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Ulf Thie­le: „Prä­ven­ti­ons­rat Leer soll­te reak­ti­viert werden.“

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CDU-Land­tags­ab­ge­ord­ne­ter sprach dar­über mit dem Lei­ter der Poli­zei­in­spek­ti­on Leer/Emden Tho­mas Meme­ring sowie Amts­ge­richts­di­rek­tor Dr. Ste­fan von der Beck

Ulf Thie­le: „Prä­ven­ti­ons­rat Leer soll­te reak­ti­viert werden.“

„Der im Jahr 2007 gegrün­de­te Prä­ven­ti­ons­rat für die Stadt Leer soll­te reak­ti­viert wer­den.“ Die­sen Vor­schlag mach­te jetzt der hie­si­ge Land­tags­ab­ge­ord­ne­te Ulf Thie­le (Stall­brüg­ger­feld), der auch stell­ver­tre­ten­der Vor­sit­zen­den der CDU-Frak­ti­on im Nie­der­säch­si­schen Land­tag ist, in einem Gespräch vor dem Jah­res­wech­sel mit dem neu­en Lei­ter der Poli­zei­in­spek­ti­on Emden/Leer, Poli­zei­ober­rat Tho­mas Meme­ring, und dem Direk­tor des Amts­ge­rich­tes Leer, Dr. Ste­fan von der Beck. Ulf Thie­le hat­te das Gespräch initi­iert, „um das Ob und das Wie einer Wie­der­grün­dung des Prä­ven­ti­ons­ra­tes für die Stadt zu bespre­chen“, so der Abgeordnete.

Ziel müs­se es sein, die Zusam­men­ar­beit der Poli­zei, der Jus­tiz­be­hör­den, der Ver­wal­tun­gen der Stadt und des Land­krei­ses Leer sowie wei­te­rer gesell­schaft­li­cher Kräf­te wie bei­spiels­wei­se Sucht­be­ra­tung, Jugend­zen­trum, Senio­ren Bei­rat, Schu­len, Medi­en­ver­tre­ter und wei­te­rer Insti­tu­tio­nen, auf eine gemein­sa­me Platt­form zu stel­len, zu struk­tu­rie­ren und zu inten­si­vie­ren. „Die Erfah­rung ande­rer Kom­mu­nen zeigt, dass durch die­se Insti­tu­tio­nen-über­grei­fen­de Zusam­men­ar­beit die Prä­ven­ti­on vor Geset­zes­ver­stö­ßen aktiv gestärkt und so Kri­mi­na­li­tät ver­hin­dert wer­den kann, wenn man sich auf kon­kre­te Pro­jek­te mit hoher Wirk­sam­keit kon­zen­triert“, ist Ulf Thie­le überzeugt.

Unter­stüt­zung für den Vor­stoß erhielt er in dem Gespräch sowohl von Poli­zei-Chef Tho­mas Meme­ring als auch von Amts­ge­richts­di­rek­tor Dr. Ste­fan von der Beck. Bei­de signa­li­sier­ten für Ihre Behör­den Bereit­schaft, aktiv in einem Prä­ven­ti­ons­rat Leer mit­zu­ar­bei­ten. „Die Schaf­fung eines Prä­ven­ti­ons­netz­wer­kes in Leer wäre ein wert­vol­ler Bei­trag zur Erhö­hung der Sicher­heit in der Stadt. Die Jus­tiz vor Ort begrüßt die Initia­ti­ve aus­drück­lich“, erklär­te der Amts­ge­richts­di­rek­tor. Die Initia­ti­ve für eine Reak­ti­vie­rung des Prä­ven­ti­ons­ra­tes müs­se jedoch vom Rat­haus der Stadt aus­ge­hen, dass auch die orga­ni­sa­to­ri­sche Lei­tung über­neh­men müs­se, waren sich Tho­mas Meme­ring und Ste­fan von der Beck einig. Ulf Thie­le nahm daher zwi­schen­zeit­lich Kon­takt zu Bür­ger­meis­ter Claus-Peter Horst auf, der zusag­te, die Initia­ti­ve auf­zu­grei­fen und Anfang des neu­en Jah­res zu einem ver­tie­fen­den wei­te­ren Gespräch einzuladen.

Der Prä­ven­ti­ons­rat Leer war 2007 durch die Stadt Leer gegrün­det wor­den und führ­te erfolg­rei­che und öffent­lich­keits­wirk­sam Pro­jek­te zur Alko­hol­prä­ven­ti­on, zum Jugend­me­di­en­schutz und zum Kin­der­schutz durch. „Es ist müßig, zu hin­ter­fra­gen, war­um die Arbeit des Prä­ven­ti­ons­ra­tes in den ver­gan­ge­nen Jah­ren ein­ge­schla­fen ist. An die erfolg­rei­chen Pro­jek­te der Ver­gan­gen­heit lässt sich sicher gut anknüp­fen, und ich bin sicher, dass ein Neu­start bei­spiels­wei­se mit Blick auf die Dro­gen- und Beschaf­fungs­kri­mi­na­li­tät, die Prä­ven­ti­on vor häus­li­cher Gewalt oder den Schutz vor Cyber-Mob­bing und Inter­net­kri­mi­na­li­tät sehr sinn­voll wäre. Ger­ne initi­ie­re ich hier­für auch die Unter­stüt­zung des Nie­der­säch­si­schen Jus­tiz­mi­nis­te­ri­ums und der dor­ti­gen Geschäfts­stel­le des Lan­des­prä­ven­ti­ons­ra­tes“, so Ulf Thie­le zum wei­te­ren Vorgehen.


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Hin­ter­grund:

Kri­mi­nal­prä­ven­ti­on ist das akti­ve Zusam­men­wir­ken vie­ler gesell­schaft­li­cher Kräf­te mit dem Ziel, Straf­ta­ten vor­zu­beu­gen. Bis­her sind in etwa 200 nie­der­säch­si­schen Städ­ten und Gemein­den sog. kom­mu­na­le Prä­ven­ti­ons­gre­mi­en ent­stan­den, die sich fach­über­grei­fend über ört­li­che Kri­mi­na­li­täts­pro­ble­me aus­tau­schen sowie kon­kre­te Prä­ven­ti­ons­maß­nah­men initiieren.

Der Prä­ven­ti­ons­rat Leer war 2007 durch die Stadt Leer gegrün­det wor­den und führ­te erfolg­rei­che Pro­jek­te unter ande­rem zur Alko­hol­prä­ven­ti­on (Bei­spiel: Pla­kat­ak­ti­on „Jedes zwei­te ein Glas Was­ser …“), zum Jugend­me­di­en­schutz (Bei­spiel: Ent­wick­lung und Bereit­stel­lung von anspre­chen­den und effek­ti­ven Unter­richts­ein­hei­ten für Haupt/Real/Sonderschulen und Gym­na­si­en in Leer mit dem Ziel der Sen­si­bi­li­sie­rung) und zum Kin­der­schutz (Bei­spiel: Akti­on Rettungsring/ Ich hel­fe Dir, Schaf­fung von mar­kier­ten Anlauf­stel­len für Kin­der in Not­si­tua­tio­nen) durch. Prä­ven­ti­ons­rä­te gibt es im Land­kreis Leer laut der Home­page des Lan­des­prä­ven­ti­ons­ra­tes aktu­ell im Rhei­der­land (Netz­werk Rhei­der­land), in Moorm­er­land und im Over­le­din­ger­land (Prä­ven­ti­ons­rat Wes­t­ov­er­le­din­gen und Prä­ven­ti­ons­ver­bund der Gemein­de Ostrhauderfehn).

Um die Kom­mu­nen bei ihrer Prä­ven­ti­ons­ar­beit zu unter­stüt­zen, Fach­leu­te in ganz Nie­der­sach­sen mit­ein­an­der zu ver­net­zen und die Hal­tung der gesamt­ge­sell­schaft­li­chen Prä­ven­ti­on zu för­dern, wur­de 1995 der Lan­des­prä­ven­ti­ons­rat Nie­der­sach­sen (LPR) per Kabi­netts­be­schluss gegründet. 

Der LPR ist ein eigen­stän­di­ges Bera­tungs­or­gan der Landes­regierung sowie ört­li­cher Gre­mi­en und Ein­rich­tun­gen. Sei­ne glo­ba­len Ziel­set­zun­gen sind die Redu­zie­rung des Kri­mi­na­li­täts­auf­kom­mens und die Ver­bes­se­rung des sub­jek­ti­ven Sicher­heits­ge­fühls der Bür­ge­rin­nen und Bür­ger in Niedersachsen.

Die Geschäfts­stel­le des LPR im Nie­der­säch­si­schen Jus­tiz­mi­nis­te­ri­um ent­wi­ckelt Kon­zep­te und koor­di­niert Maß­nah­men, die zur Ziel­er­rei­chung not­wen­dig sind und stimmt sich hier­bei mit dem Vor­stand des LPR ab, der die rund 270 Mit­glie­der des LPR ver­tritt. Neben den kom­mu­na­len Prä­ven­ti­ons­gre­mi­en sind in der Mit­glie­der­ver­samm­lung lan­des­weit täti­ge Ver­bän­de und Insti­tu­tio­nen sowie Minis­te­ri­en, nach­ge­ord­ne­te Behör­den und wis­sen­schaft­li­che Ein­rich­tun­gen vertreten.

Der LRP ver­steht Kri­mi­nal­prä­ven­ti­on als gesamt­ge­sell­schaft­li­che Auf­ga­be, die nicht von ein­zel­nen, son­dern von vie­len gesell­schaft­li­chen Kräf­ten geleis­tet wer­den muss. Sein Selbst­ver­ständ­nis ist es daher, alle mit Kri­mi­nal­prä­ven­ti­on befass­ten gesell­schaft­li­chen Grup­pen an sei­ner Arbeit zu betei­li­gen und das bür­ger­schaft­li­che Enga­ge­ment zu stärken.

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Wie ein Ein­zel­händ­ler aus Ost­fries­land Ama­zon im Preis-Check bloßstellt

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Nimmt den Kampf gegen den Online-Rie­sen auf: Fol­kert Fazal, Inha­ber von Buch und Büro Fok­ken, prä­sen­tiert eine Aus­wahl sei­ner Sam­mel­map­pen. Er ruft alle Kun­den aus­drück­lich dazu auf, mit dem eige­nen Smart­phone im Laden vor­bei­zu­kom­men und die Prei­se live mit Ama­zon zu ver­glei­chen. (Foto: Ingo Ton­sor @ LeserECHO)

David gegen Goli­ath: War­um ein Schreib­wa­ren­ge­schäft vor Ort oft güns­ti­ger ist als Amazon

Der Spruch klang kühn: Bis zu 20 Pro­zent güns­ti­ger zu sein als der Online-Gigant Ama­zon. Mit die­ser Ansa­ge weck­te der Inha­ber von Buch und Büro Fok­ken, Fol­kert Fazal, die Neu­gier der Lese­r­ECHO-Redak­ti­on. Kann ein loka­les Fach­ge­schäft preis­lich tat­säch­lich gegen den welt­weit größ­ten Online-Händ­ler bestehen? Ein unan­ge­kün­dig­ter Pra­xis­test direkt an der Laden­kas­se soll­te Klar­heit schaffen.

Der Pra­xis­test an der Kasse

Dass Bücher auf­grund der gesetz­li­chen Buch­preis­bin­dung in Deutsch­land über­all gleich viel kos­ten, stellt eine bekann­te Tat­sa­che dar. Bei Schul- und Büro­be­darf sieht die Lage jedoch völ­lig anders aus. Für den Test wur­den daher wahl­los Arti­kel aus den Rega­len gegrif­fen: Bunt­stif­te, Ord­ner, Schnell­hef­ter und Kunstmappen.

Direkt an der Kas­se folg­te der direk­te Abgleich: Die Strich­codes der Ware wur­den ein­ge­le­sen und par­al­lel live mit den aktu­el­len Ange­bo­ten auf der Ama­zon-Platt­form verglichen.

Das Ergeb­nis über­rasch­te die Lese­r­ECHO-Redak­ti­on deut­lich. Die Preis­un­ter­schie­de fie­len kei­nes­wegs zu Guns­ten des Online-Händ­lers aus. Im Gegen­teil: Meh­re­re Arti­kel waren bei Buch und Büro Fok­ken nicht nur gering­fü­gig, son­dern teil­wei­se bis zu 50 Pro­zent güns­ti­ger als im Online-Versand.

Kurio­si­tä­ten des Online-Preissystems

Beson­ders auf­fäl­lig zeig­te sich die Preis­ge­stal­tung im Netz bei Farb­va­ri­an­ten. Wäh­rend bei Fok­ken alle Schnell­hef­ter des­sel­ben Modells unab­hän­gig von der Far­be exakt den­sel­ben Preis besit­zen, schwank­ten die Prei­se im Online-Han­del extrem. Bei Ama­zon kos­te­te ein iden­ti­scher Schnell­hef­ter in einer ande­ren Far­be plötz­lich das Dop­pel­te. Sol­che dyna­mi­schen Preis­an­pas­sun­gen im Netz füh­ren oft dazu, dass Ver­brau­cher unbe­merkt tief für Stan­dard­ar­ti­kel zahlen.

Auch Kun­den vor Ort bestä­tig­ten die­se Beob­ach­tung. Eine Kun­din, die zeit­gleich dort ein­kauf­te, schal­te­te sich in das Gespräch ein und bestä­tig­te die Preis­un­ter­schie­de. Sie wickel­te gera­de ihren Ein­kauf von Schul­hef­ten und Sam­mel­map­pen an der Kas­se ab und berich­te­te von regel­mä­ßi­gen Preisvergleichen:

„Bei Ama­zon hät­te ich für die­sen Sta­pel locker 20 Euro mehr bezahlt. Hier spa­re ich Geld und kann die Sachen direkt mit nach Hau­se neh­men, ohne auf den Paket­dienst zu warten.“

Test­käu­fer gesucht: Machen Sie den eige­nen Praxistest!

Inha­ber Fol­kert Fazal unter­streicht sei­ne Aus­sa­ge mit einer kla­ren Akti­on: Ab sofort sind alle Kun­den herz­lich dazu ein­ge­la­den, selbst als Test­käu­fer aktiv zu wer­den. Egal ob Ord­ner, Map­pen oder die kom­plet­te Aus­rüs­tung für die Ein­schu­lung – wer den Laden betritt, kann den Preis­ver­gleich direkt vor Ort durchführen.

Das eige­ne Smart­phone ist dabei aus­drück­lich erwünscht. Kun­din­nen und Kun­den kön­nen die Bar­codes der Arti­kel im Geschäft ein­scan­nen und live mit den aktu­el­len Ange­bo­ten auf Ama­zon vergleichen.

„Ich ste­he voll und ganz hin­ter die­sem Preis­ver­gleich. Wir haben das in den ver­gan­ge­nen Tagen bereits mehr­fach gemein­sam mit Kun­den an der Kas­se durch­ge­spielt – das Ergeb­nis war jedes Mal ein­deu­tig. Des­halb wer­ben wir seit drei Tagen ganz bewusst damit und scheu­en abso­lut kei­nen Ver­gleich mit dem Online-Han­del“, erklärt Fol­kert Fazal.

Der Inha­ber reagiert damit auf die häu­fi­gen Nach­fra­gen von Kun­den, die von den deut­li­chen Preis­un­ter­schie­den über­rascht waren. Der Vor-Ort-Test zeigt trans­pa­ren­ter denn je, dass der Ein­kauf im loka­len Fach­ge­schäft nicht nur schnel­ler, son­dern oft auch mess­bar güns­ti­ger ist.

 

Kla­re Ansa­ge vor der Tür: Das Wer­be­schild vor dem Ein­gang von Buch und Büro Fok­ken weist auf Preis­vor­tei­le von im Schnitt 20 Pro­zent gegen­über Ama­zon hin. Inha­ber Fol­kert Fazal lädt alle Kun­den ein, die­ses Ver­spre­chen im Laden mit dem eige­nen Smart­phone selbst auf die Pro­be zu stel­len. (Foto: Ingo Ton­sor LeserECHO)

Spa­ren vor Ort schont den eige­nen Geld­beu­tel und stärkt die Region

Der Grund­satz „Kauf in dei­ner Stadt, damit sie eine Zukunft hat“ erweist sich damit kei­nes­wegs als rei­ner Appell zur Soli­da­ri­tät mit dem loka­len Han­del. Der Ein­kauf vor Ort schont direkt das eige­ne Budget.

Zusätz­lich ver­bleibt die Wert­schöp­fung in der Regi­on: Wäh­rend Online-Kon­zer­ne ihre Gewin­ne oft glo­bal opti­mie­ren, zahlt der ört­li­che Ein­zel­han­del Gewer­be­steu­er vor Ort. Die­se Mit­tel flie­ßen direkt in die kom­mu­na­le Infra­struk­tur, Schu­len und öffent­li­che Ein­rich­tun­gen. Der Test zeigt ein­drucks­voll: Der Weg ins Fach­ge­schäft lohnt sich – sowohl für den eige­nen Geld­beu­tel als auch für die Gemeinschaft.

Anmer­kung der Redaktion:

Für die­sen Bei­trag hat die Lese­r­ECHO-Redak­ti­on kei­ner­lei Ver­gü­tung, Sach­leis­tun­gen oder sons­ti­ge Gegen­leis­tun­gen erhal­ten; es han­delt sich um eine unent­gelt­li­che und unab­hän­gi­ge jour­na­lis­ti­sche Bericht­erstat­tung. Bei dem beschrie­be­nen Preis­ver­gleich han­delt es sich um einen redak­tio­nel­len Pro­dukt­test auf Basis einer stich­pro­ben­ar­ti­gen Aus­wahl von Schul- und Büro­ar­ti­keln an einem kon­kre­ten Test­tag. Da Online-Platt­for­men ihre Prei­se dyna­misch anpas­sen, stel­len alle Anga­ben eine Moment­auf­nah­me dar.

Um Miss­ver­ständ­nis­sen vor­zu­beu­gen: Die­ser Bei­trag ver­steht sich nicht als Schleich­wer­bung für ein ein­zel­nes Fach­ge­schäft. Die Redak­ti­on weist aus­drück­lich dar­auf hin, dass sich ver­gleich­ba­re Ergeb­nis­se auch bei vie­len ande­ren Ein­zel­händ­lern vor Ort zei­gen kön­nen – je nach deren preis­li­cher Ori­en­tie­rung. Der Auf­ruf gilt daher ganz all­ge­mein: Schau­en Sie vor dem nächs­ten Online-Kauf bei Ihrem Fach­händ­ler vor Ort vor­bei, prü­fen Sie die Prei­se und suchen Sie das ehr­li­che Gespräch. Wer lokal ein­kauft, tut oft gleich dop­pelt etwas Gutes: Er schont das eige­ne Porte­mon­naie und stärkt gleich­zei­tig die eige­ne Stadt.

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Unter­neh­mens­in­sol­ven­zen in Nie­der­sach­sen stei­gen weiter

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Zahl der Unter­neh­mens­in­sol­ven­zen in Nie­der­sach­sen im 1. Halb­jahr 2026 um 8,7 % gestiegen

Das Lan­des­amt für Sta­tis­tik Nie­der­sach­sen (LSN) hat die Insol­venz­zah­len für das ers­te Halb­jahr 2026 ver­öf­fent­licht. Dem­nach ver­zeich­ne­te Nie­der­sach­sen einen spür­ba­ren Anstieg bei den Fir­men­plei­ten sowie eine deut­lich höhe­re Zahl gefähr­de­ter Arbeits­plät­ze. Gleich­zei­tig nah­men auch die Ver­brau­cher­insol­ven­zen zu.

Kern­zah­len im Überblick

  • Unter­neh­mens­in­sol­ven­zen: Im ers­ten Halb­jahr 2026 bean­trag­ten 1.070 Unter­neh­men bei den 33 nie­der­säch­si­schen Insol­venz­ge­rich­ten die Eröff­nung eines Insol­venz­ver­fah­rens. Dies ent­spricht einem Plus von 8,7 % im Ver­gleich zum Vor­jah­res­zeit­raum (1. Halb­jahr 2025: 984 Ver­fah­ren). Der pro­zen­tua­le Anstieg bewegt sich damit auf einem ähn­li­chen Niveau wie der Über­gang vom ers­ten Halb­jahr 2024 zu 2025 (+8,8 %).

  • Gefähr­de­te Arbeits­plät­ze: Von den Plei­ten waren im ers­ten Halb­jahr 2026 ins­ge­samt 9.867 Beschäf­tig­te betrof­fen, deren Arbeits­plät­ze durch die Insol­venz ihres Arbeit­ge­bers bedroht waren. Die­se Zahl liegt deut­lich über dem Vor­jah­res­wert von 7.341 gefähr­de­ten Arbeitsplätzen.

  • Ver­brau­cher­insol­ven­zen: Bei den Pri­vat­per­so­nen gab es einen leich­te­ren Zuwachs. Im ers­ten Halb­jahr 2026 wur­den 5.784 Insol­venz­an­trä­ge von Ver­brau­che­rin­nen und Ver­brau­chern gestellt. Das bedeu­tet einen Anstieg von 3,2 % gegen­über dem ers­ten Halb­jahr 2025 (5.605 Fälle).

Bran­chen­schwer­punk­te: Han­del und Bau­ge­wer­be am stärks­ten betroffen

Die Betrof­fen­heit vari­iert je nach Wirt­schafts­be­reich stark. Die meis­ten Unter­neh­mens­ver­fah­ren zwi­schen Janu­ar und Juni 2026 ent­fie­len auf den Bereich Han­del sowie Instand­hal­tung und Repa­ra­tur von Kraft­fahr­zeu­gen:

  • Han­del & Kfz: Mit 209 Ver­fah­ren ent­fiel annä­hernd jede fünf­te Insol­venz (19,5 %) auf die­sen Sek­tor. Gegen­über dem ers­ten Halb­jahr 2025 ent­spricht dies einem über­durch­schnitt­lich star­ken Anstieg von 16,1 %.

  • Bau­ge­wer­be: Eben­falls stark betrof­fen war das Bau­ge­wer­be mit 172 Insol­ven­zen (ein Anteil von 16,1 % an allen Unter­neh­mens­in­sol­ven­zen), was einem leich­ten Zuwachs von 2,4 % im Ver­gleich zum Vor­jahr entspricht.

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Creditreform‑Studie: Ein­zel­han­del bricht ein – auch Leer betroffen

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Deutsch­lands Innen­städ­te ver­lie­ren ihr Gesicht – Immer mehr klei­ne Geschäf­te verschwinden

Deutsch­lands Innen­städ­te ste­hen vor einem tief­grei­fen­den Wan­del. Der Ein­zel­han­del, einst prä­gen­des Rück­grat leben­di­ger Stadt­zen­tren, zählt heu­te zu den am stärks­ten schrump­fen­den Wirt­schafts­be­rei­chen. Eine aktu­el­le Stu­die der Cre­dit­re­form Wirt­schafts­for­schung und des Han­dels­blatt Rese­arch Insti­tuts (HRI) zeigt: Vor allem klei­ne, inha­ber­ge­führ­te Geschäf­te gera­ten zuneh­mend unter Druck – mit spür­ba­ren Fol­gen für das Stadtbild.

 

16 Pro­zent weni­ger Ein­zel­han­dels­be­trie­be – klei­ne Geschäf­te beson­ders betroffen

Zwi­schen 2010 und 2025 sank die Zahl der Ein­zel­han­dels­be­trie­be in Deutsch­land um rund 16 Pro­zent auf 316.310 Unter­neh­men. Beson­ders dra­ma­tisch ist der Rück­gang bei klei­nen Geschäf­ten mit einem Jah­res­um­satz unter 250.000 Euro: 2010 gab es noch 236.143 sol­cher Betrie­be, 2025 nur noch 170.770 – ein Minus von 28 Pro­zent.

Gleich­zei­tig wächst die Zahl gro­ßer Han­dels­un­ter­neh­men mit Umsät­zen über 25 Mil­lio­nen Euro – sie hat sich im glei­chen Zeit­raum ver­dop­pelt. Der Struk­tur­wan­del beschleu­nigt sich: Kon­zen­tra­ti­ons­pro­zes­se, Filia­li­sie­rung und Online­han­del ver­drän­gen zuneh­mend tra­di­tio­nel­le Fachgeschäfte.

 

„His­to­ri­scher Struk­tur­bruch“ – Cre­dit­re­form warnt vor Ver­lust der Vielfalt

Patrik‑Ludwig Hantzsch, Lei­ter der Cre­dit­re­form Wirt­schafts­for­schung, spricht von einem „his­to­ri­schen Struk­tur­bruch“ im deut­schen Ein­zel­han­del. Online­platt­for­men, Dis­coun­ter und gro­ße Filia­lis­ten gewin­nen Markt­an­tei­le, wäh­rend vie­le klei­ne und mit­tel­stän­di­sche Händ­ler wirt­schaft­lich an ihre Gren­zen stoßen.

„Fach­ge­schäf­te ver­schwin­den, Leer­stän­de neh­men zu und die Viel­falt des sta­tio­nä­ren Han­dels geht ver­lo­ren. Das klas­si­sche Waren­haus­mo­dell hat vie­ler­orts kei­ne Zukunft mehr“, so Hantzsch.

 

Insol­ven­zen stei­gen – pro­mi­nen­te Fäl­le nur die Spit­ze des Eisbergs

Die wirt­schaft­li­che Lage spie­gelt sich auch in den Insol­venz­zah­len wider. 2025 ver­zeich­ne­te der Ein­zel­han­del rund 2.440 Insol­ven­zen – ein Plus von 9 Pro­zent gegen­über dem Vor­jahr. Bereits 2024 war die Zahl um fast 20 Pro­zent gestiegen.

Zu den pro­mi­nen­ten Fäl­len gehören:

  • Gale­ria Kar­stadt Kaufhof

  • HAMMER Fach­märk­te

  • Esprit

  • Ger­ry Weber

  • Görtz

  • Depot

Doch der Groß­teil der Geschäfts­auf­ga­ben erfolgt lei­se und ohne öffent­li­che Auf­merk­sam­keit. Beson­ders betrof­fen sind zuletzt der Buch­han­del, der Back- und Süß­wa­ren­han­del sowie der Tex­til­ein­zel­han­del.

 

 

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Infla­ti­on, Kos­ten und Kauf­zu­rück­hal­tung set­zen Händ­ler unter Druck

Laut Cre­dit­re­form haben Infla­ti­on, stei­gen­de Betriebs­kos­ten und eine spür­ba­re Kauf­zu­rück­hal­tung die wirt­schaft­li­che Sub­stanz vie­ler Händ­ler wei­ter geschwächt. Klei­ne­re Unter­neh­men ver­fü­gen kaum noch über finan­zi­el­le Puffer.

Hantzsch sieht die Zukunft vor allem in:

  • mehr Kun­den­nä­he

  • kla­rer Spezialisierung

  • Erleb­nis­ori­en­tie­rung

  • digi­ta­ler Präsenz

  • schnel­ler Reaktionsfähigkeit

Wer aus­tausch­bar bleibt, wer­de es schwer haben. Erfolg­reich sei­en jene, die Bera­tung, Erleb­nis und digi­ta­le Ange­bo­te intel­li­gent kombinieren.

 

Innen­städ­te im Wan­del – Ein­kaufs­or­te müs­sen zu Lebens­räu­men werden

Par­al­lel zum Struk­tur­wan­del im Han­del ver­än­dern sich auch die Innen­städ­te. Klas­si­sche Ein­kaufs­funk­tio­nen ver­lie­ren an Bedeu­tung, wäh­rend Gas­tro­no­mie, Dienst­leis­tun­gen, Frei­zeit und Woh­nen wich­ti­ger werden.

Vie­le Kom­mu­nen reagie­ren bereits mit:

  • neu­en Nutzungskonzepten

  • Umge­stal­tung öffent­li­cher Räume

  • mehr Misch­nut­zung aus Han­del, Woh­nen und Freizeit

Trotz­dem blei­ben Leer­stän­de, sin­ken­de Fre­quen­zen und der Weg­fall gro­ßer Fre­quenz­brin­ger – etwa Waren­häu­ser – eine gro­ße Herausforderung.

„Die klas­si­sche Ein­kaufs­in­nen­stadt funk­tio­niert vie­ler­orts nicht mehr. Erfolg­reich wer­den Städ­te sein, die Ein­kauf, Frei­zeit, Gas­tro­no­mie und Woh­nen intel­li­gent mit­ein­an­der ver­bin­den“, erklärt Hantzsch.

Eine uni­ver­sel­le Lösung gebe es jedoch nicht: Was in Düs­sel­dorf funk­tio­nie­re, müs­se nicht auto­ma­tisch in klei­ne­ren Städ­ten erfolg­reich sein. Ent­schei­dend sei eine pass­ge­naue Stra­te­gie, die Grö­ße, Infra­struk­tur, Besu­cher­struk­tur und regio­na­le Wirt­schaft berücksichtigt.

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POL-LER: Pres­se­mit­tei­lung der Poli­zei­in­spek­ti­on Leer/ Emden für den 29.07.2026     Moorm­er­land — Verkehrsunfall/Trunkenheit im Straßenverkehr Am 28.07.2026 befuhr ein...

Allgemein

Unter­neh­mens­in­sol­ven­zen in Nie­der­sach­sen stei­gen weiter

Zahl der Unter­neh­mens­in­sol­ven­zen in Nie­der­sach­sen im 1. Halb­jahr 2026 um 8,7 % gestiegen Das Lan­des­amt für Sta­tis­tik Nie­der­sach­sen (LSN) hat...

Blaulicht

Zwei Haft­be­feh­le an der deutsch-nie­der­län­di­schen Gren­ze vollstreckt!

BPOL-Bad­Bent­heim: Zwei Haft­be­feh­le an der Gren­ze vollstreckt     Die Bun­des­po­li­zei hat am Diens­tag an der deutsch-nie­der­län­di­schen Gren­ze gleich zwei...

Lokal

Atom­kraft­geg­ner pro­tes­tie­ren gegen Rosatom-Deal in Lin­gen und Uran-Trans­por­te in Gronau

Pro­test vor der Brenn­ele­men­te­fa­brik in Lin­gen, 27.07.2026 Erneu­te Pro­tes­te gegen Brenn­ele­men­te­fa­brik in Lin­gen: Kri­tik an Rosatom-Deal hält an Lingen/Bonn/Hannover – Rund...

Freizeit

Ein klei­ner Spa­zier­gang durch den Wilhelminengang

Blick durch den male­ri­schen Wil­hel­mi­nen­gang auf den ehe­ma­li­gen Hafen­spei­cher, der heu­te als Ver­an­stal­tungs­ort dient. (Foto: Hans-Albert Dirks) Charme aus ver­gan­ge­nen...

Blaulicht

2,43 Pro­mil­le am Steu­er, Unfall­flucht in Moorm­er­land und Ein­satz am Badesee

POL-LER: Pres­se­mit­tei­lung der Poli­zei­in­spek­ti­on Leer/ Emden für den 28.07.2026     Leer — Trun­ken­heit im Straßenverkehr Am 27.07.2026 mel­de­ten Zeu­gen...

Lokal

Frei­bad-Debat­te in Leer: CDU nennt SPD-For­de­rung „finanz­po­li­tisch unseriös“

Das Hal­len- und Frei­zeit­bad Plyt­je in Leer: Im Zuge der aktu­el­len poli­ti­schen Debat­te um ein mög­li­ches neu­es Frei­bad ver­weist die...

Freizeit

Schloss Even­burg im August: Von his­to­ri­schen Zeit­rei­sen, bun­ten Fahr­rä­dern und dem gro­ßen Familienpicknick!

Schloss Even­burg im August: Ver­an­stal­tun­gen, Zeit­rei­sen und Sonderaktionen Das Schloss Even­burg in Leer (Loga) lockt auch im August 2026 mit...

Lokal

Beat­les-Klas­si­ker von Beat­les Revi­val Band sor­gen für per­fek­ten Auf­takt in Leer!

Groß­ar­ti­ge Stim­mung auf dem Denk­mal­platz: Beat­les-Klas­si­ker sor­gen für per­fek­ten Auf­takt in Leer! Ver­an­stal­tungs­da­ten: Datum: 23. Juli 2026 Ver­an­stal­tungs­ort: Denk­mal­platz, 26789 Leer Anlass: Auf­takt...

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