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Wüst, Thiele und Kuhlemann: Arbeit muss sich weiterhin lohnen!
Sprach am Montagnachmittag auf Einladung der CDU-Landtagskandidaten Ulf Thiele (Vorderreihe, Zweiter von links) und Silke Kuhlemann (Vorderreihe, Dritte von links) bei einer Wahlkampfveranstaltung des CDU-Kreisverbandes Leer auf der Terrasse des Zollhaus in Leer zu Mitgliedern der CDU und Interessierten: Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU).
Wüst, Thiele und Kuhlemann: Arbeit muss sich weiterhin lohnen!
Die Energiekrise und die sich aus ihr ergebenden Herausforderungen für Betriebe, ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie die Bevölkerung dominierte des Besuch des nordrheinwestfälischen Ministerpräsidenten Hendrik Wüst (CDU) in Leer. Der Südwestfale war auf Einladung des CDU-Landtagsabgeordneten Ulf Thiele und der Landtagskandidatin Silke Kuhlemann nach Ostfriesland gekommen.
Auf der Terrasse des Zollhaus kritisierte er, dass die Bundesregierung aus SPD, Grünen und FDP ihr 65 Milliarden-Euro teures Paket zur Hälfte zu Lasten der Finanzen von Ländern und Kommunen konzipiert aber nicht einmal mit ihnen im Vorfeld besprochen habe. „Man muss mich nicht unbedingt fragen. Aber wenn wir was mitbezahlen sollen, hätte ich mich dazu schon gerne eingebracht“, so Wüst. Dem pflichtete Thiele bei. Denn den Anteil, den die Länder wie beispielsweise Niedersachsen aufbringen müssen, fehlt zur Gestaltung der eigenen Zukunftsfragen, beispielsweise an den Universitäten, Schulen und Kindertagesstätten. „Wer bestellt, muss es auch bezahlen“, so Thiele. Das Gießkannenprinzip der Ampel halte er zudem für falsch. „Das ist jetzt der dritte Versuch einer Entlastung. Und der muss jetzt sitzen“, so Wüst. „Die Menschen wollen jetzt Pragmatismus und eine klare, verlässliche Haltung“, sagte Wüst. Das müsse ideologiefrei geschehen.
Aber Wüst berichtete auch von einem Gespräch mit einem Bäcker aus Cloppenburg, der bereits Umsatzeinbußen verspüre, weil Menschen aufgrund von Sparzwängen beim Discounter kaufen müssten. Kaum einer der Handwerksbetriebe traue sich, die Mehrkosten für Energie und Rohstoffe vollends an die Kunden weiterzugeben, da dann noch mehr Kunden abwandern könnten. „Das Problem der hohen Energiekosten muss an der Wurzel seines Entstehens, also der Energiemenge gelöst werden, statt durch Umverteilung“, sagt der Gast und bekam dabei Unterstützung von Thiele. „Die Preisbildung an der Strompreisbörse funktioniert nicht, wenn dauerhaft mehr Strom nachgefragt als angeboten wird. Der Strompreis bildet sich dann am teuersten Energieträger, also derzeit am Gas. Und es macht doch keinen Sinn, in dieser Lage in Massen Gas zu verstromen“, so der Ostfriese. Das wertvolle Gas müsse gespart werden. Ministerpräsident Wüst verwies auf sein Bundesland, in dem CDU und Grüne sich verständigt hätten, in der aktuellen Krise die intensivere Verstromung von Braunkohle zu ermöglichen. Am Ende der Laufzeit der Kohlekraftwerke könne diese Menge wieder reduziert werden. Dies und die übergangsweise Weiternutzung der Kernkraft würden den Gasverbrauch senken und die Energiepreise dämpfen.
Eine Zuhörerin machte in der anschließenden Debatte deutlich, dass in den unteren Lohngruppen kaum noch Unterschiede zu den Sozialleistungen festzustellen sei. „Das trägt nicht gerade zur Motivation bei. Arbeit muss sich mehr lohnen, als zuhause zu bleiben“, so die Zuhörerin. Aber auch die sogenannte kalte Progression belaste die Arbeitnehmer. „Erst auf Drängen der CDU wurde das Problem von der Ampel angepackt. Die Ergebnisse werden allerdings frühestens im nächsten Jahr Auswirkungen haben“, sagte Thiele, der als stellvertretender Fraktionsvorsitzender im Landtag auch finanzpolitischer Sprecher ist. Da es in Ostfriesland viele Pendler gebe, die dringend auf ihre Autos angewiesen seien, bedürfe es auch hier Entlastungen. Es darf doch nicht sein, dass ein Pendler derzeit einen Tageslohn zum Tanken aufwenden müssen, um zur Arbeit zu kommen“, monierte Wüst, der einst wie Thiele CDU-Generalsekretär in seinem Bundesland war.
Deutlich wurden auch die Sorgen der Landwirte um die zunehmende Bürokratisierung, die mit der Düngemittelverordnung einen neuen Höhepunkt erreichten. „Wir müssen die Arbeit für die Familien auf ihren Höfen wieder attraktiver gestalten. Sonst begeben wir uns, wie bei der Energie auch bei der Produktion von Lebensmitteln in eine Abhängigkeit“, sagte Wüst. Aktuell drohe bei der Produktion von Schweinefleisch eine Abwanderung, beispielsweise nach Spanien. Die Energiekrise zeige doch gerade sehr deutlich auf, dass Deutschland unabhängiger werden müsse. Dazu zähle auch die Lebensmittelproduktion.
Wüst und die CDU hatten am 15. Mai dieses Jahres in Nordrhein-Westfalen die Landtagswahl nach einer rasanten Aufholjagd mit 35,7 Prozent und neun Prozent Vorsprung vor der SPD gewonnen. Als Wüst am 27. Oktober 2021 zum Nachfolger von Armin Laschet gewählt wurde, lag die CDU in Umfragen noch abgeschlagen neun Prozentpunkte hinter der SPD. „In den Tagen vor der Wahl sagten die Demoskopen uns ein Kopf-an-Kopf-Rennen voraus. Das war vergleichbar mit der Situation heute in Niedersachsen. Es lohnt sich also, jetzt noch einmal richtig Gas zu geben. Dann liegt ihr auch in Niedersachsen am Wahlabend klar vorne. Und das ist wichtig für Niedersachsen, damit Bernd Althusmann mit seiner zupackenden Art Ministerpräsident werden kann. Und es ist wichtig für Deutschland. Denn wir alle schauen auf Niedersachsen und hoffen auf ein klares Signal an die Ampel, dass die Menschen das Zaudern und Zögern nicht länger akzeptieren“, motivierte Wüst, die Wahlkämpfer in Ostfriesland am Ende der Diskussion. Es lohne sich zu kämpfen. Silke Kuhlemann und Ulf Thiele verabschiedeten Ministerpräsident Wüst gemeinsam mit einem ostfriesischen Teegeschenk und dankten ihm für seine Unterstützung in diesem Landtagswahlkampf.
Kennen sich gut und schätzen sich aus früheren Zeiten: Der hiesige CDU-Landtagsabgeordnete Ulf Thiele (links) und Hendrik Wüst, Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, waren zeitgleich Generalsekretäre ihrer CDU-Landesverbände und seitdem befreundet. Fotos: Jürgen Eden/CDU-Wahlkreisbüro Ulf Thiele
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Würdevolle Bestattungen in Leer: Das Bestattungshaus Koss an Ihrer Seite
Bestattungshaus Koss in Leer (Ostfriesland) – Ihr Bestatter für würdevolle Abschiede und verlässliche Begleitung im Trauerfall
Bestatter in Leer (Ostfriesland) mit Erfahrung und Einfühlungsvermögen
Das Bestattungshaus Koss in Leer (Ostfriesland) begleitet Angehörige im Trauerfall zuverlässig, diskret und mit großer menschlicher Anteilnahme. Im Mittelpunkt steht ein würdevoller Umgang mit Verstorbenen sowie eine professionelle, einfühlsame Unterstützung der Hinterbliebenen.
Als erfahrener Bestatter in Leer Ostfriesland versteht sich das Bestattungshaus Koss als verlässlicher Ansprechpartner in einer emotional belastenden Ausnahmesituation.
Unterstützung im Trauerfall – organisatorisch und menschlich entlastet
Im Todesfall müssen Angehörige innerhalb kurzer Zeit zahlreiche Entscheidungen treffen. Das Team von Koss übernimmt in dieser Situation sämtliche organisatorischen Aufgaben und sorgt für eine umfassende Entlastung der Familie.
Dazu gehören insbesondere:
- vollständige Abwicklung aller behördlichen Formalitäten
- Organisation der Bestattung in Leer und Umgebung
- Koordination von Termin, Ablauf und Abschiedsfeier
- individuelle Abstimmung persönlicher Wünsche der Angehörigen
Ziel ist es, Sicherheit und Orientierung zu geben, wenn diese am dringendsten benötigt werden.
Würdevolle Behandlung und respektvolle Abschiedskultur
Jeder Verstorbene wird mit größter Sorgfalt, Respekt und Pietät behandelt. Das Bestattungshaus Koss legt besonderen Wert darauf, einen Abschied zu ermöglichen, der die Persönlichkeit des Menschen würdigt und den Angehörigen Raum für eine persönliche und würdevolle Trauer schafft.
Bestattungsarten in Leer und Ostfriesland
Das Leistungsspektrum umfasst alle gängigen Bestattungsformen in der Region Leer:
- Erdbestattung in Leer (Ostfriesland)
- Feuerbestattung mit Urnenbeisetzung
- anonyme Bestattung auf Gemeinschaftsfeldern
- teilanonyme Bestattung mit Namenskennzeichnung
- Natur- und Waldbestattung im Gedächtniswald Logabirum
- Seebestattung im Raum Dollart / Nordsee Ostfriesland
Auch individuelle und alternative Abschiedsformen werden professionell begleitet und organisiert.
Naturbestattung im Gedächtniswald Logabirum
Der Gedächtniswald Logabirum bei Leer bietet eine naturnahe Alternative zum klassischen Friedhof. Die Beisetzung erfolgt in biologisch abbaubaren Urnen im Wurzelbereich eines Baumes.
Diese Form der Bestattung verbindet Natur, Ruhe und Erinnerung und schafft einen dauerhaften, pflegefreien Ort des Gedenkens.
Seebestattung in Ostfriesland (Dollart)
Die Seebestattung im Bereich des Dollarts ermöglicht eine ruhige und würdevolle Beisetzung auf See. Die Asche wird in einer biologisch abbaubaren Urne dem Wasser übergeben und Teil des natürlichen Kreislaufs.
Bestattungshaus Koss – Ihr verlässlicher Partner in Leer
Das Bestattungshaus Koss in Leer (Ostfriesland) versteht sich nicht nur als organisatorischer Dienstleister, sondern als menschlich verlässlicher Begleiter im Trauerfall. Angehörige erhalten Unterstützung in allen Phasen des Abschieds – von der ersten Kontaktaufnahme bis zur Beisetzung und darüber hinaus.

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Seebestattung im Dollart: Gedenkstätte Middelmanntje in Emden bietet neuen Platz für Erinnerung
Ein Ort des Erinnerns am Festland: Die feierlich erweiterte Seebestattungsgedenkbake auf dem Middelmanntje im Außenhafen Emden bietet Angehörigen einen festen Anlaufpunkt für ihre Trauer und den Blick über die Weite des Dollarts.
Gedenkstätte Middelmanntje in Emden erweitert: Ein Ort für bleibende Erinnerung
Die Erinnerungsstele am Middelmanntje im Außenhafen von Emden ist seit vielen Jahren eine feste und tief verwurzelte Einrichtung. Sie dient als zentraler Ort des Gedenkens an all jene Menschen, die im Rahmen einer Seebestattung im Dollart beigesetzt wurden. Um dem anhaltenden Wunsch nach einem festen Trauerort an Land nachzukommen, ist die Gedenkstätte nun erweitert worden. Dadurch wurde Platz für weitere Namensschilder geschaffen, die den Angehörigen Trost spenden. Ein geschriebener Name, der bleibt – unvergessen und als Zeichen des ewigen Gedenkens.
Warum ein fester Ort beim Trauern nach einer Seebestattung hilft
Bei einer Bestattung auf See wird die Asche der Natur übergeben und wird Teil des ewigen Kreislaufs. Doch für viele Hinterbliebene ist das Lesen des Namens an einem realen Ort auf dem Festland ein entscheidender Schritt bei der Trauerbewältigung. Das Middelmanntje im Emder Außenhafen schließt diese Lücke zwischen der Weite des Wassers und dem Bedürfnis nach Greifbarkeit.
Wie tief und intensiv diese Erfahrung sein kann, schildert eine Angehörige in einem berührenden Erfahrungsbericht:
„Natürlich werde ich mich an Dich erinnern“ – Ein Erfahrungsbericht
„Wirst Du Dich an mich erinnern, wenn ich einmal nicht mehr bin?“ Ich sehe noch heute ihre klaren, strahlenden Augen in dem alten, von Furchen durchzogenen Gesicht und höre ihre feste, eindringliche Stimme. Meine damalige Antwort war gewiss: „Natürlich werde ich mich an Dich erinnern. Immer. Jeden Tag.“
Inzwischen ist sie seit fünf Jahren tot, und die Realität des Alltags sieht manchmal anders aus. Es gibt Tage, die einem so viel abverlangen, dass für bewusste Erinnerungen kaum Raum bleibt. Dann schleicht sich der Alltag ein. Doch im nächsten Moment stößt man im Stress plötzlich auf Spuren – ein kleines Häkeldeckchen, ein Urlaubssouvenir, ein alter Flaschenöffner mit ihrem Sternzeichen. Dann ist sie wieder da, wie ein kleiner Blitz auf dem Gedankenkarussell.
Den Alltag verwehen lassen am Dollart
Natürlich erinnere ich mich. Aber am besten und innigsten gelingt das, wenn ich die Erinnerung ganz erleben kann – abseits von aller Hektik, eins mit der Natur. Die Landschaft am Dollart besitzt die Kraft, den Alltag zu verwehen und die täglichen Sorgen wegzuspülen. Hier am Middelmanntje, wo ihr Name geschrieben steht, löst sich das einstige Versprechen ganz von alleine ein.
Der geschriebene Name als Brücke zur Ewigkeit
Die Erkenntnis, dass hier ein einzigartiger Mensch gelebt, geliebt und seinen Lebenskreis geschlossen hat, erreicht mich immer dann, wenn ich ihren Namen schwarz auf weiß lese. Ihr Körper wurde der Natur zurückgegeben, ihre Asche fand den Weg zurück in den Kreislauf, aus dem wir alle entspringen. Aber ihr Name, den sie als dieser einzigartige Mensch getragen hat, steht dauerhaft geschrieben.
Wenn ich am Middelmanntje sitze und den Blick über die Weite des Dollarts schweifen lasse, kann ich die Nähe wieder spüren. Es ist, als setzte sie sich neben mich, wie früher, wenn ich traurig war. Ich bilde mir ein, ihre Hand auf meiner Schulter zu spüren. In diesem Moment verfliegt die Melancholie. Ich blicke im Geiste wieder in ihre klaren, strahlenden Augen und denke lächelnd: „Natürlich werde ich mich an Dich erinnern. Immer. Jeden Tag.“
Ein Besuch am Emder Außenhafen
Die erweiterte Gedenkstätte am Middelmanntje lädt dazu ein, innezuhalten. Sie ist jederzeit frei zugänglich und bietet einen geschützten Raum für alle, die eine Seebestattung im Ems-Dollart-Gebiet gewählt haben und einen festen Anlaufpunkt für ihre Trauer auf dem Festland suchen.
AnzeigeErgänzende Informationen: Ablauf und Möglichkeiten einer Ems-Dollart-Seebestattung
Die erweiterte Gedenkstätte am Middelmanntje in Emden bildet die Brücke zum Festland – doch der Abschied selbst findet auf dem Wasser statt. Der Wunsch nach einer letzten Ruhestätte in der freien Natur gewinnt in der modernen Bestattungskultur zunehmend an Bedeutung. Eine Seebestattung im geschützten Ems-Dollart-Gebiet bietet hierfür einen tiefgründigen, geschichtsträchtigen und zugleich tröstlichen Rahmen. Ausgehend vom Außenhafen Emden ermöglicht die traditionsreiche Familie Brinkmann mit den „Ems-Dollart-Seebestattungen“ (einem Angebot der Germania Schifffahrtsgesellschaft mbH aus Leer) einen Abschied in Würde. Das Unternehmen blickt dabei auf eine 35-jährige Erfahrung im maritimen Bestattungswesen zurück.

Der Dollart: Ein Beisetzungsort voller Geschichte und Mystik
Der Dollart ist weit mehr als eine reizvolle Meeresbucht an der ostfriesischen Küste. Seine Entstehung geht auf verheerende Sturmfluten zurück, die im 13. Jahrhundert das Land überschwemmten. Bis heute birgt die Bucht das Geheimnis zahlreicher historischer Ortschaften und Kirchspiele, die das Meer damals verschlang und nie wieder freigab. Gelegentlich tauchen noch heute Fundstücke aus jener Zeit auf – stumme Zeugen einer versunkenen Welt.
Unter dem Schutz der Küstenlinie wird die Asche der Verstorbenen in diesem geschichtsträchtigen Gewässer beigesetzt. Für die Hinterbliebenen birgt dieser Ort einen unschätzbaren Vorteil: Anders als bei einer Beisetzung auf hoher See bleibt die Ruhestätte im Dollart stets in Sichtweite. Spaziergänge am Deich erlauben es den Angehörigen, den Blick über das Wasser schweifen zu lassen und dem geliebten Menschen nahe zu sein, ohne zwingend ein Schiff besteigen zu müssen. Die feierliche Ausfahrt ab dem Seehafen Emden ist zudem zeitlich überschaubar und dauert insgesamt nicht länger als zwei Stunden.
Die begleitete Seebestattung: Individueller Abschied im engsten Kreis
Bei einer begleiteten Seebestattung steht die Intimität der Trauergesellschaft im Vordergrund. Unabhängig von der Teilnehmerzahl befindet sich grundsätzlich immer nur eine geschlossene Trauergesellschaft an Bord. Der Ablauf wird von maritimen Traditionen und persönlicher Zuwendung geprägt:
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Die persönliche Abschiedsrede: Der Kapitän hält eine individuelle, im Vorfeld eng mit den Angehörigen abgestimmte Trauerrede, die sensibel auf das Leben und die Persönlichkeit des Verstorbenen eingeht.
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Seemännische Ehrerweisung: Die Urne wird, geschmückt mit einem von der Reederei gestellten Urnenkranz, dem Meer anvertraut. Die Trauergäste können an der Reling mit losen Blumen oder Blütenblättern einen letzten Gruß hinterlassen.
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Das Ritual der Schiffsglocke: Nach dem Absinken der Urne ertönen acht Glasen der Schiffsglocke – das traditionelle Zeichen für das Ende einer Wache und den Beginn einer neuen Reise. Zum Abschied zieht das Schiff einen Kreis um den Bestattungsort.
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Maritime Dokumentation: Direkt an Bord erhalten die Angehörigen einen offiziellen Auszug aus dem Schiffstagebuch sowie eine Seekarte mit den exakten Koordinaten der Beisetzung.
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Stilvolle Bewirtung: Auf der Rückfahrt zum Hafen haben die Gäste die Möglichkeit, bei einer dem Anlass entsprechenden, stilvollen Bewirtung an Bord zusammenzukommen.
Die unbegleitete Seebestattung: Stille Übergabe an die Natur
Sollte eine Begleitung durch die Familie nicht möglich oder nicht gewünscht sein, bietet das Unternehmen die unbegleitete Seebestattung an. Hierbei wird die Urne ohne Mitfahrt von Angehörigen zu einem von der Reederei festgelegten Termin in aller Stille beigesetzt.
Die Reederei richtet die Ausfahrten nach hafen- und internen Belangen aus, informiert die Angehörigen auf Wunsch jedoch tagengenau im Vorfeld. Auch bei dieser Form des Abschieds müssen Familien nicht auf eine persönliche Note verzichten: Eine Seeurne nach Wahl, ein Urnenkranz sowie eine nachträgliche Dokumentation inklusive Seekartenauszug und Fotoabbildungen des Abschieds können auf Wunsch zusammengestellt und nach Hause gesendet werden.
Ein verlässlicher Partner in schweren Stunden
Mit dreieinhalb Jahrzehnten Erfahrung versteht es Familie Brinkmann, die individuellen Wünsche der Verstorbenen und ihrer Angehörigen bei der Ausgestaltung der Trauerfeier in den Mittelpunkt zu stellen. Das halbmast beflaggte Schiff wird so zu einem Ort des Übergangs, an dem das Loslassen zu einem fließenden, sanften Anvertrauen an die Natur wird.
Für Fragen zur Vorsorge oder zur Organisation einer Seebestattung ist das Unternehmen jederzeit erreichbar:
Kontakt & Information:
Ems-Dollart-Seebestattungen
Germania Schifffahrtsgesellschaft mbH
Rathausstraße 4a, 26789 Leer
-
Telefon: 0491 – 59 82
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E‑Mail: info@dollart-seebestattungen.de

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Warum ein Abschied im Dollart Trauernden eine ganz besondere Nähe schenkt.
Trost im ewigen Kreislauf der Natur: Der Blick über die glitzernde Nordsee bei Sonnenuntergang schenkt Kraft. Das Wissen um das stete Kommen und Gehen des Wassers hilft, dem Verstorbenen auch nach dem Abschied nahe zu sein. (Foto: Ingo Tonsor, Borkum)
Seebestattung im Dollart: Ein stiller Abschied in vertrauter Nähe
Das Ems-Dollart-Gebiet, gelegen an der Grenze zwischen Deutschland und den Niederlanden, ist weit mehr als eine faszinierende Flussmündung und Meeresbucht. Für viele Menschen in der Region ist es ein Ort tiefer Identität. Eine Seebestattung im Dollart, ausgehend vom traditionsreichen Seehafen Emden, bietet daher eine ganz besondere, tief verwurzelte Form des Abschieds. Es ist ein stilles Zurückgeben an die Natur – an ein Gewässer, das das Leben in Ostfriesland seit Jahrhunderten prägt.
Die Geborgenheit einer vertrauten Bucht
Im Gegensatz zur anonymen Weite der offenen Nordsee bietet der Dollart einen entscheidenden emotionalen Vorteil: Er ist kein unendlicher, fremder Horizont. Als weite, geschützte Bucht bleibt das Wasser hier stets greifbar, nah und vom Land aus sichtbar.
Der Gedanke, dass ein geliebter Mensch nicht „irgendwo da draußen“ auf dem Ozean ruht, sondern in einem klar definierten, vertrauten Gebiet, schenkt vielen Angehörigen nachhaltigen Halt. Die Bucht wird so zu einem sichtbaren Erinnerungsort, den man jederzeit aufsuchen kann.
Der Rhythmus von Ebbe und Flut als Trost
Geprägt vom ewigen Wechsel der Gezeiten, spiegelt der Dollart das Prinzip von Kommen und Gehen wider. In dieser Symbolik liegt für die Trauerbewältigung eine tiefe Weisheit:
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Ein fließender Übergang: Der Abschied geschieht nicht abrupt, sondern geht sanft in die Bewegung des Wassers über.
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Teil des Kreislaufs: Der Verstorbene wird in eine Landschaft eingebettet, die sich durch Ebbe und Flut stetig wandelt und doch in ihrer Beständigkeit immer wiederkehrt.
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Verbindung statt Trennung: Wo Himmel, Watt und Wasser ineinander übergehen, verliert das Loslassen seine lähmende Schwere. Es weicht dem Gefühl eines sanften Anvertrauens.
Der Moment der Sammlung auf dem Wasser
Die Intensität einer Seebestattung beginnt in dem Moment, in dem das Schiff den Hafen von Emden verlässt. Während die Geräusche der Stadt langsam verblassen und das Schiff in die Weite des Dollarts gleitet, entsteht an Bord ein Raum der Stille und inneren Sammlung.
Das ruhige Tragen des Wassers wird von den Begleitenden oft wie ein letztes gemeinsames Gehen empfunden – ein Geleiten bis an einen Ort, an dem Worte nicht mehr nötig sind. Es entsteht eine bleibende Verbundenheit, die weit über den eigentlichen Tag der Beisetzung hinausreicht.
Ein Ort, der bleibt: Erinnerung am Deich
Für die Zeit nach der Bestattung wissen die Hinterbliebenen diesen Ort in beruhigender Nähe. Ein Spaziergang auf dem Deich, der Blick hinaus über die glitzernde Wasserfläche bei Sonnenuntergang oder das bewusste Erleben des Windes helfen dabei, dem Verstorbenen nahe zu sein.
Gefühle von Ruhe, Dankbarkeit und leiser Verbundenheit treten so in den Vordergrund der Trauer. Der geliebte Mensch ist nicht verschwunden – er bleibt auf eine ganz besondere Weise gegenwärtig: im Rhythmus der Gezeiten, im Spiel von Licht und Wellen und an einem vertrauten Ort, der jederzeit wieder aufgesucht werden kann. Sowohl äußerlich am Ufer als auch innerlich im Herzen.
AnzeigeEin friedvoller Hafen für die Ewigkeit: Die Ems-Dollart-Seebestattung
Der Wunsch nach einer letzten Ruhestätte in der freien Natur gewinnt in der modernen Bestattungskultur zunehmend an Bedeutung. Eine Seebestattung im geschützten Ems-Dollart-Gebiet bietet hierfür einen tiefgründigen, geschichtsträchtigen und zugleich tröstlichen Rahmen. Ausgehend vom Außenhafen Emden ermöglicht die traditionsreiche Familie Brinkmann mit der „Ems-Dollart-Seebestattungen“ (einem Angebot der Germania Schifffahrtsgesellschaft mbH aus Leer) einen Abschied in Würde, der auf 35 Jahre Erfahrung im maritimen Bestattungswesen baut.
Der Dollart: Ein Beisetzungsort voller Geschichte und Mystik
Der Dollart ist weit mehr als eine reizvolle Meeresbucht an der ostfriesischen Küste. Seine Entstehung geht auf verheerende Sturmfluten zurück, die im 13. Jahrhundert das Land überschwemmten. Bis heute birgt die Bucht das Geheimnis zahlreicher historischer Ortschaften und Kirchspiele, die das Meer damals verschlang und nie wieder freigab. Gelegentlich tauchen noch heute Fundstücke aus jener Zeit auf – stumme Zeugen einer versunkenen Welt.
Unter dem Schutz der Küstenlinie wird die Asche der Verstorbenen in diesem geschichtsträchtigen Gewässer beigesetzt. Für die Hinterbliebenen birgt dieser Ort einen unschätzbaren Vorteil: Anders als bei einer Beisetzung auf hoher See bleibt die Ruhestätte im Dollart stets in Sichtweite. Spaziergänge am Deich erlauben es den Angehörigen, den Blick über das Wasser schweifen zu lassen und dem geliebten Menschen nahe zu sein, ohne zwingend ein Schiff besteigen zu müssen. Die feierliche Ausfahrt ab dem Seehafen Emden ist zudem zeitlich überschaubar und dauert insgesamt nicht länger als zwei Stunden.
Die begleitete Seebestattung: Individueller Abschied im engsten Kreis
Bei einer begleiteten Seebestattung steht die Intimität der Trauergesellschaft im Vordergrund. Unabhängig von der Teilnehmerzahl befindet sich grundsätzlich immer nur eine geschlossene Trauergesellschaft an Bord. Der Ablauf wird von maritimen Traditionen und persönlicher Zuwendung geprägt:
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Die persönliche Abschiedsrede: Der Kapitän hält eine individuelle, im Vorfeld eng mit den Angehörigen abgestimmte Trauerrede, die sensibel auf das Leben und die Persönlichkeit des Verstorbenen eingeht.
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Seemännische Ehrerweisung: Die Urne wird, geschmückt mit einem von der Reederei gestellten Urnenkranz, dem Meer anvertraut. Die Trauergäste können an der Reling mit losen Blumen oder Blütenblättern einen letzten Gruß hinterlassen.
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Das Ritual der Schiffsglocke: Nach dem Absinken der Urne ertönen acht Glasen der Schiffsglocke – das traditionelle Zeichen für das Ende einer Wache und den Beginn einer neuen Reise. Zum Abschied zieht das Schiff einen Kreis um den Bestattungsort.
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Maritime Dokumentation: Direkt an Bord erhalten die Angehörigen einen offiziellen Auszug aus dem Schiffstagebuch sowie eine Seekarte mit den exakten Koordinaten der Beisetzung.
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Stilvolle Bewirtung: Auf der Rückfahrt zum Hafen haben die Gäste die Möglichkeit, bei einer dem Anlass entsprechenden, stilvollen Bewirtung an Bord zusammenzukommen.
Die unbegleitete Seebestattung: Stille Übergabe an die Natur
Sollte eine Begleitung durch die Familie nicht möglich oder nicht gewünscht sein, bietet das Unternehmen die unbegleitete Seebestattung an. Hierbei wird die Urne ohne Mitfahrt von Angehörigen zu einem von der Reederei festgelegten Termin in aller Stille beigesetzt.
Die Reederei richtet die Ausfahrten nach hafen- und internen Belangen aus, informiert die Angehörigen auf Wunsch jedoch tagengenau im Vorfeld. Auch bei dieser Form des Abschieds müssen Familien nicht auf eine persönliche Note verzichten: Eine Seeurne nach Wahl, ein Urnenkranz sowie eine nachträgliche Dokumentation inklusive Seekartenauszug und Fotoabbildungen des Abschieds können auf Wunsch zusammengestellt und nach Hause gesendet werden.
Ein verlässlicher Partner in schweren Stunden
Mit dreieinhalb Jahrzehnten Erfahrung versteht es Familie Brinkmann, die individuellen Wünsche der Verstorbenen und ihrer Angehörigen bei der Ausgestaltung der Trauerfeier in den Mittelpunkt zu stellen. Das halbmast beflaggte Schiff wird so zu einem Ort des Übergangs, an dem das Loslassen zu einem fließenden, sanften Anvertrauen an die Natur wird.
Für Fragen zur Vorsorge oder zur Organisation einer Seebestattung ist das Unternehmen jederzeit erreichbar:
Kontakt & Information:
Ems-Dollart-Seebestattungen
Germania Schifffahrtsgesellschaft mbH
Rathausstraße 4a, 26789 Leer
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E‑Mail: info@dollart-seebestattungen.de


























