. Das VW-Werk ist nicht nur ein großer Arbeitgeber in Emden, sondern hat auch Auswirkungen auf zahlreiche Unternehmen und Arbeitsplätze in der Region.
Aktuelle Berichte bestätigen, dass Emden zu den vier besonders im Fokus stehenden deutschen Volkswagen-Standorten gehört.
Rund 50.000 Stellen sollen weltweit wegfallen
Neben den Veränderungen bei den Werken sieht der Zukunftsplan einen weiteren grundlegenden Personalabbau vor.
Volkswagen geht davon aus, dass weltweit zusätzlich zu bereits laufenden Programmen eine weitere Anpassung der Personalkapazitäten notwendig ist. Als Gründe nennt der Konzern den zunehmenden internationalen Wettbewerb, veränderte Nachfragestrukturen und den technologischen Wandel.
Insgesamt sieht der Zukunftsplan einen Abbau von rund 50.000 Stellen weltweit vor – einschließlich Managementpositionen.
Wie sich diese Zahl konkret auf einzelne Marken, Gesellschaften, Länder und Standorte verteilt, ist mit der jetzigen Entscheidung noch nicht festgelegt. Auch für Emden lässt sich aus der genannten Gesamtzahl daher noch keine konkrete Zahl für den Standort ableiten.
Niedersachsen fordert Perspektiven für die Standorte
Niedersachsens Ministerpräsident Olaf Lies sieht die Herausforderungen für Volkswagen und die gesamte deutsche Automobilindustrie ebenfalls als enorm an. Der internationale Wettbewerb habe sich deutlich verschärft.
Gleichzeitig müsse es nach seiner Auffassung einen gemeinsamen Weg geben, um die Transformation zu bewältigen. Investitionen in Zukunftsfähigkeit und Wettbewerbsfähigkeit seien notwendig, müssten aber mit langfristigen Perspektiven für die Standorte verbunden werden.
Die Politik müsse Volkswagen dabei unterstützen, unter anderem durch bessere Wettbewerbsbedingungen und eine Handelspolitik, die den Industriestandort Deutschland im internationalen Wettbewerb stärkt.
Gerade für Niedersachsen und Ostfriesland ist die Entwicklung von besonderer Bedeutung. Das Land Niedersachsen ist als Anteilseigner eng mit Volkswagen verbunden.
Arbeitnehmervertreter sehen weiterhin große Verantwortung
Auch die Arbeitnehmerseite betont die Bedeutung des jetzt beschlossenen Zukunftsplans.
Christiane Benner, stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende und Erste Vorsitzende der IG Metall, erklärte, man habe intensiv an Lösungen gearbeitet. Der Zukunftsplan sei gemeinsam mit Vorstand und Anteilseignern entwickelt worden.
Jetzt müsse es darum gehen, die entscheidenden Aufgaben anzugehen und Zukunftsszenarien für sämtliche Werke zu entwickeln.
Volkswagen trage als einer der größten Industriekonzerne eine besondere Verantwortung für seine Beschäftigten und ganze Regionen. Die Mitbestimmung müsse dabei weiterhin eine wichtige Rolle spielen.
Auch Gesamt- und Konzernbetriebsratschefin Daniela Cavallo sieht den Zukunftsplan als notwendig an, um Volkswagen erfolgreich in das kommende Jahrzehnt zu führen. Gleichzeitig müsse verhindert werden, dass die Beschäftigten die Last der Veränderungen einseitig tragen.
Aus Sicht des Betriebsrats gehören Beschäftigungssicherung und wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit zusammen. Beide Ziele seien keine Gegensätze, sondern könnten sich gegenseitig bedingen.
Für die Beschäftigten an allen Standorten sollen auf dieser Grundlage attraktive Modelle und langfristige Perspektiven entwickelt werden.
Nordamerika und China werden neu ausgerichtet
Der Volkswagen-Konzern will seine internationale Strategie ebenfalls verändern.
In Nordamerika soll der Schwerpunkt künftig stärker auf besonders profitablen Fahrzeugsegmenten liegen.
In China reagiert Volkswagen auf die veränderten Wachstumserwartungen des chinesischen Automobilmarktes. Gleichzeitig sollen die Exportaktivitäten in Richtung des sogenannten Global South ausgebaut werden.
Damit reagiert Volkswagen auf die erheblichen Veränderungen des internationalen Automobilmarktes und den zunehmenden Wettbewerbsdruck.
Konzernstruktur soll einfacher und schneller werden
Auch die Struktur des Volkswagen-Konzerns selbst soll sich verändern.
Der Vorstand soll ein Modell für eine weiterentwickelte Entscheidungs- und Konzernstruktur erarbeiten. Ziel sind technologische und weitere Synergien, geringere Kosten, klarere Verantwortlichkeiten sowie schnellere und effizientere Entscheidungen.
Außerdem soll der Aufsichtsrat seine Zustimmungsvorbehalte stärker auf Maßnahmen konzentrieren, die für den gesamten Konzern von wesentlicher Bedeutung sind. Die entsprechenden Schwellenwerte sollen an die übliche Praxis großer DAX-Unternehmen angepasst werden.
Auch das Beteiligungsportfolio von Volkswagen soll deutlich schlanker werden.
Nach den Vorgaben des Zukunftsplans sollen Beteiligungen und Geschäftsaktivitäten anhand ihres strategischen und wirtschaftlichen Beitrags zum Kerngeschäft überprüft werden. Das Beteiligungsportfolio soll um rund ein Drittel reduziert werden.
Nichtstrategische Aktivitäten sollen verkauft oder neu strukturiert werden. Auch der Immobilienbestand des Konzerns wird überprüft.
Ziel ist eine schlankere Konzernstruktur und eine effizientere Nutzung des vorhandenen Kapitals.
Was bedeutet der Beschluss für Emden?
Der einstimmige Beschluss des Aufsichtsrats bringt für Volkswagen zunächst Klarheit über die strategische Richtung. Für das VW-Werk Emden bedeutet er allerdings noch keine langfristige Standortgarantie.
Entscheidend wird sein, welche Produktionsstruktur Volkswagen für Europa entwickelt und welche Nachfolgeprodukte für die einzelnen Werke vorgesehen werden.
Bis spätestens Ende Juni 2027 soll das Konzept für eine wettbewerbsfähige europäische Produktionsstruktur vorliegen. Bis dahin dürfte die Frage nach der Zukunft des Emder Volkswagen-Werks deshalb eines der wichtigsten industriepolitischen Themen in Ostfriesland bleiben.
Parallel dazu sollen bereits laufende Maßnahmen fortgeführt und weitere Schritte unmittelbar eingeleitet werden. Dort, wo Vereinbarungen mit Arbeitnehmervertretern notwendig sind, sollen die zuständigen Gremien der Marken und Gesellschaften einbezogen und Gespräche zügig aufgenommen werden.
Der Konzernvorstand trägt die Gesamtverantwortung für die Umsetzung. Der Aufsichtsrat will den Prozess eng begleiten, regelmäßig informiert werden und sich dort beteiligen, wo Entscheidungen erforderlich sind.
Für Ostfriesland steht damit viel auf dem Spiel: Der Zukunftsplan 2030 soll Volkswagen international wieder wettbewerbsfähiger machen. Gleichzeitig bleibt die Frage offen, welche konkrete Zukunft das Werk Emden nach 2030 haben wird.
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Großbrand in Leer: Fachzug Logistik versorgt mehr als 250 Einsatzkräfte
„Ohne Mampf kein Kampf“: Der Fachzug Logistik hält die Einsatzkräfte beim Großbrand in Leer bei Kräften
Leer. Bei einem Großeinsatz wie dem aktuellen Brand auf dem Gelände einer Recyclingfirma in Leer sind nicht nur die Löschmannschaften gefordert. Mehr als 250 Einsatzkräfte sind heute an der Brandbekämpfung beteiligt. Damit sie über viele Stunden leistungsfähig bleiben, kümmert sich der Fachzug Logistik der Kreisfeuerwehrbereitschaft um Verpflegung, Nachschub und die notwendige Infrastruktur an der Einsatzstelle.
Der bekannte Spruch „Ohne Mampf kein Kampf“ bringt dabei ziemlich genau auf den Punkt, worum es geht. Wer über viele Stunden körperlich anspruchsvolle Arbeit leistet, braucht zwischendurch ausreichend Essen und Getränke.
Kühlanhänger, Stromaggregat und Pavillons im Einsatz
Beim heutigen Großbrand wurde dafür einiges aufgefahren. Zum Einsatz kamen unter anderem ein Kühlanhänger, ein Stromerzeugungsaggregat, Pavillons mit Sitzgarnituren sowie Handwaschbecken und Einrichtungen zur Desinfektion.
Damit wird an der Einsatzstelle eine funktionierende Versorgungsstruktur geschaffen. Die Einsatzkräfte können sich zwischen ihren Einsatzabschnitten kurz hinsetzen, etwas essen und trinken und anschließend wieder ihre Aufgaben übernehmen.
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Verpflegung für 150 Einsatzkräfte vorrätig
Im Lager des Fachzuges ist grundsätzlich Verpflegung für rund 150 Einsatzkräfte vorrätig. Bei einem Großeinsatz wie dem heutigen reicht dieser Bestand allerdings nicht aus. Deshalb wird bei Bedarf kurzfristig zusätzlicher Nachschub organisiert.
Unter anderem werden Lebensmittel bei MIOS, Backring und der Bäckerei Hoppmann nachgekauft. Die Unternehmen öffnen bereits früh am Morgen und können deshalb auch bei einem Einsatz, der in den frühen Stunden beginnt, schnell zusätzliche Lebensmittel bereitstellen.
Erbsensuppe für die Einsatzkräfte
Für die Einsatzkräfte gab es heute auch eine warme Mahlzeit: Erbsensuppe wurde an der Einsatzstelle ausgegeben. Gerade bei einem derart langen Einsatz ist eine warme und sättigende Mahlzeit ein wichtiger Bestandteil der Versorgung.
Dazu stehen Kaffee, Tee und Wasser bereit. Für zwischendurch gibt es kleinere Snacks wie Würstchen oder Schokoladenriegel. Gerade wenn nach vielen Stunden körperlicher Arbeit die Müdigkeit zunimmt, können schnell verfügbare Kohlenhydrate kurzfristig neue Energie liefern.




Versorgung als wichtiger Teil des Großeinsatzes
Während die Feuerwehrleute an den Brandherden arbeiten, die großen Schrotthaufen mit zwei Kränen auseinandergezogen werden und immer wieder neue Glutnester freigelegt und abgelöscht werden, läuft im Hintergrund die Arbeit des Fachzuges Logistik weiter.
Der Kühlanhänger sorgt für die notwendige Lagerung der Lebensmittel. Das Stromerzeugungsaggregat stellt Energie bereit. Pavillons und Sitzgarnituren schaffen einen geschützten Bereich für die Pausen. Handwaschbecken und Desinfektionsmöglichkeiten gewährleisten die notwendige Hygiene.
Der Fachzug Logistik übernimmt damit beim heutigen Großbrand eine wichtige Aufgabe. Denn bei einem Einsatz mit mehr als 250 Kräften und einer Dauer von vielen Stunden muss nicht nur die Brandbekämpfung funktionieren – auch Versorgung, Nachschub und Infrastruktur müssen zuverlässig organisiert werden.
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Bahnverkehr Bremen–Leer: Zugausfälle und Ersatzverkehr am 26. und 27. September
Der Bahnhof Leer ist von den Einschränkungen im Bahnverkehr am Wochenende ebenfalls betroffen. Reisende sollten insbesondere in der Nacht vom 26. auf den 27. September mit Zugausfällen und geänderten Fahrzeiten rechnen und ihre Verbindung vor Fahrtantritt prüfen. Für mehrere ausfallende Züge wird ein Ersatzverkehr mit Bussen eingerichtet. Foto: Ingo Tonsor @LeserECHO
Bahnverkehr zwischen Bremen, Oldenburg und Ostfriesland am Wochenende eingeschränkt
Bauarbeiten führen in der Nacht vom 26. auf den 27. September zu Zugausfällen, geänderten Fahrzeiten und Ersatzverkehr mit Bussen
Pendler und Reisende müssen sich Ende September auf Einschränkungen im Bahnverkehr zwischen Bremen, Oldenburg und Ostfriesland einstellen. Nach Angaben der Deutschen Bahn führen Bauarbeiten in der Nacht von Samstag, 26. September 2026, auf Sonntag, 27. September 2026, zu Zugausfällen, veränderten Fahrzeiten und einem Ersatzverkehr mit Bussen.
Betroffen ist insbesondere die RE 1 zwischen Hannover und Norddeich Mole. Die Einschränkungen gelten nach Angaben der DB von Samstag, 26. September, 20.20 Uhr, bis Sonntag, 27. September, 5.30 Uhr.
Mehrere Abschnitte der RE 1 betroffen
Die Auswirkungen betreffen zahlreiche Stationen entlang der Strecke. Dazu gehören Bremen Hauptbahnhof, Delmenhorst, Hude, Oldenburg (Oldb) Hauptbahnhof, Bad Zwischenahn, Westerstede-Ocholt, Augustfehn, Leer (Ostfriesl), Emden Hauptbahnhof, Marienhafe, Norden, Norddeich und Norddeich Mole.
Nach Angaben der DB fallen mehrere Verbindungen auf Teilstrecken aus oder verkehren zu geänderten Zeiten.
So fällt der RE 4430 zwischen Oldenburg und Leer aus. Zwischen Leer und Norddeich Mole fährt der Zug hingegen mit geänderten Fahrzeiten.
Beim RE 4439 verkehren die Züge zwischen Norddeich Mole und Leer früher als planmäßig. Der Abschnitt zwischen Leer und Oldenburg entfällt.
Auch beim RE 4434 kommt es zu Einschränkungen: Die Verbindung fällt zwischen Oldenburg und Leer aus. Zwischen Leer und Emden wird mit geänderten Fahrzeiten gefahren.
Darüber hinaus fällt der RE 4271 zwischen Leer und Bremen aus. Der RE 4438 entfällt auf dem Abschnitt zwischen Bremen und Oldenburg.
Ersatzverkehr mit Bussen eingerichtet
Für die ausfallenden Zugverbindungen richtet die Deutsche Bahn einen Ersatzverkehr mit Bussen ein. Reisende sollten deshalb zusätzliche Zeit für ihre Fahrt einplanen.
Wo sich die jeweiligen Ersatzhaltestellen befinden, darüber informiert die Deutsche Bahn über bahnhof.de. Da es bei Bauarbeiten kurzfristig zu weiteren Änderungen kommen kann, empfiehlt die DB, sich unmittelbar vor Reiseantritt über die digitalen Reiseauskunftsmedien zu informieren.
Aktuelle Informationen zu Verbindungen und möglichen Änderungen sind über bahn.de sowie die DB Navigator App abrufbar.
Auch Nachtverbindungen betroffen
Die Bauarbeiten wirken sich insbesondere auf die Abend- und frühen Morgenstunden aus. Für Reisende ist deshalb wichtig, nicht allein anhand des regulären Fahrplans zu planen. Insbesondere bei Fahrten zwischen Bremen, Oldenburg, Leer und Emden können sich durch Zugausfälle und Ersatzverkehr deutlich längere Reisezeiten ergeben.
Die Deutsche Bahn empfiehlt, die Verbindung unmittelbar vor Fahrtantritt noch einmal zu überprüfen.
Bei Fragen können sich Fahrgäste an den Kundendialog von DB Regio Niedersachsen und Bremen wenden. Dieser ist über das Kontaktformular auf bahn.de sowie telefonisch unter 0511 45901645 erreichbar.
Die Einschränkungen sind nach Angaben der Deutschen Bahn auf die genannten Bauarbeiten zurückzuführen und betreffen den Zeitraum von Samstagabend bis Sonntagmorgen. Nach Abschluss der Arbeiten soll der Bahnverkehr wieder nach dem regulären Fahrplan erfolgen.
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Diese Züge sind betroffen
RE 4430
❌ Oldenburg – Leer: Zug fällt aus
🕐 Leer – Norddeich Mole: geänderte Fahrzeiten
RE 4439
🕐 Norddeich Mole – Leer: frühere Abfahrtszeiten
❌ Leer – Oldenburg: Zug fällt aus
RE 4434
❌ Oldenburg – Leer: Zug fällt aus
🕐 Leer – Emden: geänderte Fahrzeiten
RE 4271
❌ Leer – Bremen: Zug fällt aus
RE 4438
❌ Bremen – Oldenburg: Zug fällt aus
🚌 Für die ausfallenden Verbindungen wird ein Ersatzverkehr mit Bussen eingerichtet. Reisende sollten beachten, dass sich dadurch die Fahrzeiten verlängern können. Die genauen Standorte der Ersatzhaltestellen sind über die Deutsche Bahn abrufbar.

























