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Ulf Thiele schlägt Solidaritätspartnerschaft des Landkreises Leer mit Region der Republik Ukraine vor
Ulf Thiele schlägt Solidaritätspartnerschaft des Landkreises Leer mit Region der Republik Ukraine vor
Leer. „Seit einem Jahr tobt jetzt der Angriffskrieg Russlands auf die unabhängige Republik der Ukraine. Seit einem Jahr wehrt sich das ukrainische Volk mit großer Tapferkeit gegen die Invasion der russischen Armee. Und seit einem Jahr nehmen wir in Deutschland – auch hier im Landkreis Leer – eine große Zahl vor dem Krieg flüchtender Menschen auf, leisten Hilfe und unterstützen die Ukraine in ihrem Freiheitskampf. Die Solidarität mit den Opfern dieses menschenverachtenden Angriffskrieges ist weiterhin ungebrochen groß“, ist der Landtagsabgeordnete und stellvertretende Vorsitzende der CDU-Fraktion im Niedersächsischen Landtag, Ulf Thiele (Stallbrüggerfeld) überzeugt.
Um dies nicht nur zu dokumentieren, sondern es auch in organisierter Form zu vertiefen, schlage er die Gründung einer Solidaritätspartnerschaft des Landkreises Leer mit einer Region in der Republik der Ukraine vor. Der Landkreises Leer solle in Zusammenarbeit mit dem Generalkonsulat der Republik Ukraine in Hamburg die Gründung der Partnerschaft vorbereiten. „Diese Solidaritätspartnerschaft sollte, als Zeichen der Solidarität der Menschen im Landkreis Leer mit der durch den Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine geschundenen Bevölkerung dort, aber auch zur Organisation gezielter Hilfen für die Menschen im Kriegsgebiet und zur Vorbereitung administrativer und darüberhinausgehender Wiederaufbauhilfe nach dem Krieg, schnellstmöglich vorbereitet und gegründet werden“, fordert Thiele, der auch Mitglied des Kreistages Leer ist.
Mit dieser Solidaritätspartnerschaft solle der Landkreis Leer dem Vorbild der Landeshauptstadt Hannover folgen, die bereits am 15. September 2022 ein Memorandum über eine Zusammenarbeit mit der Stadt Mykolajiw unterschrieben habe.
Das Generalkonsulat der Ukraine in Hamburg unterstützt nach Thieles Worten die Gründung regionaler Partnerschaft, da nach dortiger Überzeugung solche praktischen und zielgerichteten Schritte der deutschen Kommunalverwaltungen am meisten durch die ukrainische Zivilbevölkerung gefragt seien. Dies habe die Generalkonsulin der Ukraine in Hamburg, Frau Dr. Iryna Tybinka, in einem Gespräch am Mittwochmorgen mit dem geschäftsführenden Vorstand der CDU-Landtagsfraktion, dessen Mitglied er ist, ausdrücklich unterstrichen und ihrer Hoffnung auf weitere Partnerschaften Niedersächsischer Städte und Regionen mit Ukrainischen Kommunen Ausdruck verliehen.
„Dieses Ansinnen unterstütze ich ausdrücklich. Ich hoffe sehr, dafür im Kreistag Leer Rückhalt zu finden. Mit einer solchen Partnerschaft können wir aus dem Landkreis heraus einen Beitrag zur Überwindung des Krieges und zur Festigung einer starken Friedensordnung in Europa leisten“, ist Ulf Thiele überzeugt.
Sprach im Rahmen einer geschäftsführenden Vorstandssitzung der CDU-Landtagsfraktion am vergangenen Mittwoch mit der Generalkonsulin der Republik der Ukraine, Dr. Iryna Tybinka (rechts), der CDU-Landtagsabgeordnete Ulf Thiele (links). Dr. Tybinka sprach anschließend vor dem Niedersächsischen Landtag zum Jahrestag des russischen Angriffskrieges gegen ihr Heimatland. Ulf Thiele schlägt jetzt eine Soldaritätspartnerschaft des Landkreises Leer mit einer Region in der Ukraine vor. Das Foto zeigt zwischen beiden die Parlamentarische Geschäftsführerin der CDU-Landtagsfraktion, Carina Hermann.
Foto: Pressestelle der CDU-Landtagsfraktion
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Niedersachsens Rettungsdienst soll moderner und schneller werden!
Einsatzfahrzeuge des DRK im Landkreis Leer beim Blaulichttag der Stadt Leer: Die Fahrzeuge und ihre Ausstattung konnten von den Besucherinnen und Besuchern aus nächster Nähe besichtigt werden.
Niedersächsischer Rettungsdienst soll digitaler, schneller und leistungsfähiger werden
Landeskabinett gibt Gesetzentwurf zur Änderung des Niedersächsischen Rettungsdienstgesetzes frei – digitale Fallübergabe, bessere Qualitätssicherung und landesweite Intensivtransporte geplant
Hannover, 26. August 2026. Der Rettungsdienst in Niedersachsen soll moderner, effizienter und leistungsfähiger werden. Das Landeskabinett hat am Dienstag den Entwurf eines Gesetzes zur Änderung des Niedersächsischen Rettungsdienstgesetzes zur Einbringung in den Landtag freigegeben.
Mit der geplanten Novellierung will die Landesregierung die Notfallversorgung im Land zukunftsfest aufstellen. Patientinnen und Patienten sollen schneller die passende medizinische Hilfe erhalten, die Qualität des Rettungsdienstes soll weiter verbessert und vorhandene Ressourcen gezielter eingesetzt werden.
Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf der Digitalisierung.
Digitale Fallübergabe soll Versorgung beschleunigen
Künftig soll eine digitale Fallübergabe dazu beitragen, die Informationsqualität im Rettungsdienst zu verbessern und sogenannte Medienbrüche zu reduzieren. Informationen sollen damit schneller und strukturierter zwischen den beteiligten Stellen weitergegeben werden können.
Davon verspricht sich die Landesregierung beschleunigte Behandlungsabläufe und eine zielgerichtetere Versorgung. Gleichzeitig soll der Rettungsdienst von Einsätzen mit niedriger Priorität entlastet werden.
Das Ziel: Rettungswagen sollen häufiger für dringende Notfälle zur Verfügung stehen, während Menschen mit weniger akuten Beschwerden schneller an die jeweils passende Versorgungsstruktur vermittelt werden können.
Der Gesetzentwurf soll darüber hinaus eine rechtssichere Grundlage dafür schaffen, relevante Patientendaten digital zwischen den Rettungsleitstellen und dem Bereitschaftsdienst der Kassenärztlichen Vereinigung zu übermitteln.
Qualitätssicherung soll gesetzlich verankert werden
Ein weiterer wichtiger Bestandteil der geplanten Gesetzesänderung ist die Qualitätssicherung im Rettungsdienst. Dafür soll eine entsprechende rechtliche Grundlage geschaffen werden.
Die Träger des Rettungsdienstes sollen verpflichtet werden, erforderliche Daten in anonymisierter Form bereitzustellen. Diese Daten sollen systematisch erfasst und ausgewertet werden. Auf diese Weise sollen Qualitätsstandards kontinuierlich weiterentwickelt und die Leistungsfähigkeit des Rettungsdienstes verbessert werden.
Auch die Patientensicherheit steht dabei im Mittelpunkt. Verbesserungspotenziale sollen frühzeitig erkannt werden, damit die Notfallversorgung in Niedersachsen dauerhaft weiterentwickelt werden kann.
Land soll Verantwortung für Intensivtransporte übernehmen
Eine weitere zentrale Änderung betrifft die Intensivtransporte mit Intensivtransportwagen (ITW). Die Trägerschaft für diese hochspezialisierten Transportkapazitäten soll künftig beim Land Niedersachsen liegen.
Durch die landesweite Zuständigkeit sollen Intensivtransporte künftig besser abgestimmt und bedarfsgerechter organisiert werden. Schwerstkranke Patientinnen und Patienten sollen dadurch noch zuverlässiger versorgt werden können.
Gleichzeitig soll die neue Struktur dazu beitragen, vorhandene hochspezialisierte Ressourcen effizienter einzusetzen.
Telefonreanimation soll verpflichtend werden
Auch bei Herz-Kreislauf-Stillständen setzt der Gesetzentwurf auf eine stärkere Unterstützung durch die Rettungsleitstellen.
Künftig sollen die Leitstellen verpflichtet werden, Anrufende im Bedarfsfall zur Durchführung einer Wiederbelebung anzuleiten. Diese sogenannte Telefonreanimation kann eine entscheidende Rolle spielen, wenn ein Mensch einen Herz-Kreislauf-Stillstand erleidet.
Denn jede Minute bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes kann entscheidend sein. Durch die telefonische Anleitung zur Reanimation soll die Zeit bis zum Eintreffen professioneller Hilfe sinnvoll überbrückt und die Rettungskette gestärkt werden.
Verbände begrüßen geplante Änderungen
Im Rahmen der Verbandsbeteiligung haben sich die beteiligten Verbände intensiv mit den geplanten Änderungen auseinandergesetzt. Der Gesetzentwurf wurde dabei mehrheitlich ausdrücklich begrüßt.
Besonders positiv bewertet wurden die vorgesehenen Schwerpunkte. Die Verbände unterstützen die geplanten Maßnahmen grundsätzlich und haben lediglich einzelne Änderungs- und Ergänzungswünsche eingebracht.
Daniela Behrens: „Schnelle, hochwertige und moderne Notfallversorgung“
Niedersachsens Ministerin für Inneres, Sport und Digitalisierung, Daniela Behrens, betont die Bedeutung der geplanten Reform.
„Unser Ziel ist klar: Wer in Niedersachsen medizinische Hilfe benötigt, soll sich jederzeit auf eine schnelle, hochwertige und moderne Notfallversorgung verlassen können“, erklärt Behrens.
Mit der Novellierung des Niedersächsischen Rettungsdienstgesetzes sollen die Voraussetzungen geschaffen werden, um den Rettungsdienst noch leistungsfähiger, effizienter und patientenorientierter aufzustellen.
Die Ministerin hebt dabei insbesondere die vier zentralen Maßnahmen hervor: die digitale Fallübergabe, eine verbindliche Qualitätssicherung, die landesweite Steuerung der Intensivtransporte und die verpflichtende Telefonreanimation.
Diese Maßnahmen sollen die Versorgung der Bevölkerung spürbar verbessern. Gleichzeitig will das Land die Möglichkeiten der Digitalisierung konsequenter nutzen, die Vernetzung der beteiligten Akteure stärken und vorhandene Ressourcen gezielter einsetzen.
Der Gesetzentwurf wird nun in den Niedersächsischen Landtag eingebracht. Damit beginnt das parlamentarische Verfahren zur geplanten Änderung des Rettungsdienstgesetzes.
Ziel der Landesregierung ist ein Rettungsdienst, der auch künftig schnell, verlässlich und auf einem hohen Qualitätsniveau arbeitet – und gleichzeitig die Chancen der Digitalisierung nutzt, um Menschen im Notfall noch gezielter zu helfen.
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Ulf Thiele besucht Wein Wolff: Ostfriesische Spirituosen treffen auf neue EU-Bürokratie
(von links) Geschäftsführer und Sommelier Jan Wolff, Landtagsabgeordneten Ulf Thiele und Destillateur Stefan Mennenga. Foto: Wahlkreisbüro Ulf Thiele
Thiele bei Wein Wolff: Ostfriesische Tradition, neue Ideen – und zu viel Bürokratie
Leer, 26. August 2026. Wie entstehen neue Spirituosen, die zur Region und zum Geschmack der Menschen in Ostfriesland passen? Dieser Frage ist der CDU-Landtagsabgeordnete Ulf Thiele bei einem Besuch des Leeraner Traditionsunternehmens Wein Wolff nachgegangen. Gemeinsam mit Geschäftsführer und Sommelier Jan Wolff sowie Destillateur Stefan Mennenga sprach Thiele über die Entwicklung neuer Produkte, regionale Geschmacksunterschiede und die Verbindung von jahrhundertealter Erfahrung mit neuen Ideen.
Dabei blieb es nicht bei der Theorie. Stefan Mennenga, der bei Wein Wolff neue Spirituosen entwickelt und bestehende Rezepturen weiterführt, gab Einblicke in die Arbeit mit Kräuterauszügen, Aromadestillaten und unterschiedlichen Ansätzen. Auch eine Verkostung gehörte zum Besuch.
„Hier steckt unglaublich viel Erfahrung, handwerkliches Können und Gespür für die Region in jeder Flasche. Besonders spannend fand ich, wie genau Jan Wolff und Stefan Mennenga wissen, welche Geschmacksrichtungen in Ostfriesland gefragt sind – und dass sich die Vorlieben teilweise sogar von Ort zu Ort unterscheiden“, sagte Thiele.
Spirituosen mit Geschichte und neuen Ideen
Die Herstellung eigener Spirituosen gehört seit Generationen zum Unternehmen. Einige Rezepturen werden bereits seit mehr als 100 Jahren verwendet und innerhalb der Familie weitergegeben. Gleichzeitig entstehen immer wieder neue Produkte und Produktlinien, die traditionelle ostfriesische Geschmacksrichtungen mit modernen Ideen verbinden.
Für Thiele zeigt sich darin, dass Tradition und Innovation kein Widerspruch sein müssen: „Wer seine Wurzeln kennt, kann daraus auch etwas Neues entwickeln.“
Wie tief diese Wurzeln reichen, wurde beim anschließenden Rundgang mit Jan Wolff durch das historische Haus Samson deutlich. Das Gebäude in der Leeraner Altstadt stammt im Kern aus dem 16. Jahrhundert. Neben dem Stammgeschäft und der Verwaltung befindet sich dort ein Museum mit einer umfangreichen Sammlung ostfriesischer Wohnkultur.
Seit 2007 befinden sich das Haus Samson und die Sammlung im Besitz der Hilke und Fritz Wolff Stiftung. Die weitläufigen, teilweise rund 400 Jahre alten Kellergewölbe unter den Häusern in der Rathausstraße werden bis heute zur Lagerung von Wein genutzt.
Wein Wolff: Seit 1800 in Leer
Die Geschichte des Unternehmens reicht bis in das Jahr 1800 zurück. Heute führt Jan Wolff den Familienbetrieb bereits in siebter Generation. Mehr als 1.000 verschiedene Weine gehören zum Sortiment. Hinzu kommen zahlreiche ostfriesische Spirituosen, die direkt in Leer hergestellt werden.
Produktion, Handel, Filialgeschäft und Online-Versand greifen dabei ineinander. Gerade diese Verbindung aus traditionsreichem Familienunternehmen und modernem Mittelstand war für Thiele ein wichtiger Anlass, neben den Produkten auch über die aktuellen Herausforderungen für Unternehmen zu sprechen.
Neue EU-Regeln sorgen für zusätzliche Belastungen
Im Gespräch mit Jan Wolff ging es deshalb ausführlich um die zunehmenden Anforderungen durch europäische Regelungen für Handel und Online-Versand. Besonders im Mittelpunkt standen die EmpCo-Richtlinie gegen Greenwashing und die neue EU-Verpackungsverordnung (PPWR).
„Die EmpCo-Richtlinie gegen Greenwashing und die neue EU-Verpackungsverordnung stellen kleine Unternehmen, den Mittelstand und Versandhändler vor erhebliche zusätzliche Anforderungen. Mehr Verbraucherschutz und weniger Verpackungsmüll sind grundsätzlich richtige Ziele. Entscheidend ist jedoch, dass die Umsetzung rechtssicher, praxistauglich und mittelstandsfreundlich erfolgt“, erklärte Thiele.
Gerade kleine Betriebe und Online-Händler benötigten klare Regeln statt neuer Bürokratiefallen. „Wer Nachhaltigkeit ehrlich kommuniziert oder Waren ins EU-Ausland liefert, darf nicht durch unklare Vorgaben, zusätzliche Registrierungspflichten und Abmahnrisiken ausgebremst werden.“
EmpCo-Richtlinie: Strengere Vorgaben für Nachhaltigkeitswerbung
Mit der Umsetzung der EmpCo-Richtlinie (EU) 2024/825 werden die Anforderungen an Umwelt- und Nachhaltigkeitsaussagen deutlich verschärft. Die neuen Regelungen sind ab dem 27. September 2026 anzuwenden.
Allgemeine Umweltaussagen wie „klimafreundlich“, „grün“ oder „nachhaltig“ werden künftig nur noch unter deutlich strengeren Voraussetzungen zulässig sein. Unternehmen müssen deshalb ihre Werbung, Produktinformationen, Verpackungen und Online-Auftritte überprüfen und gegebenenfalls anpassen.
Aus Sicht Thieles ist insbesondere problematisch, dass für bereits produzierte Verpackungen und Warenbestände keine ausreichende rechtssichere Aufbrauch- oder Abverkaufsfrist vorgesehen ist.
„Es kann nicht nachhaltig sein, rechtmäßig produzierte Verpackungen oder sogar Waren vernichten zu müssen, nur weil sich zwischenzeitlich die gesetzlichen Anforderungen geändert haben. Deshalb unterstütze ich die Forderung nach einer mindestens einjährigen Abverkaufsfrist für vorhandene Bestände“, sagte Thiele.
Zudem müsse sichergestellt werden, dass etablierte unabhängige Verbrauchertests und seriöse Standards nicht unbeabsichtigt unter pauschale Verbote fallen oder neue Abmahnrisiken entstehen.
EU-Verpackungsverordnung bringt neue Pflichten für Online-Händler
Eine weitere Herausforderung sieht Thiele in der EU-Verpackungsverordnung (PPWR), die seit dem 12. August 2026 gilt. Insbesondere der grenzüberschreitende Versand bringt zusätzliche Pflichten mit sich.
Wer verpackte Waren unmittelbar an Endverbraucher in anderen EU-Mitgliedstaaten liefert, muss dort grundsätzlich die jeweiligen Vorgaben der erweiterten Herstellerverantwortung erfüllen und einen Bevollmächtigten benennen. Damit können zusätzliche Registrierungs‑, Melde- und Kostenpflichten verbunden sein.
Für kleine Online-Händler kann dieser Aufwand im Verhältnis zu wenigen Lieferungen in einzelne EU-Staaten erheblich sein. Im schlimmsten Fall könnte dadurch ein wirtschaftlicher Anreiz entstehen, Kunden in anderen Mitgliedstaaten gar nicht mehr zu beliefern.
„Wenn kleinere Online-Händler ihren Versand in andere EU-Staaten einstellen, weil sich einige wenige Pakete wegen der damit verbundenen Bürokratie nicht mehr rechnen, läuft etwas grundsätzlich falsch. Das widerspricht dem Gedanken des europäischen Binnenmarktes“, bekräftigte Thiele.
Er fordert deshalb eine schnelle mittelstandsfreundliche Korrektur. Dazu gehörten insbesondere eine deutlich einfachere Regelung der Bevollmächtigtenpflicht sowie sinnvolle Ausnahmen und Erleichterungen für kleine Unternehmen und geringe Versandmengen.
Thiele sucht direkt den Kontakt nach Brüssel
Im Anschluss an das Gespräch nahm Ulf Thiele direkt Kontakt mit den Abgeordneten des Europäischen Parlaments Jens Gieseke aus dem Emsland und David McAllister aus dem Landkreis Cuxhaven auf.
Beide versicherten, dass sich die Fraktion der Europäischen Volkspartei im Europäischen Parlament und auch sie persönlich für eine schnelle Lösung einsetzen wollen. Ziel sei es, die von der Kommission in Kraft gesetzte Richtlinie schnellstmöglich außer Kraft zu setzen und anschließend mittelstandsfreundlich zu überarbeiten.
Die Folgewirkungen der jetzt in Kraft gesetzten EmpCo-Richtlinie seien nicht im Sinne der EVP-Fraktion und entsprächen nicht den politischen Vorgaben des Europäischen Parlaments.
„Solchen Betrieben sollten wir den Rücken freihalten“
Für Ulf Thiele hat der Besuch bei Wein Wolff damit zwei Seiten des erfolgreichen Mittelstands sichtbar gemacht: auf der einen Seite jahrhundertealte Tradition, handwerkliches Können und regionale Verbundenheit, auf der anderen Seite Innovation, neue Produkte und moderne Vertriebswege.
„Hier wird seit mehr als zwei Jahrhunderten unternehmerische Tradition bewahrt und gleichzeitig ständig etwas Neues entwickelt. Genau solchen Betrieben sollten wir den Rücken freihalten. Europa muss ihnen den Zugang zum Binnenmarkt erleichtern – und darf ihn nicht mit neuer Bürokratie erschweren“, erklärte Thiele abschließend.
Wie und wo entstehen bei Wein Wolff eigentlich die vielen Kreationen neuer Spirituosen? Der Landtagsabgeordnete Ulf Thiele (CDU) schaute hinter die Kulissen des ostfriesischen Traditionsunternehmens in der Leeraner Altstadt. Neue europäische Vorgaben erschweren allerdings den Handel im Binnenmarkt.
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Polizeichef Thomas Memering geht in den Ruhestand: Nach 44 Jahren endet eine beeindruckende Laufbahn
Polizeipräsident de Vries (rechts) verabschiedete Thomas Memering in den Ruhestand
Thomas Memering geht in den Ruhestand: Nach fast 44 Jahren endet eine beeindruckende Polizeilaufbahn
Nach fast 44 Jahren im Dienst der Polizei Niedersachsen beginnt für den Leitenden Polizeidirektor Thomas Memering ein neuer Lebensabschnitt. Der 61-Jährige wurde im Rahmen einer Feierstunde am 24. August 2026 mit Wirkung zum 1. September 2026 in den Ruhestand verabschiedet. Fünf Jahre lang stand Memering an der Spitze der Polizeiinspektion Leer/Emden.
Die Dienstgeschäfte der Polizeiinspektion Leer/Emden werden künftig kommissarisch von Polizeioberrätin Frida Sander geführt.
Thomas Memering: „Ich bin dankbar“
Bei seiner Verabschiedung stand vor allem ein Gefühl im Mittelpunkt: Dankbarkeit. „Ich bin dankbar dafür, dass ich 44 Jahre lang einen tollen Beruf ausüben durfte. Und ich bin dankbar dafür, dass ich so tolle Kolleginnen und Kollegen an meiner Seite haben durfte“, sagte Thomas Memering.
Gleichzeitig richtete er den Blick auf die tägliche Arbeit seiner Kolleginnen und Kollegen. „Sie leisten jeden Tag eine anspruchsvolle Arbeit für die Bürgerinnen und Bürger. Ihre Aufgaben beinhalten ein großes Maß an Verantwortung, und gleichzeitig müssen Sie viel ertragen – sowohl körperlich als auch psychisch. Ich habe höchsten Respekt vor dem, was Sie jeden Tag leisten“, betonte der scheidende Leiter der Polizeiinspektion.
Seinen Kolleginnen und Kollegen gab Memering zum Abschied einen persönlichen Wunsch mit auf den Weg: „Ich wünsche Ihnen allen mindestens so viel Berufszufriedenheit, wie ich sie genießen durfte.“
Friedo de Vries würdigt beeindruckende Karriere
Auch Friedo de Vries, Präsident der Polizeidirektion Osnabrück, würdigte die langjährige Laufbahn von Thomas Memering in seiner Rede zur offiziellen Verabschiedung.
Memering blicke auf eine beeindruckende Karriere zurück. Rund 25 Jahre war er bei der Wasserschutzpolizei Niedersachsen tätig. Darüber hinaus arbeitete er mehr als 25 Jahre in herausgehobenen Führungspositionen der Landespolizei.
Besonders die vergangenen fünf Jahre als Leiter der Polizeiinspektion Leer/Emden seien von einem dynamischen Wandel und zahlreichen Herausforderungen in der polizeilichen Arbeit geprägt gewesen. In dieser Zeit trug Memering Verantwortung für mehr als 350 Mitarbeitende und für die Sicherheit von rund 225.000 Menschen im Landkreis Leer und in der Stadt Emden.
De Vries hob dabei insbesondere Memerings große Erfahrung, seinen Wertekompass und seine Souveränität hervor. Er habe die Entwicklung der Polizeiinspektion verlässlich gestaltet. Zum Abschied bezeichnete de Vries Thomas Memering als ein „besonnenes und sehr geschätztes Urgestein unserer Führungscrew“.
Polizeilaufbahn begann 1982
Der berufliche Weg von Thomas Memering begann im Oktober 1982 an der Landespolizeischule Niedersachsen. Dort absolvierte er seine Ausbildung zum Polizeihauptwachtmeister.
Nach Abschluss seiner Ausbildung führte ihn seine Laufbahn unter anderem zur Wasserschutzpolizei in Emden, Oldenburg, Wilhelmshaven und Hannover. Insgesamt war Memering rund ein Vierteljahrhundert bei der Wasserschutzpolizei Niedersachsen tätig.
Eine weitere wichtige Station seiner Karriere war das Polizeikommissariat in Papenburg, das er sechs Jahre lang leitete.
Im Oktober 2017 übernahm Memering die Leitung des Zentralen Kriminaldienstes der Polizeiinspektion Leer/Emden. Knapp vier Jahre später folgte der nächste Schritt: Im August 2021 übernahm er die Leitung der gesamten Polizeiinspektion Leer/Emden.
Damit stand er fünf Jahre lang an der Spitze der Inspektion und war für die polizeiliche Arbeit in der Stadt Emden sowie im Landkreis Leer verantwortlich.
Dank für 44 Jahre Einsatz
Die Polizeiinspektion Leer/Emden bedankte sich bei Thomas Memering ausdrücklich für sein langjähriges Engagement, seine Führungsarbeit und seinen Einsatz für die Menschen in der Region.
Mit dem Eintritt in den Ruhestand endet für den 61-Jährigen eine fast 44 Jahre dauernde Dienstzeit bei der Polizei Niedersachsen.
Für seinen neuen Lebensabschnitt wünscht die Polizeiinspektion Leer/Emden Thomas Memering vor allem Gesundheit, Zeit für Familie und Freunde sowie viele schöne Momente – fernab von Dienstplänen, Lagebesprechungen und Telefonkonferenzen.
Ab dem 1. September 2026 wird Polizeioberrätin Frida Sander die Dienstgeschäfte der Polizeiinspektion Leer/Emden kommissarisch führen.
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